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Full text of "Nuntiaturberichte aus Deutschland nebst ergaenzenden Aktenstuecken: Erste Abteilung, 1533-1559"

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TUt: n::\v vor« 
PL'BLI. LIZRARY 

ASTOR, LENCX AND 
TILDEN F'- i JATIONS. 

R ^907 L 



THt: NTAV YORK 

PUBLIJLICRARY 



36 



tiUCy * 



ASTOR, LENCX ANO 
TILÜEN J^' •> DATIONS. 

R 1d07 L 



THE Nl-V; YORK 

PUßLIu LIlRARY 



ASTOR, LENCX ANO 
TILDEN r' ' • DAT10N8. 

R 1807 L 



T.H £ MAV YORK 






3C 



ASTO«, LENCX AND 
TILDEN -' • DATIONS. 

R 1807 L 



. iiTIATiHERICIlIE 

AUS DEUTSCHLAND 



NEB«T ERGÄNZENDEN AKTENSTÜCKEN 



ERSTE ABTEILUNG 
1633 —1569 



UKRAUSGEÜEBEN DUKOH 



DAS K. PREÜSSISGHE HISTORISCHE INSTITUT IN ROM 



UND 



DIE K. PREÜSSISCHE ÄRCHIY-YERWÄLTÜNG 



KEKLIN 1»07 

VEKLAG VON A. BATH 

Vf., MOHKKNSTRA.SSK J». 




AUS DP]ÜTSCHLAN1) 1533-1559 



NEBST ERGÄNZENDEN AKTENSTÜCKEN 



ZEHNTER IJANl) 

LEGATION DES KARDINALS SFONDRATO 

1547-1548 



IM AUFTRAGE 



DES K. PREÜSSISGHEN HISTORISCHEN INSTITUTS IN ROM 



BEARBEITET VON 



WALTER FRIEDENSBURG 



BERLIN 1907 

VERLAG VUN A. BATIl 

\V., Miilll:i NsTlIASSK 1». 



THE NEW YORK 

PL'tLIC LIDRAKY 



R 



1bü7 



l. 



Vorw^ort. 



I 



V 
t 



I 

s. 



Zur Aufnahme der Nuntiaturakten aus den letzten dHüehdUb 
Jahren des Pontlfikats Pa/pst Pauls III. sind die Bände 10 und 11 
:> dieser Serie bestimmt. Ich lege hiermit den 10, Band vor, der von 
Ende Mai 1547 bis Anfa^ig Juli 154S reicht und zeitlich etwa zu- 
sammenfallt mit der Legation des Kardinals Francesco Sfondrato 
hei Kaiser Karl V. Es ist die Zeit von der durch den Fall Witten- 
bergs herbeigeführten Beendigung der militärischen Operationen im 

10 .sogenannten Schmalkaldischen Kriege bis zum Ausgatig des großen oder 

„geharnischten*^ Augsburger Reichstages, dessen Namen und Andenken 

vor allem in dem sogenannten Interim de^ Jahres 1548 foHlebt — 

jenem Interim^ in dem die durch den erfolgreichen Krieg erlangte 

Ma/^htsteUujig des Kaisers im Reiche ihren bezeichnendsten Ausdruck 

ir» fand. Nicht minder aber hängt der Erlaß de^ Augsburger Interim 
ursächlich mit der unbefriedigenden Gestalt zusammen, die die Be- 
zieJiungen ztvischen Kaiser und Papst damals angenommen hatten, 
den Gegensätzen^ die namentlich durch die verschiedene Stellung der 
beiden Häupter zur Konzilsfrage hervorgeymfen wurden und an 

2() der italienischen und europäischen Politik stetig neue Nahrung 
fanden. Hieraus erhellt schon die Wichtigkeit^ die die möglichst 
t^ollständige Mitteilung der einschlägigen päpstlichen Alden für die 
geschichtliche Erkenntnis jener Epoche hat; neben ihnen hingt 
unser Band aber auch eine Hauptquelle der Politik Karls Y. in 

25 den Depeschen der kaiserlichen Gesandtschaft an der römischen 
Kurie. 

Was die Ausarbeitung des vorliegenden Bandes angeht, so war 
ich dieses Mal nicht mehr in der Lage, meine Materialien an Ort 



VI Vorwort. 

und Stelle verarbeiten zu können^ seit ich zum Herbste de.9 Jahres 
19()1 nach dreizehnjähriger Tätigkeit am römischen historischen 
Institut in die Heimat zurückgekehrt bin. Allerdings habe ich 
damals bereits den Hauptstock des Materials für die^-en und den 
letzten Bandy d, h. Abschriften der Mehrzahl der Depeschen nebst 5 
mancherhand Auszügen und Notizen^ mit mir über die Alpen gebracht; 
aber als es dann an die eigentliche Ausarbeitung ging, ergaben sich 
doch noch gar manche Lücken und Zweifel, die in der Hauptsache 
nur mit der eifrig in Anspruch genommenen und nie versagenden 
Hilfe deji Instituts in Rom ausgefüllt und beseitigt werdest konnten, lO 
Erwünschte Pflicht ist es- mir, dafür auch an dieser Stelle der Leitung 
des Instituts sowie unter den jüngeren Herren besonders dem Volontär 
Herrn Dr, Ludwig Cardau ns, der die eigentlichen Arbeiten für 
mich mit großer Hingebung und bestem Erfolg ausgeführt hat, meinen 
aufrichtigen Dank aussprechen zu dürfen. Außerdem bin ich dem 15 
Vorstande der städtisclten Bibliothek in Trient, Herrn Dr. Lodovico 
Ob erzin er zu Dank verpflichtet, des.^en bewährte Gefälligkeit es mir 
crmögliehte, eine Hand.srhrift jener Bibliothek hier an meinem M^ohn- 
orte zu benutzen. Ferner hat die Accademia dei Li nee i in Rom 
aus der ihrer Verwaltung unterstehenden Bibliothek Corsini eine 20 
wichtige Handschrift hergeliehen^ wofür irh ebenso sehr dieser Körper- 
.^chaft irie der K. Akademie der Wissenschaften zu BerTni^ 
die in liebenswürdigster Weise die Vermitteln ng meines Gesuches 
an die Schwe.*fteranstalt am Tiber übernommen hat, mich zu leb- 
haftem Danke verpflichtet fühle. Auch die Vorstä)ide und Beamten 2U 
aller anderen von mir besurhten oder in Anspruch genommenen 
Archive und Bibliothektm möeJtte ich in meinen Dank eingeschlossen 
wissen, wobei es sieh erübrigt, einzelne hervorzuheben^ da ich eben 
aller Orten in liebenswürdigster Weise Fördern }ig erfahren habe. 

JSteMin, im Januar 1907. 



Walter Friedensburg. 



Einleitimo: 



Inhalt. 



Seite 

Vorwort I-~VI 

Einleitung . VIT—XLVIII 

Depeschen / — 401 

Beilagen 40ii—o2S 

Anhang ^29—702 

Alphabetisches Register '^Qjj^'^ijo 

Verzeichnis der Verfasser etc. und der benutzten Archive etc. . . . 7:il—7:i:i 

Berichtigungen und Zusätze 7:^4 



I. 

Von den Schicksalen^ die die NuntiafnrJ{orrespoyidenz der 
rämhichen Kurie imter Paul III. betroffen haben, ist schon früher 
die Rede gewesen. Wir können deshalb hier auf früher Gesagtes 
5 verweiseyi, wonach die originalen Depeschen der Vertreter des g^ 
nannten Papstes an den verschiedenen katholischen Höfen zum über- 
vnegenden Teile in die Staatsarchive von Neapel und Parma — 
namentlich in das erst er e — gelangt sind, während das päpstliche 
oder vatikanische Archiv in Rom nur verhältnismäfiig geringe Bruch- 

10 stücke davon birgt. So ist von den 137 Nummern des vorliegenden 
Bandes ziemlich genau die Hälfte den Carte Fahiesiane in Neapel^) 
und je etwa ein Spchstel dem Carteggio Famesiano in Parma^) und 
vatikanischen Originalen entnommen^). Für den Rest haben meist 
nicht-originale Vorlagen, mehr oder minder spätere Abschriften, zu- 

15 gründe gelegt werden müssen. Deren fanden sich in verschiedenen 
Handschriften des vatikanischen Archivs*); wichtiger als diese jedoch 

M Die meisten Sfondratodepeschefi, nämlich x^4, enthält fasc. 744 der Carte 
Farnesiane: die übrigen verteile sich auf die Faszikel ()89, 690, 693. 694. 696, 
707, 708, 712, 715, 721, 724, 725, 728, 729, 731, 734, TSS, 746, 749, 753, 764. 

20 *) In den letzten Jahren sind die Bestände des Carteggio Famesiano zu 

Parma eiiiter systematischen Neuordnung und Einteilung nach Ländern usw. unter- 
zogen ivordenf uhis übrigens die Arbeit dort nach meiner Erfahrung eher erschwert 
als erleichtert. Ich habe hei meiner letzic^i Anwesenheit in Parma (September 1906) 
manches früher benutzte Stück nicht auffinden können, anderes nach längerem 

25 Suchen an Orten gefunden^ wo ich es kaum vermutete. Ich zitiere, wie in den tx>r' 
aufgegangenen Bänden, einfach den Carteggio ohne Erwähnung der neugebildeten 
Abteilungen. 

') Originale Vorlagen boten im Vatikanischen Archiv die Faszikel 1, 5, 6, 7 
der Carte Farnesiane; die JHs. Oermaniae Nuntiaturae sub Paulo III vol. IV 

30 (Ar mar. VIII ordo I) und der Band Nunziatura di Spagna vol. la (darin einu/e 
wichtige Oegenschreiben an den Nuntius in Smnien). 

*) Insbesondere bietet der Band heitere di principi 12 etwa HO Depeschen 
Sfondratos und einzelne des Nuntius Santacroce in Abschrifte7i, wovon im ganzen 



XII Einleitung. 

war die Handschrift einer fremden Sammlungy nämlich der Kodex 111 
der Stadthibliofhek von Trienf, Der Band geltört der Sammlung 
Mazzoleni an, d, h, den Ahschriftenhänden, die dem Fleiße des 
BenediMiners Alberto Mazzoleni in Bergamo (1695 — 1760) verdankt 
werden. Dieser sammelte während langer Jahre in den Archiven :> 
und Bibliotheken von Florenz^ Bologna, Parma, Venedig^ Padna 
sowie auf Reisen in Deutschend Materialien zu einer Geschichte 
des Tridentiner Konzils, die er abzufassen gedachte. Doch kam er 
über die Sammlung des Materials nicht hinaus, das dann in einigen 
vierzig Bänden aus seiner Hinterlassenschaft an die obengenannte io 
Bibliothek gelmigt ist^). 

Unser Band^ — 7iach der alten Zählung als Codex Mazzoleni 
4846 bezeichnet, jetzt Nr. 111 — enthält nun die Mehrzahl der von 
dem Legaten Kardinal Sfondrato während der ersten Hälfte seiner 
Wirksamkeit in Deutschlund, nämlich- vom 7, Juli 1547 bis zum 8, Januar 15 
1548^ entsandten Depeschen in Abschriften der Zeit Mazzolenis, die 
allerdings nicht fehlerlos sind, aber iyn ganzen doch einen brauchbaren 
Text liefern^ Wir mußten, da bessere Vorlagen nicht zur Ver- 
fügung standen^ bei zehn Stücken die Trienter Vorlage zugrunde 



»ieben dem Ahdrwk zugrunde gelegt worden sind- Ferner kamen in Betracht die 20 
Hs8. Nunziatura di Oa-mania vol. 60; Armar. 62 (Connlio di Trento) voll. 13 und 
42; Letter e di yrivcipi voU. 13 und 14^; Varia Pdit vd, 45 als Vorlagen für 
je 1 Stikk. 

*) Vgl' Finazzi Di alcimi tnanoscritti concementi 2a storia del cwicilio di 
Trento raccolti dal jmdre Alberto ' Mazzoleni, in MUcellanea di storia italiana 2') 
Tom. VI (Tarino 1865) yag. VII^LII. Die Codd. Mazzoleni sind in die hsh 
Bestände der Trienter Stadtbibliothek als Nrr. 87—129 {ehemals 4222—4203} ein- 
geordnet. 

2) Cod. Chart' in klein fol, enthaltend Abschriften des 18. Jahrhmiderts auf 
212 gleichzeitig gezäJilten Seiten, von einer Hand fortlaufend geschrieben. Die IJO 
Ortsdaten sind stets fortgelassen; Dattim tmd Empfänger über dem Text (AI 
Cardinal Farnese di 7 di luglio 1547 us\o.\ Der Kodex ist benutzt worden in 
der anonym erschienenen Gelegenheitssdirift des Baron Mazzetti: Pei solenne 
ingresso nella diocesi di Cremona di monsignor vescovo Carlo Kmaniiele Sar- 
dagua de Hohenstein da Trento. Cenni storici sulle antiche relazioni fra J{o 
queste due citta, con lettere inedite del cardinale Francesco Sfondrati Cremonese. 
Milano 1831. Die Sfondratodepeschen nehmen die Seiten 171 — 229 ein; vgl. dazu 
S. 47 über die Vorlage, unser e^x Codex 111. Letzterer ist ferner benutzt bei v. Druff eh 
Beiträge zur ReicJisgeschichte, und die Sendung des Kard. Sfondrato an deti Hof 
Karls V.; in erstn-er Publikation zieht v. Druff d auch die Schrift Mazzettis an^ 40 
die ebenfalls BeuteU Über den Ursprung des Augsburger Interim (Dresden 1888) 
benutzt. 

') Eine Anzahl von Lesefehlern verbessert sich ohne Schwierigkeit; weniger 
durchsichtig sind Fälle nie Cod. Trid. quäle sapienza, was, wie das vorliegende 
Original ergibt^ quäle si pensa zu lesen ist, u. dgl. m. 4."i 



Einleitung. XIII 

legen, die au/Herdem in den erläuternden Anmerkungen nicht .selten 
angezogen worden ist. 

Auch so' freilich ist es nicht gelungen^ die Reihe der Depeschen 
Sfondratos lückenlos zusammen zu bringen; so fehlen beispielstveise 

5 sämtliche Schreiben, die der Legat vom Aufbruch aus Rom {Anfang 
April 1547) an bis zu seinem Zusammentreffen mit dem Kaiser, das erst 
ein volles Yioieljahr später stattfand, an die Kurie gerichtet hat. 
Bedauerlich bUibt, daß das Archiv des Legaten selbst allem Atischein 
nach zerstreut ivorden ist und großenteils wohl verloren sein mag; 

10 uns sifid nur wenige Spuren davon begegnet und nichts was auf die 
deutsche Legation von 1547 j48 Bezug hat% 



Noch Argelati Biblioteca Scriptorum Mediolanensium Tom. 11(1745) pars 1 
p. 1365 führt diplomatische Depeschen unseres Sfondrato an, die sich damals noch im 
Besitz der Familie Sfondrati zu Mailand vorfanden. Seitdem ist aber die Familie aus- 

15 gestorben und ihr Besitz samt dem Archiv zerstreut worden, Teile des letzteren sind, wie 
der Herr Präsident der Societä Starica Lombarda zu Mailandy Commendatore Fran- 
cesco Novati, mir gütigst mitteilief u. a. wahrscheinlich bei den Grafen Sola als Erben 
der Busca-SerbeUoni, und sicher im Archiv Belgiojoso-Este zu suchen ; unter den 
letzteren Beständen aber, die Herr Novati ketint, befindet sich nichts was die 

20 Legatiofi Sfondratos von 15471 4S betrifft. Andererseits ist das Archiv Sola der 
Forschung verschlossen. — Einige Sfondratiana enthält aucJt die Biblioteca des 
Fürsten Trivulzio in Mailand: vgl. Porro, Catalogo dei codd. mss. della Bibl 
Trivtäziana (= Bibl. stör, ital pubbl. per cura della Dep. di st. p. J/, Torino 1884) 
s. V. Sfondrati. Einzelnes aus dem Archive des Kardinals bewahrt ferner die 

25 Biblioteca Qovernativa zu Cremona, so die jetzt als Ms. Ponzoni Nr. 48 be- 
zeichnete Hs. (Prosopia, nobilitä e privileggi della famiglia Sfondrata), über die 
zu vgl, F. Novati, Delle antiche relazioni tra Trento e Uremona im Arch. stör, 
lombard. XXXI (1894). Auf der nämlichen Bibliothek fand ich ferner Juind- 
schriftlich ein Sfondrato gewidmetes (1559 gedrucktes) lateinisches Gedicht des 

30 Geschichtschreibers Paolo Giovio „Larius*^ (= Lacus Comensis); es bildet mit 
einer ähnlichen Dedikation eines Nicolaus Boldonus den Handschriftenband Ms. 
dd Civico Mtiseo AA 1, 58. — Endlich hatte Herr Archivar Bonelli in Mailand 
die große Liebenswürdigkeitf mich auf das Archiv Silvestri in Calcioj Provinz 
Bergamo, aufmerksam zu machen als Sfondratiana enthaUendy dessen Besitzer , 

35 Herr Cav. Emilio Silpelstri, mir mit größter Bereitwilligkeit Regesten der bezüg- 
lichen Stücke übersandte', leider betreffen sie aber die diiilomatische Tätigkeit Sfon- 
dratos nicht. — Ich benutze die Gelegenheit^ den genannten drei Herren, Comm. 
Novatü Cav. Silvestri und Bonelli^ hier nochmals meinen aufrichtigen Dank für die 
liebenstvürdige Unterstützung meiner Forschimgeti auszusprechen. — Übrigens wird 

40 tw der Literatur noch ein Briefbuch Sfondratos von seiner deutschen Legation 
erwähnt j nämlich bei dem jesuitischen Geschichtachreiber des Tridentiner Konzils 
Sforza PaUavicino, der angibt (l X- c 1 §§ 1/i^), das betreffende Register selbst im Besitz 
gehabt zu haben und es an mehreren Stellen anzieht, u. a. für eine Depesche Sfon- 
dratos i'ow IL April 1548, die mir so'nst nirgends vorgelegen hat (vgl. unten 

45 S. ^98 Anm. 1). Über Herkunft und Charakter der Hs. äußert sich PaUavicino 
nicht; falls sie noch existiert, wäre sie wohl am ersten im Archive des Jesuiten- 
ordens zu vermuten. 



XIV Einltltung. 

Sffirohl der Stand der tJherlieferung der Drpf 'sehen der päpsf- 
Hohen Vefip'eter^) wie der Plan dieser Publikation führte auch bei 
dem vorliegenden Bande wiederum zur HeranzieJtung' ergänzenden 
Materiah über die eigentlich knrialen Akten hinaus. Den letzteren 
dürfen wir allerdings die Carte Cerriniane des Florentiner r» 
Staatsarrhivs im Grumte zuzählen, den Nachlaß des in den kurialen 
und besonders konziliaren Dingen der Epoche Papst Pauls III. tief 
eingeweihten uml unablässig tätigen Kardinals Marrello Cerrini, der 
damals als zweiter Legat des in Trient eröffneten und dann nach 
Bologna verlegten Konzils fungierte. Die Cerriniane bieten daher 10 
rrichhaltige und wichtige Korrespondenzen und Akten namentlich 
über die Konzilsfrage, von denen wir indes nur einen beschränkten 
Gebrauch machen, um nicht der großen Aktenpublikation des rmnischen 
historischen Instituts der Görresgesellschaft vorzugreifen^ 

Neben den Cerriniane aber bot das Florentiner Staatsarchiv noch ir» 
wichtige G esandtschaftsberichte, Depeschen der Vertreter des Herzogs 
Cosimo I. von Florenz am Kaisf>rhofe wie an der römischen Kurie. 
In ersterer Stellung treffen wir den Bischof von Fori], Bernardino de 
Medici^), der. wie in der Einleitung zum neunten Bande mitgeteilt 
wurde, im Frühling 1547 den Gesandten Averardo Serriston beim 20 
Kaiser abgelöst hatte. Serristori aber begegnet fortab als fiorent inischer 
Gesandte^' bei Papst Paul III, und auch sei)ie inhaltreichen Berichte 
aus Rom sind von uns, wie die Medicis — insbeso)idere für die er- 
läuternden Anmerkungen — ausgiebig verwendet worden^). 



*) Sehr liicketihoft hahett »ich besonders die Qegenschreiben des Vizekanzlers -'^ 
Kardinal Famese erhalten. Die Konzepte wurden, taie schon früher bemerkt, auf 
lose Blätter geschrieben und es findet sich nirgends eine Spur^ daß man sie ge- 
sammelt habe. So haben sich nur einzelne Konzepte t^on Gegensvhreiben in Neapel 
und Parma erhalten: andere Gegenschreiben konnten den Auftfrrti/ungeti oder 
späteren, nach diesen gemachten Abschriften entnommen werden; aber die Mehrzahl '^^^ 
ist teohl untergegangen. 

*) Was wir an Akten zur Konzilsfrage aufgenommen haben^ findet sich meist 
im zweiteti Teile der Beilagen, unten ^. 408 ff'. — Übrigens baut G. de Lena in seiner 
Storia documentata di Carlo V in correlazione all Ttalia (vol. IV, 1681, vom 
Wormser Reichstage 1545 bis zum Augsburger Interim: vol. F, 1894, vom Interim '^'^ 
bis zum Passauer Vertrag) seine Darstellung der päp^itlichen Politik wesentlich auf 
den Certitnane auf. 

•) Die in Betracht kammenden Depeschen den Bischofs von Forli als Gesandten 
am Kaiserhofe befinden sich sowohl im Codcjc Mediccus 4,H04 (Kanzlei der Gesandt- 
Schaft. Originalregister), als auch — vom JJ4. April 1548 ab — im Cod. Med. 4306 ^" 
{herzogliche Ka^izlei, Ausfertigungen). 

*) Für Seiristoris römische Mission kommen in Betracht: die Orif/inale seiner 
Depeschen in den Codd. Medicei :i'J(i7 und :iL*fiS (herzotfUchc Kanzlei) und die 
gleichzeüigm Abschriften (Originalregistcr des Anhirs der (H'sttndtschftft) in den 
Codd. medd. 3404, 3405, 3400, — Cod. .V^'/>7, 431 Bll (jüngst foUicrt) reicht vom '^'^ 



I 
i 



Einleitung. XV 

Dazu kommen wirderiwi, wie in den voraufgeheuden Bänden, 
Berichte df*r Yeti reter zweier anden^r italienischer Fürstenhäiuser, 
der Este in Ferrara-Modena und der Oonzaga in Mantual 
sie sind im allgemeinen aber nur so weit herangezogen worden als 
') sie neben den florentinischen noch Eigentümliches und Wertvolles 
hoten^). Eine Auswahl besonders ivichtiger Stücke aus diesen 
Maierialien ist im dritten Abschnitt der Beilagen im Wortlaut mit- 
geteilt worden ^ •, wo außerdetn ein Bericht des Vertreters der Republik 
Siena beim Kaiser und zwei Depeschen des französischen Gesandten a?i 
\() der Kurie (aus dessen schon im vorigen Bande benutzten und be- 
sprochenen Originalregister, das die Vatikanische ^Bibliothek enthälty), 
ihren Platz gefundot haben^). 

Eine besonders willkommene Beigabe aber hoffen wir in 

dem , Anhang' zu liefern^ der die Depeschen des kaiserlichen Ge- 

15 sandten an der Kurie, Don Diego Hurtado de Mendoza, eines der 

bedeutendsten Staat s^männer der Epoche Karls F., überdies hervor- 



1. April bis 29. Dezember 1548; cod. 3268, 784 Bll, vom 27. März 1549 Im 
24. März 1550, Von den Registerhänden umfaßt der erste die Zeit vom 2. Mai 
1547 {dem Beginn der Berichterstattung Senristoris ava Bxnn) bis zum 22. Oktober 
^' 1547; der zweite, daran nnmiitelbar atischliefiend, bis Ende Juni 1548 (von 
da ab cod. .3466). — Xur geringe Auszüge aus dieser reicJihaltigen Korrespondenz 
bietet Caneslrini, Legazioni dt Averardo Serristori pag. 159 sqq. 

*) Die Depesciien des Bonifazio Ruggleri, Vertreters der Este zu Rom — im 
Staatsarchiv zu Modena — wurden schon zu Bd. 9 (Einl. S. V) encähnf ; ' sie sind 

25 auch für den vorliegenden Band benutzt worden^ neben ihnen die Depeschen des 
esiensischen Gesandten beim Kaiser, Giulio Sa'tori, Erzbischofs von Santa Severina • 
diese finden sich für die Zeit vom 22. Juli bis 31. Dezember 1547 in einiger Reich- 
haltigkeit vor, doch sind sie großenteils vermodert; für 1548 liegt von diesen De- 
peschen nur Einzelnes vor. — Die Depp, der Maniuanischen Gesandt eti bewahrt 

•^ das Archiv Gonzaga in Mantua; es berichtet in unserer Epoche Ottaviano 
Yivaidini vom Kaiserhofe und Natalc Mvsy aus Rom, sowohl an den Herzog 
(Origg. in dessen Kanzlei a. a. 0.) tcie an den Kardinal Ercole Gonzaga (Carteggio 
dieses, ebendaselbst)- 

«) S. 490 ff. 

35 1) Einleitung 8. IIL 

^) Ganz fragmentarisch haben sich aus der Periode, die unser Band umfaßt, 
venetianische Gesandtschafti^richte fjon der römischen Kurie erhalten; die Depeschen 
der Vertreter Venedigs bei Karl V- sind bekanntlich in dem Wiener Unternehmen der 
„ Venetianischen Depeschen vom Kaiserhofe'* (Bd. 2, 1892) publiziert icorden. — 

^<) Andererseits sind dem Statthaltereiarchiv zu Innsbruck und den Hss. der Trienfer 
Bibliothek einige an Kardinal Christoff' Madruzzo von Trient gerichtete Briefe und 
Berichte entnommenj sowie dem Wiener H. h. St, A. einige Beridite des Vertreters 
K. Ferdinands in Rom, Diego Lasso, sowie vereinzelte andere Stücke. — Auch eine 
Handschrift der Ambrosiana zu Mailand mit Bruchstüdicn der Kanzlei Famesca 

-^5 bot einige Ausbeute. 



XVI Jiilnldltung. 

ragenden Humanisten, SchriftsteUers und Dichters^ darbietet. Eine 
Auswahl ans Mendozas Depeschen ist allerditigs nach den Originalen 
d^s spanischen Zentralstaatsarchivs in Siman^as bereits von DöUinger 
nach Abschriften, die ihm G, Heine geliefert haite, veröffentlicht 
worden; da aber nicht abzusehen ist, daß diese Publikatimi von 5 
anderer Seite ergänzt werden wird, so glaiiiten wir niemandem 
vorzugreifen, wenn wir die für die letzten Zeiten des Pontifikats 
Pauls 111, nngemein wiMige Korrespo7idenz in unsere Ausgabe 
hineinbezögen, obwohl uns originale Variagen dafür nicht zu Gebote 
standf*n. Wir entnehmen die Depeschen Mendozas viehn^hr späteren lO 
Abschriften, die sich in Rom, nämlich im Kodex 498 der BibliotJiek 
Corsini vorfanden. 

Die Handschrift^ im Format von 20 X, 26 cm., Höhe ca, 4 an, ist 
in Pergament gebunden. Der Einbandrückeyi trägt oben ein Leder- 
schildchen mit der Zahl 498 in goldenen Ziffern, In der Mitte des 15 
Hückens liest man: Lettere di Carlo V. Dem Text gehen zwei 
Blätter vorauf die mit roter Tinte die Zählung I und II tragen. 
Auf der zweiten Seite des ersten Blattes unten links steht die alte 
Signatur CoL 4ri A 10 von einer Hand des 18. Jahrhunderts. Auf 
Blatt 11*^ h'sen wir \:on der nämlichen Hand: 20 

Lettere in Spagnuolo scritte dalF Imper''® Carlo V al Sig^* D. 
Diego de Mendoza ed altri suoi ambasciadori in Borna e risposte. 
Con un indice o sommario del contenuto nelle lettere tradotto in 
volgare nel principio del tomo in C® 23. Ms. di Carte 420. Darüber 
schreibt eine spätere Hand: Cod. 498. 25 

Es folgt nun auf 23 besonders gezählten Blättern weißVwhen 
Papiers der a)tgekändigfe Indice o ristretto delle lettere che si 

contengono in questo libro , von einer anderen Hand des 

18. Jahrhunderts^). 

Nun folgt der eigentliche Text auf leicht gelblich eniy auf den 30 
vorderen Blättern nachgedunkeltem Papier; die ersten 50 Blätter 
tragen Feuchtigkeitsspuren, das erste ist am Rande verletzt und aus- 
gebessert, sonst ist die Handschrift gut erhalten. Es sind im ganzen 
420 gezählte Blätter; die ursprünglichen, eng an den Rand gerüditen 



*) Vher Mendoza vgl. u. a. J. Fesenmair^ Don Diego Mendoza^ ein spanischer '^^ 
Humanist des 16. Jahrhunderts {Progr. des K. Wilhehnsgymnasiums 1881182). 
München 1883. 

') Dieser Indice ist wörtlich abgednickt van Gachard. La bibliotheque des 
princes Corsini ä i2ome, Bruxelles 1869 (Extrait du iome XI Nr. h 3. sMe 
des Bulletins de la Commissum royale d'histoire), S. 74—115 (vgl. S. 7—9). Soviel ^^ 
ich sehe, ist GacMrd der einzige^ der wiseres Codex gedenkt; afidererseits finde ich* 
daß BeumonL öe,vcÄ. von Toskana J, von den Angaben des Index bei Gachard 
Get)rauch macht. 



KinleitTing . XVII 

Blaifzahlen sind heitn Beschneiden de^ Kodex yneiM verschwunden, 
finden sieh dann aber von anderer Hand weiter links wiederholt. 
Die Überschrift auf Bhft i* des Textes lerntet: Relacion de las 
cartas que el emperador scrivio a don Diego de Meiido9a j a otros 
5 embaicadores de Roma, y las que los dichos embaxadores scrivieron 
a Su Magd. Darunter beginnt gleich das erste Stück, das bezeichnet 
ist als Copia de la carta que Su Magd, scrivio a don Diego de 
MendoQa de Hulme a 11 de hebrero 1547 anos 
Der Inhalt besteht aus folgendem: 

10 i. Fol. 1 — 27*: Briefe des Kaisers an Mendoza und zwar vom 

11, Februar 1647 aus Ulm, 6, Juli 1552 aus Brixen, 18. November 
1551 aus Innsbruck, 18. Juni 1551 aus Augsburg, 27. August 1550 
aus Augsburg, 25. August 1551 aus Augsburg, 28 Juni 1562 aus 
Vülach, 7. Juli 1551 aus Augsburg. Der erste dieser Briefe ent- 

15 spricht dem bei Maurenbrex^hery Karl V. wnd die deutschen Protestanten 
1545 — 1555 Anhang 8, 88* — 99* gedruckten Stüeke. 

2. Fol. 27* — 30^: Lo que el emperador hablo en Uoma delante 
del papa y cardenales — nämlich 1536. 

3. Fol. 30^ — 32*; eine undatierte Supplik des Kaisers sobre 
20 algunos cappellos. v 

Nun folgen von 32*' bis zum Schluß des Bandes die Depeschen 
Mendozas als Oesandten an der Kurie an Kaiser Karl V'., chrono- 
logisch geordnet und untermischt viit Aktenstücken, Zeitungen und 
Auszügen, die der Oesaiutte als Beilagen einsandte^). 

25 Der Text ist — mit Ausnahme von 10 Blättern^ — von einer 

und derselbeti Haiid gleichmäßig und lesbar geschrieben. Sie gehört 
dem 17. Jahrhuiuiert an; der Schreiber war augenscheinlich ein 
Spanier; einzelne italienische Stücke, die in der Handschrift als Bei- 
lagen zu den Depeschen begegnen, schreibt er sehr inkorrekt, oft bis 

30 zur Unverständlichkeit entstellt, mit spanischen Formen durchsetzt 
ah, so daß man erkennt, daß er des Italienischen gar nicht oder nur 
seJir mangelhaft kundig war; besser gelifigen ihm lateinische Texte. 
Zuweilen begegnen Korrekturen mit sdiwärzerer Tinte, die anscheinend 
von einer anderen, gleichzeitigen Hand herrühren; einzeln bleiben 

35 auch kleine Lücken, wo der Sc/ireiber seine Vorlage toohl nicht hat 
lesen können. 



Besonders wichtig unier den Beilagefi sind die teils in extens(h teils im 
Auszug aufgenommenen Berichte Fernando Montesas, des Sekretärs Mendozas, dcj- 
diesen in Born vertrat^ wenn der Gesandte von dort abtoesend war, 
40 8) Die Blätter 361^ — 371^ sind von einer zweiten^ weniger gut le^barefi 

Hand beschrieben, die dann mitten im Stück mit dem Ende der Seite 371 «* aufhört, 
um wieder der ersten Hand Platz zu machen* 

NnntiAturbarichte, erst« Abttilun«;, Bd. X. II 



XVni Einleitang. 

Bestimmte Anhaltspunkte, wann, wo und unter welchen Um- 
ständen unser Ahschriftenband entstanden ist, haben sich nicfit 
findefi lassen '}. Vermutlich sind die Abschriften nach den Konzepten 
der Depeschen gemacht; ich möchte das daraus schließen, daß die 
Schlußformeln gänzlich fehlen, aucfi nicht irgendtcie angedeutet sind; 5 
auch das Datum findet sich nur übergeschrieben^ meist in der Form: 
Lo que se scrivio a Su Magd, de Borna en 27 de jullio usw., uHis 
eher auf Konzepte als auf Ausfertigungen als Vorlage hinweist. 
Dazu kommen die redaktionellen Abweichungen, die unsere Texte 
gegenüber den aus den Originalen entnommenen Drucken einzelner lO 
dieser Depeschen bei Döllinger nicht ganz selten aufweisen^). 

Die Reihe der Dreschen ist annäJ^ernd vollständig; doch bietet 
Döllinger ein Stiick vom 17, Septetnber 1547, das unser Kodex nicht 
haiy ohne daß sich erkennen ließcy aus welchem Grunde es aufgefallen 
sein könnte. Leider aber endet unser Kodex bereits einige Monate 15 
vor dem - Tode Pauls III,, nämlich mit dem 27. Juli 1549, einem 
Datum, das in der Stellung des Gesandten an der Kurie keine Epoche 
bildet, so daß wir attch hier nicht die Ursaehe anzugeben oder zu 
erraten vermögen^ aus der die späteren Depeschen unserer Hand- 
schrift nicht meJir einverleibt worden sind. 20 

Der Text des Kodex ist — abgesehen von den be^'eits besprodienen 
italienischen Stücken — im großen ganzen korrekt^ wennschon recht 
böse Lesefehler nicht ausgeschlossen sind. Schlimmer noch ist, daß 
der Sinn aueh sonst nicht immer ganz klar ist, zum Teil wohl in- 
folge von Auslassungen, die schwer zu ergänzen sind. So hat die 25 
Herstellung des Textes ' zuweilen nicht unbedeutende Schwierigkeiten 
geboten und ich weiß nicht, ob es mir überall gelungen ist, einen 
sicheren Text herzustellen: zuweilen habe ich selbst keinen klaren 
Sinn aus der Vorlage herauszubringen vermocht Immerhin handelt 
es sich nur um vereinzelte Stellen^ die wohl für das Oanze nicht BO 
schwer ins Gewicht fallen. 

Wie schon angedeutet, ist eine Anzahl der Depeschen Mendozas 
bereits nach den Originalen des spanischen Hauptstaatsarchivs ge-^ 
druckt*); )iatürlieh bringen wir sie nicht nochmal; doch hat es sidi 
der Übersichtlichkeit wegen empfohlen, eine Erwähming der einzelnen 3& 



*) Auf der Biblioteca Coniniana war über die Provenienz des Codex nichts 
festzustellen* 

^) Bemerkenswert sditint mir auch der Umstand^ daß ein eigenhändiffet 
Zusatz des Originals in der Handschrift fehlt (Doli S. 134 ; s. u. 8. Ö70). 

') Döllinger, Beiträge zur politischen, kirchliöhen und Kultur-Geschichte der 40 
secfu letzten Jahrhunderte. Bd I (1S63), S. 53—166 bringt 20 Depeschen Men- 
dozas aus d. J. 1547 und 5 au^ 1648 (tuts 1549 nichts). 



Einleitung. XIX 



gedruckten Stücke unter eigener Nummer in die Reihenfolge der 
Depeschen aufzunehmen. 



n. 

Im Beginne der Periode, die unser Band umfaß, treffen wir 
5 als Vertreter des Papstes bei Karl V. noch den Nuntius Qirolamo 
Vor all Oj Erzbischof vonRossano, der diese Stellung seit dem Februar 
d. t7. 1545 bekleidete». Veraüo, den wir in der Einleitung zum achteti 
Bande zu charakterisieren versucht haben^), ein unselbständiger 
Charakter und unhedeut&nder Mensch^ zeigte sich je länger desto 

10 weniger seiner freilich ungewöhnlich schwierigen Aufgabe, guie Be- 
zie/iungen zwischen seinein Auftraggeber und dein Kaiser zu utUer- 
haltefi, gewachsen, und war bei letzterem und seinen Räten so wenig 
angesehen, daß ^nan sich in Rmn endlich zu seiner Abberufung ver- 
stehen mußte. Schon seit der heßigen Szene, die Verallo am 2. Februar 

15 1547 mit dem Kaiser hattc^), war seine Stellung eigentlich unhaltbar^ 
ja am 14. April verbat sich Karl au^sdrücklich, daß VeraUo künftig mit 
ihm verhandele, und verwies ihn an seine Bäte^). So nahm man in Rom 
seine Abberufmig in Aussicht^ doch erst unter dem 11. August des 
JaJires erhielt er die Weisung zur Rückkefir; das Schreiben erreichte 

20 Hin am 21., und nachdem er am 1. September bei dem Kaiser die 
übliche Abschiedsaudienz, die glimpflich verlief, erlangt hatte, verließ 
der Nuntius das Hoflager am 6. September^). Man 'nahm vielfach an, 
daß er dem roten Hute entgegengehe^), allein das hätte damals 
wohl flach einer Demonstration gegen den Kaiser aussehen mögen. 

25 So mußte sich Verallo noch anderthalb JaJire gedulden^ ehe er in der 
letzten Kardinalspramotion die Papst Paul III. vornahm, am 8. April 
1549, den Hui erlangte. Verallo nahm dann an den drei folgenden 
Konklaven — fUr Julius HL, MarceUus IL uiid Paul IV. — als An- 
hänger der Farnesen teil und starb kurz nach der Wahl des letzt 

30 genannten Papstes, im Oktober 1666, etwa fünfund fünf zigjährig. Untei* 



>) Daselbst 8. 9 f. 
») Bd. 9 Nr. 132 8. 444 ff. 
s) Ebendaselbst Nr. 153 S. 542. 

♦) Bereits am 26. Mai berichtet der kaiserlidie Gesandte an der Kurie, Men- 

35 doza, für Verallo werde [der damalige Nuntius in Portugal, Oiovanni Ricci da] 

Monteptdciano zum Kaiser kommen (s. u. 8. 540) — woraus dann aber nichts wurde. 

») Vgl. unten 88. 89— 91^ 99, 105; Verallo selbst erwartete bereits Ende Juli 

ersetzt* zu werden: 8. 58 oben. 

•) 8. u. 8. 550 Z. 12 (Bericht Mendozas vom 15. August) und 8. 105 Änm. 1 
40 (Bisehof von Forh vom 5. Sqftember). 

II* 



XX Einleitang. 

Julitts HL war ihm nochmals Gelegenheit gegeben worden, sieh in 
diplomatischer Tätigkeit zu i^ersuchen, indem er 1561 als Legat zu 
König Heinrich LL* von Frankreich gesaiidt wurde, um diesen zum 
Frieden mit dem Kaiser zu mahnen '). 

Die Frage des Ersatzes für Verallo schemt der Kurie viel Kopf- 5 
zerbrechen gemacht zu hohen*). Augenscheinlich war es bei der Tiefe 
der Ocgensätze, die zwischen dem Standpunkt des Papstes und des 
Kaisers klafften, nicht leicht eine Persönlichkeit zu finden, die den 
Kaiserlichen nidit anstößig und zugleich dem Papste U9id den Seinen 
zuverlässig und angenehm war. Auf Empfehlung der Legaten in 10 
Bologna dachte Farneso eine Zeitlang an den Erzbischof von Matera 
Giovanni Michele Sarareno aus Neapel, aber es ließ sicfi doch wohl 
nirht verkennen, daß dieser PrälaJt^ einer der eifrigsten Teilnelimer 
und Förderer der Bologneser Versammlung, beim Kaiser einen 
schwierigen Stand gehabt hätte, um so mehr, da er als gebarener 15 
Neapolitaner* Karls Untertan, auch Inhaber eines neapolitanischen 
Bistums tvar*). Mehr Aussicht hatte wohl von Anfang an der Bischof 
Piefro Bertano von Fano, der sich daniah den Dank der Farnesen 
dadurch verdiente, daß er eine eheliche Verbindung zwischen der, 
der ersten Jugend bereits entwachsenen Enkelin des Papstes, VittoriM, 20 
Farnese, deren Vermäldung schmi seit Jahren die Familie beschäftigte*), 
mit dem soeben verwitweten Herzog von Urbino, Ouidobaldo IL della 
Ravere, zustande brachte. Gegen Bertano sprach indes der Umstand, 
daß er einetn Mönchsorden, dem der Dofninikamn- a^igehörte; einen 
Ordensmann aber eben damals 7iach Deutschland zu senden^ mochte doch 25 
bedenklich erscheinen^); wir werden freilich sehen^ daß die^se Bedenken 
hernach übertminden wurden, zunächst aber kam man nicht darüber 
hinweg und die Angelegenheit blieb in der Schwebe, d, h. die Neu- 



») Vgl Nuntiaiurberichte etc. Bd. 12 (ed. Kupke) S. e7ff. 

') Über eine erstet sdinell wieder verschwindende Kombination dafür s, o. *^ 
8. XIX Anmerkung 4. 

') Gleichwohl kam die Kurie am Ende des Jahres 1547 nochmals auf den 
Gedanken der Sendung dieses Prälaten zurück. S. Mendoza 29. Dezember 1547 im An- 
hang. Saraceno stand speziell dem ersten Konzilslegafen, Kardinal Monte, nahe; 
von ihm erhielt er au^^K nachdem Monte Paj>8t getoorden M?ar, 155U als einer der 35 
ersten, den roten Hut 

*) Vgl Bd. 8 Einl, S. 43 Anm. 3. 

*) Der Erzhischof von Santa Severina^ Vertreter der Este am Kaiserhofe, 
konnte sich die Absicht der Kurie, Bertano zu senden^ mir dadurch erklären, daß 
Bertano Ordensbruder des Beichtvaters des Kaisers sei: die beiden Dominikaner, 40 
meinte er, sollten dann die Vermittelung zwischen Kaiser und Papst in die Hand 
nehmen. Vgl. S. 101 Anm. 2. 



Einleitung. XXI 

bessettung der ordentlichen Nuntiatur heim Kaiser wurde für unbestimmte 
Zeit aufgeschoben^ 

Es blieb sornit als einziger Vertreter des Papstes bei dem Kaiser 
der Kardi^iallegat, der etwa zwei Monate vor VeraJlos Abgang am Kaiser- 
5 hofe erschienen war. Dies war Francesco Sfondrato, ein Mann, der 
ehe er dem geistlichen Stande beigetreten toar, sich bereits auf i^er- 
schiedenen Schauplätzen bewährt hatte^). Sfondrato entstammte 
einer alten Cremonese7' Familie, doch war sein Vater, der Giovanni 
Battista hieß und Recht sqelehrtei' war^), tmch Mailand über- 

10 gesiedelt, wo er zu großem Ansehen und hohen E/iren gelangte. Er 
wurde Senator von Mailand und diente dem Herzog Lodovico Moro 
in diplomaiischen Geschäften, Noch jung starb Giovanni Battista 
1497 als mailändischer Gesandter in Venedig. Von sein'Cr Frau, 
einer edlen Mailänderin, hinterließ er eine Tochter und zwei Söhne 

15 im zartesten AUer. Der ältere von letzteren war Fratwesco, der 
1493 bei einem vorübergehetiden Aufenthalt der Eltern in Cremona 
geboren wurde. Er schlug ebenfalls die Bahn des RechtsgeleJirten 
einy studierte in Pavia^ wo er zum Doktor juris utriusque prmnoviert 
wurde, und ließ sich 1520 in das Kollegium der Eex^htsgelehrten von 

20 Creinmia aufnehmen. Später finden wir ihn in Bologna^ Pavia und 
Born dozieren; dazwischen bekUidete er in Pavia 1527 bi9 1628 in 
stürmischen Zeitläuften das Amt eines Podestä. In der Folge diente 
er zuerst dem Herzog Karl von Savoyen, der Hin zum Senator er- 
nannte, dann dem letzten mailändischen Herzoge Francesco II. Sforza, 

25 dessen Vermählung mit Christina von Däneftnark, einer Nichte Kaiser 
Karl F.. er vermittelte. Der Da7ik war die Ernennung zum mailän- 
discfien Senator seiteris des Herzogs. Aber auch dem Kaiser etnpfahl sich 
Sfondrato durch diesen seinen Erfolg, und als dann Karl nach detn Tode 
Francescos (f 1635) Landesherr von Mailand wurde, tiahm er bei der 

30 Verwaltung dieser Herrschaft die Dienste Sfondratos in Anspfiu^h, der als 
Senator bestätigt, außerdem zum Kaiserlichen Bat ernannt wurde. 
Die wichtigsten Dienste leistete dann Sfondrato dein Kaiser inSiena, 
wohin er im Jahre 1541 als Kommissar gesandt wurde, um die bür- 
gerlichen Faktiones zu vei'söhnen, was ihm in dem Maße gelang. 



35 1) Schon länger war auch die ordentliche Nuntiatur bei K Ferdinand er- 

ledigt: 8. w, «. 

^) Das tcesentliclte, was wir von Sfondratos Lebensumständen wissen^ bringt 
bereits Ärgelati (s. o.), der aucli die ausführliche, die Hauptlebensdaten enthaltende 
Grab&chrift im Dome zu Cremona mitteilt — Über die Familie Sfondrati «. avu^h 
40 Feiice Calvi in Famiglie nobili Milanesi vol. IT {Milano 1861), 

') Über ihn «. Calvi l c. 



XXII Einleitung. 

daß er die Zufriedenheit uiid Zuneigung der gesamten Bürgerschaft 
sich erwa/rb, 

Sfondrato war mit einer vornehmen Mailänderin^ Anna aus 
detn vielverbreiteten Oeschlecht Visconti, und zwar aus dem Zweige 
der Marchesi von Modrone, vermählt. Sie schenkte ihm sechs Kinder, 5 
daruntef^ Nikolaus, der hernach als Chregor XIV. die Tiara tragen 
sollte. Um 1540 scheint Anna gestorben eu sein; einige Jahre 
später wandte sich der Witwer der Kirche zu, wie seine Orabschrift 
sagt, von Paul HL nach Rmn berufen. NäJieres wissen wir darüber 
nicht, auch der Zeitpunkt des Übertritts ist nicht genau festzustellen; 10 
da aber die Sendung nach Siena — Reumont zufolge — nicht vor Ende 
1541 a^igesetzt werden kann^) und im Spätherbst 1543 Sfondrato 
bereits im päpstlichen Dienst nachweisbar ist, so werden wir für 
jenen bedeutsamen Lebensabschnitt etwa auf Efide 1542 oder Anfang 
1548 gewiesen^ Noch im Laufe des letztgenannten Jahres erhidt 15 
der Neugeweihte ein Bistum, Sarno im NeapoUtanisdien, in dessen 
Verleihung wir vielleicht auch die Sand des Kaisers, mines alten 
Gönners erblicken dürfen, 1544 vertauschte Sfondrato dies Bistum mit 
AmaJfi (Oktober); u}enige Wochen darauf erhielt er — im Konsistorium 
des 19. Dezember 1544 — den roten Hut. Schon bald nach seinem Zu- 20 
tritt zur Kirche hatte Sfofidrato auch diplomatische Missionen für den 
heiligen Stuhl nach Deutschland und zu Kaiser Karl ausgeführt^; 
von letzterem kehrte er Anfang 1543 nach Born zurück. Hier trat 
er zwar in den nächsten JaJiren na(-h außen wenig hervor^), doch 
befestigte er sich im Vertrauen des Papstes^); an Kenntnis der Ge- 25 
Schäfte, LebenserfaJirung wie aber auch an Lauterkeit des Charakters 
mögest es wenige seiner Mitbrüder mit ihm aufgenommen haben. 

So zog der Papst Sfondrato hervor, aJs im FrühjaJir 1547 eine 
neue außerordentliche Sendung an den Kaiser in Aussicht genommen 



*) Reumont, Oesch. v. Toscana I (1876) S. 150. Die Sendutig Sfondratos 30 
nach Siena war danach eine Folge der Zuaamfnenkunff des Kaisers und des Papstes 
zu Lucca (8ept 1541)- 

') Den Tod der Gattin setzt die ixm den Söhnen verfaßte, also sicher voLln 
kommen zuverlässige Grabschrift vor die Sendung nach Siena, wonach Calvis An- 
gabe, Anna Visconti sei erst 1543 gestorben, sich als irrig erweist. Ebenso irrig 35 
ist aber die Angabe bei Ciaconius, Res gestae pontif et cardd- Roman. IV pag. 78, 
der 1535 geborene Nicolaus Sfondratus sei caeso mortaae matris utero zur Wdt 
gebracht worden; denn Nicolaus war nach Calvis hier wohl nicht zu bezweifelnder 
Angabe der ältere der Söhne Sfondratos, was auch die Stellung seines Namens vor 
dem des Bruders am Ende der Gfrabsc^trift des Vaters bestätigt. 40 

») Das Näiiere Nuntiaturberichte Vllh Einleitung S. 8—9. 

*) S. jedoch Bd. 9 S. 363; S. 413 Z. 37. 

*) Ebendaselbst S. 202 Z. 39 ff.; 20? Z. 10; 249 Z. 7. 



Einleitimg. XXHI 

unirde. Es war die Zeit, als infolge der gegen Karls Willen erfolgten 

Verkündigung des Konsildekrets von der Rechtfertigung und der 

Zurückberufung der päpstlichen Hüfsiruppen aus dem Langer des 

Kaisers die Beziehungen zunschen diesem und der Kurie sicti ungünstig 

5 anließen. Als nun damals die Nachricht na^h Born kam^ König 
Heinrich VIIL von England sei nicht mehr (f 27. auf 28. Januar 
lö47)y glaubte die Kurie diesen Anlaß zu einer großen Demonstration 
benutzen zu sollen^). Der Kaiser wie König Franz von Frankreich 
sollten feierlich aufgefordert werden, sich die Rückführung Englands 

10 in den Scfioß der katholischen Kirche aiigelegen sein zu lassen^ was 
besonders für den Kaiser gleichsam eine Ehrensac/ie zu sein sdiien, 
da ja sein Famüieninteresse bei dem Bruch zwischen England und 
dem heiligen Stuhle im Spiel gewesen war. Zugleich aber war es bei 
dieser Sendung an Karl darauf abgesehen, diesem gegenüber die 

15 Politik des Papstes, namentlich die Zurückberufung der Truppen 
zu rechtfertigen^), ja im Gründe war dies sowie überhaupt die 
Ablenkung des Kaisers von den jüngsten Händeln wohl die Haupt- 
Ursache der Sendung, da der Papst in betreff Englands von vom- 
herein nicht viel erwarten durfte*). 

20 Diese Mission war es also, zu der — neben defn nach Frankreich 

bestimmten Kardinal Capodiferro — Sfondrato ausersehen ward^). 
Im Konsistorium vom 25, Februar erfolgte die Ernennung beider 
Legaten, am 27. erhielten sie das Kreuz ah Abzeichen ifirer Würde. 
Doch konnten -sie ihre Mission nicht antreten, ehe die Monarchen^ 

25 denen diese galt, bena^chrichtigt waren und ihr Einverständnis 
kundgegeben hatten. Mittlerweile erfolgte dann — am 11. März — 
die Translatio}i des Konzils von Trient nach Bologna, die eine viel- 
fach veränderte Situation schuf, indem sie namentlich das Verhältnis des 
Papstes zum Kaiser auf eine neue, scfiwere Probe stellte Um so unchtiger 

30 war es freilich, daß in dieser Krisis eine besonders vertrauenswürdige 
Persöfdichkeit von seilen des Papstes beim Kaiser verweile- So trat 
denn Sfandrato am 6. April, einen ' Tag nach Capodiferro, die Reise 
nach Norden an. Kurz vorher war König Franz L von Frankreich 
gestorben (31. März 1547), was der Kurie Anlaß gab, in die 



35 ;») Vgl Nuntiaturberichte Bd. 9 8. 494 Anm- 2, 

*) Vgl. die Denkschrifl Tyiscorso sopra le cose dlnghilterra bei p. Dr\iffeh 
Sendung Sfmdratos S. 360 f. 

') Vgl. ebendasdbet S. 313 f. 
* • *) Ä%tch eine Sendung nach den hritisdien Inseln »ethst ward in Aussicht ger 
40 nommen und dem Kardinal Reginald Pole, dem Venvandten des Tudarschen 
K^igskauses^ sugedacht: aber sie kam nickt zur Ausführung, tcar auch kaum 
ernsthaft gemeint v. Druff d a- a. 0. 



XXIV Einleitung. 

defn Legaten Sfondraio ruwhgesandte Instruktian oinen Passus auf^ 
zunehmen^ der dem Kaiser' den Frieden mit dem Nachfolger seines 
alten Nebenbtihlers im Westen noch besonders atiempfaiiV ), 

Im übrigen behandelt das Aktenstück nur die englische Angelegen- 
heit; doc/i hat Sfondrato daneben 7wch — mündlich oder schrifÜicfi — 5 
Weisungen erhalten, die das Verhältnis zwischen der Kurie und dem 
Kaiser betrafen. Davon gibt un^s der kaiserlidte Gesandte an der 
Kurie, Diego Mendoza, Kunde, der mit dem ihm von früher wohl- 
bekannten Legaten in Viterbo zusammentraf und dort mit ihm die 
Sachlage vertraulich besprach. Nach Mendozas Bericht über diese 10 
Unterredung war Sfondrato beauftragt, den Kaiser zur Anerkennung 
de^ Bologneser Konzils zu bewegen, oder ihn wenigstens von feindlichen 
Maßregeln wider dieses abzuhalten^). Das war denn allerdings keine 
leichte Aufgabe, wid es begreift sich, daß Sfondrato, wie Mendoza 
schreibt, seiner Mission nur mit Zogen entgegenging. In der Tat nahm 15 
bereits die Antrittsaudienz die Sfondrato bei dem Kaiser hatte% 
einen so nnerfreulichen Verlaufs daß der Legat selbst seine Senduiig 
für überflüssig erklärte, was Karl nicht in Abrede stellte. Auch die 
Kurie war zweifelhafte ob Sfofidratos Verweilen in Deutschland ihrer 
Sache zum Vorteil gereiche, und es war schließlich vielleidit nur die 20 
schon erwähnte Verlegenheit^ einen geeigneten Nachfolger für Veralte 
zu findejtj die dazu führte^ daß Sfondrato noch tvährend der ganzen 
Dauer des Augsburger Reichstages, und zwar seit Verallos Abreise 
als einziger Vertreter des Papstes beim Kaiser, an dessen Hofe t^er- 



') Die Irufirvktüm 'für Sfondrato liegt uns nur in dieser letzten Form tw, 25 
die erst nach dem Abgang des Legaten aus Rom redigiert sein kann und ihm nach- 
gesandt worden sein muß. Sie wird ihn in Bologna erreicht habend wo Sfondrato 
vom 16. — 32. Aprü Halt machte. Die Instruktion ist gedruckt bei r. Druffel^ 
Briefe und Akten I 8. 51 f. Nr. 93 aus einer späteren Münchefier Handschrift 
(Verbesserungen dazu aus einer Wiener Hs. bei Pieper, Zur Entstehungsgeschichte 30 
der ständigen Nuntiaturen 8. 131 A. 2); handschrifÜich findet sich das AktenstOds 
imArch. 7a^ Var. Polit. vol. 10 foli. 356»-358» wnd vol. 48 fol. 165b— 167; auch 
Bibl. Vat. Cod. Vat. 7160 fol. 178 b— 179 b, »pälere AbschHften. Alle diese Texte 
sind undatiert 

>) Döllinger, Bäträge I S. 54 ff. (vom 2. Mai 154?). — Weitere Weisungen 35 
brachten dem Legaten dann swd Schreiben Fameses vom 31. Mai (unsere Nr. 1 
und das S. 6 Anm. 2 aufgeführte Stück). Sie betrafen die Konzilsfrage und das 
Verhältnis der Habsburger zu Ungarn. 

*) Vgl. Sfondratos Bericfit vom 7. Juli aus Nürnberg (Nr. 10 8. 83 ff.). 
Da der -Kaiser noch bis Ende Juni in Mitteldeutschland zurückgehalten wurde, der 40 
Legat aber bei der Unsicherheit im Lande ihm Ober die Maingegenden hinaus nicht ent- 
gegenzukommen wagte, so verzog sich die Begegnung bis in deti Anfafig Juli, wo 
beide endlich in Bamberg zusammentrafen. 



Einleitung. XXV 

weüie^). 8 fondrat o trat damit gleichsam in die Funktionen eines 
ordentlichen Nuntius ein, während dodi seine Würde als Kardinal 
und Legat ihm einen wesentlich höheren Rang anwies — ein innerer 
Zwiespalt, der ihm seine Aufgäbe nicht erleichterte, noch auch für die 

5 von ifim vertretene Sache vorteilhaft war. Es hing wohl auch mit 
dem Gefühl, für seine amtliclien Befiignisse keine ganz sichere 
Basis unter den Füssen zu haben, zusammen, . daß es Sfondrato 
schwer fiel, den jeweilig wechselnden Konjunkturen sich anzupassen,, 
so daß die Kaiserlichen wiederholt nicht ohne Grund klagten, er zeige 

10 sich nicht genügend orientieH, während van derKurioher ihm vorgehalten 
umrdcj daß er sich der Sadie des Papstes nicht mit hinreichendem Eifer 
annehme, ein Vortvurf der ebenfalls nicht ganz grundlos war, insofern 
als Sfondrato den extrem-kurialen Standpunkt keineswegs teiUe und 
nicht alles Unrecht nur auf der Seite des Kai^sers erblickte. Das trug denn 

15 freilich auch wieder zusamt der Achtung gebietenden Persönlichkeit 
des Legaten selbst dazu bei, daß mindestens ein unheilbarervöUiger Bruch 
zwischen den beiden Häuptern vermieden wurde und daß auch die äußeren 
Formen des Verkehrs zwischen den Kaiserli^^hen und dem Vertreter 
des Papstes weniger schroffe waren als in der letzten Zeit t'or Sfon- 

2() dratos Erscheinen. Aber der Einfluß des letzteren auf die Entschlilsse 
des Kaisers und auf die Dinge im Reiche war und blieb allerdings 
ein ganz untergeordneter. 

Eine gewisse Erleichterung wurde übrigens Sfondrato gegen Ende 
seines Aufenthalts in Deutschland, nämlich im Frühling lö48, durch 

25 die Wiederbesetzung der ordentlichen Nuntiatur bei dem römischen 
König zuteil, die seit fast drei Jahren unbesetzt geblieben war\ 
Es war allerdings schon im Sommer 1547^ als Veraüo vom Kaiser- 
hofe abberufen ivurde, an der Kurie davon die Rede getoesen, eifien 
neuen Nuntius zu König Ferdinand zu senden. Detn Agenten des 

30 letzteren^ Diego Lasso, sagte Famese, der Protonotar PaUavieitw soUe 
in kürzester Frist als Nuntius an dm Hof des Königs gehm^); 
aber diese Sendung unterblieb, ohne daß weiteres darüber verlmitete. 
Erst zu Anfang des folgenden JaJires nahm die Sache bestimmtere 



Nur einige wenige Wochen, nänUich vom 7. Oktober bi^ 27. November 1547, 
35 befand sich in außerordentlicher Mission der Bischof von Lucera, Fabio Mignaneüi, 
der sdton 1538 und 1545 als Nuntius in Deutschland und am Kaiserhofe getceilt 
halte (vgl Nuntiaturberichte III und VIII) in Augsbtirg. Über Mignanellis Aus- 
fiendwig und Beise s. u S. 116 A. 1 und 135 A. 1; über aeine Ankunft S. 140 
A. 1. Seine Depeschen, die selbständig neben detien des Legaten hergehen, reichen 
40 vom 14. Oktober bis 26. November 1547. 

3) Der letzte Nuntius war der oben erwähnte Mignandli gewesen, der im 
Sommer 1545 abberufen wurde: Nuntiaturberichte Bd. 8 S. 11 f; 271 Anm. 5. 

») S. 90 Anm. 1. 

II** 



XXVI Einleitung. 

Grsialt an; am 10, Januar wurde dem Legaten Sfondrafo mitgeteilt, 
man sei mit der Abfertigung eines Nuntius zu König Ferdinand 
beschäftigt Es war aber nicht mehr der eben erwähnte Pallavicino^ 
sondern einer der Auditoren der Rota, Prospero Santa Croce, der für 
diese Mission in Aussicht genommen wurde. 5 

Prospero^) war 1514 in Rom geboren; er hatte hauptsächlich 
klassische Studien getrieben und erfreute sich eines hohen Rufes in 
den humanistischen Wissenschaff pn: doch hatte er^ von den Eltern 
früh mittellos mit jüngeren OescJiwisfern zurückgelassen, seine Ver- 
sorgung dann im Dienst der Kirche gesucht, zu der Htm der Tod eines lo 
Oheims, der advocatus conMstorialis gewesen war, (f um 1537), den 
Zugang eröffnete, Prospero erlangte dessen Posten, um von dort 1542 
zum Auditor der Rota aufzusteigen. Als solcher begleitete er den 
Kardinal Farnese auf dessen Sendung nach Deutschland im Mai 1646, 
augenscheinlich ein Zeichen, daß er sich des besonderen Vetiraue^us 15 
des allvermögenden Nepoten erfreute^). Letzterem dankte es denn 
tvohl auch Prospero, daß er trotz seines noch jugendlichen Alters 
von 33 JaJirvn im Januar 1648 zum Nuntius bei König Ferdinand 
designiert und gleich darauf mit einem Bistum ausgestattet tvurde^). 
Die Abfertigung aber auf den ihm zugewiesenen Posten*), für den 20 
bereits unter dem 19. Januar die erforderlichen Breven ausgefertigt 
wurden, zog sich hin; sie schien zeitweise ganz aufgegeben. Oegen 
Ende Februar wurden dann für Prospero Empfehlungsschreiben 
namens Farnesos aufgesetzt; aber noch immer ließ man ihn nicht ab- 
reisen; der Stand der Beziehungen zwischen Kaiser und Papst emp- 25 
fahl damals eine schleunige außerordentliche Sendung nach Augsburg, 
die Oiuliano Ardinghello Hb(*rnahni^); ihren Erfolg gedachte nuin erst 
abzuivarten, ehe Prospero abgesandt würde. Ja, man hätte am liebste7i 
den letzteren überhaupt nicht abgehen lassen, doch sah man sich, 



^) Vofi Prospero Santa Croce existiert eine von einem ungenannten, lüohlunter- 30 
richteten Zeitgenossen verfaßte, aber nicht vollendete Lebetisbeschreibung. Sie liegt 
dem Artikel bei Ciacofiiius III ,p. 950 sqq. (ed. Bomae 1677) zugrunde; heraus- 
gegeben ist sie dann vofi Giovambatista Adriani in MiaceUanea di sforia italiana 
V {Torino 186H) S. 479—354; vgl, die Vorbemerkungen dazu ebcndort S. 443 ff. 

») Vgl Nuntiaturberichte Bd. S S. 107 f.. 182. 703 Anm. 1. Bei der feier- Hf) 
liehen Einfwlung des Legaten und seines Gefolges in Worms toar es Prospero^ der 
auf eine lateinische Begrüßungsansprache des Bischofs von Hild^slteim in Fameses 
Namen enaiderte- 

') Unter dem 22. März d. J. Es war das Bintum Cissamo auf Kreta, das 
e})en erst durch den Tod des bekannten Augustinus Steuchus erledigt worden war. 40 

♦) Das Aktenmaterial für die Aussendung des Nuntius haben wir in Nr. 107 
zusamm engestellt . 

*) Das Nähere s. u. 



Einleitung. XXVTI 

toie Farneses Sekretär, Maffeo, unter dem 31. März vertraulich dem 
Legaten Cervini in Bologna sdirieb, dazu genötigt, um Aufseilen 
zu vermeiden, nachdem Prospero doch einmal defiigniert worden war *). 
So wurden denn nun unter dem 5, April die Breven fiir Santa Croce 
5 erneuert; gleichwohl zog sich abermals die Au^sendung hin, so daß man in 
Augsburg bereits argwöhnisch zu werden begann. Endlich in den letzten 
Apriltagen durfte Prospero abreisen, und traf am 11. Mai an seinem 
Bestimmungsorte ein, d. h. in Augsburg, wo mit fast der gesamteti 
Fürstenschar Deutschlands auch der römische König am Reichstage 

10 weilte. 

Seine Instruktion wies den Nuntius an, den Papst bei Ferdinand 
zu entschuldige7ij daß er die Nuntiatur so lange unbesetzt gelassen 
habe; der Oru^id habe in der Behinderung des Königs durch den 
Krieg des Vorjahres gelegen. Der neue ständige Nuntius sei 

15 über die Haltung des Papstes zu den speziellen Wünschen des Königs, 
die besonders auf einen Kostenbeitrag zur Befestigung Wiens und 
die Wiedererrichtung des seit den Hu^sitenstürmen zerfallenen Prager 
Erzstifts hinausliefen, instruiert, sowie beauftragt^ Ferdhiand die 
Wünsche der Königin Jsahella^ der Witwe seines ehemaligen Gegners 

20 Johann Zapolya in Ungarn, wegen einer Annäherung an den römischen 
König und einen Ländertausch zu übermitteln. Endlich war Santa Croce 
beauftragt^ auch über die aflgoneinen Fragen^ besoiiders die des Konzih, 
mit detn König zu reden und diesen zu eifriger Inangriffnahme der 
Herstellung des Katholizismus sowohl in seinen Erblanden toie im 

25 deutschen Reiche anzuhalte^i. 

Näher verbreitete sich aber über die allgetneinen Fragen, das Konzil 
und die Mitunrkung des Papstes an der Ordnu)ig der Religionssache 
im Reiche, toie nicht minder über die Angelegenheit der Rückgabe des von 
den Kaiserlichen eingenommenen Piacenza an die römische Kirche oder 

30 das Haus Farnese, eine eigene Instruktion für den Kaiser, die Santa 
Croce mitbekam. Und endlich erhielt letzterer nocli besondere Auf- 
träge an den Kardinal Madruzzo, der gebeten wurde, au/ih fernerhin 
seine guten Dienste zur Herstellung freundschaftlicherer Beziehungen 
zwischen den beiden höchsten Gewalten nicht zu versagen. 

40 Liegen diese verschiedenen Instruktionen des neuen Nuntius 

wefin nicht in originaler, so doch in zuverlässiger aktenmäßiger Form 
vor, so weiß nun eine erzählende Quelle noch von sonst uuhekannteti 
loichtigen Aufträgen zu berichten, die Santa Croce an den Herzog von 



i) Di qna 81 pensa di mandare messer Prospero Santacroce per non far 
45 romore essendo destinato Duuzio. Florenz Carte Cervin. filza 20 fol. 157 Orig. 
— Übrigens war kurz vorher, unter dem 21. März, die Bulle der Fakultäten für 
den Nuntius ausgefertigt tcorden. 



XXVIII Einleitung. 

Baiern habe übermitteln sollen. Diese Qitelle ist die einige JaJir zehnte 
später entstmidene Leiensheschre^ihung Santa Croces, die, wenn sie nic/tt 
von diesem selbst abgefaßt ist, einen Mann aus seiner ^nächster 
Umgebung zum Verfasser haben muß. Nach dieser Quelle soll Herzog 
Wilhelm von Baiern zuerst — im Spätherbst 1546 — durch dtm aus 5 
Deutschla'nd zurückkehrefiden Legaten Kardinal Farne.se, dann — ein 
starkes halbes Jahr darauf — durch dessen Briider, den Herzog Ottavio, 
aU dieser nach dem Schmalkaldischen Kriege ebenfalls nach Rom 
zurückkehrte, unter heftigen Anklagen gegen den Kaiser, der seine 
Dienste nicht belohne, der Kurie ein Bündnis tvider Karl angetragen 10 
haben. Ottavio aber — i'Om Kardinal Farnese ist weiter nicht die 
Rede — hohe dieses Auftrages sich erst nach der Ermordung 
Pierluigis entledigt und die Kurie dann die Entsendung Prosperos 
Santa Croce als Nuntius zu König Ferdinand wesentlich mit Rücksicht 
darauf beschlössest und betriebest, daß, da der König wie atich der 15 
Hefrzog von Baiern damals beide zu Augsburg am Re^hstage ver- 
weilten, dergestalt Prospero unauffällig mit Herzog WiUtelm in Ver- 
bindwng werde treten können. Das habe denn Prospero aucfi getan, 
aber den Herzog, der über die lange Verzögerung der Antwort der 
Kurie erzürnt gewesen sei, wenig zugänglich für deren Erbietungen 20 
gefunden. 

Dieser Erzählung mag ein Körnchen Wahrheit zugrunde liegen ; 
daß sie in der Hauptsache nicht zutreffend ist, geht aus der Depesche 
hervor, in der der Nuntius über sein Zusammentreffen mit dem Her- 
zog berichtet^). Hier sehen wir letzteren allerdings erzürnt und 25 
hören ihn übe}' Vernachlässigung durch die Kurie klagen, aber 
es handelt sich um partikulare Wünsche des Witteisbachers, die ihm 
die Kurie zwar nicht versagt^ aber in dei'en Bewilligung sie sich, 
seiner Ansicht nach, nicht eifrig und zuvorko^nmend genu^ erweist. 
Indem aber auf diese Dinge von verhältnismäßig geringer Tragweite^) m 
ein so starker Ton gelegt wird, ersieht man, daß allgemeinere, tiefer 
greifende Fragen damals zwischen der Kune und Baiern nicht zur 



J) Nr. 118 {S. 351 Z. 21 ff.). 

^) Es handelte sich, unseren Depeschen zufolge, wesentlich um die Onmnnung 
einer tüchtigen Lehrkraft für die baieriscJie Universität Ingolstadt Bei Kiezler, 35 
Geschichte Bayerns Bd. 4 (1899) 8. 412 wird allerdings einer vor den 5. August 
1548 fallenden Ermächtigung des Papstes für den Herzog gedacht, auf drei Jahre 
den Zehnten von den geistlichen Einkünften in seinem Lande zu erheben. Die De- 
peschen ergeben keinen bestimmten Anhalt für diese Bewilligung; es ist aber nicht 
ausgeschlossen, daß die Angelegenheit damals zwischen dem Hnzog und den Ver- 40 
tretem des Papstes zur Sprache gekommen ist Immerhin war auch dies eine 
intern baierische Angelegenheit, die mit der großen Politik in keinem Zusammen- 
hang stand. 



Einleitung. XXIX 

Verhandlung standen, am wenigsten aber kann den eigentlichen Zweck 
der Soidung Santa Croees die Anknüpfung enger, gegen den Kaiser' 
gerichteter Beziehungen zwischen der Kurie und dein WitteUhacher 
gebildet haben. • 

5 Nur der Anfang der Tätigkeit und Berichterstattung Santa Croees 

als Nuntius in Deutschland fällt noch in den Bereich des vorliegenden 
Bandes^ nämlich die Zeit^ da (t an dei' Seite des Königs in Augsburg 
verweilte. Er begann hier seine Bezieht er st attiing ayn 16, Mai ') 1548 
und setzte sie bis zum 5. Juli fort^), um dann dem König in dessfm 

10 Stauten zu folgen, wohin wir ihn im nächsten Bande begleiten werden, 
Oänzlich aber bleibt dem letzteren die Nuntiatur des Bv^chofs von 
FanOj der — Sfondrato ablösend — Anfang Juli als ordentlicher 
Nuntius beim Kaiser in Deutschland eintrafy vorbehalten. 



m. 

15 Die deuUche Legatio)i Sfondratos fiel in eine Epoche, in der die 

Beziehungen zwi^'chen den beiden höchsten Gewalten der katholischen 
Christenheit aufs äußerste gespannt waren. Dem zu einer kaum 
je vorher erreichten Machthöh^ gelangten Vertreter des Imperiums 
gegenüber trug das Papsttum die entschiedenste guelßs'che Färbung 

20 -2^"'' Schau. Man hätte freilich denken sollen, daß der gemeinsame 
Gegensatz gegen die Neugläubigen, die beiden Teilen gleich gefährlich 
waren, das Kaisertum und die römische Kurie einander genähert 
hätte, aber da.s' war nur ganz vorübergehend der Fall; höher noch 
als- die Einbußen, die das katholische Kirchentum durch den Abfall 

25 des größeren Teils von Deutschland und Nordeuropas erlitt, schätzte 
Papst Paul III. die Gefahren ein, die seiner kirchlichen und poli- 
tischen Selbständigkeit aus der Übermacht und europäischen Stellung 
Kaiser Karh V. erwuchsen. So hatte der Papst zwar dem letzteren, 
als dieser sich entschloß, gegen die Häupter des politisch organisierten 

30 deutschen Protestantismus das Schwert zu ziehen, seine Beihilfe nicht 
zu weigern vennocht; aber er tat es widerwillig u)id noch ehe irgend 
eine Entscheidung gefallen, noch ehe das Übergewicht des Kaisers 
im Waffengange gesichert war, rief Paul ohne jeden äußeren Anlaß 
seine Hilfsschar aus Deutschland ab. 

35 So wenig aber diese Maßnahme, die den Kaiser von einem schlecht 

') 6r. u. S. 332 Anm, 2. 

*) Nr. 136. Wie schnell es Santa Croce verstand, sich über die Dinge im 
Reiche, besonders die Stellung der einzelnen Kurfürsten gegenüber dem Kaiser, zu 
orientieren, zeigt besonders die interessante Depesche vom 15. Juni (unten Nr. 130). 



XXX Einleitung. 

disziplhimipn, dem ritniffichen Winterklima nicht gewachsenen^ mehr 
hemmenden aU fördernden Anhängsel seiner Streitmacht befreite^ Karl 
Sehaden zufügte, so etnpfindlich war ihm ein anderer feindlicher 
Schachziig^ den die Kurie bald darauf tat, nämlicff die Verlegung des 
seit mehr denn Jahresfrist tagenden ökumenischen Konzils aus der 5 
Sphäre des Kaisers in die des Papstes — aus der zum deutschen 
Reiche gehöroiden Stadt Trient in das päpstliche Bologna, Diese 
Maßnahme ging äufierlich i'on den Konzilslcgaten aus, alMn diese 
handelten darin eben nur als Werkzeuge des Papstes^ dessen Intentionen 
ihnen aufs genaueste bekannt waren. Wie der Papst, nur der Not 10 
gehorchend und keineswegs aus eigenem Antrieb^ nach lajigen Wei- 
terungen und zahllosen Seitoisprüngen das Konzil endlich nach 
Trient einberufen und dort — fctst ein Menschenalter nach denf 
Beginn der Olaubensspaltung — hatte eröffnen lassen, so war sein 
und der Seinigen Bestreben von Anfang an darauf gerichtet y die 15 
Versammelten durchaus in seiner Hand zu behalten, was trotz des 
natürlichen Übergewichts der zahlreichen italienischen Prälaten unter 
den Konzilsbesuchern seine Schwierigkeiten hatte, so lange die Ver- 
sammlung in dem fernen Trient tagte. Die Freude an der Kurie 
war daher groß, als der kühne Handstreich der Legaten das Konzil^ 20 
d, h. die Mehrheit der Vätnr, nach Bologna brachte. Eine Minder- 
heit, bestehend zumal aus solchen Prälaten, die dnn JEinfltifi des 
Kaisers unterlagen, blieb allerdings in Trient zurück und e^'wartete 
die Weisungoi Karls, der denn auch nicht säumte, die Gesetzmäßig- 
keit der Verlegung anzuzweifeln und den Seinen verbot, nach Bologna 25 
zu gehen oder überhaupt Trient zu verlassen. 

Und wahrlich hatte Karl allen Grund^ über den Streich zu 
zürnen, der ihm gespielt worden war. Zwar wurde ihm in dem 
deutschen Kriege kurz darauf der glänzendste Erfolg zuteil: die 
Häupter des SchmalkaUU selten Bundes wurden gänzlich besiegt; aber 30 
damit war der deutsche Protestantismus als solcher noch keineswegs 
gefällt. Der Kaiser hatte es überhaupt gar nicht getvagt, diesen 
herauszufordern ; er hatte von Anfang an sorgfältig vermieden, den 
Krieg gegen Johann Friedrich v>on Sachsen und de)i hessischen Land- 
grafen als Beligionskrieg zu bezeichnen, vielmehr die Miene ange- 35 
)iommeny lediglieh die beleidigte kaiserliche Majestät an einigen un- 
gehorsamen Reichsgliedern zu rächen. Infolge davon hatte sich der 
Kaiser bei dnn Waffengang gegen jene der Hilfe einer ganzen An- 
zahl protestantischer Fürsten zu erfreuen^ und diese — vor allen der 
junge Ernestiner Moritz von Sachsen — hatten zu dem glücklichen 40 
Ausgang des Krieges wesentlich beigetragen. Dafür sah sich aber 
der Kaiser nach erfochtenem Siege durch mancherlei Rücksichten 



Einleitung, XXXI 

gftgen dte Glauhensgenosfien der TJberwundpnen gehunden; er könnt p 
nicht ohne weiteres gegen den Protestantismus im Reiche einschreiten. 
Seihst aber wenn er die durch die Sachlage gebotenen Bücksichten 
hafte beiseite setzen, sein den protestanti^schen Bundesgenossen ge- 

5 gehenes Wort nicht achten wollen, so war es doch sehr zweifelhaß, ob 
Karl die Macht besaß, den Protestantisfnus als solchen niederzu- 
werfen, Erstens fehlte es ihm zu weiteren Kämpfen an Geld; seine 
Mittel waren durch den Schmalkaldischen Krieg aufs äußerste er- 
schöpft; ferner aber war mit Sicherheit zu envarten, daß bei einer 

10 Erneuerung des inneren Krieges die außerdeutschen Oegner des 
Kaisers nicht ein zweitem Mal stillsitzen würden. Kein Zweifel: 
Frankreich würde den Reigen geführt und überall in Europa die 
antihabsburgisehen Mächte sich zum Kampfe gogen den Sieger von 
Milfflberg erhoben haben. 

15 Alts dieser Sachlage ergibt sixih die Bedeutung, die für den Kaiser 

doji Konzil besaß. Wenn auf diesem, d. h. auf einer unzweifel- 
haft legitimen, allseitig anerkannten Kirchenversammlung der Pro- 
te^tantmnus, nachdetn man ihn vorgefordert, in aller Form Rechtens 
verurteilt worden war, dann mußte er sich entweder ohne weiteres 

20 unterwerfen oder der Kaiser durfte jetzt als Exekutor des Spruches 
der Kirchenversammlung gegen den Verurteilten Gewalt brauchen, 
ohne befürchten zu müssen, daß irgend eine andere christliche Macht 
ihm in den Arm fallen würde; vielmehr wäre er von der mindestens 
moralischen Unterstützung der ganzen katholischen Christenheit ge- 

25 tragen worden. 

Da^s alles war nun durch die KonzilsvfTlegung vereitelt; der 
Kaiser sah sich des wichtigsten Instruments, dessen er sich zur Ver^ 
vollständigung seines Waffensieges hatte bedienen wollen, durch die 
HinterliM der Kurie und ihrer Werkzeuge beraubt. Die Bologneser 

30 Versammlung war für ihn absolut wertlos; denn nur einem ^freien 
Konzil in deutschen Landen*^, wie es der Kaiser ihnen stets ange- 
boten und verheißen hatte, waren die deutschen Protestanten ver- 
pflichtet ^ sich zu unterwerfen; die Bologneser Versammlung aber^ die 
weit außerhalb der deutschen Grenzen^ ja unter dem unmittelbaren 

35 Einfluß ihres Erzgegners, des Papstes, tagte, anzuerkennen oder zu 
besuchen, konnte den Deutschen nimmermehr zugnnutet werden; ihr 
Widerstand gegen eine solche Zumutung^ wenn der Kaiser sie ge- 
wagt hätte, würde diesen selbst sofort ins Unrecht gesetzt haben. 

Unier diesen Umständen zeigte sich Karl allen Versuchen, die 

40 die Kurie machte, um ihm die Verlegung des Konzils nach Bologna 
in einetn günstigeren Lichte erscheinen zu lassen, schlechthin unzu- 
gänglich und verlafigte die ungesäumte Bückkehr des Konzils an die 



XXXri Einleitung. 

'SlaUfaH, in dio es auf Grund de>i Einrernchmens der beiden 
Häupter berufen und an der es eröffnet worden war. Aber iu dem 
nämlichen Maße wie der Kaiser auf ein Konzil in Trient Wert 
l^gte, war der Papst entschlossen^ die Versammlung nicht wieder aus 
der Hand zu geben, Paul zeigte sich plötzlich ah begeisterten An- 5 
hänger der absoluten Freiheit und Selbstbestimmung des Konzils: 
nur dieses selbst y erkläHe er, habe darüber zu befinden^ ob es sich 
wieder nach Trient begeben wolle; ihm, dem Papste, stehe es so wenig 
wie dem Kaiser zu, dem heiligen Geist, der die Versammlung leite, 
Vorschrift f'n zu machen! 10 

So hatte denn die Konzilsfrage schliefilich dazu gefüJrrt, Kaiser 
und Papst in eine schroff gegensätzliche Stelinng zu einander zu 
bringen; kaum anders als wie erklärte Feinde standen sich die beiden 
Häupter der katholischen Christenhed gegenüber. Und diese Stellung 
hat sich auch bis zu dem Tode des Papstes nicht wesentlich ver- 15 
ändert. Doch hat es, wie begreiflich, an Versuchen nicht ge- 
fehlt, die bestehenden Gegensätze zu beseitigen oder wenigstens ihre 
Wirkungen nach außen hin abzuschwächen. 

Zunächst^) treffen wir in dieser Richtung besonders den neuen 
Ge,sandten des Kaisers an der römischen Kurie, Diego de M^ndoza, 20 
tätigt). Nachdem zuvörderst die Kurie so weit ejitgegengekommen war, 

M Die fdgatde Darstellung wiU lediglich an der Hand dei< von tnxs verÖfftnt- 
lichten neuefi Materials eine kurze Orientierutig zur Einführung in das Studium 
des Bandes geben; auf einzelnes komme ich vielleicht noch an anderer Stelle zuriick, ^ 

2) Mendoza befand sicJi seit dem 11. April in Rom. Über die Anfänge seiner 25 
Tätigkeit dort und seine ersten Eindrücke erzählt der ferraresische Gesandte Ruggieri am 
30. d. M.: II signore oratore Cesareo mostra vedermi volentieri, et su questo 
principio va pur anco communicandomi non solo delle cose del mondo, ma 
ancora della negociatione sua, dicendonii haver trovato Nostro SigncÄ-e tutto 
per il contrario che gli era stato figurato, che verrebbe di botto in rottura 30 
seco et con poca patienza Sua Santitä seria per ascoltarlo, ove dice trovarla 
fin (jui molto cortese; et che se ben le ha parlato di cosa aromattca, come di 
questa translatione del concilio et non sia restato di ricordarle tutti i disordini 
che ne potriano soccedere, come di ([ualche protesto che fosse per fare l'impe- 
ratore et di un concilio nationale: nondimeno Sua Santit^ ha odito tutto et 35 
risposto gentilmente et senza punto alterarse. a che dicendo io non nie ne 
maravigliare per le maniere et destrezza che ^ in Sua Signoria, et per la bona 
crianza che tiene il papa. et che per il passato si e forse negociato con Sua 
Beatitudine troppo prccisamente con voler ch'ella rispondesse o per un si o 
per un no, che e di diretto contro la natura sua, mi rispose che si era proce- 40 
duto non precisamente, ma precipitatamente, volendo taxare il modo tenuto 
et per Giovan da Vega et per il marchese d'Aghilara, dicendo che ben si volo 
dir il fatto del suo signore, ma servare pero il decoro del principe con chi si l 

ha da teuere, io non gli roplicai altrimenti; ma credo che nel tempo che le 
stato in Vinegia, per non essere occorsa fra quelli signori et Timperatoro cosa 45 ' 

I 



Einleitung. XXXIII 

daß sie auf der ersten Sitzung des Konzils in Bologna, am 21. April, 
von eigentlich konziliaren Akten hatte Abstand nehmen und nur 
beschließen lassen, eine neue Session am 2, Juni abzufialten^ 
vereinbarte Mendoza im Laufe des Mai mit deni Kardinalnepoten 

5 Farnese die Orundlinien einer Verständigung zwischen Kaiser und 
Papst, Danach soUte das Konzil nach Trient oder einem der um- 
liegenden Orte deutschen Gebiets verlegt werden, sobald der Kaiser 
das versammelte Reich oder die einzelnen Stände zu der Erklärung 
vermocht haben werde, daß sie die Religionssache einem derartig 

10 zurückverlegten Konzil anheimzustellen oder dessen Dekrete anzu- 
nehmen bereit seien. In der Zwischenzeit . öfter, bis dies erreicht 
sei, sollten die in Trient zurückgebliebenen Prälaten sich nach Bo- 
logna verfügen, wo dann die nicht auf das Dogma bezüglichen 
Materien, wie besonders die allgemeine Reform der Kirche, dij^kutiert, 

15 entschieden und abschließe^id behandelt werden sollten. 

So überkamen Mendoza und Farnese, Aber es war wohl von 
vornherein zweifelhaft, ob auch nur einer der beiden Häupter doji 
Abkmnmen genehmigen würde. Der Kaiser zumal trug Bedenken, 
gegen die bloße Zusicherung späterer bedingter Rückverlegung seine 

20 Prälaten nach Bologna gehen zu heißen und damit die geschehene 
Translation gleichsam anzuerkennen. Sein Mißtrauest gegen den 
Papst war so groß, daß er von vornherein als sicher annahm, Paul 
werde hernach Mittel und Wege finden, um der Anerkennung, daß 
der geforderte Nachweis der Wdlfährigkeit Deutschlunds erbracht sei^ 

25 zu entgehen. Der Beichtvater Soto schlug daher vor, die Kurie solle 
auf jene Bedingung verzichten; Deutschland gehorche ja tatsächlich 
detn Kaiser, der daher auch für die Haltung des Reichs in der 
Konzilsfrage ohne weiteres gut sagen könne: eine Auffassung, die 
aber sowohl Sfondrato wie VeraUo weit von sich wiesen, 

30 So blieben die Dinge auf dem alten Stand. Daß der Kaiser 

damals die glänzendsten Früchte seiner Siege erntete, zu Johann 
Friedrich von Sachsen auch den hessischen Landgrafen in seine 
Gewalt bekam, daß der Widerstand gegen Hin im Reiche überall in 
sich zusammenfiel^ auch die böhmische Rebellion niedergeworfen und 



35 forse dl mala digestione, et che Sua Maesta ha voluto piu tosto intertenerc 
quella Signoria che exasperarla, pos»a creder Sua Signoria che la durezza 
usata per i predecessori suoi qua sia causata da loro et non per ordine ex- 
presso di Sua Maesta, come noi altri bavemo sempre giudicato, havendo ve- 
duto che quando b stata bona intelligenza tra questi doi principi, i ministri 

40 anco qua di Saa Maestä han negociato con la maggior dolcezza del mondo, et 
per il contrario, quando Sua Maestä ha mostrato et in opere et in parole 
restar male satisfatta; pur Dio voglia che a questo signore non convenga 
mutare linguaggio. Modena, Ärch, di Stato, Orig, 

Nuntifttarb«richte, erste AbUilimi^, Bd. X. III 



XXXIV Einleitung. 

Prag von König Ferdinand eingenommen wurde, bestärkte den Papst 
nur in seinem Widerstand gegen den Kaiser und dessen Wünsche. 
Man rechnete in Rom darauf, daß die Kräfte und Mittel des Siegers 
sich doch einmal erschöpfen müßten, auch daß die fernere Ordnung 
der Ditige im Innern Deutschlands nicht ohne Weiterungen erfolgen 5 
könne^). 

Nicht einmal die Suspension der Verhandlungen zu Bologna, 
die seihst Sfondraio befürwortete, wollte die Kurie zugeben. Anderer- 
seits blieb der Kaiser entschlossen, gegen jede wirkliche Vornahme 
von Komilshandlungen in Bologna sein Veto in Gestalt eines feierlichen 10 
Protestes einzulegen. Schon im April d. J. faßte in seinem Auftrag 
Francesco de Toledo, ehemals Gesandter am Konzil in Trient, den 
Entwurf zu einer solchen Erklärung ah, der dann dem Gesandten 
Mendoza zur Begutachtung vorgelegt wurde^). Vorerst wurde freilich 
diese scharfe Maßregel noch dadurch hingehalten, daß die Bologneser 15 
Prälaten von förmlichen Konzilshandluiigen fernerhiyi Abstand 
nahmen. Die anberaumte Session fand zwar am 2, Juni statt, aber 
wiedei'um ohne Vornahme konziliarer Akte und mir zu dem 
Zweck, eine neue Session auf den 15. September d. J. anzusetzen. 
Als dann aber dieser Termin herannahte, übersandte der Kaiser 20 
uyiter dem 28. August förmliche Vollmacht auf seine Vertreter in 
Italien zur Einlegung eines Protestes sowohl vor der Bologneser 
Versammlung wie vor dem Angesicht dps Papstes in Rom. Gleich- 
zeitig berief Karl eine Anzahl deutscher Gelehrten der katholischen 
Partei zu detn Zwecke zu sich, um ungesäumt an die Ausarbeitmig 25 
einer Ordnung für die kirchlichen Dinge heranzutreten, nach der 
sich Deutschland so lange richten sollte, bis ein allgemeines Konzil 
die Religion^sache zu endgültiger Entscheidung gebracht haben würde*). 
Deutschland, warnte damals Vfrallo, stehe im Begriff] eigene Wege 
zu wandeln : man werde ein Konzil berufen und rechne darauf, daß 30 
dieses von einem großen Teile der Christenheit besucht werde: „in 
Wahrheit, die Dinge nehmen ein böses Aussehen an'^^). Und auch 
S fondrat mahnte dringend, es nicht zum Bruch zu treiben und 
riet aufs neue Suspension oder Prorogation der Verhandlungen in 
Bologna an. 35 



>) Vgl. S. 55 Anm. I 

') Döllinger S. 70 (Depesche Mcvdozas vom 2» Mai 1547): vgl. auch oben 
das Zitat aus Ruggieris Depesche com 30. April (S. XXXII Z. 34). 

•) Vgl. unten Nr. 25 (S. 78); dazu Nr. 27 (S. b.3) über den Beginn dieser 
Beratungen: )<. auch Archiv f. Reformationsgeachichte Bd. IV S. 213 — 215 (1907). 40 

♦) Nr. 30 (S. 89 f.). 



Einleitung. XXXV 

Äbe7' Papst Pmd schien den Bruch nicht zu scheuen^). Er 
traf Vorkehrungen^ um eine ^nöglichsf große AnzaJd von Prälaien 
bis zum Tage der 8es,s'ion nach Bologna zu bringen, wo man Hoffnung 
hatte, auch Vertreter der französischen Nation erscheinen zu sehen. 

5 Außerdem wollte man gehört haben^ daß in Trienf der Abfall zum 
Papste bereits beginne; ebenso hob die Zuversicht der Kurie das 
Oeriicht, daß sich vereinzelte Vertreter deutscher Fürsten in Bologna 
gezeigt haben sollten. Voll Zuversicht schrieb Farne^e am 20. August 
den Konzilslegaten: „Wenn Eure Eminenzen dafür halten, daß die 

10 persönliche Anwesenheit des Papstes bei der Session unserer Saihe 
nützen kann, so wird Seine Heiligkeit trotz ihres hohen Alters es 
sieh nicht nehmen, lassen, herbeizueilen**^ . 

Allein im letzten Augenblick scheute man denn doch vor einem 
Schritt zurück, der den Kaiser aufs ärgste herausfordern mußte. 

15 Dieser selbst zog damals gelindere Saitoi auf und ließ den Legaten 
wissen f er sei bereit, die Erledigung der Reformsache dein Papste 
unter geivissen Vorbehalten anheimzustellen, falls Paul gestatten 
werde, daß das Konzil zur Erledigung der dogmatische)^ Fragen 
wieder in Trient zusammentrete^). 

20 Für alles weitere war freilich die unumgängliche Voraussetzung, 

daß die bevorstehende Session in Bologna nicht stattfinde, vielmehr aber- 
mals, und zwar auf unbestimmte Zeit , vertagt werde. Darüber verhandelte 
Mendoza mit Farnese in den letzten Augu^itagen zu Rom, nachdefm der 
Papst, um dem gefälirliehen Sommerklima seiner Hauptstadt zu ent- 

25 gehen, sich, wie alljährlich, von dort wegbegeben und die gesünderen 
Gegenden Umbriens aufgesucht hatte. Doch folgte ihm dann dei' Nepot 
hierhin und endlich auch Mendoza, der am 4. September mit detn Papste 
in Foligyio wieder zusammentraf. Hier*) uourde nun ausgemacht, 
daß die Session am 16. nicht stattfinden dürfe; es wurde lediglich 

30 ^ne Kongregation abgehalten, die die Vertagung der Session ad 
beneplacitum des Konzils au.ssprach. In der Hauptsache allerdings 
kam man sich nicht ttäher, da der Papst irgendwelche grundsätzliche 
Zusage iüm^ die Rückverlegung des Konzils nach wie vor ablehnte; 
nur wurden unverbindlich einige Vermittelungsvorschläge erörteyij wie 

35 daß ein dritter Ort — man nannte besonders Ferrara — zur KonziU- 



>) 8. 86 Anm. 2 

') Man gfaubte, wie Francesco de Toledo damals gegen Sfondrato äußerte^ 
daß die Abneigung des Papstes gegen die Rückführung des Konzils mit seinem 
Wvmsehe zvsammenlUinge, der Verhandlung der Refm-msache auf dem KonzU Hber- 
40 hoben zu sein (8. 92). 

') Vgl. hierüber besonders Diegos ausführliche Depesche rom 10. September 
1547 =^ Anhang Nr, 1^'* S. 556 ff. (und zumal die Medios am Schluß S. 569). 

111* 



XXXVI Einleitttng. 

malstati bestimmt werde. Aber eine Einigwig auch nur hierüber lag 
noch im weiten Felde, es war durch das Abkommen von Foligno 
lediglich Zeit gewonnen* 

In eben diesem Äugenblick aber trat — den Nichteingeweihten 
rollkommen überraschend — ein Ereignis ein^ das das kaum noch 5 
notdürftig aufreMerhaltene Einvernehmen zwischen den beiden 
Häuptern abermals aufs allerschwerste gefährden m^fite: das war 
die Ermordung des Papstsohne,s Pierluigi Farnese in Piacema und 
die Übergabe dieser Stadt an den kaiserlichen Statthalter in Mailand. 

Wir haben früher betrachtet^), unter der Gunst welcher Umstände 10 
der Papst seinen alten Lieblingsplan auszuführen und seinem Sohne 
aus Kirchenffut, nämlich den Städten Parma und Piacema, eine 
selbständige Herrschaft einzunchten vermocht hatte. Es geschah in 
dem Zeitpunkt, da der Kaiser-, im Begriff mit seinen Gegnern in 
Deutschland abzurechnen, die Bundesgenossenschaft des Papstes 15 
suchte. In solchem Äugenblick mußte Karl den Gewalt^treich des 
letzteren ruhig hinnehmen, so ungern er es auch sah, daß im Süden 
des nia Hündischen Gebietes ein neues, durch den natürlichen Rückhalt 
an der Kurie nicht ganz unmächtiges Staatswesen sich bildete. 

Der neue Herzog seinerseits aber tat nun nichts, um, wie die 20 
Klugheit geboten hätte, dem Kaiser es zu erleichtern zu konniviei'en. 
Wir treffen Um fast vmn ersten Augenblick an in Grenzhandel 
mit dem mailändischen Statthalter und zugleich in alle antikaiserlichen 
Zettelungen verstrickt, die Italien datfmls bewegten. Mit den Fieschi 
in Genua und deroi Mit verschworenen zumal unterhielt er verdächtige 25 
Beziehungen und gebärdet e sich immer offene)' als Parteigänger der 
Franzosen^). 

Mittlerweile aber lockerte sich der Grund, auf de^n er stand. 
Sein tyrannisches Walten innerhalb seintr Herrschaft rief hiei' 
namentlich bei dem Adel die größte Erbitterung het^vor, die sich 30 
eyidlich unter dem Eindruck des Vorhabens Pierluigis, eine feste 
Burg in Piacenza zu errichten, dort zu einer Verschwörung gegen 
das Leben des unwillkommenen Gebieters t^er dich tele, Ihren Rückhalt 
aber hatten die Gegner' Pierluigis an dem kaisfrlichen Statthalter 
von Madand, Ferrante Gonzaga^ dc^r ebensowohl als Vertreter seines 35 
Herrn, wie insbesondere noch als Sproß eine^- älteren Fürstengeschlechts 
der Halbuisel die Festsetzung des neuoi farnesischen Machthabers 
vo)i vornherein äußerst ungern sah. Er fand sich darum auch mit 



') Bd. S Emleitnng S. 4^/f. 

^) Über Pierluigift Stellung in seiner letzten Lebenszeit s. auch Beilage Nr. 48* ^0 
(8. 5:^3 ff.). 



Einleitung. XXXVII 

dem Adel van Piacenx^a unschwer zusammen; aber auch der Kaiser 
blieb den Machenschaften gegen Pierluigi nicht fremd; man war 
seiner Billigung für alles, was gegen diesen unternommen werdest 
mochte, sicher. So schritten die Verschworenen am 10, September 1547 

5 dazuy sich ihres Oebieters mit Gewalt zu entledigen. Pierluigi trurde 
in seineyi Gemächern überfallen und getötet, seine Leiche durch das 
Fenster auf die Straße geworfen. Niemand erhob sich für ihn odei- 
sein Haus; die große Menge nahm den Mord ohne Erregung hin, 
die Verschworenen sahen sic^ als Herren der Stadt, Bereits aber hielt 

10 sich Ferrante gerüstet^). Er setzte sich, sobald ihn die erwartete 
Kunde erreichte, gegen Piacenza in Bewegung und erschien am 
12. morgens vor der Stadt ^). Es kam zu einer förmlichen Kapitulation 
mit den Verschworenen^ denen Fe7Tante insbej<ondere im Namen des 
Kaisers versprechen mußte, die Stadt nie wieder der Kirche oder den 

15 Famesen zu überlassen. Dann zog er ein und nahm Piacenza für 
Reich und Kaiser in Pflicht. Man hegte die Hoffnung, auch Parma 
zu getvinnen, aber hier glückte die Überraschung nicht, die Famesen 
kamen den Feinden zuvor und setzten die Stadt in Verteidigungs- 
zustand. So behaupteten sie die Hälfte ihres Besitzes. Doch ließ 

20 Ferrante Gonzaga nicht nach, unter dem Vorgeben, die Ansprüche 
Mailands zu vertreten und mit Berufungaiif Übergriffe, die der Ermordete 
sich auf Kosten des kaiserlichen Besitzstandes erlaubt haben sollte^ 
das Gebiet von Parma zu belästigen^ 

Der furchtbare Schlag traf den Papst gänzlich unvorbereitet. 



25 ») Das WaUen Pierluigis und die Katastroplte sind in der Monographie des 

P. Ireneo Affo Ober den Papstsohn ausführlich geschildert, hauptsächlich nach den 
Akten des Staatsarchivs zu Parma. Unter diesen geben die Gonzagapapiere (Bestand- 
teile des Archivs des genannten Ferrante als StattJialters ixm Mailand) auch über 
die Gestaltung der Dinge nach Piefiuigis Tode manchen Aufscfilufi, Alich die 

30 Bibliothek in Parma besitzt handschriftliche Oonzat/a-Aktcn. Näheres darüber im 
nächsten Bande. 

«> Vgl 8. 113 Anm. 3. 

*) Außerdem ^tar man kaiserlicherseits eifrig bemüht, die Beweise für den 
Hochverrat Pierluigis und für kaiser feindliche Bestrebungen seines Hauses und des 

35 Papstes selbst aus den Papieren Jenes zu gewinnen, sowie den Privatsekretär Pier- 
luigis, Apollonio FHareto, durch die grausamsten Folterungen zu Geständnissen in 
der ge^cünsehtefi Richtung zu bringen. Dodi kam Wesentliches dabei nicht zutage. 
(Qaesto segretnrio di Pierluigi, schreibt F&hrante am 26. Januar 1548 aus Mailand 
dem Kaiser, ^ stato tormentato quattro giorni a la continova, et fin qui non 

40 ha voluto confessare cosa alcuna . . . non si mancheru di attendere a quello 
che si deve sopra ci6. Dann der Nämliche am 9. März: (jui alligata va la re- 
latione di ci6 che Apollonio, segretario gik di Pierluigi, ha detto ultimamente. 
Sollte das dem Kaiser noch nicht genügen, so möge er befeMen se vorra che sopra 
le medesime cose o sopra altre s'interroghi et si tormenti ancor' piu. Parma, 

45 Staatsarchiv, Gonzaga- Papiere.) 



XXXVIII Einloitung. 

Der Oreis war im wuersten Herzen verwundet^ aber er getoann 
überraschend schnell die Fassimg Bu^iick und die utiUe Hoffnung der 
Kaiserlichen^ daß dn- Oram den Achtzigjährigen ins Qrah stürzen 
werde, erfüllte sich nicht Im Oegentnl^ die Haltung des Schwer- 
gekn'inhien , der nicht lange über die Beteiligung Ferrantes an 5 
der Untat und die mindestens indirekte Mitschuld des Kaisers im 
Zwnfel bleiben konnte^), gewinnt fortan an Würde, Er erscheint im 
Verhältnis zum Kaisei* als der Beleidigte und die menschliche Teil- 
nahme wendet sich ihm zu und von der kalten Staatsku)ist seines 
Gegners ab, der immer nme Ktinstgriffe in Amvendmig bringt, um lo 
die Forderung der Farnesen nach Bestrafung dei' Mörder utul Rück- 
gabe des Entzogenen hinzuhalten und zu täuschen. Augenscheiidich 
waren der Kaiser und seine Staatsmän)UT vom ersten Augenblick an 
entschlossen, Piacenza. mi)id&ftens so lange der Papst iu}ch leben 
würde, nicht h(*rauszugeben ; doch köderten sie dies^en beständig mit 15 
der Hoffnung auf Rückgabe oder Gewährung eines ^^Ricompenses^' , 
einer Entschädigung, unter der Voraussetzung, daß er sich wohl rer- 
halte, d. h, der kaiserlichen Politik unterwerfe. 

Aber davon konnte nun keine Rede sein. So sehr aucti die 
Herrschaft seines Hauses in Oberitalien dem Papste am Herzen lag, 20 
so entsprach es weder seiner Natur, sich zu beugen, noch auch war 
er der kaiserlichen Staatskunst so unkundig, daß er ihren Lockungen 
rollen Glauben geschenkt hätte. So kam die Konzilsfrage durch die 
Mordtat von Piacenza nicht nur nicht in Fluß, sondern der Papst 
versteifte sich nur um so mehr darauf, den Wünschen des Kai^sers 25 
entgegenzuwirken. Zugleich suchte er sich der Bundesgenossenschaft 
Frankreichs für alle Möglichkeiten zu versichern. 

Der neue König dieses Landes, Heinrich IL, war nicltt minder 
wie sein Vorgäfiger Gegner des Hauses Habsburg. Aber wie Franz 
in seimr letzten Lebenszeit nicht gewagt hatte, dem Nebenbuhler, al^9 30 
dirser sich anschickte, durch die Bekriegung der Schmalkaldener seine 
Macht zur herrschenden in Deutschland zu machen, in den Arm zu 
falloi, so trug der Nachfolger anfangs Bedenken, sich dem Sieger zti 
verfeindot. Die beiden Monarchen traten vielmehr in Unterhandlungfm 



In Bologna §ing ein dem bekat^nten Anfiibale Caro zMge8chrid)eneB Epigramm 35 
auf die Ermordung Pierluigia um: 

Caesaris injussu Farnesius occidit heros: 

At data sunt jussu praemia sicariis. 

Tres sunt heredes: dux, Margareta, gcmelli; 

Hunc socer, hanc genitor, hos spoliavit avus. 40 

Mitgeteilt vom „amico di Bologna** an Ferrante Qonzaga: nndaiieries Orig. in 
Parma, Bihl. Palatina Cod. Parmensis 382. 



Einleitung. XXXIX 

ein^), die ein bessere/^ Vernehmen zwischen ihnen begründen sollten. 
Auch verschiedene Ehehündnisse lourden projektiert Aber sehr ernst 
tvar es wohl auf keiner Seite genieint; im besonderen bot die Savoyische 
Frage unübersteigbare Schunerigkeiten dar. So zerschlugen sich die 
5 Verhandlungen und im natürlichen Rückschlag dazu näherte sich 
nunmehr Frankreich der römischen Kurie; jetzt erst zeigte es sich 
bereit^ da^s Bologneser Konzil zu beschicken^). Dann aber führte die 
Einnahme von Fia>cenza durch den kaiserlichen Statthalter zu noch 
größerer Innigkeit der Beziehungen zwischen Frankreich und der 

10 Kurie; ersteres glaubte der AusdehnuJig und Verstärkung der kaiser- 
lichen Herrschaft in Oberitalien nicht gleichgültig zusehen zu dürfen. 
So gingen mm insgeheim die Verhandlungen zwischen Frankreich 
und detn Papste über ein Offensiv- und Defensivbündnis hin und 
her, für das man au/^h Venedig^ Ferrara, Urbino zu gewinnen hoffte. 

15 Bereits wollte Mendoza wissen, daß die Angriffspläne gegen die 
kaiserlichen Bezitzungen ifi Italien wie in den Niederlanden im ein- 
zelnen festgesetzt seien. Und in der Tai geht aus dem Briefwechsel 
zwischen Farnese und detn Nuntius in Frankreich somel mit Sicher- 
heit hervor^), daß ein paragraphierter Bündnisvertrag bestand, der 

20 an der Kurie durch den jungen Kardinal von Guise als Vertrauens- 
mann des Königs vereinbart worden war. Aber eine förmliche 
Ratifikation von seilen des französischen Hofes erfolgte nicht, da 
Heinricff noch immer vor einem definitiven Bru^h mit dem Kaiser 
zurückscheute, Oleichwohl gewann der Papst einen gewissen Rückhalt 

25 an Frankreich, tvährend andererseits wiederum seine Verhandlungen 
mit dieser Macht, die natürlich nicht ganz verborgen bleiben konnten, 
dem Kaiser den willkommenen Vorwand darboten, um in der Piacenza- 
frage den Spröden zu spielen. 



*) Rugffieri aus Rom 30- April 154? (vgl. oben): Mendoza sagte ihm che 
30 cjuel re [Heinrich IL von Frankreich] attenderia prima a riconoscere il regno 
et le forze soe, nanti che fosse per fare alcun mottivo, et fra tanto anderia 
continoando con limperatore in ({uella amicitia [d. h- äufierlichem guten Ein- 
vernehmen] che tenea seco il padre. l. c. Der kaiserliche Gesandte am französi- 
schen Hofe^ Saint Mauris, warnt freilich schon bald vor knegerischen Absichten und 
35 Rüstungen Frankreichs. Verschiedene eingehende Berichte des Gesandten aus dem 
Juni 1547 in Wim H. H. St. A., Gallica, Corr. 24. 

') Auch das Projekt einer ehelichen Verbindwng zwischen Orazio Farnese, dem 
jüngeren der weltlich gebliebenen Söhne Pierluigis^ mit der noch in ganz jugend- 
lichem Alier siehenden unechten Tochter König Heinrichs^ Diana, gewann Gestalt; 
40 die Verlobung fand statt und Orazio wurde gänzlich an das französische Interesse 
gekettet^ ihm auch Einkünfte in Frankreich ühertviesen. 

') Bruchstücke der Gegenschreiben Fameses an den Nuntius in Frankreich 
aus dieser Zeit bietet der Batid Pior. 128 des Vatikanischen Archivs; mr haben 
in den Anmerkungen davon Gebrauch gemacht. 



XFj Einleitung. 

Mittlerweih hatte nun Karl weitere Früchte seiner auf dem Scfdarht- 
fehle errungenen Erfolge geerntet. Die Verhandlungen des punktuell 
am 1, September 1547 in Augsburg eröffneten, von den Fürsten und 
Ständen des Reichs in so großer Anzahl wie kaum je zuvor besuchten 
BeicJistages standen unter dem Zeichen des entschieden<*n Übergewichts 5 
des Kaisers. Die fremden Berichterstatter können sich kaum genug 
wunderny wie sehr sic/t die Dinge im Reiche veräjidert haben^ wie 
herrisch der Kaiser auftritt und wie demütig und gehorsam die 
Stände sich zeigen. So erreichte Karl ohne besomlere Schwierigkeit 
von dem Reichstage die Erklärung^ daß er sich dem Konzil unter- 10 
werfey d. h. dem längst verlteißenen, freien Konzil in deutschen 
Landen, Um dessen Besuch war ja der Krieg der Vorjahre gefiüirt 
worden; nachdem dieser mit dem rollständigen Obsiegen des Kaisers 
geendet hatte, konnte kein Stand da^ Konzil unter den angegebenen 
Voraussetzungen ablehnen. 15 

Damit war nun auf Seiten des Kaisers die wesentlicJiste der 
Bedingungen erfüllt^ unter denen noch vor einigen Monaten die Kurie 
selbst in Aussicht gestellt hatte, das Konzil nach Trient zurück- 
zuführen. Man säumte nichts das dem Papste zu notifizieren, Sfondrato 
wurde verständigt^ daß eine feierliche Gesandtschaft sich na^h Rom 20 
begeben tverdey um dem Papste die formelle Unterwerfung Deutschlands, 
des Ursp7'ungslandes der Kitzerei, unter das Konzil — d h, wie 
man gleich hinzusetzte, das Trienter Konzil — zu überbringen und 
darauf ge^stützt die Forderung der Rückführung der Versammlung 
MßcÄ Trient in einer bestimmten, nahen Frist unter der Androhung 25 
eines Protests für den Fall der Weigerung des Papstes zu erheben, 
Träger dieser Botschaft aber war der Kardinal von Trient, Christof 
von Madruzzo, ein Prälat, der sich — nicht ohne eigennützige 
Pläne — als gefreuer Diener des Pa2)sfes g(n'ierte, gleichwohl aber 
auch die Gunst des Kaisers (ohne freilich zu dessen vertrauteren 30 
Räten zu gehören) beliauptete^ so daß er als der geeignetste Mittels- 
mann zwischen^ den beiden Gewalthabern erschien. Madruzzo bemühte 
sich darum, dem Pajjste gleichzeitig einige Aussichten in der Piacenza- 
frage machen zu dürfeyi, um das Herbe seiner Mission zu mildeni 
und Paul gefügiger zu machen: doch erlayigte er nur, daß ihm 35 
gestattet wurde, jene Angelegenheit in Rom überhatq)t zu besprechen. 
Wichtiger war indeß .die Aufnahme eines weiteren BegeJtrens des 
Kaisers in die Instruktion Madruzzos: daß nämlich, da bis zur 
Durchführung der verlangten Zurückverktgung des Konzils immer- 
hin noch geraume Zeit vergehen mußte, der Papst inzwischen be- 40 
vollmächtigte Beauftragte nach Deutscfiland senden möge, um an der 
Vereinbarung einer einstweiligen Ordnung der Religionssache für 



Einleitung. XLI 

Deutschland teiUunehmen. Wir sehen, der Kaiser hielt an der Idee 
fest, die ihn schon vor Eröffnung des Reichstages beschäftigt hatte, 
bei den Weiterungen^ die die Entwicklung der Konzilsfrage immer 
nodi aufwies, für Deutschland eine vorläufige Regdung der kirchlich" 

5 rdigiösen Dinge vorzusehen. 

Madruzzo traf am 23. November 1547 an seinem Bestimmungs- 
orte ein, wo er zunächst allein und privatim eine Audienz erbatj 
dann aber mit dem Gesandten des Kaisers zusammen in feierlicher 
Form vor dem Papste erschien und seine Werbung anbrachte. Der 

10 Papst vermied es, sogleich zu erwidern; er f*^rklärfe, zuvor das (hit- 
achten der Kardinäle einholen zu tnüssen. Die Kaiserlichen fr- 
warteten indes von dieser Verzögerung der Antwort nichts guies 
und Mendoza verlangte nwimchr aufs neue gehört zu werden, noch 
ehe ein Beschluß von snten der Kurie gefaßt werde. Er erschien 

15 auch am IfJ. Dezember vor dem Konsistorium und man erwartete, 
daß er im Namen des Kaist^s gegen die Foiiführung des Konzils- 
Werkes in Bologna feierlich Einspruch erheben werde; doch begnügte 
er sich nochmals- in bestimmter Weise die ungesäumt p Rückführung 
des Konzils an seine ursprüngliche Malstatt zu verlangen. Wieder 

20 unch der Papst aus, indem er nunmehr von den Kardinälen be- 
schließen ließ, die Sache der Bologneser Versa nimlmig zu unterbreiten. 
Darüber trat dann Madruzzo, indem er seine Mission in der Haupt- 
sache als gescheitert betrachtete, die Rückreise an; er überbrachte 
lediglich die Erklärung der grundsätzlichen Bereitwilligkeit drs 

25 Papstes, einige Prälaten zu den vom Kaiser gewünschten vorläufigen 
Vereinbarungen über die Religionssache nach Deutschland zu entsenden. 
Auf der anderen Seite wurde, nachdem die erforderte Er- 
klärung aus Bologna eingelaufen war, der Oesandtr Mendoza dieser 
entsprechend unter dem 27. Dezember dahin beschieden^), daß, neben 

30 verschiedenen Garantien, die dem Bologneser Konzil für den Fall 

seiner Rückverlegung gegeben werden müßten, für letztere die unan- 

gängliche Voraussrtzung die sei, daß die in Trient bisher verbliebenen 

Väter luich Bologna gingen und die dort tagendf Versammlung als 

rechtmäßiges' Konzil aiiMrücklich anfrkf*nntcn und sich mit ihr ver- 

35 einigten. Es konnte fast als Hohn erseheinen, ivenn Farnese darauf- 
hin — am 10. Januar lö4H — an Sfondrato schrieb ^)^ er hoffe ^ die 
Antwort des- Konzils wrrde beim Kaiser eine gutf Statt finden: 
jedenfalls aber sei es erfordrrlich, daß man in Deutschland jene Be- 
dingungen getvoulich erfülle, f'he von Rückverlegung die Rede sein 



40 ») Vgl. S. 2:i4 Anm. l 

2) Sr. 77 S. 2^7 ff. 
Nuntiftturbarichte, ente AbteilatiK, Bd. X. IIT^^' 



XLn Einleitang. 

könne! Es war die Zeity in der Kardinal Ouise mit dem päpstlich' 
framöfiisclien Vertragsentwurf die ewige Stadt verließe um, wie man 
erwartet ey die Unterschrift seines Königs zu erbringen; hoffnungsvoll 
wies Farnese den Nuntius in Frankreich an, 7iach Ouises An- 
Weisungen auch seinerseits die Sache des Bündnisses zu fördern^); 5 
der kais&rliche Gesandte in Paris aber berichtete am 12. Januar 
1548: die Mehrheit des Kronrates dränge den König, hei Anbruch der 
günstigen Jahreszeit den Krieg wider den Kaiser zu eröffnen und 
zwar vorerst in Italien, wo man sich der Bundesgenossenschaft des 
Papstes zu erfreuen haben werde^). 10 

Detn gegenüber ^säumte denn freilich auch der Kaiser nicht, seine 
Maßnahmen zu treffen. Am Reichstage ließ er Kardinal Madruzzo 
einge/iend Bericht über .seine römische Mission abstatten (14, Januar 
lo48), um bei den versammelten Ständen gegen den Papst, der aus 
persönlichen Rücksichten sich weigere^ der deutschen Nation in ihren 15 
kirchlichen Nöten zu Hilfe zu kotnmen, Stimmwng zu maclien, Men- 
doza aber wurde nunmehr angewiesen, zu protestieren. Der Oe^andte 
befand sich damals in Siena, wohin er in den ersten Tagen des 
neuen Jahrcfi abgereist war^ nachdem er noch in den Weihnachts- 
tagen aus Anlaß eines Rangstreits einen heftigen Wortwechsel mit 20 
dem Papste gehabt hatte. Kaum im Besitz der Weisung seines Oe- 
bieters sandte Mendoza Befehl an zwei seiner Untergebenen, den 
Fiskal Vargas und den Rechtsgelehrten Dr. Velasco, die auf sein 
Geheiß bereits in Bologna waren, um den Gang der Dinge dort 
zu überwachen, sie sollten nunmehr vor der Versammlung im 25 
Namen des Kai.sers Einspruch erheben. U'nd während dann Yargas 
und Velasco diesetn Befehle ungesäumt yiachkamen und am 16. Januar 
vor den versammelten Vätern protestierten^), eilte Mendoza selbst 
nach Rom und erschien am *^S. Januar vor Papst und Kardinälen, 
lim hier namens des Kaisers ersteren des schweren Mißbrauchs seines 30 
geistlichen Amtes zu zeihen und ihm die Verantwmiung für alle Nach- 
teile aufzulegm, die der Christenhnt aus dem gegenwärtigen Konflikt 
der höchsten Gewalten erwachsen seien und noch erwachsen möchten. 
Daran schloß sich zwei Tage später eine stürmische Audienz, in der 
der Spanier im Auftrage seines Gebieters dem Papste ein langes 35 
Sündenregister vorhielt^). Wohl verantwotiete sich der Papst hier- 

») 8. 227 Anm. L 

^) Ebendaseihst. Die Franzosen recJtneten auch darauf, daß, wenn erst der 
Krieg erklärt seif innei*e Bewegungen gegen den Kaiser in Deutschland ihnen zu 
Hilfe kommen würdeti. 40 

') 8. darüber besonders die Beilagen Nr. 18* — 20*. 

*) Vgl S. 235 ff' und Mendozas Depesche vom 2. Februar 1348 bei Döllittger 
8. 134 ff., Ergänzungen im Anhang (8. 628 ff.). 



Einleitung. XLIII 

gegen sowohl auf der Stelle als auch eiiiefi er am I. Februar 

eine langatmige Entgegriung auf die Protestation vom 23. Januar; 

aber indem der Kai^ser wiederum eine Replik auf die Antwort des 

Papstes vorbereiten ließ, schien der Streit der beiden Oberhäupter' 

5 mir immer größere Dimemionen anzunehme^ii. Gleichwohl beHand 
auf keiner Seite die Absicht, es zum äußersten tu treiben. Bei den 
Kaiserlichen rechnete man stets mit der Möglichkeit eines baldigen 
Hintritts des hochbetagten Gegners, trug auch Bedenken, diesen ganz- 
lieh in die Arme der Franzosen zu treiben. Andererseits sah sich 

10 Paul ohne zuverlässige Bundesgenossen trotz allen Ingrimmes, der 
seine Seele wider die Mörder seines Sohnes füllte, nicht imstande 
den Gegnern wesentlichen Abbruch zu tun; ja, er konnte sich kaum 
noch darüber täuschen, daß er in dem Streite mit Kail bisher durch- 
aus nicht an Terrain gewonnen hatte ^). So mußte Paul tempotisieren . 

15 Schon in der erwähnten Antwort vom 1. Februar auf die Protestation 
Mendozas legte er seiner Leidenschaft Zügel an und erklärte sich 
aufs neue bereit, durch Entsendung geeigneter Prälaten nach Deutsch- 
layzd zu der Ordnung der kirchlichen Dinge dort mitzuwirken*). 
Anfang März aber sandte Farnese einen seiner Vertrauten, Giuliano 

20 Ardinghello, nach Augsburg, ostensibel nur in seinem Namen und 
mit Weisungen an die beiden deutschen Kardinäle Madruzzo^) und 
Otto i^on Truclfseß, während doch auch der Papst im Einverständnis 
war und die Werbung eigentlich dem Kaiser galt Die beiden Kar- 



^) Die Konzildegaten sprachen nur die Wahrheit, ioenn sie am S. März 154R 

25 dem Papste schrieben, es scheine ihnen che li modi tenuti da noi fin qui con 
Timperatore habbino tolto a noi molto et accresciuto a Sua MaesttX (S. 466y 
Bea, Nr. 25*). 

') Andererseits war der Papst in der Konzüsfrage damals einem Gedanken 
nähergetreten, der schon früher ventiliert, aber von ihm bisher entschieden verworfen 

30 worden war, nämlich die Gültigkeit oder Ungültigkeit der Konzilstranslation nach 
Bologna zu untersuchen und darüber ex cathedra das Urteil zu fällen, womit er 
also seinen ursprünglichen Standpunkt, der aües dem Konzile sdbst anheimsteüte, 
preisgab. Allein er begegnete auch hier wieder der Opposition des Kaisers, der in 
diesem Punkte ebenfalls seinen Standpunkt geändert hatte, nur in umgekehrtem 

35 Sinne wie der Papst, Karl Imtte vormals einen derartigen Urteilsspruch dem 
Papste zuschreiben wollen; als jetzt aber letzterer einige der Trienter l^älaten ah 
Zeugen in der anzustellenden Untersuchung nach Rom zu sich entbot, untersagte 
der Kaiser ihnen entschieden, der Weisung ihres kirchlichen Oberen nachzu- 
kommen» 

40 S) Dieser hatte kurz zuvor Vorschläge an die Kurie gelangen lassen, die eine 

Vermittdung in der Konzüsfrage anbahnen soUten, im Grunde aber die einfache 
Unterwerfung der Kurie unter den WiUen des Kaisers heischten, (Beilagen 
Nr. 23*, 24*; womit zu vgl. Nr. 87 Sfondratos Depesche com IS. Februar 154S 
8. 258 f.). Man sieht daraus, daß Madruzzo die danudige Position der Kurie als 

45 sehr schwach betrachtete- v 



XLIV Einleitung. 

dinäle wurden ani/egangeu, letzteren der unverbrüchlichen Aiihäng- 
lichkeit der Farnesen an seine Sache tuid seine Person smme iftn*r 
Bereit fv^iUigkeit, zur Ausgleichung der vorliegenden^ Ge^enmfze eifrigst 
witzuwirken, zu versichern; auch war in Ärdinghellos Instruktion 
von einer Suspensio}i de^s Konzils sowie aufs neue von der Sendung 5 
außerordentlicher Beauftragter des Papstes nach Deutschland die 
Bede, 

Das waren denn freilich gutenteils nur Worte, die zumal den 
Papst keinesivegs banden; doch fand der Sendling Farneses in Augs- 
burg eine freundliche Aufnahme und während die Replik an den 10 
Papst, die man vorbereitete und die, wie verlautete, in sehr schroffem 
Tone gehalten war, einstweilen liegen &//>&'), nahm man da^'i Aner- 
bieten der Sendung von Bevollmächtigten an, für die allerdings der 
Kaiser den Anspruch erhob, den Umfang ihrer Vollmachten zu be- 
stimmen. 15 

Der Kurie aber war der Oedanke, bei einer einstweiligen (hd- 
nung der kirchlichen Dinge in Deutschland, wie ei)ie solche bei der 
geringen Au^^^sicht eine befriedigende Lösung der Konzilsfrage in 
naher Zeit zu erhalten, fast unumgänglich war, mitzuwirken, in der 
Tat nicht unsipnpathisch. Man hielt in Rom für möglich^ daß diese 20 
Angelegenheit die Fortfuhrung des Konzils übirflüssig machen und 
.somit den dringendsten Wunsch des Papstes^ des Konzils^ gänzlich 
überhoben zu werden, zur Erfüllung bringen würde. Auf der amleren 
Seite stand freilich das Bedenken, die Macht des Kaisers in Deutsch- 
land — und speziell in den kirchlich ot Dingen — nicht noch zu 2"» 
steigern. Dazu kam die Rücksicht auf Franl< reich, daj< schon die 
Sendung Ärdinghellos an den Kaiser so übel vermerkte, daß f^v drohte, 
seine Prälaten aus Bologna abzurufoi. Jetzt befürwortete der Kar- 
dinal von Bellay gar, wenn man die gewünschten Prälaten sende, sie 
jedenfalls nicht nach Augsburg oder an den Kaiserhof zu senden — 30 
ein Vorschlag, der dann freilich im heiligen Kollegium selbst Wider- 
spruch fand^). So verständigte denn Farnese am 27, April den Le- 
gaten Sfondrato, indem er zugleich den Abgang eines Niintius zum 
römischen König meldete, es sei an der Kurie über die Sendung von 
Personen mit Vollmachten für die Hebung der kircldirhen Notstände 35 
in Deutschland ein Einvernehmen erzielt, ynit dem der Kaiser Orund 
haben werde zufrieden zu sei^i^). Einige Tage später hieß eji dann^): 



iS. jedoch die neuen Weisungen^ die Mendoza am 5. April erhielt: S, 294 
Amn. 3. 

3) S. rfu? Beilagen Nrr. 28*, 29*, 40 

») Nr. WS. 

*) Ar- llOj undatiert, vielleicht vom 8. Mai 1548. 



Einleitung. XLV 

in Sachen der Legaten und der ihnen zu erteilenden Fakultäten 
(Vollmachten) sei keine Zeit verloren worden; wohl habe die Wichtig- 
keit der Sache reiflichste Überlegung zur Pflicht gemacht, aber bereits 
seien alle Schwierigkeiten überwunden und die Dinge dank der Be- 
r> reitwilligkeit des Papstes so weit gefördert worden, daß man das beste 
erhoffen dürfe; der heilige Vater sei bereit, soweit entgegenzukommen, 
wie es einerseits seine Würde zulasse, andererseits seine väterliche ' 
Liebe zum Kaiser ihn heiße. Allein bereits war die Ungeduld der 
Kaiserlichen und ihr stets reges Mißtrauen wider den Papst mit 

10 bloßen Worten nicht mehr zu beschunclitigen. Nun vernahm man 
noch, der neue Nuntius Prospero Santa Croce, von dem als sicher 
ang€*nofnmen wurde, daß er mindestens mit positiven Zugeständnissen 
hinsicfitlirh der vom Kaiser verlangten Vollmachten für die päpst- 
licffen Delegierten zum deutschen Religionswerk kmnmen iverde, reise 

15 absichUich langsam, damit inzwischen die Kiirir Zeit gewinne^ noch- 
mals da^ Outa^hten des französischen Hofes einzuholen und danach 
seine Aufträge zu bemessen. Ja, man wollte wissen, die Instruktionen 
für den Nuntius seien in letzter Stunde auf (rrund der darüber 
zwischen Paris und Rom gepflogenen Verhandlwngen in einer den 

2() Wünschen des Kaisers ungünstigen Weiso abgeändert worden. Und 
dieser Verdacht war insofern nicht grundlos, als erstens die Ab- 
Sendung Prosperos wiederholt ohne klar erkennbaren Grund hinaus- 
geschoben worden war, zweitens aber derNuntiujf, nachdem er endlich die 
Reise an seinen Bestimmungsort angetreten, unterwegs in Bologna 

25 einen mehrtägigen Aufenthalt genommen hatte, tvährend dessen die 
Konzilslegaten in der Tat kraft päpstlicher Vollmacht eiyiige 
Änderungen an den InMruktionen des Nuntius vornahmen^). So 
begegnete der neue Sendbote des Papstes, als er am 11» Mai in Augs- 
burg eintraf, einer nicltts weniger als freundlichen Stimmung. Nur 

30 in dem Falle würde sich diese gewandelt haben, wenn er die ge- 
wünschten Zugeständnisse mitgebracht hätte. Aber auf kaiserlicher 
Seite erfuhr man sofort, daß Prospero weder die Genehmigung der vo^n 
Kaiser geunlnschten Fakultäten, noch auch nur eine bestimmte Er- 
klärung über die Willensyneinung der Kurie, die nach Farneses • 

^'j Scfireiben vom 27. April trhofft werden durfte, überbrachte. Das 
genügte den Kaiserlichen; sie entschlossen sich jetzt, den Papst ganz 
beiseite zu lassen und zur Vorlage der aus Karls Initiative hervor- 
gegangenen „eitistweiligen^^ Ordnmig der Glaubens- und kirchlichen 
Frage für das Deutsche Reich, des sogenannten Interim, an die ver- 

^ sammelten Stände zu schreiten. Erst nnrhdem dios in dir feierlichen 

») Vgl Massareüi zum 3, und 4. Mai 154H (ed. Merkle pag. 76Hf.); Patla- 
vicmo l X c. 16 § 4; de Leva IV p. 419-421 



XL VI Einleitung. 

Reichsfagssiizung deff 18, Mai in Oegonwarf de^s- Kaisers selbst ge- 
sehehen war, empfing Karl den neuen Nuniitis ; dieser und der ihn 
einfühlende Legat mußten sogar anfangs im Vorzimmer' warten, weil 
Karl noch im Beiehstage beschäftigt war. Der Kaiser sagte ihnen 
dann trocken^ da der Papst ihn hinhalte^ m hat)e er in der Weise 5 
vorgehen müssen, wie er soeben getan. 

Übrigens bildete die Einbringung des Interim nur eine Episode 
in der Oesehiehte der Beziehungen zwischen Kurie und Kaiserhof: 
einen entscheidenden Wendepunkt bezeichnet sie nicht. Zwar war 
man in Born im ersten Augenblick unliebsam überrascht, um so mehr, 10 
als- man sich der Erwartung hingegeben hatte, das bloße Erscheinen 
des Nuntius werde den Kaiser von entscheidenden Schritten abhalten 
und so abermals Zeit geu>onnen werdcfi^); die französischen Oesa'ndten 
aber rieben sich die Hände, da sie glaubten, nun mü^se zwischen 
Kaiser und Papst ein völliger Bruch erfolgen, der ihnen letzteren 15 
gänzlich in die Arme treiben werde^). Und Paul naJim denn auch 
die Miene auj das Konzil in Bologna zu neuer Tätigkeit erweckot 
und trotz der Gegenmaßnahmen des Kaisers jetzt über die Oültigkeit 
oder Ungültigkeit der Konzilsverlegmig ex cathedra das Urteil 
sprechen zu wollen, d. h, also die Bologneser Vei-sammlung feierlich 20 
als das rechtmäßige Konzil zu proklamieren Aber im Ernst beab- 
sichtigte Paul das wohl kaum. Auch schrieb Sfondrato beschunch- 
iigend, das Interim nehme weitgehende Bücksicht auf den heiligen Sttdtl 
und mache den Protestanten nur die allernotweitdigsten Einräumungen, 

Noch einmal reizte dann der Kaiser den alten Widersacher^ in- 25 
dem er einen Monat jiach denn Interim mit dem Entwurf einer . Be- 
form für die deutsche Oeistlichkeit hervortrat, mit dem er sic/i iioch 
tveiterj als es im Interim geschehen war, auf das eigenllidi kircfiiiche 
Gebiet vorwagte. Dieses Mal verlor selbst Sfondrato für einen Augen- 
blick die Fa^ssung: die Politik des Kaisers, klagte er^)^ werde vom 30 
skrupellosesten Eigennutz diktiert; wer aber sich ihr entgegenstelle, 
werde verdächtigt und verleumdet! Auch in Born war man der An- 
sicht, daß es dem Kaiser nur darauf ankoynme, den Papst vor aller 
Welt ins Unrecht zu setzen, ihn als pflichtvergessen hinzustellen; es 
solle der Schein erweckt werden, daß eben wegen dieser Pflicht- 35 
Vergessenheit und Unwürdigkeit des geistli^'hen Oberhauptes der weit- 
liehe Machthaber gezwungen sei, Vorkehrungen zum Wohle der 
Christenheit zu treffen. 



") S. 317 A, 1. 

^) S. 345 A, 1. — Auch am Kaiserhofe macJtte man aich auf nette feind' 40 
»elige Schritte des Papstes gefaßt: S. 348 oben (Nr. 117). 
«) Nr. 129 (15. Juni 1548). 



Einldliing. XLVII 

Auf de7' anderen Seite ließ der Kaiser aber venieJnnen, daß er 
gleichwohl des Papstes iioch bedürfe, daß er zur Durchführutig seiner 
kirchlichen Maßnahmen des geistlichen Oberhauptes nicht entraten 
könne. Man war an der Kurie dadurch gleichsam überrascht. Wie 
5 Sfondrato erklärt^), besagte das Interim, daß die Sakramente nur von 
rechtsgültig ordinierten Priestern gereicht werden könnten; kein 
katholischer Priester aber werde sich auf eigene Faust bereit finden 
lassen^ laut der vom Interim den Netdgläubigen gebotenen Zugeständ- 
nisse das Abendmafd unter bdderlei Oestalt zu reichen usw.^, falls er 

10 nicht vom apostolischen Stuhl Dispens erhalte. Und zwar durfte ein 
solcher Dispens, um in den Zugeständnissen nicht über das Maß des 
Notwendigen, schlechthin Unvermeidlichen hinauszugehen, nur von 
Fall zu Fall erteilt werden. Darum eben bedurfte man der päpst- 
Heften Bevollmächtigten, die die Anwendung der im Interim getvährten 

15 Konzessionen ermöglichen und überwachen sollten. So wurde also 
doch wieder der Einwirkung der Kurie auf die Gestaltung der kirch- 
lichen Dinge in Deutschla'nd ein Weg gebahnt; nur ließ freilich der 
Kaiser von vornherein keinen Zweifel darüber, daß die Sendung der 
Legaten für ihn wertlos sein würde, falls letztere nicht gänzlich zu 

20 seiner Verfügung stehen würden. 

Die Kurie nahm demgegenüber, indem sie klagte, daß durch das 
Interim ihre sorgfältigen, fast schon zum Abschluß gebrachten Vor- 
bereitungen überflüssig geworden seien, ihre Zuflucht abermals zum 
Temporisieren, indem sie, statt der veränderten Sachlage entsprechend 

25 die Vollmachten für die gewünschten Legaten umzugestalten, zunächst 
an dis Sendung eiries neuen Nuntius ht^anfrat. Darüber sah sich 
denn d(*r Kaiser genötigt^ den Reichstag am S(>. Juni endlich zu 
schließen j nachdem seit dessen Eröffnung gerade zehn Monate ver- 
gangen waren, und den Ständen die lang ersehnte Heimkehr zu ge- 

30 statten. Im übrigen zeigte Karl, daß es ihm, woran anfangs ge- 
zweifelt wurde, Ernst damit war, dnn mittels des Reich sabschiedes 
zum Reichsgesetz erhobenen Interim zur Nachachtung zu verhelfen: 
gegen die glaubenstreuen oberdeuts'rhen Reichsstädte wurden Drohungen 
und, wo diese nicht halfen, spanische Einquartierung und andere 

35 Ocwaltmaßregeln in Anwendung gebracht. 

In diesen Tagen, noch ehe der Kaiser dann Augsburg vn'ließ, 
(Tscfiien der neue Nuntius bei ihm; es war jener Dominikanermönch 
Pietro Bertano, Bischof von FanOj von dessen Aussendung, wie wir 
hörten, schon vor längeren Monaten die Rede gewesen war. Er 

40 brachte zugleich die Abberufung für den Kardinallegaten Sfmulrato, 



») Nr. 13? (S. 400). 



XLVIII Eh.lciUing. 

der deu Nunffus dnn Kaiser vor-sfellfp uud dann, am 7. Juli, die 
Heimreise antraf. Er hinterließ die Verhältnisse zwischen Kaiser 
und Papst zwar nicht ganz hoffnungslos, aber doch kaum geklärter 
als wie er sie vor einem Jahre^) t'orgefunden hatte. 

*) Am 4. Jtdi 1547 war Sfondrato zuerst vor dem Kaiser erschienen (iVr. 10 5 
8. 34); am 2. Juli 1548 halte er seine Abschiedsaudienz {S. 399 Anm. 1). Sfon- 
drato nalim fortan seinen Sitz in Rom an der Kurie. Bei dem Konklare nach 
dem Tode Pauls TU. icar er einer der Kandidaten der kaiserlichen Partei für den 
heiligen Stuhl. Die Wahl Jtdius III. überlebte er nur wenige Monate ; er sUirh 
am 31. Juli 1550 in seiner Geburisstadt Cremona, dessen Bistum ihm in den 10 
letzten Zeiten Pauls III. zugefallen war. 



— «8>i 



1. Faifiese an Sfondrato: Es fehlen Nachrichten über den Ver- 1547 
lauf dei' Reise des Legaten. Auf die Vorschläge Diego Mendo^as zur Mai 31 
Lösung der Konzilsfrage hin ist ein vorläufiges Abkommen getroffen 
worden^ kraft dessen die KomiUhandlung in Bologna zu sistieren ist. 

h Andererseits bekundet Frankreicli die Absicht, das Konzil zu beschicken 
und die Autorität des. heiligen Stuhles zu stützen. Die Bulle übet* 
die Bewilligung aus den klösterlidien Lehngütern ist expediert worden 
und wird dem Legaten übersandt, nachdem Mendoza sich mit der 
Summe von vierhundetitausend Dukaten zufrieden erklärt hat. 154? 

10 Mai 31 [Rom]. 

Aus Neapd Grande Archivio Carte Famesiane fasc. 712 Konzept. 
Coli. Arch. Vat Bibl. Pior. vol. 269 fol. 6» -8b spätere Abschrift; danach 
Auszug {lateinisch) bei Baynaldua 1547 § 79. 

Non vi essendo giä molti giorni lefctere di V. S. R"* ne si sa- 

15 pendo per altra via come il viaggio le sia stato da un pezzo in lä 
facile o sicnro, mal posso giudicare, se questa mia e per trovarla avanti 
eh.* ella arrivi alla corte di Sua Maestä o dipoi. nondimeno, perche 
nell' un caso et neir altro e a proposito che Y. S. B"^^ babbia 
notitia di quel tanto che le scriverö, aon ho voluto pretermettere 

20 di farlo, il che servirk per instruttione di quanto e successo doppo 
la partita sua, et massime nella materia del conciiio: perche, 
quanto alli dae capi principali della legazione, cioe della legazione 
di Inghilterra et della pace con Francia, sebene si puö considerare 
qualche mutatione con Fraucia nelle cose, dopo che V. S. B™* parti 

25 di Homa, non ^ perö di sorte che, quanto air effetto, le commis- 
sioni s'habbino a variare, o che Y. S. B"^'^ habbia da lasciare in- 
dietro il parlare cosi deir uno come delF altro, governandosi quanto 
al modo secondo che Taltre circonstanze Tawertiranno, poiche di 
qoA non si puo darle altra regola particolare. 

30 llesta la materia del conciiio, nella quäle, perche Y. S. B™* 

avanti ch'habbia da parlame con Sua Mae«tä, intenderä da monsignor 
nimtio tutto quello ch'egli ha scritto a me insino ad hora, et forse 
qualcosa d'avantaggio, non lo replicherö io altramente, ma solo 

Nantiatnrberichte, erste Abtellang^, Bd. X. 1 



2 Nr. 1: 1547 Mai 81. 

avvisero a Y. S. 11°^* di quanto si e trattato di qua con don Diego ') 
in questi giomi passad: il che e in snstantia che» parendo a Sua 
Signoria che questo disparere intra Sua Santitä et Sua Maestä 
nelle cose del concilio possa partorire male assai, ha mostrato desi- 
derio che si venga a qualche pratdca et trattato, per vedere se ci b 
e strada di satisfare all* una parte et all' altra; alla quäle diligentia 
se ben' il prefato don Diego dice di muoversi da per se et senza 
particulare altra commissione di Sua Maestä, ma solo per il desi- 
derio che tiene ch'ella sia ben concorde con Sua Beatitudine, non 
per questo e parso di fuggire il raggionamento, si per non serrare 10 
la strada a qualche buono effetto che esso don Diego inostra di 
sperare, et si perche Sua Santitä resti in ogni tempo et appresso a 
ciascuno tanto piü giustificata di quelle che sia per succedere in 
qualunche evento. 

La proposta adunque di don Diego e stata in questo senso i» 
che, domandando Sua Maestä che il concilio ritomi in Trento o 
in altro luogo di Germania per la reduttione di quella provincia 
aUa religione catholica, si potrebbe per satisfare da una parte al 
desiderio di Sua Maestä di haver' il concilio in Germania, et dall' 
altra alla dignitä di esso concilio et securtä della sede apostolica, 20 
pigliare questo mezo che li prelati che si trovano in Trento, ve- 
nissino a Bologna et quivi di comune consenso si deliberasse la se- 
conda translatione con quelli decreti di piu che Sua Santitä giudi- 
casse opportuni per li respetti detti di sopra. 

La risposta che se li e data, e che a voler che Sua Santitä 2& 
possa consentire per la parte sua che il concilio tomi in Germania, 
non solo e necessaria la venuta de prelati in Bologna, ma che Sua 
Santitä sia certificata che l'effetto, per il quäle Sua Maestä domanda 
il concilio, habbia da succedere, cioe che la Germania habbia da 
sottomettersi et approvare per buone le determinationi di esso con- 80 
cilio; il che dovendo esser in fatti, come Sua Maestä presuppone, 
non le ha da esser difficile il rendeme capace Sua Beatitudine, o 
col fare che si accettino prima dalla Germania li decreti che sono 
giä fatti in Trento, o col provedere che per una dieta generale la 
si sottometta a quello che il concilio determinerä, o in quäl altro 85 
modo piü fusse facile a Sua Maestä, purchö si veda che lo effetto 
che ella allega, sia per riuscire, perche altriraenti ne 11 prelati se 
potrebbono persuadere ad andarvi, ne li altri a credere che le cose 

Mendoza befand nc/», wie Bd. 9j S. 529, Anm. 1 notiert wurdet seit dem 
IL April in Rom. Über aeine Vei^handlungen dort s. seine Depeschen bei v. DqI- 40 
linger, Beiträge L S. 33 ff. und in unserem Anhang; vgl. auch Maurenbreeher^ 
Karl V. und die deutscheii Protestanten 8- 147 ff. ^ sowie die Einleitung. 



Nr. 1: 1647 Mai 81. 3 

si govemassero da Sna Santitä con quella prudenüa che la matena 
ricercha, perche essendo la causa comune a tutta la Christianitk et 
appartenendo propriamente alla cura di Sua Beatitudine, non e con- 
veniente ch'ella si muova per le parole semplici ad una deliberatiöne 

tale, et tanto maixco quanto il concilio ^ stato giä due volte in 
Trento, et Tultima per spatio di due anni passati, senza che per 
(juello che tocca alla Germania, si- sia veduto aicun segno di re- 
duttione; onde tanto piü e honesto che lSua Santitä non si muova 
senza fondamento, si per satisfare a se stessa et si per poterci dar 

10 conto alli altri principi. 

Alla quäle obiettione non havendo saputo contradire don Diego, 
anzi confessato esser necessario che Sua Maestä comuniche a Sua 
Beatitudine la certezza, che ha o e per haver* al tempo, che la Ger^ 
mania sia per rimettersi et obedir' al concilio, si e venuto aUa dis- 

15 cussione di quello che il concilio habbia da fare in questo mezzo, 
non essendo conveniente che egli stia ocioso, et molto manche che 
li prelati di Trento non yenghino a unirsi seco; nel che non ha 
etiam saputo negare don Diego esser ragionevole che li prelati di 
Trento si rappresentino a Bologna et che quivi insieme si tratti et 

20 si determini tutto quello che non*) tocca aUa Germania, et parti- 
cularmente la parte della reformatione, si perche il concilio non 
perda la reputatione con lo starsi [ocioso] in tutto, si perche tanto 
manco si habbia a far dipoi, quando si haverä da levare di Bologna 
per satisfar' alla Germania. 

25 Questa e la somma della pratica et ragionamento fatto con don 

Diego, redutto in capi et notato in scritto per ordine suo, come 
V. S. R™' vederä per la alligata copia*), secondo la quäle egli non 



a) DitstB non üt hei Saynaldus ausgefäÜM. 

^) Findet sich in gleichzeitiger Niederschrift von kuriäler Hand im Arch. Vat, 
80 Conc. di Treoto Carte sciolte bezeichnet als Scrittura sopra il concilio mandato al 
Cardinal Sfondrato del ultimo di maggio 47. Das Aktenstück lautet: 

Che il concilio per la reduttione della Germania alla religione si trans- 
ferisca a Trento o in altri lochi di Germania vicini a Trento secondo parerk a S. St&. 

Che per giustificatione di detta translatione et acci6 apparisca a tutti 
85 altri potentati Christian! ragionevolmente farsi, Sua Santitä. debbia primo essere 
raguagliata de la certezza tiene Sua Maesta che la Germania sia con effetto 
per sottoporsi a tal concilio, il che si potrebbe sapere, se loro o per via di 
dieta imperiale o che li principi Germani per loro particolar consenso remet- 
tessero le cose della religione al detto concilio, overo si accettassero li decreti 
40 dal detto concilio fatti. 

Che a far questo si pigli da Sua Maestä quäl tempo parrä conveniente. ^ 



4 Nr. 1: 1547 Mai 81. 

8olo accetta per bnone le risposte che se li son date, ma dice ancor 
voleme a Saa Maestä seiivere con qaesto «paccio molto ealdamente; 
t>nde tanto pia mi e parso necessario che Y. S. R™* sia informata 
del tntto, awertandola perö che ne per la detta scritiiara, ne per 
altro si rimane obligato dalla parte di Sna Santitä a cosa alcuna, 5 
poiche per quella di don Diego si parla, aecondo che egli pre- 
-snppone, senza commessione di Sua Maestä, ancorche mostri molta 
speranza ch6 la sia per lasciarsi persuadere alle cose honeste. et 
perche questo disegno non habbia ad esser' impedito col pretesto 
del procedere che si facesse in Bologna dal concilio, come egli 10 
afferma che sarebbe, quando in questa presente sessione si publi- 
cassero decreti, Sua Santitä si e contentata che la sessione si pro- 
roghi, come si fece la passata'), si per satisfar' a don Diego et 
darli tanto piü materia di essegair' il bnono animo che mostra, et 
81 perche le cose rimanghino in questa parte intere insino a che 15 
V. S. ß°* possa esser' arriväta a Sua Maestä et che si habbia piü 
certezza come la sia per intendere questa parte insieme con li altri 
avvisi che appartengono a questa deliberatione, intorno a che non 
lascero di aggiugnere che per le ultime lottere che ci sono di 
Francia*), si ha intentione che il re non solo sia per mandare in 20 
Bologna quelli prelati che erano in Trento, ma fame venire delU 
altri et satisfare int^ramente in questa parte del concilio a quanto 
Sua Beatitudine vorrä, della quäle Sua Maestä mostra di fare stima 
grande et volere teuere cura della dignitä di questa santa sede, 



Che per far tutto questo con dignitk di Sua Santita et del concilio, li 2b 
prelati di Trento vengano a Bologna et 11 fra detto tempo si possi et debbia 
discutere, decidere et finire tutte le altre materie non spettanti alla religione, 
come sarebbe le cose pertinenti alla reformatione universale. 

Che per securitä delle cose predette da Sua Santita et Sua Maestä Re ne 
debbia dare promessa et scrittura reciprocamente nh se ne habbiano a fare 80 
decreti conciliari in Bologna. 

^) Die erste Session in Bologna tcar auf den 21. April anberaumt worden; 
doch verbot der Papst, nach den ersten Verhandlungen mit Don Diego, daß dort 
Canones promulgiert würden; man hielt daha- zwar die Sitzung ah, aber nur um 
die Prorogation bis zum 2. Juni aussprechen zu lassen. Aufs neue aber traf vor 85 
diesem Tage, nämlich am SO, Mai, die Weisung aus Born ein, von wirklichen 
Konzilsakten in der Sitzung Abstand zu nehmen. So lourde unederum nur die 
Prorogation^ und zwar bis zum 15. September, beschlossen. Raynaldus 1547 
§§ 62-66. 

3) Vgl V. Druffd, Die Sendung des Kardinals Sfondrato an den Hof Karls V., 40 
1547—1548, /, in Abhh. d. histor, Klasse der K bayr. Ak. d. W. XX, 2 (1893) 
S. 325 Anm. L 



Nr. 1: 1647 Mai 81. 5 

con ogni altra amorevole dimostratione *). il che tutto si scrive pei: 
infonnatione di V. S. ß™», ed accioche nei ragionamenti, che v^ 
accaderanno di fare del concilio, la sappia meglio non solo ranimo 
di Sua Santitä, xna etiam Taltre circostanze, rimettendo dipoi il 
6 modo el tempo del parlarne alla prudentia sua. 

Havendo 11 signor don Diego domandata la speditione tante 
volte disputata per la ricompensa de vassallaggi, et contentatosi 
della somma di 400 mila scudi offerta a don Giovanni di Mendozza, 
e piaciuto a Sua Santitä di concederla, non ostante che per le cose 

10 successe dipoi, et particolarmente per li prelati rimasi in Trento, 
et per non si veder' in Germania alcuno effetto in benefitio della 
religione, le paresse haver cagione di poterla denegare giustamente, 
non essendo stata accettata all' hora: nondimeno volendo Sua San- 
titä, oltre al pendere nella parte piü benigna (essendo il suo 

15 costume), dare etiam materia a Sua Maestä di conoscere meglio 
quanto la si sia ingannata delF animo suo, come la mostra di haver 
iatto, ha voluto che la bolla si spedisca et si mandi in mano di 
V S. E"**, come si fa con questa^), accioche ella la consegni ad 



') Questi ministri imperiali hanno mostrato di havere molto sospetto 

20 della lega tra Sua Santitä, [Francia] et Venetiani. nel quäl proposito parlandp 
il signor don Diego con Sua Santitä, la risposta fu che Tanimo di Sua Beati- 
tudine era di conservarsi neutrale, come haveva fatto per il passato, et che 
non verria mai a questo se non astretto dalla necessitä, quando Sua Maestk 
cercasse di offendere la sede apostolica: che in quel caso tentaria ogni via per 

25 defendersi. questo sodpetto della lega viene accresciuto, perch^l re di Francia 
persiste in volere chel parentado del signor Oratio con la figliuola vadi inanzi. 
ehe tutto sia per aviso et informatione di V. S. Em^. Parma, Carteggio Far- 
nesiano, an Sfondrato unter dem SL Mai, mit dem Vermerk: questa fu aggiunta 
ad una lettera fatta dal cardinale Axdinghello, della quäle resto copia appresso 

80 m- Bartholomeo suo secretario. Zur Sache vgl die Einleitung (soioie unten 
yrr. 7 und 9). 

^) Von der Expedition dieser Bulle tourde am 1. Juni auch der Nuntius in 
Spanien, Poggio, benachrichtigt: Cod. Chig. L III 66 fol. S^^O Orig. Am 24. Juli 
meldet Poggio aus Monzone, der Infant habe ihm mitgeteilt, daß er die Bulle er- 

85 hallen habe Arch. Vat. Hispaniae Nuntiatura I foL 253 Orig. Über ihr Zu- 
standekommen schreibt der ferraresische Gesandte, Ruggieri, am 27. April 1347: 
Circa gli argenti delle chiese et vasallatici Texpeditione e rimessa ai B^i 
Crescentio et Ardinghello. circa laquale Nostro Signore volea retirarse alli 
8000C0 ducati, dicendo non haver promesso per piü. che fu vero da principio, 

40 ma quando il Bmo Fernese torn6 di Germania, procurö che fossero 40r)000 (viel- 
mehr sogar 500000, vgL Bd. 8 8. 37 und 200) ... et cosi il signor don Diego replico a 
Sua Beatitudine. Modena, Arch. di Stato, Roma Busta 27. Weiter ein anonymer 
Bericht an Kardinal Cervini aus Born vom 25. Mai: Hieri mattin a Farnese fecc 
pasto a Crescentio, Morone, Ardinghello, Santa Fiore et don Diego, et doppo 

45 mangiare se ritirono in camera fino 18 höre et poi andoro al papa, il quäle 
lesse a don Diego la bolla di possere vendere delle sacrestä di Spagna per 



6 Nrr. 1—2: 1647 Mai 81— Juni 1. 

ogni beneplacito di Sua Maestä con quelle parole che la giudicherä 
opportime per animar Sua Maestä al benefitio della religione et 
farle credere, come ho detto, ehe Tanimo di Sua Beatitudine non 
si muta facilmente, poich^ cosi mal trattata persiste in aiutarla et 
gratificarla '). 5 

Mai 31 47. al cardinal Sfondrato 31 di maggio*)^. 

1547 2. VeraUo an Farnese: Man besteht hiei-, mit Rücksicht auf 
Juni 1 Deutschland, auf der Forderung der Rückkelir des Konzils nach 
Trient Der Nuntius sprach mit dem Beichtvater ^ der verheißt, daß 
die Autorität des Papstes vom Konzil nicht werde angetastet werden usw. lo 
Mittlerweile wird Sfondrato erwartet, dessen Kommen voti den Kaiser- 
lichen gern gesehen wird. Wittenberg hat sich ergeben; die GemaJilin 

a) So auf der Rückgeite des Kongtpia. 

400000 dncati. Florenz, Arch. di Stato, Carte Cerviniane fasc. 20. Vgl. auch die 
Depeschen dea französischen Gesandten in JBom, Mortier, vom 27. Mai und 2. Juni 15 
1547, hei Ribier, Lettres et m^moires II pag. 20 f. und 24 f, (falsch vom 18. Juni 
daiierty richtig im Cod. Ottob. 2749 fol. 66»— 67»). 

^) Dafi obiger Brief auch für Verallo mitbestimmt sei, meldete Farnese 
letzterem in einem kurzen Schreiben vom 30. Mai (Konzept in Parma : vgl. Bd. IX. 
zu Nr. 165 u. 158). Hier hei fit es femer: pochi giorni sono Sua Santitä hebbe 20 
una lettera del Sernxo re de Bomani, dove avisava il successo della vittoria 
contra Sassonia [vgl. Bd. IX zu Nr. 154 sowie die Beilagen], che fu al solito 
grata a Sua Beatitudine, laquale hora risponde a Sua Maestä per un breve che 
sarä con questa [liegt vor im Armar. 41 vol. 89 Nr. 476 Minuta', vgl. das ent- 
»precJtende Breve an den Kaiser, gedruckt Reynaldus 1547 § 101]. Verallo 26 
möge das Breve überreichenj ebenso ein Breve an Soto als Anticort auf dessen 
Schreiben an Farnese vom 25. April [letzteres liegt nicht vor\ das Breve an Soto 
iit gedr. bei Raynaldus § 57 unter dem falschen Datum des 30. März statt 
.30. Mai', Minute a. a. 0. Nr. 506 \ es klagt über den Undank des Kaisers und be- 
rührt auch die Konzils frage]. 80 

2) Ein zweites gleichzeitiges Schreiben an Sfondrato bescMftigt sich mit 
Ungarn: fra Georgio vescovo di Varadino, schreibt Farnese, ha mandato a Sua 
Santitä un homo a posta con supplicarla che la si degni [di aver] per raccom- 
mandato il figliuolo di re Giovanni, rim[ettendoJ liberamente in potere di Sua 
Santitä il disponere et dello stato di Transilvania et di quella parte dell' 85 
Ungheria che tiene; et quando Sua Santitä giudicasse espediente di trattare 
matrimonio tra detto putto et una figliuola del re de Eomani, ci condescende- 
rebbono cosl esso fra Giorgio come anco la regina Isabella. Auch biete Fra 
Giorgio den Habsburgem Transsylvanien gegen Entschädigung durch einen anderen 
Staat an. la quäl cosa, ßhrt Farnese fort, parendo a Sua Santitä che sia di 40 
molta consideratione non solo per il benefitio pubblico della Christianitä, ma 
per il particulare di Sua Maestä et per la richezza di quel paese et per la 
speranza che si puo havere delle cose d'Ungheria, ha voluto che si significhi 
a V. S. Rma, accioch* ella per parte sua la proponghi alla Maestä Cesarea et al 
re de Romani. Neapel Carte Farnesiane fasc. 708 Konzept. Fast ein Jahr später 46 
erneuerte die Kurie dieses Anbringen zugleich mit der Aussendung des neuen Nuntius bei 
K. Ferdinand, Prospero Santa Croce; vgl. dessen Instruktion unten Nr. 107 IIa. 



Nr. 2: 1647 Juni 1. 7 

Johann Friedrichs mit einem Sohne kam zum Kaiser und hat hei 
ihrem Qemahl zu bleiben; Karl nahm sie freundlich auf. Der Länder- 
austausch zwischen Johann Friedrich und Moritz. Mit dem Land- 
grafen scheint man noch nidit ganz im Reinen. Entgegen anfäng- 

ß liehen günstigen Nachrichten vom Kampfe gegen den Grafen von 
Mansfeld erfährt man jetzig daß letzterer siegreich geblieben ist, 
Ottavio Famese- reiste nach Böhmen ab; hei der Äbschiedsaudienz 
beklagte sich Karl über den Papst. Der römische König läßt den 
Papst beschwören^ das Konzil nach Trietit zurückzuführen. Ein 

10 französischer Spezialgesandter ist eingetroffen, ebenso der Äbt von 
San Saluto im Auftrage des Kardinals Pole. 1547 Juni 1 Lager 
vor Wittenberg. 

Aus Arch. Yat. Nunz. di Germania vol. 60 fol. 256»— 267 ^ spätere Abschrift. 

Sabbato, che furono li 28**) del passato, hebbi le lettere di Mai 28 

16 V. Ill"** et E™* S. di 11 remissive a quel che per corriero espresso Mai 11 
dicea di scriver' a monsignor B.™** legato sopra le cose del concilio*); 
pero se ne aspetterä il contenuto. et quanto al detto concilio qui 
si persiste nella medesima opinione, chel concilio habbia a ritomar* 
a Trento, perche pare che altramente Sua Maestä non possa^) dar' 

20 rimedio alle cose della religione, volendo nella dieta ordinär' a tutti 
che vadino o mandino al concilio, et li offerirsi et obligarsi di 
Stare alla sua determinatione senz' altra replica; che stando il con- 
cilio in Bologna overo in Italia, haveriano giusta causa di recusarlo 
et Sua Maestä non havi'ebbe animo di contradirli in questo, haven- 

26 doli piü volte proraesso di far' fare il concilio in Qermania, in- 
herendo alli decreti delle diete passate ^). in questa cosa promette il 
patre confessore (che hieri fu meco) piu cose asservativamente: Mai 31 
primo che nel concilio non si tocca un pelo dell' authoritä di Nostro 
Signore et di quella santa sede; Taltra . d'incaminarlo in modo 

90 quanto alli prelati di Sua Maestä, che o non si tratta quella questione 
an concilium sit super papam, overo di far determinar che papa sit 
super concilium con la opinione delli Thomisti; l'altra che fra tre 
o quattro mesi queste cose lutherane si espediscono et che Sua 
Maestä li manda tutti al concilio et li faccia obligar' alla osservanza 



35 a) Vorlagt XVIII. 

b) Vorlage posser. 

') Briefe Fameaes vom IL Mai liegen mir nicht vor, 

^) Am 31' Mai schreibt der Bischof von Forlly der Kaiser sei tutto volto al 

concilio, del quäle temendo il papa che non si faccia violentemente et con suo 

40 danno, pare, secondo mi dice il nuntio confidentemente, che ei cagli et offerisca 

rimetterlo in Trönto et dove piace alla Maestä Sua. Cod. Medic. 4801 

fol. 167 6—169» 



8 Nr. 2: 1547 Juni 1. 

di esso. et perche li accennai il pericolo in eventum vacationift 
sedis per il sohisma, dice che a questo lui voria che ci pigliasse 
rimedio Sua Santitä di ordinäre quello che si dovesse far' in quel 
caso, et che quella ordinatione si facesse approbare dal concilio, 
inanzi che si venisse ad altro articulo, et che in questo lui fark s 
ogni Opera che Sua Maestä ci condedcenda. certo 6, che questo 
padre pare c'habbia buona intentione, se le cose poi soccedessero, 
come dice lui. pur s'aspettarä Tarrivo di monsignor K"® legato, il 
quäle aspetta in Norimbergo Tawiso de qui di quello c'ha da far', 
et io li procurarö da Sua Maestä l'ordine et modo di poter' venir lO 
a trovarla, perche si Sua Maestä havesse d'andare presto verso 
Ulma per farci la dieta, non seria necessario, che Sua Signoria B"' 
venisse in qua altramente, quando che non havria bisogno di grossa 
scorta, perche altramente non venirebbe sicura, et adesso sto in 
questo. la venuta sua non solo piace, ma a quel che ogni giomo 15 
son domandato quando serä qui, io veggo esser desiderata, di modo 
che in questo Sua Santitä et V. 111"* S. si possano riposare di bona 
voglia. et spero anchora, che si le cose si assettano in le cose del 
concilio (che non serk cosi brutto il diavolo come si pinge), a mon- 
signor legato toccarä di assettare et radolcir ben le cose'). 20 
Mai Z3 Alli 23 si diede questa terra Vitembergo") a Sua Maestä. vi 
trovorno dentro 370 pezzi d'artiglieria, ma di metallo sopra rote 
130 belissimi pezzi 2): ha renunciato Tellettoria a Sua Maestk et 

Vorlage Lntembergo. 

Dafl er gern gesehefi werden toürdey teilte Verallo am 30.j31. Mai Sfondraio 25 
idbat mt7; einen bestimmten Bat iU)er sein Kommen kann er ihm aber noch nicht 
geben, da die Entschliefiuvgen des Kaisers noch unsicher sind, Verallo erwähnt 
hier (nicht vorliegende) Briefe des Legaten vom 9. a\%8 Innsbruck und vom 22. au» 
Nürnberg'^ er selbst hat ihm am 16. geschrieben {nicht vorliegend). Neapel fasc. 696 
Duplikat. — Auch am 3. Juni schreibt Verallo an Sfondrato\ er kann ihm aber 80 
nur raten, bis auf weiteres in Nürnberg zu (Reiben: Neapel fasc. 696 eigenhänd. 
Orig. (dal campo Cesareo). 

'^) Näheres über die Ergebung von Wittenberg bringt Forlis schon angezogene 
Depesche vom 31, Mai: Uscl la gnardia di Wittimbergh alli 2^ di numero di 
4C00 fanti et circa 200 cavalli, parte de quali era bellissima gente et nobile, 85 
senza toccare tamburi et senza insegne, ma pure in ordinanza; et passato el 
fiume Albis, per ischivare Tesercito Cesareo, aci6 non nascesse disordine, ugni 
uno si ritir6 verso la casa sua. entr6 subito il Madruzzo con 4 insegne a 
quella guardia, dove si sono trovati 123 pezzi d'artiglieria da ruota, et sino 
alla somma di 800 d*altra sorte, ma della piü bella et piü grossa cbe forse si 40 
sia vista in parte alcuna: tal che ugni uno n'^ restato con assai meraviglia, 
et io in particulare con tutti questi ambasciadori, che siamo stati a vederla, 
insieme con Taltre cose notabili di quel luogo; tra le quali ^ un tempio 
molto hello, dove h sepulto Luthero, et nel quäle si predicava con celebre 
concorso questa loro falsa oppenione; ne vi mancava la duchessa con mirabile Ah 



Nr. 2: 1647 Juni 1. 9 

consegnatoli li sigilli. dopoi alli 25 la duchessa sua consorte con Mai JS5 
iin figliuolo piccolo venne da Sua Maestä a piasgerc et domandare 
gratia, che la lassasse vivere et morire con suo marito, et che non 
lo menasse seco in Spagna, perche morirebbe. Sua Maestä li dettei Mai 26 

5 buone parole sul generale, et il giomo seguente andö a vedere la 
terra, et visto la duchessa dopoi la contento che il duca andasse a 
Star seco nel suo palazzo per questo tempo che Sua Maestk stava 
qui alloggiato, il quäle vi si amalo di febre, ma adesso stä bene^). 
non si chiamarä piu duca di Saxonia, perche [quel] titolo resta solo a 

10 Manritio con questa terra et Oottha (perö smantellata) et Torga, 
et lui si chiamerä marchese di Toringia, al quäle il duca Mauritio 
ha dato tutte quelle terre che vi haveva, et restarä con 50000 
d'entrata et Mauritio con 150000*). 

E stato continuamente trattato per assettare le cose de land- 
\h gravio, che stä qui vicino a Lipsia, et si tenevano per fatte, che 
d*hora in hora si aspettava venisse qui; ma adesso mi pare che 
non sia fatto niente, perche non si confida a venire a rimettersi a 
gratia et desgratia senza esserne assicurato prima, non so quello 
che seguirä'). 

20 L'altrohieri venne Tawiso che'l duca giovane di Bransuich Mai SO 

con 9000 fanti et 8 stendardi di cavalli havea rotto il conte di Maens- 



attentione, come s*a lei son toccassino le miserie del duca suo consorte et la 

perdita dello stato: argumento della barbarie et della lor rozza et incolta 

natura, haveva in munitione 700 cantari di polvere et materia da comporne 
25 altratanta, 40 mila palle, 40000 saccha di frumento, 20000 di farina, 8000 porci 

salati, 2000 bovi et in gran numero ogni altra circumstantia da mantenere et 

r^ggc^ lunga obsidione. 

I) Die Begegnung des Kaisers mit Sibyüa, der Gemahlin Johann Friedrichs, 

schildern eingehend der Bischof von Forll am 31. Mai (a. a- 0.) sowie Ariosti am 
80 ^5. (Bd. 9 S. 681 ff., Beilage Nr. 43). Nach Vandenesse in CoUection des voj- 

ages des souverains des Pays-Bas II p. 89 i blieb Johann Friedrich bis zum 

3. Juni in Wittenberg. 

^) Wie Francesco d'Este am 28, Mai dem Herzog von Ferrara schreibt, war 

es gegen die allgemeine Erwartung, daß der Kaiser dem neuen Kurfürsten auch 
35 die beiden Festungen [Wittenberg und Torgau, oder denkt er an Gotha?] Überließ, 

essendo di grand' importanza Tuna e Taltra e come briglia alF istesso stato di 

Sassonia et inespugnabili. Modena, Dispacci di Germania. 

') Karl verwarf die von Moritz aus Leipzig heimgebrachten Anerbietungen 

des Landgrafen, der nur zwei seiner Festungen zeitweise abtreten, sich auch nicht 
40 auf Gnade und Ungnade unterwerfen wollte, worauf Moritz nach Leipzig zurück- 

kehrte und dort am 31. vergebens versuchte, den Landgrafen gefügig zu machen; vgl. 

Karl an Ferdinand 1. Juni, Lanz Corresp. II S. 573, 57 5\ dazu Ißleib, Die Gefangen- 
nahme des Landgr. Philipp von Hessen 1547 (Neues Archiv f. Sachs. Gesch. 

XI 1890) S. 214 f. ; Turba, Verhaftung und Gefangenschaft Philipps von Hessen 
^h(Wim 1896) S. 26 f 



10 Nr. 2: 1547 Juni 1. 

feldt a Bremme, non ostante c'havesse la cittä in suo favore; 

Mai 31 ma hieri venne il zoppo, che porto tutto il contrario, cioe che quel 

conte di Maensfeldt con 14 bandiere et 8 altri stendardi ruppe il 

duca et li tolse Tartiglieria, ch'erano 30 pezzi, che sole 3 se ne 

salvorono, et questa e la Veritä '). 5 

Mai La Eccellenza del signor duca nostro dimandö licenza alli 25 a 

'^^- ^ Sua Maestä et alli 27 partite per la volta di Bohemia per andare 
piu sicoro, poiche di strada non si perdeva nuUa, cosi invitato dal 
gQjjno j.ß (ji Bomani, che li ha promesso di far' buona cera in Praga*). 
neUo domandare licentia Sua Maestä. si dolse seco di Nostro Signore, lo 
che volesse ritenere le galere delli Flischi sotto pretesto del paga- 
mento, essendone pagato. il che inteso m'andai subito da monsignor 
d*Arras a dirli che Sua Signoria sapeva che quanto alle galere io 
li havea molto tempo fa comunicato che si riteneano per il paga- 
mento che non era fatto, et per li forzaü ad instanza della camera 15 
apostolica, et che pero io restava ammirato che Sua Maestk ne ha- 
vesse fatta nuova querela col duca. disse che lui non ne sapeva 
altro, ma c'havea ben referito a Sua Maestä quanto aFhora io le 
communicai ; ma che, poiche Sua Santitä ritenea le galere, non 
dovea ritenersi il duca quelli doi castelli ch'erano nel Piacentino 20 
et Parmegiano. li dissi che quelli non correvano con quella confis- 
catione di Sua Maestä, non essende conveniente confiscar' a se 
nelli dorainii d'altri. non seppe che dirsi se non che non fusse 



V Vber die Niederlage Herzog Erichs bei Drakenhorg am 23. Mai gegen 
Graf Älbrecht IV. von Mansfeld und den kursächsischen FeWiauptmann Thums- 26 
him 8. Rankey Deutsche Geschichte IV^ S. 393 f., sotcie Ällg. D. Biographie XX 
220 ff. Gleichzeitige Berichte gehen u. a. Karl an Ferdinand 1. Juni (a. a. 0. 
S. 573 f. und 575) und Ambrosius von Gumppenberg an Farnese 12. Juni (Forsch- 
zur Gesell. Bayerns X 3 S. 175, mitgeteilt vom Herausgeber). Ein ungedruckter 
Bericht des Grafen von Büren an Königin Maria vom 30. Mai in den Beilagen. 80 

2) Ottavio, schreibt der Mantuanische Gesandte Ottaviano Vivaldini am 
27. Mai, stimulato dal papa, mostrando di obedirlo, si e pure partito questa 
mattina, pero a giornate con animo di andare per Boemia a Praga et de lä 
passare per Augusta, nel quäl loco [vielmehr in Nürnberg, wie Forli und Francesco 
d'Este angeben; vgl. hier unten Z. 43 f.] ha designato di purgarsi et pigliar l'acqua 85 
del legno, che sarä metter tempo tanto che facilmente l'imperatore sarä di ritorno 
i& Ulma. et con tal escusar Tandata a Roma, conoscendo che'l farä piacere a Sua 
Maestä, bench^ offendesse in qualche parte Tanimo del papa. Mantua, Archivio 
Gonzaga Orig. — Noch im Lager vor Wittenberg, am 22. Mai, stellte König Ferdinand 
eine Beglaubigung an den Papst auf Ottavio aus, über nonnulla quae cum ipso 40 
de quibusdam archiepiscopi Toletani rebus et negociis diffuse loquuti sumus. 
Wien, Rom Hofkorresp. fasc. 8 Konzept. Vgl noch Gumppenberg in Forsch, z. 
Gesch. Bayerns X 3 S. 177 {aus Nürnberg 12. Juni: Ottavio sei am 10. August 
doi't eingetroffen per starsene qui 8 o 10 giomi per purgarsi) soivie unten Nr. 8 
und 14. 



Nr. 2: 1647 Jimi 1. U 

bene di tener ogni cosa. la conclusi con dir che tutto si teneva 
justissimamente. 

Andando a far' riverenza al Ser"'® re de Bomani il giomo 
della partita, mi disse ch'io salutassi humilissamenfce Sua 

5 Santdtä da saa parte, et che la pregassi che in questa cosa del con- 
cilio si accommodasse con Sua Maestä, perche la mente sua era 
buona, et le cose della religione passariano bene; ma che sei non 
si facesse ritornar* a Trento, le cose non potrebbono passar' bene^ 
perche la Germania, laquale Sua Cesarea Maestä farä andarvi et 

10 obligarsi alla osservanza, non anderia mai al concilio in ItaHa in 
qualsivoglia luogo, etiam che'l fusse meramente di Sua Cesarea 
Maestä, et dimostrava farmi quella exhortatione piamente et con 
buono zelOy et partite quella mattina, come dico, alli 25^). Mai 25 

Alli 27 arrivo qui un parente del comestabile di Francia man- Mai 27 

15 dato dal re a questa Maestä a visitare, et dice che porta anchora 
negotii; impero e un giovanetto, che non pare sia molto da negotii, 
hebbe il giomo seguente Taudienza gratissima et fu banchettato da Mai 28 
monsignor d'Arras et dal principe di Piamonte; non so sei sia cosi 
presto di ritomo; et si porta altro, per anchora non si sa^). 

20 E arrivato qui Tabbate di san Saluto, mandato dal K°^^ cardinale 

suo per le cose d'Inghilterra. si fa suspetto che non sia spinto da 
Nostro Signore per divertire queste cose di Germania, anchora 
non ha parlato con Sua Maestä, ma solo con monsignor d'Arras, 

') König Ferdinand war am angegebenen Tage nach Böhmen aufgebrochen, 

26 hegleitet von seinem zweiten Sohn Ferdinand und 2000 Mann böhmischer umd un- 
garischer Reiterei; sein Fuflvolk unter CrianU>attista Lodron wurde von Dresden 
aus ebenfalls beordert,, nach Prag zu marschieren. So Forll 31. Mai, der noch be- 
richtet^ daß die Ungarn vor dem Aufbruch dem Kaiser dringend ans Herz legten, 
sich ihres Landes gegen die Türken anzunehmen; Karl versprach das beste, beiobte 

30 die Ungarn wegen ihres Verhaltens und beschenkte sie reich: cosi se ne sono iti 
coQtenti et saüsfatti. 

^ ForÜ nennt ihn monsignor d'Andelo nipote del Grancontestabile 
(Fran^ois de Coligny Seigneur d'Andelot, jüngster Schwestersohn des Connetable 
Anne de Montmorency, Bruder des Kardinals Odet de Chatülon und des 

85 späteren Admirals Gaspar de^ Coligny). E stato visto volentieri et viene 
trattenuto per ordine di Cesare da tutti e signori della corte. Vgl auch Venet. 
Depp, II 8. 270 272 f — Der Bischof van Forü erwähnt in der nämlichen 
Depesche auch die Ankunft eines Abgeordneten des Königs von Tunis (Muley- 
Bamida): etricerca la confederatione con Cesare e*l perdono per la colpa deir 

40 eccesso col padre; offerisce assai migliore censo et altre cose et ogniuno crede 
che se n'andrä spedito bene. ci sono ancora certi oratori di Moscovia, offe- 
rendo a Sua Maestä volere servirla con 4000 cavalli, dovunque vuole, ma il 
denaio guasta el tutto. — Vgl. über diese fremden Gesayidtschaften auch Venet. 
Depp. II 8. 273 Anm. 1 ; s. auch de Leva IV S. 359 f (über Beziehungen zwischen 

46 Ferrante Gonzaga und Tunis). 



12 Nrr. 2—8: Juni 1—7. 

da chi si h^ havuto questo sospetto, et col confessoie. io ho rac- 
commandato il negotio snl generale per accoropagnarlo come negotio 
comunicato meco, rimettendoxni poi a quello che ne porta monsignor 
Brno legato>). 

Juni I Dal campo Cesareo pregso Vittembergo el di primo di giagno 5 

1547 »). 

1547 3, VercUh an Farnese: Nachricht von Unruhen in Neapel traf 
Juni 7 ein. Die Expedition gegen Magdeburg ist infolge der Niederlage im 
Norden aufgegeben. Mit detn Landgrafen wird wieder verhandelt 
Man tvill den Reichstag abhalten und die ungehorsamen Städte vor^ lo 
fordern und alhnfaüs ächten. So rät auch Johann Friedridi. Man 
zieht auf Balle, weiter soll es iiber Frankfurt nach Ulm gehest, wo 
der Kaiser eine Kur brauchen wird. Der Reichstag soll angeblich in 
Ulm oder in Speier stattfinden. Schickt den Wittenberger Vertrag. 
Siena soll bestraft tverden und Herzog Cosirno die Ausfuhrung über- \b 
nehmen. An den Unruhen in Neapel und der Widersetzlichkeit 



^) Vincenzo t^arpaglia^ Abt von San Sohlte j tcar vwi Kardinal Pole an die 
Höfe avLsgeaandt worden, um für die Rückführung Englands zum Katholizismus 
zu wirken: vgl Venet Depp. II S. 299, Er kam am 29. Mai im Feldlager an» 
nachdem er, wie es scheint^ Sfondrato in Nürnberg besucht hatte: Verallo an Sfon- 20 
drato 30./31. Mai. Nach Nr. 10 scheint Pcrpaglia am Kaiserhofe eine nichts 
weniger als entgegenkommende Aufnahme gefunden zu haben. Vgl. auch die De- 
pesche des Venetianischen Gesandten beim Kaiser, Mocenigo^ vom 2. Juli: Venet. 
Depp. II S. 298 f 

') Eine Nachschrift Veraüos von diesem Tage (als besondere Depesdie in 25 
Neapel fasc. 696 eigenh. Ong.J berichtet, daß die Unsicherheit über den Ausgang 
der SchUidit in Norddeutschland noch fortdauere (vgl Lanz II S. 575 f.) und dafi 
der Kaiser sich am näcJisten Tage in Bewegung setzen werde, facta per6 colatione, 
perche non si fa altro che passare il fiume. dicano che andra dritto la volta 
di Ulma umv. Dagegen der Bischof von ForU am gleicJien Tage: Marignano be- 80 
richte ihm^ daß der Kaiser sich Hessen nähern werde, del che Mauritio nel secreto 
sente dispiacere. Marigtiano fragte Moritz, se verrobbe con rimperatore? alquale 
rispose che seadogli commandato non poteva mancare, ancorch^ haveva 
licentiate le sue genti, lequali per essere ben disciplinate et buone troverebbono 
presto partito, accennando con lantgravio; et se non segne qualche compo- Zh 
sitione, ingombrerrebbe forse Sua Maestä per qualche giorno et non farä per 
lei, vociferandosi maxime che la giornata del duca Errich de Brunsvich sia 
avantaggio per el nemico; pure se ne parla fra denti et variamente. l. c. fol. 
171^—172^. Am 3. berichtet der nämliche: passammo hieri el fiume, alloggiando 
lontano un mezzo miglio, dove poseremo hoggi per accommodare molte cose 40 
et anco el duca vecchio, che sta alquanto indisposto n^ pu6 fare lunghe 
giornate. et forse Sua Maestä non cura di bollecitare per godersi el beneficio 
del tempo, che potria producere qualche buon frutto con landgravio et con Ic 
terre franche: l. c. fol. 172^ (vgl Nr. S). 



Nr. 8: 1547 Juni 7. 18 

Sienas mißt man dem Papste die Scfiuld bei, ebenso wie vormals an 
der Verschwörung des Fiescö in Genua. 1547 Juni 7 Grafen- 
hainichen. 

Au$ Neapel (r»-. Archivio Carte Farnesiane fasc. 696 Orig.y praes. S. Juli. 

6 AUi 5 venne un corriero da Napoli, il quale fu riespedito junt 5 

il giomo medesimo in gran frettä, ch'io non hebbi tempo a scrivere 
nuUa. porto la novitä fatta in Napoli per conto della inqtdsitione^), 
che di lä se ne saprä piü il vero, perche qui la supprimeno et 
taceno nh han lassato dare le lettere che son yenute qui; pero 
10 quella non m^inpute, si non havrä havute lettere mie. 

Sua MaeBtä si risolse pure a lasciare d'andare col capo sotto 
Magdeburgo, come scrissi che'l doveva fare, et questo perch^ la 
trovavano fortissima et piü di Wittenberga et piü piena d*arte- 
gliana, che vi si sarrebbe impegnata per tempo assai senza haver 

15 ancora ceita speranza di poterla pigliare; che con la victoria ha- 
vuta dalli conti di Mansfeldt contra'l duca Henrico di Branswic]^ 
(che pur f u vera, poiche Tistesso duca Henrico *) con il figliolo del 
duca prigione di Branswich') fuggendo ne portomo le certezze) si 
poteva manco sperame buono essito, massime che tutte quell* altre 

•20 cittä maritime ne haveano preso uno animo troppo grande*); et 
perche Sua Maestä haveva gik escluso lo accordo del land- 
gravio per non volersi egli rimettere totalmente alla discretione di 
Sua Maestä quanto al seguitar la corte sua o ire in Spagna, si era 
delliberata di lasciare queste terre franche et andare addosso allui. 

25 ma doppoi quella rotta del Branswich a Breme detto landgravio 
rimando da Sua Maestä a fare nuova instantia per comporsi seco, 
et cosi li fumo dato meglior' parole, che per la corte si dice che 
si han per assestate quelle sue cose^). et essendosi intercette al- 



') Über diesen Aufstand, der nach dem Sorrentiner Tommaso Anello (Masa- 
30 niello) benannt zu werden pflegt, *. de Leva IV S. 341 ff. 

3) II duca Errich, berichtet Forll am 5. Juni, h venuto duoi di fa scusan- 

dosi el meglio che pu6, et h stato animato et carezato da Cesare oltre modo, 

havendo quel rispetto che si conviene all' et& sua di 10 anni et alla servitii. 

•) Es toar — nach Oumppenbei'g a. a. 0. S. 176 — Philipp Magnus, der 

35 zweite Sohn des Herzogs. 

*) Der Kaiser dürfe sich keinesfalls persönlich impiegare in queste hicocche 
poste fuora del mondo, meint Forll mit Bezug auf die deutschen Städte (am 
31. Mai, a. a. 0.), 

*) Venne, berichtet der Bischof von Forll am 5. Juni (l. c. fol 172^—173% 

40 uno mandato da lantgravio et finalmente col mezzo di Mauritio ha tolto via 

le difficultä, <che ostavano alla pratica deir* accordo, con offerire a Sua Maestä 

che liberamente dlsponga delle fortezze d'Hassia a suo piacere, puroh6 stia 



14 Nr. 8: 1647 Juni 7. 

cune lettere, che mandavano Magdeburgo con alcune di quelle terre 
al detto landgravio, che lo ricercavano d'aiuto come capo della lega 
di Smalchaldia, non essendo ancora bene di lasciare quelle terre senza 
capo alcuno : alle quali landgravio rispondeva che non havea piu di 
700 cavalli, che li teneva per guardia del paese suo, et come 5 
anche lui era in qualche tratto con Sua Maestä di accordarsi seco, 
che pero non le poteva subvenire: si e fatto iudicio che sia meglio 
di non Spender piü dinari et tempo intomo a dette terre, ma an- 
darsene di longo a far una dieta et in essa chiamarle et non venen- 
doci declararle nel imperio per ribelle, mettendole nel bando im- 10 
periale, che li baroni vicini le infestariano tanto con Todio parti- 
colare che li portano, che le constringeranno a venirsi a buttar 
a piedi di Sua Maestä. et questo istesso conseglio ha dato il duca 
Giovanni Friderico pregione a Sua Maestä, la quäle si e risoluta 
in esso talmente che n'andamo verso Ulma*). et fa la via di Hai 15 
di Sa^onia con far mostra d*andare verso quelle terre franche, per ve- 
dere si pure si venissero a dare; et poi si andarä a Franchfordi» et di 
lä ad Ulma^ che non se ne perde molto di strada; et dicano che 
Sua Maestä si purgarä et pigliarä Tacqua del legno o Cina, che 
fra tanto correrk il tempo di congregarsi la dieta, la quäle si 20 
commincia a dire che sia per farsi a Spira, benche la Maestä del 
re di ßomani mi dicesse che si farria in Ulma. 

Mando la copia delli capituli fatti col duca Giovanni Friderico 
di Saxonia pregione-), che piü presto non li ho potuti havere, 

sicuro della vlta et della gratia di quella: la quäle se bene s'induriva ogni hör 25 
piü, non di meno a persuasione del duca vecchio di Saxonia, che gli ha represen- 
tato el pericolo in cui si troverebbe sempre che desperasse lantgravio et si 
giontasse col conte di Mansfelt et con Tonsur, c'hanno l'appoggio delle terre 
franche, subietto da perturbarle questa sua gloriosa vittoria, scusandosi che 
tutto dice per servitio di Sua Maestä, non di lantgravio, che lo reputa nemico, 80 
et scoprendole con questa occasione molti andamenti et humori, s'ö piegata a 
riceverlo. cosl allegramente partiremo domatüna per alla volta d'Halla, 8 leghe 
lontana, dove lantgravio si butterä aUi piedi di Cesare et se gli farä 
servitore. in tanto el re de Romani con la vicinitä et favore deir 
exercito Cesareo entrerrä in Boemia, che pure v'andava ritenuto non 85 
si fidando a pieno; dipoi prenderemo el Camino d'Uim, per risolversi alla 
dieta. — Vgl über die vom 2, bis 4. Juni in der Sache des Landgrafen 
stattgehabten Verhandlungen zwischen den Kurfürsten Joachim und Moritz und den 
kaiserlichen Räten und die damals vereinbarten Artikel: Iflleib 8. 215 ff.; Turba, 
Verhaftung S. 29 ff. 40 

^) Ehe der Aufbruch erfolgte, belehnte der Kaiser am 4. Juni Moritz feier- 
lieh mit der Kur von Sachsen {Beschreibung bei Vandenesse l c. pag. 345), worauf 
der neue Kurfürst am 5, seinen Einzug in Wittenberg hielte das die Kurfürstin 
Sibylle am Morgen verlassen hatte (ebendaselbst). 

') Gedruckt bei HorÜeder, Handlungen und Ausschniben von Rechtmäßig- 45 



Nr. 8: 1547 Juni 7. 15 

havendomelli negati monsignor d'Airas non solo di dare copia, 
ma di lasciarmeli leggere un giomo, ch'essendo da lui me li moströ, 
come si fa il volto santo a san Pietro*). 

Ig*") sono informato per bonissima via, che Timperatore ha man- 
5 dato che si faccia la impresa contra Senesi^) per castigarli, che non 
hanno voluto accett^re la guardia, et la fa per via del duca di 
Fiorenza, et questa e la causa che a questi di passati sono andati 
et venuti tuttavia corrieri da Fiorenza qua. questo e un mezzo 
capparro di haverla a mettere sotto il detto duca con'l tempo, et 
10 questa cosa si doverä fare fra pochi giomi. vi manderä ancora 
don Feriante la gente, che si trova lä fatta per pigliare li castelli 
delli Flischi. 

Ho mezo per inteso (benche non da loco ch'io mene possa 
assicuraro molto) che deila novitä di Napoli per la inquisitione et 

15 della cosa *di Siena, che non habbia voluto accettare la guardia, se 
ne da imputatione a Sua Santitä.; imperö dair altro canto penso 
che se ne fusse qualche cosa, ne haveriano fatta querela come ce 
ne fecero della novitä di Genova fatta dal conte de Flisco. non- 
dimeno e tanto il buon animo che io vedo in questo principe per 

20 la gratia di Dio, che non so che me ne credere. sia per aviso di 
(}uanto ci e. 

Da Henighen el di 7 di giugno 1547'). Juni 7 



a) Von hitr bis «u Ende chiffriert; Dedfral liegt bei. 

keit U8W. (Gotha 1645) Buch TII Kap. 72 S. 582 ff. (vom 19. Mai 1547). — Über 
25 den Vollzug der Kapitulatimh schreibt Forll am 6. Juni: la duchessa di Saxonia 
usci stamane di Wittimbergh et ö ita a Torga; Mauritio ne prenderä domane 
el possesso. havendoglielo Sua Maestk confermato stamattina et nominatolo 
elettore con consegnarli el sigillo et Tarme da impromptarsi nel ducato di 
Saxonia; n^ senza qualche segno di scontentezza, con alzare gli occhi al cielo 
80 pieno di sospirii, il duca vecchio si trasse el suo dal collo, il quäle in sua 
presentia monsignor d'Aras ruppe con un martello. alla dieta sarä confermato 
Manritio et cosl va chi si consiglia bene! 

I) D. i. das unter den Beliquien von 8. Pietro aufbewahrte^ nur an hohen 
Fesitagen der Menge von oben her gezeigte Schwel fituch der hl Veronika. 

85 *) Vgl Beummit, Gesch. v. Toskana, I S. 149 ff.; de Leva IV S. 347 ff. und 

die Korrespondenz Diego Mendozas im Anhang. 

3) Ig rengraüo Dio che usciamo delli padiglioni per questo anno, et hoggi 
h il primo alloggiamento gratia di Dio, schrieb VeraUo am 7. noch aus Grafen- 
hainichen {in der Mitte zwisclien Wittenberg und Bitterfeld, auf dem Wege nach 
40 Halle) an seinen Bruder Emilio in Rom. Andererseits klagt er hier über seine 
Geldnot ; komme er nach Ulm, so werde er seine nFamilie*^ bis auf vier Personen 
enüassen und die Pferde verkaufen usw. Neapel fasc. 716 Orig. 



16 Nr. 4: 1647 Juni 14. 

1547 4. VercMo an Farnese: Der Kaiser weilt in Halle in Erwartung 
Juni 14 des Laiidgrafen. Dessen Wunsch, die persönliche Freiheit zu 
bewahren, bereitete Schtvierigkeiten, die jetzt abe^' beglichen sind. Karl 
ist kaum in der Lage, Oewalt gegen jenen anzuwenden, zumal da seine 
Söldner wegen mangelhafter Bezahlmig aufsässig sind. Sfondrato kam 5 
nach Bamberg; die Art seiner Aufnahme beim Kaiser ivird sich nuch dem 
richten, was er bringt. An eine UnterneJimung gegen England ist 
nicht zu denken. Die von den Mansfelds besiegten braunschweigischen 
Herzöge sind hier eingetroffen; das gegnerische Heer soll aiAsein- 
ander gelaufen sein. Ebenfalls sind hiei' Albrecht von Kulmbach und lo 
der Landgraf von Leuchtenberg. Die Forderung des Kaisers, daß 
die Rädelsführer der Böhmen ihm ausgeliefert werden, erschwert die 
Belegung der dortigen Wirren. Erzstiß Magdeburg wird von Kur- 
fürst Joachim für seinen Sohn begehrt. 1547 Juni 14 Halle. 

Aus Neapel Gr. Ärchivio Carte Famesiane fasc. 696 Original IB 

Juni 7 s L'oltime mie forno di 7 da Henighen. hora poco vi e che dire, 

si non che Sua Maestä venne in questa terra venerdi, che furno li 

Juni iO 10, et ancora Btä, per aspettare la venuta del landgravio ^), al quäle 

Juni 16 e stato prefixo termine per tutto giovedi, che si trove qui; altra- 

mente che Sua Maestä non attenderk piü al conserto suo, dissegnando 20 
di andare alli danni suoi, quando il conserto non habbia ef fetto, et 
havendo ef fetto seguitarä il viaggio di ülma. la difficultä del detto 
conserto fin qui e stata che landgravio voleva essere assicurato della 
vita, il che Sua Maestä gik havea promesso al duca Mauritio et al 

^) Vgl. des Kaisers Schreiben an K. Ferdinand vom 12. (aus Haue) hei Lanz, 26 
Korreap. II S. 582 f. Nr. 589 (auch Buchdtz IX S. 426 f.); s. auch Lanz a. a. 0. 
Nr. 590 (S. 584 ff.) und Nr. 624 (690^: S. 653 ff.) sowie die erwähnten Dar- 
stdlungen der Katastrophe Philipps. Der Bischof von ForR erzählt am 14. Juni 
(L c. fol. 178^ — 176 b;; arrivammo alli 10 in questa citta assai bella, civilissima 
,et riccha, specialmente nel publico, trabendo del sale, che si fa dentro, un 30 
frutto almeno di 60000 fiorini defalcata ogni spesa. ella ^ della grandezza di 
Prato di forma quasi rotonda, posta in una bellissima campagna, cinta per una 
banda da certi colli ameni pieoi di rignazzi et giardini et nel resto del fiume 
Sals non molto grande, che significa sale, et da una pianura spazata et palu- 
dosa . . . nel soggiomare ^qui s'6 stabilita la compositione secreta di lant- 35 
gravio ... et, per quanto ritraggo, in sustantia ^ la medesima, se bene il duca 
d'Alva usa di dire ch'ella k molto piü vituperosa per lantgravio, che quella di 
Saxonia, deposta la prigionia [so! Alba scheint also andeuten zu vfoüen* daß 
Philipp nicht gefangen gehalten werden solle]. Ebendaselbst wird femer beridUet, 
Philipp habe Ar ras mifgeteiltt er befinde sich infolge des Krieges inm Gddmitteln 40 
entbUifit: pure ha fatto risen^o di 10000 scudi di quelli c'ba havuü da Francia, 
per servirne Sua Signoria Rm*. al quäle monsignore ha risposto che sendogii 
affettionato et conoscendolo in molti travagli et bisogni ö per accommodarlo 
di denari per Toccorrentie sue, . trovandosene in cassa buona somma. 



Nr. 4: J647 Juni 14. 17 

inarchese di Brandeburgo elettore; imperö doppoi ha detto che non 
vuole seguitare Sua Maestä nä andare in Spagna, et in summa, non 
vole perder la libertä della persona, offerisce nondimeno di servir 
sempre et obedire a Sua Maestä et nel resto fare quanto 11 coman- 

5 darä con dar fortezzi, stato et quanto vuole; ma libertä sua non li 
vol dare, di maniera che questa cosa si e andata tuttavia diffe- 
rendo fin* all' altra sera, chel homo del landgrayio ritomo con 11 
duca Mauritio et porto a Sua Maestä una forma de capitoli, alli 
quali landgravio si rimetteva per appuntamento finale, quali furno 

10 vedutl et discussi da questi mlnistri dl Sua Maestä, et essende tro- 
vato che in effetto erano conforml a quanto Sua Maestä desiderava 
da lui, hieri fu rlmandato Thomo indletro a farli Intendere che 
venga per tutto glovedi, altramente che si exluderä dl poter havere 
piü audlentia da Sua Maestä. nondimeno quanto a me credo che si 

16 ben tardasse ancora uno o doi altri gioml, che sempre sarä accettato, 
perchö in effetto Sua Maestä non sl trova adesso in essere tanto 
essercito che potesse con esso far molta fattione, massime che questo 
6 ancora creditor di piü paghe, alcuni di quattro et alcunl di doi 
mesiy che ci va periculo che in glorno non segua qualche disordine, 

20 perche li Thedesohi poche sere sono gridavano „ghelt, ghelt"*)! 
starremo aspettando questa venuta che dice sarä giovedi, con desl- 
derio di uscir di questo paese periculoso et scheleratissimo quanto 
alla religione. 



^) Schwierigkeiten verursachte dem Kaiser auch der Hafi, der die Spaniet* 

25 und die Deutachen, die er unter seinen Fahnen hatte, entzweite. Duoi giorni fa, 
erzähli FoHl am 14., cagione di certo ragazzo fuggito da Spagnuoli nella ca- 
valleria del inarchese Giovanni di Brandeborgh, nacque una tal contentione 
che Tuna et l'altra natione tocc6 grossissime arme; et se il oapitano Diego 
Velez [Mameranus Cat. exercUus p. 43: Ludovicus Veles] el mastro di campo 

30 Arzes [= Jacob ab Arze, Oberst eines maüändisch. Regiments im Schmalkaldischen 
Kriege? ». v. Druffet, Das Tagd>. des Yiglius von Zwichem 8. 263] non ributta- 
vano da certo ponto sopra'i fiume a pi^ la cittä Spagnuoli postt in battaglia 
per assaltare la cavalleria Alemanna, et Cesare, che a caso col duca 
d'Alva passeggiava la campagna, non era presto a refrenare e Todeschi, certo 

35 che seguiva una giornata sanguinosa et piena di pericoli. Immerhin büßten 
zwei Spanier und sechs oder sieben Deutsche ihr Leben ein und Erzherzog Maxi- 
müian wurde an der Schulter verwundet und trägt fwch den Arm in der Binde. 
In die Affäre wurde auch Johann Friedrich verwickeit, insofern als die Spanier 
die Ansicht kundgaben, die Sache sei von den Deutschen zu seiner Bettung an- 

40 gestiftet: il quäle {nämUch Johann Friedrich) tomando da banchetto del duca 
d'Alva molto sumptuoso et honorato, incontratosi in Sua Maestä dismont6 per 
bacciarle le man! et fattogli reverentia non trov6 corrispondentia in lei pure 
d'nno sguardo, non giä da mal' animo di Cesare, ma per decoro et per fargli 
sapere migliore et piä dolce, quando le piacerä di perdonargli. 

Nuntiaturbariohte, ente Abteliang, Bd. X 2 



Juni 
13. 16 



18 Nr. 4: 1647 Juni 14. 

Monsignor R™° legato se ne stava in Norinbergo, aspettando 
che Sua Maestä vada verso quella banda, et penso sark andato ad 
aspettare Sua Maestä in Banberg, dove si dice che ha da fare 
capo, perche il viaggio a venir qui non e sicuro per Tordinario et 
tanto manco serria per la persona d'un legato. et havendo fatto 5 
piü Yolte instantia d'aver da Sua Maestä Tordine dove havesse ad 
venire, sempre han detto questi ministri che si ferme di lä, finchö 
Sua Maestk sia risoluta del viaggio che ha da fare, perche a venir 
qui le strade non son sicure, che bisognaria mandare bnona scorta, 
che per adesso non selli puö mandare. la venuta sua si desidera 10 
Juni 13 molto, che cosi mi disse hieri il padre confessore; et per quel che 
ho potutto ritrarre, si Sua Signora R™* portarä cosa che piaccia a 
Sua Maestä circa lo fare ritomare il concilio a Trento et darli delle 
cose che si son domandate et forsi domsmdaranno, sark lo ben 
venuto; altramente amici come prima, so ben che Sua Maestä si I5 
vorrä ben sfogar seco, et quanto alle cose de Inghilterm, che e il 
principal articolo perche viene, ancorchö Sua Maestä sia forsi nell' 
intimo suo ben disposta a fare (quando pero li verrä bene) quella 
impresa, nondiraeno per queste cose di Germania che ha alle mani 
di piesente, la farä parlare piü alla negativa et sul ritroso, che 20 
altramente non faria. 

La varietä delli awisi della rotta del duca Henrico giovane di 
Branswich si e poi verificata con la venuta sua alla corte parecchi 
giorni fa, et con lui venne quel figliolo del duca di Branswich che 
fu in Borna'), finalmente loro furno li rotti et li conti di Mansfeld 2B 
vinsero, benche un collonello del Branswich guadagnasse in quella 
rotta non so che pezzi d'artigleria. hora s*intende che quelle genti che 
eia insieme con li conti di Maensfeld^), si son desfatte et loro si pen- 
tirno d'andare alli danni di Fiandra (come si diceva che voleano fare). 

II marchese Alberto di Brandeburgo, che fu fatto pregione 80 
mesi fa'), e stato liberato con quel suo locotenente landgravio 



Philipp Magnus (vgl das vorige Stück); über seinen Aufenthalt in Born s. 
Nuntiaturberichte 7, 9 8. 46 Änm. 2* 

^) Oraf Albrecht von Mansfdd, einer der Sieger von Drakenborg, verlor un- 
mittelbar darauf Eisleben an seine ihm feindliche Sippe und — am 2L Juni — 85 
sein Stammschloß Mansfeld, das seit Ende Med von sächsischen und kaiserlichen 
Truppen belagert wurde: vgl. Allgem, D. Biogr, a. a. O.; auch der Bischof von 
Forll erwähnt diese Dinge {14. Juni). 

') Durch den Überfall bei BocMitz am 2. März d. J.; vgl Bd. 9 8. 508. 
Seine bedingungslose Freilassung gehörte zu den Verpflichtungen, die die Witten" 40 
berger Kapitulation dem alten Kurfürsten auferlegte. Der Kaiser beantworUte 
das Erscheinen des befreiten Kulmbachers mit der Entlassung des Herzogs Ernst 
von Braunschweig ^ des Gefangenen von MüMberg {Bischof von Forll 14* Juni). 



Nrr. 4— 6:. 1547 Juni U— 16. 19 

minore, che si chiama landgravio di Liechtenburg, et sono qui con 
una cera che par che habbino vinto loro Fimpresa. 

Le cose di Bohemia fumo in buona parte quietate, che*l re po- 
teva andare liberamente a far la sua dieta in Praga, dove dovea 
6 entrar cinque o sei giorni fa; ma Sua Maestä Cesarea per voler 
meglio assicurarsene, havea domandato alli stati di Bohemia, di 
voler nelle mani non so quanti di quelli principali, che fumo causa 
di quel tumulto et suUevatione del populo, et tuttavia persiste in 
questo. non so mö quello che ne seguirä; potrebbe la desgi'atia 
10 cadere a ogni modo in qualche uno, che sarä fin di questa. 

Da Hall di Saxonia el di 14 di giugno 1547. Jnni 14 

Certi giorni fa nii fumo a parlare doi del marchese di Brande- 
burgo elettore con pregarmi a scrivere in favore di suo figliuolo, 
che'l capitolodi Madeburg*) lo havea postulato per arcivescovo,perhaver 

16 Tarcivescovo proprio vendute le sue ragioni al duca preso di Saxonia. 
et dicevano che Sua Maestä ne scriveria a Sua Santitä. penso 
ch*havranno presa la via di farlo fare coadiutore, perch^ vivente il 
vero arcivescovo la postulatione seria nuUa. mi par ch'abbia pro- 
messo lo elettor suo padre a Sua Maestä, che suo figliolo di 15 o 

20 16 anni si allevaria nella religione catholica et come Sua Maestä 
li ordinasse: che cosl mi dissero quelli doi. impero suo padre e 
Lutherano et lo figliolo si 6 imbuto fin (}ui della medesima reli- 
gione; non so come poträ fare facilmente mutatione. questo serva 
per avviso, accioch6 di lä se ne troveno informati. 

25 5. VeraUo an Farnese: Nach Eintreffen eines Kuriers Sfon- 154? 
dratas mit Abschrift vmi nr. 1 erbat und erhielt Verailo Audienz •^^*»* ^^ 
beim Kaiser, der Hin in der Konzilssache an den Bischof von Arras 
und an den Beic/itvater verwies. Mit letzterem spradi der Nuntius tibei- 
die Unterwerfung Deutschlands unter das Konzil. In der Audienz 

so beim Kaiser war ferner die Rede vofi der Bulle über die 400 000 
Dukaten; von dem Anbringen Bruder Georgs; von dem Olückumnsch 
des Papstes zu den kaiserlichen Siegen, vom Kofnmen des Legaten. 
Hier wird der Landgraf erwartet; unter den Bedingungen der Unter- 
werfung ist zeitweilige Gefangenschaft. Nach Halle wird auch Kur- 

85 fürst Joachim zum Kaiser kommen. Beglückivünscht Farnese zur 



Kurfürst Joachim IL besaß hierüber bereits ein Versprechen des Königs 
Ferdinand: vgl. dessen Schreiben an den Kaiser vom 21. Februar 1547 (Bucholtz 
IX 8. 409) und ein im Lager vor Wittenberg ausgestelltes Vef^vendungsschreiben 
des nämliehen an den Papst (ebendaselbst 8. 415 ff). 

2* 



20 Nr. 5: 1B47 Juni 16. 

Heirat seiner Schwester. Befindet sieh in äusserster Oeldnot. 1547 
Juni 16 Halle, 

Aus Neapel Chr. Archivio Carte Famesiane fasc. 689 eigenh. Orig. 

Juni 14 L'altrohieri, che furno li 14., arrivö qui il Piacentino corrieri, 

spinto da monsignor li™® legato, che si trova in Norinberga per 6 
aspettare Tordine da Sua Maestä dove habbia a venire, et per ha- 
vermi mandata copia delle lebtere Bcritte aSuaSignoriaR"**'), accioche 
li negocii non si venissero troppo a differire, domandai Taudientia 

Juni 15 a Sua Maestä et hieri Thebbi gratissima et non giä con quel super- 

cilio et segno dlndignato, come e stato per lo addietro. et quanto 10 
al capo del concilio circa il negociato et praticato dal signor don 
Diego Sua Maestä monströ di esserne bene informata, et alli doi 
partiti proposti, cioe che li prelati di Trento vadano a Bologna et 
che si assicuri che la Germania si sottometta al concilio et li prin- 
cipi promettano di starc alli suoi decreti: Sua Maestä rispuse che 15 
essendo (|uesta cosa d*importanza et grave, che ci pensaria bene et 
parlaria con li suoi ministii et doppoi si risolveria; che perö io ne 
informasse monsignor d'Arras, come poi uscito da Sua Maestä feci 
con detto monsignor d'Arras et con il padre confessore, il quäle 
trovai ben disposto quanto al mandare li prelati a Bologna; ma 20 
quanto air altro capo dello assicurarsi dalla Germania al detto con- 
fessore lion pareva, perche dice ch'avanti si venga a questo fine et 
che la dieta sia raunata, lui vorria che nel concilio si fusse proce- 
duto alla maggior parte di quelle fusse necessario per la reduttione 
della religione, et che desideraria in questo si desse tutta la prescia 26 
et espedition possibile, parendoli che havendo Sua Maestä la sferza 
in mano et questi principi soggettati con promissione di stare al 
concilio quanto alla religione, che questo sarä bastante per tutto'l 
resto di Germania, massime che etiamdio nelle diete la potissima 
parte e quella delli elettori, li quali havemo tutti, perche lo elettor 80 
Mauritio promisse a Sua Maestä in Batisbona, come quella sa: lo 
elettor Brandeburgo dice che ha promesso adesso sotto Wittembei^a, 
et Palatino non poträ mancare; et li vescovi si hanno tutti per 



») D. t. Nr. 1. — Forll eru:ähnt am 15. Juni {l c. fol. 176»b) die Ankunft 
des Kuriers und fügt hinzu: il nuntio b stato a monsignor d'Aras et al con- 85 
fessore separatamente, nö s'intende che negotii si porti, se ben si fa iudicio 
che sieno in parte per el concilio et in parte per complemento del nuovo 
mariaggio della signora Vittoria [Famese, Enkelin des Papstes, mit dem kurz 
zuvor venoitweten Herzog Guidobaldo IL von Urbino aus dem Hause Roverejf del 
quäle si parla variamente. Vgl. dazu Nuntiaturberichte Bd. 9 8. 492 Anm. 3 40 
sowie hier witen zu Nn*. 55 und 69. 



Nr. 6: 1647 Juni 16. 21 

esser scacciato giä quello di Colonia'); di modo che detto confessore 
si riduce con la voluntä a far risolvere molto presto queste cose 
della religione. il che pero come possa essere, io non lo so certa- 
mente vedere per esser cosa tanto invecchiata et infistulita*), come 
5 qnella sa. il resto della negociatione io reservai alla presentia di 
monsignor B»™® legato, poiche dalla banda di don Diego di lä 
et da questa non e stato altro che trattamento et ragionamento 
senza fermezze alcuna. hora si starrä ad aspettare quello che questi 
ministri con Sua Mäestä ne risolvoranno'). 

10 Piacque a Sua Maestä che la bolla delli 400000'*) fusse in 

mano di monsignor legato, il quäle per dubio che la si perdisse 
per viaggio, la ritenne a se. Sua Maestä con un de^paccio che 
farä per Spägna, la mandarä a levare^). 

Li comunicai ancora il negocio dell' homo mandato dal frate 



] 5 a) deUl 400000 WMchgdragm. 

^) Der Hermann von Köln geainnungsverwandte Bischof von Münster, Franz 
von Waldeck, wurde durch ein Breve vom IL Juni 1547 an die Kurie berufen, um 
Rechenschaft von seinem Thun abzulegen, da der Papst gehört habe, daß er Dei 
timore et hujus sanctae sedis reverentia postpositis regnlas et dogmaia eccle- 

20 siastica apostolicasqtie traditiones necnon christianae religionis hactenus in 
ecclesia consuetos ritus et ceremonias tanquam heresis et schismatis ciiltor et 
propagator damnabili ausu geändert habe. Arch^ Vat. Arm. 41 vol. 39 Nr. 628 
Minuta. Übrigens bezeigte sich der Btschof unter dem Zwang der Sachlage wieder 
ganz katholisch: ». u. zu Nrr. 7 und 44. 

26 ') Infistolire, eigentlich = convertirsi in fistola. 

3) n confessore, schreit der Agent des Kardinals Madruzzo, Trajanus Marii, 
am 17. Juni aus Halle an seinen Herrn, con il quäle ho parlato hoggi a longho 
sopra il fatto del concilio, per ultima conclusione mi ha detto che egli tiene 
per fermissimo che i prelati, che sonno hora in Bologna, si reduranno di corto 

80 a Trento, e tanto piü ci6 crede quanto che gli viene data bonissima intentione 
di simir effetto da Famese per una sua dirizzatali di fresco in risposta di 
quanto egli gli ha scritto ai dl passati in materia deir andamenti della religione 
[gemeint ist ein Schreiben Fameses, das das Breve an Soto vom 30. Mai — 
8. 0. 8. 6 Anm. 1 — begleitete], che se non piglia il suo diritto sesto, mentre che 

86 viene aiutato dalla. bontä di Cesare, st& a rischio di andare tuttavia de male 
in peggio per cagione de chi va cerchando senza avedersene la propria ruina 
con U disturbo deUa miglior parte del mondo per andare dietro ogni giorno 
piü a certi puntiglii, che in fatto vagliano nulla e sono per apportarli de hora 
in hora danno e dishonore. questo dico, perch^ ho penetrato che il nuncio s'^ 

40 lasciato intendere ultimamente in alcune dimande che quadrano poco con il 
giusto e honesto e che non vanno molto all* animo de Sua Maesta, che vuole 
ad ogni modo senza altro patto o conventione che il concilio se finischi 
Tove s'^ incominciato con ogni convenevol' ordine, e che, chi s*^ partito de 
costi senza leggittima cagione, ve ritorni usw. Innsbruck, Statthalterei - Archiv 

Ab Hochstift Trient caps. 66 Nr. 66 eigenh. Orig. 
*) Vgl oben zu Nr. 1. 



22 Nr. 5: 1B47 Juni 16. 

vescovo di Varadino'), che ne hebbe piacere et risolse che per 
essere cosa spettante al re di BomaDi, selli farria intendere. imperö 
non moBtrava haver fede alcana alle parole del detto Varadino, 
perche dice haver soluto far sempre parole assai et fare niente, 
che tatto suole fare per sao trattamento. 6 

Hebbe Sua Maestä gratissimo il breve congratulatorio delia 
vittoria, et disse che ancorche Sua Santita non havesse voluto 
havere parte in essa, che ad ogni modo era comone per il beneficio 
publico, che era per seguime. io dissi che Soa Beatitudine Thavea 
sempre tenuta per commune, essendoli state sempre cosi le felicitä lo 
di Sua Maestk oltre al beneficio della religione, che ne tocca a Sua 
Santitä etiam particularmente. 

Le parlai della venuta di monsignor legato, a fine che non lo 
havesse per negligente. disse che si fermasse Ik in Norinbergo, 
finche Sua Maestä fusse risoluta di dove havesse a far capo, che 15 
me ne farria far avvisato. et con questo me licentiai da Sua 
Maestä. 

Juni 1? Delle cose de qui non ci e altro che la venuta di questo lant- 

gravio, che sarä qui forsi domane per appresentarsi alli piedi di 
Sua Maestä. et li da doi fortezzi, paga 80000 over 100000 scudi, 20 
et aicuni dicono 130000 fiorini, restituisce il duca di Branswich col 
figliolo et stato; restituisce alla casa di Nassao il contado di Catznel- 
poch, et le cose che sieno delle chiese restituisce a esse, et Sua 
Maestä li perdona la vita et che la pregione non sarä perpetua, 
quantunche dicano che non seguiterä Sua Maestä piü che fin 25 
alla dieta, et da per ostaggi doi figliuoli: sichö si questa si puö 
chiamar felice vittoria, lo lasse al prudente iudicio suo. 

Lo Star di Sua Maestä qui dipende dalla risolutione di questa 
venuta del lantgravio et di um poco di ragionamento, che Sua 
Maestä farä con questi principi et baroni di questa provincia, et 80 
Jtttit IT pcrö domane venirä lo elettor Brandeburgo. 

Qua si e inteso dal corriere la conclusione del matrimonio fatto 
fra la 111"** signora Vittoria et signor duca d'Urbino, di che me 
sono rallegrato come di cosa mia propria, et tutta questa corte ne 
resta satisfattissima secundo quelle che appare nello esteriore ... 85 

Juni 16 Da Hall di Sassonia el di 16 di giugno 1547. 

Qnanto al mio particulare io non posso si non humilissimamente 
rengratiare V. III™* S. del favore che ogni giomo ne ricevo; ma 
ben son forzato dirli che da Spagna non spero havere aiuto di questi 



5. 0. 8. 6 Anm- ^ (zu Nr. i). 40 



Nrr. 6-6: 1B47 Juni 16—18. 23 

fere mesi, et io mi trovo senza un quatrino et con vivere su li 
interessi et mendicandoli con non poco carico de patroni et mio. 
per awiso. 

6'. Verallo an Famese: Der Landgraf hat sich unter mitgeteilten 154? 

B Bedingungen unterworfen, ebenso freiwillig die Hansestädte. Der Kaiser «^«*»> 1^ 
ist sichÜich von Qott begnadet Die Böhmen aber weigern ^ich, den 
zur Erhaltung ihrer Vorrechte unter sich geschlossenen Bund zu 
lösen; Ferdinand unrd wider sie durch den Kaiser unterstützt Es 
ist noch unsicher, wann letzterer aufbrecJien und wohin er sich wenden 

10 wird. Sfondrato ist infolgedessen zu untätigem Abwarten gezwungen. 
1547 Juni 18 Haue. 

Aus Neapel Or. Ärchivio Carte Farnesiane fasc. 696 eigenh. Orig.j praes. 
L August [So!]. 

AUi 16 scrisßi Tarrivo del corriero Piacentino qui . . . questa Jum 16 

16 sark per non lasciar venir vacuo questo gentilhomo del signor don 
Francesco da Este (quäl manda per rincontrare il prencipe di Sa- 
lemo, che viene a questa corte*)), et per dir come hoggi e venuto 
lantgravio, condutto dalli doi elettori di Sassonia et Brandeburgo, et Juni 19 
domane si andrä a buttare a piedi di Sua Cesarea Maestä et doman- 

20 darli misericordia con conf ossäre Terrore et ribellion sua. Sua Cesarea 
Maestä li perdona la vita et in buona parte la libertä, et lui paga 
löOOOO fiorini fra quaranta giomi o poco piü; da a Sua Maestä 
delle qnattro foriezzi tre, quali par che voglia si disfortiscano et si 
ruinenOy li da Tartegliaria et munitione, quäle e in maggior quantitä 

26 che non e stata quella del pregione Sassonico. una fortezza resta, 
perche vi possan star la moglie con üglioli, impero havrä da iurare 
insieme con lui homaggio a Sua Cesarea Maestä. restituisce il duca 
di Brunsvich col figliuolo et stato suo^); restituisce quello che ha 
preso delle chiese et d'altri. et quanto al contado di Catznelpuoch, 

30 che fu della casa di Nassau, se rimette alla iustitia, che si veda 
si e obligate a restituirlo o non; la quäl iustitia havrä da esser 



1) Ferrante Sanaeverino, Fürst von Salenw, kam ah Abgeordneter des NeapoLi- 
ianischen Adds zum Kaiser, um sich über den Vizekönig Pedro de Toledo zu be- 
schweren: de Leva IV p. 843. Seine Ankunft erfolgte am 4. Juli: Ven. Depp. II 

85 S. 304. 

') Am 14. Juni aus Kassel erließ der Landgraf die Weisung an Herzog 
Heinrichj folgenden Tags mit verordneten Dienern nach Eschtcege und von dort mit 
dem hessischen Landvogt nach Salza zu reiten, wo der Herzog den Leuten 
Moritz übergeben werden solle, um zum Kaiser geleitet zu tcerden. Marburg St. A. 

40 Konzept Über Heinrichs Eintreffen in Halle am 18., eine Stunde später als 
Phäipp, s. Ifileib S. ^3L 



24 Nrr. 6—7: 1647 Juni 18—20. 

fatta o per Sua Maestä o per la dieta, come piu piacerä all' im- 
peratore. non so si ci saranno altri particalari, quali poi alla gior- 
nata si avvisaranno '). 

Alcune delle terre franche maritime hanno mandato a darsi a 
Sua Maestk, cioe Bremme, Hamburg, la quäle e per tre volte [piü] 5 
agusta et piü ricca, Lübeck, che e la principal di tutte, et non so 
che altre. la cittä di Magdeburg^) 8t4 dura, che non vuole ancora 
darsi; ma si spera che lei con le altre ostinate si lascieranno al 
fine govemare. gran cosa pare che ogni uno s*inchine a Sua Maestä: 
par voluntä de Dio, come e certo, perche senza farci opera alcuna 10 
selli vengano a dare. Dio benedetto faccia che sia a sua sancta 
gloria et exaltatione della religione! 

Li Bohemi ancora stanno ostinati in un pontiglio, che non vo- 
gliono desfare una liga^ che hanno facta nel principio della guerra 
Sassonica, che e di essere uniti contra tutti quelli che volessero 15 
venire contra li privilegii loro ; per il che il re di B/Omani non e vo- 
luto entrare in Praga, come venne avviso che entrava, si primo non 
hanno renunziato alla detta lega et desfattala: di modo che selli 
mandano de qui mille cavalli et 3000 fanti, et se bisognaranno, 
selli mandarä delli altri et al fine ci andrä Sua Maestk Cesarea in 20 
persona; ma si stima che non bisognarä, che come vedranno la 
cosa andar da vero, mutaranno oppenione. 

Tanto queste cose di Bohemia come questi trattati delle dette 
terre maritime fanno star irresoluta Sua Cesarea Maestä della sua 
partita de qui et per donde si sia per andare^), per il che bisognarä 25 
che monsignor B™^ legato tuttavia si soprattenga in Norinberga a 
riposarsi a bell' aggio, finche de qui selli mande l'ordine di dove 
habbia a venire. 
Juni 18 Da Hall di Sassonia el di 18 di giugno 1547. 

1547 7. Verallo an Famese: Schildert die Ergebung des Landgrafen 80 
Juni 20 von Hessen, der als Gefangener zurückgehalten wurde. Dänische Ge- 
sandte sowie Herzog Heinrich von Braunschweig und Sohn waren 
anwesend. Die Böhmen werden dem Kaiser vielleicht noch zu schaffen 
maclien* Idiaqusz ist aUem Anschein nach am Ufer der Elbe er- 

a) Texi Manafeld. 85 

Vgl' dM Aktenaiück bei Bommel, Philiifp der Großmütige, Ürkundenband 
S. 248 ff. Nr. 61; s. aw:h die in der Angelegenheit des Landgrafen getcechaelten 
Briefe bei Lanz II Nr. 589 ff.; BuchoUz IX 8. 426 ff.; sowie die angeführten 
Darstellungen von Ißleib und Turba. 

^) Vgl Karls Schreiben an den römischen König v. 17. Juni, v. Druffely 40 
Briefe und Akten I Nr. 102 (S. 59 f) 



Nr. 7: 1647 Juni 20. 26 

mordet toordetu Der Kaiser rechtfertigte den Kurfürsten von Branden- 
burg und Sachsen gegenüber die Zurückbehaltung des Landgrafen. 
Aufbruch nach JEger soll bevorstehen. Eine englisch-framösische Liga 
soll geschlossen und der Papst iviäens sein, beizutreten. 1547 Juni 20 
6 Halle. 

Aus Neapel Gr. Archivio Carte Farnesiane fasc. 696 eigenh. Original 

Scrissi Taltrohieri quanto ci era; per questa saprä, come hieri jJ*^ 
in audientia publica, che ci era tutto'l mondo, fu ricevuto da Sua 
Cesarea Maestä lantgravio, quäle condusse lo elettor Brandeburgo 

10 et il duca Mauritio in mezzo fra loro pur troppo honorato et al 
tempo Stande, Sua Maestä assentado sopra una seggia. il detto 
lantgravio s'inginocchiö davanti Sua Maestä et confessö tutti gli 
eirori suoi, supplicandola di misericordia, confidandosi nella summa 
clemenzia di Sua Maestä. Timperatore respuse, come era stato molto 

16 indignato contra di lui per la rebellione et mali portamenti suoi; 
ma che venendoli a domandar perdono, per la sua innata clemenzia 
li condonava la vita et il perpetuo carcere, perdonava ancora alli 
suoi vassalli, con questo che dovesse osservare la capitulatione fatta, 
del che non dubitava. et fatto Tatto sopradetto fu menato a cena 

20 con il duca d'Alva, appresso del quäle nel castello restaria pregione, 
et fu dato in guardia a don Gioan de Qhevara'), capitano della 
fantaria Spagnuola. fu da considerare che faceodosi il su detto atto 
et che si rispondeva da parte di Sua Maestä per uno interprete 
suo co'signori''), lantgravio rideva col marchese di Brandeburgo. et 

26 veduto questo monsignor d'Arras si accostö all' orecchio del mar- 
chese et doppoi non fu visto piü ridere. parve a tutti li circum- 
stanti, che lo viddero, molto male et che queir atto fusse da burla« 
Ho havuta una copia delli capitoli, che sarä qui alligata. io 
mi persuado che o non sia tutta la capitolazione integra overo ci 

80 sia altra capitolazione di questa; impero altra non se ne vede*). 

a) So? 

M Juan de O^ievarra; vgl. Vandenesse l c pag. 34? Anm. 

^ Non crederei, schreibt Farll am 20., nachdem er Phüipps Demütigung und 
Gefangennahme bericfUet, potere exprimere el contento che n*ha preso Sua 
85 Maestä, laquale ugniano confessa non havere visto mai piü tanto allegra ne 
di 81 buona voglia, che godendosi poi con e suoi cavalieri et col povero 
veccbio del duca Brunsvich . . . si scorgeva in lei quel iubilo et piacere che 
suoi pig^iare chi cupido di gloria, con la virta sua, non per fortuna superato 
el nemico esce vittoriosamente della pugna. et per complirle Talegrezza 
40 vennero il dl medesimo ambasciadori di Chumburgh fso! = Hamburg], Lune- 
bnrgh et Lubech, terre franche marittime et delle principali, maxime di ricchezza, 
et dopo questi uno mandato del vescovo di Monasterio in Wespalia, principe 
potente et che riduce el rito Komano nella provincia sua, chiamando nuovi 



28 Nr. 7: 1647 Juni 20. 

Vennero ancora, quando entro landgravio, li ambasciatori del 
re di Dinamarca, et con landgravio vennero li duchi di Branswich 
padre et figliolo, restitoiti a Sua Cesarea Maestä. si attenderä al 
resto et non serria gran fatto che questi Bohemi traditori ci fa- 
cessino andar in Bohemia, si talhor sentendo approssimar Sua 5 
Maestä verso Egra (che credo fark quella strada) non si pentissero 
dello error loro. 

Sono parecchi giomi che'l secr^tano Idiaquez parti da Norin- 
Juni ? bergo per la posta per venire aSiia Maestk, et fu alli 7. di questo; 

et per non essere anivato ancora, si tien per certo che sia stato 10 
ammazzato da villani passato Torga vicino qui 13. leghe, perche si 
dk per segnale che erano cinque cavalli che haveano fatto mettere 
in ordine d'andare per la posta; ma vedendo la commoditä deir 
acqua si misero in barca per TAlbis per venire piü sicuri. et in 
mezzo del viaggio o poco lontano apparve alla riva un cavallo, che 15 
li chiamo, et li barcaroli andorno, et snbbito che furno a riva, selli 
scopersero cinquanta archibusieri, che li ammazzorno et buttomo 
nel fiume et liberomo U barcaroli, che per lor via poi si e inteso. Sua 
Maestä. ha mandato a far ogni diligentia che si peschino et si 
ritrove questa cosa; ma'l pover homo se ne 6 morto (requiescat in 20 
pace), dando molti segnali della persona sua et della compagnia, 



preti de FiäDdra, contra*! quäle era fama che Cesare avanti el recesso di qua 
per la dieta fasse per muovere Tarme. et ancora h chi dice che sono altri in 
Camino per tal' effetto, ti«u7. l. c. fol. 176b— 177b. — ^^ die Ergebung des 
Landgrafen berichten auch Claudio Ariosio am 20. und Faletii am 21. (Orr. in 26 
Modena, eraierea stark verloscht, letzteres unvollständig) und Ottaviano Yivaldino 
am 20. (Orig» in Mantua^ Arch. Oonzaga). Die Verhaftung und die nächst- 
folgenden Vorgänge schildert der letztgenannte folgendermaßen: cenato ch'hehbero 
allegramente, pensandosi partire il duca d'Alva disse alli altri signori che pote- 
vano andare quando li piaceva; pero che'l langrayio restava pregione del 80 
imperatore: laqual cosa fece convertire l'alegrezza della cena in sdegni et 
sforzo li dui signori ellettori a far gravissime querele con monsignor d*Arras 
che era presente. il quäl rispose che nella capitulatione Sua Maestä li fa gratia 
della vita et del stato ; per6 non si le va la liberta di tenerlo pregione, et sopra 
di questo pasomo di molte parole et pratiche. finalmente li fu necessario 86 
haver pacientia. il duca Mauritio ne rest6 con grandissimo sdegno et paura 
che non lo facesse morir, et volse restar in castello in compagnia del detto 
langravio. l'oppinion universale h che l'imperatore non habbia animo di farli 
niente, per6 che sia per tenerlo pregione, finch&l habbia adempite le conditioni 
della capitulatione, et con questo son stati aquietati li detti ellettori: pero la 40 
guardia k mlssa cosl a lui in castello come al duca di Saxonia, et doppo che'l 
intr6 sabbato passato in la terra fin al punto di heri il Madruccio da Tuna 
porta con li Ellemanni et li Spagnuoli da Taltra facevano destramente la 
guardia, che'l non ne uscisse. Vgl noch meine Publikation der Ghkmppenberg* 
briefe o. a. 0. S. 184, sowie loeiter zu Nr. 8. 45 



Nr. 7: 1547 Juni 20. 27 

che fa credere che sia lui: cosa che e dispiaciuto infinitamente a 

tatta questa corte. 

Da Hall di Sassonia el dl 20 di giugno 1Ö47. Juni 20 

Quando lantgravio si e trovato pregione da vero et che'l mar* 
B chese elettore di Brandeburgo et il duca Mauritio lo hanno visto, 

81 sono doluti con SuaMaestä, dicendoli che non haveano intesi li 

capitoli, ma che pensavano che non havesse a rimaner pregione. 

Sna Maestä li respuse che si ben li ha perdonato la vita et il car- 

cere perpetao, non perö li ha perdonato il carcere, ma rimettendosi 
10 a gratia et disgratia lo ha potuto fare, di modo che sono restati 

mezzo affrontali. che tatto sia per avviso, con dir ancora che doi 

giomi partirä Sua Maestä la volta di Egra per dar terrore a 

Bohemi et bisognando soccorso al re di Komani. 

Qui e aviso da Francia che si e firmata una lega fra Sua 
16 Maestä Christ"* et il re d'Inghil terra per conservatione delli loro 

stati, et che si teneva chel simile si farria dal K™® legato') per 

nome di Sua Santitä, il che meglio saperä lei di lä. 



Qtgtn die Böhmen war bereits^ tcie der Bischof wm Forti am 20. schreibt, 
Herzog August van Sachsen mit 1000 Pferden und 8 bis 10 Fähnlein Deutscher 

20 entsandt worden und die Äussendung Marignanos stand bevor, la corte, heißt es 
ebendartf s'andriL trattenendo per queste bände, finch^ si vegga dove parino le 
cose, et in questo mezzo comporranno le terre marittime. l c. fol. 178*^. Die 
Oratoren der Böhmen (vgl Bd^ IX S. 553; 539) befanden sich^ wie in der näm- 
lidien Depesche bemerkt wird, noch am Hofe. 

26 *) D. i. der Legat in Frankreich Capodiferro. — Von dem am Hoflager des 

Kaisers befindlithen aufierordenÜichen französischen Ötsandten Änddot (s. o. Nr. 2) 
berichtet ForU am 14.: Von seiner Abreise sei noch keine Bede; er verhandle eifrig 
mit Arras und man sage, König Heinrich suche aufrichtig Anschluß an den 
Kaiser {vgl. weiter unten Nr. 19). Auch die Savoyische Frage hoffe man aus der 

90 Welt schaffen zu können {wie denn Franz I. auf dem Totenbette gestanden haben 
solle, daß der Besitz von Savoyen sein Gewissen belaste)] der Herzog von Savoyen 
habe darum auch eine feierliche Gesandtschaft nach Frankreich geschickt. Sodann 
der nämliche Berichterstatter am 20.: Andelot kehre morgen zurück, molto cha- 
rezzato. Auch der Prinz von Piemont habe auf Weisung seines Vaters an König 

86 Heinrich geschrieben per la redintegratione de! stato di suo padre. Andelot soll 
geäußert hfüten, chel re stä ben disposto sempre che si possi assicurare del 
dnca di Savoia, il che si potria far facilmente et con buona gratia di Gesare. 
Das klinge, meint der Bischof, sehr günstig; andererseits höre er freilich, König 
Heinrich nehme 10000 Schweizer und 7000 Lanzknechte an. {l c fol. 178b— 176^, 

40 176l>— 177b.) Am 22. reiste Andelot in der Tat ab, vom Kaiser mit 1000 Du- 
katen beschenkt: Forll 22. Juni, Aus Paris berichteten am 26. Jum Capodi ferro 
und der Nuntius Dandino in einer gemeinschaftlichen Depesche, man wundere sich, 
daß Anddot noch nicht zurück sei; intanto non restano di seguitar tuttavia a far 
le provisioni che giudicano opportune per la custodia del regno in ogni caso. 

46 Neapel fasc. 714 Orig. — Daß der Papst dem englisch^französischen Bündnis beitreten 
wolle, berichtet auch Forll am 22. Juni; s. auch unten Nr. 9. 



28 Nr. 8: 1647 Juni 24. 

1547 8. Veralh an Farnese: Kaiser ist nadi Eger unterwegs y wird 
Juni Jüd dann nach Oberdeutschland ziehen und in Bamberg mit Sfandrato 
und Herzog Ottavio zusammentreffen. Der Landgraf befindet sich in 
Oefangensdhaft; die Kurfürsten sind tief verletzt abgereist Zu 
Philipps üngebärdigkeit steht die Gelassenheit Johann Friedrichs in 6 
Gegensatz. Idiaquez ist in der Tat mit anderen ermordet; weitere 
Mordtaten werden gemeldet. Julius Pflug wird hier in die Temporalien 
des Bistums eingesetzt werden; auf Herstellung des Bistums Hildes- 
heim besteht keine Aufsicht Die Angelegenheit von Siena ruhte 
bisher. Nikolaus 8ick kam aus Mailand an: dort soll man mit Pier- lo 
luigi äußerst gespannt sein. Schreibt über den Stand der Koad- 
jutoratsfrage in Magdeburg. 1547 Juni 24 Naumburg. 

Aus Neapel Gr. Archivxo Carte Farnesiane fasc. 696 eigenh. Orig. 

Juni 23 Hieri si partite Sua Maestä da Hall di Sassonia '), et perche 

Bohemi persistevano ancora sopra le loro inobedientie di non voler 16 
renuntiare a quella lega fafcta per la conservatione delU loro privi- 
legii, essendosi massime posta la Maestä del re di Bomani sul osti- 
nato di volerla desfare al fine con la forza et vincere la pugna: 
Sua Cesarea Maestä ha lasciato il viaggio di Franckfordia, come era 
delliberato di fare, et preso la volta di Egra, donde poi, si sarä 20 
necessario che quelli populi non si riducano, mandark il marchese 
di Marignano con li suoi soldati et bisognando andrä ancora Sua 
Cesarea Maestä con il resto dello essercito. et non bisognando 
Sua Maestä se ne andrä da Egra a Bamberga et di lä senza toccare 
di Norinbergo^) pigliarä la piü dritta a Ulma, che sarä da Nerlinga. 26 
vuole essere in 12 di al piü a Bamberga n6 credo farä altra fermata 
che per tre giomi in Banberga, di modo che viene molto a propo- 
sito per monsignor ]i™° legato, il quäle havrä fuggito il pericolo 
delle strade et riposatosi un buon pezzo, tenendo compagnia al 
duca nostro, che si era fermato li per dieci giorni. 80 

Lantgravio d^Hassia se ne viene patriarcaliter in pregione, 
accompagnato da 500 archibusieri et la cavallaria di Napoli et del 
principe di Sulmone. non han potuto far tanto questi doi elettori 
Mauritio et Brandeburgo che Sua Maestä lo habbia voluto conce- 
dere che sotto la promessa et fede loro fusse lasciato venir libero 85 
con Sua Maestä, et pero hoggi qui si sono licentiati da Sua Cesarea 

') Nach Vandenesse l. c p. 347 kam der Kaiser am 23, bis Laudistädt^ am 
24. bis Naumburg. — - Wie der Bischof von Farli am 28. Juni (l. c. fol. 178b— 179b; 
vermerkt, zahlte Haue dem Kaiser 15000 Dukaten. 

*) Dafi Nürnberg aus Rücksicht auf die den beiden Gefangenen günstige 40 
Stimmung der Einwohner umgangen umrde, notiert Mocenigo'. Venet. Depp. II 
S. 202. 



Nr. 8: 1B47 Juni 24. 29 

Maestä et domattina se ne vanno la volta delle case loro. dicano che sono Juni JS5 
restati ingannati, perche Sua Maestä li havea promesso di perdo- 
narli la vita et lo careere perpetuo, che pensavano di esser liberi 
totalmente dal careere; et Sua Maestä dice che non lo ha liberato 

B dal careere, ma dal careere perpetuo et che pero stä in 
arbitrio suo del tempo che lo vuol teuere in careere; et chiaritili 
che, si credesse di perdere tutti li suoi regni, non 6 per liberarlo 
altramente adesso^). 

Lantgravio Taltrohieri, quando si hebbe a partire il duca Juni 22 

10 d'Alva, che va per vanguardia doi leghe avanti a Sua Maestä, 
fece umpoco di resistentia, che non voleva andare; ma poi chiaritosi 
che si non andava, si farria portare, sella tolse in patienzia. selli 
apparecchio dalli suoi un bei cavallo con il suo archibugio alla 
tedesca, ma non li fu concesso si non un cavalluccio piccolo, che 

16 ha un foco d'andare ben poco, che quando selli da di sperone, non 
si move piü cheU cavallo di Costantino a Campidoglio*): siehe, patron 
mio, queste sono le conditioni con che si conduce questo va- 
lenthuomo, il quäle non ha tanto quanto meriterebbe per li suoi 
delitti. el duca di Sassonia carcerato stä allegrissimo che lant- 

20 ^) Francesco d'Este vertritt in einem Briefe an den Herzog von Ferrara vom 

[27.] Juni die Ansicht, der Kaiser habe anfangs geplant, den Tjandgrafen nur 
einige Tage gefangen zu halten; ma che l'instanza c'hanno fatta li elettori 
Brandenburg e Mauritio, habbi trappassato'l segno und es sei zu besorgen, daß 
die Haft längere Zeit dauern werde: Modena, Dispacci di Germania, stark ver- 

25 modertes Original» Andererseits bemerkt ForÜ schon am 22,: la captiira di lant- 
gravio hormai non sarä per cerimonia; darüber freüich^ was der Kaiser eigentlich 
beabsichtige, gingen die Ansichten auseinander: alcuni pensano con questa inopinata 
retentione non vorrä exasperare et perdersi lantgravio, dovendo per ogni 
modo col tempo rilassarlo, nö anco porgere gelosia del castigo alle terre franche 

30 et a molti che, confidati nella dementia sua, se le sarebbano messi a i piedi, 
n^ lasciare l'elettore et Mauritio con questa mala satisfatione. nondimeno altri 
forse non meno savi giudicano, che il liberarlo sia pericoloso, sendo egli per 
natura infidele et superbo, et che'l risentimento di Sua Maestä contro di lui 
sia anzi che non per giovarle appresso a molti c*hanno in odio costui, parendo 

35 loro che fnsse divenuto insolente et di troppa autoritä; et a Mauritio resti da 
pensare sempre che per lantgravio, maxime iniustamente, o per albra cagione 
s'alienasse da Oesare, il quäle col mezzo di Gian Federico, che forse non desi- 
dera altro, Tabbasserebbe di sorte, che non potrebbe nuocerle in Germania, 
dove per ragione ha bisogno d'appoggio et del favore della Maestä Sua et del 

40 re de Romani, trovandosi in mala gratia de popoli. l'elettore h di facile natura 
et di buona mente, et vive con speranza d'ottenere gratie et grosse en träte 
per li figli; le terre franche non possano ingambare havendo, con lo exemplo 
di Svevia et di Wertimbergh, potuto conoscere chiaramente quanto Cesare sia 
osservante della parola sua et della fede. 

45 ^) Vidmehr, wie bekannt, Marc' Aurei, dessen Statue man lange für die Kon- 

stantins hielt; diesem Umstand verdcmkt sie wahrscheinlich ihre ErJudtung. 



30 Nr. 8: 1647 Joni 24. 

gravio sia trattato di questa sorte, et sicome lui si comporta alle- 
gramelDte la pregione, cosi lantgravio sella rode, che non magna 
nö dorme, che li sappia buono^). io per me mi persuado che Sua 
Maestk poi alla dieta ne farä forsi la gratia di tutti doi alli stati 
del imperio; xna si sarä savio, non ne fark altro*). ^ 

Fu pur vera la morte del povero Idiaquez, che fu ammazzato 
nel Albis presso a Torga da ladroni villani, et insieme con lui fu 
il mastro delle poste di Norinbergo, sotto confidentia del quäle si 
mise a venire, che non voleva venir senza scorta, et tre suoi servi- 
tori. Sua Maestä lo mando a pescare et condurre in Hall, dove li ^^ 
fii fatto un honorato funerale, che vi fu tutta la corte indifferente- 
mente. fumo doppoi ammazzati 14 Italiani, che se ne ivano la 
volta d'Italia, et pero fece bene monsignor legato a fermarsi, per- 
ch& non li serriano bastati cinquanta cavalli, tanto vanno in grosso 
li villani. 15 

Questa terra e quella del vescovato di Julio Pflück, et penso 
che avanti parta Sua Maestä, nello infeudarä delli dritti dell' imperio 
quanto al temporale'), cosi piacesse a Dio che trovasse favore et 
iustitia il povero vescovo de Hildesema, al quäle e negato di resti- 
tuir la sua chiesa alli castelli et ville occupate per il duca di 20 
Branswichy non obstante che ne habbia mostrato le lettere exequu- 
toriali et sententia di Nostro Signore, la quäle ha detto uno di 
questi consiglieri che Timperatore non prezza un pelo, di modo che 
il povero vescovo catholico et da bene perde la speranza di essere 
restituito alla chiesia sua. se di Ik selli puö dare qualche favore, io 25 
nella supplico. 

La impresa di Siena^) par che si sia umpoco raffreddata, si 



1) Egli stk, ichreibt Forll am 22., d'una malissima vogiia senza quietare 
punto, al quäle ogni minimo strepito o moto che si facci in castello, da 
molto maggiore spuvento et timore che non dettero a Sua Maestä le cannonate 80 
di quello ad Inghelstat, come quel che conosce la conscientia mal purgata. 

') Wie ForW am 28. Juni berichtet begegnete Moritz hurt ehe er das Hof- 
lager verließ, zufällig dem alten Kurfürsten: et datasi la mano si salutarono con 
pochissime parole in cerimonia, non gi& che procedessino dalle viscere del 
cuore. lantgravio similmente et egli nel caminare 8*abboccorono insieme 85 
[d. t. Philipp mit Johann Friedrich] j ma rintronicamente et breve, non v 'essende 
tra loro punto d*aroore. nondimeno s'andassino in Spagna, come h fama nella 
corte» harebbono tempo di pacificarsi. 

S) Posammo il di seguente [24. Juni] a Neuburgh, assai buona cittä, nella 
quäle [Cesare] resUtui Julio Fluch vescovo, scacciato di Gianfederico, persona 40 
veramente literatissima et catholica, et anco di quel luogo hebbe 7000 scudi. 
Forlh 28. Juni. 

*) Vgl. Reumont, Qesdi. v Toskana I S. 150; 155 ff. De Leva IV p. 2^3 
sq ; 397 sq.; s. auch unten Nr. 13. 



Nr. 8: 1647 Juni 24. 31 

perchö il duca di Firenze, al quäle Sua Maestä dava la impresa, 
vole essere assicurato delle spese che farä, di donde et in che 
modo se ne habbia a rimborzare, — come ancora per questi tumulti 
Bohemici per non mettere tanta carne a fuoco; pur tuttavia hora 
6 mi vien detto che e venuto il capitano Niocolo Secco da Milano, 
che dovrä forsi portame qualche cosa di piü. 

Da Milano ^) sono State scritte lottere qui alla corte, come quel 
senato ha deelarato il signor duca nostro per ribelle, per non haver 
restituito Bomagnese et li doi castelli delli Flischi^). io non credo 
10 che sia il vero; ma perchö le lettere son vere, mi persuado sia 
fatto con qualche arte, serva per avviso di quel che si ha et 
fa da queste bände. 

Lantgravio di Leichtstan, cognato dello archiepiscopo di 
Magdeburgo Joan Alberto di Brandeburgo (che V. 111™* S. conosce)'), 

15 mi ha pregato che avvisi la che non si faccia niente per la con- 
firmatione del figliolo del marchese elettore di Brandeburgo, postu- 
lato dal capitulo sotto che habbia renunziato le sue ragioni al duca 
di Sassonia, perche lo face sforzatamente et con paura della vita. 
et mi ha date le alligate scritture che mando. postulatio vivente 

20 episcopo non so che si vaglia, et meno la coadiutoria senza suo 
consenso; perchfe quel vescovo merita favore, la supplico ad aiutarlo. 

Da Nunburgo el di 24 di giugno 1547. Juni 24 



Wie Forli a. a. 0. herickUU beabnchtigte der Kaiser von den in diesem 
Fehlzuge erbeuteten sechshundert Kanonen (pezzi d'artiglieria da carro) fünfzig 
25 pezzi grossi nach Mailand per sicurezza ()i quello stato abzugeben. 

3) Nach NiMtiatwberichie Bd. 9 8. 502 haue der Kaiser im März 1547 
Pieriuigi befehlen lassen, Romagnese herauszugeben (vgl. dfendas. S. 317^ th Pier- 
luigi tosr dem Befehl aber nicht nachgekommen, tcas dem kaiserlichen Statthalter 
in Maüandi FeiTante Oonzaga, dann umsomehr Anlaß gab, an dem Sturze des 

90 Famese zu arbeiten. Vgl Äffö Vita di Pieriuigi Famese (nach den Akten Oonzagas 
in der Biblioteca Palatina in Parma); s. auch de Leva vol. IV pag. 360 sqq. 
Aus Born berichtet der ferraresische Gesandte Bonifazio Ruggieri am 2. Juli: 
Delia imputazione che venga data dalle cose di Genova [Verschwörung des 
FiescOf vgl Bd. 9 Register s. v. Genua] al duca di Piacenza, non ne ho inteso 

85 altro da Thora in qua; ma il secretario del nuntio di Franza venendo in qua 
dice havere inteso nel passare per il Piemonte et poi in Piacenza, come queate 
monitioni, che manda Timperatore in Italia, sono per fare la impresa di Parma 
et di Piacenza. Modena ArcJi. di Stato Borna, Orig. Vgl auch unten Nr. 19, 
wonach der Kaiser zwei seiner Obersten nach Italien gesandt hatte, um Gonzaga zu 

40 unterstützen. 

') Georg Landgraf von Leuchtenberg war seit 1526 vermählt mit Barbara, 
Tochter Mf Friedrichs, des Alten von Ansbach und Ktdmbach und Sth^vester der 
Markgrafen Kasimir, Georg, Albrecht (von Preußen) und Johann Albrecht; im 
Alter stand sie dem letzteren zunächst. 



32 Nr. 9: 1647 Juni 28. 

1547 9. Verallo an Farnese: Kaiser sieht direkt nach Bamberg, Marignnno 
Juni 28 nach Böhmen. In Bamberg wird Karl den Legaten treffen; erster er 
scheint in besserer Stimmung gegen den Papst zu sein. Angeblich 
eoci^tiert eine antikaiserliche Liga emschen Papst, Frankreich und 
Venedig neben einer englisch- französischen Liga, Die Absicht des 6 
Kaisers ist, auf dem Reichstag dem einen Bund der Reichsglieder 
entgegenzusetzen. Die Reichstagseröffnung wird sich aber tvohl bis 
tief in den Herbst verzögern. Die beiden fürstlichen Gefangenen 
werden vielleicht nadi Spanien gesandt toerden. 1547 Juni 88 
Gheventhal. to 

Aus Neapel Grande Arehimo Carte Farnesiane fasc. 696 Original 

L'ultime mie fumo da Nunburgo, et doppoi') per strada'j si 
risolse Sua Maestä di non andare altramente ad Egra, ma per la 

Juni 27 dritta a Banberga; et hieri mando il signor marchese di 

Marignano col siio colonello in Bohemia. Sua Maestk si 16 
fermark in Banberga tanto che si possa intendere a che termine 
stiano quelle cose, perche quando talhor bisognasse, vi andaria in 
persona, che Dio no'l voglia! 

Juni 26 L'altrohieri Sua Maestä mi fece intendere (per la instantia ch'io 

gliene haveva fatto d'intendere dove li piaceva che venisse mon- 20 
signor K™*' legato): che Sua Maestä doveva essere in Banberga, 
che si trovasse lä; et con questo li respacciai uno indietro, il quäle 
(per quanto mi scrivea lui di fare) lo trovaria in Bamberga, dove 
alla piu lunga Sua Maestä si trovarä sabbato proximo, che saran li 
Juli -2 2 di luglio, che poträ Sua Signoria R°*» dar principio alla sua 26 
legatione. 

*) Am 25. entsandte, me Forll am 28. betichiet, der Kaiser eine Abteüunq von 
150 Reitern nach Hessen, um die Festungen niederzulegen und die Oeschütze des Land- 
grafen in Empfang zu nehmen* et perchö il tristo [ Philipp J teme che con Tinosser- 
vantia di qualche articulo non s*alterasse la capitulatione, anzi divenisse nulla 80 
et cosi di secco in secco ci perdesse la vita per iustitia, ha scritto alla donna 
et ai figlioli, che per niente lassino di buttar le fortezze a terra et d*adempire 
le promesse, et quando manchi loro homini da farlo, chiamino el diavolo in 
soccorso: inditio della sua fantasia trista et del mal purgato animo! pur 
bisognava se ne fusse accorto prima, che hora non 6 in tempo. tutto 6 iudicio 86 
di Dio, il quäle per dargli maggior botto, come a rebelle, ha lasciato innalzarlo 
sin* al cielo. et certo riguardando l'alterigia sua, le grandezze passate e*l fasto 
c*ha tenuto in Germania tanto tempo, non debbano valer un de tormenti che 
sente di presente nel calpestar captivo et pusillanime quei luoghi aiquali 
Buperbamente come absolute principe duoi di fa comandava senza controversia. 40 
condurrasse in questo modo triumphante alla dieta in Ulm, dove saremo fra 
venti giomi. 

*) Der Kaiser marschierte Über Kahla und Salfeld in der Richtung auf 
Kcburg: Vandetieshe p. 348, 



Nrr. 9—10: 1647 Juni 28— Juli 7. 33 

Le cose de qui, a quel ch'io ne potei iudicare per Faudientia 

grata ch'hebbi da Sua Maestä '), et per quanto ne dice il padre con- 

fessore et k voce di molti buoni qui, si comminciano un poco ad 

addolcire; al negociare di monsignor ß™° legato ne scopriremo 

5 buona parte. 

E stato scritto qui in corte che si praticava et teneva per fatta 
una lega fra Sua Santitä, il re di Francia et Yenetiani, per la de- 
fensione delle cose de Italia, et non si resta di murmurare, massime 
chel medessimo si scrive essere fatto fra il Christ™^ et il re 

10 d'Inghilterra o dalli suoi govemadori. meco non se ne e parlato 
da persona di momento, perö alli altri, perch^ dicevano che la 
fasse lega contra Timperatore. Tho sempre negato, affirmando che 
Sua Santitä non uscirebbe mai della solita neutralitä sua, oltre che 
contra di Sua Maestä non habbia occasione si non di farli delli 

15 piaceri soliti, che sempre ha fatti. io credo ben che quella fral 
Christ™^ et Inghilterra darrä forsi che pensare a Sua Maestä Cesarea, 
et Dio voglia che nella dieta vadino le cose come deveriano, per- 
che mi persuado che delle prime cose si trattarä una lega imperiale 
per la defensione di Germania et manutentione della iustitia; che 

20 poträ essere che ci vogliano comprehendere altro che contrapese a 
quella di Francia. pure starremo a veder. non credo che sia per 
darsi principio alla dieta prima di ottobre over novembre, onde con Okt. 
piü commoditä se ne poträ penetrare el tutto. ^^^' 

De qui per adesso non ci 6 altro da scriver degno di V. S. ci 
2b menamo questi doi antesignani della setta lutherana come tropheo 
per Sassonia et Turingia in Germania, et 6 comune opinione che 
Sua Maestä li mandarä a godder la Spagna per qualch* anno^). 

Da Greventhal in Turingia el di 28 di giugno 1547. Juni 28 



10. KardinaUegat Francesco Sfondraio an Farneso: Oing dem ^547 
80 Kaiser nach Bamberg entgegen. Wurde von dem Bischof von Ärras •^'*^' ^ 
und Figueroa besucht Verhandelte mit dem Beicfitvater Soto. Hatte 
Audienz beim Kaiser, der ihn zunächst freundlich empfing, aber ab- 
lehnte, sich in England einzumischen. In der KonziUsache besteht 



*) Am$ einer Notiz Mocenigoa (Venet. Depp. II 8. 298=^297 Anm. 5) »gibt 
85 sichf daß in der Audiem auch von der englischen Angelegenheit die Rede ivar. 

^) Forü, 28. Jtmi, erzählt: io itinere trovammo el primogenito e'l secondo 
Hgliolo di Gianfederico, i quali havendo visitato el padre baciarono le mani a 
Cesare et fumo molto charezati con dar loro qualche speranza, se si porteranno 
fidelmente et riconosceranno e benefitii ricevuti. 

Nnntiaturberlckte, erste Abteilung, Bd. X. 8 



34 Nr. 10: 1B47 Juli 7. 

Karl auf Rückkehr des Konzils nach Trient Der Ausgang der 
Unterredung war unerfreulich. 1547 Juli 7 [Nürnberg]^). 

Aus Trient Biblioteca civica. cod. 111 (Mazzoleni 4264) pag. 1—8, spätere 
Abschrift {Textüberlieferung nicht immer ztoeifehtfrei). 

Doppoi ch'io Bcrissi a V. S. 111"* per il secretario del duca B 
Ottavio^), intendendo che pur Sua Maestä s^indirizzava in qnesta 
parte, io mi disposi, ancorche mi fosse consegliato altrimente, 
d*andare a Bamberga^) ad aspettarla, dove io fui ricevuto da 
quel signor vescovo di Bamberga con molta dimostrazione e poco 
manco solennitii di quella che ha fatta all' imperatore. la cui Maestk 10 

Juli 3 entro la matina il teitio giomo. et io in quel tempo, per ritro- 
varmi prima arrivato, ivi restai in casa, non parendomi conveniente 
per diversi rispetti fare altrimenti. doppoi il desinare venne mon- 
signore d'Aras et il regente Figueroa a visitarmi in nome di Sua 
Maestä con far le belle parole; et insieme mi dissero, se io voleva 15 
che riferissero altro di quella. io poi fatto Topportuno ringrazia- 
niento li risposi che quanto alla causa principale dell' andata mia, 
giä era nota a Sua Maestä. e che quanto ad altri capi sapevo che 
monsignore il nuutio havea communicato con essa ciö che era staio 
trattato tra V. S. Ill"* et il signor don Diego e specialmente circa 20 
le cose del concilio, delle quali parleria con Sua Maestk per pigliarne 
qualche risoluziono. et oltre di ciö parendomi che molte cose passate 
fossero State intose altrimente di quelle che era il vero, per esser io 
intervenuto in alcune ed haveme certa notitia, io mi offeriva dirle 
sinceramente quelle di che Sua Maestä haveva dubbio, e che quanto 25 
air audientia desideiava haverla quanto prima li fusse commodo. 

Juli 4 La mattia seguente venne da me il padre confessore, con il 

quäle opportunamente, lassando gl'altri propositi che manco impor- 
tano, eutrai nel raggionamento del concilio, nel quäle finalmonte 
io scopersi una oppinione che prima mi fece maravigliare, cioe che 80 
credeva che Sua Maestä nella dieta futura non havesse da proponere 
Io cose della religione, conoscendo il rumore che ne poteva nascere; 
ma che essende contenti Telettori et molti altri principi da rimettersi 
al concilio giä posto in Trento (del che il duca Mauritio et il 
marchese di Brandeburgo hanno fatta promessa per sua poliza), che 85 

a) cod, Bologna. 

*) Diese uml die nächste Depesche sind benutzt — auf Qrund der gleichen 
Vorlage — bei v. Dru/fel, Die Sendung des Kardinals Sfondrato an den Hof 
Karls V. 1547—1548. Erster [einziger] Teil (in Abhh. der histor. Klasse der 
Bayer. Ak. d. W. XXj 2. 291 ff.; 1892) 8. 826 ff. 40 

*) Depeschen von dieser Legation Sfondratos vor der Begegnung mit dem 
Kaiser haben sich nicht erhalten. 



I?r. 10: 1647 Juli 1 35 

non VI Sana poi molta difficoltä di costringere Taltri, e special- 
mente le ten-e franche, ad 08servai*e li decreti del concilio. e perö 
era ispediente che si riducesse quanto piü tosto in Trento e che si 
attendesse prima ad espedire li dogmi, atteso che Sua Maestä 

5 non haveria modo di mantener le forze in G-ermania per longo 
tempo doppoi. e benchä questa oppi;Dione con effetto convenisse 
con quelle che poi mi ragiono Sua Maestä, e che il detto padre 
me la proponesse con tuttd li modi di caritk, nondimeno penso che 
ad alcuni si potria persuadere che questa via fusse stata ritrovata 

10 per schivare il modo trattato in Eoma con il signor don Diego di 
non voler levare il concilio da Bologna, se prima non si stabilisca 
in dieta che li decreti conciliari si eseguiranno. 

lo presi molestia di questa proposta, sapendo con quanta 
difficultä si rimovino simili disegni qualünche siano. perö mi 

15 sforzai quanto seppi di rimovere il padre da questa oppinione, 
presupponendo che Sua Maestä in questo negozio del concilio 
molto differisse a Sua Paternität mostrandole che per niuna raggione 
si dovesse pensare a teuer tal modo, e benchö fusse detto assai e 
che promettesse disponersi a ogui buono officio, nondimeno non lo 

20 viddi per allora rivolto secondo il desiderio mio. 

Doppoi il desinare io fui domandato da Sua Maestä, levato da 
casa secondo la cerimonia solita da monsignor d'Aras e dal regente 
Figueroa, dalla quäle fui ricevuto con accoglienza assai gratiosa. 
et doppoi la congratulazione della vittoria (per captai*e il luogo 

25 della benevolenza) 11 proposi la causa della mia legazione per' la 
riduttione d'Inghilterra, nel che sapendo la esclusione giä data 
al nontio, et piü precisamente all* abbate Parpaglia, agente di mon- 
signor mio II™® Polo, io li toccai due punti: l'uno che si bene nel 
tempo che Sua Santitä mi mandö per detta causa, vi vedesse 

30 rimpedimento doli' impresa di Germania, nondimeno mi disse che 
non voleva restar per questo di far dal canto suo quelle che doveva, 
sperando che avanti il gionger mio a Sua Maestä dovesse metter 
buon fine a detta impresa, siccome felicemente gl'e successo. Taltro 
punto che, essende stata offesa da Inghilterra nell' honore, nel 

85 sangue proprio, nella religione, a chi essa Maestä haveva data 
occasione, non poteva credere che Sua Maestä dieesse di core di 
non volere, anzi volersi immeschiare in tal impresa, et che quanto 
non diceva giä per farla discoprire il concetto suo, ma per quelle 
che si dovea**). 



40 a) Da» IHstt ist unverständlich , offenbar ist der Text hier arg verderbt (für quanto ist vieüleicht 

qaMio tu lesmf). 

8* 



36 Nr. 10: 1B47 Juli 7. 

A questa prima parte mi ripose") assai prontamente, come 
Sua Maestä era piü debitore aUe cose 8ue di Germania, nelle 
quali vi era ancora da fare, che a quelle d'altri, tanto piu che 
nel fare il capitolo per altn era stata mal riconosciuta, e che 
finalmente essa era ormai stracca e satia di guerreggiai^e. e lo 5 
diese di modo che non vifu da replicare, salvo se non si fosse 
entrato in altro proposito, quäle haveria sturbato il seguente di 
maggior importantia. et questo fu il capo del ooncilio, dove si 
fece mentione di quelle che havea trattato il signor don Diego in 
Boma, commendando la desteritä et iuditio di esso don Diego in 10 
cercare rimedio ad una cosa di tanto momento, alla quäle non 
provedendo ne potria nascere infinito male, et che tra Taltre 
raggioni giä si mostrava una specie molto brutta: il vedere per molti 
mesi la divisione de prelati parte in un luogo e la molto maggiore 
in un' altro. al che in ogni modo era da provedere, et io con- 15 
fidava che il parere di esso don Diego con le raggioni addotte 
dovesse pienamente satisfare a Sua Maestä. 

AI che lispose, come giä ben preparata et composta, che essa 
havea pigliata Timpresa di Germania per la religione e non per 
causa d'ambizioni ne di commodo, assicurando questo molto 20 
gagliardamente: per il che credeva certo che il signor Iddio Thavesse 
aiutato con speciale et impensato favore, et che di questo suo animo 
ognora se ne vedrä piu certezza. e che piacesse a Dio che altri 
fusseno del medesimo. e che non si puö assettare la religione in 
Germania se non si ritorna il concilio in Trento, siccome essa lo 25 
sa et conosce, e maggiormente havendo giä ridotti molti con la 
promessa di tale concilio, et che non dubita punto questo esser in 
facultä di Sua Santitä, tanto piü si 6 vero, come dicemo, che la 
translatione da Trento fusse senza ordini di essa, et specialmente 
apparendo ora che la causa del male, per la quäle fu fatta tale 80 
translatione, oltre non fu legittima, e cessata in tutto, et che non 
facendosi tale restituzione del concilio in Trento, vedeva bene li 
grandi inconvenienti e disordini che ne havessero a succedere; ma 
che il danno seguiria quelli che hanno la colpa. 

Io a questi et altri oggetti replicai quanto f u di bisogno, perche 85 
il raggionamento durö buon spatio di tempo et fu in luogo dove 
erano altro persone, quali, poterono comprendere Tattioni, ma non 
intendere le parole distinte. e spesso le ricordai che non dovea 
tanto tribuii'e al buon amino suo, che dovesse iudicare diversamente 
quelle d^altri. finalmente si ridusse la sostanza del negozio a quelli 40 
punti, che ancora V. S. 111™* toccö nella lettera sua; sopra li 

a) In der Ha. folgen die unvet'aländlichen Worte che nel luogo 8U0. 



Nr. IC: 1547 Juli 7. 37 

quali havendo risposto Sua Maestä, sarä bene di considerare per 
far conveniente risoluzione in cosa quäle io stimo in questo tempo 
di maggiore momento che altra. 

Io dissi che oltjre la difficultä quäle si vede, che Sua Beatitu- 

5 dine al presente senza altra occasione non debba e mal possi operare 
la riduttione del concilio in Trento, pare che Sua Maestä dovesse 
pienamente satisfarsi del partito trattato con il signor don Diego, 
perchä, quando si vedesse che nella dieta generale fosse stabilito 
con qualche modo conveniente che si havessero da obbedire et 

10 osservare li decreti del concilio, in tal caso si havria potuto con 
onesta occasione parlar di ritornare il concilio in Trento o altrove, 
et che allora vi saria ancora maggior riputazione di Sua Maestä, 
quäle daria causa a tale riduttione con modo conveniente. essa 
astretta a questo passo rispose, che conoscea bene che tal proposta 

15 si faceva a cautela per fuggire questo concilio, perche sapea che 
non saiiano mancati mezzi e pratiche d'impedjfe tale stabiUmento 
in dieta, siccome per altri« tempi si e visto succedere in altri honesti 
maneggi, dicendo tra denti con parole assai dubbie, ma in effetto: 
che ancor di presente non mancano simili umori. ne io in ciö 

20 posso prendere altra coniettura, salvo d'alcuni che mostrano di 
non volere convenire neUa lega, quäle ora si tratta in Ulma per 
defensione dello stato quieto di Germania, de quali, per quello mi 
e accennato, h il duca di Baviera con pretesto catholico di non 
voler intervenire ad alcuna conventione con Protestanti et heretici. 

25 vero e che altri mi dicono che esso et altri al fine consentiranno 
a tale lega. 

Io dippoi ho detto che non era d'haver tale oppinione di Sua 
Santitä. li soggiunsi Taltro punto, intorrogandola se il concilio si 
riducesse in Trento e che niuno o poclii Germani vi venissero, 

80 come e successo per il passato biennio, quäle iustificazione si potria 
addurre vedendo una cosa si vana e senza nuUo effetto. al che mi 
rispose che Sua Beatitudine facendo tale opera debita e conveniente 
assai saria iustificata. io negandole il presupposto gl'interposi il 
terzo punto, dicendole, poiche instava tanto che Nostro Signore 

85 facesse tal cosa come debita, che Sua Maestä essende in tanta 
vittoria con la suggettione di Germania operasse prima che li 
decreti fatti in Trento si esseguissero et osservassero, perche io 
tenevo per certo che Sua Maestä [conosceva]^) che in li decreti 
stabiliti oltre all' articolo della iustificazione giä si comprendea la 

40 condennazione d*une buona parte d'articoli luterani, cosi circa li 
sacramenti come altri. 



a) So od^ ähnüch ist wohl dtf Ifikke iea T^xUa «u trgänM^n 



38 Nr. 10: 1647 Juli 7. 

In questo ultimo, per non lassare punto, accioche tutto s'intendi, 
mi disse che comprendea bene che io ero venuto ben istrntto et 
armato; ma che non voleva ripetere altro salvo che da lui non 
mancaria di farsi ogni ufficio possibile per la religione, e che vorria 
che per altri si facesse 11 medesimo. et io replicandoli che ancora ß 
dal canto di Sna Santitä era tale intentione: perö che essende la 
differenza sola nel modo, era bene che Sua Maestä vi pensasse, tanto 
piü vedendo che Tagenti suoi in Borna, cioö il signor don Diego, 
quäle 6 in fatti, se n'acquietava. a queste cose mi disse che don 
Diego non admette questo modo cosi risolutamente, e che non era lo 
maraviglia che esso si potesse ingannare; perö che quanto al pensarvi 
piü non era bisogno, perche mi diceva per cosa certa che havea 
pensato piü sopra questo punto che sopra le cose della guerra, per 
le quali haveva preso il partito secondo Toccasione e bisogno. 
adunquo vedendo io tale perseverantia mi risolsi di dirle: poiche 15 
Yostra Maestk con tanta deliberazione mi risponde, penso esser 
bene non darle piü fastidio et di pigliare Jicentia con sua buona 
gratia. al che rispondendo freddamente che questo era in facoltk 
mia, o dicendo io che il star senza frutto non mi parea a propo- 
sito, mi replico che io potevo ripensarci meglio, et io le soggionsi 20 
che ci haveria pensato, con questo che Sua Maestä ancora ci 
pensasse. et si fini il raggionamento con questo puntiglio^). et 



Einen kurzen Bericht über die Audienz erstattete Sfondrato unter dem 7. auch 
den KonzilAegaten: con tutte le ragioni, che si sono dette a Sua Maestä, et special- 
Diente con li modi ultimamente tratUti in Roma tra quelli nostri Rmi et don Diego, 26 
non . 8i 6 potuta rimovere dalla ßua oppenione, prima che il concilio si riduca 
in Trento senza altro mezzo, come che conosca esser cosl necessario per ri- 
durre la Germania. Cod. Trid. 111 pag. 11 sq. Ebenso gleichzeitig an Kardinal 
Coria: in hoffnungsvoller Stimmung sei er zur Audienz gegangen und habe versucht, 
indem er sich an die römischen Abmachungen gehalten, schivar Taltri pontigli 80 
causativi di sdegno, aber umsonst! Ebendasdbst pag. 14 sq. Hoffnungsreicher 
dann, d>enfaXls noch am gleichen Tag, aber später als die anderen Briefe, an Maffeo: 
er höre, daß die Protestanten die Liga nicht annehmen uxMten, se non li ö pro- 
messo che vivano fra tanto nella sua perfidia: dal quäl punto, se cosi fosse, 
come b verisimile, vedremo come potranno disbrigarsi di qua, che vadano 85 
netti. Sfondrato entschuldigt sich hier zugleich, daß er Über die Partihdar- 
atigelegenheiten noch nicht verhandelt; solange die publiche keine andere Wendung 
nehmen, scheine ihm das unnütz und unangemessen. Ebendaselbst pag. 12—14. 
(Über die particulari s, unten Nr. 26). — Ein ausführlicher Bericht Ober diese 
Audienz Sfondratos, aus der Feder den savoyischen Gesandten Stroppiana, ist ge- 40 
druckt im Cktmpit rendu de la conimtwum royale d^fiistoire de Beige, 8er. 2 
IX)/. U p. 133—141 (benutzt de Leva IV p. 326 sqq), vgl dazu v. Druffel a. a. 0. 
S. 330 in der Anm. gegen Ende. Auch der Bischof von Forlt berichtete am 7. Juli 
über die Audienz Sfondratos, dove, per quanto ritraggo, fu da lei [von Kaiser] 
scosso bene, talche questi Papisti non restano punto satisfatti wnr. Flor. Arch, 46 



Nrr. 10—11: 1647 Juli 7. 39 

benche 10 in vero comprendessi che per me non era da pessare ad 
altro modo, ne dal canto di Sua Maestä sperassi molto che per ora 
si havesse da rimovere da questa sua oppinione: nondimeno non mi 
parva ancora di finirla cosl al primo assalto, tanto piü pensando 
6 esser conveniente aspettar Tordine del partirme di qua da Sua 
Beatitudine et da V. S. 111™*. 

Hora poichi esse haveranno inteso quello che Sua Maestk 

dimostra, resta che con la prudenza et iuditio loro cominciano a 

pensare in queUo partito che stimeranno piü espediente in questo 

10 negozio, quäle e di tanta importanza come si h detto, e di tanta 

consequenza quanto possa esser altra. 

Di 7 di luglio 1547 [da Norinberga]*). 



11. Sfondrato an Farnese: Rät in der Komilssdche dem Kaiser 154? 
gegenüber eimidenken und ynindestens Suspetmon des Konzils in «^w^* ^ 
16 Bologna eintreten zu lassen* 1547 Juii 7 [Nürnberg], 

Atis Trient BiH, civica cod. 111 pag. 9—11, spätere Abschrift, 

lo mi son riservato di scrivere il mio debole parere in questa 
lettera separata, pensando che forse potria essere giudicato per 
bene, che alcuno vedesse Taltra mia e non questa, tanto piü che 

20 Toppinione mia li potria parer frivola. hora, signor mio 111"°, con- 
siderando io il modo quäle si tiene dal canto di Sua Maestä, so 
che alcuni potriano proporre rimedii aspri, come di far chiamare 
con rigiditä li prelati di Trento et procedere contro li contumaci e 
far perseverare senza rispetto nel concilio in Bologna, ma a me 

26 piü satisfa in questa occasione de tempi la via piü mite, non per 
timore vile, ma per evitare scandali e disordini maggiori, per il che 
parmi che essende le cose nelli termini ove si ritrovano, forsi non 
e al proposito il perseverare il concilio in Bologna per piü 
ragioni: 



30 Med. cod. 4804 fol. ISlb—lSS». — Auf kaiserlicher Seite schrieb der jüngere 
Granji>eUa an Königin Maria: Sfondrato habe sich lange genug enoarten lassen; 
icenn er aber nichts andei'es bringe^ il ne avoit pourquoy il se deust tAnt haster. 
Lanz Corresp' II Ä 601 (Orig. in Wien, Belgica vol. 74). Aus Rom aber be- 
richtete Serristori am 2, Juli: der Papst tcolle möglichenveise selbst nach Bologna 

35 geheny um dort mit den itcUienischen und den erhofften französischen Prälaten das 
Konzil zu begehen: basta che par ch*ella sia del tutto risoluta di non volerlo a 
Trento, segna che vuole. Cod. Med. 8464. Über die Stimmung an der Kurie 
schrieb ausführlich der kaiserliche Gesandte Mendoza am 29. Juli, mitgeteilt im 
Anhang. 

40 ') Das Hoflager war inzwischen — am 6. — nach Nürnberg verlegt worden, 

wo der Kaiser bis zum 18, d- M. verweilte- Vandenesse II p. 348. 



40 Nr. 10: 1B47 Juli 7. 

Et prima puo esser dubbio che non sia ricevato con la debita 
oppinione et riverentia, cone altre volte i stato detto, per non 
esservi prelati se non pochi delle nationi oltremontane et trovar- 
vesi per la maggior parte quelli che sono mandati da Borna, et per 
esser quella cittä della sede apostolica con la qualiik delle contro- 5 
versie presenti, le quali non erano forse in qnelli tempi che si 
ritrova essersi fatti conciUi in le terre della chiesa. altra raggione 
ancora 6 da considerare, perche ritrovandosi incaminata questa 
divisione de prelati, se Timperatore la volesse torre alla peggio, se 
cio bene saria duro, potria con la grandezza de regni quali tiene, 10 
facilmente darsi principio a qualche scisma, del quäle niuno male 
e peggiore nella chiesa. oltre di cio stände il concilio in quelle loco, 
potria dare occasione di qualche concetto giä avverato e, non 
parendo bene di trattare le cose della religione in dieta, dirci, 
poichö si fa il concilio in Bologna, andarvi ancor noi, ma sicuri, 15 
e con questo o altro modo cavato pretesto qualunque si sia^). se 
adunque queste raggioni paressero buone, non contentandosi Sua 
Maestä del modo trattato in Boma, si potria forsi farlo riuscire per 
via indiretta, ma iustificata, suspendendo il concilio di Bologna 
e dimostrandole la raggione per la riduttione di Germania, quäle 20 
si spera per mezzo della vittoria di Sua Maestk e della dieta 
prossima o pendente, e con altre parole e modi che paressero piü 
convenienti, perche ora non si parla se non della sustantia. il che 
facendo si potria aspettare con gran iustificazione l'evento della 
dieta et tratanto si schivariano Tinconvenienti con pigliare poi la 25 
forma che paresse meglio. io penso bene, che ancor questa parte 
habbia le sue difficultä. e forsi poco fondamento, ma lasciandolo 
discutere a chi piü sa, basta d*aprire Tanimo come conviene fare in 
cose che importano tanto. et perö V. S. 111°** mi perdonerä, se io 
ezcedessi il termine debito, aggiungendovi ancora che facendosi la so 
suspensione non si haveria da lassare per conto aicuno la riforma- 
tione, secondo che altre volte ancora fu deliberato santamente per 
Sua Santitä in simil termine. 

Juli 7 Del di medesimo [da Norinberga a 7 di luglio 1547]^). 



a) Von Druff d a. a. 0. S. S81 (nUt der Änm. 2) vtrttefU d%€ SttUe doAtn, Sfondrato besorgt, 85 
daß der Kaiaer aelbai na^fc Bologna kommen werde; mir echeuU m jedem Fall der Text verderbt 
(v. Druffel liegt direi, etaU direi; graphiaeh iel beides möjfiieh). 

*) Am gleichen Tage berichtete der florentinische Gesandte am Kaiserhofe, 
Bisch, von ForR: il confessore m'accenna che'l legato et il papa non vanno a 
buon Camino et che per loro non pensa sia per farsi cosa buona. el medesimo 40 
intendo dair agente di don Ferrante, il quäle come creato di monsignor d'Aras 
ö tutto'l giomo seco; et se ben non m'ö uscito a particulari, gli venne detto 
per6: e, si far^ il concilio et casUgheremo questo papa in ogni modo! U con- 



-1 



Nrr. U— 12: 1647 Juli 7—9. 41 

Postsciitta. 

Non lassaro pero fare trattarecon questi signori, e quando si 
vede al proposito, di parlare con Sua Maestä, per tentare se si puo 
le cavare qualche buon costnitto circa a questo negozio del con- 
5 cilio, benche, come ho giä detto, io mi dubito che si sia formato il 
chiodo, o perche Tintendono, come la dicono, o per altro disegno. 
et circa Taltre nuove, per Toccupazione che io tengo di fare questo 
spaccio et sapendo che monsignor nontio^ quäle e diligentissimo, 
supplisce compitamente, mi rimettero a lui per questa volta, tanto 
10 piü che io non so che vi sia cosa di momento. 

Io ho roandato la bolla delli 400000 ducati^) a monsignore 
d'Aras per oidine di Sua Maestä, non parendomi ponerli impedi- 
mento per l'offerta giä fatta, et accioche dal nostro canto non si 
pretenda alcun mancamento^). 



16 13. Sfondrato an Farnese: Die kaiserliche Entsdieidimg in der löd7 
Komilsangelegenheit ist noch vorbehalten^ sie ivird wohl erst auf dem J^H ^ 
Reichstag erfolgen, der in Augsburg stattfinden soll Dort wird der 
Kaiser wohl audi die schon in Ulm verhandelte Liga weiter be- 
treiben; jedenfalls wird der Reichstag von großer Bedeutung sein, 

20 wennschon seine Besdiickung durch einen päpstlichen Legaten nicht 
empfehlenswert ersdmnt Eine Sendung des Kaisers nach England 
soll bevorstehen. Übermittelt eine Warnung, die Rückführung Eng- 
lands durdi Pole zu betreiben. Florenz soll ermuntert werden, gegen 
Siena vorzugehen, 1547 Juli 9 Nürnberg. 

26 Aus Neapd Grande Ärchivio Carte Farnesiane fasc. 721 Orig. und Dupl, 

fricev. a 16). — Auch TrimU Bild, civica. cod. 111 pag. 17—19 {vom 
10. Juli). 

Alli 7 del prosente io espedi un corriere a Bologna con lungo Juli 7 
raguaglio di ciö ch*haveo passato con Sua Maestä in Bamberga . . . 



80 fessore era di parere di compiacere a Sua Santitä in mandare quelli prelati di 
Trento sin' a Bologna; ma che con gli altri poi se ne tomassero a Trento, 
dove Sua Maestä promette che tutti e prencipi d' Alemannia compariranno, et 
disegnava che Cesare assicurasse el papa che non si parlerehbe dell* authoritä 
pontificia xsk cardinalesca in creare nuovo pontefice, quando durante el concilio 

86 vacasse la sede apostolica, purchS nel resto s'attendesse agli abusi della chiesa 
et a spegnere le comiptele et simonie per satisfatione di Germania . . . nondi- 
meno oggi ei se ne dispera, vedendo che Sua Santitä fugge la tela quanto 
pu6. Cod. Med. 4»04 l, c. 

>) Ygl oben Nr. 1 am Schluß. 

40 ^) Über ein nicht vorliegendes drittes Schreiben an Farnese mit dem gleichen 

Kurier s. «. Nr. 12 zu Anfang. 



42 Nr. 12: 1B47 Juli 9. 

io Tawisai ancora per una breve lettera*) di quello che nello espedir 
il corriere mi era stato detto, che Sua Maestä havria espettato a 
risolversi cerca il negotio del concilio, sinche con essa si fosse 
trovato monsignor di Qranvela. 

Hoggi si 6 concluso che la dieta futura si habbia a fare in 5 
Augusta^, et giä Sua Maestä ha inviato gli forieri della casa per 
Juli 12 li alloggiamenti, et si pensa che partirk di qua il martedi prossimo. 
et ragionando meco uno de questi signori imperiali, non senza 
fondamento mi pare d'haver cavato che Sua Maestk non si risolverä 
in questo piinto del concilio se non in la dieta, a causa che per 10 
esser tanto importante et da ogni parte pericoloso non vorrä 
prima scoprirsi, ma espettan\ al passo di pigliare il partito. oltre 
di cio parlando ancora col medesimo di questa lega, quäl' si e giä 
trattata in ülma per la difensione di Oermania, mi ha detto 
Topinione de chi sa essere che la risolutione di tal lega si riser* 15 
vara in Augusta colla presentia dello imperatore, il che 6 verisimile, 
perche potendovi esser qualche difficultä, secondo ch'io accennai 
nel dispaccio passato, cio6 che Protestanti dicano non voler' entrare 
nella lega se non con facultk di perseverare nella lor setta, et li 
Catholici ricusino d'entrarvi per non haver' communione con here- 20 
tici, pensano questi signori Cesarei che Sua Maestä coli' auttoritä 
et vittoria sua debba far passar la condusione al suo modo, scnza 
che si faccia motte di religione, et cosi ridurre queste genti parte 
per timore et alcuni altri di maggior rispetto con qualche mercede, 
poiche per la rebellione de molti puö ancora gratificare ad alcuni. 26 
io non dirö giä a V. S. Hl"» ch'io Tintenda in tutto nel modo 
sopradetto, ma non Io stimo ancora discorso irragionevole. pero 
non ho voluto tacerlo, parendomi al proposito non solo cerca il 
particolare del concilio giä trattato, ma ancora del modo che Nostro 
Signore ha da teuere in questa dieta, quäl si pensa habbia da so 
esser' di tanta importanza quanta alcuna altra passata. et per il 
sentimento mio, benche tra le altre considerationi paresse ad alcuno 
che meritasse Io intervento de legato, e da advertire anchora, 
che questo potria portare forse mal' effetto. V. S, 111"* puö com- 
prondere ch'io parle schietto, ancora in quelle parti ch'io potrei SB 
omettere. et perche si comprende che Sua Maestä in questo 
suggetto procederä riservatissimo per la ragione soprascritta di non 



') Liegt nicht vor. 

*) Nach Forlh Bericht vom 7., hatte vornehmlich der B. von Anns für die 
Wahl von Augsburg gewirkt; doch stand dem noch die Bücksicht entgegen di non 40 
danneggiure el paese di Bavera con queste gente d*armi; einige seien für 
Begensburg. viele für Speier oder Worms, l c. 



Nrr. 12—18: 1647 Juli 9—10. 43 

scoprirsi oltra che giä fa questa professione, pero sarä necessario 
talhora scrivere per coniettura. donde non fia maraviglia che 
spesso m'inciampi, et alla sua buona graitia mi ricommando. 

Si e detto questa mattina che Sua Maestk dovea mandare 
5 monsignor II Grande*) in Angliterra, ma non si e ancora verificato. 
non so se Tabbate Parpaglia habbia avvlsato quelle ch'ha inteso 
dal magnifico ambasciatore qua di Yinetia, quäl a me Tha replicato, 
come Tambasciatore di Angliterra li ha detto non una volta, ch'al 
ridurre quella isola non vi 6 meggio meno atto che quelle di mon- 
10 signor II"® Polo; ma forsi lo dice per passione particolare, depen- 
dendo esso da quelli govematori. 

Da Norimberga alli 9 di luglio 1547 ^. Juli 9 

lo*) penso che questa mia sark data ad un corriere, quäl va 
a Fiorenza expedito, secundo ch'io intendo, acciö soUiciti che si 
15 procedi di Ih, alli danni de Senesi. il che non mi par giä portar 
bona occasione in li tempi ove siamo. 

13. Sfondrato an Famese: Alba rät dem Papste die Zurück- lad? 
Verlegung des Konzüs an. Alba sprach auch über die AngelegenJieit «^wli 10 
von Siena und über die Stärke und Zusammensetzung der kaiserlichen 
20 Truppen, sowie über die Absicht des Kaisers, die Kosten, der Truppen 
von der beabsichtigten Liga tragen zu lassen. Der alte Kurfürst von 
Sachsen soll in Augsburg in Haft bleiben, der Landgraf aber nicht. 
1547 Juli 10 Nürnberg, 

Aus Neapd Orande Archivio Carte Farnesiane fasc. 71*2 Orig.; auch Trient 
25 cod. 111 pag. 15—17. 

Doppoi scritta Taltra mia e venuto su la.notte da me Till"® 
signor duca d'Alva, il quale (come sa V. S. 111™*) e tenuto essere 
di miglior animo verso Sua Santitä et della santa sede delli altri. 

a) Die ^genhändige Nachaehrift tat im DupiikcU nicht tciederhoU. 

80 *) Le Grand. — Forll berichtet am lU England suche die Hilfe des Kaisers 

nach angesichts der Aufstände in Irland und Comtoaüis (vgl unten Nr. 14): man 
glaube, Karl werde für England eintreten. 

^ Von einem Briefe des Nuntius Verallo vom 8. hat sich nur folgender Aus- 
zug Morones (in Cod. Vatic. 6418 fol. 283 >) erhalten: Della dieta in Augusta. del 

85 negotiare secreto con Fiorenza per la cosa di Siena. del parentado di Franza 
[vgl. unten zu Nr. 19]. che'l duca di Branswich recupera il suo, et il stato deir 
Ildesemense si vederä per giusticia [vgl oben Nr. 8; B. Valentin von Hildes- 
heim befand sich am Hoflager des Kaisers, von tco er am 15. Juli seinen Ver- 
treter an der Kurie beauftragte, seine Angelegenheit Maffeo ans Herz zu legen: 

40 Carte Farnes, fasc. 764 Orig.]; che'l predetto duca e fatto capitaneo alle parti 
di Sassonia contra li rihelli et terre maritime; che Sua Mae^tä va accommo- 
dando le cose sue et quelle della religione restano in speranza. 



44 Nr. 18: 1547 Juli 10. 

perö io doppoi le salutaüoni et congratulationi opportune et le 
eshortationi ancora a fare quelli offitii che si spera di lui, sono 
entrato nel negotio del concilio per poter scoprire dal suo movi- 
mento quelle che gli altri sentano. et finalmente, ancorache sia 
tutto gratioso et pleno di modestia, io ho compreso cli'esso pari- 6 
mente e impresso in quella oppinione che nel tempo, nel quäle Sua 
Maestä era intricatissima in questa impresa contra heretici, non si 
dovea per nessun rispetto del mondo lassar scorrere innovatione 
alcuna cerca le cose del concilio; et che conoscendo Sua Maestä. et 
gli suoi ministri la difficultä et durezza de questi heretici, sperano 10 
che, quando il concilio si trovasse in Trento, loco giä approbato et 
ricevuto per promessa de molti di loro, che detti heretici si potessero 
indurre o per una via o per un' altra a rimettersi al detto concilio, ^ 
dove che, ritrovandosi altrove et specialmente in terra della chiesa, 
pensano non si poträ persuaderli ne indurli per via alcuna di 15 
rimettersi a promessa che se li faccia. et qui ha esagerato che in 
tal dubbio della religione christiana saria bene che Sua Santitk 
levasse tutti questi scropoli et lassasse da canto tutte le ragioni 
contrario, ancorache fussero buone, come che questa piü importi. 
V. S. 111"* puo credere, se io ho risposto allo imperatore, che non 20 
ho omesso di rispondere ancora a detto signor; pero io ho voluto 
estendermi un' poco in dire il concetto suo, vedendo essergli impresso, 
come ancora tengo essere per certo nelli altri, et accioche Sua 
Santitä et V. S. 111"** sieno meglio informate. 

II signor sopradetto a mia interrogatione mi ha discorso alcune 25 
altre cose, come che di Siena*): tiene che accettaranno le guardie, 
senza espettare danno maggiore, et mi ha fatto conto distinto che 
rimperatore ritiene. ancora, tra li soldati che conduce seco et quelli 
ch'ha nei presidii, 48 bandiere de Alemanni et 32 de Spagnuoli oltra 
quelli ch'hora verranne, quäl' in tutto saranno circa 10000, et oltra 80 
di ciö 10000 cavalli. et che questa spesa, quäl sarä grande de 
circa 200000 scudi al mese, si pagarä per la lega, quäle stima sia 
in atto di concludersi in Ulma, et essendovi difficultä. si ridurrä in 
Augusta, ove si stabilirä in presenza di Sua Maestä (come ho giä 
scritto), avanti che incomincia la dieta, il che si pensa sarä al 85 
principio di settembre ... et mi ha detto ancora un' punto: ch*il 
duca di Sassonia restarä custodito in Augusta, ma il lantgravio no, 
et per non esser troppo curioso, non ho voluto domandare il loco 
particolare. et vi bacio le mani. 

J\di 10 Da Norimberga el di 10 di luglio a hora due di notte 1547. 40 

Vgl obcti Nr^ 8, 



Nr. 14: 1547 Juli 16. 45 

14. VeraUo an Farnose: Berichtet ausführlich über die Einnahme von 1547 
Prag durch K. Ferdinand und die Unterwerfung der Böhmen. Juli 15 
Stdli die Bedeutung dieses Erfolges klar. Der englischen Regierung 
sollen im Lande Schwierigkeiten erwachse^i sein. 8fo7idrato hegt 
6 Besorgnisse wegen des Aufgangs der Konzilssache. Der Kaiser denkt 
an Aufbruch nach Augsburg, wo er wohl zuerst eine Kur durch- 
machen wird. Ottavio Famese ist auf der Heimreise begriffen. 
1547 Juli 15 Nürnberg. 

Aus Neapel Gr. Ärchivio Carte Farnesiane fasc. 698 Orig.t ric. a 22. — 
10 Abschrift in Born, Arch. Yat. Nunz. di Genn. vol. 60 fol. 257b— 259*. 

Con roccasione della fcomata di questo gentilhomo casteUano 
di Napoli') non son voluto restare di fare reverentia a V. S., ancorchö 
non vi ßia altro di nuovo si non la vittoria obtenuta dal Ser™°. re 
di Bomani contra Bohemi in Praga*), la quäle fu che, havendo 

15 Sua Maestä Begia allongato il tennine della citation a quelli della 
cittä fin alli 8., cominciomo a tirare di buone archibusciate alli Jvli 8 
nostri, che stavano dall* altra parte dell' aqua, talmente che fumo 
sforzati a fare il medesimo et dare all' arme, non essendo pero 
arrivato il signor marchese di Marignano, Sua Begia Maestä si 

20 tratteneva et spaccio subito uno al marchese, che sta.va quatro 
leghe vicine, che sollecitasse al venire, fra tanto quelli della cittä 
cominciorno a tirare delli pezzi grossi, ch'amazzomo cinque delli 
Begii, et si sollecitavano al fortificarsi dalla banda loro, maxime 
alla porta del ponte. et essendo awisata Sua Maestä, la mattina 

25 che li villani circumvicini si congregavano per venir a soccorrere 
la cittä, mando alli passi un capitano de cavalli con parecchi cavalli 
armati et Ungari, che li admonissero al ritomarsene alle case loro. 
veduto quelli della cittä che gli cavalli havf^ano passato per vado 
il fiume a fare questo effetto, mandomo mille et piü archibuscieri 

80 per romperli; ma li cavalli li diemo dentro che li rupero et amaz- 
zomo circa 250 et preseno 110 o pochi piü, et delli nostri non 
morse nissuno. et arrivando il signor marchese a mezzo giorno 
quelli della cittä cominciorno a paventare et pordieron Tanimo, et 
subito promisseno di levar rartellaria et di lassar cavar vittuaglia 

85 per le genti di Sua Maestä Begia, perche avanti lo haveano pro- 
hibito tenendo serrata la porta del ponte senza lassare passar per- 

^) Pedro Gonzales de Mendoza, Marchese della Vallesiciliana. Er hatte dem 
Kaiser über die Neapolitanischen Unruhen {s. 0. Nr. 3) Bericht erstattet: Venet. 
Depp. II 8. 297. 
40 h Vgl. BucholtZf Geschichte der Regierung Ferdinand des Ersten. Bd. 6 

8. 404 ff.] Bd. 9 ( ürkundenlmch) 8, 471 ff. Huber, Geschichte Östeireichs, Bd. 4 
8. 129 ff. 



46 Nr. 14: 1647 Juli 16. 

sona alcuna, et supplicarono Sua Maestä che li allongasse il termine 
di rispondere alla cittatione. il che Sua Maestä non fece. onde al 
termine deputato si raccolseno forsi cinque cento et andorono al 
castello da Sua Maestä et li in publice respuseno che conoscevano 
di haver fallito gravemente, et posti tutti in ginocchioni pregarono B 
Sua Maestä Regia che li volesse perdonare et ricevere a gratia et 
disgratia. a quali il re fece leggere il processo di tutta la rebellione 
loro, di maniera che quasi tutti piangevano et preseno per inter- 
cessore a Sua Maestä, che li perdonaese, il figliolo principe Ferdi- 
nande et il duca Augusto di Saxonia et un altro duca Boheme 10 
con tutti li vescovi et baroni presenti. onde Sua Maestä mostrando 
di fare per le preghiere delli sudetti intercessori, li ricevete a gratia 
et disgi-atia, dandoli li articoli per scrittura che voleva servassero, 
li quali veduti da loro fumo accettati. et sono: che primo li con- 
signassero li sigilli della lega fatta tra loro; 2) che donassero in 16 
mano di Sua Maestä tutti li privilegii che haveano, perche voleva 
reformarli in meglior foima; 3) che li desse in mano tutti li privi- 
legii delli officii et confraternitä loro; 4) che li desse et renun- 
ciassero tutte Ten trade, castelli, vassalli et telonei che haveano; 
5) che li desse tutte le scritture et lettere pertinenti a lighe, con- 20 
federationi et intelligentie fatte con chi si sia, et massime con il 
duca pregion di Sassonia; 6) che*l datio della cerv^esa, quäle have- 
vano conceduto a Sua Maestä per tre anni, lo diano in perpetuo 
(donde Sua Maestä cava quasi 200000 fiorini Tanno); 7) che diano 
tutta Tartelleria et munitione che tengono per portare al castello, 26 
senza che gliene resto pezzo alcuno, et che ogni genero d*arme da 
spada infuora si porteno nella casa della cittä, perche Sua Maestä 
ne faccia quelle che le parerä. et che havendo complido tutto 
questo Sua Maestä perdonaria a tutto il populo excetto alcune per- 
sone, che havevano fallito essende stata causa della loro rebellione, 30 
perche li voleva fare castigare secundo meritavano, parendoli cusl 
per il beneficio deUa republica et per iustitia. 

Li supradetti articoli fumo accettati dalli presenti, domandato 
di mostrarli al populo tutto, perche delliberassero sopra essi. et 
con questo Sua Maestä fece relassare circa cinquanta di loro, 86 
perche mandassero a fare quell' officio col populo, il quäle doppoi 
si contentö et li accetto'j. 

Di modo che Sua Maestä havrä havuta non men gloriosa et 
importante victoria per se che si habbia havuta Sua Cesarea Maestä 

*) Ein Olückininschbreve des Papstes an K- Ferdinand zu dem Siege über 40 
die Böhmen vom 29. Juli hei Raynaldus 154T § 104 ; Minute im Arch. Vat Armar. 
41 vol. 89 Nr. 646. 



Nrr. 14—16: 1647 Juli 15—22. 47 

da queste bände, anzi che questo squasso di Bohemia levarä in 
grandissima maniera Tardire a Germania, che non ossarä forsi levar 
piu la testa, massime per un tempo, fral quäle Sua Cesarea Maestä 
El andrä stabiliendo et assettando di modo che poi tem^^rä poco 
6 di nulla .... 

Qui e arrivato un Giovanni Bernardino da Pavia') mandato 
dalli comissarii del re d'Inghilterra allo ambassator qui^), ne si 
penetra per ancora quel che si porte; ma ha ben detto che Tisola 
d'Irlanda si e levata contra'l re et che ha restituito la religione con 
10 rimetter frati et preti, che repiglieno il culto catholico et antiquo. 
si dice ancora che Comeval, angulo dell'isola d'Inghilterra, si era 
ancora levato, ma questo non si affirma per cosa certa. 

Monsignor B™** legato aspetta di lä risposta sopra di quello 

ch'alli di passati scrisse del negociato con Sua Maestä, et fin qui 

15 non ha riparlato altramente con Sua Maestä non li parendo a pro- 

posito. et per quanto discurre, questo cose del concilio lo turbano 

molto et non ne spera buono essito'). 

Sua Cesarea Maestä si dice partirä per Augusta lunedi prossimo, Jiäi is 
et h stata questi tre giorni un poco risentita della gotta, et pur- 
20 gatasi penso che all' arrivo in Augusta si metterä a pigliare la 
cina, aspettando fra tanto che quelli ch'hanno a comparire alla 
dieta, siano venuti. 

II duca nostro hieri dovea partir d'Augusta et pigliare la via Juli 14 
di Trento, donde andaria in posta per Piacentia et poi quella volta. 

26 Da Norimberga 15 julii 1547. Juli 15 

15, Die KamÜslegaten Kardinale Monte und Cervini an Kard. 1547 
Farnese: Erklären sich — zur Äußerung über die Depeschen Sfon- •^«^* ^^ 

^) Bernardino di Ferrari; vgl, Venet Depeschen II S. 309 Anm. 
') TJicmas Thirlby, Bischof von Westminster. 

80 ') Über ein Gespräch mit dem Beichtvater Solo berichtete Sfondrato am 

14. Juli ausfiüirlich an Farnese. Der Legat sudtte jenen dafür zu gewinnen^ 
daß die Zuriickverlegung des Konzils erst erfolge, nachdem — in Anwesenheit der 
in Trient ZurückgeUiebenen . — das Konzil selbst dies beschlossen und mittlerweile 
der Kaiser auf dem Reichstag die Renitenten zur Unterwerfung unter das Konzil 

35 gebracht habe. Orig, in Neapel Carte Farnes. 712, gedruckt [Mazzetti] Cenni 
storici suüe antiche relazioni fra Cremona e Trento pag. 171—174 (aus Cod. 
Trid. 111 pag. 20—22, wm 15. Juli datiert). — tfber Sfmdrato beridttet Forll am 
14,: qua non truova cane che gli abbaia et ha tempo di far discorsi tutto el 
giomo senza essere impedito. Er selbst sagte dem Florentiner che' pensava 

40 d'andarsene presto et per el corriere, che d'hora et in hora attende da Borna, 
spera d*havere la resolutione. l. o. fol. 185 ■ — 186 ». 



Juli 
14. 18 



48 Nr. 15: 1647 Jiili 22. 

drato's vom 7, d. M. aufgefordert — auf dus Nachdfitcklichsie gegen 
die Bückverlegung des Konzils. 1547 Juli 22 Bologna^). 

Au^ ArcJh Vat. Carte Famesiane fasc. I Orig. 

AUi 18 recevemmo la lettera de V. S. R™* et Hl™» di 14 con 
le due copie delle lettere del B"<* Sf ondrato *), circa le quali (poich' 6 
ella comanda cosi) diremo il parere nostro liberamente, secondo che 
semo soliti. 

La prima lettera di ragionamenti fatti con Timperatore et 
ministri ci pare che non recerchi altra resposta che dolerci della 
calamitä de nostri tempi, poiche con tanta perseveratione se vuole ^0 
da Nostro Signore quel che Sua Santitä non poterebbe, perche nel 
decreto della translatione fatta legittimamente per le cause all' hora 
esistenti et approvate dalla maggior parte fu reservato il beneplacito 
del concilio coniuntamente con quelle de Sua Beatitudine quanto 
al redurlo in Trento o in aJtro luogo, et consequentemente tal Iß 
reduttione o quäl se voglia altra mutatione non si poterebbe 
honestamente fare senza il consenso d'esso concilio, il' quäle (come 
noi credemo) non s'haverebbe mai da questi prelati, si quelli che 
son remasti in Trento non venissero prima qui, parendogli cosa 
pur troppo strana a sentirne ragionare; et venendo ancora quelli 20 
semo dubii si questi vi acconsentissino, essendosi molti di loro pro- 
testati piü volte con noi che perderan prima le chiese et la vita 
che retomare a Trento. quando Sua Beatitudine pretendesse di 
farlo di potestä assoluta, non se curando del consenso loro, non 
sarebbe altro che esauttorare il concilio afatto et concitare contra 26 
di se et della sede apostolica Todio di tutti universalmente et 
acquistar gratis un* infamia di sottomettere lauttoritä d'essa sede") 
et di rompere i decreti del concilio nel tempo medesimo che son 
promulgati. 

Non accade finalmente d'intendere il parere nostro de remettere 80 
il concilio in Trento non solo cosi de posta et al buio senza vedere 
pur una scintilla de speranza, come si ricerca, ma ne ancora con 
li modi ragionati col signor don Diego, se prima non s'attaccasse 
le cose giä fatte et quanto all' affare non s'havesse sicurezza che 
la Germania si sottomettesse in tutto et per tutto al concilio, et se 85 



a) auageHrichen ad altli. 

*) Was MassareUi — ed. Merkle^ Concüium Tridentinum I. Diariarwn 
pars prima p. 674 sq- — als Inlialt eines Gutachtens der Legaten vom gleichen 
Tage in der nänüidten Sadte angibt, entspricht dem Inhalt obigen Briefes nicht. 

*) Nrr. 9, 10. . Über die AufnaJime dieser Btiefe in Rom s. u. die erste 40 
Anm. zu Nr. 18. 



Nrr. 16—16: 1647 Juli 22-26. 49 

Bon fusse limitato il tempo et le cause et appresso si desse dalvo- 
condntto a ciascuno di partire ool concilio o senza a posta sua. 
86 qnesto non piace, non vedemo altro remedio che i*accomman- 
darsi a Dio et pai-arsi a sopportare il martiiio allegramente, si 

5 bisognark, per non consentire a tanto preiuditio et depressione della 
libertk ecclesiastica conservata fin* a hoggi illesa da nostri prede- 
cessori con profusione etiam della vita loro, quando b bisognato. 
pure del tutto ci remettemo al iuditio et voluntk die Sua 
Santitä .... 

10 Da Bologna alli 22 di luglio 15470. «^«W ^^ 

16. Sfandrato an Farnese: Der' Kaiser zog am 23. in Augsburg 154? 
ein, Sfondrato am 21, Der alte Kurfürst wird nach Augsburg ge- «^^^^ ^^ 
bro/ekt werden^ der Landgraf nicht Besuchte Oranvella; sie sprachen 
über das Konzil und das Verhältnis zwischen Kaiser und Papst 

16 Der Bischof von Arras kam zu Sfondrato; er erklärte^ Bückkehr des 
Koneüs nach Trient sei notwendig. Die Verhandlungen über die 
Liga werden in Augsburg fortgeführt werden. Ein fünfjähriger Still- 
stand ist zwischen K. Ferdinand und den Türken vereinbart tvorden. 
Die Herstellung des Katholizismus ist ins Auge gefaßt und zwar, 

20 wie Oranvella verheißt, unter Mitwirkung des Papstes. 1547 Juli 25 
Augsburg^. 

Alts Cod. Trident 111 pag. 24—30. Gedruckt daraus [Mazzetti] Cenni storici 
pag. 174—180. 

L'ultime lottere, che io scrissi, furond" mandate per Tagente 
26 del signor conte Oiovan Francesco da Pitigliano. doppoi alli 17 Juli 1? 
parti Sua Maestä da Norimbergo et hieri alli 23 fece Tentrata in Juli SH 
questa cittä. io vi arriyai dui giomi prima con la croce alzata et 
in tempo che la maggior parte del popolo era fuora, aspettando 
che il duca d*Alba entrasse con il duca di Sassonia captivo, quäle 
80 non veni quel ^omo; ma bensi starä nella cittä per esservi con- 
venuto nella capitulazione con Sua Maestä che debba seguir la 
Corte, et il lantgrayio sciagurato sarä custodito di fuori. 

Monsignor di G-ranvela giä molü giomi era venuto qua et stä 

indisposto con una gamba, che non Io lassa uscire di camera. pero 

85 non potendo esso venir da me, mi e parso conveniente andar da 

Ein ausführliches Separatsclireiben Cervinis vom gleichen Tage in Florenz 
Carte Cerviniane filza 19 fol. 108 Orig.\ vgl. Merkte pag. 675, 1. 

') Von einer Depesche Verallos vom 22. liegt nur der folgende kurze Auszug 
Morones vor: Non si fidano che, venendo li prelati di Trento a Bologna, il con- 
40 cilio poi ritomi a Trento. et fidandosi mandariano etc. — la dieta sarä: sie 
Yolo, sie jubeo. Cod. Vat. 6418 fol. 287 K 

Nnntiatiirberichte, erste Abteilung, Bd. X. 4 



50 Nr. 16: 1647 Juli 25. 

lui; ma non prima d'oggi, acciocche non dimostrassi di torla cosi 
frettolosamente. il nostro ragionamento e stato di molto tempo et 
senza alterazione, .percbä positamente havemo schivato per la pixL 
parte le contentioni, quali si k provato non fare alcun frutto, ma 
piü tosto esacerbar granimi. esso monsignore si e perö doluto dell' 5 
offitio et relation fatta contro di lui in nome di Sua SantitJiy 
rivoltando la colpa non in quella, ma in altri, da qnali dice esser 
stato imputato contro il vero et a mal fine; tuttavolta che ne per 
questa ne altra causa e per mancar d'interponersi secondo il poter 
suo, non solo a servitio di Sua Santitä, ma ancora a conservatione lO 
deü' authoritä di quella santa sede (siccome presuppone haver fatto 
per il passato), e tanto piü vedendosi trattare di un benefizio tanto 
universale, et in questo proposito ha parlato et replicato larga- 
mente. ma quanto al particolar del concilio disse bene aver inteso 
ciö che era stato trattato con Sua Maestä; perö dimostro che non is 
potea per all' hora proceder piü oltre in questo negozio per non 
havere ancora parlato con Sua Maestä et tanto meno che, havendo 
io scritto a Borna, era prima espediente espettare quelle che di Ik 
mi fosse rescritto. al che per non darli avantaggio risposi che io 
pensava che da Boma non dovessi haver altra risoluzione oltra 20 
il trattato giä fatto; ma che giä si vi era da prendere altro buon 
partito, bisognaria che qua sul fatto si proponesse, et cosi Io con- 
fortai a pensarvi. et riattacando**) pur le parole venimmo in pro- 
posito della riformazione. io gli dissi che Sua Santitä per mostrare 
il suo buon animo, quando il concilio havesse patito qualche impedi- 25 
mento, haveva giä stabilito una convenientissima reformatione da 
farsi in tal caso. il che esso commendo molto, admettendo: quello 
fe vero, che piü facilmente et con via piü espedita cio si faria per 
Sua Beatitudine che col consenso di tanti prelati si varii, soggion- 
gendo perö, che faria bene cominciare tal riforma con questi di qua, 80 
perche potriano, come informati delli bisogni di Germania, advertire 
d^alcune opportune provisioni. 

AI che io risposi che la riformatione era sopra li rimedii 
generali delle provincie, et che quanto alla Germania, quäl ricercava 
particolar medicina, non saria stato male che Sua Santitä havesse d& 
ordinato che si facesse nota di tali advertimenti per poter poi a suo 
tempo farvi Topportuna deliberazione. nel che mi replico, che haveria 
parlato con il confessore et alcuni altri periti con mandarli a me 
per tal causa, oltre di ciö mi soggiunse che haveva inteso da molti, 
come era bene che Sua Maestk raddolcisse et tenesse contenta Sua 40 



a) Ha. ritacando, leorrigurt. 



Nr. 16: 1547 Juli 26. 51 

Santitä; pero che esso non voleva lassare di ricordare quello che 
d'altri si dice, che saria espediente ancora che Sua Beatitudine 
facesse il medemo con Sua Maestä per tutti li rispetti. 

Furono nel parlar liingo dette molte altre cose, ma saria troppo 

5 a scriverle et fora di bisogno; et perche le predette potriano forsi 
essere di qualche considerazione, non ho ahneno voluto lassare di 
scriverle. et di piü venendo monsignor d'Arras meco mi replicö, 
che Sua Maestä quanto piü pensava alle cose del conciho, tanto 
piü vedeva esser bisogno per la Q-ermania che Sua Santitä lo 

10 riducesse in Trento. et si movano tutti con la cagione giä scritta, 
che Sua Maestä con Tauthoritä di Nostro Signore cosi l'abbia 
promesso alla Germania et specialmente a molti principi, et che ora 
cessa apparentemente la causa, per la quäle fu levato di lä all' 
arbitrio di Sua Santitä. et benche conoscano che le raggioni 

16 addutte in contrario sono urgenti, nondimeno piü stimano le sue; 
il che sopramodo m'affanna, come giä Tho scritto et spesso sono 
per rephcare, parendomi le cose non solo di Germania, ma di tutta 
la Christianitä ridutte ad un punto tenibile. et quando vi fussi la 
convenientia di Nostro Signore et di Sua Maestä, si potria pur 

20 sperare qualche rimedio, ancorachä v'havessero da occorrere grandi 
et molte difficultä; ma se per mala sorte persevererä^) la discordia 
di questi gran luminari, per disoorso raggionevole s'ha da dubitar 
d'ogni male non solamente nella religione, ma ancora nel resto. 
et benche potesse succedere il peggio a coloro che piü presumono, 

25 non restaria che il danno et calamitä non fosse di tutti general- 
mente et con gran colpa di quelli che gli possano provedere et 
mancano. 

lo non so negare che in questa pratica si havrä da differire 
et satisfar molto a Sua Maestä, considerando la gran parte che vi 

30 tiene per molti rispetti, et specialmente per la mano vittoriosa et 
gagliarda, con la quäle ora si trova, necessaria piü che altra cosa 
a rimediare queste peste et infettioni: pero confesso ancora che 
dall' altra parte vi sono molte considerazioni cosi quanto al modo 
come in altro. piaccia aUa bontä divina d'inspirarci la via piü si- 

35 cura et sana! 

Dell' altre nuove circa la lega, quäl fu trattata in Ulma, ancora 
non si h seguita alcuna risoluzione, ma solo fatti certi trattati gene- 
rali, pero ß agenti de prencipi furono commandati qua in Augusta, 
acciöche si procedi alla conclusione, alla quäle non so se molti 
40 verranno volontieri. 



a) Ha. preseriverä. 

4' 



52 Nr. 16: 1647 Jali 25. 

La tregua h stata conclusa tra il re de' Bomaai et il Turco 
per cinque anni, secondo si dice, et monBignor di Oranvela mi ha 
fermato esser fatta con honesta riputazione^). et con questo fine 
prego il Bignor Iddio che la conservi prosperamente con Nostro 
Signore, espettando di giomo in giorno qualche avviso da queUo ö 
per saper meglio che fare. 

Tra'*) Taltre cose che io discorsi con monsignor di Oranvela 
circa qnel punto che il rimedio a ridurre la religione in Germania 
consisti in le forze di Sua Maestä, si venne^) a molte spetialitä, che 
bisognava con tal via levare questi scelerati predicatori, quali move- lO 
ano li popoli facili a persuadere, et deputame de' buoni, et pari- 
mente rimovere li mali govemi e riformarli in buoni, et sopratutto 
fare che gli beni tolti dalle chiese (il che h stato uno de' maggiori 
incentivi a indur loro heresie) siano levati da essi heretici'), et 
oltra di cio posti in mano di chi possa difendere tali beni et la 15 
religione insieme, le quali cose per6 attingano principalmente al- 
l'authontä della sede apostolica. esso monsignore mostro che a tali 
rimedii haveano pensato, perch^ a suo tempo si tentassero, con 
dire che non solo in quelli, ma in ogn' altra cosa spettante all' 
authoritä di Sua Santitä e di quella santa sede mai havevano pen- 20 
sato di derogar punto*). perö con tutto questo, siccome V. S. Ill"* 

a) Dm Weitere i»t wohl ala Naehaehrift tu fauen, die vidUidU trtt am Tag* däratff g*9ekfiehen 
wurde; der trtU TeU i$t am »4. Jvli abgefaßt (e. inTÄMfang ^heri aUi 28"). 

b) Bm. Tiene. 

Ygh das Kältere unten Nrr. ^5, 28. i;6 

') Dies hatte auch Soto in dem Gespräch mit Sfondrato, über das dieser am 
14. berichtete (s. 0. zu Nr. 14) als notwendig hingestellt. 

') In gleichem Sinn schrieb Sfondrato am nämlicfien Tage an Mafeo, indem 
er noch ausführte, ihm misfaUe durchaus quello disegoo vostro di persistere che 
il condüo di Bologna sia quello che determini la translatione o in Trento o so 
altrove, dove fia espediente, perchö sei ben pare che ci dia tempo et pccasione, 
nondimeno nello stato presente delle cose col trattare ivi tal negoÜo et muover 
humoriy potria forsi accender piü focho et exacerbatione et portar maggior 
disordine «Mr. Weiterhin heißt es noch : Io desideraria bene che in ogni delibe- 
ratione, quäl far& Sua Beatitndine, non si palesasse il tutto secundo il solito, 35 
ma 81 riservasse qualche ponto da prevalersene ad ano bisogno con avantaggio 
in cosa di tanto momento. et dal canto di qua si vede ben quanto giova il 
modo di procedere con qualche riservatione. Endlicfi plädiert Sfondrato dafUr, 
ihm VcUmacht zur Abreise zu geben, wenn er jene unbeugsam finde oder es sonst 
opportun erscheine; er sei, versichert er, nicht so colerico ch*io mi movessi a tal 40 
cosa senza ragione. Eigevüiänd. Original in Neapel fasc. 712. — Über die Frage 
des Gehens oder Verweilens Sfondratos schridf damals — am 26. Juli — Cervini 
an Maffeo auf dessen Anfrage vom 28. {Flor. Oarte Oervin. filza 20 foL 182, 188 
eigenh. Orig.: io credaria, per quel che fin qui conosco, che dovesse cestare 
in ogni modo o che nella dieta s'havesse a parlar della religione o no, perch^ 45 
dovendo noi (a mio iudicio) trovar modo di temporeggiare . . ., finchö si vede 



23 



Nr. 16—17: 1647 Juli 26. 53 

piio considerare, non bisogna che dal canto nostro mostriamo di 
fuggir il concilio, et pensando spesso al modo che in ciö si possi 
tenere, invero alla debolezza mia non e occorso sino ad ora altro 
che quello che io prima scrißsi a V. S. 111™*. 

5 Dei 25 [higlio 1547 da Augusta]*). Juii lo 

17. Sfondraio an Farnese: Über seine Erörterungen mit Kard. Truch- io47 
seß und 8oio über die dem Kaiser obliegende gewaltsame Herstellung Juli 
des Kaiholisismus in Deutschland, wozu der Papst Hufe leisten soll. 
Soto macht die besten Zusicherungen, auf die man sich aber nicht fest 
10 verlassen kann. 1547 Juli 25 Augsburg. 

Aus Trient Bibl civica cod. 111 pag. 22—24. 

Heute, nach Abfassung des anderen Briefes, bei einem Besuch 
beim Kardinal von Augsburg, wo auch der Beichtvater sich einfand, 
kam es zu Erörterungen über die Sachlage, wobei Sfondraio bemerkte, 

15 dafi der Kaiser infolge seiner Siege die Herstellung der Eeligion in 
Deutschland leichter mit Ghwalt als mittelst des Konzils oder sonstwie 
erreichen könne. 

Esso padre, il quäle, essendo quello che si puo conietturare, 6 
di bnon zelo et, secondo si dice, in questi soggetti e di maggior 

20 authoritk che altro, mi confermö questa parte et mi disse che 
giä bayea pensato fare ogn' opera appresso Sua Maestä, accioche 
pigliasse questa via quanto piü presto, et che non era fuori di spe- 
ranza. pero in questo caso saria stato bisogno e raggionevole, che 

Texito deUa dieta, h necessario che il legato non se ne parta prima; oltre che, 

26 quando si volesse dare qnalche imputatione a Nostro Signore, bisog^arehhe 
che ci fusse chi sapesse respondere et tener forte. Carte Cerviniane filza 19 
fol. 106 Kmzepi. 

^) Damals, nämlich am 24., berichtete der Bischof von Forli an Hz. Cosimo: 
ef( sei kaum noch zu bezufeifdn, daß die Konzilsfrage nach dem Willen des Kaisers 

80 entschieden werde, weshalb il legato ci stä di mala voglia, dovendosi accorgere 
horamai in che existiinatione sia con Sua Maestä> et con tutta la corte, se ben 
ei brava, et so che ha detto all* ambasciator di Veneua [Aloise MocenigoJ che 
il papa aspetterä d'esser privo di quel grado et e cardinali del cappello prima 
che consentire alla retrattatione de riti antichi. il nuntio va spargendo per 

85 tutto che quei prelati francesi in Ferrara hanno commessione dal re di confe- 
rirsi in Bologna, dore andranno verso delli altri, proferendo tali parole in certo 
modo che pare habbino buono in mano. et queste sono le cose che fanno 
exasperare e ministri di Cesare; et piaccia a Dio che Sua Santitä Tintenda, 
o chi negoUa per lei sappia pigliare el yerso per beneficio de CriBtiani. 

40 Augenscheinlich setzt die Kurie ihre Hoffnungen auf Frankreich^ wogegen sich die 
Kaiserlichen der guten Gesinnung des Königs versichert halten, usw- Cod. Medic. 
4804 f. 186»— 187b. 



54 Nrr. 17—18: 1647 Juli 25—80. 

Sua Beatitudine porgesse aiuto a Sua Maestä et di concilio, essendo 
bisogno, et parimenti di danari a taF uso et non ad altro. 

lo non volsi mostrare che tal partito mi dispiacesse, anzi gli 
dissi che, se ben si faceva conto, Sua Santitä haveva speso la molto 
maggior parte delli denari travolti nel suo pontificato in simili aiuti 5 
per l'imperatore et re de Bomani, benche non se ne tenga memoria, 
ma piü tosto se ne faccia querela. perö gli dissi che non occorreva 
a trattar di questo, se non si proponeva il modo piü digesto, e che 
se non Thaveva ben chiarito, che si chiarisse et se ne assicurasse 
meglio e poi me lo facesse intendere, come mi disse di fare, ma lO 
che vi bisogneria piü confidenza tra Sua Santitä e Sua Maestä 
tanto maggiormente in questa calamitä de tempi, e che esso pro- 
metteva certissimo dal canto di Sua Maestä buona intenzione, e che 
mi havea scoperto questo proposito per sinceritä dell' animo, non 
havendo prima pensiero di farlo. 15 

lo considero assai che questo modo e diversissimo da quello 
che io scrissi hieri haver inteso da monsignor d'Arras, et so ancora 
che il padre confessore col desiderio buono che tiene, tall' ora si 
promette piü oltra di quello che poi altri vogliano. penso ancora 
che alcuni diranno che questi sono delli tratti. nondimeno non e 20 
da ommettere alcun punto, tanto meno che esso padre hieri parlo 
a longo con monsignore de Qranvela, poiche io fui partito. et in 
ogni caso, monsignor mio 111"»°, quella raggione sopradetta di con- 
siderare Tawenire e provederli, atteso che e commune a tutti . . . 

25 luglio 1547 [da Augusta]^). 25 

1547 18, Verallo an Farnese: Briefe vom 18. eingetroffen; Legat will 
Juli 30 eine Audienz etbitten. Der Kaiser verlangt durchaus, daß dier Papst 
dem Konzil die Rückkehr nach Trient anbefehle; er verspricht da- 
gegen zu gewährleisten, daß die Abhaltung des Ko^izils in keinem 
Falle die päpstliche Autorität beeinträchtige und daß im FaiU 30 
einer Sedisvakanz eine kanonische Papstwahl erfolge. Die Lage 
der Kurie demgegenüber ist schwierig; durch Beharren bei Bologna 
setzt man die Anhänglichkeit selbst der geistlichen Fürsten Deutsdi- 
lands aufs Spiel und muß ferner gewärtigen, daß die deutsc/ien An- 
gelegenheiten ohne Konzil und Papst selbständig geordnet werden. 86 

Unter dem gleichen Datum berichtete der Nuntius Verallo — nach einem 
kurzen Aufzug Morones: Dimandarano per la sopradetta [so!] diffidenza che 
senza il concilio si faccia transferire a Trento autoritate popria, doppoch^ h 
partito Benza saputa etc.; et non facendosi diranno Sua Santitä essere stata 
consapevole. Granvella stä seco /"= gegen Verallo] adirato etc. la dieta con- 40 
cluderä deffensiva et offensiva comune. Timperatore andarä in Fiandra. Cod. 
Vat. 6418 fol. 287*. 



Nr. 18: 1647 Juli 80. 55 

Dankt für Entgegenkommen in seinen Geldnöten und in der Frage ^»^47 
meines Ersatzes. 1547 Juli 30 Augsburg. •^'*^'' ^^ 

Am Neapel Grande Archivio Carte Farnesiane fasc. 784 Orig. 

Hieri arrivo il despaccio di V. S. al legato de 18, per lo quäle Juli 29. 
^hebbi anch' io le mie^), che quanto alli negocii publici si rimette- 18 

*) Von den Gegenschreiben der Kurie liegt nichts vor. Sfondrato bescheinigte 
den Empfang am 31. Juli: le lettere di V. S., quali fumo scritte avanti che 
giungesse il corriere ch'io mandai [Überbringer von Nrr, 10 und 11; kam 
npälestens am 14. Juli nach Born; vgl zu Nr. 15] t mi capitomo alli 26 et l'altro 

10 di 19 [so!] ... alli 28. Neapel fasc. 712 Orig. Über die Stimmung an der Kurie 
nach Empfang 'von Nrr. 10 und 11 vgl. Maffeo an Cervini am 14.: die Antwort 
den Kaisers komme zu sehr ungelegener Zeit, da der Papst seit länger als 
€inem Monat an einem hartnäckigen Katarrh leide und seit acht Tagen keine Audienzen 
gebcj auch erst seit gestern außer Gefahr sei. Florenz filza 20 fol. 129 Orig. Am 

I& 1$. Juli berichtete der Estensische Gesandte RuggierOy Famese habe über die Auf- 
nahme ^ondratos durch den Kaiser gegen den Vertreter Venedigs geäußert: nello 
«xtrinseco non gli potria haver fatto migliori dimostrationi; ma nella existentia 
k) bavea trovato nel fatto del concilio non meno ostinato chel tomi aTrento, 
di qaello che era Nostro Signore in non voler che vi andasse. Morone meine. 

20 der Kaiser icolle einen BrucJi mit der Kurie herbeiführen, um dann poter accon- 
ciare le cose di Germania per qnel modo che paresse essere piü expediente 
per Soa Maestä, o per il mezzo delle dieta o con qualche altro imbroglio, non 
petendo sperar che per via del concilio le potesse accommodar, che era di 
diretto contra le opinioni et heresie loro. Modena. Arch. di Stato, Koma, Orig, 

2^ — Ähnlich der Florentiner Serristori am 16.; der nämliche dann am 17.: diesen 
Morgen haben die Kardinäle Famese, Crescenzio, Morone, Arditighello und Santa 
Fiore Beratung gehabt; sie misbilligen, daß Sfondrato sich dem Kaiser gegenüber 
erboten habe^ zurückzukehren; geschehe dies, so werde es scheinen, als habe die Kurie 
den Bruch herbeigefüJirt ; bleibe dagegen Sfondrato, so habe das jetzt das AnseJien, 

^ aüt unterwerfe sich die Kurie, tocca el lovio, fügt Serristori hinzu, el legato 
commodamente et diceli certi versi Maccheronea, con mostrar che havendo si 
ben negociato, pu6 tornarsene a posta sua, ma con le trombe nel sacco. Am 
Sachmittag hatte dann, laut desselben Berichterstatters, der Papst eine Besprechung 
con alcuni de suoi intimi; beschlossen icurde, das Konzil müsse freibleiben und 

3o »elbst enJtsdieiden, ob es sich nach Trient oder anderswohin verlegen wolle. Morgen 
iceräen die Deputierten im Hause des Kardinals i^on Trani beraten et mercoledl 
dicon che vuol Sna Santitä el consistorio in San Marco et dipoi andarsen a 
Tigoli per qualche giorno et di 11 s'attenderanno a far li spacci. Florenz, cod. 
Mediceo 8464. Der nämliche am 18. : Der Papst ist sehr verletzt, daß der Kaiser 

^ nicht einmal den Reichstag abwartet, sondern einfach die Zurückverlegung verlangt. 
Das reizt den Papst zu gleicl^er Störrigkeit; er verläßt sich freilich auch darauf, 
daß der Kaiser von Geld entblößt sei und mit den deutscJwn Dingen noch genug 
zu tun habe et con qualche altera cion de le cose sue d'Italla. Sodann am 19.: 
dj«fn Morgen traten bei Trani die Kardinäle Guidiccione, Carafa, Crescenjsio, 

^5 Moronct ArdingJtello und Sadoleto zusammen; sie waren einig, daß das Konzil nicht 
nach Trient dürfe, selbst auf die Gefahr einer Spaltung hin; im stillen hofft man 
«fo/*/, der Kaiser Jtabe noch nicht das letzte Wort gesprochen. Am 20.: Gestern 
stimmten Morone und Sadolet dafür, daß das Konzil zurückverlegt werde unter 



56 Nr. 18: 1547 JaU 80. 

vano alle lettere di Sua Signoria B"^, che doppoi melle participo 
cortesissimamente. sopra quali risolse d'havere una audientia da 
Sua Maestä, il negociato della quäle scriverä poi Sua Signoria 
R"* come piü informata^). ma quanto a quello che tuttavia si va 
penetrando, desiderariano questi ministri di Sua Maestä, per le h 
mani de quali si trattano queste cose del concilio, di accomodarle 
in modo che*l fine fusse di far ritornar* il conoilio a Trento, senza 
che li prelati che vi sono andassino altramente a Bologna, et che 
in questo Sua Santitä usasse della absoluta autoritä sua in farcelo 
ritomare. et perche pensano che nuUa cosa potesse ditficultar lO 
queeto piü che*l timore di un schisma, in evento che durante il 
concilio vacasse la sede (quod Dens avertat), secundo il timore che 
si potrebbe haver' di Ik, che nel concilio non si procedesse contra 
la persona di Sua Santitä. et contra la 111"^* casa sua, il che non 
potrebbe succedere si non da qualche spirito maligno et iniquo che 15 
volesse malignare, vorrebbeno pigliar questo temperamento, che Sua 
Cesarea Maestä assicurasse Sua Santitä di queste doi difficultk, 
promettendoli che n6 si toccarä in punto alcuno Tautoritä della 
sede apostolica et persona di Sua Beatitudine et Sua 111"^* casa, ne 
si permetterä che in eventum vacationis la elettione del pontefice 20 
futuro si faccia per altra via che per la ordinaria nel coUegio delli 
cardinali, dove sia che si trovasse detto collegio. et quanto alla 
religione, che ritornando in Trento Sua Maestä haverä piü fomento et 
spaUa di constringer la Germania a star' alla determinatione del concilio. 
et non manca chi sia di opinione che volendo Sua Santitk aiutar' 25 
Sua Maestä di danari, che si potrebbe trattar con Sua Maestk, che 
pigliaria forsi la impresa di restituire de fatto la religione con la 
forza. et questo fu motivo del padre conf essore ^), il quäle tuttavia 
dimostra bona voluntä in questi negocii et di religione et di con- 



Aufrechterhaltung aller seiner Schlüsse. Der Papst hat das Konsistorium abgesagt 80 
und verschiedenen }*rälaten hefeklen lassen, nach Bologna aufzuhrechen. Am 22.: 
Manche Kardinäle stimmen doch für die Rückverlegung; aber der Papst erklärt ^ 
lieber alles dulden zu wollen als nachzugehen. Ebendort. — Am 23. berichtet Ruggieri: 
A Nostro Sig^ore ^ parso far rescriver al legato assolutamente che [il concilio] 
non si k per tomare in Trento, et non dir d'esser per transferirse in una altra 85 
terra, xna appettar che Fimperator sia quel che lo ricerca. Die zur Reise nach 
Bologna befehligten Prälaten haben mit Mühe Aufschub bis nach dem ersten August" 
regen erlangt, non si havendo a far la sessione prima di settembre. A, a. 0. 

') Sfondrato konnte — im angefiUirten Briefe — nur melden, daß er noch 
keine Audienz erhalten, angeblich weil der Kaiser krank sei; doch sollen die Kaiser- 40 
liehen Briefe und Nachrichten aus Rom haben. Über die sie sich erst untereinander 
benehmen wollen. 

«) Vgl oben Nr. 17. 



Nr. 18: 1647 Juli 80. 57 

cilio. ma piü diffusamente ne dovrä scriver il R™° legato, al quäle 
mi rimetto, che per haverlo meglio trattato ne darrk ancora meglio 
conto^). 

Hör, monsignor mio 111"*®, a quel che poBSo comprendere se- 

5 cnndo il mio debole iudicio, vedo la cosa piü longa forsi di quell o 
che pensamo, et non sark in potestä di Sua Santitk a serrarlo piü, 
qnando volesse, a sua posta, perche non mancaranno delli impedi- 
menti continuamente che lo disturbaranno. et volendo Sua Santitä 
usare della autoritä, o che non 11 sarä comportato o che bisogna 

10 che ci nasca rottura grande. et dall* altro canto, non si facendo 
ritomare a Trento, potranno nascere molti inconvenienti, quantunche 
queeto ha la mira piu di lontano, che probabilmente si potrebbe 
dir*: sarä poi quelle che Dio vorrä! del perseverare a Bologna non ^ 
homo da queste bände che non lo biasme, ne si potranno contener' 

16 in officio questi principi catholici di Germania, et massime li eccle- 
siastici, che non sarä gran fatto che perdiamo ancora la devotion 
loro come del resto. et mi persuado che non si pigliando qualche 
astretto o appuntamento di commune consenso con costoro, et che 
al SUD tempo voglia il concilio proceder' in Bologna a far' la 

20 Session' et mandar' fuora li suoi decreti tanto sopra li dogmi come 
della reformatione, che si dark occasione de qui di fulminare, in 
modo che quando havesse da proceder' piü avanti, forsi li sarä 
impedito o vero che senza haver rispetto piü a esso concilio si 
cercaranno di far* de qui delle provisioni non punto a proposito n6 

25 honorevoli et per la religione et per quella santa sede, perchö si 
vedono tanto pregni et pieni li animi di tutta questa corte contra 
di noi, che non saprei che altro iudicio farmene per fin adesso, si 
non malo. resta dunche che non si petendo le cose assettar' de 
qui a voto di Sua Beatitudine, che Sua Santitä et V. S. con quelli 

80 altri fiignori pensino qualche temperamento a pigliar' quel manco 
mal partito che le parerä convenire all' autoritä loro et alle res- 
petto delli tempi, che per nostra mala desgratia corrono adesso. 
supplico V. S. che mi perdone s'io sono uscito a tanto dove foisi 
non mi conveniva, per il zelo et desiderio che tengo che le cose 

85 andassino meglio di quelle che le veggio andar; perö rimetto tutto 
alla infinita prudentia di Sua Beatitudine et di Y. S. con quelli 
altri signori che ne participano, tra quali mi confido che si trova- 
ranno buoni mezzi a tutto, che con iustificatissime ragioni levaranno 
di mezzo la via et ansa a chi volesse doppo maUgnar. 

40 Dalle sudette lottere di 18 veggio tuttavia con quanta cle- juli la 

Vgl Nrr. 2U 22, 



58 Nrr. 18—19: 1647 Juli 80—81. 

mentia Sua Beatitudine et V. Ill"** S. procedeno verso di me in con- 
solarmi quanto al particolar mio del bisogno pecuniario et del süc- 
cessore, di che ne bascio humilissimamente 11 santissimi piedi di 
Sua Santitä et mani di V. 111*"* S., della quäle mi confido talmente 
ch'havendo fitti tutti li mei pensieri in lei, non dubito punto 6 
ch*ella sia per degnarsi d*haver quella consideratione di casi mei, 
che porta la lunga et devotissima servitu mia, ne mi sarä mai 
grave lo supportar' in pace questo tempo che le piace che mi reste, 
come neanche mi sarrebbe, se in servitio di quella et della sua 
lU*"* casa io ci lassasse questa povera vita. 10 

Son pochi giomi ch'io hebbi la poliza delli 500 scudi (che V. 
S. R°** mi donö per aiuto di costä) da monsignor Poggio, bench'e 
diretta alli Affaitati^) in An versa (che ci perdo 7 V2 P®^ cento a 
pigliarli qui), li quali aiutaranno a pagar' parte del debito che ho. 
ne ringratio humilissimamente V. S. Ill°>». lö 

Jtdi SO Da Augusta el di 30 di julio 1547. 

15i7 19, VeraUo an Farnese: Die Liga gilt für gesichert Herz. WiUielm 

Juli 31 von Bayern ist in gutem Vernehmen mit dem Kaiser; macht sich 

Aug. 1 Hoffnung auf Neuhirg. Die Liga ist von höchster Bedeutung für 

den Kaiser. Ihr Inhalt. Der König von Frankreich nimmt deutsdie 20 
Söldner an, doch hält dm' Kaiser sich seiner fürs erste versichert. 
Er beabsichtigt Champaigney nach Frankreich oder Mailand und 
Chantonney nach England zu entsenden. Der Kaiser erstrebt die 
Stellung des tei'tius gaudens zuuischen Frankreich und England. In 
Augsburg hat trotz Widerstrebens des Magistrats die katholische 26 
liestauration begonnen. Der Gesandte Andelot ivird zurückerwartet. 
In den Reisedispositionen des Kaisers scheint eine Änderung einge- 
treten zu sein; Sicheres ist nicht zu erfahrest infolge der allgemeinen 
Abneigung, die ihnen, den Päpstlichen, begegnet. Ztvei kaiserliche 
Obersten sind ncuJi Italien gegangen. Man glaubt hier, die Ver- 80 
mählung Orazio Fameses mit Diana von Frankreich toe^'de nicht 
zustande kommen ; Verallo hofft das Gegenteil. Der Erzbischof von 
Salzburg läßt den Papst bitten, den erhaltenen Dispens wegen der 
Weihen fortbestehen zu lassen ; sein Abgesandter teilte Verailo weiteres 
über die Liga mit. Hier beluiuptet man ein heimliches päpstUdi' 85 
französisches Bündnis, was Verallo leugnet. Venedig wird nichts 
gegen den Kaiser wagen» Letzterer ist aufs neue unpäßlich. 
1548 Juli 31, August l Augsburg. 

Aus Neapel Orande Archivio Carte Farnesiane fasc. 690 Orig. 

1) Vgl Bd. 9 S. 150 Anm. 2. 40 



Nr. 19: 1547 JuU 81. 59 

Scrissi heri quanto mi parve approposito circa le cose del con- Juli 30 
cilioy boggi mi resta solo dire delle cose de qui, tanto concementi 
il pnblico come il private, et primo quanto alla lega, che Sua 
Maestä ha fatto praticare in Uhna, Taltro hieri fumo licentiati tutti Juli 29 

5 li commissarii delli principi et cittä, che erano qui a questo effetto, 
perche comunicheno alli patroni et ritomeno con mandato amplissi- 
mo a concladerla alli 22 d'agosto. et si tien* per conclusa, perch^ Aug. 22 
giä si sono contentati et il duca di Baviera, che fu qui tre giomi 
fa per visitar Sua Maestä (benche chiamato), promisse a Sua Maestä 
10 di far' quanto lei ordinaria non solo in questa parte della lega, che 
lai iudicava necessaria per la quiete di G-ermania, ma in ogni altra 
cosa che Sua Maestä commandasse. et fece instantia a Sua Maestä, che 
non volesse dare Neuburgo ad altri ch'a lui, per lo quäle non 
restarä di pagare un buon beveraggio a Sua Maestä di 100 OOÜ 

16 seudi over 200000 fiorini per haverlo; et raltrohieri se ne ritornö 

a Monacho con qualche speranza d^haverlo *). Juli 29 

Questa lega, la quäle si puo teuer' per conclusa, non e di poco 
momento non solo per la pace, iustitia et quiete di Germania, ma 
per ogni altro particular di Sua Maestä, per il modo che la si 

20 concluderä. li articoli principali della quäle sono questi: primo 
ch'habbia da durare 15 anni, et doppoi secundo il frutto che si 
vederä nascer* di essa, cosi poträ prorogarsi, quanto sia bisogno. 

Secondo che Sua Maestä entrarä non solo come imperatore, 
ma con tutti li Paesi Bassi, con la Borgogna et Lutzelburgo et 

25 tutti li paesi hereditarii, obligandosi pro rata di aiutare Timperio in 
tutte le occurrentie sue con le forze etiam di detti paesi compresi 
nella lega, et principalmente contra il Turco. alcuni vogliono che 
Sua Maestä sia per farci includer* il stato di Milano, come membro 
dell' imperio, et forsi quelle di Savoia, et ch'habbia da farci saltar' 

80 in groppa il regno di Napoli, ma questo io non lo credo, cosi come 
non lo ho da molto bon loco; imperö ogni cosa se ne puö creder\ 
includendo massime questi altri stati sudetti. 

Le conditioni di detta lega sono: primo che in ogni occurrentia 
li stati dello imperio siano obligati defensivamente concorrer* 

85 alla defension delli sudetti stati contra qualsivoglia nemico di Sua 
Maestä. 

*) Sfondrato in Nachschrift zum Briefe ivm 31. (unten Nr. 20) erwatint auch die 
Ankunft Herzog Wilhelms: lo non mancai di mandar subito a visitarlo con tutte 
quelle exhibitioni che per me si pot^ ; et benche rispondesse assai gratiosamente 
40 con mostrare che ci saremmo visti insieme, nondimeno noii si ö fermato qua 
piü di duoi giomi et si ^ partito senza altro. Carte Farnesiane fasc. 712 Orig, 
Über das Verhältnis zicischen dem Kaiser und Herzog Wilhelm in dieser Zeit vgl. 
Riezler, Gesch. v. Bayern IV S. 390 ff. 



60 Nr. 19: 1547 Juli 81. 

Che non s'intenda solo per le guerre future, ma per le presenti 
ancora, etiam contra tutte le terre maritime disobedienti, et contra 
la cittä di Constanza, che non e venuta a darsi a Sua Maestä, et 
contra ogni altro di quäl si sia conditione, che non fasse venuto 
alla obedientia di Sua Maestä, central quäle f usse necessario proce- 6 
der' al castigo. 

Che alli iudici della detta lega si rimettano tutte le cause delli 
spogli fatti con la executione et restitutione, et tutte le altre cause 
sieno rimesse al giuditio della Camera Imperiale, neUa quäle pro- 
motte Sua Maestä di metter iudici di tal sorte che nesuno habbia 10 
causa di lamentarsi. 

Che la detta lega sia tenuta a contribuire alla manutentione 
d'uno essercito, che Sua Maestä vuel* teuer' per sicurtä della dieta 
et per la tranquillitä di Germania, finchö le cose sieno ben paci- 
ficate; il quäle essercito sarä. di 20000 fanti et 4000 cavalli, benche 16 
parendo alli stati questa summa excessiva, potrebbe esser' che si 
moderasse a minor numero, ma io non lo credo. 

Che Sua Maestä promette di stabilir la pacificatione publica 
et di pigliar mezzi convenienti et di Dio alle cose della religion in 
questa dieta, che nessuno si poträ debitamente dolore. 20 

Che'l Ser™° re di liomani entra nella detta lega con tutti li 
suoi stati patrimoniali et altri, excettuata la Bohemia et la üngaria, 
con le medesime conditioni, et solo defensivamente. 

Che li stati ecclesiastici per vigor del iuramento che hanno, 
vogliono excettuar il papa et la sede apostolica. sopra di che 26 
ci nacque qualche despiacere d'alcuno ministro di Sua Maestä, che 
voleva non se ne excettuasse persona; ma la non fu ottenuta 
per all' hora et la cosa stä nella risolution predetta. — 

De qui s'intende che Francia ha havute 28 bandiere d'Allemani; 
imperö Sua Cesarea Maestä pare che si sia molto assicurata che 80 
per questo anno Francia non sia per moverli guerra altrimente, et 
attenderä alle cose di Germania per adesso con tutto l'animo, come 
si Francia non si trovasse al mundo, et cosi Sua Maestä viene 
assicurata. si dice che mandaria monsignor di Ciampagne o in 
Francia over a Milano, che non s'intende di ceiio, et monsignor 85 
di Ciantone ^) suo f ratello in Inghilterra sotto nome che se ne ritome 
in Borgogna a sua casa, che penso la partita sarä domane o l'altro 
Aug. 1. 2 et monsignor di Ciampagna si fa della bocca et con quel titolo si 
mandarä, quando sji habbia da mandare. 

*) J&ome Perrenot Sieur de Champaigney und Thomas Perrenot Sieur de 40 
Chantonnay, beides Söhne Granvellas- Über Chantonnays Sendung 9. auch unten 

Nr. 25. 



Nr. 19: 1647 Juli 81. 61 

Questo ambasciator Anglico qai dimonstra che non ci sia fra 

loro molta confideiitia di Sua Cesarea Maestk, percb^ dice che Sua 

Maestä dice di voler' esaer' amico di Francia et ancor del suo re, 

acciochö fra tanto li doi sudetti re vengano alle mani, che facciano 

5 guerra tra loro et che si consomeno, donde lui diventaria maggiore. 

Sua Cesarea Maestä ha conceduto al cardiual d*Augusta che si 

apra qoi la chiesa maggiore, perche se ci possa celebrare alla 

catholica; imperö si dice che questi dello senato della cittk faranno 

prohibitioxie, che nullo della cittä vi vada alla messa ni vi entre al 

10 tempo Xihe vi si officiarä. 

Qaesta mattina si 6 aperta la chiesa di San Domenico per opera 
del confessore, perchä vi si dicano le messe per la Corte et serva 
per la confratemitä della corte et per sepelire chi moresse'). 

Si aspetta che monsignor d'Andalo Francese, il quäle venne 
15 sotto Wittenberg a Sua Cesarea Maestä, ritome qui et non passarä 
senza qualche trattato, che pero non si puö penetrare. 

Fin qui h stato tenuto al fermo et cosi si diceva, che f atta la 

dieta, quäle vuole Sua Maestä fomir* fra un mese doppoi la pro- 

Position fatta, andaria in Fiandra et di lä tomaria qui et doppoi 

20 pasaaria in Italia. impero adesso si vedeno segni alquanto contrarii, 

che Sua Maestä piu tosto doppoi la dieta debbia passar' in Italia 

che in Fiandra, perch6 mästro Comelio, medico suo^, il quäle 

havea detto che Sua Maestä andäria in Fiandra, hora ha mandato 

per la moglie, il che non havrebbe fatto se fra pochi mesi Sua 

25 Maestä dovesse Ire verso Fiandra, che e il suo paese naturale. 

Faltro si i che Adriano della camera') ha mandato in Fiandra un 

mulo et una chinea^) vuoti, dicano per far* venir' la mogliera, et 

partendo un caro barbiere di Sua Maestä per Fiandra per veder' 

sua moglie, li disse Adriano che tornasse presto, perch^ Sua Maestä 

80 restava molto satisfatto del suo servitio. Taltra: monsignor 

Legrande') e andato di lä in poste et lasciata la robba qui, et porta 

ordine d'haver allo arrivo suo lä 100000 scudi per äff an di Sua 

Maestä, di modo che quelle che non si puo alle volte cavare dalli 

grandi, si cava da queste altre brigate, quali sono necessarie allo 

85 servitio di Sua Maestä; donde si fa coniettura che piu tosto Sua 



') Vg^' hierzu einen Bericht des Ambrosius van Gumppenberg aus Augsburg 
vom 9' August 1547, von mir mitgeteilt in Forsch, zur Gesch. Bayerns Bd. 10, A 
8. 267, sofcie Venet. Depp. II S. 315. 

*) Comelio van Baersdorf; vgl. Bd. IX S. 415; s. auch unten zu Nr. 25. 
40 5) Jidrien DuboiSf erster Kammerherr des Kaisers; vgl. Bd. VIII 8. 593. 

*) Faßgänger, Zelter. 

») Vgl oben Nr. 12. 



62 Nr. 19: 1647 Juli 81. 

Maestä sia per far la volta dltalia che di Fiandra; impero io credo 
* che le cose in questa parte si govemeranno secundo quello che 
Sua Maestä poträ ritrare da Sua Santitä delle cose del concilio, et 
dall'altri negocii del Begno et di Lomhardia. 

In vero le cose qui vanno molto alla secreta et e cosa difficillima 5 
a cavar niente, per la poca fede che ci h havuta tanto da questi 
deUa Corte quanto etiam da Tedeschi di qualsivoglia sorte, che 
sieno o layci o ecclesiastici, con quali ormai havemo poco o nullo 
credito, che tutti si guardano da noi. 

Si e detto questi giomi che questi doi colonelli di Tedeschi to 
licentiati da Sua Cesarea Maestä andavano senza nome di capitano 
o altro la volta d'Italia. non posso penetrare a che fine, si talhora 
non fusse ch'havendo mandato don Ferrante a fare Allemani per 
la guafdia del stato di Milano, Sua Maestä lo ha prohibito, che 
non hä yoluto che li faccia; che potrebbe esser' che li mandasse l& 
di quelli, perch6 sono bonissimi soldati et fidelissiml — o che ci 
e altro disegno, che non si puo fin qüi intender' appieno. 

In questa Corte dalli buoni si fa poco conto dello maritaggio 
fatto con la figliola del Christ™** per lo Ill"° signor Oratio nostro» 
perche non pensano öh'habbia da durar' per esser' la Ser™' figliola 20 
troppo tenera^ et pensano ch'avänti si possa effettuar', che manche 
Sua Santitä et chel re non osserve la promessa. nondimeno io 
mene rallegro infinitamente et spero che quel re Christ™®, che 
fa professione di osservar' la parola sua, non lo mancarä per 
niente, et cosi faccia Dio, perchö mi pare unä buona cosa per lo 25 
■ stabilimento della 111™* casa per le cose fatte et da fare piacendo 
a Dio»)! 



Diana von Poüiers, natürliche Tochter König HeinricJts II (mit Orazio 
verheiratet 1552) ; sie stand damals im zehnten Lebensjahre* Nach einer Depesche 
des Nuntius in Frankreich, Dandino, vom 13' Juni, hatte damals das Eheversprechen 80 
(per verba de futuro) stattgefunden. Ilwenzy Carte Cerviniane filza 17 fol. 29 
Orig» Der Fapst war, wie der Gesandte K. Ferdinands an der Kurie, Diego 
Lasso, am 8. Juli meldet, sehr befriedigt y Fran9eses creen que teman por este 
respeto mas parte en '1 para lo que podra venir, y asi dizen que se lo a pro- 
■ metido. Wieun Staatsarchiv, Romana, Korrespondenz fasc. 9, Orig, Andererseits Sb 
war man in der Umgebung des Kaisers anfangs seiir unzufrieden, wie der Bischof 
von Forll am 7. Juli schreibt, dicendomi il confessore in tal proposito, che 
morto il papa casa Farnese debbe per necessitä et per iustitia ruinare, non ha* 
vendo saputo governarsi nö con Dio n^ con gli homini, ma sempre con inganni 
et con fraude, mostrando in bocca el contrario di quel che tiene ascoso. Cod. 40 
Med. 4804 /. c. Aueh Sfondrato gibt in der Nachschrift vom 3L Juli an, schon . 
in Bamberg habe Arras mit ihm über obiges VermäJilungsprojekt gesprochen, che 
parve chiaramente non piacesse qua. doppoi in questa cittä, havendo loro havuti 
(come io penso per via di Roma) gli capituli di tale stabilimento, mi mostrano 



Nr. 19: 1647 Juli 81. 63 

Hieri fu da me messer Giovanni Lucretio*), che stava qui per Juli 30 
larcivescovo di Saltzburgk, et mi fece la scusa da parte di suo 
patrono sopra di quel breve che li diedi l'anno passato che si 
volesse consecrare. et dice che havendo lui la dispensa da Sua 

5 Sanütä, qual dura ancora per Ire anni, et militando adesso le 
medesime cause che militavano all' hora et dette altre maggiori, 
supplica Sua Santitä che voglia esser' contenta che possa goder' 
della gratia della detta dispensa. onde io li ho promesso di scri- 
veme a V, 111™* S. come fo, il resto rimetto alla pmdentia sua. 

10 Volsi andar' un poco tastando con il sudetto monsignor Q-io- 

vanni Lucretio sopra di questa lega, che si concluderä alli 22 d'agosto^), Aug. 22 
et trovo che la si concluderä certo, etiam non obstante le diffi- 
cultä che vi si erano trovate. et trovo che sarä non solo per la 
quiete di Germania, ma servirä ancora a tutti li bisogni di Sua 

15 Maestä et contra ogni persona che volessi muoversi contra lei; et 
della reügione non si 6 fatta pur' una parola, salvo quello che Sua 
Maestä promette di trovar mezzi convenienti et de Dio, che nessuno 
si poträ debitamente doler. dice che questa parola debitamente 
e quella che assettarä ogni cosa, potendosi tirar' a qualunque 

1)0 senso vorrä la Maestä Sua servirsene, tanto in farvi di Catholici 
eome altramente. la summa si e chi) de qui si ättende quanto si puo 
a far li fatti loro, et non si resta di trattener' ogni homo. 

Per la corte si dice che Nostro Signore si e coUegato con 
Francia secretamente, et a quelli che lo hanno detto con me, lo 

25 ho negato a buona fronte, come in vero non ne so nulla. per 
quanto posso penetrar' qui da questo ambasciator Yeneto, lui tiene 
che Venetiani non si lasciarano mai indurre a far' trattato aleuno 



che se ne faccino poca cura, con presuposto che dal canto di Francia non 
debba finalmente haver reffetto. Die Vermählung der Vittoria Farnese (vgl. 

80 Nuniiaturherichte Bd, 9 S. 492 Anm. 3) werde dagegen von allen gebilligU Damit 
vgl. noch ein undatiertes Decifrat Sfondratos, das ioohl in diese Zeit gehören mag: 
non lassarö di dirle che ritrovandomi con monsignor Rmo d*Augusta mi di- 
mandö a buona occasione del parentado del eigner floratio. nel che ragionando 
mi disse haver pensato talhora, che non saria stato difficile praticare matrimonio 

85 per lui con nna delle figliole del re di Polonia, quali sono Ire, adducendomi in 
proposito che la regina gli haveva dato cura di trattar tal effetto con alcuni 
di qnesti principi di Germania, et mi mostr6, come prudente, che non si 
moveva giä per interrompere la pratica presente di Francia in caso che piii 
piacesse, ma per Obligo et devotione, qual tiene alla casa sua. il che tutto 

40 parml che sia bene a sapere non solo per la qualitk del partito, qual da ogni 
canto h honoratissimo et di somma nobüitä, quanto ancora per prevalersene 
ad altro effetto bisognando. Neapel, Carte Famesiane fasc. 696. 

*) Johann Alhrecht Widmanstadtt genannt Lttcrezivs^ bayerischer Hat» 
») Vgl unten Nr. 31. 



64 Nr. 19—20: Juli 81. 

per adesso ; temono f orsi troppo la grandezza di Sua Cesarea Maestk, 
come ragionevolmente si deve temere^). 

Juli 29 L'altro') hieri ritornö dalla corte di Francia il secretario di 

questo ambasciatore qui et hoggi ne e venuto an corriero. le cose 
si vanno molto battendo ne si penetra per ancora quello che 5 
si sia*). 

Juli 31 Da Augusta el di ultimo di julio 1547. 

Äug. 1 Tenuta al primo d'agosto*). 

Saa Maestä e stata questi di con poco di travaglio del corpo 
per una pilola che prese, et non senza febre, come ancora non stä lO 
libero, havendone havato questa notte et hoggi un poco'), che ^ 
causa che monsignor B°^® legato non habbia Taudientia per 
ancora. 

1547 SO. Sfondrato an Maffeo : Schickt ein Eaisotinement über die Haltung 
Juli 31 der Kaiserlichen zur Komilsfrage. 1547 Juli 31 Augsburg. 16 

Aus Neapel Gr. Archivio Carte Famesiane fasc. 712 Orig. — Aiic/* Trient 
BiU. civica cod. 111 pag. 88—89, spätere Abschrift. 



lo mando a Y. S. l'annesso discorao sopra le presenti diffi- 
cultä del concilio*), accioch'essa lo mostri a monsignor nostro lU™® 
et a cbi le parerä bene, et non e gia ch'io non pensi quello che 20 
per ciö si possi murmurare; nondimeno non ho voluto restare per 
il debito et discarico mio, acciö siate ivi meglio informati deltutto. tanto 
piü che nel ragionar' con questi signori, ricordandoli quanto debbano 
advertire in questa parte del concUio per non portame carico et non 
far sc^dalo et macchiare gli honori et vittorie di Sua Maestä, 26 
sempre m'hanno risposto ch*essa in questa attione specialmente 
procederä di modo che restarä giustificata appresso del mondo. et 
in tali ragionamenti in diverse volte ho cavato la sustanza delle 
risposte loro scritte nel discorso, alle quali oltre il replicare quello 
ch'occorrerä, ho detto panmente che Sua Beatitudine era di tal* 80 
intentione et prudenza che quello farä, sempre poträ giustificarsi 
senza dar causa a disordine publico. nel resto so che mi conoscete, 



a) Von hier an eigenhändig. 

b) SbenfäOe eigenhändig. 

*) Vgl. hierzu Venet. Depeschen vom Kaiserhofe II S. 315 mit Anm. 1. 86 

*) Sfondrato in der Nachschrift zum 31. gibt an, er habe Arras und Figueroa, 
die ihn besuchten, tcegen des Verhältnisses zu Frankreich auf den ZaJm gefühlt: 
et per quello si pu6 comprender' non vi si vede esser altra dispoaitione di 
quella sia stata per il passato, perchö dicano che tra questi regi non h 
guerra usw. 40 

') In Nr, 22 bezeichnet Sfondrato die Krankheit des Kaisers als Gelbsucht 
(ictericia). 

♦) Nr. 21. 



NiT. 20-21: 1547 Juli 81. ßg 

et io tengo tanto Obligo a quella santa sede et precipuamente alla 
bontk di Nostro Signore, quäl ha dimostrata ver80 di me con 
esempio raro, che per servitio et honore suo non sono per ometter^ 
alcnna occasione, ne haver* rispetto a qualunche altra causa nä 
5 faggir pericolo, anci esponere per cio la vita propria, come sempre 
son paratissimo di fare. 

Non') ho anchora potuto haver audientia da Sua Maestk, benchä 
rhabbia ricercata, per esser alquanto indisposta. 

Da Augusta allo ultimo di giulio la matina 1547 *). ' Juli 31 

10 2L Sfondratos Darlegung des kaiserlichen Standpunkts in der Konzils- 1547 
frage [1547 Jtdi 31 Augsburg]. «^w^» 5^ 

Au9 Arcfh. Vat. Armar. 62 [Concilio di Trento] Vol. 18 fol. 204—207 gleich- 
zeitig; mit Aufschrift von Morones Hand: Disputation sopra il concilio 
di Trento 1547. ' 

15 Audi Trient Bibl, cir. cod, 111 pag. 89 — 44 überschrieben Discoreo. — 

Gedrwkt Döllinger, Beiträge zur politischen ustv. Geschichte Bd,1 8,108— 111 
nach einer dem Gesandten Mendoza in Born durch Kardinal Coria ge- 
lieferten und mit Depesche vom 27. August (ebendas. S. 107 f) eingesandten 
Abschrift^. 

20 Domanda la Maestä Cesarea che il concilio se rimettl in Trento, 

atteso che per Sua Beatitudine fu inditto et principiato in quella 

a) Orig. von hUr eigenhändig. 

'*) In einem ferneren Schreiben vom gleichen Tage an Maffeo (Trient Bihl. 
civ. cod. 111 pag. 86 — 88) gelit Sfondrato auf nicht vorliegende Briefe des letztei^eH 

25 ^"^i^ 1^'f 14, u> 15* Juli ein, namentlich auf den letzten, in dem gesagt war che 
qaelli signori del concilio si meravigliano che nel raggionamento fattp con 
Saa Maestk io habbia ommessi molti copi, quali erano al proposito. J^tn Ver- 
gleich der Weisung vom 31. Mai (Nr. 1) mit seinen Depeschen zeigt, daß er 
alleSt was er geheißen tcar, dem Kaiser vorgetragen hat. et [che] io non ho pro- 

110 posto a Sua Maestä che assicuri di lassare far la riformatione a Sua Santitä e 
che nel concilio non si parlerä della persona di Sua Beatitudine e che vacando 
la sede non si liconoscerä altro papa che Io eletto dal coUeggio de cardinoli, 
non h da maravigliarsi, perchö non solo non ho tal commissione, ma essendo 
occorso a ragionare di tal cose in congregazione et ancora in compagnia di 

85 quelli xniei signori Rbü del consiglio [loohl zu lesen: concilio], sempre fu dubi- 
tato, se tali condizioni fossero da tentare, benchä ora forsi Io stato delle cose 
potria ricercare altro. et qufinto all* ultima parte, che io sia parso un poco 
corrivo [= voreilig] a chiednr licenza cosl di primo tratto, se si considerarä 
bene il punto in che Sua Maestä era firmata, forsi giudicherasi che non vi 

40 era altro modo piü conveniente ad un legato Romano usw. 

') Vglm noch Pallavicino lib. X cap. 3 § 8, 9 und de Leva IV p, 332 sq. 
Merkle^ Qmc. Trid. I p. 682, 2 zitiert irrtümlich Arch. Vat. Armar. 82 vol. 82 f. 
484; dort findet sidi eine andere, inhaltlich äJmliche Abfiandlung Sfondratos, die 
aber in eine spätere Zeit fällt (s. Beilagen). Ein Gutachten Cervinis über diese 
Darlegung Sfondratos; vom 20. August und eine Erwiderung Morone's in den Beilagen. 
Noat-iatnr berichte, erste Abteiloag, Bd. X. 5 



6ß Nr. 21 :, 1547 Juli 81. 

cittk . coli' assenso o eepresso o tacito delli principi et dominii 
catholici per rimediare principalmente alle heresie di Qerm^nia« 
et benchö doppoi sia stato tranaferito in Bologna per causa di qaoUa 
contagione, npndimeno cessando bora insta Sna Maestk c}ie debba 
ritornarsi nel loco primo, tanto piü che col mezzo di tal concilio, & 
havendo vinta l'impresa di Oermania, si pö dar forma alla ridut^one 
della religione in detta provincia con altro modo che per il 
passato. 

Se si dice che tal remissione del concilio si ha da fare per il 
medemo concilio in Bologna, et che a queeto effetto li prelati qnali 10 
sono in Trento, dovriano andare in Bologna, tanto piü per levare 
la mala faccia quäl si vede di divisione tra prelati, respondeno 
gFagenti di Sua Maestä: che essa non ha da contendere chi habbia 
da fare detta remissione in Trento, o Nostro Signore o li prelati 
di Bologna, perchö, secondo presupongano, se essequirä in cio il 15 
volere di Sua Santitä, et che il ritomare delli prelati in Trento 
non importa se non drcuito o dilatione, perchi stando loro in 
Trento senza fare atto aicuno conciliare, non mostrft alcuno effetto 
di divisione ne altro male di sustanza piü di quello che fanno 
gli altri absenti dal concilio. perö quanto a questo ponto di far 20 
ritomare li prelati, li pare non saria difficoltk^ mentre vi fusse 
certezza che con loro se facesse la remissione del concilio in 
Trento. 

Se si dice che'l concilio i stato in Trento dui anni senza che 
Oermani vi siano venuti, et che non verranne se non forzati di 26 
Sua Maestä, quäle medemamente con le forze et vittoria sua li pö 
tirare air antica et catholica religione, il che smo ad hora non si 
vede farsi: rispondano che le forze sole non bastano a cpnvertire 
universalmente le menti perverse, ma si bene col mezo del concilio, 
tanto piü essende gik proposto tal modo et accettato da molti so 
principi grandi et altre persone di conto. 

Se si dice che con questa ragione dovria Sua Maestk almeno 
far accettare et osservare li decretti giä formati per il concilio in 
Trento: respondano li prelati, che questo con effetto non p6 tentare 
se non vedendosi che il concilio sia ridotto in Trento et che li 86 
Protestanti possino comparire a dire o sua ragione. o escusatione, 
che almeno restino contumaci. 

Se si dice che conoscendosi ancora di presente doppoi la 
vittoria ch'essi Protestanti perseverino nella sua ostinatione in 
denegare in tutto Tauctoritä della sede apostolica et il concilio et 40 
altri articoli catolici, almeno saria conveniente et giusto che Nostro 
Signore se rendesse sicuro per recesso della dieta overo per ^ - 



Nr. 21: 1647 Juli 81. 07 

promessa delli principi maggiori di Germania o altro modo honesto, 
che rimettendosi il concilio in Trento li decretti di esso Baranno 
essequuti, acciochö con qnesta sicurezza Sua Santitä potosse dar 
conto che tal remissione fusse fatta iustificatamente et che restasse 
s conservata la repatatione del concilio secondo che conviene: rispon* 
dano che Sua Santitä assai resta instificata iacendo rimettere il 
concilio dove prima era posto et aprovato a beneficio della religione 
et reduttione d'nna provincia tale quale i Oermania, per il che la 
reputatione del concilio ancora restaria illesa, et specialmente 
10 instandone Sua Maestä et promettendo di fare dal canto buo ogni 
posaibile, tanto piu dappoi questa vittoria, quale stimano concessa 
da Dio a queeto effetto. et che Taltre sicurezze, quali si propon* 
gano, oltre che portano dilatione evidente, ancora ponno indurre 
novi impedimenti et maggior difficultä. 

16 Se si Tolesse dire che il loco di Trento non i libero ni sicuro 

per qualche argumenti, che moBtrano haver inteao allegand: rispon- 
dano col negare quelli essere veri et bastanti; anci ädducano che 
in molti decreti fatti et altre occasioni, dove ai conoscea Tintentione 
di Sua MaeBtä CBsere che per qualche sua ragione Bi differisBero o 

20 facesBero altrimenti, nondimeno, se ben secundo il Bolito de simili 
atti vi sia intervenuta qualche controverBia, finalmente le deter- 
mmationi Bono paaaate con li debiti modi. 

S'ancora se volesse dire che da queBta remissione in Trento ne 
potesaero seguire inconvenienti alcuni et disordini, come saria 

2b d'eUettdone del papa in caso di sede vacante, et che per mera 
malignitä alcuno intentasse qualche calunnia contro la persona di 
Sua Beatitudine, et che 'in la reformatione se volesse mettere la 
mano a quelle parti che non convenissero, come giä se ne i visto 
qualche segno: rispondano li sopradetti che queste considerationi 

30 d*inconveniente militavano avanti che'l concilio fusse adunato^) in 
Trento, et che nondimeno senz' altro ostaculo fu aperto. oltra de 
ciö dicono che tali considerationi parimenti militavano stände il 
concilio in Bologna, et presuponendosi che habbia la sua libertä 
et sicurezza, tuttavolta non fanno difficultä, che in questi particolari 

36 non se gli pongano quelli remedii che paressero convenienti, con 
la promessa ancora da Sua Maestä. et giä si comprehende ch'alcuni 
parlano di trovare modo a levare questi objetti, quali pensano siano 
li principali. 

Oltre le prefate oppositioni et risposte s'ö ancora talhora 
40 raggionato di quelle potesse occorrere perseverando il concilio in 



o) So eod. Trid. ; «Kc Hm. im Vat Arehiva hat ridutto, Diniinger indntto. 

5* 



BS Nr. 21: 1B47 Juli 8t. 

Bologna contra Toppinione di Sua Maestä. et priino standO'la 
dissenBione tra qüesti dui luminari con Toccasione di tanta discordia 
nella religione, saria pericolo che in ogni caso di rotinira, qaal per 
diversi modi p6 occorrere, che non solo nelle cose della religione, 
ma aiicora nelli stati et temporälitä del Christdanesimo succedessero 5 
hon minori miseiie et estreme calamitk di quelle che si legganö 
essere' accaddute in simili conditioni de tempi, di piü procedendo 
tal dissensione col concilio in Bologna, per essere cittä della chie^a^ 
da quelli che mostrano dependere da Sua Maestä, se potria preten* 
dere, come giä s'e accennato, di volere la sicurezza et libertä del 10 
loco per la parte loro, et con tal pretestb, qualunche se sia, comin- 
ciarebbe' a nascere non solo una delle occasioni sopradette, ma 
imminente et prossima turbätiohe. 

Di piü 6 da considerare, se ben cessassero tutti li prefati 
inconvenienti, almeno rimarrä senza rimedio la G-ermania, perche 15 
mancando questo pretesto del conciUo in Trento se crede che Timpera- 
tore, provedendo allo stato temporale di Germania come meglio 
potesse, o lassaria libera facultä loro di credere et trattare cira la 
religione cio che a ciascuno piacesse, overo di far tra essi qualche 
concilio nationale, donde si pö stimare quelle habbia da succedere 20 
non solo con pregiudicio presente, ma ancora cön pericolo di 
maggior male, se la bontä di Dio non soccorre. 

ültimamente resta disoorrere un' altro partito, quäl non conosco 
che particolarmente sia considerato qua, ma ben si pö comprehendere 
dalle lottere scritte cosi da Broma come da Bologna, et du modo 25 
ancora che . si seiTa ivi. il che h da ispedire il concilio ,co^ circa 
la reformatione come circa li dogmi non solo con celeritä, ma in 
una sessione per schivar gli obietti sopradetti. vero e che non 
cessariano tutti et spetialmente quelle che tocca l'ultimo capo 
d'importanza piü prossima et grande. 80 

Per la quäl causa alli giomi passati si pensö al rimedio de la 
suspensione nel modo ch'io scrissi di Norimbergo '), parendo che con 
quella in parte s'evitassero detti difficoltä, se ben forse n'entrassero 
delle altre. et benchö^ per quelle si contiene nelle lottere di mon- 
signor TÜP^^, ciö non habbi satisfatto a quelli miei signori, come 86 
ancora non satisfaria a me che al presente s'essequisse; nondimeno 
quando avenga di far la provisione effettuale, forsi pensando a detto 
ostaculo non parerä in tutto impertinente, il che perö s'ha da 
rimettere al giuditio loro piü prudente. 



1) Vgl oben Nr. 11, 4C 



Nr. 22: 1647 August 1. 69 

22, Sfondrato an Famese: Die erbetene Audienz verzögert sich; ein 154? 
Ausweg aus den Schwierigkeiten der Konzilsfrage ist nicht ersichüich: Aug. 1 
Sprach darüber erneut mit dem Beichtvater. Die Kaiserlichen sind 
bereit, im Fall der Sedisvakanz eine kanonische Neuwahl in Rom zu 
5 gewährleisten. Sfondrato schlug vor, daß der Kaiser die Konzilssache 
gänzlich dem Papst iiberlasse und die Abgewicfienen mit Gewalt zum 
Katholizismus zurückführe. Vrbinatische Wünsche. 1547 August 1 
Augsburg. 

Au9 Neapel Gr. Arckivio Carte Farnesiane fasc. 744 Orig. — Auch Trient 
10 : Bibl civ. cod. 111 pag. 44—47. 

lö 8to espettando, come scrissi hieri, di bavere Taudienza da Juli 31 
Sua Maestk; ma dubitando che forse potria tardar troppo, perche 
oltre alla indispositione et icterioia') giä scritta s'intende ch'ha 
sentito febre et stä fastidioso» et ancora havea prima ordinato di 

15 serrarsi per pigliar Tacqua: pero accio Sua Beatitudine et Y. S. 
111™* non restasse tanto sospesa sopra il dispaccio, quäle m'indirizzo 
di 18 et 19 del passato, mi 6 parso'di espedirle queste mie per JM 18 
staffetta sino a Trento con Tordine solito di lä a Bologna et poi 19 
a Soma. 

20 lo invero resto con non poco dubbio non solo sopra il sperare 

buona risolutione cerca questo negotio del concilio, ma ancora nel 
modo di procedere, perche volendo trattare sopra le conditioni 
proposte per il signor don Diego, oltre che Sua Maestä et questi 
snoi ministri di qua se ne mostrano tanto alieni, come essa ha 

25 visto per tutte le lottere mie, io comprendo ancora chiaro per la 
sua et per altri modi che Sua Beatitudine stark') dura che con 
queste o altre condizioni il concilio si riduca in Trento, et il pro- 
porre che si trasferisca in Ferraia, come V. S. 111™* mi ricorda, 
overo in altra cittä d'Italia, potria giovare, quando la difficultä fusse 

:k> nel loco solamente della cittä di Bologna, sudditta della chiesa; 
ma il ponto h che Sua Maestä domanda Trento per le cose di 6er<^ 
mania: sichi ripenso spesso a queste difficultä, quali si mostrano 
da ogni canto piene di intrichi, et hoggi ho mandato a chiamare 
il confessore, perchö nel negotiare con li altri, oltre ch'^ difficile, 

S5 & mal cavame succo, et esso almeno ha modo di referire a Sua 
Maestä. 

AI quäle ho fatto intendere in sustanza, come nelle lottere 
havute da Boma mi era dato non poco carico, ch'essendo U signor 
don Diego restato capace nelli ragionamenti fatti in Boma, che 



10 •) lUri — eittJk d'ItaUa OUffH^t im OrigüuO. 

•) Vgl oben Nr. 19. 



70 Nr. 22: 1547 August 1. 

Sua Santdtä per molte cause non potoa assentire ch*il concilio si 
riducesse in Trento senza qoalche conveniente temperamento, io 
non habbia saputo £are il medemo con Soa Maestä et anoi ministri 
con replicarli aopra ciö alcone ragioni piü prencipali. et gli soggionsi 
che essendo sopravenuta a Sua Santitk Tindispositione di che si e 5 
inteso, si h considerato piü apertamente, come si dovesse mai di lä 
consentire di mettere a tanto pericolo lo stato della sede apoatolica 
con una mutatione di concilio in paese strano nello essere presente 
delle cose, ezagerandoli quanto seppi. esso padre mostro di sentire 
il ponto et che comprendea le difficaltä; pero disse ch'era con- lo 
veniente a rimediarvi, comindando ad entrare in certo proposito, 
del quäle giä molti giomi hanno discorso come di cosa honesta: 
cioö che si provedi idla sicurezza della persona di Sua Santitä et 
che in caso di sede vacante l'elettione del pontefice resti secondo 
li canoni, et altre simil cose, con dire che in ciö bisognava haver 16 
fiducia nella promessa di Sua Maestä^). 



1) Par' al coafessor, schrieb der Bischof txm Forll am 29. Juli» chel legato 
si lasci intender un poco meglio che prima; et per quanto ritrassi hieri . . ., se 
Fauthoritli pontificia si pu6 punto assicurare et Telettione del futuro pontefice 
durante el concilio si conservasse alli cardinali, saria facil cosa che Sua 20 
Santitä ci si piegasse senza controversia, poioh^ vede Sua Maestä volta a 
volerlo. Der Kardinal van Augsburg teolle in questo proposito in kurzem 
jemanden an die Kurie senden. Cod. Med. 4804 fol. lS8b — 189». Der nämli^ 
dann am 5. August: Hora ci resta el concilio, il quäle ha in se molti nodi 
difficili a svilupparli. el piü duro ö la poca voglia che tiene il papa di farlo, 25 
talchö, se non si spezano per forza o che Idio non ci metta la sua mano, io 
credo che per altra opera non sieno mai per disciorsi [so!]^ perchö parlando 
pur hieri col legato, lo truovo mal d'acordo a redurse in Trento el concilio, 
allegandomi che la sede apostolica porterebbe pericolo, se nascesse ^ morte 
del pontefice, della quäle si va dubitando . . . vorrebbe adunche si soprasedesse in 80 
Bologna, finch^ si vegga el recesso della dieta, nella quäle concordando li 
principi Alemani di stare alla determinatione del concilio, all' hora dice che il 
papa doveirk rimetterlo in Trento et dovunche piacesse a Cesare. ma in 
questo mezzo non vuole porre in compromesso Tauthoritli della. chiesa, oltre a 
mille altri dubbi che propone di trarre in lunga la cosa. et Ossäre dall* altra 86 
banda insta che si riduca dove era, perchö havendolo promesso aperto in 
Trento alli Alemanni, non pu6 astringerli nella dieta a cosa alcuna, se veggano 
che sia digik mancato loro dellk parola data. pur. el legato mostra d*haver 
buono animo et sperare che ci s'habbi a troyare qualche remedio, et per quanto 
io possa comprender, egli accenna che per [zu lesen : pur?7 Timperatore s'habbi 40 
a piegare in questo a qualche voglia del papa ... il cardinale August ano 
8*affatica el piü che.pu6 et tiene non mediocfe speranza, scriviandogli ii cardi- 
nale Famese che procuri con ogni studio di recönciliare questi duoi principi,' 
insieme promettendogli che'l papa approverrä ogni sua opera. pur-sene tanto 
assuefatti alle bugie che si pu6 prestar loro pochissima credenza. Cod 4804 4§ 
fol t90«^192b. 



Nr. 24: 1547 August 1. 71 

lo ancorachö dal* an canto il temporeggiare sopra aimil pratiche 
ad alcnni potessi piacere, nondimeno pensando ch'il trattare sopra ' '' 
cose, cli*al fine non rilevano, puo portare maggior indignatione, 
gli nspöfli dimostrandoli (come k vero) che le provisioni piredette, 
5 volendole mettere in esecntione, patiscono tanti ostaculi, che appena 
potriaHo lioscire. et li discorsi ancora che oltre alle dette diffi- 
coltäy alle qoali hanno pensato di rimediare, ve ne sono molto altre, 
advertendolo che, quando non riuscissero, se ne doleriano poi et 
potriano portare peggiore effetto. et finalmente li dissi ch'il 
10 miglior partito quäl potesse pigliare Soa Maestä, era di lassare la 
proviaione del conciUo a Sua Santitä et di procedere con le forze 
et con l'aiuto della dieta et con ogni opportono modo, acciö facesse 
ndnrre la reUgione antica in questa provincia; et che nel prog^resso 
Sna Santitii non havria mancato di portarle tatti quelli aiuti et 
IS remedii che fossero stati espedienti. et che facendo in questo 
modo Sna Maestä non solo rimarria senza carico, ma con gran lande, 
et si levariano gli inconvenienti, quali si veggono imminenti per 
qaeeta disseziBione del concilio, se non se li dk presto rimedio. 

Questo modo di procedere parve novo al detto padre, ma perö 

20 che Bon li dispiacesse. et quanto allo altro ragionamento ch'io 

scrissi haver* havuto con lui , quando disse che Sua Maestä proce- 

dendo a questi rimedii di forze meritaria d*essere aiutata in le 

spese facesse, non mi ha detto altro ne a me e parso intricarlo. 

So che Y. S. lU*"' dirä forsi che queste cose non son tali da 

2& farvi molto fondamento, perö non si puö dar piu di quelle si ha, 

«ebene b poco. resta che quella m'inderizzi. 

D'Augusta al di primo d'agosto 1547 ^). Aiig. 1 

Essa') mi scrisse nella sua di 12, ch'io parli a Sua Maestä. sopra juii I9 
la pratica del matrimonio d'una sorella dell' 111™® signor duca d*Urbino 
90 col signor de Piombino, et anchor per il signor don G-iubo frateUo 
di Sua EcceUentia sopra il poter retenir il ducato de Sora, et pre- 
sapönea che un gentilhuomo del detto duca venesse qua con altre 
leüeve di V. S. 111°^^; ma non h anchor da me comparso alchuno') 
ne ho havuto sopra cio altra lettera. tutto per aviso di quella. 



TT^ 



9h «) J>M Kaehadmß iH •igtnkämdig ; fehU im Cod. Trid. 

^) Der bei Massarelli zum 6. August (ed. Merkle p. 679) entähnte Brief 

Sfimdratw vom 2. August an die Konzilslegaten enthält nur die Bitte^ das bei' 

gehende Briefpaket nach Rom weiterzubefSrdernj Cod. 1:rid. 111 pag. 47 sq.; ein 

Brief Yeratlos vom 2> (ebendort, als wegen einiger Punkte bemerkenswert, erwähnt) 

40 liegt fkir nicht vor. 

""^ AM 3. August war der Urbinate angekommen- (Feiice' Tiranni, s. imien tu 
Nr. 45): vgl Venet, Depp. II S. 823 (Anm.). Qiulio ddla Eovere, Bruder des 
Herzogs von fTrhiiio,' geboren 1535, sollte Kardinal werden, toHnschte ' aber seine 



72 Nr. 28: 1647 August 5. 

1647 23. Sfondrato an Farnese: Ein Kurier geht nach Italien ab. Im 
^^' ^ Befinden des Kaisers ist Besserung eingetreten^ baldige Audienz daher 
zu erhoffen^ Ein Vorläufer. Brissacs ist erschienen; das Geheimnis 
der Verhandlungen mit Frankreich zu durchdringen erweist sich als 
schwierig. Die Domkirche Augsburgs ist dem katholischen Kultus 5 
wieder eingeräumt — Nachschrift: Die Audienz ist wieder unsicher. 
1647 August 5 Augsburg. 

Au6 Neapel Gr. Archivio Carte Farnes, fasc. 744 Orig,, ricev. a. 14; dasdM 
aiMJÄ Duplikat. — Auch Trient Bibl civ. cod. 111 pag. 48 sq. 

In questo punto il mastro delle poste mi ha fatto awisare che lo 
era per ispedire un oorriere per Italia, et perche mi dk certo ter- 
mine di scrivere, non posso eseere se non breve . . . 

La Maestä Casarea stä assai bene della sua indisposizione; pero 
stä ancora ritirato e si dice che ha dato principio leggiermente a 
pigliar Tacqua. ne mi pare d'instar raudientia fuor di tempo, 15 
sapendo Sua Maestä che gik Tho dimandata et dicendo qnesti 
signori che me la dark come possi .... 

II confessore mi ha detto che ancora non ha parlato con Sua 
Maestä, doppoichä fu meco, secondo ho scritto. 
Aug. 4 ' Hieri venne qua un gentiluomo francese in posta, mandato 20 

inanti da monsignor di Brisacho, qual si aspetta in questa cittk oggi 
Aug. 6 o domani. pare a tutti che questa venuta per la qualitä della 
persona debba essere d'importanza grande. io prometto bene a 
y. S. di usare ogni mezzo et diligentia per penetrare quelle che 
porta; ma non vi voglio giä promettere di certo il poterlo scoprire 25 
per le difficultä che giä ho ecritto et che essa sa, tanto piü che per 
non tacerle il vero, con quante carezze et cortesie si mostrano per 
noi altri, siamo schifati in questo tempo piü del solito. 

Questa matina si e cantata la messa solenne per monsignor 
j{,mo d'Augusta nella chiesa maggiore con molta frequenza di gente, 80 
et io ho data la benedizione. et vi era ü prencipe Massimiliano et 
quelle di Savoja con quasi tutta la corte. vero e che qnesti della 
cittä hanno fatto et fanno gran resistenza con pretesto che hanno 
concefisa la chiesa a Sua Maestä et non al vescovo et al capitolo. 
pure h dato questo principio buono, et a poco a poco piacendo al 85 
signor Iddio si procederk in meglio^) .... 

Herrschaft Sora (in der Provinz von Caserta) zu behalten. Er umrde nach Massa- 
relli l c. pag. 677 am 28. Juli 1647 vom Papste als Kardinal in pectore reserviert 
und Anfang 1548 publiziert (ibidem 8. 733 zum 11. Januar). Über die ebenfalls 
oben erwäJtnte Verschwägerung Ürbino-Piombino (Appiano) s. Yenet. Dqpp. II 40 
Ä 358 Anm. 1. Vgl unten Nrr. 25 und 27. 

•) Der Bischof von Forll berichtet: in Augsburg werde über eine Auseinander* 



Nrr. 28-24: 1547 August 5—10. 73 

D'Augusta alli ö"") di agOBto 1547. Aug. 5 

Sexia^) poBsibile che Sua Maestk ritardasBe anchora Taudientia 
espettando quello che porta monsignor di Brisaco; perö non restero 
di tentarla domani, et havendola non ometterö parlar delle cose ^^- S 
d*Anglia et della pace con Toccasione del predetto monsignor, in 
caso che non sia Bturbato d'altra gran tempeBta'). 

24. Sfondrato an Famese: OranveUa und der Bischof von Anas ^^^^ 
besuchten ihn. Man besprach die Komilsfrage, Sfondrato zweifelt, ^^' ^^ 
ob es dem Kaiser mit der Zurückführung des KomUs nach Trient 
völlig ernst sei. Das Kommen Don Francescos de Toledo soll nicht 
mit der Konzässache zusammenhängen, 1547 August 10 Augsburg. 

Aus Neapel Gr. Archivio Carte Famesiane fasc. 744 Orig., ricev. a 22. — 
Auch Trient Bihh cit\ cod. Jll pag. 62— B6. 

lo scriBsi a V. S. 111™» per la via di Trento alli 6^), et alli 8') Aug. 6. 8 
non havendo molto che dirle, mi parve Batisfar per una mia, quäle 



a) So Orig, (umd Dupl.), cod. Trid, 0. (In Nr. »4 sagt Sfondrato freUieh, tr habt am 6. und 8 
g99^rubem.) 

h) DU etgenhändige Naehtckrift nur im Orig. • 

Setzung zwischen Bischof und Stadt verhandelt; letztere habe bereits dem Kaiser 

20 zugestanden, daß im Dom Messe gelesen und gepredigt werde. Leider verfügt man nur 
über einen einzigen guten Kanzelredner, den man aus Ulm holen muß, %ioo er bereits 
eine gute Wirksamkeit begonnen hat [d. i. Johann Hoffmeister; vgl. Forsch, zur 
bayer. Geschichte Bd. 10 8. 163 und die dort angeführte Literatur]; bisher hat der 
Kaiser den Suffragan von Mainz (Michael Heiding) und den Bischof von Wien 

26 (Friedrich Nausea) berufen^ um während des Reichstags zu predigen (vgl unten 
Nr. 25). Auch das Dominikanerkloster ist wieder eröffnet; nel quäle il confessore 
con mölti altri celebra ogni mattina, nö manca sin' a qui un cento di persone 
mediocre cbe ymierveughino. Augsb. 5. Aug. Cod. Medic. 4804 fol. 190* — 191«. 
Kardinal Truchseß gedachte damals auch, wie er am 8. August an Kardinal 

80 Cervini schrieb, im Interesse der kirchlichen Propaganda in Augsburg den Jesuiten 
Claudio Jßjo, der seit 1542 in Deutschland tätig gewesen, dann aber von Truchseß 
zum Konzil abgeordnet worden war, von dort nach Augsburg zurückzurufen; doch 
war der Jesuit, wie Certini am 26. mitteilte, bereits nach Ferrara auf Wunsch 
des Herzogs Kreole gegangen. Florenz Carte Cervini 18 fol. 66 Orig , fol. 75 Konz. 

85 Vgl. auch meine Schrift : Die ersten Jesuiten in Deutschland (Halle 1905) S. 45 ff. 61. 

In einem vertraulichen Schreiben an Maffeo vom 7. berichtet Sfondrato, 

das Befinden des Kaisers scheine u^eniger zufriedenstellend^ als man angegeben 

- habe, so daß der Zeitpunkt der Audienz noch ganz ungewiß sei. Brissac sei noch 

nickt da; es heiße, der Kri^ zwischen England und Frankreich sei ausgebrochen, die 

40 Kaiserlichen aber lassen nicht merken, was sie darüber denken. Heute oder morgen 
solle hier Francesco di Toledo [der frühere kaiserliche Gesandte in Born und am 
^onzilf vgl. Bd. IX] eintreffen, den der Kaiser zu sich entboten habe, et penso che 
voiranno pigliar questi siguori qualche risolutione cerca il negotio del concilio. 
Neapel fasc. 744 Orig., auch Cod. Trid. 111 pag. 50 sq. 

46 >) Am 5.? s. hier oben ^). 

') Am 7.? vgl. hier oben Anm. 1. 



74 Nr. 24: 1547 August l6. 

Ayg^ 9 in risposta ') mandai a monsignor Maffeo. doppoi hieri alli 9 innanzi 
il desinare venne da me monsignor di G-ranvela, qoal 6 asaai risanato, 
et monsignor d'Axras insieme con protesto di visitatione senza 
voler trattare de* negotii.' perö essende entrati in proposito della 
indispositione di Sua Maestä, qnal dicano esser migliorata, detto 6 
monsignor moströ che li saria stato caro che io havessi potuto 
havere Taudienza, aecioche instando in breve la dieta si fusse prima 
pigliata qoalche risolutione. io gli risposi ch'ancor io per esser* 
prossima non solo la dieta, ma la sessione del concilio, non haveo 
mancato dal canto mio in ricercar' tale audienza da Sua Maestä. lo 
et in questo ragionamento disse esso monsignor, che parendo a Sua 
Maestä che non si possi far altro di baono, se il concilio non si 
riduce in Trento, pensava ch'il trattare per altra via potesse portare 
piü irritatione che altro di buono, discorrendo in questo poposito 
quanto paia ragionevole tal* ridattione del concilio per le caase 15 
giä dette tante volte ch'horamai e tedioso a repeterle. et soggionse 
che Sua Beatitndine non havea da omettere il fare tal effetto a 
benefitio pubHco et della religione per mantenere Tattioni d'altrui 
o per qnalunche altro rispetto non corrispondente al commodo 
publice predetto, facendo sopra ciö molte honeste protestationi, che 20 
parlava come da se et con buona intentione. io gli risposi colli 
medesimi preambuli, et in sustanza che non poteo trattare con 
Sua Maestä se non quelle che io haveo in commissione da Boma^ et 
che io era certo ch'esso monsignor et loro altri signori lo sapevano, 
come io stesso, che Nostro Signore non volea sentire che si trattasse 26 
di tal* riduttione nel modo proposto, et ch'erano ingannati quelli 
che pensavano che Sua Santitä si movesse per causa d'altii overo 
per rispetto non publice, et che io non volevo giä contendere che 
le cause addutte per Sua Maestä non fussero ragionevoli; perö che 
dalla parte di Sua Beatitudine, oltre il modo del procedere servato 80 
per gli prelati et ministri di Sua Maestä, del quäle pure si debba 
teuer conto, considerasse bene con quäl ragione si possi consentire 
di mettere a periculo evidente et gravissimo lo stato della sede 
apostolica et d*incorrere un' danno sl universale con una mutatione 
di concilio in terra aliena, nello esser presente delle cose, colli anni 85 
di Sua Santitä, tanto piü coUa sopragiunta della prossima indis- 
positione*), quäl ä stata un* memoriale di non poco momento. 

Oltra di ci6 io gli soggiunsi che, se bene il pericolo fusse 
ancora malggiore, io terrei per certo che Süa Santitä non maücaria 

Nämlichf wie in dem Schreiben betnerkt ist auf einen Brief Maffeot vom 40 
:28. Juli, der mir nicht vorliegt ^ / ^ 

«) Vgl oben tu Nr, 18. . . " 



Nr. 24: 1547 Augast 10. 75 

dl esporre il tutto, qaando si vedesse speranza prossima et ben 
fondata di cavame . fmtto a benefitio pnblico della religione; ma 
che oiö non si puö al presente comprendere per Sua Santätä, perchö 
peraeverando la contumacia di questi keretici, quali rifiutano 11 

5 concilio legitime et negano Tauthoritk del pontefioe et conoscano 
in 6880 non haver parte de snffragii ne de altro, se non di esser' 
ascoltati et condennatd, saria sempre biaaimato il metter* la sede 
apostolica et per consequente la religione catholica nel gran' pericolo 
sopradetto, sotto un' semplice pretesto che Tombra del concilio in 

10 Trento pnö portare qualche giovamento alla riduttione di Germania, 
dove si vede chiaro che le forze et rimedii di Soa Maestä per il 
presente sono quelli che possono operare tal' effetto piü che altra 
cosa. et se queste cose ben si considerano, sono diversi gli termini 
d'bora da quelli ch'erano al tempo che il concilio fu inditto et 

15 aperto in Trento. 

Parvemi ch*essi monsignori piu sentissero questo ponto che li 
altri, et benchö monsignor di Granvela mi replicasse che le con- 
siderationi del pericolo sopradetto hanno loco cosi in Bologna come 
in TrentOy et ch'era da confidarsi nella buona intentione di Sua 

20 Maestä verso la religione, che non havria mancato d*ogni suo potere 
per ridurre questi heretici et provedere alli altri inconvenienti: 
nondimeno io gli dissi che da se potea ben conoscere la differenza 
che fusse da Bologna a Trento in li casi sopradetti, et che se bene 
Sua 'Maestä havesse la miglior intentione che si potesse desiderare, 

25 non pero puö assicurarci dal pericolo et altri inconvenienti 
sopradetti. 

Nel üne esso monsignor replicö che desiderava io ne parlassi 
a Sua Maestä et che tra tanto si saria espettato qualche altro 
avviso da Boma. al che io dissi che per me non credevo hayer' 

80 altra risolutione, ma che conveniva piü tosto ch'essi pensassino di 
qua al rimedio per levare il male, che potesse occorrere. 

Forsi parerä a Y . S. ni"^^ che nelle lottere xpie io repeti apesso 
il medemo; perö ragionando con persone diverse et anchor con 
qualche diversitä penso in cosa tale sia manco errore la super- 

<5 finita che il diietto. et dirole ancora che, si ben pare Sua Maestä 
perseverare nella oppinione ch'il concilio . si riduca in Trento et 
ch'io Io creda, nondimeno si potria dubitare se Io fa per discaricare 
86 et caricar altri, et se nel secreto le piacesse in tutto ^he questa 
sua oppinione si eseguisse, perch^ ancor essa puö comprendere, se 

40 il concSio venisse in Trento, tante et tali difficultä dal canto suo 
in ridurvi questa gento et pigliarvi partito, che forse saria peggio 
per lei. tuttavolta non dico ci6 per proposta consultiva, secondo 



76 Nrr. 24—26: 1647 August 10—12. 

che fu preso all! giorni passati; ma per dire sinceramente quello 
occorre, sicome penso esser* il volere di Sua Santitä. 
Äug. 10. D'AuguBta alli 10 di agosto 1547. 

Ho detto a moneignor di Granvela in proposito del concilio, 
che io intendea si espettava don Francesco da Toleto. esso mi ha 6 
giurato che non viene per detta causa, ma per cose del duca di 
Firenze. 



1547 86, Verallo an Farnese: Die Lösung der Komüsfrage, die den 
Aug.ll.l^Xernpunkt der obwaltenden Schwierigkeiten bildet erleidet durdi die 

Krankheit des Kaisers Vergögerung. ÄüenfaUs ist ein Protest von- 10 
Seiten des Kaisers zu gewärtigen, falls die Kurie fest bleibt Die 
Krankheit des Kaisers, die auch Ma^en und Nieren ergriffen^ war 
und ist nicht unbedenklich] aber einige Besserung sdieint eingetreten. 
Die Königin- Witwe von Frankreich heißt den Primen von Piemant 
gutes Mutes sein. Chantonnay geht zuerst nach Lothringen zur 16 
Regentin. Der Kaiser ist bedingungsweise zufrieden, daß in den 
Stillstand mit dem Türken Frankreich^ une auch Venedig einbegriffen 
seien. Der Kaiser beruft Gelehrte, um einstweilen Festsetzungen in 
den kirchlichen Dingen zu vereinbaren. — Farnese möge sorgen, daß 
aus der Erhebung des Herzogs von Sora zum Kardinal keine Ver- 20 
Stimmung des Kaisers erwa^chse. Letzterer befindet sich besser. 
Brissac ist gekommen. Sfondrato war heute bei GhranveUa. 1547 
August 11. 12 Augsburg. 

Aus Parma Arch. di Stato Carteggio Farnesiane Orig., ric. a. 22. 

Non havendo che scriver piü circa le cose publiche di quello 26 
che ne scrive monsignor B™® legato per il negociato incidenter 
nella visita di monsignor di Granvela et monsignor d'Arras, sarro 
breye; solo dirro ch'esso monsignor legato non manca di quanto 
le sia possibile et di studio et diligentia in questo negocio del 
concilioy nel quäl par che si riduca adesso tutta la importantia della so 
sua negociatione, et . . . in vero questa infirmitä di Sua Maestä, 
la quäle non e perö stata piccola, disturba molto il negociare et 
risolver' delle facende, perchö essende la cosa in se tanto impor* 
tante, non ardisce nessuno, per grande che sia il ministro^ di ponerci 
la mano senza la Maestä Sua; oltre che, come pare a questi ministri 86 
che di lä. non si sia risoluto a pieno sopra'l negocio, ne aspettano 
piü risoluto awiso, benchö a questo habbia risposto aasai pnidente- 
mente monsignor legato et levatoli il desiderio di aspettame altro 
per adesso con rimetterli a döverci pigliar' loro il partito et pen- 
sarci bene, di modo che da una bända si vedeno astretti, et dall' 40 



Nr. 26: 1647 August 11. 12. 7 t 

sJtra pure vorrebbono che senz* altro il concilio ritornasse a Trento, 
cosa che con li modi che'l cercano non si hanno da promettere 
per conto alcuno. quello che al peggio saranno per far\ in caso 
che non impetreno qnesta reduttione, i il protestare. di che mi 

6 rioordo haveme scritto dell* altre volte, ni accade ch'io mi stenda 
piu in questOy poiche Sua Signoria B"^ ne scrive appieno^). 

La infirmitä di Sua Maestä. non i stata poca ne senza pericolo, 
ancorache qui si sia andata simulando, perchö oltre alla iccteritia 
et febre che ha havnta, non poteva ritenere il pasto et havea 

10 difficnltä d'nrina isenza molto beneficio di ventre; et appresso si 
trovavä debbole et con una inquietudine, che spesso spesso passava 
da nn letto all'altro. dicano che l'altrohieri urinö molto et com- Aug. 9 
minciö a rite&er un poco il pasto, et la giallezza si era cominciata 
a levare et la febre Thavea allentato ; ma li e restata queUa debo- 

15 lezze et Tinquietudine. son tre o quattro giomi che qui e comin« 
ciato a rifrescar assai per haver piovuto ogni di, et qualche giomo 
da mattina a sera, che farä un gran beneficio a Sua Maestä, che 
queUa inquietudine passarä via. havea comminciata a pigliar' l'acqua 
della Cyna et poi per questo mal sopravenuto l'havea interlassata, 

20 et l'altro hieri la cominciö a repigliare; quantunche hier mattina Aug. 10 
dicano che doppoi pigliata la buttasse fuora, li medici ne dicano 
bene. Dio le preste quella gratia che vuol lui medesimo, senza 
danno pero et detrimento nostro tanto publice come private. 

La regina di Francia') ha mandato qui uno a Sua Maestä et 

25 scrive al principe di Piamonte una lettera assai amorevole con dirli 
che stia di buona voglia, perchö presto vedrä che le cose sue 
passaranno con sua satisfattione, et che rihaveria il suo. che 
si questo fusse il vero, non havria da inferir* altro che una buona 
pace, che Dio*l faccia per beneficio publice. 

30 ^ arrivato qui monsignor di Mersai, che restark per ambasciatore 

ordinano per il re Christ"® appresso di questa Maestä*). 

Par che la duchessa di Lorena^), s*intendendo che Francia si 
annava, havesse una gran paura delle cose sue; per il che Sua 
Maestä ci ha mandato monsignor di Ciantone') et di lä si dice che 



85 ^«c** ^^ Absicht eines Protestes der Kaiserlichen hat bishery soviel vorliegt^ 

treder Veralh noch Sfondrato geschrieben, 

^ D. u LeonorOf Witwe Franz' /., die Schwester des Kaisers. VgL Venet. 
Depp. II 8. 824 und unten Nr. 28. 

^ Es ist wohl Abt Marillac gemeint, der als Nachfolger des bisherigen Oe- 
40 sandten Manage von 1547 bis 1551 Frankreich beim Kaiser vertrat. 

*) Cftrw^fiet verwitwete Herzogin und Regentin von Lothringen^ Nichte 
Karls V. 

*) Vgl oben Nr. 19, 8. 60. 



78 Nr. 26: 1647 Augast 11. 12. 

paj98ark in Francia et forei in Inghilterra; ma di questo non si 
affinna come dell'altro. 

ScnBsi che'l Turco haveva compresso nella tregua') il re di 
Francia et Yenetiani. Sua Cesarea Maestk si content» che Francia 
ci sia compresa, dummodo che Tosservi tutto quelle che fra loro h 6 
stato capitolato fin qui, altramente non'), et Yenetiani che ci aieno 
dentro ... 

Ho inteso che Sna Maestä Cesarea ha mandato per molti 
homini letterati et theologi di Oennania per voler in questa dieta 
fare una reformatione, secundo la quäle si habhia da viver in Ger- 10 
mania fin alla determinatione del concilio generale, et gik sono 
qui il proTinciale di Cartusiani di Colonia et lo suffraganeo di 
Moguntia'), et dicano esservi secretamente lo vescovo di Yienna^). 
questo sark per voler' far* quelle che giä fu ordinato nella dieta 
di Spira, como allbora se ne dette conto ^). ö stato ancora chiamäto i( 
il Groppero, ma non i potuto venire per esser' amalato. certo 
come questi vederaxmo che'l concilio non sia per tomar in Trento, 
faranno de qui qualche impiaartNunento con protesti et cose. 
Äug. 11 Da Augusta el di 11 di augusto 1547. 

Aug. 12 Tenuta alli 12. Lo ambasciatore 11, don Diego, ha scritto qui 20 
(per quanto intendo) che quelle cardinale che Sua Santitä ha reaer- 
vato in pectore per Sua Maestä, ancorach*habbia dato nome che 



^) Am 19' Juni war in Kongtantinopel ein fünfjähriger StilUkmd zmifchen 
der Pforte und Ferdinand — unter Einschluß des Kaisers, des Papstes^ Frankreidts 
und Venedigs — unterzeichnet u^orden. Mit der Urkunde eilte der Jtabsburgische 2b 
Unterhändler Veltwyck nach Augsburg, wo Kaiser Karl am L Augtist dem Ver^ 
trage seine Zustimmung gab: Zinkeisen, Gesch. des Osmanischen Reiches in Europa 
Bd. II 8. 664 f.; s. auch unten Nr. 67. In Rom erhielt man durdi einen aus 
Ragusa kommenden Kurier am 29* Juli die Nachricht^ die, wie der ferraresische 
Gesandte Ruggieri am 30. schrieb, non h poca gionta presse le altre feliciU, che 80 
questo anno ha havuto Timperatore : Modena, Arch. di Stato. 

') VgU was Granvella dem venetianischen Gesandten mitteilte: Venet, De- 
peschen II Nr. 138 S. .321 f. 

') Eberhard Billick und Michael Helding, Bischof von Sidon in pariibua 
Infidelium. 85 

*) Friedrich Nausea. Dieser hatte kurz vorher an Sfondrato geschrieben, der 
darauf am 2. August antwortete (nur Komplimente): EpistoL mwoell. ad Frid, 
Namseam libri X (Basü. 1551) pag. 424 sq. Vgl. ebendaselbst pag. 422 sq. einen 
Brief des Kardinals Truchsefi an Nausea vom gleichen Tage, worin es heifit: cum 
audiam te hie prope esse, non potui praetennittere quin . . . te rogem ut huc 40 
tdransire non graveris. Doch ist Nausea in Augsburg, soviel bekannt, damals nickt 
erschienen. 

^) Dem Speierer Reichstage von 1544 wohnte Verallo als Nuntius beim r^ 
mischen König bei: Pieper, Zur Entstehungsgeschichte der ständigen Nuntiaturen 
8. 106 f 46 



Nr. 25: 1647 Augnst 13. 79 

sii^ ad nominatione di Sua Cesarea Maestä, che pero non h altro 
cheU daca di Sora fratello del duca di ürbino^), et per questi 
ministri di Sua Maestä non si tiene aliramente; il che non passaria 
senza qnalche sdegno, perchS parrebbe affronto grande. pero 

h qnando aia, perchö veramente Sua Sanidtä yoglia che la nomina- 
tione sia libera di Sua Maestä, non serria si non bene che Y. S. 
Hl™* ne scrivesse doi versi al padre confessore, el quäle e quelle 
che piu ha credito in queate cose et che piü stä fitto in questo 
esaere che nissuno altro. che sia per awiso di quanto qui paasa. 

10 Sua Maestä stä meglio, che conunincia a magnare, benchi per 

ancora non lo ritenga bene, che questa mattina ha magnato un 
prungo et una particella di mellone, ma pero lo ha buttato fuora. 
dicano che stä debiletto, xnä non ha febre nö molto appetito, et si 
andrä pian piano ristorando'). 

16 Hierseri^ al tardi arrivo qui monsignor di Brisec') ammalato in Aug. 11 

la lettica del duca d'Alva, che li fu portata de qua. 
Da AuguBta el di sopradetto. 

Monsignor^) B™^ legato h stato hoggi in casa di monsignor di 
Granvela; egli scriverä il suo negociato'). per awiso*). 



20 •) Sc9 

1) Vgl oben Nr» 2Ü* Den angeführten Brief Mendozas, vom 28- Juli^ 8, im 
Anhang; vgl auch unten Nr. 27. 

') Wie der Bischof von Forll am 9- berichtete hatte die Umgebung des 

26 Kaisers, die durch dessen Zustand beunruhigt war und der Heilkunst des «protho- 
me^co* (Baersdorf) nicht traute^ insgeheim den großen Andreas Vesalius kommen 
lassen^ der dann die Behandlung des Patienten Hbemahm, Unserem Bericht 
erstatier gegenüber äußerte Vesalius^ die Krankheit des Kaisers sei keineswegs unr 
gefährlich; ähnliche Fälle hätten nicht selten zu Schwindsucht oder Wassersucht gefuhrt. 

80 l- c. fol. 194*. Am 14. konnte dann Übrigens Verallo in einem kürzeren Schreiben, 
das mit obigem zugleich befördert wurde, melden, daß der Kaiser nunmehr das 
Genossene bei sich behalte; awh die Unruhe^ die ihn bisher gequält, habe ihn ver' 
lassen und er habe bereits unter Einstellung des »acqua della Cjna" begonnen 
l'acqua del legno zu nehmen, et va racquistando tuttavia. Immerhin werde 

36 Sfondrato wohl noch länger auf Audienz warten müssen und die Abfertigung der 
Gesandtschaft von Urbino werde sich hinziehen. Orig. in Parma L c, ric. a. 22. 
») Nr. 26. 

*) In der erwähnten Depesche vom 14. berichtet Verallo noch, daß der rö' 
mische Känig, durch die Ordnung der böhinischen VerhäUnissCj die sich auf das 

40 glüikliehste für ihn gewendet, aufgehalten (vgl. oben Nr. 14), erst im September 
oder Anfang Oktober zum lieichstag kommen werde. Ferner empfiehlt er die An' 
liegen des Ambrosius von Oumppenberg dem Papste (nach Forsch, zur bayer, Ge- 
schichte K^ 4 8. 296 hoffte Gumppenberg ein Bistum zu erlaiigen). Sodann er&rtert 
er die Zweckmäßigkeit, den bayerischen Minister, Leonhard von E(^kj zu bestechen: 

46 ho havuto un gran tentativo, che serria bene di riconosc^re il dottor Ecchio di 
qualche baona summa di daqari per tenerlo caparrato et propitio qui neUi 



80 Nr. 26: 1647 August 14. 

1547 ^6' Sfondrato an Famese: In der Konzilsfrage herrscht Stillstand. 
Aug. 14 Regte die übrigen schwebenden Fragen hei OranveUa an: den Streit 
ewisehen Pierluigi und Ferrante Oamaga; den englisch-französischen 
Hader; die schottische Sache; die Frage der Bekehrung Englands. 
Das Befinden des Kaisers ist noch immer prekär und in der Konzils- 5 
sadie noch alles unklar. 1547 August 14 Augsburg. 

ÄU8 Trient Biblioteca civica cod. 111 pag. 55 -59, spätere (mangelJtafte) Ab- 
schrift; offenbare Fehler sind im Abdruck verbessert. 

Doppoich^ io raggioDai con monsignor di Oranvela, secondo 
che io scnssi in Taltra mia, intesi da buon luogo che voleya per lO 
puochi giomi espettar nuovi awisi prima che trattar piü sopra il 
negozio del concilio, tanto piu havendo visto che io era stato saldo 
senza mostrar d'haver ....') nuove ne altra commissione 
daBoma di quella che essi sapevaao^); perö parendomi che questo 
tempo di calma fosse piü opportune da trattare gFaltri negotii che 15 
Aug. 13 aspettar alla turbolentia, io parlai hieri con detto monsignore sopra 
la differenza di Romagnesi'); et perche avanti che io mi partissi 
da Roma, io dimostrai al magnifico signor ambasciadore del duca 
suo padre, che nollo altro rimedio poteva occorrere piü espediente 
a tal oggetto che deponere il detto luogo con le debite riserve 20 
in mano di tei'za persona confident^, il che oltre che provede assai 
all' honore dell' una e Taltra parte, conviene ancora alli termini 
della raggione, doppoi adunque che io son qua, ho ritrovato che il 
duca haveva avyisato qua Tambasciatore suo, come il signor Ferrante 
haveva accennato al segretario di Sua Eccellenza mandato a Milano 25 
della medema provisione et che Sua Eccellentia col parer del suo 
consiglio per uscir di questo imbarazzo se ne contentava, sichÄ 
havendo proposto questo modo ad esso monsignore di G-ranvela, 
come da me^ con speranza di persuaderlo a Sua Eccellentia, ha 
mostrato che li place molto, tanto piü per il desiderio quäl tiene 80 
che si levi a Sua Maestä ogni mala occasione verso il duca, 
estendendosi con molte parole amorevoU. vero h che ha tolto tempo 
d'awisame il signor don Ferrante, con ordine pero che tratanto 
non permetti innovar cosa alcuna . . . ^) 

a) UnUuHich, 35 

h} Vorlagt Mpraxuio. 

negotii della religione, il che sarria in vero molto approposito, perche govema il 
duca di Bavera a bacchetta, come lei sa. ma non k uccello di poco pasto! 
Bändlich: la chiesa mag^giore qui si comincia a frequentare assai bene dalle 
donnicciuole et homini buoni deUa terra, et monsignor Rmo di Agosta non 11 40 
manca di nulla. 

*) Vgl' oben zu Nr, 8. 

*) ZW den Konflikten mit Pierluigi ist noch eine Notiz des fcrraresischen 



Nr. 26: 1547 August 14. 81 

lo loci ancora opportunamente entrar detto monsignore sopra 
le coBe di Francia et Inghilterra, et la sustanza fu questa, che tre 
8ono le cause della differentia tra loro: cioe del muro appresso 
Bologna, et del pagamento delle pensioni promesse, et se la dissen- 
5 sione di Scotia e compresa nelle confederazioni o non. per le quali 
cause Funa parte et Taltra sono armati, per mare et per terra, 
benche ancora non si vede rotta la guerra, et di piü che indirizzan- 
dosi le genti francese verso Bologna, non mancherk la regina Maria ') 
di starsi ben munita di gente. perö che se attenderä ora qaello 
10 che portarä monsignor di Brisacho, qnale giunse qua Taltroheii 

infermo di mala indisposizione. et mostrano non saper quello che Au^. 12 
particolarmente esso porta, benchä essendo venuto lent^ et passato 
per Svizzeriy non si crede che sia per stringer molto. 

Et proponendogli io in questa occasione la riduttione d'Anglia 
25 alla religione, mi rispose monsignore, conforme a Sua Maestä, che 
stando essa in questa impresa di Germania con tante difficultä, 
sarebbe impertinente che si meschiasse in altra con la via delle 
forze; ma che per altro modo non mancarä, sicome non e mancato 
sin' ad hora, allegandomi che giä in quell' isola con Tautoritä del 
20 govematore oltre Tinnobedientia deUa santa sede apostolica si era 
visto gran principio delU altre heresie luterane et sacramentarie; 
ma che col mezzo di Sua Maestä detto governatore si era rimosso 
et rimediatosi a detti mali principi^) ... 

Circa l'esser di Sua Maestä quasi ogni giorno dicono che h 
25 megliorata et doppoi si intende spesso che ha havuto laolto male, et 
tal* hora che h stato in pericolo, et Tindisposizione principale si 
dice che h una gran decrettione di stommaco con molta debolezza et 
inqnietudinQ. et si puo dubitare che almeno per molti giomi mal 
poträ attendere a negotii d'alcuna sorbe. nä si puo sapere ancora 
^ ciö che habbiano o possino fare questi signori nella cosa del concilio, 
ancorache la sessione s'incomincia. 

Dei 14 del medesimo [agosto 47 da Augusta]. ^ug. 14 

Gesandten an der Kurie, Buggieri, heranzuziehen^ der am 10. September (also am 
Todestage Pierluigis) von einem effronto berichtet, che si reputa il Rmo di Trento 

95 essergli stato fatto dal duca di Piagenza sopra la restitutione del signor Giro- 
lamo Palavicino, che pretendea essere stata promessa a Sua Signori a R^^ per 
lettere di quel duca o del duca Ottavio. qui si dice chel detto Rmo gebtö il 
capello per terra, dicendo al signor Girolamo, che questa impresa non havea 
da essere piü sua, ma di esso Rmo. Modena, Arch. di Stato, Orig. 

40 ^) Maria von Guise, Königin Witwe und Begentin von Schottland' 

') Das ist bekanntlich ganz unzutreffend; in England stand nach wie vor der 
Herzog von Somerset als Protektor an der Spitze, mit dem im Einverständnis 
Cranmer an die Abschaffung der noch erhaltenen katholischen Bräuche imc» ging. 
Nuntiatur berichte, erste Abteilung, Bd. X. 6 



82 Nr. 27: 1547 AugDSt 19. 

154? 27. VeraUo an Farnese: Brissac hat seinem Känig anheimgeffebenj 
Aug. 19 wegen seines leidenden Befindens einen anderen Untsrhändier zu 
ernennen. Francisco de Toledo verhandelt mit dem Minister und 
soUte sogar den in der Besserung fortschreitenden Kaiser sdien. 
Toledo 80Ü vieBjeicht in der Koneitsangelegenheit na4!h Barn gdnen. 5 
Der Beginn der Beratungen der deutscl^en Theologen steht Aevor; es 
ist davon nichts Outes eü erwarten. Die wichtigsten Jteiehsstände 
werden in Kürze in Person erscheinen und der Beichstag wird zum 
richtigen Termin eröffnet werden können; nur K. Ferd^mand weiU 
noch in Böhmen. Der Reichstag wird vielleu^ von kumer Dauer lO 
sein und der Kaiser nach dem Schluß sich in die Ifiedertanät be^ 
geben, — Dem Gesandten in Born wird hier zum Vorwurf gemmdit, 
daß er es in der Angelegenheit 8orw an Aufmerksamkeit k&ke fühlen 
lassen. 1S47 August 19 Augsburg. 

Aus Parma Ärch, dt Stato Oarteggio Famesiano, Orig.; rtc. aü? Jd. 15. 

. . . Querto iBonsigRor di Brisach, cbe troTaadosi rnnwuhi lo Vsk^o 
hieri spedi i^ suo re quel gentilkomo che era poamto al r» di 
Somam^), a farle intendere che per eMersi «fnnHalato wA havea 
potnto segociare ni haver« conniHiiiieiiito cox gli-akri vÖMlii ü 
8110 negeieio, ne sapeitdo quasto lo potesse tenere in|iedito defeto. 20 
8110 male, desfderaTa d'intendere da Soa Christ"** MaeaUt, oi iroleva 
che comminciasse il negocio con ahri miodatri, aeeioch^ Mdi n-per- 
desse tempo. di che se ne aapeMa reeposta e stato TJattato^ boggi 
da moBsigsor d*Arrae, come credo da paarte di Sua Maestk. eeattwaa 
a Star «legiio et intendo ha detto che porta tah paartiti che häsogna 2& 
che Sna Ceaarea Maeatk li aecelte, non voleodo moatracst al xnottdo 
persona iniqua. non [si] pTi6 pero penetrar^ per aiieova lo pavtteidare; 
ma ben dicaso che porta parentadi et restitntiose di stetig 
Aug. 16 Tre giomi fa che arrivo qui doA Fraiiceaeo di ToMo, il qnale 

ogni giomo h stato in negocii con qMXsigBor di OraaiToia ei queati 80 
altri ministri. et Taltra sera dovea esaere da Sua Maestk, la qnale 
non stava tanto male che non lo potesse udire. si dice che Sua 
Maestk lo nuoidarä a Borna a Nostro Signore sopva di qiieate pr»- 
tiche cönciliari, et perche Sua Maestä stk adesso beB, che ha eemin* 
ciato a negociar cose particulari, penso non tardarä moho a poter W 
negociar' con monsignor B,™® legato . . . 



^) Diese Sendung K. Heinrichs IL an K. Ferdinand wird amch in Nr. 28 
erwähnt, sie toar wohl die Erwiderung auf die Kondolenzgesandisehaft des Grafen 
Ortenburg im Auftrage Ferdinands nach dem Tode K, Franz L (vgl. Vernetz Depp. 
II S. 230.) 40 

^) Vgh die nachfolgende Depesche Sfimdratos (Nr. 28). 



Nrr. 27—28: 1647 August 19—20. Ö3 

Ho mteso che questi theologi gennani chiamati qui si dovranno 
fra tre o quattro giorni congregare, et che ragionaranno di far 
qualche reformatione o impiaBtrameuto (per dir meglio) da durare 
fin' alla determinatioiie del concilio. molti di loro iadicano non 

& esaer questa cosa ben f^tta per haver una mezza specie de diviaione 
et Bcisma, che facÜDQente non mancark tra loro chi lo diea, purch^ 
f 0886 atteao. ma so bea queate che, faeciasi qnel che si vuol di lä 
[per] il concilio, et ritome o non ritorne a Trento, non si restarä 
che de qui si facciano delle provisioni simili per escargare il piü 

10' che si puö le attioni di Sua Cesarea Maestä et cargar la soma 
adosso £^i altri. 

Qik comisißiano a venire delli homini delli principi del imperio 
et fra qoattro g^mi o cinque saranno qui lo elettor Brandeburgo 
et lo elettor Mauritio di Sassonia» che cosl ha detto un sao secretario, 

ik quäl hieri yesxae per la posta. Tareivescovo di Magontia sarä qui Aug. 18 
la settixnana futura» et parimente di mano in moAo ci sarann,o gli 
altriy talmente che la diet& i¥)xv si dif f erirä punto di quelle che si 
dovea £are, che sark il darli principio aUi primi giorni del mese 
di settembre prozimo. i^ si restarä, pevche'l re di Ilomaai noi% vi Sept. 

2&posaa trovarsi primo del fine di settembre per le occupaiitioni che 
tiene in Boheom» dove hora non fa altro che confiscar stati et beni 
di ribselli et ta^^iar capi. 

Sarkpossibile che questa dieta si accelere et che Sua Maestä. passe 
deppoi in Fiandra^ si per riveder' q,^el pa^ese et cava^me qualche 

26 nux>vo profitta per aiuto di costä, come per avicinarsi piü alle 
cose di Francia» non sapendo precisamente quelle sia per fare quella 
Maestä con Tarmare che fa*). 

Da Auguata el dX 19 di agpsto 1547. Aug. 19 

Lo ambasciator den Diego*) vien caJlunniato di qua» che non 

80 habbia ben inteso la creatione che Nostro Signore ha fatto del car- 
dinale in pectore et ehe non la- intendesse sino molto tardi, che non 
se ne resta di lui molto satisfatti. per awiso. 

28. Sfcmdrato an Farnese: Die wenngleich in der Besserung befind" is47 
liehe Krankheif des Kaisers verzögert die Lösung der Konzilsfrage^ Aug. 20 
85 was angesichts der nahenden Session verhängnisvoll werden kann. 
Die framöstsdien Verhandlungen scheinen auf mehrere Uhehündnisse 

In Frankreich vernahm man bereits von dieser Absicht des Kaisers und 
fühlte sieh dadurch beumruhigt: non place questa tanta vicinltä. Sq der Nuntius 
Dandino an den Sekretär Apollonio Filareto des Hz. Pierluigi am 2Q. August 
40 Var 0, 0.: Areh. Vat. Bibl Fior. vol. 128 fol. 44b— 48^, spät. Absdir. 
2) Vgl oben zu Nr. 25. 

6* 



84 Nr. 28: 1547 August 20. 

hinauszulaufen, Veltwyck kam. Bei dem Stillstand mit den Türken 
handelt es sich noch um die Frage der Auf'nahme Frankreichs, an- 
geblich soll auch der Papst eingeschlossen sein. Befürwortet, daß 
man ihm erlaube^ zurückzukehren: seine Anwesenheit hier ist unnütz. 
Auffallend ist die Zurückhaltung der katholischen Fürsten gegenüber 6 
den päpstlichen Vertretern, 1547 August SO Augsburg. 

Aus Parma Arcli. di Stato Carteggio FarnesiaDO Orig.j ric. alli 29. — Andi 
Trient Bihl cii\ cod. 111 pag. 60—68. 

lo non lassarö di scrivere a V. S. 111™* in ogni occasione, benchä 
non havessi cosa d'importanza. la Maestä Cesarea, secondo che 10 
dicano, da otto giomi in qua e migliorata et se le h restituito lo 
stomacho; ma ancora stk nel Bolito riserrata senza trattare con alcuni. 
et per quello che io comprendo, questi signori, vedendo esser prossima 
la sessione'j et alcuni segni che Sua Santitk insta al processo et 
expeditione del concilio, non hanno per bene che si passi senza 15 
pigliarci qualche rimedio et conoscano che da me non possono per 
hora haver altro di quello che giä se li e detto, et che bisogna trattar' 
in Jßoma: pero questa indispositione di Sua Maestä gli impedisce 
et si va tanto innanzi che forsi non vi sarä tempo. 

Monsignor de Brisaco stä manco male nö so che habbia nego- 20 
ciato ancora, benche monsignor d'A.rras sia stato a vederlo. mostra 
nel generale di portare conditioni d'accordo convenienti et giä ha 
detto alli agenti dil principe di Savoya che, quanto al caso suo, 
tiene tal ardire che se ne poträ contentare, et simili speranze gli 
diede questi giomi la regina vecchia di Francia con sue lettere 26 
et con un suo maestro di casa, quäle mando qua. pure questi della 
Corte pensano che la sustanza sia nel trattare di matrimonii tra il 
prencipe di Spagna et madama Margarita et tra il detto prencipe 
di Savoya et la principessa di Navarra^). et in ciö si va considerando 

Nämlich des Konzils in Bologna; die Sessioti icar, tvie zu Nr. 1 bemerkt 80 
(s. 0' 8. 1 Anm. 4), einstweilen bis zum 15. September hinausgeschoben. Vgl. dazu 
die Einleitung und die Depeschen Mendozas (im Anhang) sowie Nr 29, 

^) Margaretha, Schwester König Heinrichs, und Johanna d' Albret, Erbin txm 
Navarra. Von letzterem Projekt war schon Ende 1546 die Bede getcesen (Venet. 
Depp. II S. 129); doch kam die Ehe nicht zustande. Die Prinzessin Margaretha 86 
war abwecJtselnd dem Infanten Philipp und dem Prinzefi von Piemont, auch dem 
jungeti König von Polen zttgedacht: vgl. Nuntiaturberichte Bd. 9 S. 646 Z. 25: 
Venet. Depp. II (s. Index s. v. Margaretha); auch unten zu Nr. 74. Damals 
aber hatte der französische Gesandte Brissac den Auftrag, die Verheiratung der 
Prinzessin mit dem Prinzen von Piemont vorzuschlagen (v. DruffeU Briefe und 40 
Akten I Nr. 110), was daran scheiterte, daß Frankreich die Restitution Savoyens 
vertoeigerte. Herzog Karl iwi Savoyen leimte deshalb bereits unter dem 26. Sep- 
tember (an den Kaiser j d. d. Vercelli) das Projekt ab. Wien, Gallica Oorr. 22 
Abschrift (erwäfmt von v. Druff el a. a. 0-). 



Nrr. 28—291 1547 August 20—22. g5 

che ancor la Maestä Christ™^ in questi giomi prossimi hä mandato 
Tin' altro suo gentilhomo al re de Jßomani, quäl giä ritorna in 
Francia ... 

Gherardo') 6 giunto qui.. benche ancora non lo habbia visto. 
5 L'ambasciadore di Yenetia mi ha detto da poco in qua, ch'esso 

monsignor di Oranvela giä qualche giomo gli disse che havendo 
il Turco dal cauto suo incluBo nella tregua il re di Francia, che 
Sua Maestä in questo particolare Tha accettato con aggiunta che 
si osservassero le capitulationi fatte tra loro. il che se fusse vero, 

10 non potria dirsi fermata la tregua prima che il Turco accetti tal' 
aggiunta'). oltre di ciö gli disse il medemo monsignor di Granvela, 
che Sua Maestä dalla sua parte tra gli altri havea inclusa Sua 
Beatitudine; pero a me non ha fatto motte alcuno. 

lo vado considerando che, quando Sua Maestä me darä audienza, 

15 dimostrarä espettare cio che vorrä fare Sua Santitä. et perchö il 
tempo della sessione, sicome di sopra 6 detto, horamai si avvicina, 
tanto che forse avanti di quella non potro havere risposta di V. S. 
111°^* sopra la risolutione di Sua Maestä, perö se fosse con sua 
buona gratia, io desideraria oltre quelle che giä mi scrisse sopra 

20 il partir mio, con le prime esser advertito se le piace ch'hora sia il 
tempo, conciosiachä quanto al concilio verisimilmente sarä resolto 
quelle 6 da fare, et lo star mio qua vedo che puö giovar poco cosi 
con Sua Maestä come con questi signori catholici, non ritrovanüosi 
accommodata la causa del concilio a loro satisfattione. et Y. S. 111*"^ 

25 puo credere che, se bene in altri tempi, come quella sa et mon- 
signor B™® Morono et altri, non mancassero mai detti prencipi 
catholici o loro agenti di venire gratiosamente alli ministri di Sua 
Beatitudine et communicar' con essi le occorrenze et bisogni, hora 
ricercati et pregati se ritengano per la maggior parte. 

80 E giä passato il mese, che io non ho lettere di Y. S. Dl™*; 

pure sia fatto il voler suo. 

D'Augusta alli 20 di agosto 1547. 

29. Sfondrato an Famese: Oing zu Oranvella, nachdem er und letz- i54? 
terer aus Rom Depeschen erhalten haben. Granvella teilte mit, daß Aug. 22 
So der Kaiser, falls der Papst das Konzil nickt na^h Trient zurück- 
ffihre, durch den Gesandten Mendoza werde protestieren hissen. Qe- 

^) Veltwyck, der Unterhändler am Hofe des Sultans; vgl. oben zu Nr. 26, 
') Della tregua seguita in Levante tra la Maestä Cesarea el Gran 

Turco, schrieb der Nuntius in Frankreich Dandino an Apolloniot den Sekretär des 
40 Herzogs Perluigi, hanno fatto poco caso [nämlich die Franzosen] ^ poirhä vi 6 

un capitolo speciale, che vi comprende ancora questa corona e cosi Vinetia. 

A. a. 0' 



86 Nr. 29: 1547 Augast 22. 

sprach darüber. Sfondrato kommt auf den Oedanken der Versdiie- 
bang der Session oder Suspension des Komils zurück. Daß der 
Kaiser noch immer keine Audiemen erteilt erschwert die Verhand- 
lungen. Sfofulraio wafmt die Kurie, es nicht zum Bruch mit dem 
Kaiser zu treiben; zeigt die Vorteile einer Suspensum oder Proro- & 
gation. 164? August 22 Augsburg. 

A%8 Neapel Orande Ärtkivio Carte Farnesiane fasc. 744 Orig.; rteer. a 29. 
— Auch Fhrenz Arch. di Stato Ofeirte Cerviniane filza 20 foL 199^141 
ffleu^z, Abschr. {danach de Leva IV p. 338 n. 1, S), und Trient BibU Civica 
cod. 111 p. 68—66 spätere Abichr. 10 

Aug. Hieri al mezo giomo io hebbi la lettera di V. S. 111"^ de 12 *), 

i.9. IJS et nel medemo tempo intesi che monsignor di Oranvela era ito a 
Sua Maestä per deliberare circa le cose del concilio, conoBcendo 
che non era piü da differire, et maggiormente perch^ da Borna 
erano awisati come Sua Santitä era giä resoluta che si procedesse is 
Bella prossima sessione per finire il concilio in ün* altra segaente, 
con moltd altri paiticulari che di Ik si sciivono*). per la quäl causa, 

') Von diesem Brief Fameses me auch von dem an Verallo (s. nächstes 
Siikk gu Anfang) ist nichts vorhanden* 

') Depesche Mendoeas vom 4. August, bei DölUnger, Beiträge IS. 9Sf. — 20 
Sdwn am 6. August berichtete der ferraresische Agent an der Kurie^ Buggieri, 
Famese habe sich dem Venetianischen Gesandten gegenüber sehr zuversichtlich über 
den Verlauf der Konzilssache geäußert: oltre a quesU prelati die s^aspettavano 
di Fransa, rasieme col cardinale di Pariggi, il quäle bI fennaria nel ooneilio 
IJean de Bellay, kam am 15. September nadi Bologna: MassardU ed. Merkte 26 
pag. 696]^ erano gionto a Bologna un* agente dell' arciveacoro di ColoAia et 
UDO del Treverense [Ambrosius Pelargus für beide Erzbischöfe, damals wurde er 
zurückberufen: MassareUi zum 27, August, l. c. pag. 666] et uno del cardinale 
d*AQgasta [Claudius Jn^us, tgl, oben zu Nr. 23], et che erano avisati che delii 
prelati restati in Trento qnattro di loro o veniriano al ooneilio in Bologna o 80 
ulmeno si partiriano da Trento. in aomma qai si atä in speranza di haver a 
far i fatti nostri et dar piü presto expeditione che si p6 alle coee del concilio, 
et tra tanto spingere di qua maggior numero che sia possibile de prelatL Auch 
heiße es, die Schiceizer^ 9ogar die luVierischen Kantone^ seien geneigt, das Konzil 
zu beschicken; ebetiso verspreche Portugal, seine Prälaten nach Bologna zu senden. 86 
Modcna^ Arch. di Stato, Roma, Orig. Dazu i^L uxis Famese am 20. Augtisi den 
KoMzihlegaten nvhrieh: si laada che VV. SS. R»« procedano tnttavia inanzi neue 
materie, perch^ si possi poi tare ana sessione piena et venire a fine del con* 
cilio. de qui non si manca tutiavia di soUecitare li prelati che 8*invüno a 
quella volta, et questa setümana che viene, ne partirä buon nnmero etc., 40 
quando VV. SS. Rm« giudicassero che la presentia di Sua Santitk |a Bologna] 
dovesse giovare, con tntta Tet^ decrepita» in che si ritrova, non perdoneria a 
se stessa. pero VV. SS. Rm« potranno in questa parte dire Kberamente il 
parer loro, acciocbö da Perugia Sua SantiUk possa poi pigliare quella resolntione 
che »iri piü espeiiiente, Konze^tt itt Parma Arch. di Stato Cart^gio Fameaiano; 46 
tyl Ma^^trt'lli zum ^4. Autjuitt ed. Merkte pag. 6S3 (und Bagn. 1547 § €9). 



Nr. 29: 1547 August 22. g7 

et a]rD(»ti per satisfare a quello che Y. S. specialmeate xni sczdve, 
non ho Tolato tardare di and&r hoggi a monsignor di Granvela et 
con Im ho ragioziato langaooente. 

La BUfitanxa ö stata tale: che Sua Maestä da commissione al 
h signor don Diego che con ogni modegtia et rivereaza ricerchi Sua 
Beaikfadkie che Toglia far ridurse ü concilio in Trento dove era 
prima, per ridurre la religione di Germania, et .che esaa non per- 
m^lli che si prooedi in Bologna, al che non assentendo Soa San- 
titk, che det;k> mgnore faccia una protesta, quäl si manda di qua^). 
10 et bewßhö il detto monsignore comprenda che il far questo aon e 
altro che dire: jacta est alea, donde ne possano succeder' tasiti in- 
convenienti: nondimeno presuppone che a Sua BCaestä pare non 
poter £are akramente, et che la colpa ncm sia sua. 

lo li dissi: monsignore, voi vedete che il ridur la religione in 
15 Germania consiste nella estimatione et forze di Sua Maestä, per le 
quali coUa authoritä pontificia si puo procedere a tanti abusi 
meglio che col concilio, come giä altre volte non mi havete negato ; 
perchö vedete adonche mettere in pericolo grande la sede apostolica 
senza bisognol risposemi: il disegno di Sua Maestä esser che non 
20 puo ridurre gli heretiei salvo con proponerli la necessitä d'andar' 
al concilio in loco universalmente accettato, et ch'essi poi saranno 
astretti o di condescender' al detto concilio overo di ricercar 
qualche riforlnatione et indulti altre volte proposti, quali se li con- 
cederiano poi col parer et authoritä della sede apostolica et del 



25 ^) VgL die Weisung des Kaisers an Diego Mendoza vom 23. Augv^st hei 

Maurenbrecher S. 111* — 117*; die vom 22, datierte Vollmacht zum Protest zu 
schreUtn^ hei Raynaldus 1548 § 10 ^ ahschriftlich mehrfadi im Vatik, Archiv 
(Anuar. 9% voi, 18 fol. 200&— SOI«; vol. 68 fol. 268b und 275« b; Var. Pol. vol. 54 
fol. Hl). Der Wortlaut des Protestes selbst befand sich schon in Mendozas Händen. 

80 Kach dem Berichte des estensischen Gesandten an der Kurie, Ruggieru vom 
13. August hatte Mendoza ihm dies mitgeteilt und erklärt, er werde, sobald in 
Bologna Session stattgefunden habe, den Papst aufsuchen, wo er auch sein möge, 
und ihm ein Exemplar des Protestes vorweisen, ein anderes aber am die Tür von 
St Peter anheften lassen. Derselbe am 20. August erzählt dann weiter, Diego 

85 habe den Protest Famese bereits gezeigt Der Gesandte fügt hinzu: viele meinten, 
da Mendoza den Protest schon gezeigt habe, so werde er ihn nicht zur 
Awfiihrung bringen; sondern er solle damit nur schrecken; er, Ruggieri, sei aber 
nicht dieser Ansicht. Modefna, Roma, Orig. Nach Forll, der sich auf Francesco, 
de Toledo als seine Quelle beziefit^ empfing Diego gleichzeitig den Auftragt dem 

40 Papste, falls dieser sich auf Frankreich berufe, zu entgegnen, der Kaiser sei seiner 
allerckristlicksten Majestät in dem Maße sicher, daß die französisclien Prälaten 
mehr für Karl als für den Papst wirken würden usw. Florenz cod. Mediceo 
48041. 196l> — 198*. Vgl. auch die Depeschen Mendozas bei Döllinger a. a. 0. und 
im Anhang. 



88 Nr. 22: 1647 August 22. 

concilio insieme. et qua stanno fermo senza satisfattione di ragione 
che altramente se li dica. per il che io le replicai: poniamo che 
sia cosi et che Sua Santitä dicesse: io me contento di operär che 
non si procedi per hora in questa prossima seasione con prorogarla 
o sospenderla sino che 8i vedi il successo della dieta in uno delli 5 
partiti predetti — il che e assai conlorme a quelle che fu trattato 
in Borna per il signor don Diego — , in tal modo pare che Sua 
Maestk non havria causa de restar mal satisfatta. esso monsignor, 
ancorche nel rispondere perseverasse che la riduttione in Trento 
fiia la via al modo loro, nondimeno mi pare in questo star alquanto 10 
sospeso. 

Non, monsignor mio 111"®, non comprendo . quelle che piü si 
possi promettere in questo negozio, perche con Sua Maqstä j;on 
si puö trattare, quäle ancorache si sia lassata vedere da alcuni pochi, 
che gli hanno fatto riverentia per partlrsi di qua, come 6 il mar- 1& 
chese di Terranova^), nondimeno non da audientia ad alcuno sia 
quäl si voglia fuor delli soliti. oltre di questo si puö esser certo che 
in ciö ne ha maggior parte monsignor Oranvela et monsignor d'Aras 
et il confessore, a quali Sua Maestk se ne rimette nelli trattati par* 
ticulari fuora della sustanza ... 20 

Et perche forsi avanti il giomo della sessione non potro haver 
altra risposta da queUa, ben' io la supplico che mi perdoni^ se in 
causa tanto grave io replicherö il medemo, pregandola per Famor 
di Bio, che di nuovo si voglia ben considerare il male quäle puö 
nascere dal proceder del concilio, non solo della iattura di tutta 25 
questa provincia, ma deUe altre per una divisione piü che grande 
con provocationi diverse de cose male, ancora false, ma credute, et 
molti altri scandali, come suole accedere in simili persecutioni. et 
dall' altro canto ancora si ha da pensare quelle che possa .giovare 
il procedere alla diffinitiva, et se liberandosi hora dal peso di 30 
questo concilio, possi darsi oecasione ad un altro piü grave . . . ne 
restai di ricordarli che, quando si venisse alle proteste, come ö detto, 
vi saria ancora la conseguenza del partir mio, secondo che si puö 
comprendere alli segni delle balle. 

Da Augusta alli 22 di agosto 1547^). 85 



Johann II. von Arragona; vgl. Venet. Depp. II S. Sil Änm, 
^) Wie Sfondrato am 23. ÄugvM an Maffeo schrieb, war der Kurier, den 
die Kaiserlichen nach Bom schickten und der die letzte Nacht aufbrechen sollte^ 
erst diesen Mittag abgereist. Sfondrato habe, da seine Depesche mit dem plico 
an Mendoza befordert werde, um etwaiger Verspätung vorzubeugen, ein Duplikat 40 
an den Sarto nach Bologna gesandt. — Über den drohenden Protest schrieb Sfon- 
drato hier, er wolle nachtragen, daß, als Granvella ihm dies mitgeteilt^ io gU 



Nrr. 29—80; 154.7 August 22. 89 

lo ") pensavo che se si facesse una sospensione o vero proro- 
gatione del coneilio a beneplacito di Sua Santitä, oltra che si staria 
expettando il scoprir di questa dieta et che si schiararia^o in. parte 
gli inconvenienti, in ogni caso saria poi in poter di Sua Santitä di 
5 far qnello ch*hora si dice over altramenti, secundo paresse meglio 
non so se m'inganni. 

30. YeräUo an Famese: Erhielt dessen Brief vom IL Die Aus- iS47 
richten sind schlimm, es droht ein Protest tvider das Bologneser ^^' ^^ 
Komil und es ist nicht zu erwarten, daß der Kaiser einlenken werde. 
JO Letzterer erteilt noch keine Audienzen, vielleicht absichtlich^ um nicht 
Sfondrato hören zu müssen. Der Nuntius begrüßt mit Freude seine 
Abberufung: Wie es mit der Verabschiedung zu halten , wenn Kaiser 

m 

keine Audienz gewäJirt? 1547 August 22 Augsburg, 

Aus Parma Ärch. di Stato Carteggio Famesiano eigenh. Orig., ricev. a 29. 
15 — Atich Florenz Ärch. di Stato Carte Cerviuiane filza 17 fol. 84 »b j^/,- 

Schrift (Auszug). 

Hieri arrivö qui il corriero spacciato da Napoli, che portö an- 
choira il despaccio di V. Hl™* et R™* S. a monsignor ß™® legato in 
t-empo ch'io mi trovava da Sua Signoria ß™*, dalla quäle io hebbi 

20 la mia de 11 etc. Aug. 11 

Quanto al negocio del coneilio, che h quelle che urge adesso 

piü che ogni altra cosa, esso R™® legato ne scrive appieno, perchö 

intendendosi hieri che questi ministri del consiglio si erano risoluti 

sopra questOy hoggi Sua Signoria B™* h stata con monsignor di 

2h Granyela et inteso da lui, la risolutione, che hanno presa, esser stata 
che ad ogni modo il coneilio litorne a Trento et che per niente 
si proceda in Bologna; altramente che lo ambasciatore 11 proteste 
in forma, molta discussione h stata fatta fra *\ detto monsignor 
U«no legato et monsignor di Granvela, ma non ha giovato nulla ne 

80 di soprassedere, finchä si potesse parlar con Sua Maestä, ne altri 

a) Von hier an eigenhändig; fdiU im Trienter Kodex. 

mostrai che son haveano [die Päpstlichen] da curarsi di tal proteste, essendo 
sDccessa la translatione legitimamente et col consenso della molto magior 
parte de prelati. uel quäl discorso pur scopersi che preteudano la nullitä di 

Sb detta translatione, causandola contra gli nostri R°^i legati, come ch'habbiano 
teDuti modi indebiti sopra ci6. dal che et altre cose, bench^ siano false, p6 
pensare quali disordini ne possono nascer, quando gli negotii si pigliano di tal 
modo. Neapelj Carte Farnesiane fasc. 744 Orig. Ein gleichzeitiges Schreiben 
dei Kardinals TrucJisefi an Pamese, samt dessen Antwort vom IL September ^ in 

40 den Beilagen. — Der kaiserliche Kurier überbrachte u. a. den Prokuratoren des 
Kaisers in Bologna die erwähnte Vollmacht für den bei der Bologneser Yer- 
^mmlung zu erhebenden Protest Raynaldi Annales eccl 1547 § 82. 



90 Kr. 80: 1547 August 22. 

partiti ragionati, come piu appieno quella poträ veder dalle lottere 
Bue. in vero, che costoro hanso inteso che in Bologna si discute- 
vano le materie affuria et che al tempo deputato nom ai restaria 
di celebrar la sessione, non hanno saputo che rimedio piu presen- 
taneo pigliar' che far protestar : ü che mi pare sia un bei prmcipio 5 
di rottura; et giä dicano che iustificaranno che la traaBlatioae e 
stata fatta con falsa causa, et che doppoi attenderanno a provedere 
a casi loro con far da se forsi un concilio, promettendoBi d*haver 
dalla banda loro tutta la Oermania, la Inghilterra, Polonia e Dina- 
marca, et con questo mezzo rimediar' alle cose di Germania come 10 
potranno. in vero queeta cosa piglia mal camino! Dio sia quelle 
che ci proveda con la sua potentia et nüsericordia. certo e che la 
cosa si piglia a su per su contra ogni iastitia; ma e tanto la mala 
impressione del mundo di casi nostri, che non saprei che dirmene 
aJtro si non, come dico, che sua maestk divina ci proveda. et questa 15 
h la fama che si era sparsa, che den Francesco da Toledo veniva 
a Borna, ma non han voluto si perda tempo per etrada per la 
vicinitä della sessione. a Sua Cesarea Maestä non si pu6 parlare 
per ancora et parmi dica di non voler parlar a persona alcuna, non 
ostante che questa mattina si sia vestita et odito la messa vestito, 20 
et che habbia cominciato a negociare. mi dubito vada schifando 
per non dar audientia a monsignor legato . . . 

Quanto al secondo capo delle lettere di V. S. 111°^*, che con- 
ceme il mio particular, rengratio humiUssimamente Sua Beatitudine 
et V. 111™* S. della gratia fattami, ch'io possa con mio commodo 25 
ripatriare *). Möchte mit VogdschneUe ncu^ Rom fliegen, aber er 



Sua Saatit^ id^rieb Maffeo am 13. an Cervini^ ha rivocato il Yerallo et 
disegnato di mandarli il successore. monsignor llimo nostro ha proposto 
Tarcivescovo di Matera, fondandosi sopra la relatione fattane da W. SS. Rme 
nel passar suo. Flor. Carte Cervin. filza 20 fol. 184 eigenh. Orig, (ric. a 17, 30 
risp. a 20); über den Erzbischof von Matera, Oiovanni MicheU 8armoem> aus 
Neapel (später Kardinal)^ einen der eifrigsten Konzilsteilnehmer, vgl. Merlde L c. 362 
n. 1; der Gedanke seiner Sendung als Nuntius kam weder damals noch später zur Aus- 
führung. Andererseits nennt Serristori am 16. August als mvtmafiHcken Nachfolger 
VeraUos den Bischof von Fano^ Pietro Bertano, come pereofla che oltre all' 85 
intender molto bene queste cose del concilio, possa giovare in ^se et esser 
buon' instrumento a render piü facile la mente di Sua Maestk di quel che 
sino a qui si mostra [vgl unten zu Nr, 34]. Famese bestehe femer darauf, daß 
gleichzeitig als Ersatz für Sfondrato ein neuer Legat ausgesandt werde^ und zwar 
scheine man an Morone zu denken; von Ernennung des Kardinals Madiruzzo^ 40 
Bischofs von Trierä (die früher ventiliert war), sei nicht mehr die tMe (vgl. aber 
unten Nr, 32): Cod. Med. 8464. — Tatsächlich wurde Bertano im nächsten Jahre 
ordentlicher Nuntius beim Kaiser (vgl. Bd. XI); Sfondrato aber blieb bis zu dessen 
Ankunft in Augsburg. — Gleichzeitig dachte man auch daran, dem K. Ferdinand 



Nrr. 80—81: 1647 Angust 22—26. 91 

muß ent «etne Äbsi^iedsaudiem betreiben; sobald er die erreicht hat, 
mri er ekne ZeUverlusi reisen. Bittet aber um Terhaliungsmaßregeln, 
quando anche qneBto [die Andiene] andasBe tasito alla langa che o 
per la mala satis&ttion sua (des Kaisers] Terso Nostro &'gnore o 
6 per altfro non si poteeae havere. 

Da Agfuta el dl 22 di agosto 1§47. Äug. 22 

3L Sfondrato an Famese: Spradi mit Don Francesco de Toledo und 154? 
Sota über das Konzil; die Kaiserlichen warnten. Toledo deutete an, ^^9- ^^ 
daß der Papst das Konzil beseitigen wollen um der Reform zu ent- 

10 gehen. Er schlug vor, der Papst möge seitierseits die Reform vor- 
fiehfnen und dann das Konzil zur Feststellung der Dogmen nach 
Trient zuriickverlegen. Der Ausweg^ über den Sfondrato dann auch 
mit dem Beiditf^ater sprach^ erscheint unter gewissen Voraussetzungefi 
gangbar. — JBünige deutsche Fahnlein von Madruzzos Regiment 

15 meuterten hier in Augsburg zum großen Mis fallen des Kaisers. Letz- 
terer sott noch sehr schwach sein, aber den Reichstag am 1. September 
in Person eröffnen woUen. Brissac unterhandelt noch nicht. Die 
französische Flotte soU dazu bestimmt sein, die junge Schottenkönigin 
als Braut des Dauphin nach Frankreich zu holen, wa^ die Engländer 

20 zu hindern suchen. Die Verhandlungen über die Liga haben be- 
gonnen, treffen aber auf Schunerigkeiten. 1547 August 26 Augsburg, 

Aus Neapel Grande Jrchivio Carte Farnesiane fasc. 744 Orig. — Auch 
Trient Bibl Civica cod. 111 pag. 66—70. 

Doppoi le lettere dello altro hieri, nelle quali avvisai Y. S. di Aug, 23 
25 quelle che io havevo inteso sopra la deliberazione fatta qua nel 

fcieder einen Nuntius beizugeben^ nachdem seit 1545 kein solcher bei ihm b^laubigt 
geweatn war. Der Fapsi hatte die Wiederbesetzung schon länger in Aussidit 
getidU; ieie Ferdinands €tt9andier, Diego Lasso, am 8. Juli schrie, hatte er den 
Papst erneut ersucht, que embie a V. M. el nuD9io que tiene promeüdo, con el 

80 ayada para la iortifica^ion de Viena. a lo quäl me da largas, como siempre, 
j tieDgo por nierto que por no embiar el dinero, dexara de embiar la persona. 
Wien* Komana, Eorresp. fasc. 9 Orig. Dann aber mddet Lasso am 19, (ebendas,, 
Orig.)^ zwar von der Hufe für Wien wolle der Papst nachdem nun StiUstand mit 
dem Türken sei, mefcte wissen; t^er Famese habe ihm heute gesagt, quel papa 

85 despachara dentro de seis dias por Dun9io a V. Mgt. al prothonotario Palavesino 
[Paüavicinoj; der Plan scheint aber alsbald faüen gelassen worden zu sein. — 
Andererseits wechselte damals die ordentliche Nuntiatur in Frankreich; am 
20. August rief der Papst Dandino, B. von Imala, ab (ob indispusitionem sui 
corporis) und beglaubigte als Nachfolger den Grafen Michels della Torre B. von 

40 Ceneda: Arch. Vat Annar. 41 vol. 40 Nr. 688 Min. brev.; vgl Nrr. 684—694 
sowie eine Zahlungsanweisung vom 24. Äugtest für Ceneda über 600 Scudi pro 
provisione duomm mensium. Bam, Arch. di Stato Lib. mand. extraord. 1547 
fol. 188*. 



92 Nr. 81: 1547 August 26. 

segozio del concilio^), sono stati da me alcuni di questi signori et 
con gli altri don Francesco di Toleto ^) et 11 padre confessore, i 
quali hora che siamo piü prossimi al pericolo, non negano il dis- 
ordine grandisaiino, qnal puö succedere da queste novitk che instano: 
et di piu, esser vero cio che li ho detto. che per quanta giusti- 5 
ücazione possa fare Sua Santitä. et Sua Maestk, mal schiverano, 
che al presente et piü per Tav venire non fia impntato e all' uno 
e all' altro la colpa dell' inconvenienti che seguissero con poca 
loro commendazione. perö alcuni hanno ancora causato me, perche 
io habbia mostrato non haver commissione de nnovi partiti et 10 
rimedii. io gli ho ben risposto che dal canto nostro assai si era 
proposto per il modo trattato a Boma con don Diego, del qualo 
non ci era occorso il megliore; et benchö fosse degno di conside- 
razione, era stato escluso per Sua Maestk et per gli suoi ministri 
senza parlare di altro, et che da me non ero mancato di mostrare lo 
la somma importanza non solo della cosa, ma del tempo, solleci- 
tando Taudienza con Sua Maestä per queste cause, nel che addu- 
cano l'infermitä di essa haver portato impedimento a questa ne- 
gotiatione, coroe e vero. finalmente ragionando con don Francesco 
di Toleto questo mi disse che qua si stimava che dal canto di Sua 20 
Santitä si facesse la difficultä di ridurre il concilio per schivare 
la riformatione, che si havesse a fare da esso concilio; perö che a 
hü saria piaciuto sempre ch'havesse da lei fatta la riförmaiione, 
ma pero con participatione ancora di Sua Maestä et con compiacerle 
ancora di qualche partita, che fosse parsa honesta di aggiungerU 25 
per benefitio di alcune delle sue provincie, et poy rimetter' il con- 
cilio in Trento sopra la diffinitione delli dogmi. et dicendoli io 
che era suo offitio di haver' proposto prima questo partito, accio- 
chö si fosse potuto discuter' meco, mi moströ che bene ne havea 
parlato, ma che non havea satisfatto a tutti et che non era male 80 
che io ne ragionassi da me col confessore. 

Io gli ho negato che Sua Santitä si movesse per rispetto della 
riformatione, ma per le cause giä scritte. pero non ho voluto 
rifiutar' la proposta, perche, se bene si potesse suspicar' che la 
dicesse a qualche suo fine o avantagio di tempo o d'altro: nondi- 85 
meno il partito da se non pare male, non ostante quella parte- 
cipatione di Sua Maestä, quando potesse riuscire con buon modo, 

a) Im Orig. ist hitr und hernach don Franceftoo di Toledo chiffriert. 

1) Eieraus ergibt sich, daß Nr. 29 gemeint ist. Sfofidrato bezeichnet letztere 
nachher selbst als am 23. ergangen; am 25. tcird er dann obiges entworfen haben. 40 
Vgl. indes den Anfang vmi Nr. 36, wonach Farnese Depeschen SfondnUos vom 
24., 26. und 28. Augtist erhalten hat; gleichtcohl werden wir darunter die Nrt\ 29, 
31 und 32 zu verstehen haben. 



Nr. 81: 1647 August 26. 93 

dello quäle pero al principio non ho fatto motto ad esso confessore 
per non parer che io Tapprovi. 

Havendo donche visto che il detto padre convenia con il parer 
di den Francesco, io le dissi, per scoprire piü oltre, ch'avanti io 
5 scnvessi di tal' cosa, era bene che Sua Patemitk ne parlasse con 
questi altri signori, acciochö conoscesse quäl difficultä vi vedesse. 
il che doppoi ha fatto et mi ha risposto che in alcuni ha ritrovata 
qualche discrepanza; pero che esso et altro sono in la medema 
sententia et che non despera che possi succedere. . il che si fusse 

10 veroy cessariano quasi tutte le difficultä ogni volta che con gli de- 
biti modi si fusse certo che nel concilio non si havesse da trattar 
se non de dogmi, et che la riformatione si facesse per Sua Santitä 
ancora con qualche satisfattione di quelli che hanno le forze et 
authoritä principali. et. ancorach^ a me si potesse dire che questo 

15 proposito non e di presente speculatione, nondimeno perche forse 
non e in tutto alieno, ho voluto non tacerlo, come mi pare sia mio 
debito»). 



') Hiermit vgl. xcaa Granvdla am 29 August 1547 an Mendoza gehrieb (bei 
Mawrtnhrecher l c pag. 117* .sq.): despues aca andan en platicas el legado 

IfO iSfoodrato j el confesor, y el legado da a entender que no se tractando de la 
reformacloD general en el concilio ni de la persona y autoridad del papa, si 
no que esta se tratase particularmente entre el papa y Su Magestad, que seria 
^acil la redaccion a Trento ;. ., no per eso se dexe de persistir alla en Io 
Scripte (den kaiserlichen Weisungen vcmk^S. August), o que el concilio vuelva a 

25 Trento o se haga la soprasesion sin limitacion de tiempo (andernfalls also bleibt 
es beim Protest usw.). Vgl femer den Bericht des Bischofs von Forli vom 
:iO. August: In questo mezzo s'intende alle cose del concilio et pare che 
faccino intendere a don Diego che non prosegua el protesto, quando Sua 
Santitä si content! di fare una reform atione della chiesia con Oesare secreta- 

SO mente per yia di compositione, il che h stato pensamento di don Francesco, 
et rha condotto cosi destramente che, parlando hieri col legato et scotendosi 
di buona sorte Tun Taltro, mi dice che Sua Signoria Rma gü ha offerto Tassenso di 
Sua Beatitudine: di maniera che faranno parere buono al papa quel che a 
costoro dispiacerebbe assai, se fusse loro niegato. il che concludendosi si ri- 

Zh durrebbe el concilio in Trento 6t dove piacesse a Oesare nä s'harebbe a paflare 
d'altro che di religione; cosi il papa potria viver sicuro. Cod. Med. 4S04 
fol. 198*h. Andererseits berichtet aus Born Buggieri schon am IT. August: 
Päpstlieheraeits habe man Don Diego angedeutet, man sei geneigt, dem Kaiser in 
seinen Partikularinteressen entgegenzukommen, come seria dire delli beni delle 

40 chiese, che veneano occupati da Lutherani, lassarne una parte alle chiese et 
del resto Sua Maestä se ne potesse valere con venderle et servirse del ritratto ; 
dafür solle dann der Kaiser in der Konzilssache einlenken. Diego hohe diese 
Präposition freilich mit Entrüstung zurückgewiesen usw. Modena l. c. Femer 
vgl. das Urteil des Sekretärs Madruzzos, Aurdio Cattaneo: wenn der Papst nur 

45 wegen der Beform beruhigt sei und der Sorge um eine Spaltung überhoben werde, 
so werde er nichts dagegen haben, daß der Kaiser die Beligionssache in Deutschland 



94 Nf. 81: 1547 Angust 26. 

Aug. 26 Di Auguaia alli 26 de agosto 1547. 

Aug. 23 Doppoiche io hebbi fatto serrar Taltro despaccio de 2S| il giomo 
medemo occorse xixl tumnlto in queeta cittk, perclii alcm» baadiere 
de f ajLti del coUonndlo di Madrnocio si am]nutijK>roiio per man easer- 
li date le paghe intere^ et con gran nunore se ne andorono al 5 
palazzo di Sna Maestä, il qnale bencbe fusae dof>poi secbiio con 
prometterli il pagamento^ nondimeno 6 dispiaciuto moUcv pecche 
rajre volte i occono sinil mntiiw) alla preaenza deUo imperalore et 
tanto peggio nel Inogo dove ai trova, non aenza perioolo de » ag g i o r 
male, benche la dttk nos fece alcim aegno. et dicano dw at farä lOr 
entrare qua pin nnmeror di Spagnaoli. 

Sua Maeatä par stä ancora serrata, come prima» con dirai che 
non ha male salvo ch'e debile et ae le leva la pelle delle mani et 
del volto per la paaaata indispoaizione. vero h che . • . giä ha detto 
Sept 1 che vuole comminciare lä dieta il primo di settembre et intervenire 15 
personalmente, et molti de questi principi maggiori gi& aono in 
Camino per venire et Sua Maestk gli fa soUecitare. 

Briaacho non negotia ancora in modo aicuno, man«a hsa dato 
le lottere quah porta apeeialmeBte al preneipe di PieiMMtos^ mo- 
strando di voler prima trattare con Sna Maeatk ... 20 

Questa sera hx> inteso esserai scoperto che rarmata. fatta per 
il re Chriaf^^ ^ stata per andare a levare la regiittk faüMftuUa di 
Scotia per spoaa dil Delfiooy et che An^ai farsano ü tntto per 
impedire^); pero, come Y. S. pnö credere, qna non se ne mostra 
segno. 25 

Per il particolar d^a lega sono giunti qna al sao tenpo la 
maggior parte delli agenti delli prencipi et cittä fianch e^, el gük 
hanno cominciato a trattar; ma per quello posso penetrar, vi sarä 
pur difücultk et disparere, anzi si stabilisca. 

Data at supra et in fretta, perchä da pocho in qna mi 6 stato 80 
referto la partita del corriere per NapoU. 



ohne Konzil ordnen salva sempre lauthoritä della sede apostolica» noc^ Schwierig- 
ketten machent den Kaiser in den Oenufi der Einkünfte der detUschm Kirchen zu 
setzen, auch die Communio aub utraque dvMen, die verheirateten Brietter be- 
lassen^ e queste cose de jure positivo, che non fanno molto pregindicto al- 85 
l'utile della sede apostolica, credo che passeriano leggiermente. . D. (f. Born 
24 Auffust 1547, Innsbruck, Statth.'Archiv, caps. 66 Nr. 74 Orig, 

1) Die fünfjährige Maria Stuart, Braut des Dauphin Franz (IL)f wmde im 
Sommer 1546 nach Frankreich gebracht. 

») Vgl oben Nr. 19. 40 



Nr. 82: 1547 August 28. 95 

32, Sfondrato an Farnese: Hat Briefe vom SS. erhaiten. Dankt für ^-547 
Entgegenkommen. Erstattet ein GhttaeMen üJ>er die Entsendung des ^^- ^^ 
Kardinals von Trient als päpsüichen Legaten nach Deidsehland neben 
ihm oder unier seiner Zurückberufung. Betrauert den Tod Ardin-- 
b gheüos. Der Nuntius ist neck nicht abgereist Widerrät als sehääÜeh 
die Enwihnung der englischen Sacks in einer künftigen Audienz. 
Bittet den Postmeister Bordogna zufriedeneusteüen. 1S47 Au;gi4st S8 
Augsburg. 

Aus Neapel Gr. Archivio Carte Faraesiane fa«c. 744 Orig. — GMruekt 
10 Meäteiti l c. p. 181—186 aus Cod. Trid. 111 pag. 7 t— 74 spätere Ab- 

schrift. 

lo hebbi hieri la lettera sna de 22^)» per la quale comprendo Av^. 22 
oga' bar» pid Tobligo infinito, ch*io debbo aUa boBtk di Nostro 
SigBore et di Y. 8. 111'^, vedendo il riapetto che con tanta be- 
]5 ni^aitlk vapso m» dimostnuao; dil che nverentemenle senza fine le 



Hcwa per riapondere alla propoata'), smeerafliento, seeondo 
ch'eBsa itti comaada et che sa eseer xmo- coatume di &re, [dico): 
non a diflieil cosa a compreaideve qa^o ch'habbia a saccedere, 

^0 easendo comaMmicafea la legazioBa a moii&igiLor S^"^ di Treoto, 
perchi oltre alla precedentia del loeo et per esser Im prencipe deUo 
impero et rieeo et dei paeaer et gratiaaisiia alla corte et pitna di 
pradenza, et altre gran' qüaKtä, si pci6 credere che tutte la rose et 
fmtti (qoando ce ne fossero) reataiiaiia al sno cout^o et a me tutte 

25 le spine. tnttanrolta qiiando ciö na a satiaiattione di Stia Santitk 
overo a publice commodo, notf solo m» ne coiitento, ma di euere 
ne supplico con ogni instanza Sua Beatitudine, et p^ lae haveria 
anc0r pni grate, quaodo a Sna Saatüä (oacesae con boon' modo 
levar me et lasaare il loeo libero al predetto monngnor I^, al 

80 quale, come Y. 8. sa, io sono affettionatisedmo de molti anni, et 
(se non nn raccordo male) sin' al tempe io passai per Trento, 
scrisai a Y. S. nella medema austeaza. lasaaodo adonehe il ris* 
petto mio, quanto al resto, per esser' io mal pratico in queata 
punto, non mi pare poter dir cosa che rilievi, perchi se si vuole 

85 conaiderare la ragione, quale move esso monsignor B™°: che altra- 
meitti- ncNi pui havere il suo loco in questa dieta, io non intendo 
ehe la de(^tä del legato in questo convento faccia molto effetto> 



1) Liegt fdeht vor. 

^ Wie eich aus dem Weiteren ergibt^ hanMts es sieh um den Wuimch des 
40 Kardimds C%ristof MadruztCj Bisehofs von Trient die Eigensd^aft eines päpst- 
Uehen Lsgaten für Deutschland zu erhaUen. 



96 Nr. 82: 1547 August 28. 

sicome non fa quella del cardinale efc perö monsignor Br™<* d'Au- 
gusta non ve interverrä, secondo mi dice. 

Se si riguarda al respetto et estimatione di Sua Beatitadine» 
so che alcuni potriano dubitame; ma io non ci farei difficultä, 
s'essa, che e sempre advertita in simil cosa, sarä di questa oppinione. 6 
s'ancor piü oltre si fa per portar benefitio al publico, e verisimile 
per le gran qualitä sue, che possa giovare in molte parti. et qaanto 
a quel motto che Y. S. tocca de saa mano, che dubita ae questa 
> pratica sia mossa di qua'), pnö ben esser vero^ ma io non ne 
sento alcon' segno; anzi giä. tre giomi per ordine di Sua Maestä lo 
fu sollecitato detto monsignore, che si trovi qua fra 15 di. 

Pero con tutte queste considerationi io sono in tal dubio non 
solo delle cose della religione» ma degl* altri gran' disordini, che 
non 6 da omettere quelle si vede poter portare piü giovamento che 
dannb. il che niuno megUo puö giudicare che Sua Beatitudine; 16 
tuttavolta questa deliberatione dependerä assai dalla risolutione. 
quäle Sua Santitä giä havrä fatta o sarä per fare sopra il proce- 
Awf, 2H dere del concilio, doppoich' havrä havuto il dispaccio mio dei 23 et 
ch'havrä inteso piü chiaramente quelle che proporrä, il signor don 
Diego, et forsi sark d'advertire quelle che per tal causa potria 20 
pretendere monsignor R™^ d'Augusta, quäl 6 parimente cardinale et 
stä in la dieta et iu la cittä sua, benche questo ultimo si pu6 con- 
siderare tanto per risposta quanto per oggietto, et forsi per Tami- 
citia, quäl hanno tra loro, facilmente potrano convenire. 

Non mi resta di dire altro se non pregarla, che mi scusi ap- 26 
presse di Nostro Signore, se in questo punto non ho saputo satis- 
farle, et alla loro buona gi'azda mi raccomando* 

Di«) Augusta alli 28 d'agosto 1547. 

Io sento molestia incredibüe, poich^ per lettere de 22 ho inteso 
la importuna morte del nostro R™*^ . Ardinghello ^ etc. so 

a) Das Foigende eigenhändig. 

Wie in Famests Auftrag Maffeo am 25. August vertraulich an Cervini 
achriebf lag der Kurie daran herauszubringen, ob die Anregung (daß Madruzzo 
Legat werde) vien da ambizione di comparir legato, opure dal imperatore, 
che per mezo suo voglia raddolcirsi (Carte Cerviniane £ilza 20 fol. 186 86 
eigenh. Orig.). Wie im nämlichen Briefe weiter ausgefiUirt wird, glaubte man, 
zumal ncu;h Andeutungen Caitaneos, des Sekretärs Madruzzos, der ihn, tcohl wegen 
dieser Angelegenheit, unter dem 29. Juli hei Famese beglaubigt hatte (Orig. in 
Neapel Carte Farnes, fasc. 710) che Sua Maestä aspira ad haver o tutti o 
parte de beni usurpati da Lutherani, quali spera poterli ridurre in le sue mani 40 
(vgl Cattaneos Äußerungen oben 8. 93, 1). Kurz darauf weist die Kurie den Wunsch 
Madruzeos rundweg ab; vgl. unten zu Nr. 36. 

*) Ardinghello starb am 22., um] 21 Uhr (4 Uhr nachmittags): Giovanni 
Battista Cervini an Kard. Cervini von diesem Tage. Am 20. meldete der nämliche. 



Nrr. 82—88: August 26—28. 97 

Monsignor nunido^) non e anchor partito et expetta per dar 
ordine a certi soy bisogni et se forsi tra tanto poträ haver commo- 
ditä di pigliar licentda da Sua Maestä etc. 

Perchft*) V. S. mi scrive dell' audienza da Sua Maestä con 

5 espettatione ch*io parli ancora della pace et di Anglia, giä quella 
pao comprendere ch'essa Sua Maestk oltre la solita difficultä non 
si curarä darmi audienza, avanti intenda ciö che al presente succedi 
cerca il negotio del concilio, nä vedo espediente in soUicitarla 
prima, quanto alla detta pace et cose di Anglia, quali hora ven- 

10 gono in consequentia, essa horamai ha conosciuto per prova et per 
diversi modi che il parlare di questo proposito, ancorache sia 
ragionevole, non solo non fa frutto alcuno, ma si ha piü presto per 
male che per bene, come ancor le accennai alli gioi-ni passati. et 
maggiormente sark in questo punto: che Sua Maestä e praticata et 

15 ricercata et che tra loro la trattano con darne poca parte ad altii. 
per il che, se stesse a me, io non ne vorrei farne instanza non 
iniervenendo altra occasione, ma attenderei a questi altri negotii 
che premono; pure colla opportunitä non mancaro di obidire con 
quello meglior modo saprö. 

30 II Bordogna di Trento si duole meco, che non manca di eseguire 

li ordini nostri cerca il mandare le staffette, ma che non puo con- 
seguire il pagamento ordinato. pero non posso omettere per il ser- 
vizio comune di pregare V. S. che si degni fargli provvisione. 
Datum ut supra. 

2& S3. VeraUo an Famese: Bereitet sich zur Abreise vor; hofft die so- 1^41 
glei(^ erbetene Audienz nächster Tage zu erhalten. Der Beichtvater, Aug. 2R 
der ihn besuchte, deutete in der Konzilssache an, der Kaiser werde, 
im Fall der Rückkehr des Konzils nach Trient, dafür einstellen, daß 
die päpstliche Autorität und das Haus Famese unbeeinträchtigt 

ao bleiben; auch in eine Neuwahl werde sidt Karl nicht einmischen* 
VeraUo warnte den glatten Worten jener zu trauen. Man trifft Vor- 
bereitungen zur Beichstagseröffnung ; die Proposition soll sehr herrisch 
gehalten sein und unter anderem eine provisorische Ordnung der 
Iteligionssache vorsehen. W47 August 88 Augsburg. 

86 Am Parma Arch. di Siato Carteggio Farnesiano, eigenh. Original. 

Non son mancato subito alla receputa delle lettere di V. 111°** 



a) Da» Weitere auf einem neuen Blatt, von Sdtreiberhanä. 

Ardinghdlo tei todkrank. Carte Cervin. filza 20. Vgh Massarelli ed. Merkle 
p. 687 IC die Anm. 2 daadbst. 
40 «) Vgl das folgende Siiick. 

Nnntiaturberichte, ente AbUUang, Bd. X. 7 



98 Nr. 88: 1647 August 28. 

Aug. 11 et B"^* S. de 11'), benche tardi conpanssero di qua, di far doman- 
dar a Sua Maestä Taudientia per licentiarmi da lei quanto prima, 
con assicurarla di non volere altro che farli una sola reverentia 
per potermi inviare alla volta de Italia, et fin a hora non ho potuto 
haveme risposta; ma penso ben che fra domani et I'altro io l'ha- 5 
yerro, et doppoi havuta fra tre giorni al piü piacendo a Dio ml 
metterö al viaggio, perchä giä mi trovo in ordine di ogni cosa, 
salvo che di danan, quali spero fra questo tempo poterli havere a 
cambio; perö supplico Y. S. che di Ik mi sia corresposto al debito, 
sicome 6 passato sino qui. lo 

Aug. 26 L*altro hieri mi fu a visitare il padre confessore, il quäle molto 

si stese meco a condolersi che in questa cosa del concilio non si 
potesse trovare qualche temperamento, col quäle si satisfacesse al 
hesogno della Christianitä et della Germania et si riunessero li animi 
di questi doi suppremi principi della Christianitä per il beneficio 15 
publico. et a buon proposito mi ragionö del discurso fatto fra mon- 
signor B*^^ legato et don Francesco da Toledo, et di quanto sene 
era liferito a monsignor di Granvela, con la promessa, che egii ne 
faceva, che ritornando il concilio a Trento Sua Maestä farria che 
non si toccasse Tautoritä di Sua Santitä ne cosa pertinente alla -jo 
111"^^ casa sua et che non s'impacciasse della elettione in eventum 
vacationis. il che tutto quella istessa sera fu scritto a pieno da 
monsignor B°^° legato con un despaccio, che si fece molto in fretta^), 
per lo quäle io non possetti scrivere. n6 pero accade ch'io ne dica 
altro per adesso se non che a me pare che vogliano tuttavia stare 25 
con la sferza in mano et al disopra in ogni cosa, et per venire a 
questo fine di far quello che vogliono et di vincire tutte le pugne, 
non lassano di promettere delle cose assai et dar delle parole 
dolci: doppoi Dio sa quello che sarä! possono qui cadere delle 
considerationi pur assai, che le lassaro discorrere alla molta pru- so 
dentia di V. lU»* S. 
Sept. 1 Sua Maestä farä giovedi la propositione in dieta et molti dicano 

che UBcirä alla messa del spirito sancto nella chiesa maggior; et alcuni 
dicano che non, ma che doppoi detta la messa nella chiesa maggiore, 
senza che altramente vi intervenga Sua Maestä, tutti li principi 85 
andranno al palazzo, nella sala del quäle sarä Sua Maestä a far 
leggere la propositione. la quäle, secundo quello che ne ho inte430, 
sarä imperiosa, prescrivendoli la legge che havranno a teuere da 
qui avanti tanto circa la iustitia della Camera, come nella pace 

M Vgl oben zu Nr. 30. 40 

') Nr. 3ly dessen Inhalt mit Verallos Angaben hie}' sich freilich nicht 
genau deckt. 



Nrr. 88—84: August 28 — September 5. gg 

publica, promettendo che quanto alla religione farä una reformatione, 
della qoale nessono si poträ iustamente dolore, finche sia deter- 
minato per un concilio generale in Germania tutte le differentie et 
articoli importanti et concernenti essa religione. aspettaremo la con 
5 la pace de Dio et al suo tejnpo se ne darä piü particolar conto 
dallo III"^® legato o da me et foisi da tiitti dua; intanto mi atten- 
(lerö ad espedire et a liberarmi da questa coi*te. 

Da Augusta el dl 28 d'agosto 1547. >t«i^. ^S 

34. VeraJlo an Famese: Verabschiedete sich am 1. September kurz IS47 
10 vom Kaiser, dessen Ausse/ien und Schwäche noch die überstandene ^^P^- ^ 
Krankfieit verriet. Die Kaiserlichen hoffen auf Nachgiebigkeit des 
Papstes in der Frage der Konzüswalstatt; andererseits bietet Bayern 
an, zu kommenj wohin der Papst wünscht Man verhandelt über die 
Liga; das Verlangen des Kaisers, die Niederlande aufzunelimen ohne 
16 Beteiligung an den Reichslasten, macht Schunerigkeit Der- noch bett- 
lägerige Brissac ging auf Verallos Fragen wegen des Friedens nicht 
mit der Sprache heraus, Nuntius besuchte die hier anwesenden katho- 
lischen Kurfürsten. Die Reichstagsverhandlungen haben am 3. be- 
gonnen; er schickt die Proposition, Erörtert die Aussichten der 
20 Religionssache. Hofft reichster Tage abzureisen. Daß die Portu- 
giesen nach Bologna kommen, befremdet hier. Heute sollen die katho- 
lischen Fürsten sich in der Religionssache schlüssig gemacht haben. 
1347 September 5 Augsburg. 

Ah8 Neapel Or. Archivio Carte Famesiane fasc. 725 Orig. 

25 lo mi licentiai giovedi da Sua Maestä, la quäle uscitte in sala Sept. 1 

a far* far* la propositione. mi uso grate parole quanto portava 
il tempo et il mal suo. tiene la faccia ancor ben gialla, et ancor- 
chel caminasse con bastone, voleva mostrar non ne haver bisogno; 
ma tattavolta era debile et le mano li tremavano a guisa di para- 

80 litico. boggi si mette alla regola della Cina, che Dio voglia li sia 
fruttuosa. 

De le cose del concilio non si parla per adesso altramente, si 
non che si aspetta di lä risposta della resolution fatta (^ui '), et si 
crede che di Ik debba venir' risposta a voto di Sua Maestä, cioe 

85 che'l concilio ritome a Trento, o almeno che fra tanto non si pro- 
ceda in Bologna, cVi quelle che da al coro a costoro. et per dire 
quelle ch'intendo: Taltro hieri venendomi a visitar' il dottor Ecchio Sept. 3 
di Baviera et parlando del concüio, disse ch'era necessario per le 
cose della religione et che senza esso non si poteva far* nuUa. et 



40 1) Nämlich die Androhung des Protestes. 

7* 






100 Nr. 84: 1547 September 5. 

che quanto al suo duca et allo arcivescovo di Saltzburgo, dove sia 
che No8tro Signore lo faccia, sarranno contonti et pensa che sieno 
aiicora per contentarsene li altri principi catholici, che ragiooe- 
volmente sogliono sequitar* il voto del suo duca, benche in questo 
mi par* che s'abüse, perchö il primo voto e delli principi elettori. non- 5 
dimeno assai mi pare che ci siano di quelli che non aborriscano tanto 
che'l concilio si faccia altrove ch'in Germania, et la ragion che 
allega non mi dispiace, che e che trovandosi Sua Maestk hora vit- 
toriosa et potente, et dovendo star* Protestant! alli decreti del con- 
cilio, poco importa che si faccia piü in un loco che in un' altro. lo 

Adesso si consulta sopra la lega, et ci h piü difficult4 che 
altri non crede, et digiä li principi elettori Treveri et Magontino 
non ci condescendono per Timpedimento della iurisditione, perche 
volendo Sua Maesta includerci li Paesi Bassi'), con li quali loro 
confinano et sonno ogni giorno alle mano sopra li confini, essendo per il i^ 
favore di Sua Maestk, che vuole non sieno sottoposti al iuditio 
del imperio, ogni giorno stratiati et sforzati sopra essi, dilatando 
quelli delli paesi hereditarii et restringendo li altri che non possono 
trovar instantia in parte alcuna, non li pare conveniente di darli 
questo ardire che con la lega non possano esser' molestati, anzi sieno 20 
difesi dalli altri, et essi tuttavia ne sieno usurpati senza speitinza 
di poter trovar instantia in loco alcuno, maxime che dubitano che 
con questa lega non diventeno tanto insolenti che poi tome tutta 
la ruina sopra loro. Taltra ragione si 6 che le pare inconveniente 
che, poich^ Sua Maestä vole che li paesi äuoi sieno liberi dello im- '2b 
perio et dalle gravezzi che paga Timperio contral Turco, et per 
altro che non riconoscendo Timperio di nulla, sia egli tenuto a difen- 
derli a spese loro. et questa ragione milita ancora, quando Sua 
Maestä volesse includerci il stato di Milano et quello di Savoya per 
esser' camera imperiale, perche non riconosceno lo imperio 80 
altramente ne concorreno nelle gravezzi: di modo che potrebbe 
esser* o che la lega non seguisse o che dovendo seguire si restrin- 
gesse solo alli limiti et paesi sottoposti a esso imperio. 

Yisitai monsignor di Brisach, che stava in letto, et ragionando 
seco delle cose della pace non uscitte a nulla si non al generale. d5 
et dicendoli io che Nostro Signore aspettava d'intender de qui che 
Sua Signoria stesse sana et potesse negociar* per intender' una 
buona nova della pace, laquale ha Sua Santitä sempre promossa 
et desiderata, sorrise con una mezza sguillata di capo, stringendomi 
Sept. 4 la mano che tenevamo giunte insieme. dovea esser* odito hieri; 40 



<) Vgl Ranke. DeuUcfie Qesckich\c F* 8. 17 ff. ' 



Nr. 84: 1647 September 5. j[01 

non so quello che seguirä, ma io per me non ne spero molto ritratto, 
ancorche non si reste di dir* che porte partiti tali che Sua Maestk 
Gesarea sarä sforzata ad accettarli overo a farsi iudicar* al mundo 
qaello che non desidere ne voglia la pace. 
5 Ho visitati tutti questi principi elettori che son venuti, dico 

delli catholici, et li trovo nelle cose della religione observanti et 
desiderosi che si restituisca, como conviene. sabbato fu il primo Sept. s 
conseglio in la dieta, dove si consumö il tempo in cerimonie te- 
desche. dicano che sarä breve, ma io non lo credo. 
iO Qui sarä alligata la propositione ^), la prima parte della quäle 

tocca alla religione et stä di maniera che le parole sono composte di 
modo che nominandosi il concilio Tridentino, par che voglia "*) non 
ritomandoci pigliar' altro rimedio; imperö nullo altro rimedio si 
tiene sia per essere bono si non il concilio, ancorache si pense a 
15 far* una reformatione col studio di questi theologi chiamati per 
offerirla al concilio, quando sarä bisogno, che la approve; et non 
la approbando non si restarä di farla servare in Germania, finche 
del concilio si faccia quello che Sua Maestä vorra. 

Io*) spero piacendo a Dio partir di qua domane overo Taltro, Sept. 6. 7 
vo poiche non mi son potuto spedir prima*). 

Questa andata delli Portughesi a Bologna') ha dato non pooa 
admiratione in questa corte, per la unione che sempre e stata fra 
Sua Gesarea Maestä et quel re Ser"° *), che non si puö diggerire. 

Hoggi nel conseglio della dieta fra principi catholici s'intende 
25 esser presa qualche risolutione sopra Tarticolo della religione, ma 
non si e potuto per ancora intendera li particolari ne si potranno in- 
tendere, finche li principi elettori non hanno risoluto sopra essi. 



a) Orig. aäd. che. 

h) Fon liier an ag€Hhändig. 

30 1) Der Reichstag wurde am L September durch die Verlesung der kaiserlichen 

Proposition eröffnet; letztere ist gedruckt (deutsdi) bei Mohnike, ßartholomaei 
Sastrowen Herkommen^ Geburt und Lauff seines gantzen Lebens. II (Greifswald 
1824) S. KXh-llJS. — Vgl. auch Hanke V* S. 4 ff.; Beutel, Über den Ursprung 
des Augsburger Interim (1888) S. Off. 

85 ') Am Hofe erzählte man sich^ wie der ferraresische Gesandte Erzbischof 

GiuUo Sertorio von Santa Severina am 3. Sept. meldetf für Verallo werde der 
Bischof von Fano als Nuntius kommen (vgl oben zu Nr. 31), aber nur auf zwei 
bis drei Monate; er solle, da er als Dominikaner Ordensbruder des Beichtvaters 
Soto sei, versuchen, mit diesetn zusammen ein Abkommen zudschen Kaiser und 

40 Papst zustande zu bringen. Modena, Orig. 

') Der Bischpf von Oporto kam am 15. September nach Bologna. Massarelli 
ed. Merkte I p. 697. 

*) Bekanntlich entstammte Karls 1589 verstorbene Gemahlin dem portu- 
giesischen Fürstenhause. 



102 Nrr. 84—86: 1647 September B— 6. 

Monsignor B*"® legato satisfark al resto. 
Sept. 5 Da Augusta el di 5 di settembre 1547*). 

1547 36. Sfondrato an Farnese: Schildert den Verlmif und die Anwesen- 
Sept. 6 ^^Yi hei der Beichstagseröff'nung und der Verlesung der Proposition. 
Warum Sfondrato der Messe im Dom nicht beiwohnte. Das Befin- ^ 
den des Kaisers läßt immer noch zu vmnschen; er hat einen Oicht- 
anfall gehöht und erteilt noch keine Audienzen. Schickt lateinische 
Übersetzung der Proposition j wird die deutsche Fassung später 
schicken. Der allgemeine Eindruck der Proposition ist nicht un- 
günstig. Wie der Passus über die Religionssache gemeint ist. Mut- io 
maßungen über Brissax^ Aufträge. Das Projekt der Liga begegnet 
Schunerigkeiten; allenfalls wird man dem Kaiser eine bestimmte 
Truppenzahl besolden. Fünf Kurfürsten und viele Bischöfe sind an- 
wesend; der Hz. von Bayern wird erwartet. Kurmainz entscfiuldigt 
sich wegen Ausbleibens am Konzil. Die Audienz Brissacs wurde 16 
wiederum verschoben. Legat ist gespannt auf die päpsüiche Ent- 
scheidung toegen der Session in Bologna. Verallo ist ai)gereist: ver- 
dient jede Förderung. Schickt den ernsten spanischen Entiourf der 
Reichstagsproposition. 1547 September G Augsburg. 

Au8 Neapel Gr. Archivio Carte Farnesiane fasc. 744 Orig. — Auch Trient 20 
Bihl dv. cod. 111 pag. 74-77. 

Awj. 29 AUi 29 per una staffetta a posta mandata fino a Trento io 

Aug. 22 risposi alla lettera di V. S. Ill°** de 22 sopra quello mi occorrea 

cerca il dopufcar' per legato monsignor R"<* di Trento. giobbia 
Bepi. 1 passato al primo si disse la messa del spiritu santo nella chiesa 26 

maggiore per il prencipio della dieta et vi intervenne Tarciduca 

Massimiliano in loco di Sua Maestä. 

De elettori vi fu solo il Maguntino, et de prencipi il marchese 

Alberto Brandeburg; per gli altri vi furo gli agenti loro. monsignor 

g^mo d 'Augusta canto la messa et io havea mostrato di volervi an- 80 

*) Eine kurze zweite Dejj&tche Verallos vom nämlichen Tage Itesagt: Adesso 
sono avvisato che nella dieta si e risoluto, quanto alla religione, che nihil 
fiat sine papa, il quäle riconoscono per capo, come b il dovere, et domattina 
risolveranno il medesimo 11 elettori. et quanto allo articolo della lega che Sua 86 
Maestii vorrebbe stabilire, perch^ si era proposta alli stati per parte di Sua 
Maestä che harrebbe voluto che in questa pratica si fusse data la com- 
missione a 22 persone, cio6 quattro per li elettori, 4 per 11 principi laici, 
4 per li vescovi, 4 per le cittä, 2 per li abbat!, 2 per li comiti et 2 per li 
nobili, li stati deir imperio non si sono contentati, ma hanno risoluto che 40 
ogni stato habbia da deliberare il voto suo per se separatamente, come sempre 
si ^ usato in tutte le diete, di modo che la cosa fin qui non si vede molto 
grassa. Parmay Carteggio Farnes., eigenh. Orig. 



Nr. 86: 1647 September 6. 103 

dare, ma restai doppoi, perche oltre il non venirvi Sua Maestk io 
hebbi relatione ch'il loco voleano preparare per me, era quello che 
fu dato a monsignor W^^ Contareno in Ratisbona, quäl fu giu- 
dicato per molti poco conveniente alla dignitä'). vero e ch'essendo 
fatto saper' questo all! maiordomi di Sua Maestä, qaali hanno tal' 
impresa, si escusorono con dire ch*iin' altra volta, quando fasse 
occorso, ci havriano dato loco a nostra satisfattione. 

Doppoi finita la messa andorono detti signori et agenti (ma 
non gik il cardinale) alla casa di Sua Maestä, dove venne il duca 

10 Mauritio, novo elettore di Sassonia, et il figlio dello elettore di 
Brandeburg ^; et in presentia di essa') Tarciduca in vece della 
medema disse alcune poche parole et poi si fece legere la proposta 
lunga in scritto. alla quäle doppoi un poco di consulta fatta per 
detti signori et agenti in risposta fu ricercato che se li desse copia 

16 di tal' proposta per poterla meglio considerare, il che cosl fu per- 
messo. 

Cerca la indisposiüone di Sua Maestä monsignor il nuncio^) 
ne darä piü certo ragguaglio, perche doppoi finito quello atto della 
proposta fu admesso a chiedere la licenza per il suo partire, et 

20 dalla relatione sua intendendo la molta debolezza et fiacchezza di 
essa poträ comprendere quanto desiderio ha havuto di dar pren- 
cipio a questa dieta nello essere ove si trova, et che non e mera- 
viglia se fa difficultä in udire et trattare negotii gravi, vero e 
che si era detto che in questi doi giomi dovea dare audienza a 

Jö monsignor di Brisacco et ancora allo ambasciadore di Anglia con 
presuposito di serrarsi di novo et pigliare Tacqua della Cjrna o del 

') Nach Contarinis eigenem Bericht über die kircfdiche Feier bei der Regens- 
burger Reichstagseröffnung wm 1541 (am 5. April) war der ihm angewiesene Platz 
ein sehr ehrenvoller. Er schreibt am 6. an den Kardinal von Mantua : alla messa 

80 del spirito santo io intervenni con tutti li altri signori catholici et molto fui hono- 
rato. fui in capella tanquam pontifex sopra una sedia honoratissima et feci la con- 
fessione alla messa et detti la benedittione. Dittrich^ Regesten und Briefe 
Contarinis 8. 319 Nr. Ö9. Vgl auch den Bericht des Girolamo Negri vom 
6. April über die nämliclte Feier: il loco di Sua Maestä era in choro ad corum 

^6 episiolae et doe sedie lontane stava il^Maguntino, poi per ordine li principi di 
Germania ecclesiastici et seculari. a rimpetto stava il Rmo legato con altri 
prelati spagnnoli et italiani et altri signori, che non sono della dieta. F. 
Sdtultze, Aktenstücke zur Reformationsgeschichte (Ztschr, f. Kirchengescli. III 
S, 628), 

4C *) Der Kurprinz Joftann Georg, der an der Spitze der kurbrandenburgischen 

Gesandtschaft stand, Droysen, Gesch. preufi. PolitVc IL 2 8. 314. 

^ Nämlich des Kaisers. 
*) Vgl. Nr. 34 zu Anfang. 



1^4 Nr. 85: 1647 September 6. 

legno per 15 giorni; ina le e sopragiunta la gotta in un braccio, 
di modo ch'anchor Taudientie son cessate'). 

lo mandaro coUa presente per il primo spaccio la copia della 
proposta translata in latino'); et perche vi sono parole alquanto 
oscure, la mandaro ancora in todescho secondo fu letta, accioche 6 
volendo vedere la origine possi farlo. et non ^ dubio che questi 
signori nelle forme delle proposte vanno sempre cauti per non 
levar' in tutto la speranza a chi tratta con loro; perö so che la 
detta forma non satdsfa a Protestantin et quanto al canto delli nostri 
piü tosto mostra qualche avantagio. et alcuni di questi signori mi 10 
hanno detto di piü, che tra loro si e dubitato s*era bene di ponere 
in la proposta che simplicemente la causa della religione si nmet- 
tesse al concilio; ma ch'hanno eletto questo altro modo per il 
migliore et mostrano di sperar' che se Sua Maestä trovarä impedi- 
mento duro in questo, debba dar ordine che primamente la reli- \h 
gione si riduca allo stato pristino et antico, et che doppoi, s'alcuni 
pretenderanno altro, sieno uditi. il quäl modo in sustanza a me 
non e dispiaciuto per hora, et tanto meno se la speranza predetta 
fusse col vero. 

Qua si e detto per alcuni che monsignor di Brisacho potria 20 
proporre il matrimonio di madama Margarita di Francia col pren- 
cipe di Piemonte et con la restitutione del suo stato, il che penso 
si parli per congiettura, intendendosi che Brisacho porta speranza 
grande al detto prencipe . . . 

Quanto '') alla lega giä trattata non si fa progresso et piü tosto 25 
si vede che a questi principi et stati non aggrada, et alcuni dicano 
che forse Sua Maestä si contentarä di ottener' che li sia pagato 
uno honesto numero di soldati in questa provincia sotto pretesto 
di poter difendere la giustitia et eseguirla et cosi starsene armata 
in ogni occasione con non poca estimatione, senza che si entre in so 
altro legame. questi sono discorsi^). 
Sejd. 6 Di Augusta alli 6 di settembre 1547. 

Sono**) giunti qua tutti li elettori ecclesiastici, et oltra quelle 
Sept. 5 di Sassonia eri arrivö il Palatino, il duca di Baviera si expetta 

et questi signori vescovi anchora vi sono in bona parte, l'arci- 85 
vescovo Maguntino si e excusato meco con pregharmi anchora che 
Tescusasse con Sua Santitä, che non e possuto venir al concilio per 
gli impedimenti. 



a) Di modo — cessate von Sf. nachgtfügt; fehll im Codtx TridetUinua. 

b) Dom Weiter» fehU im Cod. Trid. 40 

c) questi soao dlseorsi iat von Sfondrato ugenhämdig nachgingt. 

d) Das Weitere ^enhändig. 

Der lateinische Text findet »ich im Cod. Trid. 111 pag. 79—86. 



Nrr. 85—86: 1647 September 6—10. 105 

Der Kaiser hat die von Oranvella für Brissac beantragte Audienz 
verschoben, et quella chimera ch*ho scritto di sopra, va acer- 
tando piü. 

lo stö in sospensione grande, espettando di ponto in pontio 
o saper cio che si sarä deliberato del concilio in questo termino 
della sessione, perche da qua pendano molti discorsi et attioni. 

Monsignor il nuntio e partito qqesta mattina; il signor Dio 
gli concedi bon ritonio, perch' in vero e homo de vertu et bon 
servitor della casa et che da ogni parte merita esser ben trattato '). 
10 Mando anchora una proposta della dieta in lingua spagnola'), 

il che ho fatto per havere inteso ch'il primo originale 6 stato questo, 
fatto per monsignor di Qranvela et poy ridutto in todesco per - 
proponerlo in dieta. 

36. Famese an Sfondrato: Mendoza kam dern Papste nach Fuligno io4T 

IB nach und verlangte die Rückkehr des Konzils nach Trient, was der Sept. lo 
Papst ablehnte. Auf des letzteren Frage nach der Absicht des Kaisers 
zu protestieren, erklärte Mendoza dies für das äußerste Mittel, vorher 
aber habe er andere Vorschläge zu machen, über die er mit Farnese 
zu verhandeln tcütische in Fortfufirufig der htzOnn in Rom be- 

20 gonnenen Besprechungen. Mendoza bot dann für den Kaiser an : 
Verhandluiig der Religionssache auf dem Reichstag nur unter Teil- 
nähme des Papstes; Anheimgäbe der Reformation an den Papst; 
Garantie freier PapstivaJil im Fall des Todes Pauls vor beendigtem 
K&nzil; dafür verlangt der Kaiser Aufschub der Session des KonzUs 

26 auf unbestimmte Zeit und mittelst Kongregation, nicht Session. Far- 
nese erwiderte, daß hierdurch die obwaltenden Sc/iwierigkeiten in 
nichts befioben seien. Die weitere Besprechung aber führte zu einer 
Annäherung und, nachdem noch die Ansicht der Konzilslegaten ein- 
geholt war, betviUigte der Papst, was Mendoza, erbeten hatte, in der 

80 Erwartung, daß Deutschland sich detn Konzil unterwerfe, wogegen 
der Papst nic/it mehr unbedingt auf Bologna als Malstatt besteht. 
Dies teilt man Sfondrato zu seiner Unterrichtung mit; er soll aber in 
die schwtbende Unterhandlung nic/it eingreifen, sondern diese Mendoza 



*) Certo, gchreihi der B. von ForU am 5. Ulm- Verallo, che 6 persona gen- 
85 tile . . . alcuni credano che vada per il capello et veramente lo merita, ma po- 
trebbe esser' anco che'l papa lo levasse sapendo ch'era poco accetto a Gran- 
vela et al figliolo. per ancora non si sa del successore, se ben molti credano sia 
il vescovo di Fano rispetto al confessore [vgl. hierzu ob. 8. 101 A. 2], Florenz 
Cod, Med. 4804 f. 199*- 200 b. >- Den roten Hut erhielt Verallo erst am 
40 S April 1549. 

') Liegt nicht vor. 



100 Nr. 86: 1547 September 10. 

überlassen; doch soll er in Deutscfiland Meiben, um den Erfolg des 
Reichstags abzutoarten. Kardinal Madruzzo erhält die deutsdie Le- 
gaiion nicht Die Reformation der Kurie wiü der Papst, der nichts 
eifriger er strebt, dem Konzil durchaus iiberlasse^i; er lehnt es audi 
ab, was Mendoza anbot j iiber die Rechtsbeständigkeit der Verlegung ^ 
des Konzils zu entscheiden. — Sfondrato soU sorgen^ daß keine Un- 
klarheit über die Absichten des Papstes bleibe und der Kaiser sic/i 
bald entscheide. 1547 September 10 (11) Perugia^}. 

Aus Arch. Vat. Armar. 62 vol. 42 fol. 68—67, gleichzeitige Abschrift. — 
Auch ebendaselbst Carte Famesiane fasc. V, gleicliz. Abschr. (ixrni 11. Sej/- 10 
tember). — Auch Neapel Gr. Archivio Carte Famesiane fasc. 694, korrig. 
Konzepte nach Überschrift vom 10., laut Rückvermerk vom 11. September^). 

Aug. 24 Dopo larrivo delle lettere di V. S. R°»* deUi 24, 26 et 28 del 

26. 28 passato, che si hebbero per viaggio'), il Bignor don Diego venne 
Seitt.4 alli 4 di questo in poste a Fuligno, dove era Nostro Signore, et il 15 
Sept. 5 giomo seguente nella audienza che hebbe da Sua Santitä, le fece 
molta instantia che si contentassi di far ritomare il concilio a 
Trento, con tutte quelle ragioni che altre volte sono giä state alle- 
gate per parte di Sua Maestä. älla quäle richiesta Sua Beatitudine 
rispose non potere satisfare per non torre la libertä et la dignitä 20 
del concilio, replicando in contrario le ragioni che sono dal 
canto nostro giä note a V. S. R™*, et in ultimo: che Sua Santitä 
haveva presentito di non so che protesta etc.*). alla quäl parte il 
signor don Diego disse di non esser venuto all' hora per tal conto 
ne saria per venire a tal atto, se non quando si vedesse Tacqua 26 
sopra la bocca et senza alcuno rimedio; perö che pensando che 
non siano per mancare vie et partiti, per li quali Sua Santitä ha- 
verebbe potuto con dignitä sua et autoritä del concilio compiacere 
Sua Maestä, quando paresse a Sua Beatitudine, per non dare a lei 
tanto fastidio, li proporria et trattaria con meco. et cosi fece 80 
poi, secondo che in parte noi havevamo giä concertato in Borna, 
Sept. 1 essendem' io fermato fin' al primo del mese et adoperato con 
ogni industria, perche non si venisse a rottura. et certo che questa 
via h stata piü che necessaria, havendo noi trovata Sua Beatitudine piü 



Eine Anzahl von Aktenstücken über die an der Kurie und in Bologna an' 85 
gestellten Erwägungen in der Konzilsfrage aus diesen Tagen s. in den Beilagen; 
vgl. daselbst auch die Mitteilungen aus den Depesclien Bonifazio Ruggieris aus Ronty 
sowie Mendozas Korrespondenz (im Anhang). 

^) Als vom IL 8^)tember erwähnt Sfondrato dieses Schreiben in Nr. 87. 

') Der Papst hatte am 25. August Rom verlassen, um, wie geioöhnlicK den 40 
Herbst in gesünderen Gegenden des Kirchenstaats zu verbringen; sein Hauptziel 
war Perugia. 

♦) Vgl. oben S. 87. 



Nr. 86: 1547 September 10. 107 

constante di mai di aspettare proteste et ogn* altra cosa, come per- 
suasa dal canto suo havere tutta la ragione del mondo. 

Le cose adimque proposte poi dal signor don Diego furono 
tre principalmente: prima che da parte di Sua Maestk offeriva et 
b prometteva che nella dieta prossima non si trattarä o conchiderk 
cosa alcuna, se non con tutta quella reverenza et debita osservanza 
che si deve havere alla sede apostolica et con participatione di Sua 
Santitä et del suo legato. secundo che Sua Maestä si contenterk 
che la reformatione si faccia da Sua Beatitudine, supplicandola ad 
10 haver solo advertenza ad alcune cose necessarie per li suoi regni, 
nel modo che li serä ricordato, cioe di provedere li beneficii curati, 
come rettorie et parrochie, a persone idonee, offerendo perö, come 
da se, che per questo effetto di ricordare et trattare sopra di cio 
si manderiano a piedi di Sua Santitä doi o tre prelati di Spagna, 
15 etiam di quelli che sono in Trento. terzo che, se bene Sua Beati- 
tudine non lo ricerchi, prometteria per Sua Maestä tutte le sicurtä 
al coUegio de cardinali, che non si sarebbe impedita dal concilio la 
elettione del pontefice in caso che mancasse (che Dio lo cessi): ma 
che per haver tempo di negotiare le soprascritte cose o altre 
• 20 migliori che occorressero, ricercava da Sua Santitä che di novo 
prorogasse la instante sessione a tempo indeterminato et per congre- 
gatione, talche non apj)ari8se atto publice, per il quäle si venga ad 
autorizare la translatione etc. 

Alle quali proposte rai soccorse di rispondere: che con tutte 
i5 (T[ueste cose non mi pareva che si togliessero le difficultä contrarie, 
ne si remediasse .a quanto si e detto, di sorte che si satisfaccia 
alla volontä di Sua Maestä con dignitä del concilio et di Sua Beati- 
tudine. perchö quanto al primo, se ben Sua Maestä meritava laude 
et di essere ringratiata, non percio si leva la oppinione commune 
30 che il tomare il concilio a Trento sia cosa vana, non si vedendo 
che li Germani, cosl Protestanti come Catholici, si voglino sotto- 
•mettere alle determinationi di esso concilio, essendosi visto il con- 
trario fin* hora per esperienza. et pero che saria necessario non 
solo fare in dieta quanto disopra e detto, ma concludere espressa- 
85 mente che tutte le cose pertinenti alla religione si rimettano al 
concilio presente, con promettere di andarci. 

Circa il secondo li confirmai che Sua Santitä non ha mai ne- 
gato di redurre il concilio a Trento per sospetto della reformatione, 
anzi che sempre la mente sua e stata et e piü che roai che la si 
40 faccia, ma dal concilio istesso et con ogni libertä et rigore, talche 
in questa parte saremo restati presto d'accordo. quanto al terzo 
non fu detto altro se non che era offitio degno di Sua Maestä 



108 Nr. 86 L. 1647 September 10. 

haver protettione della sede apostolica; perö che si attendesse a 
tor via le altre difficultk, in modo che si poesa proporre a Sua 
Beatitu^ine la prorogatione ch'egli dimanda della sessione. 

II signor don Diego sopra il primo capo non replicö molto, 
anzi coQcorrendo nel giuditio mio disse, che li pareva honesto che 5 
Sua Santitä non solo havesse lume di quanto si farä in la prossima 
dieta con debito respetto della sede apostolica, ma che li Germani 
habbino da venire a Trento et stare alle determinationi del concilio, 
quando si vogli pensare di redurvelo. al secondo ritomo a dire 
che a Sua Maestä non importava che la reformatione si facesse piü 10 
da Sua Beatitudine che dal concilio, purche si habbino le sopra- 
scritte awertenze et non si venga ad approvare la translatione. nel 
quäl capo, perch^ all' ultimo pare che consista la maggior parte 
delle difficultä di questo negotio, si h andato discorrendo, se fusse 
a proposito pigliare altro loco che Bologna, dove si havessi a fare 16 
la reformatione con intervento delli prelati di Sua Maestä, senza 
nominare la translatione di Bologna, et a far cio occorrevano alcuni 
modi: uno che senza altro li prelati consertati tra loro andassero a 
Ferrara a un certo giorno, tanto quelli di Bologna come quelli di Trento, 
et che li decretassero essere luogo opportuno et legitime per la i-efor- 20 
matione. secundo che quelli di Bologna faccinodecreto in congregatione 
di andare a Ferrara per questo conto, e*l simile faccino quelli di 
Trento. terzo che li prelati di Bologna et quelli di Trento, prima 
che partano per convonire insieme, si scrivino et consultino d'un 
loco doye di commune consenso vadino a fare Teffetto. 26 

Li quali modi tutti non dispiacendo al signor don Diego, anzi 
parendoli che si accetteranno dal canto di Sua Maestä, si sono 
proposti a Sua Beatitudine con la richiesta della prorogatione sopra- 
scritta, acciochö don Diego habbia tempo di scrivere et aspettare 
la risposta, concludendosi in summa che nella dieta Nostro Signore 80 
et il concilio sia certificate che la Germania accettarä la deter- 
minatione di esso concilio et che tra tanto vengano doi o tre pre- 
lati di Trento, cio6 Gienense, Astoricense et Pacense, per ricordare 
a Sua Santitä li particolari delli regni di Spagna, et altratanti di 
Germania, se fia possibile, insieme col cardinale di Trento o 86 
d'Augusta per fare la reformatione di quella provincia; et che ogni 
cosa se communichi con li prelati del concilio, dal quäle in ultimo 
si faccia et publichi detta reformatione con intervento cosi delli 
prelati di Trento come degli altri: non in Bologna, ma in un terzo 
luogo, come Ferrara o Yicenza (nominata dal signor don Diego), a 40 
che, per la inclinatione che Sua Beatitudine ha di satisfare a Sua 
Maestä. quanto possa, ha dato orecchie;'ma prima che habbia voluto 



Nr. 86: 1647 September I9. 109 

assentire ha consultatx) li legati del concilio quanto allaprorogatione'). 
quali di consiglio delli prelati hanno risposto '), che le pare si possa 
concedere stante la intentione sudetta, per trovar modo alla con- 
cordia et bona intelligentia tra Sua Santitä et Sua Maestä. et cosl 

b habbiamo risoluto con dare Sua Santitä la parola sua et io ia mia 
al signor don Biego, che in nessun ca8o Eti habbia a far sessione a 
Bologna, se prima 15 giorni non se li fa intendere. et lui dal canto 
sno ha promesso di fare ogni bono offitio, perchä questi partiti sieno 
ben' intesi da Sua Maestä, come spera. 

10 U che tutto si scrive a V. S. B™* per sua informätione di 

cpianto si e passato fin qui, accioche accadendo sene posda valere 
a proposito, non concludendo nh promettendo lei cosa alctina, ma 
rjmettendo tutto qua a noi et al signor don Diego, con chi Sua 
Maestä et monsignor di Granyela si slargheranno piü facilmente, 

15 con mostrare di attribuire qualche cosa al giuditio suo. et Y. S. B*"' 
in questo mezzo si fermarä aspettando il successo della dieta, 
avvisandola che la pratica della legatione dell' 111"^^ cardinale di 
Trento non va piü oltre per adesso, cosl per le considerationi scritte 
da V. S. B™* come per questi nuovi trattati etc.'). 

20 Non vogho lassare di dire a V. S. B™*, che nel appuntamento 

di questo negotio quanto al capo della reformatione Sua Santitä si 
e estesa longamente in mostrare la necessitä che conosceva di 
essa, et il desiderio che tiene fino dal principio del suo pontificato 
di vederla non solo in universale, ma in particolare delli offitiali 

25 et ministri della corte, cominciando a narrare li abusi et la licenza 
del vivere ecclesisistico fino dal tempo di papa Sisto; ma che ben' 
era vero che non intendeva di farla per se stessa, ma per il concilio 
oecumenico (come ho detto disopra , il quäle voleva per giudice in 
tutto quello che in questa parte toccava a Sua Santitä propria et 

SO ') Sdireiben Famefes (aus Asttiai, 6. September, durch Kurier am 7. nacJt 

Bologna iiberbradit) im Arch. Vai. Annar. 62 vol. 42 fol. 50<l— 51b gleichzeitige 
Ah9chr.\ vgl. Bayn. § 83 und Massardli zum 7. September (ed. Merkte pag. 690 »q.). 
Antwort wird zum 9. September naek Perugia erbeten. 

^ Die Legaten antworteten noch am gleichen 7. September mit dem nämlichen 

15 Kurier: quod prorogatio fieri potest et decet et expedit tum ob alias causas, 
tum ob adventum praelatorum Gallorum, in privata congregatione et erit 
valida juxta decretum praeteritae sessionis. quoad secundum: quod eodem 
modo fleri potest et faciundum curabunt, ut scilicet relinquatur dies incerta 
in prorogatione. Massarelli l. c pag. 691. 

40 ') Famese nchrieb am gleicJien Tage an Mad^-uzzo, er hätte dessen Legation sehr 

gern gesehen^ se giä in questo mezo non si fusse mntata in gran parte la faccia delle 
cose usw. onde stante questa bona intentione non par conveniente pensar ad 
altra legatione per lei usw. Parma, Oarteggio Farnes. Konzept; Armar. 62 
vol. 42 fol. 61—62 gleichz. Abschrift. 



110 Nr. 86: 1547 September 10. 

alli suoi membri. et che questa era la causa potisBima che Sua 
Santitä si coutentava che il concilio andasse in altro luogo, per 
fuggire ogni sospettione che potesse cedere nella mente delli homini, 
et mostrare la sineeritk et candidezza dell' animo 8uo, col quäle 
I)rocederia in questa et in ogn' altra sua attione, soggiungendo che 5 
quando non volesse la refonnatione per Thonore di Dio et scarico 
della conscienza sua, la vorria almeno per honore et gloria del 
mondo etc., in modo che il signor don Diego e restato satis- 
fattissimo. il quäle anco ha offerto a Sua Santitä, se voleva essere 
giudice se la translatione fu bona o no, dicendo che Sua Maestä 10 
s'acqueteria del giuditio suo, quando haverä udito le ragioni che si 
allegano per la sua parte, et che in tal caso Sua Maestä non potria 
negare quanto si ricerca. il che ancorach^ non si potesse negare 
da Sua Santitä, se li e risposto che non pareva conveniente, accioche 
quando Sua Santitä decemesse la translatione per bona, altri non 15 
havesse ansa di dire che sia giudice in causa propria. 

Mi resta di dire che a don Diego si e ricordato dal canto 
nostro, che essendoli concessa la prorogatione a beneplacito del 
concilio, sarä conveniente che non si metta troppo tempo in mezo 
ad havere la risposta et commessione da Sua Maestä per finire 20 
(]ue8ti trattati; et similmente che, quando con le conditioni sopra- 
scritte si ritomasse il concilio a Trento, se li prefiga un termine, 
secondo si sol fare nelle diete di Germania, non ho voluto lassare 
indietro cosa alcuna che habbiamo passato, accioche Y. S. B""^ sia 
servita di considerare tutto con la sua prudentia et avvisare il 25 
parere suo distintamente, che sark grato a Sua Santitä et debito 
deir offitio suo. 
Sept. 10 Alli 10 di settembre 1547 di Perugia»). 



^) Ahnchrift des spaccio an Sfondrato erhielten die Legaten in Bologtia mit Be- 
gleitsdireiben Farneses vom IL September in Florenz Carte Cerviniane filza SO 
11 fol. 87 Orig.; gleichzeitig schfieb Maffeo an Cef*mni: lo son so chi R*habbia 
venduto il sole d'agosto [bildlich für: etwas Überflüssiges tun] o don Diego a 
Doi o noi a lui: basta che s'^ parüto satisfattissimo, et dove prima procurava 
che si mandasse il cardinale di Trento, hora non li pare et dice ch'egli vuole 
questo honore d'haver racconcio il mondo guasto. piaccia a nostro signore 85 
Dio che sia cosi. ö ben vero che ei fa hello di haver impetrata questa proro- 
gatione in certo modo, come se Thavesse fatio far per filo del protesto; et 
per6 si contramina con Franzesi, che non si persuadano che si stia a pigione 
con don Diego, et si cerca di farli capaci della veritk, come h con effetto, che 
si sia fatta procurata principalmente da loro; et non h se non bene che si 40 
sparga questo romore, dico questo, perch^ qualcnno del concilio scrive a Roma, 
accioche penetri a Nicolas [!|, il quäle ^ omnipotente con Francesi et govema 
a bacchetta. Flor. Carte Cervin. filza 20 fol. 148 eigenh. Orig. — Auch der 
Nuntius und Kollektor in Spanien, Oiovanni Boggiot erhidt Abschrift des Briefes 



Nrr. 86—87: 1647 September 10—11 lU 

Assai') diffusamente si e scritto disopra di quanto e passato 
tra don Diego et noi. certo, monsignore, V. S. R"» puö considerar 
la fatica che si h havuta a far condescendere a questa dilatione 
della sessione, non si havendo di costk piü segno di confidentia di 

B qiiello se sia havuto per il passato: siehe V. S. con la sua prudentia 
et patientia insieme, servata sempre la dignitä del loco che tiene, 
non manchi di tentare tiitte le vie possibili di principiar bene questo 
negotio, poichÄ costi chiaramente se intende Sua Beatitudine; che 
io dal canto mio non mancherö, coine non ho mancato. et sopra 

lö tutto si ha da considerare che el conciUo non puo ociare et che 
bisogna che venghi iina presta et resoluta risposta di Sua Maestä, 
aeciö si possa seguitar poi in qualunque evento quello sarä piu 
servitio di Dio. 

37. Sfandrato an Fm-nesp: Brissac hatte am 8. eine halbstündige 1647 
16 Äudiem beim Kaiser, worauf er mit ChranveUa weiter verhandelte; Sept, 11 
Entscheidendes liegt wohl noch nicht vor. Die Stände beraten über 
die Beligionssache, wobei sich besonders schtvierig erweist festzusetzen^ 
wie es bis zur Konzilsentscheidung zu halten sei. Mit den Ve^-hand- 
hingen über die Liga ist man auch noch nicht zum Schluß gekommen. 
20 Überbringer dieses ist ein Sekretär der Herzogin MargareÜia. Iö47 
September 11 Augsburg. 

Aus Neapd Gr. Archivio Carte Farnesiane fasc. 744 Orig^ — Auch Trient 
Bibl. civica cod. 111 pag. 77 sq. 

Per uno del principe di Salemo, quäl parti alli 8 verso Napoli, Sept. 8 
26 io scrissi a V. S. 111™* . . . ; di presente con Toccasione di questo 

altro corriere non omettero di aggiungervi che Taltrohieri alli 9 Sept. 9 
monsignor di Brisacho fu chiamato all* audientia di Sua Maestä 
et non vi stette piu [che] per spazio di mezza hora. donde si 
comprende che non possano haver negotiato molto, ma piü tosto 
80 rimessosi a trattare con monsignore di Oranvela, al quäle esso Bri- 
sacho ando ieri, et si pensa che Sua Maestä non dark altra audientia Sept. 10 
per questa settimana per causa pure di quella sua indisposizione, 
ancorach6 sia assai migliorata. n6 si intende per hora circa detta 
negotiatione piu di quello che per Taltra mia le scrissi, ne si com- 
86 prende che vi sia cosa di molta satisfattione. 



a) Da$ Weitere nur im Kontepif mit Randvermerk: dl man dal eardinale (d h. Farneu eoUte 
et im Original mit eigner Hand nachfügen). 

Fameses an SfondrcUo, um ihn dem Infanten Philipp mitzuteilen: s. «. Nr. 66. 
Vgl. im übrigen die Beilagen; dort auch eine^i Brief Fameses an Kardinal Truch- 
40 aeß vom IL September t worin er dessen Schreiben vom 23. August (s. o. S. 89 Anm.) 
beantwortet. 



112 Nrr. 87—88: 1647 September 11—16. 

Non si lascia di soUecitare questi principi et signori della 
dieta sopra la risolutione delle propositioni fatte, quali non mancano 
di convenire sposso, et nelli primi trattati, che concernono la reli- 
gione, hanno mostrato per la maggior parte inclinatione di ri- 
mettersi al concilio generale da f arsi in Germania, pero non vi e 5 
in effetto deliberatione alcuna. et quando si 6 parlato di questo, 
nascon difficultä specialmente in dar forma a quelle si havesse da 
servare sino alla deffinitione del concilio; il che mal si poträ accor- 
dare, ma vi bisogneria Tautoritä particolare di Sua Maesth, quäle, 
Becondo alcuni dicano, ha animo di provedere che si ridncesse la 10 
religione allo stato antico tra tanto che altro si determinasse '). 

Ancora questi duoi giomi si 6 sollecitato il negotio della lega 
comenciato giä tanti mesi, ma ancora si st^ nelle preambuli in dis- 
pntare della maniera con che si debba trattare, poich^ Sua Maestä 
desideraria che in questo si procedesse senza differenza et che 15 
ciascuno havesse il suo suffragio, et altri pretendano che si debba 
teuer il modo che si serva in la dieta et altri atti imperiali, il che 
non mi pare di esplicare, perche saria cosa longa senza bisogno. 
et non havendo altro . . . 
Sept. 11 Di Augusta alli 11 di settembre 1547. 20 

II presente portator sark il secretario di Madama nostra 111"**, 
il quäl ha visto Sua Maestä et potrii forsi dirle qualche parti- 
colaritii, di che esso habbia piü noticia. 

1547 38. Farnese an Oiovanni Poggio, Bisdiof von Tropea, Nuntius und 
Sept. Kollektor in Spanien: Pierliiigi ist in Piacema ermordet worden; 26 
16, 22 ciiß Verschworenen, die die Cittaddle innehaben, ließen erst den 

Vgl' den Bericht des Bischofs wm Forlt vom 10* September: Der Bdchstag 
versammelt sich täglich im Rathaus (casa della villa) in so großer Frequenz^ im 
Gegensatz zu den friUtercfi so dürftig besuchten Reichsttigen, daß aÜe sidi ver- 
tüundem- Von den Großen fehlt nur der Herzog von Bayern, vertreten durch 80 
Leonhard von Eck, il quäle in due arenghe giä fatte sopra Tarticulo di religione 
s'^ portato di sorte, mostrando con approbatissime ragioni essere necessario 
el concilio generale et in esso un presidente, nh che pu6 eleggerei 
piü a proposito ch*el pontefice representando pur el capo de Christiani, non 
lasciando per6 di riformare la cbiesa, che quasi tutta la dieta inclina in questa 85 
sua sententia et si risolverä d'andare a Trento, secondo mi dice il oardinale 
[von Augsburg]; ma il signor don Francesco [di Toledo] m'apre un passo di . 
piu, che mentre starä aperto il concilio, costoro si rimetteranno a quel rito et 
osservantia di religione che sarä loro ordinata da Sua Maestä, siecht le cose 
si sollecitano per andarsene in Fiandra a far* denari et poi forse in Italia. et 40 
hanno si felice principio che se ne pu6 sperare votivo fine. bora quando cosi 
si conclude, bisogna cbe'l papa pensi di non refragare punto, se non vuole la 
ruina delle sede apostolica et della Christianitä. h h 



Nr. 3Ö: 1647 SeptemW 16^ llä 

KasieUun von Cretnona, dann Ferrante Oonzaga ein, wo er sich noch 
befindety um den Entscheid des Kaisers zu erwarten, Patma ist treu 
geblieben, Ottavio und Alessandro Vitello halten die Stadt mit starker 
Macht besetzt; der Kaiser ist beschickt und gebeten worden, die 

ß Schuldigen zu bestrafen. — Die Konzilssitzung ist vertagt, haupt- 
sächlich um den neu angekommene^i oder erwarteten französischen 
und italienischen Prälaten Muße zu geben, sich mit den vorliegenden 
Materien bekannt zu machen. 

Der Papst schidct Mignarielli zum Kaiser, Er befindet sich wohl 

10 und erträgt den Schlag mit großer Seelenstärke. 1547 September 
16 Perugia (September 22 Orvieto. 

Aus Arch. Vat. Nnnz. di Spagna vol. lA fol. 99— J02 Ong.; auf der Rück- 
seite: R™o Far. 16 di settembre tenuta insino a 27 [so!]. Präsentiert 
10, Oktober. 

15 ... II detto caso di Piacenza') segui alli 10 di questo et fu Sept. 10 

commesso da 5 de primi della terra, la quäle da principio moströ 
che gliene dolesse infinitamente, et non solo si scusö di non 
esseme in colpa, ma diede ancho segno di obedientia con mandare 
un coi'riere a posta a Sua Beatitadine per maggior testimonio dell* 

20 osservanza sua verso la sede apostolica a darle conto del caso*) etc.; 
nondimeno non ostante tutto questo, essendosi li coniurati impatro- 
niti de la cittadella, dove habitava Sua Eccellantia, et deir ai*tegli- 
aria, argenti, denari et de ogni altra sua sostanza, et dopo motte 
crudeltä commesse da essi, per le quali il populo si comincio a 

'26 rafreddare, entrö il castellano di Cremona con gente a piedi et a 
cavallo, et poco dopoi il signor don Ferrante a norne di Sua Maestä 
con maggior numero, chiamato dalla cittä etc. sotto pretesto, secondo 
ch'egli dice, che la non andasse in mano de Buoi inimici'), et cosl 

Die Ermordung des Herzogs Pierluigi Farnese von Parma und Piacenza, 
80 fiohnes P. Pauls JIL, in Piacenza am 10. September und die Einnahme der Stadt 
durch den kaiserlichen Statthalter von Mailand Ferrante Oonzaga- Vgl. de Leva 
IV p. 366 sqq. sowie die Einleitung. 

*) Die Briefe Piacenzas, vom 10. Septh.^ an Papst und Farnese sind gedt*uckt 
in Istoria dd dominio temporale della sede apostolica nel diuato di Parina e Pia- 
36 cenza (Borna 1720) p. 3^6 sqq.; vgl Arch. Vat Var. Polit. vol. 61 fol. 88b. 

') Ferrante^ der, wie die der Darstellung bei Affb, Vita di Pierluigi Farnese 
zugrunde liegenden Dokumente zeigen, längst im Einverständnis mit den Ver- 
schworenen war, schrieb am 10. September atui Mailand dem Kaiser: in questo 
punto, che sono le due höre de la notte [etwa S^U Uhr abends], ho da molte 
40 bände avisi, ch'il populo di Piacenza si ö solle vato contra il duca Pierluigi, et 
alcuni di essi dicono ch*egli 6 stato morto. finhora non ho potuto sapere 
i particulari del fatto, et per6 non gli scrivo. di mattina di buon hora disegno 
di spignermi fin* a Lodi si per intendere il vero et parücolare di questo avviso 
coasi impensato et inaspettato /yj, sl per occorrere — essendo vero — a tatto 
Nantiatarberiehte, erste AbteiluDg, Bd. X. 8 



il4 Nr. 88: 1547 September it 

stä. anche di presente, finchä se intenda la volontä della Maestk 
Sua, di mente della quäle non potiamo mai pensare che tanta 
Bceleragine si sia commessa, et che ella per la sua Bolita giustitia 
et grandeza di animo, oltre alla particolare affettione che ha sempre 
mostrata a madama et al duca, sia per tolerarla. S 

La cittä di Parma con tutto questo et che forse se sia cercato 
di subomarla, non ha pero fatto un minimo segno di sollevarsi, 
anzi et col mantenersi in fede ogni volta piu, et col soldar genti 
a sue spese per guardia di essa, ha dato tempo al duca mio fratello, 
quäle era venuto qua da Sua Beatitudine, di entrarvi, come ha 10 
fatto*), et vi si trova insieme col signor Alessandro Vitello et con 
molti altri signori et fino a 2500 fanti per difenderla, fino a tanto 
che se intenderä meglio la mente di Sua Maestä, verso la quäle si 
sono mandati homini espressi a supplicarla che non comporti che 
un tanto eccesso passi impunito^), et che mio fratello sia rimesso etc., 16 

qaello cho potcsse generare preiudicio al servicio di Vostra Maestk Wien 
H. H. 8t. A Belgica 74 Abschrift, anonym [vgl Nr. 39 im Eingang], Der Nänt- 
liehe gleichzeitig an seinen Bruder, den Kardinal Ercde Oonzaga in Mantt*a: er 
höre eben von Verschiedenen in glaubwürdiger Weise, daß in Piacenza Revolution 
ausgebrochen und der Herzog getötet sei und daß Qraf Qiovanni Anguiscolo (das 20 
Haupt der Verschworenen) havesse ricercato soccorso di gente ad alcuni suoi 
amici; per la quäl cosa non sapendo dove sia proceduta la cosa, n^ intesone 
altra particolaritä, subbito mi son resolut o partir, come partirö questa notte, 
la volta di Lodi per dar quivi piü facilmente ordine et remedio, a che quella 
cittä non cadesse talvolta con questo accidente in mano d'altrt che d'amici et 25 
servitori del imperator nostro signore. Mantu4h Ardt. Oofizaga* Carteggio del 
cardinale Ercole, Orig. — Sodann Ferrante an den Kaiser am 12. aus Piacenza: 
Kam nach Lodi, wo er fand esser vera la morte di Pierluigi. Hierhin schickten 
die Verschu?orenen zu ihm und erklärten ihre Absicht, die Stadt dem Kaiser zu 
überliefern; er antwortete, er sei gekommen um zu verhindern che questa cittä non 80 
potesse far* diservigio a Vostra Maestä et che vedendo la buona loro volontä 
gli accettarei a nome di lei. Der Gesandte der Verschworenen kehrte mit dieser 
Antwort nach Piacenza zurück, wo der Hat berufen wurde, der beschloß, sich con 
certi capitoli per loro molto avantagiosi dem Kaiser zu ergeben. Ferrante nahm 
die Artikel an, perche nissuna altra via si vedeva all' hora di potermi assi- 85 
curare . . . Darauf umrde verabredet, daß er diesen Morgen in Piacenza einziehe, 
was auch geschah. Er wurde freudig empfangen. Er bittet den Kaiser, die Ar- 
tikd anzunehmen und seinen, Fetrantes, kühnen Schrittj den er ohne des Kaisers 
Wissen und Willen unternommen, gut zu heißen- Ein gentilhomo a posta bringt 
näheren Bericht. Wien, Belgica 74 Abschr. Den Einzug meldete Ferrante gleidt- 40 
zeitig aucJi dem Kardinal: die Stadt mostra bona cera et tanta pace che piü 
non potxia esser in qualsivoglia pacifico loco usw. Mantua l* c eigenh. Orig. 

') In quest' hora ö arrivato duca Ottavio con summa allegrezza de tutta 
la cittä. Erzb. von Ragusa an Famese, d. d. Parma 16 Septb. 1547. Parma, 
Carteggio Farnes. Orig. 45 

2) Am 18. schrieb Famese an Sfondrato: essendo seguito Tinfelice caso del 
duca mio padre, che V. S. Rma intenderä dal presente gentilhomo [folgt aus' 



Nr. 38: 1647 September 16. 115 

et fatta ogni debita diligentia, et hora si starä aspettando la ris- 
* po8ta, la quäl piaccia a Dio che sia conforme alla devota et fedel 
servitu nostra con Sua Maestä ') . . . 

Nel concilio la sessione, che si doveva celebrare alli 15 di Sept. 15 

b questo, fu prorogata alli 14 in congregatione generale a benepla- Sept. 14 
cito di esso concilio, nemine discrepante, con intervento dell' im- 
basciatore di Francia et di quelli doi prelati di detta natione, che 
erano in Trento^. et tal prorogatione fu fatta principalmente per 
dar tempo et commoditä alli altri prelati di quel regno mandati 

10 dalla Maestä Christ™*, et cosi a quelli de Italia, che si aspettano 
Ik per tale effetto'), di ritrovarvesi ancho essi, et che possino con 

gGstrichen: mandato dal daca mio fratello a Sua MaestäJ, pu6 considerar il 
travaglio, in che ci ritroviamo, et l'afflittione che Sua Santitä ne sente. et 
ancorchä io non dubiti che Sua Maest& non sia per mancarci della protettione 

16 sua, nondimeno V. 8. Rm» ha da far ogni officio, perchfe se ne vedano i segni, 
con ordinäre a ministri di Sua Maestä in Italia a prestarci Taiuto et favor 
loro in tutto quello che sarä di bisogno. Pa7'ma, Carteggio Farnes. Konzept 
ohne Jahresdatum, unter den Undatierten von 1542 [so!]. 

') Nach dem Bericht des Gesandten Ruggieri (vom 17. Septb.) behielt der 

20 Papste da ihm Famese die ünglücksbotschaft mitteilte, seine Fassung, nur klagte 
er, er sei zu glücklich und deshalb eines contrapeso getcärtig gewesen; dieses freilich 
sei ein zu herber Schlag, l. c Nach dem Nämlichen ivar, was der Florentiner 
Serristori bestätigt, von seilen des Papstes beabsichtigt, Ottavio mit Perugia oder 
Ancona oder Perugia, Ancona und Benevent zu belehnen; die Minute zu der Butte 

^5 sei schon angefertigt gewesen, Berichte Buggieris vom 17. und 24., SenHstoris vom 
28. September' — Femer berichtet Serristori am 13., der Papst sei in großem 
Zweifely wer hinter der Verschwörung stecke; am 14.: man besorge sehr, Ferrante 
möge versuchen^ sich Piacenzas zu bemächtigen sotto color che quello stato non 
vadi sotto i Francesi; am 15.: die Meinung gewinnt Boden, daß Ferrante dahinter 

80 stecke; der Kastellan von Cremona, der mit geringer Macht an Fußvolk und Reiterei 
eingerückt sei, habe mittelst Berufung auf den Kaiser den Grafen von Santa Fiore, 
der mit assai buone forze in der Nähe war, zu entfernen gewußt; am 17.: der 
Papst hat keinen Zweifel mehr, daß Ferrante mit den Verschworenen im Einver^ 
ständnis gewesen sei. -^ Aus Frankreich liegt ein undatierter anonymer Bericht 

85 (des Nuntius Dandino?) vor: auf die Nachricht von der Ermordung Pierluigis 
ciascnn ha detto assai fuor di denti, che in effetto la sete dell* imperatore ö 
troppo eccessiva et ch'ognun se ne deve guardare et aprirsi gi*occhi. qui non 
poono credere che Nostro Signore a questa volta sia per stare saldo et per 
dar fede a parole et scuse, che talvolta gli potranno esser date, et si offriscono 

40 molto amorevolmente ad ogni cosa. Dei^ König hat heute dem Sohne Pierluigis^ 
Oratio, demonstrativ mit großer Feierlichkeit den Orden vom h. Michael verliehen- 
') VgL Mcuisarelli ed. Merkte l. c. pag. 695 sq. 

') Schon am 15. September aus Perugia schri^ Famese an mehrere italische 
und sizilische Bischöfe: Stringendosi le cose del concilio, dove per la impor- 

45 tantia delle materie che si hanno da trattare in esso, par raggionevole et ne- 
cessario che v'intervenghi quel maggior numero de prelati che sarä 
possibile . . . per dar tanto maggior autoritä et reputaüone alli decreti di 
esso concilio, Sua Santitl^ sicome ha indugiatio piü che ha potuto di darle 

8* 



122 Nrr. 40—41: 1647 September 21. 

si sapesse meglio govemare, et che era piü conveniente et debito 
che Sua Maestä havesse mandato a Sua Santitä a dimostrargli 
Tanimo che tiene, se e buono. al che tenendosi tocco mi replico 
assai prontamente che sopra la saa fede si era trattato di fare 
questo officio, ma che havevano sopaseduto per haver prima la 6 
relazione di detto agente ' . . . 

Circa li partiti trattati con don Diego circa il concilio non 
essende altro in carico mio se non di operar che si risolvino quanto 
piu presto, et ricordando ad esso monsignore quanto sia espe- 
diente questo, mi rispose alla libera che, se ben intendeano quello 10 
ch'era concluso in Perugia, voleano ancora prima sapere il certo, 
come fosse passato il giomo della sessione, et poi venendo Sua 
Maestä gli haveriano atteso ... 

Sept 21 Di Augusta alli 21 di settembre 1547. 

Alchuni") parlano che, se venisse qua il duca Ottavio, saria 16 
un poner Sua Maestä in magior obligo di far suo debito. alchuni 
altri stanno sospesi se fosse bene. 

ApoUonio fu retenuto in Piacenza et qua lo aggravano, perche 
essende interrogato delle lettere di quello duca e signore dove 
fossero, dicano haver risposto che non vi sono, atteso che le ab- 20 
bruggiava, il che secondo loro non e verisimile^). 



1547 41, Sfondrato an Farnese: Erstattet, wie ihm aufgetragen, sein Out- 
Sept. 21 achten über das Abkommen mit Don Diego: er billigt es, hat nur die 
[Okt. 1] Besorgnis, daß eine Kirchenreform, die nicht unter Wahrung aller 

konziliaren Formen vorgenommen tvird, keine Wirkung haben werde. 26 
— Die Kaiserlichen scheinen das Abkommen nicht zu billigen, son- 



a) Ncuihachriß eigenhändig, 

*) Nach einer zweiten Depesche des Trajanus Marti vom 19, September {Inns- 
brtick a. a. 0., eigenh. Orig.) war die Freude der Kaiserlicfien über Piacenzas 
Erwerb sehr groß, weil bisher besonders Mailand havea a stare tuttavia in gielosia 80 
6 sospetto grandissimo, mentre si ricchaf potente, forte e abbondante cittade, 
posta in quella parte ove eir ö, era neue mani di persona a Sua Maestä dis- 
confidente, per il passo, aiuto, soccorso e fomento che harrebbero sempre po- 
tato havere Francesi per mezzo di simii luogho. Man erwartet jetzt täglich mu 
hören, daß Parma dem Beispiel der Nachbarstadt gefolgt sei und den Befehlshaber 86 
Gonzagas eingelassen liobe; man erwägt bereits insgeiieim die Maßnahmen, die zu 
treffen sein würden, um beide Städte nicht wieder in andere Hände fallen zu 
lassen, iMw- 

2) Über AppoUmio Füareto [den ich Nuntiaturberichte Bd. VIII 8. 284, 3 
irj'lümlich Antonio genannt habe] s. auch unten zu Nrr. 48, öl, 89- 40 



Nr. 41: 1647 September 21. 123 

dem mit Rücksicht auf deii Reichstag auf Trienf zu bestehen. 1547 
September 21 (Oktober 1) Augsburg. 

Äw Redaktion B: Neapel Or. Archivio Carte Farnesiane fasc. 744 Ab- 
schrift, von Sfondrato mit dem Briefpaket vom 1. Oktober abgesandt (s. u.), 
B — Gedruckt [Mazzetti] Cenni storici p. 185—189 aus Cod. Trid. 111 

pag. 102—105. 

Coli. Redaktion A: Neapel l c. fasc. 744 Orig- Wie Sfondrato in einem 
eigenen Schreibet^ vom 1. Oktober {Neapel fasc. 744 Orig.) angibt, hat 
sein Reinschreiber irrtümlich statt der Red. B die frühere, von Sfon' 
10 drato verworfene Red. A mundiert und er, ohne den Irrtum zu merken, die 

Reinschrift unterfertigt. Jetzt hat er das Versehen zufällig entdeckt und 
schickt nun die richtige Fassung (B) noch nachträglich ein. 

Le lettere di V. S. lU"» di 11 mi capitoro alli 18, nelle quali Sept. 
essa pienamente et chiaramente mi discorre tutto quelle che ha ^^- ^^ 

16 trattato con il signor den Diego circa le cose del concilio; et ulti- 
mamente mi comanda ch'io le avisi distintamente il parer mio. et 
benche grinfortunii intesi doppoi prestino occasione di volger gli 
pensieri altrove, et che percio sia forsi di haver altri rispetti, non- 
dimeno essende ancora questa di momento, non pretermettero di 

20 obedirla. 

Et primamente parmi esser stata buona la risolutione presa di 
sospendere osia prorogare la sessione per schivar gli disordini che 
si vedeano imminenti, non tanto di proteste quanto di divisioni 
et principi di schisma, et ancora per maggior iustiiicatione di 

26 Nostro Signore in quelle e successo et puo succedere. 

Similmente mi e parso prudente deliberatione che quelle parti, 
quali restano da ressolversi, si trattino con don Diego piü tosto 
che qua, perche ivi sarä magior rispetto et avantaggio. 

Mi e parso ancora efficace quella proposta, quäl V. S. 111™* ha 

30 fatto a don Diego, di mostrarle che per niuno modo il concilio si 
ha da ridur in Trento, se prima non si vedesse quelle che a tal 
effetto si stabilirä in la dieta, accioche la riduttione non fosse vana 
et scandalosa; nä e maraviglia che don Diego se ne sia aquitato, 
perchö questi signori di qua, li quali sono piü difficili e duri, non • 

85 hanno sentito tanto alcuna altra ragione quanto la predetta, siccome 
piü volte gli ho scritto"*). et da quella parmi, che dependerä la 

aj Rtdaktion A lauiti wm hier ah fdgendermnfieät : et da quella parmi che dopenda in sab- 
ttaniia il rimedio de quasi tutte le diffioult& che si contengano nel discorio predotto, perchö 
se il reeesso della dieta seri tale che gli Germani si rimettano al concilio con gli debiti 

40 modi, il ehe h difficil cosa a stimar che succedi, in tal caio pare che ancora Y. S. Illma non 
dissenta che si riduca il concilio in Trento ; se ancor la dieta mancarä di questo ordine, non 
hayrji Sua Maettft aleuna oansa di perseverar che il concilio retomi in Trento sensa effetto, 
di modo che in l'uno caso et Taltro cessari la disputatione lopra la validitA della translatione, 
perehft ancora che sia validissima come not la teniamo, nondimeno essendovi di quelli che 

46 psr Imaginationi o altrimente tengano il contrario, et non volendo Sua Santit^ a chi toeca 
diffiJiirla, facilmente da questa eontroversia potria nascer gran principio dl divisiofie. simil- 



124 Nr. 41: IB47 September 21. 

risolutione ef fettuale delle cose, che si contengono nel discorso pre- 
detto. 

Tuttavolta divenendo spetialraente alli tre partiti trattati con 
don Diego per trovar modo di fare la riformatione in altro luogo 
che in Bologna o Trento, dove non si habbia da disputare, se la 5 
translatione sia valida o altiamente, considerando quelli, mi e 
nasciuto qiialche dubbio: peioche havendosi a fare la riformatione 
per il concilio, come pare sia Tinclinatione di Sna Boatitudine, e 
bisogno presupponero il fondaraento principale dove") sia il concilio, 
nel quäle si ha da fare. il che non pare che si verificlii in alcuno 10 
delli detti partiti ne in tutti tre insieme, atteso che il convenire in 
Ferrara o Vicenza cosi per li prelati di Trento come di Bologna 
per fare detta riformatione, o che sia per via di concerto secondo 
il primo partito, o per via di congregationi private, come pre- 
suppone il secondo, o per via di consultatione, come dice il terzo, 1& 
ancorache doppoi in Ferrara o Vicenza si facessero decreti, non 
penso che si potesse dire ivi concilio, ne che tali decreti havessero 
auttoritä conciliare, se tal mutatione o deputatione di loco non fasse 
fatta conciliarmente nil loco certo dil concilio in publica sessione 
colla debita forma, sicome si vede essersi servato nella translatione 20 



mente daiU predettm conolasione si pnö eognoseere come il conollio hmbbia da procedere, de 
la quäl eoia pare che V. S. Ulm» nella sua faocia ioBtantia; per6 che eesendosi sopraseduto 
g}k per molti et molti meii et facendoBi hora il progresso della dieta, pareria forse rigoroso 
non aspettar ancora un pocho sin al fine. 

Oltre de ciö da quella medema depende aneora il modo substantlale de far la rifor- 26 
matione, eonciosia che havendosi da far in concilio, come S. B par determinata, converrü 
eipedir detta reformatione o in Bologna o in Trento. dove snecederi che ai facoia. vero k che 
a V. S. lllma insiemc con don Diego sopra questo proposito hanno proposti Ire partiti di 
procedere in detta teformatione, li qnalf se ben si considerino, pare che gioveno solamente 
in avansar qualche tempo a discutere tal riformatione et non star totalment« in occio et di 80 
Bcoprir ancora meglio qualche hnmore, ma non relevarä giä quanto air effetto, atteso che il 
conciliOf qaal havrä da diffinirla, Torr& doppoi eognoseere et terminare le eose secondo il 
parer rao, come ä honesto. hora quanto alli detti tre partiti intcai come di sopra alla debo- 
ieasa mia nasoe qualcne dubbio, perch6 il considerar che li prelati cosl di Trento come di 
Bologna si consertino et decretino in Ferrara o in altro loco, non pu6 h^Ter foraa se non lo H5 
fanno con autoritk di Nostro Siguore, il che non par che V. 8. Illma preauponga, overo dei 
concilio, nel che converria ritomare al d&bbio principale sopradetto, et in ogni caso parendo 
equaiatione o similitudine delli prelati di Trento con qnelli di Bologna o che sia per via di 
decreto, come dice il primo partito, o per via di congregatione, come dice il seeondo, o per via 
di scritture et consultatione, come dice il terso. io penso che si debbia schivar quetta spetie 40 
quanto si pu6 per non poner noi stessi in dnbbio che li prelati rimasi in Trento habbiano 
tanta parte di concilio quanta hanno quelli di Bologna, et di pin pensando al solito negoeiar 
di qua stimo che non sl presto si ridurranno a rissolversi in alcun delli modi predetti et 
tanto piü se 11 signor don Diego se trovar^ abaente da Roma et con le male occasioni doppoi 
successe. pur havendosi per ispediente il Irattar simile maniera di riformatione per satiafare 45 
alli regni di S. M., saria assai piana via che essa Maesti elegesse alcuni prelati soi di Trento 
o altroTe et che S. St* oysro ]i legati o prelati del concilio ne deputatsero altri, qnali per tal 
effetto havessero da convenire o in Ferrara o in altro loco, dil che per me non euraria molto, 
poich^ sl haveria da rlferir in tutto il concilio. et non oceorrendomi . . . 

[Eigenhändig.] Io ho comunicato in bona parte il negotio con mens. B<no di Augnata, 50 
aaoondo eh'eaaa mi acnve eic. 

a) Worr, an» che iTi. 



Nr. 41—42: 1547 September 21— 3B. 125 

fatta in Trento et in altri piü antichi: dl modo che, a servare tal 
forma, si entraria nella predetta difficultä di bisognarla fare o in 
Trento o in Bologna, et a volerla osservare in ambi li lochi pareria 
cosa impertinente, oltre che sono da fuggire quanto si puö li trattati 

5 di equalatione tra li prelati di Trento et quelli di Bologna: et di 
piii e da considerare che il fare il concilio in un loco per li dogmi, 
et in altro per la riformatione, pareria cosa assai insolita et di 
qualche scropolo; ma perche in questo parere forsi potria ingan- 
narmi, non occorrendomi altro per hora, resta che Nostro Signore 

lü et essa coUa pi-ndentia loro li pigliano il verso migliore. 

Di Augusta alli 21 di settembre 1547. Sept, 21 

Hora*") havendo pensato piü oltre, non lassaro di aggiungervi, 
che quando Tuna parte e l'altra fussero ben d'accordo, vi si potria 
pigliare qualche rimedio coli' authoritä di Nostro Signore, ancora- 

15 che fosse non senza dubbio: ma in' ciö non pare espediente esten- 
dersi, perche io intendo da buon loco, che questi signori giä hanno 
consnltato et loro e parso che detti partiti siano intricati^), et di 
piü ch'essendo prossima la risolutione della dieta, nella quäle si in- 
clina a richiedere il concilio in Trento'), pensano non poter' accet- 

20 tare altro diverso partito; vero 6 ch*io non so, se ancora siano in 
dö risoluti, ne io ho voluto entrare piü oltre per quelle che V. S. 
Ul™* mi adverti nella sua; ma solo in proposito ho ricordato ad 
aicuno di loro, che mandassero la risposta al signor don Diego, 
qaale ivi si aspettava. 



25 42. Sfondrato an Farnese: Der Kaiser schickt Figueroa zu Ottavio 1S4? 
und dann tum Papste anscheinend nur zur Kondolenz. Der Bischof ^«P^- ^^ 
von Arras las dem Legaten die Instruktion Ferrantes für dessen 
Agenten vor; Sfondrato machte darauf aufmerksam^ daß man er- 
fahren habe, wie schon am Tage vor dem Attentat im Maüändischen 

80 Truppen zusammengezogen worden seien. Über das, was der Kaiser 
beschließen unrd, ist noch nichts zu erfahren. Au£h Alba, den Sfon- 
drato in der Hoffnung, ihn zugänglicher zu finden^ aufsuchte, mahnt 
nur zur Geduld; gibt zu, daß der Kaiser über Pierluigis Tod wenig 



a) Ea itfl m beoAteHf daß äitu Nach$chr^ d§m 1. Oktober angdtört; vgl. die Siückbeaehreibung. 

8o ^) In dem (in der Stückbeschreibung erteähnte») Schreiben vom i. Oktcher 

heißt es noch: questi signori mostrano ad alchuni secretamente che non sono 
rimasi molto satisfatti del modo de negotiar tenuto per don Diego in questa 
8na andata a Perugia. 

3) Über den Stand der Dinge am Reidtstag vgl. eine Depesche des Agenten 

40 des Kardinals wm Mantua* Natdle Musi^ vom 17. September in den BeUagen. 
Weiter vgl zu Nr. 44. 



124 Nr. 41: 1547 September 21. 

risolutione effettuale delle cose, che si confeengono nel discorso pre- 
detto. 

Tuttavolta divenendo spetialmente alli tre partiti trattati con 
don Diego per trovar modo di fare la riformatiooe in altro luogo 
che in Bologna o Trento, dove non si habbia da disputare, se la 6 
translatione sia valida o altramente, considerando quelli, mi e 
nasciuto qualche diibbio: peioche havendosi a fare la riformatione 
per il concUio, come pare sia Tindinatione di Sua Boatitadine, e 
bisogno presupponero il fondamento principale dove*») sia il concilio, 
nel quäle si ha da fare. il che non pare che si verificlii in alcuno lö 
delli detti partiti ne in tutti tre insieme, atteso che il convenire in 
Ferrara o Vicenza cosi per li prelati di Trento come di Bologna 
per fare detta riformatione, o che sia per via di concerto secondo 
il primo partito, o per via di congregationi private, come pre- 
suppone il secondo, o per via di consultatione, come dice il terzo, 15 
ancorache doppoi in Ferrara o Vicenza si facessero decreti, non 
penso che si potesse dire ivi concilio, ne che tali decreti havesseio 
auttoritä conciliare, se tal mutatione o deputatione di loco non fasse 
fatta conciliarmente nil loco certo dil concilio in publica sessione 
colla debita forma, sicome si vede essersi servato nella translatione ?0 



mente dalla predetia coneJasione si puö oognosoere come ii concilio habbia da proeedere, de 
la qoal cosa pare che V. 8. Illma nella sua faccia instantia; perö che eesendosi sopraseduto 
gik per molti et molti meai et facendosi hora il progresso della dieta, pareria forse rigoroso 
non aspettar ancora un pocho sin al fine. 

Oltre de ci6 da qnella medema dopende ancora il modo substantiale de far la rifor- 25 
matione, conciosia che bavendosi da far in concilio, come 8. B par determinata, converri 
expedir detta reformatione o in Bologna o in Trento. dove snccederi che li faccia. vero h che 
a V. 8. Ulm« insiemc con don Diego sopra questo proposito hanno proposti tre partiti di 
proeedere in detta i eformatione, li qnalf se ben si considerino, pare che gioveno solamente 
in aTanaar qualche tempo a discutere tal riformatione et non star totalment« in occio et di 80 
scoprir ancora meglio qnalche hnmore, ma non relevari gik quanto all* effetto, atteso che il 
concilio, qoal havrä da diffinirla, yorrk doppoi eognoscere et terminare le cose secondo il 
parer sno, come h honesto. hora quanto alli detti tre partiti intoai come di sopra alla debo- 
lesaa mia nisce quslcne dnbbio, percb^ il considerar che li prelati cosl di Trento come di 
Bologna si conseriino et decretino in Ferrara o in altro loco, non pu6 hi^Tcr forma se non Jo H5 
fanno con autoriti di Nostro Signore, il che non par che V. 8. lllm« preauponga, overo del 
concilio, nel che converria ritornare al dabbio principale sopradetto, et in ogni caso parendo 
equaiatione o slmilitudine delli prelati di Trento con qnelli di Bologna o che sia per via di 
decreto, come dice il primo partito, o per via di congregatione, come dioe il seeondo, o per via 
di Bcritture et consultatione, come dice il terso. io penso che si debbia schivar qneata spetie 4^1 
quanto si puö per non poner noi stessi in dobbio che li prelati rimasi in Trento habbiano 
tanta parte di concilio quanta hanno quelli di Bologna, et di piü pensando al solito negoeiar 
di qua stimo che non sl presto si ridurranno a rissoiversi in alcun delli modi predetti et 
tanto pib se il signor don Diego se trovarü abtente da Roma et con le male occasioni doppoi 
successe. pnr bavendosi per ispediente il trattar simile maniera di riformatione per satisfare 45 
alli regni di 8. M., saria assai plana via che essa If aesti elegesse aicuni prelati sol di Trento 
o altrove et che 8. S^ overo li legati o prelati del concilio ne deputafisero altri, qnali per tal 
effetto havessero da convenire o in Ferrara o in altro loco, dil ehe per me non curari^ * 
poich^ si ha Verla dm riferir in tutto il concilio. et non oceorrendomi . . . 

[Eigenhändig] Io ho comunicato in bona parte il negotio con mons. Rmo 
secondo ch'sssa mi sorive eic. 

a) Korr. mm ehe iTi. 



Nt. 41—42: 1647 Sept«mber 21—35. 125 

(atta in Trento et in altri piü antichi: di modo che, a servare tal 
forma, si eatraria nella predetta difficoltä di bisogoarla fare o in 
Trento o in Bologna, et a volerla ossßrvare in ambi li locbi pareria 
coaa impertinente, oltre cbe sono da fuggire quanto si puo Ji trattati 
S di equalatione tra li prelati di Trento et qnelli di Bologna: et di 
piü e da eonsiderare cbe il fare il concilio in un loco per li dogmi, 
et in altro per la riformatione, pareria cosa asaai insolita et di 
qualcbe scropolo; ma percbe in queeto [tarere forsi potria ingan- 
narmi, non oceorrendomi altro per hora, resta cbe Nostro Signore 

lu et essa colla pradentia loro li pigliano il vereo migliore. 

Di Augosta alli 21 di settembre 1547. Sept. 21 

Hora") bavendo pensato piü oltre, non lassarö di aggiungervi, 
che quando l'una parte e t'altra fussero ben d'accordo, vi ai potria 
pigliare qualcbe rimedio coli' anthoritii di Nostro Signore, ancora- 

ib chi fosse non senza dabbio: ma in' ciö non pare espediente esten- 
dersi, perchä io intendo da buon loco, cbe questi aignori giä banno 
consultato et loro e parao che detti partiti siano intricati'), et di 
piü cb*es8endo prossima la risolutione della dieta, nella qnale si in- 
clina a richiedere il concilio in Trento*), pensano non poter' accet- 

^ tare altro diverso partito; vero 6 cb'io non so, Be ancora siano in 
ciö risoluti, nfe io bo voluto entrai« piü oltre per qnello che V. S. 
111"" mi adverti nella sua; ma solo in proposlto bo ricordato ad 
alcuno di loro, cbe mandassero la risposta al signor don Diego, 
qoale ivi ai aspettava. 



!6 42. Sfondraio an Famese : Der Kaiser schickt Figueroa zu Oitavio tS4? 
und dann zum Papst, anscheinend nur zur Kondolem. Der Bischof *!>'■ ^3 
von Arras las dem Legaten die Instruktion Ferrantes für dessen 

aß man er- 
laiUindischen 
8 der Kaiser 
a, den Sfon- 
uchie, mahnt 
8 Tod wenig 

• SmdAaArMui^. 

MMN 1. Oktober 
che non bodo 
ago in questa 

•Jic de« Agenten 
I den Beüagen. 



124 Nr. 41: 1547 September 21. 

risolutione ef fettaale delle cose, che si confcengono nel discorso pre- 
detto. 

Tuttavolta divenendo spetiahnente alli tre partiti trattati con 
don Diego per trovar modo di fare la riformatione in altro luogo 
che in Bologna o Trento, dove non si habbia da disputare, se la 5 
translatione sia valida o altramente, considerando quelli, mi e 
nasciuto qualche dubbio: perochö havendosi a fare la riformatione 
per il concilio, come pare sia Tinclinatione di Siia Beatitndine, e 
bisogno presupponero il fondamento principale dove") sia il concilio, 
nel quäle si ha da fare. il che non pare che si verifichi in alcuno 10 
delli detti partiti ne in fcutti tre insieme, atteso che il convenire in 
Ferrara o Vicenza cosi per li prelati di Trento come di Bologna 
per fare detta riformatione, o che sia per via di concerto secondo 
il primo partito, o per via di congregationi private, come pre- 
Buppone il secondo, o per via di consultatione, come dice il terzo, 15 
ancorache doppoi in Ferrara o Vicenza si facessero decreti, non 
penso che si potesse dire ivä concilio, ne che tali decreti havesseio 
auttoritä conciliare, se tal mutatione o deputatione di loco non fasse 
fatta conciliarmente nil loco certo dil concilio in publica sessione 
colla debita forma, sicome si vede essersi servato nella translatione 20 



mente dalla predetta conelasione si pa6 eognoseere come il conelllo habbia da procedere, de 
la qaal eosa pare che V. 8. Ulmtk nella sua faccia inetantia; perö che easendosi sopraseduto 
g\k per molti et molti meii et facendosi hora 11 progresso della dieta, pareria forse rigoroso 
non aspettar ancora un pocho sin al fine. 

Oltre de ci6 da quella medema depende aneora il modo substanilale de far la rifor- 26 
matione, eonclosia ehe havendosi da far in concilio, come 8. B. par determinata, conTerrä 
ezpedir detta reformatione o in Bologna o in Trento. dove niocederi che it faceia. vero k che 
a V. 8. lllma Insieme con don Diego sopra qnesto proposito hanno proposti tre partiti dl 
proeedere in detta reformatione, 11 qnalf se ben si considerino, pare che gioveno solamenie 
in aTanaar qnalehe tempo a discutere tal riformatione et non star totalmente in oecio et di 80 
Bcoprir ancora meglio qualohe hnmore, ma non relevari giä quanto air effetto, atteso che il 
concilio, quäl havrä da diffinirla, vorrä doppoi eognoscere et terminare le eose secondo il 
parer sno, come k honesto. hora quanto alli detti tre partiti intcai come di sopra alla debo- 
leaaa mia nasoe qualcne dubbio, percbö il considerar che li prelati cosi di Trento come di 
Bologna si consertino et decretino in Ferrara o in altro loco, non puö hi^rer foraa se non io H5 
fanno con autorltik di Nostro Signore, il che non par che V. 8. lllma preauponga, overo del 
concilio, nel che converria ritornare al dubbio principale sopradetto, et in ogni caso parendo 
equalatione o similitudine delli prelati di Trento con quelli di Bologna o che sia per via dl 
decreto, come dice 11 primo partito, o per Tia di congregatione, come dice il secondo, o per via 
di scrltture et consultatione, come dice il terso. io penso che si debbia schivar queita spetie 4f I 
quanto si puö per non poner noi stessi in dubbio che li prelati rimasi in Trento habbiano 
tanta parte di concilio quanta hanno quelli di Bologna, et di piü pensando al sollte negociar 
di qua stimo che non si presto si ridurranno a rissolversi in alcun delli modi predetti et 
tanto piü se 11 signor don Diego se trovarä abiente da Roma et con le male occasioni doppoi 
succesae. pur havendosi per ispediente 11 trattar simile maniera di riformatione per satisfare 45 
alli regni di 8. M., saria assai plana via che essa Maesti elegesse alcuni prelati soi dl Trento 
o altroTe et che 8. 8t4 overo li legati o prelati del concilio ne depntassero altri, qnali per tal 
effetto havessero da convenire o in Ferrara o in altro loco, dil ehe per me non enraria molto, 
poich^ sl haveria dm riferir in tutto 11 concilio. et non oceorrendomi . . . 

[Eigmhändig.] Io ho comnnicato in bona parte il negotio con mons. Rmo di Augnsta, 50 
secondo ch^esaa mi scrive etc. 

a) Korr. mm ehe iyi. 



Nr. 41—42: 1547 September 21— S5. 125 

fatta in Trento et in altri piü antichi: di modo che, a servare tal 
forma, si eatraiia nella predetta difficultä di bisognarla fare o in 
Trento o in Bologna, et a volerla osservare in ambi li lochi pareria 
cosa impertinente, oltre che sono da fuggire quanto si puo li trattati 

5 di eqiialaiione tra li prelati di Trento et qnelli di Bologna: et di 
piü e da considerare che il fare il concilio in un loco per li dogmi, 
et in altro per la riformatione, pareria cosa assai insolita et di 
qualche scropolo; ma perche in questo parere forsi potria ingan- 
narmi, non occorrendomi altro per hora, resta che Nostro Signore 

10 et essa coUa pi-udentia loro li pigliano il verso migliore. 

Di Augnsta alli 21 di settembre 1547. Styt. 21 

Hora') havendo pensato pin oltre, non lassaro di aggiungervi, 
che quando l'una parte e Taltra fussero ben d*accordo, vi si potria 
pigliare qualche rimedio coli' authoritä di Nostro Signore, ancora^ 

15 che fosse non senza dubbio: ma in ciö non pare espediente esten- 
dersi, perche io intendo da buon loco, che questi signori giä hanno 
consnltato et loro e parso che detti partiti siano intricati^), et di 
piü ch'essendo prossima la risolutione della dieta, nella quäle si in- 
clina a richiedere il concilio in Trento*), pensano non poter' accet- 

^ tare altro diverso partito; yero ö ch*io non so, se ancora siano in 
ciö risoluti, ne io ho voluto entrare piu oltre per quello che V. S. 
lU»* mi adverti nella sua; ma solo in proposito ho ricordato ad 
alciino di loro, che mandassero la risposta al signor don Diego, 
qoale ivi si aspettava. 



-^42. Sfondrato an Famese: Der Kaiser schickt Figueroa tu Oitavio IM? 
utid dann zum Papste anscheinend nur zur Kandolem. Der Bischof ^^' ^5 
van Arras las dem Legaten die Instruktion Ferrantes für dessen 
Agenten vor; Sfondrato machte darauf aufmerksam^ daß man er- 
fahren habe^ wie schon am Tage vor dem Attentat im Mailändisdken 

* Truppen zusammengezogen worden seien. Über das, was der Kaiser 
heschließen wird, ist noch nichts zu erfahren. Auch Alba, den Sfon- 
drato in der Hoffnung, ihn zugänglicher zu finden, aufsuchte, mahnt 
nur zur Oedtdd; gibt zu, daß der Kaiser über Pierluigis Tod wenig 

n) S» iM tu htaekim, daß dime Natkatknfl dmm 1. Oktober amgtkärt; vgl. die Stedcbeaehr^aumg. 

^ *) In dem (in der Stückbeackreilmng erwähntem) Schreiben vom 1. Oktober 

hei fit ee noth: questi signori mostraDO sd alchnni secretamente che non sono 
nmasi molto satisfatti del modo de negotiar tenuto per don Diego in qaesta 
soa andata a Perugia. 

>> Über den Stand der Dinge am Reichstag vgL dne Depesche des Agenten 

^ des Kardinals von Mantna. NataU Muri, vom 17^ September in dm BeOagen. 
Weiter vgl tu Nr. 44* 



124 Nr. 41: 1B47 September 21. 

risolutione effettuale delle cose, che si confcengono nel discorso pre- 
detto. 

Tuttavolta divenendo spetialmente alli tre partiti trattati con 
don Diego per trovar modo di faie la riformatione in altro luogo 
che in Bologna o Trento, dove non si habbia da disputare, se la 5 
translatione sia yalida o altiamente, considerando quelli, mi e 
nasciuto qualche dubbio: peroche havendosi a fare la riformatione 
per il concilio, come pare sia Tindinatione di Siia Beatitudine, e 
bisogno presupponerc il fondamento principale dove") sia il concilio, 
nel quäle si ha da fare. il che non pare che si verifichi in alcuno 10 
delli detti partiti ne in tutti tre insieme, atteso che il convenire in 
Ferrara o Vicenza cosi per li prelati di Trento come di Bologna 
per fare detta rifoimatione, o che sia per via di concerto secondo 
il primo partito, o per via di congregationi private, come pre- 
suppone il secondo, o per via di consultatione, come dice il terzo, 16 
ancorache doppoi in Ferrara o Vicenza si facessero decreti, non 
penso che ai potesse dire ivi concilio, ne che tali decreti havessero 
aiittoritä conciliare, se tal mutatione o deputatione di loco non fasse 
fatta conciliarmente nil loco certo dil concilio in publica sessione 
colla debita forma, sicome si vede essersi servato nella translatione i?0 



in«iite dalla predett» oonelasione li pa6 oof^noseere come il conellio habbia da procedere, de 
la qoal cota pare che V. R. Illma nella sua faecia instantia ; per6 che eesendosi sopraseduto 
gii per molti et molti meti et facendosi hora 11 progresso della dieta, pareria forse rigoroso 
non aspettar ancora un pocho sin al fine. 

Oltre de ciö da quella medema dopende ancora II modo aubstantlale de far la rifor- 26 
matione, eoneiosia ehe havendosi da far in eoncilio, come 8. B par determinata, converrk 
eipedir detta reformatione o in Bologna o in Trento. doye snocederi che il facoia. Tero h che 
a V. 8. Illma Insiemc con don Diego sopra questo proposito hanno proposti tre partiti di 
proeedere in detta teformatione, li qnalf se ben si considerino, pare che gioveno solamente 
in ayansar quilche tempo a discutere tal riformatione et non star totalmente in occio et di 80 
seoprir ancora meglio qnalche humore, ma non relevari giä qnanto all* effetto, atteso che il 
coneiliOf qaal havrä da diffinirla, vorrä doppoi eognoscere et terminare le oose secondo il 
parer rao, come ä honesto. hora quanto alli detti tre partiti intcai come di sopra alla debo- 
leaaa mia nasee qualcne dnbbio, perchö il considerar che H prelati cosl di Trento come di 
Bologna st conseriino et decretino in Ferrara o in altro loco, non puö hi^rer foraa se non Jo M5 
fanno con autoritk di Nostro Signore, il che non par che V. S. lUnB« preauponga, overo del 
concilio, nel che converria ritomare al d&bbio principale sopradetto, et in ogni caso parendo 
equalatione o similitndine delli prelati di Trento con qnelli di Bologna o che sia per via di 
decreto, come dice il primo partito, o per Tia di congregatione, come dice il secondo, o per via 
di scritture et consultatione, come dice il terzo. io penso che si debbia schivar qnetta spetie 40 
quanto si pu6 per non poner noi stessi in dnbbio che li prelati rimasi in Trento habbiano 
tanta parte di concilio quanta hanno quelli dl Bologna, et di piü pensando al solito negociar 
di qna stimo che non sl presto si ridurranno a rissolversi in alcun delli modi predetti et 
tanto piü se il signor don Diego se trovarjk abiente da Roma et con le male occasioni doppoi 
succease. pur havendosi per ispediente il trattar simile maniera di riformatione per satisfare 45 
alli regni di 8. M., saria assai plana via che essa If aestk elegesse alcuni prelati sol di Trento 
o altrove et che 8. St4 overo li legati o prelati del concilio ne depnta»sero altri, qaali per tal 
effetto havessero da convenire o in Ferrara o in altro loco, dil che per me non cnraria molto, 
poiehi sl haveria da riferir in tutto il concilio. et non occorrendomi . . . 

[EigmhändigJ Io ho comnnicato in bona parte il negotio con mens. Rmo di Augnsta, 60 
■coondo ch^sasa mi scrive de. 

a) Korr. mm ehe iyi. 



Nr. 41—42: 1547 September 21— 9B. 125 

fatta in Trento et in altri piii antichi: di modo che, a servare tal 
forma, si entraiia nella predetta difficultk di bisognarla fare o in 
Trento o in Bologna, et a volerla osservare in ambi li lochi pareria 
cosa impertinente, oltre che sono da fuggire quanto si puo li trattati 

5 di equalaiione tra li prelati di Trento et quelli di Bologna: et di 
piü i da considerare che il fare il concilio in un loco per li dogmi, 
et in altro per la riformatione, pareria cosa assai insolita et di 
qualche scropolo; ma perchä in questo parere forsi potria ingan- 
narmi, non occorrendomi altro per hora, resta che Nostro Signore 

10 et essa colla prudentia loro li pigliano il verso migliore. 

Di Augusta alli 21 di settembre 1547. Sept 21 

Hora^) havendo pensato piü oltre, non lassaro di aggiungervi, 
che quando Tuna parte e Taltra fussero ben d'accordo, vi si potria 
pigliare qualche rimedio coli' authoritä di Nostro Signore, ancora- 

15 ch6 fosse non senza dubbio: ma in' ciö non pare espediente esten- 
dersi, perchö io intendo da buon loco, che questi signori giä hanno 
consnltato et loro e parso che detti partiti siano intricati^), et di 
piu ch'essendo prossima la risolutione della dieta, nella quäle si in- 
dina a richiedere il concilio in Trento^), pensano non poter' accet- 

20 tare altro diverso partito; vero 6 ch'io non so, se ancora siano in 
ciö risoluti, ne io ho voluto entrare piü oltre per quello che V. S. 
lU™* mi adverti nella sua; ma solo in proposito ho ricordato ad 
alcuno di loro, che mandassero la risposta al signor don Diego, 
qaale ivi si aspettava. 



25 42. Sfondrato an Famese: Der Kaiser schickt Figueroa zxi Ottavio 164? 
ufid dann zum Papste anscheinend nur zur Kondolenz. Der Bischof ^'«P'- ^^ 
von Arras las dem Legaten die Instruktion Ferrantes für dessen 
Agenten vor; Sfondrato machte darauf aufmerksam^ daß man er- 
fahren habe, wie schon am Tage vor dem Attentat im Maüändischen 

80 Truppen zusammengezogen worden seien. Über das, was der Kaiser 
beschließen wird, ist noch nichts zu erfahren. Audi Alba, den Sfon- 
drato in der Hoffnung, ihn zugänglicher zu finden, aufsuchte, mahnt 
nur zur Geduld; gibt zu, daß der Kaiser über Pierluigis Tod wenig 



a) S» iai gu btoefctoi, daß cU«m Naehtchrifl dmn 1. OJctoAcr angthäri; vgl. die StüekbeaehrHbung. 

85 ^) In dem {in der Stückbeschreibung erwähnten) Schreiben vom i. Oktober 

haßt es noch: questi signori mostrano ad alchuni secretamonte che non sono 
rimasi molto satisfatti del modo de negotiar tenuto per don Diego in questa 
BQa andata a Perugia. 

^) Über den Stand der Dinge am Reichstag vgl. eine Depesche des Agenten 

40 des Kardinals von Mantua* Natale Musi, vom 17. September in den Beilagen. 
Weiter vgl zu Nr. 44. 



124 Nr. 41: 1547 September 21. 

risolutione effettuale delle cose, che si confeengono nel discorso pre- 
detto. 

Tuttavolfca divenendo spetialmente alli tre partiti trattati con 
don Diego per trovar modo di fare la riformatione in altro laogo 
che in Bologna o Trento, dove non si habbia da diaputare, se la 6 
translatione sia valida o altiamente, considerando quelli, mi e 
nasciuto qiialche dubbio: peroche havenclosi a fare la riformatione 
per il concilio, come pare sia Tinclinatione di Sua Beatifcndine, e 
bisogno presupponerc il fondamento principale dove") sia il concilio, 
nel quäle si ha da fare. il che non pare che si verifichi in alcuno 10 
delli detti partiti ne in tutti tre insieme, atteso che il convenire in 
Ferrara o Vicenza cosi per li prelati di Trento come di Bologna 
per fare detta riformatione, o che sia per via di concerto secondo 
il primo partito, o per via di congregationi private, come pre- 
suppone il secondo, o per via di consultatione, come dice il terzo, 16 
ancorache doppoi in Ferrara o Vicenza si facessero decreti, non 
penso che si potesse dire ivi concilio, ne che tali decreti havessero 
auttoritä conciliare, se tal mutatione o deputatione di loco non fasse 
fatta conciliarmente nil loco certo dil concilio in publica sessione 
colla debita forma, sicome si vede essersi servato nella translatione 20 



mente dalU predett« conclasione si puö eognoseere come il concilio habbia da procedere, de 
la qnal coia pare che V. 8. lUma nella sua f accia instantia ; perö che easendosi sopraseduto 
gik per molti et molti meai et facendosi hora 11 progresso della dieta, pareria forse rigoroso 
non aspettar ancora un pocho sin al fine. 

Oltre de ci6 da qoella medema dopende ancora il modo substantiale de far la rifor- 26 
matione, eonciosia ehe hayendosi da far in conciiio, come S. B par determinata, conTorri 
expedir detta reformatione o in Bologna o in TrentO; doTC snocederä che ai faccia. vero h che 
a V. S. Illnift insieme con don Diego sopra questo proposito hanno proposti tre partiti di 
procedere in detta reformatione, li qualf se ben si considerino, pare che gioveno solamente 
in ayanaar qualohe tempo a discutere tal riformatione et non star totalmente in occio et di 80 
Booprir ancora meglio qualche hnmore, ma non relevari giä qnanto alV effetto, atteso che il 
concilio, qnal havrit da diffinirla, vorrii doppoi eognoseere et terminare le oose secondo il 
parer sno, come h honesto. hora quanto alli detti tre partiti intcai come di sopra alla debo- 
ieaia mia nasoe qualcne dnbbio, perch6 il considerar ehe li prelati cosl di Trento corae di 
Bologna si consertino et decretino in Ferrara o in altro loco, non puö hi^ver forsa se non lo H5 
fanno con autorltik di Nostro Signore, il che non par che V. 8. lilm* presuponga, overo del 
conoUio, nel che converria ritornare al d&bbio principale sopradetto, et in ogni caso parendo 
equalatione o similltndine delli prelati di Trento con qnelli di Bologna o che sia per via dl 
decreto, come dice il primo partito, o per via di congregatione, come dice il seeondo, o per ria 
di scritture et consultatione, come dice il terso. io penso che si debbia schivar queata spetie 40 
quanto si puö per non poner noi stessi in dobbio che li prelati rimasi in Trento habbiano 
tanta parte di concilio quanta hanno quelli di Bologna, et di piü pensando al solito negooiar 
di qua stimo che non si presto si ridurranno a rissolversi in alcun delli modi predelti et 
tanto piü se il signor don Diego se trovarä abaente da Roma et con le male occaaioni doppoi 
succease. par havendosi per ispediente il trattar simile maniera di riformatione per satisfare 45 
alli regni di S. M., saria assai plana via che essa Maesti elegesse alcunl prelati soi di Trento 
o altrove et che 8. B^ overo li legati o prelati del ooncillo ne depntassero altri, qnali per tal 
effetto havessero da convenire o in Ferrara o in altro loco, dil ehe per me non enraria molto, 
poiehi sl haveria da rlferir in tutto 11 concilio. et non oceorrendomi . . . 

[Eigenhändig.] Io ho comnnicato In bona parte il negotio con mons. Bno di Augnata, 50 
secondo ch'eaaa mi scrlve tic. 

a) Korr. am ehe iyi. 



Nr. 41—42: 1547 September 21—26. 125 

fatta in Trento et in altri piü antichi: di modo che, a servare tal 
forma, si eatraria nella predetta difficultk di bisogparla fare o in 
Trento o in Bologna, et a volerla osservare in ambi li lochi pareria 
cosa impertinente, oltre che sono da fuggire quanto si puö li trattati 

5 di equalatione tra li prelati di Trento et quelli di Bologna: et di 
piü e da considerare che il fare il concilio in un loco per li dogmi, 
et in altro per la riformatione, pareria cosa assai insolita et di 
qualche scropolo; ma perchö in questo parere forsi potria ingan- 
narmi, non occorrendomi altro per hora, resta che Nostro Signore 

10 et essa colla pmdentia loro li pigliano il verso migliore. 

Di Angnsta alli 21 di settembre 1547. Sept. 21 

Hora^) havendo pensato piü oltre, non lassarö di aggiungervi, 
che quando Tuna parte e Taltra fussero ben d'accordo, vi si potria 
pigliare qualche rimedio coli' authoritä di Nostro Signore, ancora- 

15 che fosse non senza dubbio: ma in' cio non pare espediente esten- 
dersi, perch^ io intendo da buon loco, che questi signori giä hanno 
consnltato et loro e parso che detti partiti siano intricati^), et di 
piü ch'essendo prossima la risolutione della dieta, nella quäle si in- 
clina a richiedere il concilio in Trento'), pensano non poter' accet- 

^ tAre altro diverso partito; vero e ch'io non so, se ancora siano in 
ciö risoluti, ne io ho voluto entrare piü oltre per quelle che V. S. 
111™* mi adverti nella sua; ma solo in proposito ho ricordato ad 
aicuno di loro, che mandassero la risposta al signor don Diego, 
qaale ivi si aspettava. 



26 42. Sfondraio an Famese: Der Kaiser schickt Figueroa zu Ottavio 154? 
und dann zum Papst, anscheinend nur zur Kondolenz. Der Bischof ^^'- ^^ 
von Arras las dem Legaten die Instruktion Ferrantes für dessen 
Agenten vor; Sfondrato machte darauf aufmerksam, daß man er- 
fahren habe, wie schon am Tage vor dem Attentat im MaÜändischen 

80 Trtippen zusammengezogen worden seien. Über das, was der Kaiser 
beschließen wird, ist noch nichts zu erfahren. Auch Alba, den Sfon- 
drato in der Hoffnung, ihn zugänglicher zu finden, aufsuchte, mahnt 
nur zur Oeduld; gibt zu, daß der Kaiser über Pierluigis Tod wenig 



a) E» i$i iu heaehiemf daß dt«M Naehachrift dmn 1. Oktober angcMM; vgl. dU SHlckha^rHbtmg. 

85 ^) In dem (in der Stückbeschreibung erwähnten) Schreiben vom 1, Oktober 

hei fit es noch: questi signori mostraoo ad alchuni secretamonte che non sono 
rimasi molto satisfatti del modo de negotiar tenuto per don Diego in questa 
sna andata a Perugia. 

^) Über den Stand der Dinge am Reidtstag vgl. eine Depesche des Agenten 

40 des Kardinals von Mantua, Natale Mtisi, vom 17. September in den Beilagen. 
Weiler vgl zu Nr, 44, 



126 Nr. 42: 1547 September 26. 

Kummer empfinde; Papst möge aber nichts Voreiliges tun, was die 
meisten hier sehr gern sehen würden. — Kurfürsten und Fürsten 
liciben sich über die Antwort auf die Proposition flicht verglichen, 
so daß sie werden weiter beraten müssen; in der Hauptsache wird 
man aber dem Kaiser die Entscheidung anheimstellen. Schicht Au^s- 6 
zu^ aus den beiderseitigen Antwortsentwürfen. 1547 September 25 
Augsburg, 

Aus Neapd Qrande Ärchivio Carte Farnesiane Fase. 744 Orig. — Auch 
Trient BiH. civica cod. 111 pag. 106—109. 

... Di presente sono avvisato che questa sera dt/bbe partire 10 
un gentiluomo chiamato, se ben mi ricordo, don Giovanni Figueroa*J, 
quäle oggi Sua Maestä ha mandato dal luogo ove si ritrova alla 
caccia, accioche con ogni prestezza vada primo all* 111°^^ signor 
duca Ottavio in Parma et doppoi a Sua Santitä'), et non ho possuto 
penetrare che sia per fare altro offizio che condolersi et dire in 15 
generale il buon animo di Sua Maestä. 

Hora non lassaro di dirli quelle che e occorso poi dette mie 
lettere. monsignore di Arras essende yenuto da me mi lesse un* 
instruttione di don Ferrante portata, come dice, per quelle agente 
suo . . . io dissi a monsignore d'Arras che quanto a don Ferrante 20 
non intendea per allora venire in altra contentione, salvo in dirle che 
per moltc lettere scritte dallo stato di Milano qua in corte, non a 
me, ma ad altri, si diceva, come nel giorno avanti Teccesso 
tanto insolente si fecero preparamenti di gente in Lodi, in Cremona, 
in Pavia'), et che il resto lassava giudicare ad esso monsignore; 26 



XH'e Beglaubigung vom 25. September aus Cayzinghe [oh Oeisenfdd unweit 
Ffaff'enhofen an der Em?) lautet: Muy santo padre y senbr Rmo. siendo acaes- 
9ido el fallescimiento del duque Pero Luys, de que cierto dos ha desplazido 
quanto es razon por todos respectos, embiamos a don Juan de Figueroa 
nuestro gentilhombre de la boca» para condolernos con V. Sd, teniendo por 80 
9ierto que con su grand pniden^ia y cordura se esfor9ara a passar por ello 
con la constan9ia que suele teuer en todas Jas otras cosas. Arch, Vat. Armar. 41 
vol. 40 Nr. 769 Orig, Vgl unten Nr. 47 über Figueroas Audienz heim Papste 
und Rücksendung. 

^) Nachdem Sfondrato die Depesche bereits ausgefertigt und auf die Post ge- 85 
geben hatte, erfuhr er, daß Figueroa zuerst nach Piacenza zu Don Ferrante gehe; 
er Ueß sich seine Depesche darauf zurückgehen und beförderte sie am folgenden 
Tage durch den „Ordinario di Fiandra", adressiert an Sarto in Bologna. Laut 
Mitteilung an Farnese vom 27. , in Neapel fasc. 744 eigenh. Orig.; cod. Trid. 111 
pag. 105 sq. 40 

') Sehr merkwürdig ist, was der B. von Forli schon am 10. September als 
„Inserto" (Chiffre) meldet: In discorso de portamenti del signor Pierluigi Tagente 
del signor don Ferrante Gonzaga us6 di dire hiermattina queste formali parole: 
oh Dio, se vi possiamo saltare dentro! et in progresao di parlare moströ che*l 



Nr. 42: September 25. 127 

perocchö lassando da parte tal querela, restava che Sua Maestä pro- 
vedesse alla restitozione et satisfattione debita, discorrendoli larga- 
mente le raggioni et rispetti, qaali non replico, percbä in sustanza 
giä li scrisse in Taltre mie. al che non hanno mai risposto altro 

6 salvo che Taspettazione del detto agente ha ritardato Sua Maestä 
et che hora al ritomo pigliark partito, mostrando per niun modo 
saper altro circa questo. 

Doppoi non ho voluto lassare d'andare al signor duca d'Alba, 
essendo litomato giä due giorni da Sua Maestä, dal quäle mi pare 

10 si possi sperare officio piü sincero cosi per la natura sua, come 
per non essere tanto inclinato a don Ferrante, esso signor duca 
m'ha detto che ancora Sua Maestä non haveva trattato questo 
negozio per la causa predetta, et che in effetto non sapeva dir 
altro particolare salvo che essa non haveva in vero dimostrato gran 

15 displicentia del caso, et che non poteva se non sperare, anzi teuer 
per certo che haveria fatta debita et conveniente provisione, offe- 
rendosi amplamente et soggiongendo da se che haveria desiderato 
che tra tanto Sua Santitä non facesse o tentasse alcuna cosa quäl 
potesse alterare l'intentione di Sua Maestä, tanto piü che non man- 

20 cano persone che loprocuiano. et per non tacere il vero, si com- 
prende che molti, anzi la maggior parte di qua, havria caro che 
nascesse qualche simile occasione di poter ascrivere a Sua Santitä. 
perö omettendo altro che in cio si havesse da fare, a me non parve 
tempo di rispondere altro salvo che ancora io desiderarei il medemo, 

25 ma che converria risolversi presto, accioche Sua Beatitudine non 
fosse forzata a pigliar altro partito i) . . . 

Oiä tre giorni questi elettori da una parte et gli principi dall' 
altra convennero insieme col communicar le loro risposte alla pro- 

patroQ 8UO teneva maneggio d'entrar in Parma o in Piacenza et glielo dipinse 

80 molto riascibile, se ben non gli aperse el trattato nö'l modo interamente, 

pregandolo a tenerlo secreto, come conviene, sich^, se Pierluigi cerca di far 

frode, non doverrä lamentarsi s'altri inganna ancor lai, se inganno si po- 

trebbe chiamare cosi santa opera. Flor. cod. Med. 48D4 fol. 202 <^. Damit vgl. 

ein ferneres „Inserto" des Nämlichen vom 18. September: sein Sekretär Concino 

85 sah einen Brief Ferrantes an Qranvettat datiert atm Mailand 6. September, nella 

quäle advisava chel negotio deU'amico si trovava a buon' tennine nö poteva 

Star' molto a reventare [so?], havendo mandato un suo confidentissimo, al 

qnale l'amico. desiderava di parlare per ragguagliarlo del caso: sichö, argw 

mentiert der Gesandte, Vostra Eccellenza puö essere certa che don Ferrante 

40 sapesse qnel che s'ordinava in Piacenza. nondimeno chi gli [= dem Concino] 

ha conferito questo, lo grava a non ne parlar con persona per quanto ha chara 

la vita. Ib, fol. 204». 

*) Vgh hierzu die JErÖrterungen des Bischofs von Forll über dk Lage 
zwischen Fäpst und Kaiser vom 26. September^ in den Beilagen. 



128 Nrr. 42—48: J647 September 26—29. 

positione fatta per Sua Maestä, nelle quali si son risolti diversa- 
mente, di modo che sarä bisogno di novo tornino a consultarle, a 
tal che in tanta solecitudine usata ö seguito poco effetto. pero si 
pensa che, quando Sua Maestä non vorrä temporeggiare et che 
Tespeditione le sia a cuore, poträ operar* di far segiiir' la reso- 5 
lutione, specialmente doppoi la giunta del re de Romani, quäl si 

Okt. 10 espetta alli 10 del mese prossimo. et quanto alla parte del con- 
cilio giä si accenna che lo vogliono in Germania osia in Trento; 
ma la difficultä sarä del modo et di quello si havrä da osservare 
tra tanto, nel che questi signori Cesarei rimirano che per le diffi- 10 
cultä si habbia a rimettere allo arbitrio di Sua Maestä. et benche 
non sia di molto momento il sapere hora le dette risposte, atteso 
che verisimilmente si mutaranno, nondimeno ho procurato d'haverle 
et ne mando Testratto in sustanza qua annesso*). 

Sept 25 Da Augusta alli 25 di settembre 1547. 1^ 

1547 43. Sfondrato an Farnese: Hat die Briefe vom 18. erhalten. Die 
Sept. 29 Kaiserlichen heginnen die Besitznaiime von Piacenea in einetn 
weniger günstigen Licht zu hetra^chten^ als sie ihnen anfangs 
erschien; Kückgabe vtt daher denkbar, wofern man sie nur gewähren 
laß und nicht von päpstlicher Seite andere Wege eingeschlagen 20 
werden; freilich kann sich die Sache in die Länge ziehen, aber die 
Kaiserlichen hohen eben den Vorteil des Besitzes. Sfondrato kann 
deshalb auch keinen anderen Rat geben als abwarten. Man tnöge in 
Rotn auch bedenken, daß die Angelegenheit von Piacenza mittelbar 
mit der des Reichstags und des Konzils verknüpft ist. Der Kard. 26 
von Augsburg läßt es an guten Diensten flicht fehlen. In der Stadt 
ist die Pest; die Kurfürsten regten beim Kaiser Verlegung oder 
Suspendierung des Reichstags an, Karl ging aber nicht darauf ein. 
Marignano ist angekommen; Castaldo betätigt sich zugunsten Ottavios. 
Sforza Pallavicini kam gestern. Sfondrato weihte ihn in die Sachlage 80 
am Hofe ein. 1547 September 89 Augsburg. 

Atis Neapel Gr.Archhno Carte Famesiane fasc.7440n^M mit Vermerk: ric. a 9 di 
ottobre a 4 höre di notte (10^4 Uhr abends). — Auch Trient BihL civ. 
cod. 111 pag. 118—122. 

Sept 18 Le lettere di V. S. 111"* dei 18*), quali insieme con altre sue 85 

mi furono mandate dalla cancellaria di Sua Maestä, mi sono parse 
scritte con tal effetto che mi hanno rinovato il dispiacere della 
grande disgrazia giä successa, et non ho voluto ommettere di farle 

Die Auszüge finden sich im Cod. Trid. 111 pag. 109— 114. 

3) Vgl oben 8. 114 Anm. 2, 40 



Nr. 48: 1547 September 29. 129 

vedere a monsignor di Granvela, al qnale ho fatto dare la saa, 
poiehö giä haveva ricevuto l'altra di V. S. 111™* portata per il 
secretÄiio di monsignor B™® d'Augusta*). . . . 

Hora non potendole dire cosa aicuna di fermo, parmi non 
5 faora di proposito che ahneno sappia quello che di fuora si com- 
prende. nel principio che si hebbe la nuova del caso, benche paresse 
alla maggior parte di questa corte che fosse successo avantaggioso 
Thaver nelle mani Piacenza, nondimeno doppoi essendosi fatto 
conoscere meglio il pnnto in che Sua Maestä si trova, et gli dis- 

10 ordini et inconvenienti che ne possano seguire, si conosce che molti 
et delli migliori la pigliano altrimente, et se bene quelli che sentano 
male, non desiderano altro se non occasione di rottura, acciochö 
Sua Maestä mantenghi la cosa fatta per ogni via, gli altri, che 
mostrano megliore intentione, affermano che essa Maestä non resta 

16 bene satisfatta di qaestä attione, siccome ne da segni exteriori, et 
non mancarä di farli conveniente provisione per molti rispetti, 
agginngendovi sempre la condizione che con Sua Maestä si procedi 
di modo che non si rimova da questa inclinazione; et benchö gli 
paia bene che Y. S. et il signor duca mostrano ogni segno di 

20 confidenza, come fanno, et ancora piu: nondimeno mirano principal- 
mente a Sna Santitä, con presupporre che del resto non si faria 
stima, se essa tendesse ad altro cammino. et quando segli dice che 
Sua Maestä dovria risolversi presto et sinceramenle per non dare 
occasione di pigliare altra via, et che in questo stä il tratto et la 

25 sustantia: all'hora si fermano et accennano che chi tiene in mano, 
ha l'avantaggio, et chi pretende, deve piü accommodarsi. et benche 
questi siano soli discorsi et che forse altra sia la mente di Sua 
Maestä, come converria al debito et come si procurerä di chiarire, 
poichö sarä ritornato, nondimeno consideratis considerandis non 

80 parano fuor di proposito. 

Se in ciö io non apro hora a V. S. alcun parere o rimedio, 
pregola che mi escusi, come ancora feci nelle prime lottere mie. 
perö che dall' un canto io comprendo che il tenere il modo predetto 
oltra Tessere piü dispiacevole che altro si possi pensare, non b anco 

S5 ben certo et sicuro, almeno quanto al tempo et quanto alla forma 
della restitutione; dall' altro il tentare altra via, per quello poco che 
io posso mirare, non so se sia meno difficile et di maggior rischio 
et pericolo. nö lasserö dirli che a tutte queste difficultä se vi 
aggiunge questa grande del concilio et della dieta, la quäle ancoi*a 

40 *) Nach Venet. Depp. II 8. 355 unter Anm, 3 (zum 1. Oktober) hatte Famese 

Bdlagais mit dem Auftrag an Beinen Herrn lurückgesandtt dieser möge für die 
Bückgabe Fiacenzas wirken» Ähnlich Forll am 5. Oktober, l c. fol. 210»-211b. 
Nuntiaturberiehte, erste Abteilung, Bd. X. 9 



130 Nr. 48: 1647 September 29. 

che paia assai diversa, nondimanco qoanto alli modi predetti di 
procedere et di governarsi, penso che siano connessi et conformi 
et che sia espediente di considerarle insieme et in un medemo 
tempo. 

II B'"® monsignor d'Augusta, secondo mi pare, non manca di 5 
quelli officii che convengano ad una huona intentione, quäle i la 
sua, et ha trattato con questi signori, come poträ intendere piü 
particolarmente da esso, quäle tiene la speranza piü gagliarda di 
quelle che forsi tengo io, et circa il processo della dieta non vi 
6 coBa di momento piü di quelle che ho scritto per altre mie pre- 10 
cedenti, nelle quali awisai il segno al quäle possa tendere; ma 
scordai di dire che pure in questa cittä vi ö la peste et ha fatto 
qualche progresso n,elle vulgari, de modo che li elettori andorono 
a Sua Maestä nel punto del partir suo ä richiedex-li la suspensione 
overo mutazione del luogo '). quäle gli rispose che non intenderä 15 
forsi tanto il male et che haveria procurato saperlo; ma non gli 
diede oppinione di sospenderla o di mutarla .... 

II marchese di Marignano i yenuto qua et si vede dimostrarsi 
come debbe. il Castaldo per il signor duca nostro non lassa di 
fare dimostrassione d*a£Eezzionato servitore'). 20 

Sept. 28 Hieri arrivo qua il signor Sforza Pallavicino'), al quäle ho 
dato conto abbastanza dell' essere delle cose di qua, et in sustanza 
dimostratoli che insista solamente nella restituzione libera di 
Piacenza per Tevidenti raggioni che concorrono nella persona del 
signor duca con poco o niuno oggetto, et che schivi di entrare in 26 
disputazione di particolari quali toccano altri, per non dar causa di 
circuiti et dilatione, et che non pensino che si habbia da trattare 
altri partiti. il che io ho asservato, et tanto piü conviene hora, 
perchö qui si era sparso che il signor Sforza viene con ordine che 
il signor duca si rimette in tutto a far ciö che vole Sua Maestä^), so 

>) Der B. wm Forli berichtet schon am 2Lf die rheinischen Kurfürsten hätten 
wegen der Pest die Beiehstagsverlegung nach Worms oder Speier angeregt Cod« 
Med. 4804 fol. 206 b. ygi Yenet. Depp. II S. 354 Anm. 1. 

') Marignano und Castaldo, Italiener, Befehlshaber im Diensie des Kaisers', 
vgl Bd. 9. 85 

') Von Ottavio, aus Anlaß der Ermordung Pierluigis, zum Kaiser gesandt. 
Er brachte femer dem Agenten Pierluigis am Kaiserhofe, Vincenzo Buoncambi, die 
Weisung^ zu Ottavio zu kommen, der Vincenzo, wie er letzterem am 30. September 
— aus Augsburg — schreibt, freudig gehorchen werde. Parma Carteggio Faraes. 
eigenh. Orig. Sfondrato lieft ihn indes niefit gleich abreisen, damit, schrieb er am 40 
4.15. Oktober (Neapel fasc. 744 Orig.) es nicht aussehe, als flüchtete er; doch si 
partirä forse domani. Er scheint dann aber als Vertreter Ottawas am Kaiserhofe 
gellitben zu sein; vgl. Merkte^ Concilium Tridentinum I pagg. 721 und 843. 

^) Der M(mtuanische Gesandte Vivaldinh der Sforza auf der Durchreise 



Nrr. 48-44: 1647 September 29— Oktober 2. 131 

et che di faora si fanno chimere circa il modo della restituzione, 
conie di fare il contracambio, il che e un sogno; et che quando 
pure si rendesse la cittä, di ritenere la cittadella per an pezzo, 
nello quale pure si persevera a lavorare con diligenza. 
6 Da Augosta allo penultimo di settemhre 1547. ^^'- ^^ 

44. Sfondrato an Farnese: Kaiser kehrte am 30. nach Aiigsburg 1547 
zurück; am 1. Oktober hatten nachei^ia^nder Sfondrato uiid Pallavichw Okt. 2 
Audienz, Schildert den Verlauf seiner Audienz: Kaiser leugnet jeden 
Anteil an den Ereignissen bei Piacenza, billigt aber die Okkupierung 

10 der Stadt durch Oonzaga ; beteuert seine Liebe zu Ottavio, kl^igt übet* 
defi JPapstj will die Sacfie van Piacenza als Privatangelegenheit nicht 
mit der des Konzils und der Religion vermischt sehen, erklärt endlich 
in ersterer noch nicht schlüssig zu sein. Pallavicino machte der 
Kaiser Aussiditj Um bald mit günstigem Bescheid abzufertigen. Der 

15 Kard. Madruzzo wird erwartet , Die Stände haben weiter verhandelt^ 
aber noch ohne sicheres Ergebnis. K. Ferdinand wird Mitte des 
Monats erwartet. MignaneUi soll imch Augsburg unterwegs sein., 
1547 Oktober 2 Augsburg. 

Aus Neapel Gr. Architno Carte Farnes, fasc 744 Orig., mit Vermerk: ricevuta 
20 alli 14 d'ottobre; risposta alli 17. — Auch Trient Bibl civ, cod. 111 

pag. 128—128. 

L'imperatore ritorno Tultimo del pässato, piü tosto di quello Sept. 30 
ch'alcuni pensavano, et hieri convennero con Sua Maestä il duca ^^^- ^ 
d*Ä.lva et monsignor di Granvela con monsignor d'Aras. io senza 

25 tardar piü feci dimandare Taudienza, et il medemo procuro il signor 

Sforza separatamente. et essende io hoggi admesso prima sono Okt. 2 
stato in lungo ragionamento con Sua Maestä '), nel quale f inalmente 
mi ha detto che nel poco tempo scorso doppoi la ritornata sua 
non havea ancora fatta deliberatione aicuna sopra le cose di Piacenza, 

80 et che non mancaria di risolversi secondo che pareria conveniente 
et giusto. nö paia strano a Y. S. 111*°*, se per non tenerla sospesa 
ho voluto cominciäre da questa ultima parte, hora non le tacer6 
la sastanza di quello che fu ragionato. 



duTf^i Innsbruck sprach, berichtet nach Aussagen 8 forzas, Ottavio lasse erklären, 
85 der Kaiser könne sicher sein che quando vorrä la guerra col papa, che lui sarä 
sempre contra Sua Santitä. Depesche vom 27. September in Mantua Arch. Oon- 
zaga Orig. 

1) Vgl. die Schilderung dieser Audienz seitens des Kaisers in einem aus- 
führlichen Schreiben an Diego de Mendoza tww 7. Oktober : Maurenbrecher, Karl V, 
40 und die Protestanten, Anhang 8. t2(fff. 

9* 



132 Nr. 44: 1647 Oktober 2. 

lo dissi a Saa Maestä che tra le occasioni che a lei erano 
accadute, pensava che niun' altra le fusse awenuta taato esemplare 
nä in che dovesse haver tanta coüBideratione et advertenza quaato 
in la presente. et cominciando dal modo tenuto per li ministri 
saoi, io le discorsi alla spiegata ch'io sapevo bene le giastificationi 6 
quali havea fatto don Ferrante d'essersi mosso per servitio di Sua 
Maestä alla richicBta di quelli cittadini per non lassar andare la 
cittk in altra mano; ma che considerandosi gli preparamenti fatti 
inanti alla morte di quel povero signor et il modo servato doppoi 
in diverse attioni (quali le esplicai particolarmente), assai potea 10 
farsi giuditio del vero, et tanto piü vedendosi qnal sia l'animo del 
predetto verso la casa di Sua Beatitudine. nel quäl punto Sua 
Maestä non rispose altro salvo che essa non havria giä per alcun' 
modo poste le mani a quella cittä, ma che havendolo fatto il suo 
ministro per sicurezza et servitio di quella parea escusabile, al che 16 
io contradissi per le ragioni sopradette. 

Doppoi venni all' altra consideratione del duca Ottavio, 
mostrandoli Tobligo che tenea non solo di restituirli il suo, ma 
darli di piü per esserli genero col risguardo della figliuola et delli 
nepoti, et perchö Sua Eccellenza l'ha sempre servito nel modo ha 20 
fatto. et oltre di ciö entrai nel particular di Sua Santitä, dicendoli 
ch'io non haveo giä alcuna commissione nö lottere in nome di Sua 
Santitä doppoi il caso successo; ma che mi parea bene compren- 
dere da me che, quando Sua Maestä havesse in questo punto fatto 
conveniente satisfattione, saria stato causa di farle cessare la difii- 26 
denza et di ciö sperame bene; ma che non seguendo detta satis- 
fattione potea Sua Maestä. considerare quäl dovesse essere Tanimo 
di Sua Santitä. alle quäl parti mi rispose ch'amava singolarmente 
il duca et ch'era per dimostrarlo quanto al rispetto di esso signore, 
ma che non le parea dover teuere piü conto del genero di quelle 80 
che fa Sua Santitä d'esso nipote, accennando che Sua Beatitudine 
non procede con Sua Maestä di modo che Tinviti a teuer conto 
dil duca. et disse che da se non havea dato causa di diffidenza, 
et che non sapea s'ancor con la satisfattione tal' diffidenza si levasse. 
io le dissi che Sua Maestä havea spesso fatto meco simil querela 86 
di Sua Santitä et ch'io ho schivato di entrare in tal' ragionamenti 
pieni di fastidio et sdegno; perö che hora non voleo tacere le che 
considerasse bene ch'il papa havea visto molte occasioni di poterle 
dare gran danno, il che mai non ha voluto fare; ma che bene l'ha 
aiutato taute volte et che ha speso la maggior parte delli danari 40 
raccolti nel suo pontificato in benefitio di Sua Maestä, discorrendole 
particolarmente molti casi et specialmente nella guerra prossima, . 



Nr. 44: 1647 Oktober S. I33 

dimostrandole quanto ne deve a Sua Santitä per li aiiiti che le ha 
datiy et che tiene piü Obligo alla sede apostolica che alcun' altro 
sno preoessore, atteso che tutto quello domina in Italia, Tha col 
mezo et aiuto di detta santa sede. alle quali cose Sua Maestä non 

5 replicö poi altramente o per non proceder forsi piü al lungo o per 
altra causa, finalmente io le ricordai con quella efficacia ch'io 
seppiy che considerasae li mali et inconvenienti quali poteano 
nascere lassando hora tal' mala satisfattione a Sua Santitä fuor 
d'ogni ragione, perchö oltre alle altre restavano in estrema con- 

10 fosione le cose del concilio et della religione, della quäle Sua Maestä 
ne mostra tanto desiderio. nel che mi disse che li interessi privati 
non doyriano confondere li effetti tanto universali. et io risposi 
che la causa quäl risguarda . gli interessi privati, ancora ha loco 
nelli universali. pero Sua Maestä nelle ultimo parole disse che non 

15 era per mancare della debita riverenza et osservanza verso la sede 
apostolica, come sino ad hora non havea fatto: et quanto a se, 
per quello potesse procurare il benefitio et rimedio della reUgione 
in questa dieta, dandone sempre parte a Sua Santitä et al legato; 
et quanto alle cose di Piacenza, non si era ancora risoluto, ma che 

20 li faria conveniente et giusta provisione, come ho detto di sopra. 
al che io dissi: signore, poiche Yosti*a Maestä non ha sino ad hora 
deliberato, io le ricordo che voglia far deliberatione quäl non solo 
sia in se buona, ma presta; altrimenti non portarä il remedio oppor- 
tuno et necessario. 

25 8*io ho fastidito Y. S. Jü^^ di molte parole con poca sustanza, 

h bisogno che mi escusi, perche dubitai far peggio lassandole '). 

Doppoichö fui partito, subito entro il signor Sforza, al quäle 
Sua Maestä . . . replicö il medemo . . ., come ancora non havea 
fatta deliberazione sopra il negozio di Piacenza, aggiongendo che 

30 in breve tempo Io espediria per il ritomo, et di piü non voleva 
che per Piacenza rimanesse discordia tra essa et Sua Santitä: le 
quali due cose se succedessero, non saria poco. esso signor Sforza 
ancora fece querela particolare del modo di procedere di don 



OleidizeUig sckridf Sfondrato auch an MaffeOj demgegenüber er zu erweisen 
85 mcA/, daß seine früheren Mahnungen^ die an der Kurie misfallen hätten, nämlich 
gich vor extremen Schritten gegenüber dem Kaiser zu hüten, durch die jüngsten 
Ereignisse ihre Rechtfertigung erfahren hätten. Eigenh. Orig. in Neapel Carte 
Farnes. 744, cod. Trid. 111 pag. 128 sq. Ebenso gab Sfondrato — am 4. Oktober 
— den Konzildegaten Kunde von der Audienz; die Summe der Erklärung des 
40 Kaisers sei: che la cosa gli era dispiaciuta et . . . che non mancarä di fargli 
proYisione giusta et conveniente. Cod. Trid. 111 pag. 180 — 181. Auch an 
Kardinal Morone erstattete Sfondrato kurzen Bericht mittelst eines eigenhändigen 
Briefes vom 6. Oktober. Arch. Vat Armar 62 vol. 42 foL 78. 



134 Nr. 44: 1547 Oktober 2. 

Ferrante contro li castolli di Parmegiana, ma dice che Saa Maestk 
gli rispoBe in questo tra i denti, di modo che non potea ben com- 
prendere. et mandando il predetto im corriere al signor daca in 
Parma ^), daro a loi questo mio dispaccio .... 
Okt 3 Monsignor K™^ di Trento si aspetta domani et giä la sna casa 5 

e arriyata'). 

Ho saputo questa mattina d'iin' altra consulta fatta per li 
elettori et prencipi sopra la propositione della dieta, ma non ho 
havuto tempo di havere il translato. ho procurato di fame fare 
un poco di summario cerca il particolar* della religione, quäl mando 10 
incluso'); non so se sia fidele. vero e che non se li ha da far 
fondamento molto, perche ancor si mutaranno; pero V. S. 111™* 
vedrä Thumore di qua, specialmente del parere delli elettori seculari. 



') Der vom 3. datierte Bericht PaUavicinag an Ottavio findet sich in Parma 
Carteggio Farnes., in Abschrift» Die Anttoort des Kaisers lautete danach 16 
wörtlich (me rispose le formali parole): Sforza, noi havemo inteso prima per 
lettere di don Ferrante, poi per U Gazzino il caso successo, et n*6 doluto assai, 
et don Ferrante h intrato in que]la terra, acciochö non capitasse in mano de 
qualch' altra persona non confidente. quanto a I'altre cose de le fortezze, 
qui Sua Maestk raggion6 tra denti, et non si volse, al parer mio, lassare inten- 20 
dere, e seguit6: ne piacerebbe haver havuto il parere de Sua Santitä sopra 
questo; et perchö siamo statu a caccia questi di, non havemo inteso sopra 
questo negotio, perö presto lo intenderemo et ve ressolveremo, et Piacenza 
non sarä causa di mettere tra Sua SantiUi et me, et mostr6 qui con le dita 
voler dire altercatione, et seguendo disse: e, tratteremo il duca Ottavio nel 28 
modo che merita et come porta Famore che li tenemo. et qui tacque ... et 
mi fece, schließt Pallavicino^ miglior ciera et parole che la prima volta. Vgl. 
des Kaisers eigenen Bericht im Briefe an Don Diego a. a. 0. S. 124 f. 

2) II cardinale di Trento, schreibt der Estensische Gesandte Erzb. von Santa 
Severina am 3., s'aspetta di hora in hora con tanto desiderio >di tutta questa SO 
Corte che k cosa incredibile. giä la casa sua h giunta, piena d'un numero 
grandissimo di gentilhuomeni piü del consueto et tanto ad ordine quanto dir 
si possa. Modena, Lettere di Germania, Orig, 

') Diese Einsendung liegt nicht vor. Den Legaten in Bologna schrieb S/im- 
drato am 4. (a. a 0.): gi& questi elettori da una parte e gl'altri per Taltra S5 
hanno date due risposte con qnalche varietä tra loro, et sono ancora per far 
mutazione. Im Punkt der Religion si vede inclinazioni universal! di rimettersi 
al concilio nominando il Tridentino; ma la diversitä et difficulUi 8t& in due 
cose tra loro: la prima di modo che si ha da servare tra tanto che il concilio 
faccia le determinazioni ; Taltra, che richiedono l'elettori secolari, h circa la 40 
forma con che si ha da provedere nel concilio, nella qnale propongano cose 
totalmente anormali ; n^ per ora si puol fare molta opera, ma stare aspettando 
circa le risolnzioni. — VgL noch, was Santa Severina am 3. Oktober unter Bc 
rufung auf den Kardinal Truchsefi als Getoährsmann schreibt: li elettori cathc^ 
lici et principi hanno mutato opinione e . . . concorrono in questa opinione che 45 
il concilio si facia in Trento et ivi santamente si decida, puoi il decretato si 
poni in exequutione. a. a, 0, 



Nr. 44: 1647 Oktober 2. 1S5 

et come dissi in tm' altra mia, si pensa che al fine Sna Maestk 
ci havrä grande arbitrio; ma forsi vorr& andare temporeggiando 
per Teder qnello si scopre. et tra tanto verrä ancora il re di 
Romani, qnal s'attende cerca mezo questo mese. 

( Qna^) si era sparso voce, doppoj che gionse il secretario di 

monsignor B™^ de Augusta, come monsignor Mignanello mandato 
da Nostro Signore giä era partito da Perugia per venir a questa 
Corte'), io me ne son fatto novo, tanto piü per non lassar ansa 
a questi signori di magior dilatione in expettarlo. mostrano anchora 

10 qua de intender che Sua Santitä in questa novitate sollicita non 
solo Francia, ma Yenetiani et Svyzari. 

Da Augosta alli 2 d'ottobre 1547^). Okt. 2 

a) Eigtnhändigt Nachtchrifl d«M Originala. 

^) Zur Aussendung Mignanellis vgh oben zu Nr. 38. Am 23. September 

15 treffen wir ihn in Matelica (in den Apenninenj zwischen Perugia und Macerata) 
seiner Instruktion harrend: Nostro Signore, schreibt er tnm dort an Famescn ha 
Toluto ch*io pigli carico d'andare alla Maestä Cesarea, et ancorch^ io sia mal 
atto per ogni rispetto, nondimeno in questi rispetti vorrei havere piü vite che 
una per metterle tutte volentieri al servitio de patroni. Neapel, Carte Farnes. 

20 Fase. 690 Orig. Femer an Famese am 29. aus Chioggia: Ricevuto il spaccio senza 
perder tempo alcuno di Macerata yenni in Ancona et subbito alli 26, a 28 höre [ca.^ 
5*1» Uhr nachmittags] con un tempo fatto [so!] presi la via di Chioggia [nämlich 
zur See] et sopraggionto da tempo contrario passato Ravenna montai in poste 
che portavo cön me le bagaglie, et mene venni qui hiersera alli 28 molto al 

25 tardi. Er wird nun über Bassano nach Trient Weiterreisen und zwar so schnell^ 
daß er hofft, er werde die Entfernung von Ancona bis Trient in weniger als 
finf Tagen durchmessen können. Neapel Carte Farnes, fasc. 690 Orig. Dann an 
den Nämlichen am 1. Oktober aus Bassano: questa mattin a per tempo parto di 
Bassano, talchö questa sera, che sark il quinto giomo dal partir mio d'Ancona, 

80 spero essere in Trento. B^ fügt noch hinzu: da sein Auftrag sich nur auf die 
Katastrophe Pierluigis beziehe, so habe er nicht für nötig gehalten, über Bologna zu 
reisen^ was ihn zwei bis drei Tage mehr gekostet hätte; er schreibt dies, weil 
Monsignor di Casa (d. t. der Nuntius in Venedig) mi ha detto che in Bologna k 
capitato an spaccio per me di patroni. Orig. ebendaselbst; vgl. auch den Brief 

85 Casas vom 1. Oktober über Mignanellis Durchreise, in Bonchini Lettere d*uomini 
ülustri conservate in Parma I (Parma 1853) p. 223. 

*) Unter dem 3. Oktober berichtet Sfondrato an Famese: sono qui li agenti 
del rescovo Monasteriense, il qnale secondo dicano 6 stato citato a Roma con 
imputatione di havere deviato dalli riti catholici. Man hat den Legaten fon 

40 vielen Seiten um seine Fürbitte für den Bischof angegangen; nachdem ihm zuver- 
lässig mitgeteilt worden ist, daß die Maßnahmen des Bischofs gegen die veri riti 
ecclesiastici zurückgezogen uxtrden sind^ hat er veranlaßt, daß im Namen des 
Bischofs eine Bittschrift aufgesetzt werde, die er mitsendet. Neapel Carte Farnes. 
748 Orig. Die Bittschrift, gerichtet an R">« domine (d. i. an Famese, den der 

45 Bischof wie Maffeo am 8. Oktober an Cervini berichtete fCarte Cervin. 20, 144 sqq. 
Orig.], als Prokurator angewmmen hatte ad iscusarlo appresso Sua Santitä) datiert 
Angustae prid. cal. oct. 1547 liegt bei. Vgl. hierzu C. Stüve, Gesch. des Hochr 
Stifts Osnabrück II 8. 113. 8. auch unten Nr. SO. 



136 Nr- 4^: ^^^'^ Oktober 7. 

1547 45. Sfondrato an Farnese: Der Beförderer der letzten Depeschen ist 
Okt. 7 gebeten worden, diese persönlich in Rom tu überbringen. Kardinal^ 
Madruzzo ist in Augsburg eingetroffen; Sfondrato besuchte ihn; er 
verspricht jeglichen Beistand. Gestern wurden Madr%izzo und dann 
Kardinal Truchseß vom Kaiser empfangen^ heute endlich kam Arras 6 
anstatt des kranken OranveUa zu Sfondrato und teilte ihm die Ant- 
wort des Kaisers (deren Substanz der Legat einsendet) mit; Sfon- 
drato ist trotz seiner geringen Erwartungen sehr enttäuscht Er spraxh 
darüber mit Madruzzo und Truchseß. 1547 Oktober 7 Augsburg. 

Au8 Neapel Or. Archivio Carte Famesiane fasc. 744 Orig., mit Vermerk: 10 
ricevaU alli 15, risposta alli 17. — Auch Cod. Trid. 111 pag. 186—188. 
Gedruckt daraus Afazzetti, Cenni storici p. 193 — 196. 

Questi gioini ho scritto spesso a V. S. Hl"* et quasi ogni 
settimana due volte, con la maggior parte per vie assai opportune, 
inderi/izando li dispacci a Bologna in mano del Sarto^), dalli quali 1& 
essa, se non altro, almeno avrä inteso gli humori di qua: et le ul- 
time lettere foron date all' agente del signor don Giulio d'Urbino, 
Okt. 5 quäl part\ di qua alli 5'), et spero che debba giungere sino a 
Roma'), siccome ne li ho fatta instanza et ancora pregato rEcc"^® 

Ambrogio Sarto war Postmeister (magister corsoram) in Bologna', ge- 20 
legentlich reiste er auch als Kurier. 

') Wie Sfondrato am d. Oktober an Farnese schriebe verfaßte er den Bericht 
über die Audienz vom 2. am Abend desselben Tages, in der Absicht t die Sendung . 
dem Kurier mitzugeben, den Pallavicino an Ottavio zu senden gedachte^ Da man 
im Begriff ist^ diesen abzufertigen, kommt aber die Nachricht che Sua Maesta 25 
dovea poi il desinare tener consulta sopra il negotio di Piacenza, il che mon- 
sigaor di Granvela disse ancora poco dappoi al mio secretario, quäle gli porto 
la lettera di V. S. 111»^ per Sua Maestä [nicht vorhanden], soggiungendo che 
mi havria fattq sapere, 8e fosse fatta altxa risolutione circa il detto negoüo. 
So wird von Sfondrato und Pallavicino beschlossen, mit der Sendung des Kuriers 80 
zu warten; inztoischen erscheint aber Feiice Tiranni, Agent Giulios von Urbifip, 
vor Sfondrato^ um sich zu verabschieden, da er seine Aufträge erfüllt habe [vgl, 
oben Nr. 22]; ihn gibt Sfondrato Nr. 44 mit. Im Briefe vom 4» aber meldet 
er weiter, daß gestern non si fece altra consulta; per6 hoggi sono stati con 
Sua Maesta per buon spatio il signor duca d'Alva et monsignor di Granvela 85 
et monsignor d'Aras et il secretario Vargas; allein von Beschlüssen verlaute 
nichts; erfahrt man bis morgen früh, wo Tiranni reisen toird, näheres, so wird 
man es durch Um melden, andernfalls hernach einen Kurier senden. Dazu dann die 
eigenh. Naclischrift vom Morgen des 5.; Sfondrato hat Granvellas Sekretär, der in 
speziellen Angelegenheiten zu ihm kam, an die Zusage jenes erinnert, der versichert 40 
hat, Granvella sei ihrer wohl eingedenk: si pö ben far coniettura o che non 
sono risolti al nostro modo o che hanno difficultk nel negotio tanto grave. 
Neapel Carte Farnes. 744 Orig., mit Vermerk risposta alli 17; Abschrift im 
Cod. Trid. 111 pag. 181 sq., ohne die Nachschrift. 

') Der Papst und seine Umgebung waren am 30. September wieder in B/om 45 
eingetroffen (Konsistorialakten). 



Nr. 46: 1B47 Oktober 7. 137 

signor duca d'ürbino per mie lettere, ad effetto, che da lui, quäl' 
e instrattissimo, Y. S. Hl™* poBsi meglio informarsi del tutto. 

Hör, segaendo il giä scfitto, monsignore B^® di Trento arrivö 
qua alli 4 la sera, et benchö si pensi che Sna Maestä, quale hora- Okt. 4 

6 mai h aesai instrutta del vero, debba tra se havere deliberato cio 
che ha da fare, ancorchö non si sappia: nondimeno potendo pur 
gioyare ognuno, et specialmente esBO monsignor W^^ per la buona 
grazia, quäl tiene in questa corte, et per levarli ogni ombra, atteso 
che pure si ha da trattare iusieme — io andai il giomo seguente Okt 5 

10 SU la notte a vedere Sua Signoria BP^* domesticamente, la quale 
mi diese, presente monsignor K™® d ' Augusta, che non era per man- 
care al debito, quäl riconosceva verso Sua Santitä et sua casa, et 
Bopra tutto a Y. S. II1™% in fare ogni offitio possibile appresso 
Sua Maestä et questi signori, soggiungendo che, se havea ricer- 

15 cato grado*), Thavea fatto perchö sapea quanto potea giovare a 
questi negotii, et che desiderava intendere da me quello ch'havesse 
a fare. io schivando con buon* modo quell' oggietto^) et mostran- 
doli essere hora il tempo nel quale havesse da far palese la virtü 
et buon' animo suo, gli feci sapere quello ch'io come da me haveo 

20 passato con Sua Maestä, accioche come meglio instrutto potesse 
toccare gli punti, quali sono molti, et publici et privati et prin- 
cipali 

Hiermattina alli 6 esso fu visitato da monsignor di Granvela, okt. 6 
quale stette ivi buon' pezzo, et poi il disinare ando all' audienza 

n di Sua Maestä con molta corte et pomposa, et doppoi lui su la 
sera vi ando monsignor B™® d 'Augusta, et cerca a una hora di 
notte') monsignor d'Arras mandö a dire a me ch'havea da par- 
larmi per ordine di Sua Maestä; ma che, per essere l'hora tarda, 
saria venuto questa mattina, sicome ha fatto: proponendo che mon- Okt. 7 

30 signor di Oranvela havea commissione di venire; ma per la vexa- 
tione delle sue gambe non potea fare l'offitio; et cosi mi diede la 
risposta di Sua Maestä, prima a bocca et poi, dicendo che li biso- 
nava parlare ex praescripto, mi lesse una scrittura portata seco in 
Hngua spagnuola, la quale voluntieri havria ritenuto per riferire le 

%h parole formali; ma dimoströ non poter lassare ancora la copia, 
quale, come mi ha detto, mandaranno al signor don Diego, per la 
SQstanza fu nel modo, quäl stä annesso a questa mia^). 



Äfupidung daran ft daß MadruzzOf wie erwähnt, die Stellung eines päpst- 
lichen Legaten in Deutschland erstrdfte. 
40 >) 8» vorige Anmerkung. 

>) Etwa 7^4 Uhr abends^ 
^) Das Stück findet sich in Neapel Carte Famesiane 690 • mit Bandbemer- 



138 Nr. 4K: 1647 Oktober 1. 

1S4T 45. Sfondrato an Famese: Der Beförderer der leüten Depest^ten ist 
Okt. 7 gei^ien worden, diese persönlich in Som evt überbringen. Kardinal 
MadruezQ ist in Augsburg eingetroffen; Sfondrato besuchte ihn; er 
verspricht jeglichen Beistand. Oestem wurden Madrureo und dann 
Kardinal Truchseß vom Kaiser empfangen; heute endlich kam Arras 6 
anstatt des kranken OranveUa zu Sfondrato und teilte ihm die Ant- 
u)Ort des Kaisers (deren Substanz der Legat einsendet) mit; Sfon- 
drato ist trotz seiner geringen Erwartungen sehr enttäuscht. Er $prach 
dariiher mit Madruzzo und Truchseß- 1547 Oktober 7 Augsburg. 

Ana Neapel Gr. Ärckivio Cart« Famesiaae fasc. 744 Orig., mit Vermerk: 10 
ricevuU kUi IG, risposta alli 17. — Auch Cod. Trid. 111 pag. I8&— 1S8. 
Gedruckt daraus Uaztetii, Cenni «(ortet p. 193^196. 

Qaesti giomi ho scritto speeso s V. S. lU"' ©t qaasi ogni 
settimana due volte, con la maggior parte per vie assai opportune*, 
inderiz^ando li dispacci a Bologna in maoo del Sarto'), dalli qnali 16 
essa, se non altro, almeno avrä inteso gli humori di qua: et le ul- 
time lettere foron datc all' ageDte del eignor don Q-iulio d'ürbino, 
0kl- 5 quäl parü di qua alli 5'), et spero che debba giungere sino a 
ßoma'), siccome ne li ho fatta instanza et ancora pregato l'Ecc"" 

') Ambrogio Sarto war Pogtrneitter (roigieter cursorum) in Solcgna; ge- 20 
UgentUeh reitte er auch als Kurier. 

') Wie Sfondrato am 4. Okiober an Famete »chri^, verfaßtt er dm Beridtt 
über die Audietti tirnt 2. am Abend deudben Tages, in der Abgichl, die Sendung 
dem Kurier mittugeben, den Pallavicino an Ottai'io zu senden gedachte- Da man 
im Begriff ixl, diesen abzufertigen, kommt aber die Nachricht che Sua Haestä 2b 
dovea poi il dednare teuer coDBolta eopra il negotio di Piaceaza, il che mon- 
BJgDor dl Granvela diaee nncora poco dappoi al mio secretario, qaale gli portä 
la lettera di V. S. Dl"" per Sua MaesUi [nicht tvrhanden], soggiangsodo che 
mi havris fatto aspere, ae fosse fatta altra risolutiona circa il detto negotio. 
So mrd roa Sfondrato und Pallavicino beicAlonsen, mit der Sendung des Kuriers 80 
XU warten: inzwinchen eriiclieint aber Feiice 'i 
ror Sfondrato, um sich zu i-erabschieden, da 
<Aen Nr. 33]; ihn gibt Sfondrato Nr- 44 mi 
er iceiter. daß gestern non si fece altra co 
Siia Maeatä per buon üpatio il aignor dnca 
et monsignor d'Araa et il secretario Vargi 
nichts; erfahrt man bis morgen früh, wo Ti 
man es durch ihn melden, andernfalls hernach ei 
eigenh. Nachschrift vom Morgen des 5.: Sfondr 
speziellen Angelegenheiten zu ihm kam, an die , 
bat, Oranvella sei ihrer vxihl eingedenk: si 
sono riaolti al nostro modo o che hanno 
Neapel Carte Farnes. 744 Orig-, mit Verm« 
Cod. Trid. 111 pag. 181 sq., ohne die Nachsch 

') Der Papst und seine Umgebung toarei 
eingetroffen (Konsitlorialaklw)- 



Nr. 46: 1U7 Oktober 7. 137 

signor dnca d'ürbino per mie lettere, ad effetto, che da lui, quaV 
e instrabtissimo, V. S. Ill'°* poBsi meglio infortnarsl del tutto. 

Hör, Begaendo il gi& scritto, moiiBigiiore iV" di Trento arriTÖ 

qua alli 4 la eera, et bench^ si pensi che Sua Maestti, quale hora- Okt. 4 

i mai h asaai instmtta del vero, debba tra ae hayere deliberato ciö 

che ha da fare, ancorch^ son si sappia: aondimeno potendo pnr 

giovare ognimo, et Bpeciahnente esBO monsignor B'"^ per la buona 

grazia, qaal tiene in questa cort«, et per lerarli ogni ombra, atteso 

che pure si ha da trattare iosieine — io andai il giomo segnente 0kl- 5 

10 SU la notte a vedere Sua Signoria B"" domesticameDte, la quale 

"" "' ' 1 per man- 

\ casa, et 

appresso 

vea ricer- 

gi Ovare a 

ch'havesBe 

i mostran- 

I la virtii 

me haveo 

K) poteBse 

ii et prin- 

Granvela, okt. 6 
' audienza 

lai Bu la 
a hora di 
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tiora tarda, 
o che mon- Okt- 7 
er la vexa- 
ni diede la 
che li biso- 
Ata seco in 
r rilerire 1© 
a la copia, 
lego. per la 



136 Nr. 46: 1547 Okiober 7. 

1547 45. Sfondrato an Farnese: Der Beförderer der hüten Depeschen ist 
Okt. 7 geieten worden, diese persönlich in Born zu überbringen. Kardinal. 
Madrmzo ist in Augsburg eingetroffen; Sfondrato besuchte ihn; er 
verspricht jeglichen Beistand, Gestern wurden Madruzzo und dann 
Kardinal Truchseß vom Kaiser empfangen'^ heute endlich kam Ärras 5 
anstatt des kranken OranveUa zu Sfondrato und teilte ihm die Ant- 
wort des Kaisers (deren Substanz der Legat einsendet) mit; Sfon- 
drato ist trotz seiner geringen Erwartungen sehr enttäuscht Er sprach 
darüber mit Madruzzo und Truchseß* 1547 Oktober 7 Augsburg. 

Aus Neapel Chr. Archivio Carte Famesiane fasc. 744 Orig., mit Vermerk: 10 
ricevuU aUi 15, risposta allt 17. — Au^h Cod. Trid. 111 pag. 185—188. 
Oedruckt daraus Mazzetti, Cenni storici p. 193 — 196. 

Qaesti giomi ho scritto spesso a V. S. lU"** et quasi ogni 
settimana due volte, con la maggior parte per vie assai opportune, 
inderizzando li dispacci a Bologna in mano del Sarto^), dalli quali 15 
essa, se non altro, almeno avrk inteso gli humori di qua: et le ul- 
timo lettere foron dato all' agente del signor don Giulio d'ürbino, 
Okt. 5 quäl partl di qua alli 5'), et spero che debba giungere sino a 
Borna'), siccome ne li ho fatta instanza et ancora pregato rEcc"^^ 

Ambrogio Sarto war Postmeister (magister cursorum) in Bologna; ge- 20 
legentlich reiste er auch als Kurier. 

*) Wie Sfondrato am 4. Oktober an Farnese schrieb, verfaßte er den Bericht 
über die Audienz vom 2. am Abend desselben Tages, in der Absichty die Sendung . 
dem Kurier mitzugeben^ den Pallavicino an Ottavio zu senden gedachte. Da man 
im Begriff ist^ diesen abzufertigen, kommt aber die Nachricht che Sna Maesta 26 
dovea poi il desinare tener consolta sopra il negotio di Piacenza, il che mon- 
signor di Granvela diese ancora poco dappoi al mio secretario, qnale gli port6 
la lettera di V. S. Ulm» per Sua Maest4 [nicht vorhanden], soggiungendo che 
mi havria fattq sapere, ee fosse fatta altra risolutione circa il detto negotio. 
So wird von Sfondrato und Pallavicino beschlossen, mit der Sendung des Kuriers 80 
zu warten; inzwischen erscheint aber Feiice Tiranni, Agent Giuiios von Urbino, 
vor SfondratOj um sich zu verabschieden, da er seine Aufträge erfüllt habe [tgl. 
oben Nr. 22]; ihn gibt Sfondrato Nr. 44 mit. Im Briefe vom 4. aber meldet 
er weiter, daß gestern non si fece altra consnlta; per6 hoggi sono stati con 
Sua Maestä per buon spatio il signor duca d'Alva et monsignor di Granvela 86 
et monsignor d'Aras et il secretario Vargas; allein von Beschlossen verlaute 
nichts; erfährt man bis morgen früh, wo Tiranni reisen wird, näheres, so wird 
man es durch ihn melden, andernfalls hernach einen Kurier senden. Dazu dann die 
eigenfi. Nachschrift vom Morgen des 5.: Sfondrato hat Granvellas Sekretär, der in 
speziellen Angelegenheiten zu ihm kam, an die Zusage jenes erinnert, der versichert 40 
hat, Granvella sei ihrer wohl eingedenk: si p6 ben far coniettura o che non 
sono risolü al nostro modo o che hanno difficultä nel negotio tanto grave. 
Neapel Carte Farnes. 744 OHg., mit Vermerk risposta alli 17; Abschrift im 
Cod. Trid. 111 pag. 181 sq., ohne die Nachschrift. 

*) Der Papst und seine Umgebung waren am 30. September wieder in Rom 46 
eingetroffen (Konsistorialakten). 



Kr. 46: 1^47 Oktober 7. 137 

signor dnca d'ürbino per mie lettere, ad e£fettOy che da lui, quäl' 
e instrattissimo, Y. S. Hl™* possi meglio informarsi del tutto. 

Hör, seguendo il giä scritto, monsignore B™^ di Trento arrivö 
qaa alli 4 la sera, et benchö si pensi che Sua Maestä, qnale hora- Okt. 4 

6 mai i assai instnitta del vero, debba tra se havere deliberato ciö 
che ha da fare» ancorchö non si sappia: nondimeno petendo pur 
giovare ognnno, et specialmente esso monsignor W^^ per la buona 
grazia, qua! tiene in questa corte, et per levarli ogni ombra, atteso 
che pure si ha da trattare insieme — io andai il giomo seguente Okt. 5 

10 SU la notte a vedere Sua Signoria B™* domesticamente, la quäle 
mi dissOy presente monsignor "R^^ d 'Augusta, che non era per man- 
care al debito, quäl riconosceva verso Sua Santitä et sua casa, et 
sopra tutto a V. S. lU™*, in fare ogni offitio possibile appresso 
Sua Maestk et questi signori, soggiungendo che, se havea ricer- 

16 cato grado^), Fhavea fatto perche sapea quanto potea giovare a 
qaesti negotii, et che desiderava intendere da me quelle ch'havesse 
a fare. io schivando con buon' modo quell' oggietto^) et mostran- 
doli essere hora ü tempo nel quäle havesse da far palese la virtü 
et buon' animo suo, gli feci sapere quelle ch'io come da me haveo 

20 pässato con Sua Maestä, accioche come meglio iustrutto potesse 
toccare gh punti, quali sono molti, et publici et privati et prin- 
cipali 

Hiermattina alli 6 esso fu visitato da monsignor di Granvela, okt. 6 
qnale stette ivi buon' pezzo, et poi il disinare andö all' audienza 

26 di Sua Maestä con molta corte et pomposa, et doppoi lui su la 
sera vi ando monsignor B™^ d'Augusta, et cerca a una hora di 
notte') monsignor d'Arras mando a dire a me ch'havea da par- 
larmi per ordine di Sua Maestä; ma che, per essere l'hora tarda, 
saria venuto questa mattina, sicome ha fatto: proponendo che mon- Okt. 7 

80 signor di Granvela havea commissione di venire; ma per la vexa- 
tione delle sue gambe non potea fare Toffitio; et cosi mi diede la 
risposta di Sua Maestä, prima a bocca et poi, dicendo che li biso- 
nava parlare ex praescripto, mi lesse una scrittura portata seco in 
lingua spagnuola, la quäle voluntieri havria ritenuto per riferire le 

86 parole formali; ma dimostro non poter lassare ancora la copia, 
quäle, come mi ha detto, mandaranno al signor den Diego, per la 
Bustanza fu nel modo, quäl stä annesso a questa mia^). 



ÄMgpiüung darauf, daß Madruzzo, me erwähnt, die Stellung eines päpst- 
lichen Legaten in Deutschland erstrebte. 
40 ^ 8, vorige Anmerkung. 

>) Muia 7^l4 Uhr abends. 
*) Das Stück findet sich in Neapel Carte Famesiane 690 - mit Bandbemer- 



136 ^r. 46: 1547 Oktober 7. 

1547 45. Sfondrato an Famese: Der Beförderer der leUten Depesdien ist 
Okt 7 gebeten worden, diese persönlich in Rom zu überbringen. Kardinal 
Madrmzo ist in Augsburg eingetroffen; Sfondrato besudite ihn; er 
verspricht jeglichen Beistand. Gestern wurden Madruzzo und dann 
Kardinal Truchseß vom Kaiser empfangen'^ heute endlich kam Ärras 6 
anstatt des kranken OranveUa zu Sfondrato und teilte ihm die Ant- 
wort des Kaisers (deren Substanz der Legat einsendet) mit; Sfon- 
drato ist trotz seiner geringen Erwartungen sehr enttäuscht. Kr sprach 
darüber mit Madruzzo und Truchseß, 1547 Oktober 7 Augsburg. 

Aus Neapel €hr, Archivio Carte Famesiane fasc. 744 Orig., mit Vermerk: 10 
ricevuta alli 15, risposta alli 17. — Auch Cod. Trid. 111 pag. 185—188. 
OedrvM daraus Mazzetti, Cenni storici p. 193 — 196. 

Questi gioi-ni ho scritto spesso a V. S. lU"* et quasi ogni 
settimana due volte, con la maggior parte per vie assai opportune, 
inderizzando li dispacci a Bologna in mano del Sarto^), dalli quali 15 
essa, se non altro, almeno avrä inteso gli humori di qua: et le ul- 
timo lottere foron date all' agente del signor don Giulio d'Urbino, 
Okt 5 quäl parti di qua alli ö^), et spero che debba giungere sino a 
Borna'), siccome ne li ho fatta instanza et ancora pregato TEcc"^^ 

Ambrogio Sarto war Postmeister (magister cursorum) in Bologna; ge- 20 
legentlich reiste er auch als Kurier. 

*) Wie Sfondrato am i. Oktober an Famese schrieb, verfaßte er den Bericht 
Über die Audienz vom 2. am Abend desselben Tages, in der Absicht die Sendung . 
dem Kurier mitzugeben, den Pallavicino an Ottavio zu senden gedachte. Da man 
im Begriff ist, diesen abzufertigen, kommt aber die Nachricht che Sna Maestä 25 
dovea poi il deainare tener consalta sopra il negotio di Piacenza, il che mon- 
signor dl Granvela diese ancora poco dappoi al mio secretario, qaale gli port6 
la lettera di V. S. Ulm» per Sua Maestä [nicht vorhanden], soggiangendo che 
mi havria fatto sapere, ee fosse fatta altra risolutione circa U detto negotio. 
So wird von Sfondrato und Pallavicino beschl4)ssen, mit der Sendung des Kuriers 80 
zu warten: inzwischen erscheint aber Feiice Tiranni, Agent Giulios von Urbino, 
vor Sfondrato^ um sich zu verabschieden, da er seine Aufträge erfüllt habe [vgl. 
oben Nr. 22]; ihn gibt Sfondrato) Nr. 44 mit. Im Briefe vom 4. aber meldet 
er weiter, daß gestern non si fece altra consulta; per6 hoggi sono stati con 
Sua Maestä per buon spatio il signor duca d'Alva et monsignor di Granvela 85 
et monsignor d'Aras et il secretario Vargas; allein von Beschlüssen verlaute 
nichts; erfährt man bis morgen friih, wo Tiranni reisen wird, näheres, so wird 
man es durch ihn melden, andernfalls hernach einen Kurier senden. Dazu dann die 
eigenh. Nachschrift vom Morgen des 5.: Sfondrato hat Granvdlas Sekretär, der in 
speziellett Angelegenheiten zu ihm kam, an die Zusage jenes erinnert, der versichert 40 
hat, Granvella sei ihrer wohl eingedenk: si p6 ben far coniettura o che non 
sono n'solti al nostro modo o che hanno difficultä nel negotio tanto grave. 
Neapel Carte Farnes. 744 Orig., mit Vermerk risposta alli 17; Abschrift im 
Cod. Trid. 111 pag. 181 sq., ohne die Nachschrift. 

') Der Papst und seine Umgebung waren am SO. September wieder in Bßm 45 
eingetroffen (Konsistorialakten). 



ISlT. 45: 1547 Oktober 7. 137 

signor duca d'ürbino per mie lettere, ad e£fetto, che da lui, quäl' 
e instrattissimo, Y. S. Hl™* possi meglio infonnarsi del tutto. 

Hör, seguendo il giä sc^itto, monsignore B™® di Trento arrivö 
qna alli 4 la sera, et benche si pensi che Sua Maestä, quäle hora- Okt. 4 

b mai 6 assai instarutta del vero, debba tra se hayere deliberato ciö 
che ha da fare, ancorche non ei sappia: nondimeno potendo pur 
gioTare ognnno, et specialmente esso monsignor W^^ per la buona 
grazia, qnal tiene in questa corte, et per levarli ogni ombra, atteso 
che pure si ha da trattare insieme — io andai il gionio seguente Okt. 5 

10 SU la notte a vedere Sua Signoria B™* domesticamente, la quäle 
mi disse, presente monsignor B,^^ d 'Augusta, che non era per man- 
care al debito, qua! riconosceva verso Sua Santitä et sua casa, et 
sopra tutto a V. S. lU™*, in fare ogni offitio possibile appresso 
Sua Maestk et questi signori^ soggiungendo che, se havea ricer- 

15 cato grado^), Thavea fatto perchö sapea quanto potea giovare a 
questi negotii, et che desiderava intendere da me quelle ch'havesse 
a fare. io schivando con buon' modo quell' oggietto^) et mostran- 
doli essere hora il tempo nel quäle havesse da far palese la virtü 
et buon' animo suo, gli feci sapere quelle ch'io come da me haveo 

20 pässaio con Sua Maestä, accioche come meglio instrutto potesse 
toccare gli punti, quali sono molti, et publici et privati et prin- 
cipalL 

Hiermattina alli 6 esso fu visitato da monsignor di Granvela, okt. 6 
quäle stette ivi buon' pezzo, et poi ü disinare andö all' audienza 

26 di Sua Maestä con molta corte et pomposa, et doppoi lui su la 
sera vi andö monsignor W^^ d'Augusta, et cerca a una hora di 
notte') monsignor d'Arras mandö a dire a me ch'havea da par- 
larmi per ordine di Sua Maestk; ma che, per essere l'hora tarda, 
saria venuto questa mattina, sicome ha fatto: proponendo che mon- Okt. 7 

80 sigDor di Granvela havea commissione di venire; ma per la vexa- 
tione delle sue gambe non potea fare Toffitio; et cosi mi diede la 
risposta di Sua Maestä, prima a bocca et poi, dicendo che li biso- 
nava parlare ex praescripto, mi lesse una scrittura portata seco in 
lingua spagnuola, la quäle voluntieri havria ritenuto per riferire le 

85 parole formali; ma dimostro non poter lassare ancora la copia, 
quäle, come mi ha detto, mandaranno al signor don Diego, per la 
Bustanza fu nel modo, quäl stä annesso a questa mia'). 



•) Anspielung darauf, daß Madruzzo^ wie erwähnt^ die Stellung eines päpst- 
lichen Legaten in Deutschland erstrtkte. 
^0 2) g^ vorige Anmerkwng. 

') Etwa 7^14 Uhr abends. 
^) Das Stück findet sich in Neapel Carte Famesiane 690 • mit Bandbemer- 



138 ^r* ^^' 1^47 Oktober t. 

lo invero, come ho accennato piü d'una volta a V. S. III"». 
pensai bene che dovessero dare risposta poco satisfattoria; ma non 
ho stimato che havesse da essere tele; et perö io prima ricercai da 
monsignor d'Aras, qual era quella informatione, che pretendea Saa 
llaest-ä ricevere di piü in questo caso, poich6 havea inteso la rela- 5 
tione deir agente di don Ferrante con quelle ch'haveamo detto et 
con la chiara evidentia del fatto. al che mi rispose che forsi Sua 
Maestä espettava de intendere pi& oltre, perö ch'esso non potea dir 



kungen, anscheinend von Mignanellis Hand, und im Duplikat ohne die Bemerkungen 
(auch Cod. Trid. Hl pag. 188) unter der Aufschrift Risposta fatU per Sua 10 
Maestä a monsignor Bfl^^ legato circa le cose di Piacenza. Der Wortlaut iH: 
risponde di nuovo esserli dispiaciuto il caso per rispetto di Saa SantitäJ et 
specialmente del cardinale Famese et del duca Ottavio et de Madama sua 
figliuola; per6 che al far provisione in tal caso, oltre che si hanno da consi- 
derare le raggioni quali hanno mosso don Ferrante a procedere, come ha fatto 15 
[am Rande: don Ferrante non pu6 haver.ragioni di levar Piacenza al signor 
duca OttavioJ, et da Taltra parte il rispetto delli predetU et il parentado 
conviene a Saa Maestk mirare bene all* authoritk sua imperiale et alla quie- 
tudine d'Italia [am Bande: Tautoritä del imperio mira al petitorio et la quiete 
d'Italia al sicurarsi respetto a Franza/ et poich^ sopra qneste cose sarii sufHci- 20 
entemente informata, si contentark che si communichi con Sua Santitä [am 
Bande: quando sark informata? quando si communicarä? come si puö üdsiefj 
et che fra tanto ordinark a don Ferrante che non proceda pid oltre, mentre 
che dair altra parte si faccia il medemo, et specialmente per havere inteso 
che gik in Italia et de fuora si tentano pratiche in contrario [am Bande: 25 
offitii di maligni per difficultar il negoUoJ, il che Sua Maestk dice non voler 
credere per qnello che il cardinal Farnese ha promesso all* ambasciator suo 
in Roma, et per la sommissione qua! ha dimostrato il duca Ottavio. perö 
quando comprendesse forsi altramente, non potria mancare de fargli Toppor- 
tune provisioni [am Bande: le provisioni opportune son' facili ad intenderej. 80 
Vgl. was hierzu Sfondrato am 6. (vielmehr 7.) an Maffeo schreibt^ gegen den er 
sich, icie er äußert, freier auslassen kann: assai si pu6 comprendere per la ris- 
posta deir imperatore quelle che havemmo gik pensato, come questi di qua 
non solo vogliono essere espettati, ma pensano di ponervi il freno, perchö 
facciate a lor modo in tutte le cose grandi che hora occorrono, con un disegno, 85 
se voi farete altrimente (come molti credono et desiderano), in tal caso essi 
habbiano qualche piü colore di ritenere qnello che k tolto, e tentar piü oltra! 
Am schmerigsten liegt die Konzilssache: die dauernde Untätigkeit der Bologneser 
Versammlung wird ebenso befremdlich erscheinen^ wie ihre gänzliche oder teilweise 
Abberufung präjudizierlich sein würde, wogegen il procedere delle determinazioni 40 
con la pendentia di questa dieta non solo dk loccasione (quäle molti ricercano) 
di rottura per il rispetto sopradetto, ma ne provoca tutta questa generazione 
non tanto dei Protestant! quanto dei Catholici, li quali, come ho scritto altre 
volte, si vedano in questo teodere ad un segno et per loro inclinazione et 
per rispetto di Sua Maestk. Cod. Trid. 111 pag. 188 sq. — Femer SfondreUo 45 
an Maffeo am 8., die Lage sei recht bös: fatigandosi con gran difficnlti di 
rimediare a un gran male, ci h sopragiunto un*altro si molesto, tanto peggiore 
quanto che non conviene con la cura del primo. Cod. Trid 111 pag. 189. 



Ntt. 45— 46: 1547 Oktober 7—8. 139 

altro che riferire ; ma non omettendo io di eccitarlo li domandai 
che volea dir quella parte: che Sua Maestä si contentaria poi, che 
si communichi con Sua Santitä? et esso rispose che 86 intendea 
el trattare con Sua Beatitudine sopra il negotio di Piacenza. et 

5 finalmente, stimolato da me, disse che havendo io detto a Sua 
Maestä nell* audienza come io parlavo da me senza commissione di 
Sua Santitä» era parso a Sua Maestk non procedere altramente, per 
non perdere senza guadagno'). alla quäl cosa io replicai che 
io haveo detto il vero di non havere commessiöne, ma che ritro* 

10 vandosi Nostro Signore spagliato et ingiuriato et tutto esser' in 
mano di Sua Maestä, conveniva ch'essä, a fare Toffitio debito, fosse 
queUa che prima mostrasse Tintention sua, sicome altre volte haveo 
gik detto ad esso monsignor et a monsignor di Oranvela et a Sua 
Maestä istessa. nel che non puoti cavare altro salvo il ritomare alla 

16 prima proposta, ch'esso non havea da far altro offitio che di rela- 
tore prescripto. 

Doppoiche fu partito, andö a desinare con monsignor di Trento, 
dove era ancor monsignor d ' Augusta, et ad ambi, come io intendo, 
moströ la detta risposta scritta, et monsignor d'Augusta mi ha 

20 fatto dire quelle . che riporto in Taudienza d'hieri da Sua Maestä, 
non differente a ciö che fu detto a me et al signore Sforza. 

Da Augusta alli 7 di ottobre 1547. Okt ? 

46, Sfondrato an Famese: Hat sich über den kaiserlichen Bescheid 1547 
bei Verschiedenen beklagt. Madruzzo läßt besseres hoffen; auch Okt. 8 

25 OranveUas Äußerungen gegen Mignanelli deuten eine gewisse Wendung 
an entscheidender Stelle an; es scheint eine vermittelnde Tendenz 
aufzukommen, PaUavicino ward von Qranvella auf Abwarten ver- 
tröstet. Kurfürsten und Fürsten haben sich zum Kaiser begehen^ 
wohl wegen Beantwortung der Proposition; der Witte des Kaisers 

30 scheint am Reichstag durchaus der maßgebende zu sein und zu 
bleiben. 1547 Oktober 8 AugAurg. 

Aus Neapel Gr. Archivio Carte Farnesiane fasc. 744 Orig., mit Kanzlei- 
vermerk risposta alli 17. — Amh Trient Bibl. cit\ cod. 111 pag. 141—148. 
Gedrttckt daraus MazzettU Cenni storici l c. pag. 196 — 198. 

85 Sino che questo benedetto corriere si parti ^), non [si ?] mancarä mai 

^) Der Kaiser kdU diesen Gesichtspunkt auch selbst am Ende der Mitteilung 
hervor, die er, wie angeführt am 7. Oktober Diego Mendoza Ober die Verhand- 
lungen mit Sfondrato und Pallavicino machte: Maurenbrecher a. a. 0. S. 12^ (se 
le ha respondido que, como el ha dicho qoe no tiene comision de Sa Santi- 
40 dad para hablar en este negocio, no habia para que estendersi mas con el). 

^} Sfondrato verfaßte auch am Morgen des Tages (8. Oktober) einen Bericht 



140 ^r. 46: 1547 Oktober 8. 

d'aggiungere qualche cosa al gik scritto, et a me pare ben d'avvisare 
cio che occorre, a causa che Sua Santitk possi znegh'o disponere. 

lo mi sono doluto con tutti quelli che fanno a proposito, della 
fonna di 4ne8ta risposta a me dat« et ne mostrai le ragioni, et il 
medemo ho fatto caldamente con monsignor B°^ di Trento, quäle 5 
poco fa i stato da me. al che mi rispondono, la causa essere stata, 
come giä ho scritto, per non havere io parlato di commissione di 
Nostro Signore. et detto monsignor R"®, quäl hieri parlö lunga- 
Okt. 7 mente un* altra volta cön Sua Maestk et dice haver fatto gagliar- 

dissimo offitio, mi afferma haver trovato miglior animo in lei che 10 
non si vede in la scrittura, et il medemo ha accennato monsignor 
di Granvela parlando con monsignore Mignanello^). et di piü Sua 
Signoria B™* mi dice haver visto una lettera a don Diego, nella 
quäle ha pur compreso qualche inclinatione spetialmente verso Y. S. 
111™*'), aggiungendo ancora, che fra tre o quattro^) giomi si affati- 15 

a) Cod. Tri(L dae o tre atait tre o quattro. 
an Famese (s. die folgenden Anmerkungen); er bemerkt dort zu Anfang^ der Über- 
bringer der Depeschen vom 7., ein Edelmann des Fürsten txm SalemOi der gestern 
nach Neapel abreisen sdlie, werde hier zurückgehalten, bis der Kurier des Kaisers 
(mit dem vom 7. dauerten angeführten Sdireiben an Mendoza) abgefertigt worden 20 
sei. Neapel, Carte Farnes. 744 Orig-i mit Kanzleivermerk ric. a 15, risp. a 17; 
auch im Cod. Trid. 111 pag. 189—141. 

1) Hiersera giunse monsignor Mignanelli — schreibt Sfondrato im Briefe 
der vorigen Anmerktmg — , non espettato da me, perchö, secondo che gpk ho 
scritto a quella (s. o. zu Nr, 44, wo auch Über die Reisestationen Mignanellis), 2b 
non vi era avviso del venir suo, salvo qaeUo che incertamente disse il secre- 
tario di monsignor Rmo di Augusta. hora, fährt Sfondrato fort, hayendo esso 
monsignore communicato meco la commissione sua et li brevi che porta (vgL 
oben 8. 116 Änm. 1), parmi che sia al proposito la venata sua, da ihm gegenüber ja 
der Kaiser nicht die Ausflucht gebrauchen könne, es liege kein Auftrag twn Papste* 80 
vor. — Mignanelli schrieb übrigens auch selbst bereits am 8. : in questo poche höre 
che io sono stato qui, mi par vedere che la restitutione di Piacenza si riduce 
in negotiatione, che vuol dire longheza, et che monsignor Rmo di Trento in 
questa corte et il signor don Diego a Roma saranno bnoni instnimenti a 
scoprire qualche desiderio di Sua Cesarea Maesta per venire allatto deUa 85 
restituzione, il quäle forse non si diria n^ di Sua Cesarea Maestä nh da mon- 
signore de Granvela. Er werde, schreibt M. weiter, bald auf Audienz beim 
Kaiser in Gegenwart des Legaten aniragen, wobei sie dann hoffentlich qualche 
principio di bene entdecken würden. Neapel Carte Farnes. 690 (bildet den Schluß 
zum Orig. der Depesche Mignanelli s vom 4. November; vgl. die Stückbeschreibung 40 
von Nr. 61). 

') Diese Angabe findet ihre Bestätigung im angeführten Briefe des Kaisers 
an Don Diego Mendoza vom 7. nicht; hier wird des Kardinals Famese überhaupt 
nicht gedacht^ sondern nur Ottavios, von dem der Kaiser sagt que por cierto nos 
le amabamos j . . . nos habiamos hallado siempre y hallabamos muy bien satis«' 46 
fecho de su persona {nämlich in der hier wiedergegebenen Antwort Karls an - 
Sfondrato). 



Nr. 46: 1547 Oktober 8. 141 

caiä di oavare qualche lume delli disegni di qua: il che come da 
me gli ho coufortatoy perseverando in dirli che da Nostro Signore 
non conviene aspettare che proponga aliro che la restitutione: di 
modo che quanto piü si va innanti, mi confermo in la opinione 
5 qnale ho giä scritta questa matina in fin della lettera*). et cosl 
si Btarä a vedere cio che riesce . . . 

n signor Sforza hoggi ha parlato ancora con monsignore di 
Granvela, qaal ha servato il tenore conforme con lassarli baona 
speranza et dire che Roma non si fece in un' tratto, advertendolo 
10 che dal canto buo non si facesse cosa che interrompesse. io ho 
laadaio ad esso signor Sforza che disspacciasse il corriere giä pre- 
parato, per avvisare TEccellentia del signor duca Ottavio almeno 
di quella ultima parte della risposta sopra la soprasedentia, perchä 
tocca piu a lei particolarmente che altra. 

15 Questa sera gli elettori et, secondo mi & detto, ancora gli 

prencipi sono andati a Sua Maestä, n6 so precisamente Teffetto, ma 
penso si sia per la risposta della propositione della dieta, nella 
quäle si vanno Tuna parte et Taltra accostando al volere di Sua 
Maest^ sicome stimo che faranno finalmente'). 

20 D'Augusta alli 8 di ottobre di notte 1547. Okt. 8 



I) Et perch^, besagt der bezügliche Passus in der anderen Depeschtt V. S. sappia 
il tutto, veogano da me alcuni de mezo et mi dicano ch' in questo negotio 
sari« bene trattar qualche partito di accommodarlo. io li dimostro che n6 io 
ho ordine in questo nö st ha da credere che Sna Beatitudine debba commettere 

25 altro che il richiedere la restitutione di Piacenza; et se pur Sua Maestä ha- 
vesse qualche disegno, essa, qnal tiene in mano, havria da farsi intendere. 
il che non mi sanno negare essere conveniente ; ma che Sua Maestä nh soi ministri 
non scopririanno questa via. et par si vede che a teuere il detto modo h 
bisogno che o essi Io dichino o Io faccino scoprire per alcuni mezzi de quali 

80 si fidino. Darwnter die eigenh. Nachschrift: et per dir anchor quello ch*io non 
so, ma mi pare di sognarmi, forsi si mira qua di far cascar tal pratica in 
mano di Trento. — Daß fxm Vermittelung geredet wurde, zeigt auch der Bericht 
des EsUnaüeken Gesandten Erzbischofs von Santa Severina vom 7.« wonach er nicht 
glaübU daß Piacenza restituiert werde; wohl aber sei denkbar, daß der Kaiser 

85 irgendwelche Kompensation (ricompensa) gewahren werde. Modena l. c. Q-er- 
mania Orig. 

') Gleichzeitig, am 8,, berichtet der B. von Forli: der Kaiser scheint den 
Beiehztag in Kürze beendigen zu wollen; heute gehen die Kurfürsten zu ihm, um 
sith mit ikm zu verständigenf perchö s'ä scoperto che la dieta andava zoppa per 

40 la mala dispositione degl* elettori catholici Infirmati et corrotti dal legato sotto 
spetie di bene. nondimeno sonno stati advertiti del inganno et Io conoscano, 
talch^ le cose passeranno voüvamente, havendo Mauritio oltre a questi fatto 
intendere non voler deviare dalla mente di Sua Maestä in ricompensa di cosi 
buono offitio. Weiter Ober Sfondratos Enttäuschung aus Anlaß der Antwort des 

45 Kaisers in der Angelegenheit von Piacenza; dann ilber Sforza Pallavicino, der noch 



142 Nr. 471 1B47 Oktober 18. 

154? ^"^^ Farnese an Sfondraio: FigtAeroa ist gehört worden und kehrt mit 
Okt. 13 Briefen des Papstes und Farneses an den Kaiser zurück; seine Auf-- 
träge enttäuschten freilidi die Kurie^ die andererseits aus Sfmidratos 
letzten Depeschen wieder Hoffnung schöpft Mit Ferrante Oomaga, 
dessen Streif zügen Ottavio nicht hat entgegentreten wollen^ ist ein ein- b 
monatlicher Stillstand geschlossen; Ottavio, der nach Rom gekommen 
istj würde gern zum Kaiser gehen, doch rät Mendoza, noch weiteres 
vmi diesem abzuwarten. Sfondrato soll den Gerüchten von heimlichen 
Rüstungen der Päpstlichen entgegentreten; man tut nur das aUer- 
notwendigste» 1547 Oktober 13 Rom. 10 

Au8 Neapel Orande Archivio Carte Famesiane fasc. 708 korrigiertes (zu- 
iceilen sdncer leiterliches) Konzept 



Okt. 
10. 11 



Don Giovanni Figueroa, gentilhuomo della bocca di Sua Maestk ^)^ 
giunse qui alli 10 et poi alli 11 hebbe audientia da Nostro Signore 
in presentia del signor don Diego'), la quäle non contenne altro 16 
in sustantia che presentar una lettera scritta da Sua Maestä di 
condoglianza, confortandola a tolerare questo sinistro caso con pru- 
dentia et patientia. et di bocca parlo nel medesimo tenore senza 
toccare piinto della restitutione di Piacenza. il quäl* officio, ancora- 
chö si aspettasse pe'l desiderio nostro accompagnato di alcuna in- 20 
tentione confonne al dovere, h stato nondimeno gratissimo a Sua 
Santitä, di che per un breve apparte ringraüa la Maestä Sua per 
risposta di detta lettera'), et io similmente per una mia risposta a 

hier bleibe nh s'intende altro df lui so non che aspetta el re di Romani, la 
cui partita si differisce sin* alli 12 . . . et forse verrk qua a cose fatte, 26 
perchö qui si soUecita molto ogni speditione, et dopo il ritorno di Baviera Sua 
Maestä s'^ posta a bottega, dando ogni giorno audientia hör* a questo, hör' a 
quello. Fl&renzy Cod. Medic. 4804 f. 212 »b. — Was diesen BericfUen zugrunde 
liegty ist der Umstand, daß am 8. Oktober abends Kurfürsten und Fürsten ihre 
Antworten auf die kaiserliche Proposition übergaben; Beutel^ Interim 8, 21 nacJt 80 
einem Bericht der Frankfurtischen Gesandten; die Aktenstücke bei Sastraw II 
8. 125 w. 135, Von den Machinationen Sfondratos bei den katholischen Kur^ 
forsten ist sonst nichts bekannt 

Über seine Sendung an den Papst s. o. Nr. 42. Der Durchreise Figueroas 
durch Bologna am 6. Oktober gedenkt Massarelli, ed* Merkte pag. 729. Nach 86 
einem Schreiben der Legaten vom 6 xoar Figueroa, wie er Marone mitgeteilt, in 
Piacenza sowie in Parma bei Ottavio gewesen, den er im Namen des Kaisers con 
molte bone promissioni getröstet hatte. Arch, Vat, Carte sciolte senza indi- 
cazione (Famesiane) Orig. 

^ Mendoza erwähnt diese Audienz kurz in seiner Depesche vom 16, Oktober 40 
(im Anhang). 

*) Breve vom 13. Oktober: Der Papst dahkt dem Kaiser für seine Teilnahme 
wegen des Mordes Pierluigis, ioorin er sich dem göttlichen Willen unterwirft, 
Arch. Vat», Armar. 41 vol. 40 Nr. 770 Minute. 



Nr. 47: 1647 Oktober 18. 143 

una simile di Sua Maestä^), rimetteudomi al predetto don Giovanni, 
ü quäle ritomandosene hora, come fa, in diligentia mi dk occasione g . ^^ 
di accusare la ricevuta delle lettere di V. S. ß™* di 25, 27 et pennl- ^7. 29 
timo del passato^). le quali tutte ci hanno recato non piccola con- 

6 solatione et speranza di vedere presto qualche baon fine a questi 
miei travagli, e cosi piaccia a nostro signore Dio! nä occorre farli 
per hora altra risposta se non che ringratiar quanto posso la 8. Y. 
B"^ della molestia che ha sentito per questo caso, et della soUi- 
citndine che osa in beneficio nostro ... 

10 Dal signor Sforza Pallavicino haverä inteso come fino al suo 
partire da Parma il signor don Ferrante prooedeva con ogni modo 
di guerra scoperta in pigliar et dimandare altri castelli; a che se 
bene il duca haveria potato forse remediare^ non ha perö voluto 
mai rompere, anzi di continuo ha ricercato et pregato Sua Eccel- 

16 lenza a volersi abstenere dal offendere piü oltre, fino a tanto che 
venisse la risposta di Sua Maestä. et io ho sentito parte del danno 
per essermi stato abbrugiato il monasterio di Fontevivo, et con 
tutto che siano stati piü yolte su paptiti, non s*6 potuto mai impe- 
trar una Suspension d*arme, excetto che ultimamente con grande 

20 disavantaggio de mio fratello et per un mese solo . • . 

Hora la cosa stä cosl che essende successa la Suspension delle 
armi per un mese ... il duca e venuto qua per le poste sl per 
consolare et visitar nostra madre e sorella et Madama, come per 
dar conto di tutto a Sua Santitä ... et anche con animo di venire 

25 a Sua Maestä, se cosi paresse a Sua Beatitudine, la quale se ne 
saria contentata volentieri che partisse subito, se il signor don 
Diego non fusse stato di parere che si aspetti prima aviso dalla 
Corte. COSI esso se fermarä qui quattro o 6 giorni et poi se ne 
tornark a Parma, se per6 in questo mezzo non viene cosa che lo 

30 Ebenfalls wm IB. Oktober^ Konzept in Parma Carteggio Farnesiano. 

Famese dankt für den durch Figueroa ihm Hberbrachten kaiserlichen Troatbriefy 
der mi ba dato ferma speranza che Vostra Maestä per la grandezza dell' animo 
sno et per la giastitia debba rimediare alla indemnitä del duca mio fratello, 
suo genero et devotissimo servitore, et havere respetto alla fedele et devota 

35 servitü di casa nostra et alla etä et dignitä di Sua Beatitudine tisw. Gleich' 
zeitig schrid} Famese auch an Kardinal Trucliseß auf dessen Trostbriefe vom 
15. und 30, September; er dankt ^ hätte freilich erwartet zu Iiören, daß Truchseß. 
etfcas aiusgeriehtet ; er bittet^ dieser möge vor allem verhüten^ che con il danno non 
veniamo aoche denigrati nell* honore, assicurando ciascuno che siamo sempre 

40 verso la Maestä Sua quelli che dovemo. Ähnliche Dienste erhofft Famese von 
Alba und Granvella, poich^ si sono mostraü cosi pronti a beneficio nostro, 
come V. S. Rni» scrive (vgl. auch Mignanellis Bericht Nr. 48). Konzept in 
Parma l. c. 

>) Nr. 42, die Depesche von 8. 126 A. 2 und Nr. 43. 



144 ^nr. 47-48 C1547 Oktober 18—14. 

faccia mutar proposito, con disegno di seguir poi il viaggio per la 
Corte da Parma, proprio quando sia giudicato expediente. 

Non') voglio lassar di dire a Y. S. B°^ che in questa nostra 
adversitä 6 concorso gran numero di amorevoli ad offerirsi, cosa 
che forse in apparenza ha dato da sospicar ad altri che l'homo 5 
andasse ad altro • . . che di sperare nella dementia di Sua Maestä, 
come facciamo nnitamente . . . , affine che se V. S. It°^ intendesse 
cofiti farsi qualche sinistra informatione^), la possa rispondere con 
la veritk, perchä in effetto qui non se i fatto altro che tener mille 
fanti per guardia di Borna mii Rücksicht auf die mit Don Ferrante 10 
verschwägerten Colonnesij trovandosi questa cittä pur troppo admo- 
nita dal exempio del insulto fatto da quella fattione tant* anni sono. 
tuttavolta Dio gratia ogni cosa stä quieta et speriamo che con la 
gratia di Sua Maestk tutto passerä di bene in meglio^). 
13^(17) ^^ ^^^ alli 13 di ottobre, dupplicato ai 17. 18 

154? 48. MignaneUi an Farnese: Matte am 9. Audienz beim Kaiser ru- 
Okt 14 sammen mit dem Legaten wegen Piacenea; der Kaiser beteuert, kein 
fremdes Out bu erstreben; verweist für die Antwort auf Oranveüa. 
Es folgten weitere Verhandlungen und Besprechungen mit Arras^ 
GfranveUa, Alba. Bei Hof redet man davon^ daß Infant Philipp und ^ 
Infantin Maria, die künftige Braut des Erzherzogs Maximilian, nach 
Neapel gdien würden und daß Pietro Strozzi in Piemont Werbungen 
veranstalte. Der Kaiser hatte Beratungen mit Oranveüaf dieser mit 
Madruzzo, dem Beichtvater, Alba, Arras^ dem Komtur Figueroa] 
endlich teilte Oranvella den Besc/ieid des Kaisers mit, daß dieser, bis 25 
Juan Figueroa zurück und Nachricht von Mendoza da sei, keine 
weitere Anttvort geben könne, mit Hindeutung auf beunruhigende 
Rüstungen auf päpstlicher Seite. MignaneUi bedauert das Ergebnis. 
Oegen Pierluigi werden weitere Bezichtigungen erhoben. 1547 Ok- 
tober 14 Augsburg. 30 
Am Neapel Qrande Archivio Carte Farnesiane fasc. 690 Orig. 

a) Im folgenden i$t niehi aUe» mit voUer Deuüiehkeit tu leeen. 

>) Vgl zu Nr. 48- 

') Man glaubte an der Kurie doch noch, daß der Kaiser, mindestens unter 
gewissen Kauiden^ Piacenza zurückgehen werde. Vgl. die hei de Leva IV, 373 — 375 85 
angeführten Schreiben Maffeos an Cervini vom 8, und 14. Oktober, Orr> in Florenz 
Carte Cerviniane 20 foll. 144-146, 147; im letzteren werden die Konzilslegaten 
um ihre Meinung befragt, ob man die Rückgabe der Stadt annehmen solle, falls 
der Kaiser die Festung behalte: auf der einen Seite wäre ein Bruch mit dem 
Kaiser für die Kurie zur Zeit höchst bedenklich, auf der anderen aber würde man 40 
durch Annahme der kaiserlicfien Bedingungen sicJi in Abhängigkeit vom' Kaiser 
versetzen und Überdies: si toglie in ogni occasione che potesse nascere la spe- 
ranza a Francesi et Venetiani di colligarsi con Sua SantiUL usw. 



Nr. 48: 1647 Oktober U. I45 

Alli 9 molto al tardi monsignor ß™** 111"® legato et io havemmo Okt, 9 
audientia da Sua Cesarea Ma^stä et monsignor d'Aras venne a 
levare Sua Signoria R"» di casa et fummo auditi con molta benig- 
nitk. io esposi il fatto con tatte queUe circunstantie c'havevo In- 
fi teso a Perugia et ch'alli 8 scrissi alla S. V. Hl™* 11™» per il Okt. 8 
corriere che mandö a Parma il signor Sforza Palavisino, et della 
lettera mando hora il dupplicato *). et oltre a questo nella mia 
propositione andai toccando tutti li luoght principali del breve diretto 
a Sua Maestä Cesarea*), la copia del quäle a me ha servito per 

10 insti-utione, et dimandai in nome di Nostro Signore la restitutione 
di Piacenza et il gastigo contra i coniurati secondo la conclusione 
del breve*). doppoi pregando Sua Maestä che pigliasse ogni cosa 
in bene, mi dolsi gravemente della risposta data a monsignor 
legato . . . , supplicandola che mettesse se in luogo di Sua Beatitu- 

15 dine et consegliando di nuovo il negotio desse quella risposta a 
me ch*ella desideraria che fusse data ad un' suo ministro in simir 
casi, et conforme a questo si scrivesse ancora al signor don Diego, 
talmente che Sua Beatitudine, V. Hl™* et ß™» S. et il signor duca 
Ottavio restassino consolati et Nostro Signore vedesse haver' ben' 

20 coUocata la speranza di sua casa 111™* in Sua Cesarea Maestä. 

La risposta fu in sustantia che inteso il caso Sua Maestä se ne 
dolse molto et mando gPawisi, che vennero successivamente a mon- 
signor B™® legato, che don Ferrante diceva essere intrato in Pia- 
cenza, perche altrimenti li coniurati rhavrebbeno data ad altri, li 

26 quali coniurati eranp piii potenti in Piacenza che li ministri di Sua 
Maestä, et che havendola data ad altri Sua Santitä non havria 
havuto speranza di ricuperarla. confessö molto esplicatamente che 
li suoi erano intrati troppo presto, non vedendosi piü che tanto 
vicino il pericolo de dar ad altri quella cittk; che Sua Maestä non 

80 voleva cosa alcuna di quel d'altri*). et perchfe io nel discorso 
havevo detto della fama nata in Italia che Sua Maestä pigliava 
l'arme contra la sede apostolica, conforme puntualmente a quel che 
dice il breve*), Sua Maestä rispose che non faria guerra non sola^ 

*) Das Duplikat fehlt; wegen des Originals s. zu Nrr, 46 und 61. 
85 «) Vgl. oben zu Nr. 38. 

5) Tua Majestas — Jieifit es a. a. 0. — providere velit ut ipse Ferrantes 
Placentiam duci Octavio restituat et quaatuin in eo fuerit dicti Petri Aloysii 
ducis necem Tuae Majestatis auctoritate pro justitia et dictae sedis hoDore 
ulciscatur. (Raynaldus l. c § 110.) 
40 *) Dm gleiche versicherte der Kaiser damals sehr emphatisch dem venetiani- 

sehen Gesandten Mocenigo: Yenet. Depeschen vom Kaiserhofe II S. 859, S, 

*) Der Wortlaut ist: . . . secutumque est (auf die Einnahme von Piacenza) 
ui io tota fere Italia rumor percrebruerit, Majestatem Xuam contra nos et 
sedem apostolicam arma mov^isse. 

Nuntifttnrberichte, erste Abteilanfif, Bd. X. 10 



146 Nr. 48: 1547 Oktober 14. 

mente a Sua Santitä, ma nö ad alcan' altro christiano. et perchö 
havevo pregato molto di celere espeditione, mi rimise a monsignor 
di G-ranyela; nö si mancö proponendo et repplicando dire tutti quei 
luoghi, per li quali se vede manifestamente che ministri di Sua 
Cesarea Maestä furono conscii del trattato. 5 

Okt, 10 Alli 10 andai da monsignor d'Aras et ragionammo lungamente, 

nö si potö far' altro che riportarsi alU audientia di monsignor di 

Okt 11 Qranvela, la quäle hebbi alli 11 nanzi pranzo. et quanto al negotio 
deDa restitutione di Piacenza mi promise d'abracciarlo et incami- 
narlo per quanto sarä in sua mano a benefitio del signor duca 10 
Ottavio. 

II medesimo giorno delli 11 al tardi fui dal signor duca d'Alva, 
nel quäle a me parse vedere una buona voluntä di far offitio con 
Sua Maestä et un' sincero amore verso V. 111™' et B"» S. et il 
signor duca Ottavio, con desiderio di farli piacere. et Toppinione 15 
di Sua Eccellentia et del padre confessore sarebbe che Nostro 
Signore non si maravigliasse, se Sua Cesarea Maestä non restituisse 
cosi subito quella cittä et per la tarditä solita in tutti li negotii et 
per le circumstantie del negotio in se. 

Due cose si dicanb nella corte: Tuna che finite le Corti di 20 
Spagna il principe potria passar nel regno di Napoli con la sorella 
Infante, la quäle apertamente e molto desiderata per donna dal prin- 
cipe Massimiliano '). Taltra e che'l signor Pietro Strozi 6 in Pia- 
monte con 30 capitani, et se non e vero, si scrive per dar gelosie 
et impedimenti al negotio ch'io tengo in mano. 26 

II medesimo giorno delli 11 monsignor di Granvela ando dalla 
Okt, IL Cesarea Maestä, come mi haveva promesso, et aUi 12 mandai da 
^ Sua 111°^' Signoria per havere audientia et resolutione del negotio, 
et mi fece intendere chel giorno sarebbeno in consulta et risolve- 
rebbeno la risposta, et preso Tordine et commissione da Sua Maestä 80 
la darebbeno a me. et cosi il medesimo giorno il signor cardinale 
di Trento, il signor duca d'Alva et molti grandi furono in pranzo 
con detto monsignor di Qranvela. et dopo partito il signor cardi- 
nale di Trento et gl'altri, vennero il padre confessore et il com- 
mendatore Ficaroa^, et si ritirö a longo ragionamento il signor 85 
duca, il commendatore, il padre confessore, monsignor d'Ai'as et 
monsignor di Qranvela, et questo h conforme a quel che prima era 
State detto a monsignor K*^^ legato et a me, cio^ che Sua Maestä Ce- 



») Ygl Venet. Depeschen II S. 354, 1. 

^) Figueroa. Nicht zu verwecJiseln mit Juan Figueroa (gleich kemadt-' „don 40 
QiovannV*), der nach Bern entsandt war (Nr. 47). 



Nr. 48: 1547 Oktober 14. 147 

sarea in questo negotio non voleva il parere d'un solo, ma di tatto 
il consiglio. 

All! 13 monsignor di Qranvela fu di nuovo dalla Cesarea Maestä Okt. 13. 
et hoggi, che siamo alli 14, mi ha dato la risposta, la quäle 6 che 14 

S havendo Sua Mae^stä mandato a Borna don Giovanni a dolersi et 
havendo data la risposta a monsignor R^^ legato et mandato detta 
risposta al signor don Diego, non puö dir altro, fino che non toma 
don Oiovanni et don Diego con avviso come Sua Beatitudine hab- 
bia inteso et replicato a detta risposta data a monsignor B™^ legato, 

10 della quäle mandai copia nella lettera mia delli 8 et hora a cautela okt 8 
la rimando. et soggionse detto monsignor di Oranvela che d'Italia 
et di Boma c'erano nuove che Sua Santitä haveva in Boma duo 
mila Cinquecento fanti et 300 cavalli, demostrando haverne dis- 
piacere '). 

15 Dio sa che nanzi il partir mio opnobbi la qualitä di questo 

negotio et vorrei haver havuto ogn' altro peso che questo; pure 
seguitando Tubidientia son venuto qua, et ancorchö mi dogli fino al 



*) Wie Sfondrato am gleichen 14. Oktober an Famese schreibt, kam soeben 
zu ihm Kardinal Madruzzo und äußerte, che tenea per certo che Sua Maestä 

20 non havesse scoperto la finale intentione circa questo negozio di Piacenza a 
Granvela et manco ad altri . . ., soggiongendo che la causa del dar le risposte 
tanto asciutte et dure procede dalle relazioni che sono fatte ad essa Sua 
Maestä del modo che tiene Sua Beatitudine in tentare altre vie et far varie 
pratiche et multiplicar genti . . ., et di piu che si pensa per via d'Appollonio 

26 [Filareto s. o. S. 122] et dell' altro detenuto [Antonio Borgognone, s. hier unten 
Z. 40 ff.] easersi scoperte alcune cose di gran iroportanza giä trattate contra Sua 
Maestä. Sfondrato brauste auf; Trient riet ihm aber, che si perseverasse nella 
via piaoevole . . . schivando ogni dimostrazione, anzi suspicione contraria usit. 
Neapel Carte Farnes. 744 Orig., auch Cod. Trid. 111 pag. 160 sq. An Famese 

80 schrieb Madruzzo am 13., bedauernd, daß er, per non esser qua il negocio in 
ttttto ancora ben digerito, bisher noch keine particolar* risolutione Jmbe erzielen 
können, aggiongendo ancora liberamente a V. S. che, quando a questi mei pri- 
vati officii . . . fusse aggionta la persona publica (secondo gli amorevoli mei 
raccordi), potrei con maggior efficacia instar usw. Neapel Carte Farnes. 768 

86 Orig. — Am 15. schrieb der Kardinal abermals: solle er hier etioas atisrichten, 
so müsse er eine Öffentliche Stellung haben; im übrigen toamt er den Papst iH>r 
übereilten Schritten und rät, daß Ottavio persönlich zum Kaiser komme. Neapel, 
Carte Farnes. 758 Orig.; mit Kanzleivermerk: risposta a 29 per man propriadel 
cardinale. Aucli Sforza Pallavimo riet Ottavio am 16., an den Hof zu kommen. 

40 Parma, Carteggio Farnes, eigenh. Orig. — Daß der altro detenuto, dessen Sfon- 
drato hier oben gedenkt, Antonio Borgognone war, entnehme ich einem Briefe dieses 
an Ottavio vom 22. Juli 1548 aus Augsburg, wo es heißt, 0. werde wissen come, quando 
et con quäl conditione sia seguita la liberatione mia dal castel de Milano, ove 
io fni condotto insieme con messer Apollonio^ Parma, Carteggio Far- 

45 nesiano, Qrig. 

10* 



148 Nr. 48: 1547 Oktober 14. 

cuore non poter consolare Nostro Signore, ö necessario chel ministro 
scrive fidelmente al padrone quel ch'occorre *)• 

Per la corte 6 stato detto che, se non succedeva il caso di Pia- 
cenza, callavano Svizari et Franzesi per tutto settembre et si faceva 
gaerra nel stato di Milano, con capitulatione che parte s'acquistasse 5 
per li Francesi et parte per Tinfelice signor duca nostro: che sono 
inventioni che procedano donde e proceduto il resto*). 
Okt 14 D'Augusta a 14 d'ottobre del 47*). 



^) An Maffeo sdireibt Mignanelli am gleichen Tage: er habe die Anttcort des 
Kaisers vorausgesehen (piaga antiveduta) et si vede che! Degocio va in longo 10 
et le loDghezze portano difficultä; er erinnert daran, daß ihm RückkeJtr ver- 
sprochen sei, dte der Winter weiter vorschreite; Maffeo möge ihm also die Erlaubnis 
zur Rückkehr ausuHrken. Neapel, Carte Famesiane fasc. 780 Orig. 

') Nämlich von Don Ferrante. 

') Die Sendung, die auch Nr. 49 umfaßte, icurde durcfi einen von den 15 
Päpstlichen eigens entsandten Kurier bis Bologna befördert, der am 14, nach 
Mittag, aufbrach. Es war ein Kurier aus Parma, den Ottavio an Pallavicino 
gesandt hatte. So meldet Mignanelli am 15., indem er noch folgenden chiffrierten 
Passus anfügte: Si h dipoi inteso per la corte et da diverse persone di autorita, 
Italiani et SpagnuoH, che Sua Maestä Cesarea non rendarebbe Piacenza causa 20 
non cognita per le pretensioni del imperio in qiiella cittä, et queste sono 
fonnate parole che monsignor di Granvela ha detto al Secco, parlando di 
questo negocio: che h la cosa che tocca Tautoritä imperiale, della quäle parla 
la risposta data a monsignor Rmo legato [s. o. zu Nr. 45]. et in conformitä 
altri pur di autorit^ dicano che per esser Piacenza di quella importanüa che ^, 25 
non si restituirä al signor dnca, ma che lo imperatore ci daria una ricompensa 
usw. Neapel Carte Farnes. 780 DupL (ebendas. auch das stark verlösdtte Orig.), 
Decifrat in Parma Carteggio Famesiano. Ein kurzes eigenhändiges Original" 
schreiben Mignanellis an Famese vom gleichen Tage in Parma Carteggio Far- 
nesiano. Über Ankunft und Aufnahme dieser Depeschen (i^om 14.) s, u. Nr. 55. 80 
Der Bischof txm Forli berichtet am 15.. daß Gazino, der Abgesandte Ferrantes, 
heimlich abgefertigt sei con la provisione di dinari. riporta spedizione votiva; 
der Kaiser sei zweifellos entschlossen, Piacenza zu behalten, wolle aber nicht den 
Anschein feindlicJten Verhaltens gegen den Papst erwecken; dessen Gesandte tratta 
con dolcezza et ha fatto mille charezze al Mignanelli etc. oltre a questo 85 
prestano [die Kaiserlichen] Torrechie grate al cardinal di Trento, c*ha giii pro- 
posto doversi dare in ricompensa a Ottavio lo stato della Cava nel Regno, o 
quel di Siena, quando per6 sia con satisfattione di V. £. [Herzog CosimoJ et 
che Timperatore possegga Parma. Madruzzo gebe zwar vor, diese Vorschläge 
ganz von sich aus zu machen, allein die Nennung Cavas, ixm dessen Verhältnissen 40 
er nicJäs ivissen könne^ zeige deutlich^ daß er beauftragt sei [nämlidt von der 
Kurie oder von Famese]. Auf Siena wird sich natürlich der Kaiser nicht ein' 
lassen ; quell* altro /= Cava] potrebbe agevolmente riuscire, poich^l papa si 
vede alle 24 höre et non essere a tempo a recuperar Piacenza per forza cet.; 
Granvella soll auch bereits einen Wink erhalten haben, daß der Papst unter Vm" 45 
ständen Parma herausgeben werde gegen eine compensatione sicura; andererseits 
soll auch Frankreich Absichten auf Parma haben ustv. intanto Granvella ha 
posto in carta tutte le ragioni che militano per la Cesarea Maest4 nella 



I 



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Nr. 49: 1547 Oktober 14. 149 

49. Sfondrato an Maffeo^): Vom Reichstag: Der Kaiser läßt über die 1547 
Antworten der Stände beraten; König Ferdinand wird erwartet, Okt 14 
worauf Entscheidungen zu gewärtigen sind, und zwar wohl im Sinne 
der Unterwerfung unter das Konzil von Trient; auch die evange- 
5 lisdien Kurfürsten werden sich dem anbequemen; Moritz von Sachsen 
läßt seinen evangelischen Frediger nicht mehr predigen ; er und Kur- 
Pfalz gingen zur Messe. Für die Zeit bis zum Spru^ch des Konzils 
wird vermutlich Bückgabe der Kirdien und Klöster dekretiert werden 
ohne Verlangen des OUiubenswechseU für die einzelnen Stände. Aües 
10 steht beim Kaiser, dessen Minister jedoch erklären^ daß man hernach 
bei den Beligionssa^he^ auch den Papst und dessen Vertreter heran- 
ziehen werde. Wird die früfiere Weisung aufrechterhalten, wonach 
Sfondrato bis zum Schluß des Reichstages bleiben soll? Er schickt 
die Antwort der Stände. 1547 Oktober 14 Augsburg. 

16 Aus Neapel Orande Ärchitio Carte Faroesiane fasc. 744 Orig. — Auch 

Cod. Trid. 111 pag. 144—145. 

Questo travaglio di Piacenza e tanto grande che tira seco il 
tutto et quasi mi ritiene dal trattare altra cosa; tuttavolia non e 
ancora da omettere la consideratione di questa dieta per il rispetto 

20 della religione et del concilio . . . 

L'imperatore, come intendete, fa consultar hora le risposte delli 
principi et stati et fra tre o 4 giorai si espetta qua il re de Bomani; 
doppoi la sua giunta attenderanno piü alla espeditione et sarä in 
arbitrio loro^) o di temporeggiar, se li parerä bene, overo di streg- 

25 nere le risolutioni. et per il stato delle cose presenti et il discorso 
de alcuni, ch'intendano, si pensa prima che debbano convenire uni- 
tamente de rimettersi al concilio di Trento, come si vede loro incli- 
natione, et che tal' commissione debba esser senza innovatione al- 
cuna contra gli stili antichi, perchä, se bene questi elettori seculari 

80 hanno richiesto strane conditioni, nondimeno si lassaranno ridurre 
da Sua Maestä, specialmente il conte Palatino et ancora il duca 
Mauritio, quäl giä questi giomi per ordine di Sua Maestä. ha fatto 
cessar dal predicare un' suo predicatore molto tristo, che nelli 
tempi passati Tha sempre seguitato in questo officio; et di piü gli • 

35 retentione di Piacenza per eervirsene ai tempi. Flor., Cod. Med. 4804 
fol. 218«— 214». 

*) An Famese schrieb der Legat nur ganz kurz unter Bezugnahme auf 

Mignandlis Bericht über die Audienz: Neapel Carte Farnes, fasc. 744 Orig,; Cod. 

Trid. 111 pag. 148. Auch Sforza Pallat'icino schrieb am gleichen Tage an Famese^ 

40 berief sich aber für alles Nähere auf Sfmdrato und MignanelH. Parma Carteggio 

Farnes., eigenh. Orig. 

^) I>. i. Karls und Ferdinands. 



150 ^^' ^^' 1^'^'^ Oktober 14. 

duoi predetti elettori andomo domenica alla messa di Sua Maestä 
et, secondo dicano, fecero escusatione delle sue risposte date. ma 
perche la maggior difficultä si e sempre fatta del modo quäl ha da 
tenersi tra tanto ch*il concilio habbia deliberato, sicome talvolta io 
ho avvisato, pensano, rimettondosi questo punto a Sua Maestk come 6 
si vede esservi dispoBitione, che quella debba risolvorsi che le 
chiese et monasterii siano restituiti nel stato di prima con libertä 
di esercire gli offitii et riti antichi; ma che perö non si habbia da 
sforzare alcuno a mutar fede et religione contra sua voluntä sino 
alla diffinitione del concilio, presuponendo che non si possa far 10 
altramente, ancorchä non sia senza gran scropolo. 

Hora havete potuto comprendere che gli trattati di questa dieta 
si rivolgano et indrizano tnitti a Sua Maestä. vero e che quella et 
gli ministri suoi dicano che al suo tempo si communicaranno le 
cose spettanti alla religione con Sua Beatitudine et suoi legati et 15 
ministri et si haverä il debito rispetto et riverenzia '). 

Io hebbi ordine da monsignor nostro 111"*® per le lottere di 11^), 
avanti che s'intendesse la disgracia di Piacenza, d'espettar qua sino 
al fine della dieta; pero se con le predette considerationi et con le 

*) Ausführlich berichtet über den Stand der Ueichatagsrerhandlungen der 20 
Bischof von FwH am 15. (Cod. Medic. 4804 fol. 218«— 214»). lA principi 
ecclesiastici et seculari si sottometteranno al concilio libero Tridentino, nel 
quäle ciascuno possi arguire la sua oppinione; in questa sententia concordano 
li stati colle terre franche. li elettori catholici approvano el concilio, ma 
vorrebbano sapere avanti quäl modo di religione s*habbi da osservare in Ger- 25 
mania. li altri tre laici concorrano nel concilio, dove sia iudice Sua Maestk 
Cesarea et si riformi la chiesa et in capite et in membris; negli altri articoli 
si rimettano al arbitrio di quella, cosi nel iudicio della Camera come nella 
restitutione de beni. et digiä si sono levate le predicationi luterane in casa 
di Mauritio et delli luoghi publici della cittä. duoi giomi fa si congrego il 80 
conseglio in casa di Granvela, dove intervenne don Francesco [di Toledo], et per 
suo argumento dopo molte discussioni si risolverono d*ordinare alla dieta 
senza piü dilatione, ma con destrezza, che si vada al concilio libero 
Tridentino, dove ciascuno sarä udito; cosi tratter^ la riforma della 
chiesa senza far mentione del capo o delle membra, accioch^U papa non 85 
adombrasse troppo, et forse per potere conciudore una riforma secreta fra 
Sua Beatitudine et Cesare. . . credo che si condurrä tutto a perfettione, perche, 
se ben i Catholici hanno proposto quella obiettione, il confessore nondimeno si 
promette di loro ciö che vuole, et Mauritio dice da parte che non storcerk mal 
dal volere di Sua Maestä, maxime chel vescovo d'Arras ha fatto loro inten- 40 
dere che advertischino di non deviare dal buono intento di Cesare, perche 
non gli mancherebbe modo da dimostrar loro el loro errore, havendo tutti 
bisogno di Sua Maestk. al arrivo del re si concluderk ogni cosa et forse al- 
l'hora partiremo di qua temendo della peste, che digiä tocca la corte usw, 

') D. i. Nr- 36 (V. S. Rm» in questo mezzo si fermerk aspettando il suc- 45 
cesso della dieta: oben S- 109.) 



Nrr. 49—60: 1547 Oktober 14—18. 151 

cose che hora vanno intomo, paresse altramente, converrk darmi 
qualche lume, accioche non mi discosti dalla intentione delli patroni; 
nel che V. S. poträ, quando ad essi parrä, farmene motte. 

lo mando qua un translato piu esteso della risposta delli stati % 
5 perche quello delli elettori non si e ancora potato havere. 

D*Augu8ta alli 14 di ottobre 1547. Okt. 14 

60. Famese an Sfondrato: Über dessen leizterhaltene Briefe: man X547 
muß sich in Geduld fassen. Bei der ferneren Entwickelung der An- Okt. 18 
gelegenheit von Piacema, die die Kaiserlichen bald als Sache der 

10 Farnese, bald des Papstes zu behandeln scheinen^ soll der Legat nach 
seinem Ermessen handeln. Auch die vorgestrige Audienz Don Diegos 
ergab keinerlei Gewißheit über die Absichten des Kaisers^ auch nicht 
in bezug auf das Konzil, das sich angesichts der Ankunft der Fran- 
zosen schwer wird lange ohne Entscheidung hinhalten lassen. Stdlt 

15 Beantwortung des Schreibens der geistlichen Stände in Aussicht. Dem 
Bisdwf von Münster gegenüber wird der Papst Milde walten 
lassen. 1647 Oktober 18 Rom. 

Aus Neapel Gr. Archivio Carte Famesiane fasc. 706 Konzept. 

Alli 13 di questo per don Giovanni Figueroa scrissi a V, S, okt. 13 

20 E*^ . . ., della qaale a cautela sene manda il dupplicato. hora 

con Foccasione del ordinario di Fiandra accusaro la ricercuta delle ^. ^ ^ ^ 
sue del primo, 2, 3, 4 et 8 dell' instante^, con le considerationi ^ j g 
de principi dell* imperio nelle cose del concilio*), et con la copia 
della risposta data al signor Sforza et communicata con Y. S. ß™* 

25 da monsignor d'Aras^), per la qaale, ancorche non si sia havuta 
quella risolutione che si aspettava di Piacenza et che la honesta 
della causa richiedeva, nondimeno non voglio diffidare che Sua 
Maestä non sia per mostrarsi piü benigna con monsignor Mignanello 
di quel che habbia fatto con Y. S. B™* et col prefato signore. ma 

80 ben mi duole che la devota servitü del duca mio fratello et mia 
verso Sua Maestk non sia conosciuta per tale dagli altri, quali giu- 
dicano diversamente da' modi che vedano tenersi da ministri di 
Sua Maestk verso di noi. nondimeno tutto s*e supportato et si sup- 
porta con pazienza, finche piacerä a Sua MaesUi di darci maggior 

85 lume della mente sua, perchö in effetto per la sopradetta risposta 



Findet sich im Codex 111 (Trient) pag. 146—149 („Besponsio principum 
saper propositione Caesaris 6 mensis octobris*'); deutsch bei Sastrow a, a. 0. II 
8. 128 ff. Vgl. auch Beutel, Über den Ursprung des Augtburger Interims, 8. 20 f. 

«) Nrr. 41y 44—46. 
40 ') Vgl oben 8. 134 mit Anm. 3. 

«) Oben 8. 137 Asm. 4. 



152 Nr. 60: 1547 Oktober 18. 

cosi ambigua et oscura ci par* di esser* in maggior confusione che 
prima ne sappiamo bonamente a che via incamminarci. perö Y. S. 
R™» con la solita prudentia et destrezza sua deve tener modo di 
penetrar' et intender* da quelli signori come il duca si ha da gover- 
nare in questo caso et con bona gratia et satisfattione di Sua 6 
Maestä rihavere il suo, et indrizzar' il negotio a quel cammino che 
la giudicherä piü opportune o con dividerlo o col farlo commune 
con Sua Santitä, perche da un canto par che vogliono che la resti- 
tuzione di Piacenza si tratti con noi *) et da 1' altro par che mirino 
alle attioni di Sua ßeatitudine, dallo quali habbino poi a depender 10 
le cose nostre. et perche, come ho detto, dal canto di qua stamo 
Okt. 16 perplessi, non havendo don Diego nejla audienza de Taltro heri ') 
detto molto altro ne a Sua Santitä, ne al duca o a me in particolare, 
che quel medesimo chce nella scrittura, non mi occorre neanco 
che ricordare di piü a V. S. ß™*, eccetto che, come quella che si IB 
truova in faito, non manchi di quelli olfitii che la prudentia sua 
le detterä et la fede che haviamo in lei! 

Delle cose del concilio non ho che aggiongere a V. S. R™*, 
se non che Sua Maestä dovrä hormai esser' chiara del respetto che 
se r e havuto col prorogare della sessione et col sopraseder che si 20 
e fatto in Bologna, non ostante Tarrivo de prelati franzesi'). perö 
non petendo star' longamente cosi sospese et essende necessario di 
pigliarvi qualche resolutione, V. S. R™» tenghi memoria a suo tempo 
di ricordarle, perche fin qui il signor don Diego non ha dato ris- 
posta alcuna a quel che fu negotiato in Perugia*). 25 



*) />. t. mit den Farnese. 

') Hiersera torno don Diego« ch*cra giä inviato per Siena, et hoggi sark 
con Sua Santitä sopra la restitutione di Piacenza . . . per quel che si pu6 
odorar, voriano chel duca Tofferisse la citadella et che Sua Eccellenza andasse 
perisonalmente al imperatore per assicurarlo che Sua Santitä non muovera 80 
arme. So Maffeo an Kardinal Cervini am 16., Flor. Carte Cerviniane fasc. 20 
fol. 148 eigenh. Orig. Über die erfolgte Audienz berichtet Serrisfori aus Rom noch 
am gleichen Tage; danach hatte Don Diego erklärt, der KaiMr sei rom Papste 
ivenig satisfatto et occorrendo non le havrebbe respetto alcuno; insbesondere 
möge sich der Papst hüten entrar in pratiche con Francesi vsw. Der Papst zählte 86 
demgegenüber alle dem Kaiser enviesenen Wohltaten auf, erklärte mit Frankreich 
kein Einvernehmen zu haben und bat Diego, auf den Kaiser einzuwirken che 
queste cose di Piacenza si rosolvesseno (nach dem folgenden Bericht des nämlichen 
vom Ifi. waren die formali parole: che Piacenza in qualunche modo le fusse 
restituta). Florenz Cod. Medic. 8464. Vo}\ Mendoza liegt ein Bericht vom 40 
J25, Oktober Über diese Audienz tvr: s. im Anhang. 

•) Im Schreil)en der vorigen Anmerkung bittet Maffeo Cernni um seine An' 
sieht, wie lange man das Konzil werde hinhalten können ohne Sitzung , che Franzesi 
et gli altri non si scandalizino. 

*) Vgl oben Nr. 36. 45 



Nr. &0: 1647 Oktober 18. 153 

Col primo spaccio si manderä la risposta alla lettera delli stati 
ecclesiastici scritta a Sua Santitä sopra la reduttdon' del concilio a 
Trento '). 

Quanto alla parte del vescovo Monasteriense Sua Santitä ha 

5 inteso con piacere quanto V. S. R™* scrive, ancorche messer Jodoco 

havesse fatto el medesimo offitio et con Sua Santitä et con me. io 

non mancherö di aiutar' Sua Signoria et far' in modo che Sua 

Santitä resti satisfatta delle attioni sue, assicurandola, ch'ella non 

intende di chiudere il grembo a quelli che si riconoscono delli er- 

10 rori passati, anzi piu tosto vuole usar' della solita benignitä che 

del rigore della giustitia; ma il sopradetto vescovo doverria con li 

effetti istessi far' quel che li agenti di Sua Signoria hanno detto 

di bocca a V. S. R™*, et cosi staremo aspettando quel che il suo 

secretario porterä di piu a Sua Beatitudine, quäle intendiamo che 

15 digiä e in via p6r quosta volta*). 

47. Roma, al cardinale Sfondrato, alli 18 d ottobre per Tordi- Okt. i^ 
nario di Fiandra^)« 



*) Vgl. oben zu Nr. 39. Seitens der Kurie holte man die Ansicht der 
Konzilslegaten Ober die Art der Beantwortung des Schrtibens ein, die am 15. Oh- 

^0 toiber antworteten: non sapendo noi Ja mente di Sua Santitä circa quello che 
voglia far del concilio, siamo stati molto perplessi, potendosi maxime far* essa 
risposta o per un breve disteso o credentiale in persona del R™o legato, ha- 
vendo l'una et l'altra parte le sue ragioni, come V. S. R™» et lllni* vedrä nell' 
incluso foglio. Orig. im Ardt. Vat., Carte Famesiane I, ric. a 17 la sera, 

25 respon. 28; vgl. Massarclli ed. Merkte pag. 711 undAnm. 1. Am 3. November konnte 
dann Maffeo eine Abschrift des Breve an Cervini einsenden; es sei^ bemerkt er, 
noch nicht abgegangen; sollte Cervini Änderungen tvünschen, so möge er es sogleich 
melden, tlor. Carte Cervin. filza *2ü fol. 150 Orig.\ die Ausfertigung des Breve 
erfolgte erst unter dem 1. Janu/ar 1548; vgl. unten zu Nr. 17. 

JJO *) \gl. oben zu Nr. 44. Am (23) November (1547) schreibt dann Farnese 

an Sfondrato: AU* ultimo consistorio publico si lesse il mandato del vescovo 
Monasteriense, che si scusava delli error! passati contra Tobedientia della sede 
apostolica, et cosi io et messer Jodoco [Hoetfilier], come procuratori di Sua 
Signoria, facemo Tofficio appresso Sua Santitä, la quäle informata che sia de 

35 meriti della causa (il che si fa tuttavia) darä ordine che sia assoluto. Konzept 
in Parma, Carteggio Famesiano. Vgl. C Stüve, Gesch. des Hochstifls Osnabrück 
II S. 113. S. aber auch unten Nr. 79. 

•) Farnese richtete femer am 17. ein verbindliches Schreiben an den Beicht- 
vater des Kaisers mit der Bitte, ihn in der Angelegenheit von Piacenza zu unter- 
40 stützen, und schrieb ähnlich am 18. an Kardinal Truchseß mit Beantwortung von 
Briefen dieses vom 8. und eines Schreibens, das Truchseß durch Messer Annibale 
[Beilagais] ihm hatte sctireiben lassen. Konzepte in Parmas Carteggio Famesiano. 
— Ein gleichzeitiges Schreiben der Kurie (vom 18.) an Mignanelli, dessen Empfang 
dieser in Nr. 57 zu Anfang meldet, war nicht aufzufinden. 



154 ^r. 51: 1547 Oktober 21. 

1547 51. Sfondraio an Farnese: Der Bischof von Arras üherbradite die 
Oki. 21 j.^|| Xaiser den Ständen erteilte Resolution. Sfondrato bemängelte 
die yichterwähnung des Papstes und die Unbestimmtheit im Punkte 
der Restitution der geistlichen Qüter^ sowie die Betonung Trients als 
Malstatt des Komils; der Bisdwf suchte diese Bedenken eu efUkräften. B 
Weiter klagte der Legat über Verdächtigungen der Kaiserlichen wider 
iltn wegen seiner Beziehuitgen gu den geisüidien Kurfiirstefi. Sfofi- 
drato rät der Kurie, ihre Mafina/tmen zeitig zu treffetiy da man den 
Gang der Dinge am Reidistag bereits zu überschauen vermöge, über 
Piacenza und die Audienz der Päpstlichen beim gestern hier ange- 10 
kommenen rötnischen König schreibt Mignanellu Die jüngsten Be- 
ratungen der Reichssiände : Kurpfalz scheint «oä ufiterwerfen zu 
wollen. 1547 Oktober 21 Augsburg. 

Aus Stapel Grande Archivio Carte Famesiane fasc. 744 Ort«, (auch Duflikai 
totcie gleichzeitige Abschrifl) — Abschriß auch in Trieni Bibl. dv. cod. 15 
111 pag. 151—168. 

Okt. 18 Mariedi prosedmo alli 18 Sua Maestä fece dare a qaesti piin- 

cipi la replica delle risposte loro sopra la propoeta della dieta, et 
quasi nel tempo medemo venne a me monsignor d*Ar^ a mostrarmi 
detta replica tradutta in latino^). io poiche me Thebbe letta, gli 20 
dissi ehe io accettavo quell' officio suo per modo di dare noticia 
del fatio, ma non giä di communicatione, et pero che non mi 
occorrea dir altro, salvo dnlla dimostratione che si tenea poco conto 
della sede apostolica et di Sua Santitk» della quäle si schivava 
ogni mentione. al che mi rispose che gli era necessario schivar' 2b 
quelle parti che possono accrescere le difficultä, ma che havendosi 
da trattare et concludere il concilio secondo le forme et decreti 
antichi de santi padri'), assai si comprendea Tauthoritä della sede 
apostolica. et perche a certo proposito io gli dissi che dalla detta 
replica si sperava maggior risolutione, specialmente cerca la resti- 80 
tutione precisa delle chiese et monasterü, secondo ch'io scrissi 
questi giorni a monsignor Maffeo: mi rispose che tal e Tintentione 
di Sua Maestä, ma che al primo tratto non puö far tutto queUo che 
vuole. io hebbi ancora la mente nel discorso dil leggere a queUa 



M Dent^h bei Mohnike. B. SaMrwc Teil 2 S. 151—158; togL BeuUl Über 85 
den Ursprung des Augtburger Inierims S. ;?4?/l 

*) Der Kaiser spricht in dem Schriflstikk u. a. die Erwtrhmg aus, die 
Stände idirdeH sich ^dem Komzü uHterwürfig machen wnd dessen Determination 
nachkommen und also diß oris den fußsiaffen der heiligen t^tter und aliemt 90 
ie atlevege in glaubenssachen ihre zufiucht zu den heiligen concilien gehapi . . ., 40 
gutwillig nachvolgen.^ 



Nr. 61: 1647 Oktober 21. 155 

parola di continuar' il concilio in Trento*) et lo adverü delle dif- 
ficaltä che di cio potran* nascere; perö la passo, come che giä la 
cosa f usse passata. 

Finahnente io mi duolsi che si era deito in camera di Sua 

5 Maestä, come io haveo procurato con questi signori elettori eccle- 

siastici, perche si ponesse difficultä in questa risolutione della reli- 

gione, mostrandoli che non era mio solito di far mal* offitio, ma 

che in le cose ragionevoli non mancaria giä del mio debito. esso 

affermö ch'era stato riferito di alcuna pratica fatta con detti. elet- 

10 tori antora per via di promesse, il che Sua Maest4 non seria per 

tolerare; pero che non fu parlato di me specialmente, salvo ch*io 

mi ero resentito molto con essi per certa causa, io gli replicai 

ch'il resentimento era stato vero et con gran ragion per causa della 

lettra quäl fu scritta a Nostro Signore sopra dil concilio') non solo 

15 senza darmene parte, ma con procurare che non me ne venisse 

noticia. perö che quanto ad altra pratica non era altra persona 

qui in nome di Sua Santitä che io, et che tal' inventioni erano 

sogni et fatte a mal fine'). 

Nel partire di monsignor predetto disse che mi haria fatto 
20 havere la forma istessa de tal replica data a questi principi in 
lingua Germanica, quäl mi ha poi mandata et io Tho. fatto trans- 
ferire. et benche avanti al fine della dieta si habbiano ancora da 
far altre consultationi et forse qualche mutationi, nondimeno giä 
si comincia ad haver' gran lume di quello che puo succedere, et perö 
26 potrk parendole farvi consideratione. 

Circa**) il negötio di Piacenza io mi rimetto a quello che scrive 



a) Das weiiere eintig im Orig.j eigenhändig. 

*) Daß ydas allgemein christlich conciliumy so albereit zu Trient indiciert und 
daselbst angefangen gexoesen^ ordentlich gehalten und continuiert werden soll"^ 

80 betont die kaiserliche Resolution vom 18. sehr nachdrücklieh. 

*) Das schon mehrfach erwähnte Schreiben an den Papst vom 14. September» 

•) VgL hierzuj tcas der Bischof von Forli am 20. Oktober meldet (L c fol. 

214» — 216*) ... perchö il cardinale di Trento non cessava dalli offitii com- 

messigli dal papa, per levarselo dagli orecchi et anco per chiarire meglio le 

86 poste, Sua Maestä gli ixnpose che dicesse al legato . . . che, se'l papa pensava 
sotto questo pretexto [d. u die Rückgabe von Piacenza] perturbare el concilio o 
la pace d*Italia con quelle genti che teneva in Roma, o con soldarne delle 
nuove et con tanti messaggi innanzi e indietro, gli mostrerebbe Terrore suo 
et gli basterebbe Tanimo a spogliarlo in pochi giorni di tutto Io Stato della 

40 chiesa. et perchö intendeva ch'egli [SfondratoJ particularmente faceva tristi 
offitii con li elettori, se non se absteneva, lo manderebbe via dalla corte 
insieme con gli altri ministri di Sua Santitä; talch^ il legato volse copia di 
qneste parole et non pot^ haverla. st& di malissima voglia et credo sarebbe 
in ogn* altro luogo piü volentieri che in questo. 



156 ^r. 51: 1647 Oktober 21. 

monsignor Mignanelli *) . . . et hoggi mi e detto ch'hanno deputato 
per governator don Garcia Manriche, persona assai cognosciuta, et 
hanno fatto cinque capitanei novi de homini d'arme nel stato di 
Milano. 

Okt. 20 II re de Romani gionse heri. et per quanto mi e riferto, heri B 

gli elettori et principi consultoro insieme et inclinorono nelF replica 
di Sua Maestä, sicome anchora si pensava . . . 

Mando non solo queUi capi della religione che mi fece dar 
monsignor d'Arras, quali sono translati diligentemente, ma anchora 
uno altro translato di tutta la replica, quäle non e fatto cosi 10 
puntualmente. 

Okt. 21 Di Augusta alli 21 de ottobre. 

Doppoy scritto quanto di sopra siamo iti monsignor Mignanello 
et io al re de Romani e stati longamente con Sua Maestä; del quäl 
ragionamento ho lassato la faticha a monsignor predetto') ... et 15 

*) Eine Depesche Mignanellis vom gleichen Tage (21. Oktober) in Neapel, 
Carte Farnes, fasc. 690 Orig., ric. a 8 di novembre; ebendort Duplikat [t'gl. auch 
die näcliste Anmerkung]. Über Piacenza heißt e»; dall' hora in qua non vedo 
speranza alcuna di bene, anzi si parla per la corte che Sua Cesarea Maesti 
fa un governatore a Piacenza, et non lo facendo per qualsivoglia rispetto, 20 
potria in questo mezo provedere don Ferrante, il quale, secondo ch*intendo, 
continuark il processo contra il povero messer Apollonio [vgl. oben zu Nr. 48], 
et dicano che, finch^ Timperatore non haveva Piacenza, non poteva tener' 
Milano quietainente (ähnlich atich oben S. 122 Änm. l). 

^) Mignanelli a. a. 0. Der römische König antivortete auf das Anbringen 25 
der Päpstlichen dolendost del caso con parole molto amorevoli, ma che Sua 
Maestä fin qui ha solamente visitato Timperatore senza parlare di negotio, et che 
non mancarä et parlare et fare ogni buon* officio, perchö et Sua Santitä resti 
consolata et alla sede apostolica s'habbi quel rispetto che conviene. et poi 
parlando con demostratione di molto zelo et di filial reverentia verso Sua 30 
Santita si dolse che continuamente andavano pratiche attorno di confederatione 
non solamente con Franza et co* Venetiani, ma ancor col Turcho. et che di 
questo et haveva inditii et ogni giorno venivano diversi avvisi d'Italia. et 
riccord6 Sua Maestä che la santa memoria di demente doppo la liberation 
del re Francesco Tassolv^ dal giuramento, fece la lega — et successe la ruina 85 
et il sacco di Roma! per6 pregava Sua Santita con ogni debita reverentia 
che fusse contenta, come patre, mirare bene alla quiete et pace di Christianit^ 
usando queste parole formate: ab una parte sum filius Suae Sanctitatis, ab alia 
sum frater et servus Caesareae Majestatis. al che fu risposto lungamente 
degr offitii patemi c'haveva sempre fatto Sua Beatitudine con tutti li principi ; 40 
che in molte occasioni non haveva mai voluto nuocere a Sua Cesarea Maestä, 
alla quäle haveva fatto molti benefitii, et che le santissime attioni di Nostro 
Signore non erano tali che si potesseno pensare, non che credere simili 
maneggi, et cht scriveva o parla va, lo faceva malignamente. et fu detto in 
modo che Sua Regia Maestk disse non poter credere le cose che scrivevano, 45 
et che nella mia negotiatione farebbe ogni buon* offitio, come haveva pro- 
messo. che h quanto fin qui posso scrivere. non si mancarä visitare et sole- 



Nrr. 61—62: 1647 Oktober 21—24. 157 

qiianto all' inclinatione degli elettori nell* opinione di Sua Maestä, 
ho inteso piü oltre che ciö 6 proceduto, perche il conte Palatino 
giä convene con gli elettori ecclesiastici, et che Bi lassarä ridurre 
con qualche modo alla religione catholica'). 

b 52, Sfondrato an Famese: Die Stände sind im Begriff ^ die Replik 1547 
des Kaisers anzunehmen ; über die hier nicht behandelten Gegenstände Okt. 24 
sind Ausschüsse gebildet; der Kaiser aber scheint noch weiteres mit 
dem Reichstag vorzuhaben^ ebenso der römische König (Türkensache). 
Die Liga macht keine Fortschritte; es bestehen Schwierigkeiten, die 

10 aber wohl nicht unüberwindlich sein werden. Über Piacenzä schreibt 
MignaneUi; angeblich will der Kaiser über die Angelegenheit nur hier, 
nicht in Born verhandeln lassen. Die Päpstlichen teilten mit, weshalb 
Ottavios Kommen noch unsicher sei und daß der Papst von Rüstungen 
Abstand nehme. — Die Fürsten haben die Replik des Kaisers ange- 

16 nommen. 1547 Oktober 24 Augsburg. 

i4iw Neapel Chrande Archivio Carte Farnesiane fasc. 744 Orig. — Auch 
Trient Bibl. Civica cod. 111 pag. 166-157. 

Armefiteros^) begibt sidf zu Ottatno zur Beriditerstattung ; durch 
ihn schickt Sfondrato ein Duplikat dessen, ivas er vor 3 Tagen durch 
20 den Edelmann des Fürsten von Salerno beförderte: al quäle io 
aggionsi di mia mano che il giorno medesimo questi elettori et 
stati si erano risoluti nella consultazione secondo la replica di Sua 
Maestä. hora si stä espettando che diano la risolutione in scritto, 



citare Sua Maestk, sperando che fra 8 o 10 giorni sia qua un' corriere di 

26 V. S. Rin> Ulm*, che commandi quanto viiol che se facci. — Außerdem muß 
MignaneUi noch eine Cifra geschrieben haben, die^ wie Maffeo am S. November an 
Herzog Ottavio sehreibt (dem er sie sendet), die sustancia del spaccio vom 21. Ok- 
tober sei (eigenh, Orig. in Parma Carteggio FarueRiano); die Cifra scheint sich 
nicht erhalten zu haben» 

80 ^^ heute abend gekommenen Briefen Sfondratos, schrieb Maffeo am 3. No' 

vember an Certnni, si vede che la dieta inclina a rimettere le cose della reli- 
gione totalmente al concilio die Trento da celebrarsi juxta sanctorum patnim 
consuetudinem, et che la Germania stark a' decreti di detto concilio, offeren- 
dosi rimperator come proteitor della chiesa a promoverlo, perchö habbia pro- 

86 gresso. Auf Herausgabe Fiacenzas aber sei täglich weniger zu fioffen usw. Florenz 
Carte Cervin. filza 20 fol. 160 Orig. (vgl. de Lern IV S. 384, 3). 

^) Ttiomas de Armenteros, Sekretär Ottavios, fungierte damals als dessen Agent am 
Kaiserhofe (vgl. unten Nr. 54). Ein Bericht des A. an den Herzog vom 15. Ok- 
iober in Parma Carteggio Farnesiano. Von Qiotmnni Baitista Castaldo wurde 

40 Armenteros unter dem 25. bei Ottavio beglaubigt: Parma ^>€ndaselb8t eigenlt. Orig. 
Wie der Bischof von Forll meint, sollte A. Ottavio vom Stand der Dinge am 
Hofe unterrichten, ehe 0. selbst nach A^tgsbtirg komme (25. Oktober): Cod. Med. 
4804 f. 216». 



158 Nr. 52: 1S47 Oktober 24. 

di modo che quanto alli capi della religione et dil concilio et della 
restitutione de beni et del giudizio della Camera, quali sono prin- 
cipaliy non vi sarä molto che fare, et cerca alli altri hanno giä 
deputate commissioni per discutergli. et si pensa che, quando Sua 
Maestä volesse finire la dieta, che in breve lo poträ fare'), ma che 5 
forsi vorrk temporeggiare per ßuo disegno, come giä ho scritto, et 
tanto piü che dicano che il re de Bomani ancora lui proporrä altre 
cose, specialmenie sopra le provisioni turchesche. 

Quanto al negotiare della lega non vi e altro di novo, et 
secondo giä fu avvisato,. le difficultä piincipali sono: prima che lo 
questi principi non hanno per bene che in la lega s'includino gli 
Paesi Bassi et Borgogna; Taltra e per le differenze quali sono in 
la tassa delle contributioni. nondimeno si stima che ancora questa 
si possi finire per adesso, quando Sua Maestä voglia alquanto 
rimettere o commettere. ' 16 

Circa li particolari di Piacenza mi rimetto a monsignor Migna- 
nelli') . . . la sustanza ö che per quanti modi et tentamenti si 



1) La peste, schreibt der Erzb. tYm Santa Set'erina am 26. Oktober^ ogni 
giorno piü incrudelisce et di mala sorte . . . n& con tutto c\6 Sua Maestä si 
vuole partire; doch schickt der Kaiser seine Pagen et altra simile gente fort; 20 
auch der Kardinal von Trient hat eifien großen Teil seines Gefolges zurück- 
geschickt: stä ritirato senza esser troppo visitato, et cosi faono questi altri 
aignori. Modena, Gennania Busta 9, Orig. und Dupl — Auch der Bisehof von 
Forli meint am 25.: la dieta si pu6 chiamare finita quanto all' interesse di 
Sua Maestä, n^ ci resta altro che la lega et certe ordinationi. /. c. fol. 216>. 25 

*) Mignanellis Brief vom 24. Oktober (ritenuta fino a 26) befindet sich in 
Parma Carteggio Farnesiano, Orig. M. ertoähnt zu Anfang einen gemeinsamen 
Besuch mit Sfondrato bei Erzherzog Maximilian, der sich freundlich erbotett hat, 
in Ottavios Interesse (den er seinen Bruder nennt) tätig zu sein; doch kann kein 
Zweifel sein, daß der Kaiser entschlossen ist, Piacenza zu behalten und von diesem 80 
Entschluß senza nuove occasioni et interessi molto grandi nicht abgelten wird; 
ein von Ferrante vorgeschlagener Spanier soll Gouverneur von Piacenza toerden [der 
oben S. 156 Z. 2 genannte Dofi Ghrzia Manrigue de Lam, den der Bischof von Forli 
schon am 20. Oktober nennt »come provisto di Ferrante**; der Kaiser vermeide 
die förmliche Ernennung, per poter pascere i Papisti con qualche speranza, 86 
tanto che vegga di romper le lor pratiche con Francesi et Vinitiani usw. Cod. 
Med. 4804 f. 216h— 216*/. Kardinal Madruzzo sagte vor zwei Tagen, der Kaiser 
weile, daß die Verhandlung in Sachen Piacenzas nicht durch Don Diego geschehe, 
sondern an seinem Hofe durch seifien Rat (consiglio), was nichts anderes bedeutet 
als durch Granvdla, der non b poco protettore di don Ferrante, agli avvisi del 40 
quäle si da gran fede et per essere in fatto et perch^ dicano che propone il 
servitio di Sua Oesarea Maestä. Ein Brief Maffeos vom 9. an Sfondrato (vgl 
zu Nr, 54) gab Mignandli Anlaß, heute Granvella zu besuchen, um zu erhärten, 
daß der Papst nur 1000 fanti in Roma habe, nicht 2500, wie Oranvdla behauptet 
hatte, sotvie sich über die Drohungen des Fabritio Cdonna zu besduveren. Gran' 45 
vella antwortete auf letzteres: che tutti gFagenti Cesarei in Italia hanno com- 



Nrr. 52—58: 1547 Oktober 24. 159 

osa, non potemo haver lume alcuno n6 parole nö della restitutione 
n6 di altro loro disegno che sia buono. mostrano di espettar' 
quello che si scopra da !Roma, ancorachä noi sempre replichiamo 
che mal si puö dir altro che richieder Piacenza. al che si aggiunge 
6 che alcuni di qua, che pretendeno saperne piü, affermano che nk 
don Diego n6 don Giovän Figueroa hanno ordine di trattar costi 
alcuna cosa, ma che tutto il negotio si ha da rimettere qua, 
ancorachö quelli ministri di lä tentassero altro: di modo che non 
sapemo che altro fare. 

10 Qua era nasciuta publica voce ancora da monsignor di Granvela 

che il duca Ottavio dovea venir qua, il che parea bene a molti. 
pero havendosi inteso per lettere di monsignor Maffeo di 9^, che Okt. 9 
in cio si era sopraseduto per hora per ricordo di quelli signori 
imperiali, mi 6 parso farlo venire a noticia di questi signori, et 

15 monsignor Mignanello Tha detto al re de Bomani et a monsignor 
di Granvela, al quäle ha medesimamente fatto intendere come in 
Roma non erano fatti piü di 1000 fanti per non stare a discretione 
d'altri, et che V. S. 111™* havea lasciato di mandar gente in cam- 
pagna a requisitione di don Diego. 

20 Gli^) principi di nuovo in la consulta de hoggi hanno approbato 

la replica predetta da Sua Maestä, roa non la hanno dato in 
scritto. 

Da Augusta alli 24 di ottobre 1547. Okt. 24 

53. Sfandrato an Maffeo: Über dessen Brief vom 9. Schrieb ihm 1547 
25 vorgesterny wiederholt seine Ansicht iiber die Sachlage. Zu den ^^- ^^ 
Schwierigkeiten wegen Piacenza kommt noch die Komilsfrage, in der 
es der Kurie fast ebenso schwer gemacht ist, auf Bologna zu be- 
harren, als dem Kaiser nachzugeben. Oleichwohl möge man nicht 
glauben, daß der Kaiser gegebenenfalls vor dem äußersten zurück- 
30 schrecken würde; er ist entschlossen, seine augenblickliche Machtstellung 
auszunutzen und seine Position für Gegenwart und Zukunft sicher 
zu stellen, wofür er einen Konflikt mit der Kurie nicht scheuen würde. 
Daher wird die Kurie gut daran tun, falls es noch möglich ist, ^lacfi- 
zugeben. Keinesfalls ist auch daran zu denken, daß Karl, ohne sein 
85 Zid in der Angelegenheit des Konzils erreicht zu haben, in beireff 

a) EigenhlMig', niehi im Cod. Trid. 

missione dod muover rarmi et sa che*l signor Fabritio non disnbidirebbe. Auf 
die Frage MignaneUiSf ob Granveüa rate, daß Ottavio (den der Papst provisto le 
cose di Parma chiamö con animo di mandarlo qua) komme, vermied jener eine 
40 dirdcte Änttcwt und beteuerte nur, wenn Ottavio komme, wei'de er freundkche Auf- 
nähme finden- 

») Vgl tu Nr. 53. 



160 Nr. 68: 1647 Oktober 24. 

Piacemas einlenken werde, — EntschiUdigt sich wegen übermäßiger 
Anwendung der Chiffer. Empfiehlt Oiovanni Battista CastaMo. Alba 
ist unpäßlich. Im Haushalt Madruzeos ist ein pestverdächtiger Todes- 
fall eingetreteii. 

Aus Trieni BiU. civica cod. Itl pag. 162—166 spätere Abschrift. — Das 5 
letzte Drittel auch Neapel Gr. Archivio Carte Farnesiane fasc. 744, Orig.- 
Chiffre mit Decifrat. 

Doppoi un mese che non ho ricevute alcune lettere delli nostri 
Okt. 22 patrizzi*) ne di V. S., Taltro hieri mi fu portata una sua dei 9-), 
9 dalla quale ci siamo prevaluti in parte, se pure ha detto il vero. lo 
et perche principalmente in essa mostra desiderio di haver notizia 
del successo delli negotii di qua, io penso non haver mancato con 
molte mie, quali saranno capitate doppoi, et piacesse a Dio che . 
fossero con maggior satisfazzione mia et sua. donde mi duole che 
sempre ho da scrivere di cose dispiacevoli et molestissirae, ma la 16 
colpa, come sapete, non e giä mia. 
OW. 22 Io scrissi Taltrohieii a V. S. assai in fretta') di mia mano per 

un gentiluomo, quäl parti verso Napoli, et ora non voglio lassare 
di replicare quel che paia, perche se bene intendete le cose meglio 
di me, nondimeno chi e sul fatto, comprende alcuna volta quelle 20 
che ne fa da lontano uno piü prudente, et talora non faria male 
di farvi piu considerazione. 

Voi vedete come si procede nel negozio di Piacenza, donde 
aicuni fanno giudizio che vi bisogni o rimettervi in tutto e per 
tutto alFarbitrio di questi di qua, accioche doppoi facciano come 26 
gli park; overo che rompiate, acciochft habbiano maggior pretesto 
alli disegni che aicuni hanno fatto. et benche questa sia difficultä 
non poca, nondimeno vi si aggiunge Taltra del concilio, della quale 
poiche si vede ridotta a tanta discordia, molti pensano esser stata 
data occasione di lassare scorrere questo altro eccesso di Piacenza 8ü 
et pensare piü oltra. qua adunque, secondoche in l'altra mia gli 

D. i, Famese. Die Ntr. 47 und 50 hatten Sfondrato noch nicht erreicht; 
so war das letzte Schreiben Fameses, das er kannte, das vom 18. September: s. o. 
Nr. 48 zu Anfang (S. 128). Vgl auch unten den Eingang von Nr. 56. 

3) 8. o. S. 158 Z. 42 ff. 86 

3) Das Schreiben (vom 21. datiert) liegt im (hig. vor in Neapel, Carte Farnes, 
fasc. 744, und in Abschrift im Cod. Trid. 111 pag. 168—166 (abweichende Re- 
daktion). Sfondrato verbreitet sich — ähnlich wie hier oben — über das Düemma, 
in dem sich die Kurie befinde^ da sie das Konzil ofine Gefahren weder in Bologna 
fortführen, noch nach Trient zurück verlegefi könne; das einzig tröstliche liege darin, 40 
daß man die Entscheidung noch eine Zeitlang hinausschieben könne, et che tra 
tanto il sigDor Dio per bont& sua potria scoprir* qualche occasione piii oppor- 
tuno; per6 il punto ^ duro! 



Nr. 58: 1647 Oktober 24. 161 

scrissi, tengono oppinione che voi vogliate o per una via o per 
Taltra spedire il concilio in Bologna, et questi di qua hanno stabilito 
in tutti li modi che si finisca in Trento, et sopra ciö fanno alcuni 
snoi presnpposti, perchä oltre il dire che in Trento fu promesso 
5 e principiato il concilio et che la translatione secondo loro h invalida 
et altre sue raggioni, propongono che per benefisjo publice di questa 
provincia, succedendo ü recesso di commun concordia, debbiano 
ottenere l'intento loro, non ostante qualunque cosa in contrario, 
et in ciö si conosce che son fermati, senza sperare che si mutino. 

10 se voi vorrete opporvi et pigliare altro partito, ai comprende assai 
chiaro che subito habbia a nascere scisma et di mala sorte, perchö 
con il pretesto di tal concilio et delli detti presupposti tirano seco 
non solo questa provincia, ma molti di altri et specialmente quelli 
che haveranno le loro prelature neUi dominii di Sua Maestk o suoi 

15 aderenti, et di tal provisione, della quäle non puo succedere nella 
chiesa maggior inconveniente, vi ö'pericolo d'infiniti disordini non 
solo in caso di sede vacante, ma ancora di presente in poner le 
mani troppo inanzi senza alcun rispetto. nel che non mancaranno 
pronti esecutori, almeno nelli dominii predetti, con pregiudizio 

20 grandissimo della sede apostolica et con turbatione universale. 

Se dair altro canto voi deliberarete di condescendere all' oppi- 
nione di qua et ridurre il concilio in Trento, non cessano per 
questo li pericoli sopradetti cosi nella sede vacante come ancora 
di usar troppo arbitrio nel resto. et di piü nasce dubbio che pen* 
25 sando di satisfare a questo, non si sdegnino et alienino altri regni 
et provincie giä excitate. donde possete considerare in quäl stato 
le cose siano poste et quäl causa prossima Thabbia ridotta a tal 
termine. 

Se*) voi mi direte, come giä aUi mesi passati mi rispondeste, che 
80 rimperatore non dovria rovinare il mondo, io vi replico che esso 
ha certi suoi disegni, alli quali altri pensano. et quanto al propo- 
sito alcuni stimano che Sua Maestä habbia considerato come nelle 
cose di Germania, ancorachö habbia conseguito tanta vittoria, non 
vi sia stabilimento alcuno, quando succedesse altro in contrario; 
85 similmente nelli stati di Italia, nelli quali presuppone che non 
manchino continue pratiche. et perö conoscendo questo pericolo 
giudica piü opportune che esso, mentre che vive nella riputazione^) 
ove si trova, attenti di assicurare se et gli suoi successori et sbatter 
quelli che gli ponno nuocere, maggiormente con aggiungervi un 



40 a) Beginn ätr Chiffer und d« Dtdfrata. 

b) Decifrai: m«ntre ehe tI tiene la riputatione. 

Nuntiaturberichte, enta Abteilnng, Bd. X. 1 1 






162 Nrr. 58—54: 1547 Oktober 24—26. 

pretesto colorato di ridurre le religioni et farli rifonnare, siccome 
k oniversalmente desiderato, se non ci volemo ingannare. 

Ma in ogni caso si havria da pensare non solo a quello che 
uno dovesse fare, ma ancora a quello che potesse, spetialmente in 
im corso tele di vittorie, nel quäle vedemo che altri principi (parlo 6 
delli maggiori) hanno dimostrato rispetto et riverentia grande**). et 
perö alcuni parimente desiderarono nel principio, quando si vede 
la perseveranza dell' imperatore circa il concilio di Trento, che non 
si fosse divenuto all' aperta intenzione di volere il contrario con 
quelli mezzi che spetialmente gli dispiaccino, ma di mostrare lenitä 10 
^t temperamento, col quäle si potesse poi pigliare partito secondo 
il successo delle cose senza scandolo et cominciare a fare qualche 
buon effetto per confondere gli avversarii. il che se si fosse ese- 
guito, non ci trovaressimo in tanti affanni. et se ancora di presente 
si potesse trovare una simile via (quäl per esser troppo innanti so 15 
bene che sarä difficile), penso che saria manco male che il mettersi 
a maggior pericolo. et per me^) io ho creduto giä molti giomi 
the questa causa del concilio o in un modo o in un' altro debba 
essere non poca norma all* altra di Piacenza, perche non si ha gik 
da pensare che si assetti questa differenzia (se pure ne hanno in- 20 
clinazione) et che dall* altro canto si habbia poi da venire a pro- 
testi et altri progressi &stidiosi. io ho voluto sfogare le mestizie^) 
che mi cruciano con voi sinceramente senza rispetto; perö vi prego da 
buon' amico che vogliate teuere il contenuto di questa parte ap- 
presso di voi, atteso che forsi ad altrui non parerä bene. 25 

Ef^ a Y. S. mi raccomando, la quäle havrä patientia, se il 
secretario ha scritto in cifra piü di quello che fusse bisogno, per 
continuar il proposito fino al fine. 
Okt 24: Da Augusta alli 24 di ottobre 1547. 

EmpfiMt O, B. Castaldo, che in questa occasione di Piacenza 80 
ha fatto officii tanto liberamente et con tstnza caldezza per il duca 
nostro, che havemmo tutti cagione di tenerli gran debito. 

II signor duca d'Alva stä mal disposto, et in casa di monsignor 
di Trento b morto uno de soy, non senza sospetto di peste. 

1547 64. Sfondrato an Farnese: Über die vom Kaiser' vorgenommene Ein- 
Okt. 25 Setzung von vier zuverlässigen katholischen Hieologen, nämlich Hei- ^^ 
ding, Fannemann, Billtk und Malvenda, die mit dem Beichtvater 



a) In Tr. folgen dit unveratänälkken WorU et per6 non piaeqne, dit »ich im Dtcifrat 
nicht finden, 

h) Dedfrat perö statt per me. 

c) Dedfrat molestie. 40 

d) Das weitere eigenhändig. - Hier endet die Abachrift dee Cod. Trid. 111. 



Nr. 54: 1647 Oktober 35. 163 

Soio zusammen beraten sollen, wie es in Deutschland im Punkt der 
JSdigion bis zur Entscheidung des Konzils zu halten sein wird. Die 
Ausarbeitung der Kommission tovrd hernach dem Papste vorgelegt 
werden; bis dahin empfiehlt es sich, öffentlich keine Neugier in 
^ betreff dieser Sache an den Tag zu legen. 1547 Oktober 26 Augs- 
burg. 

Ans Neapd Or. Archivio Carte Farnesiane fasc. 744 Orig. — Auch Trient 
Bihl Civ, cod. 111 pag. 166—167 (und nochmals, aber unter dem 6. Ok- 
tober pag. 182—188) epätere Abschrift — Gedruckt [MazzeUiJi AnHche 

10 relazioni pag. i 91—192 aus Cod. Trid. 

lo havea inteso insino a hieri che Sua Maestk havea fatta da 
se certa deputatione per far trattare il modo quäle si habbia da 
servare qua in Germania sino alla definitione del concilio per ese- 
cntione di quelle che si contiene in un capitolo della sua replica 

11 tiltiinamente data^); ma perche non havea noticia distinta, non seppi 
che scrivere in l'altra mia di hieri. 

Oggi ho usata diligenza di saperlo, et da buon' loco mi ö detto 
che gli deputati sono quattro teologi, cioö il suffraganeo di Ma- 
guntia, il suffraganeo Hildemense, il provinciale di Colonia') et il 

ij Malvenda Spagnuolo, quali sono in oppinione de sinceri catholici, 
et hanno da trattare et conferire con la presentia del confessore, 
et per quello ci accenna andaranno tutti al camin diritto. et dippoi, 
digesti gli punti, gli communicaranno a chi parerä aSuaMaestä; et 
secondo ch'uno di loro mi ha detto assai sinceramente, mandaranno 

21 poi"*) il tutto a Sua Santitä; pero si starä a vedere quello si fark, 
et per me giudico esserci espediente per piü rispetti il non mo- 
«trare cunositä publica di volere hora piü parte di quello che 
questi intendono, ma ben stare advertito. 

D'Augusta alli 25 d'ottobre 1547. Okt.:S5 

^ m) Orig, per. 

^) Nämlidh in der oben zu Nr. 51 angeführten Replik des Kaisers, wo es am 
Schluß des Abschnittes über „Bdigian und Konzilium" heißt: als dan churfursten, 
fwrsten und stend die Kei. Mt underthemglich bitten, auf den christlichen und 
geburlichen weg bedacht zu sein, wie mittler zeit bis zu end und austrag des aU- 

U gemeinen ooncUii die stend des h. reichs teutscher nation christlich und gottseliglich, 
auch in gutem friedlichem wesen bei einander leben und wonen und berurter 
erorterung erwarten mochten, auch niemand wieder recht und billicheit beschwert 
werde, weüichs dan Ir Kei. Mt zu erhaUung frieden, ruhe und einigheit gleicher- 
weise auch für eine hohe, unvermeidliche notturft erachten, so wollen Ir Ket Mt. 

10 auf diesen hochwichtigen punct gnediglich bedacht sein und ire bedenkwig, will und 
nuinung gemeinen stenden mit dem ersten gnediglich eröffnen" Mohmke, B. 
Sastrow II 8. 154 f 

^ Vgl hierzu Beutel, Über den Ursprung des Augsburger Interims S. 66 ff. 
und ohen Nr. 25- Suffragan von Hildesheim war Balthasar Fannemann. 

n* 



164 Nr. 65: 1547 Oktober 28. 

1547 56. Famese an MignaneUi: Durch die Antwort, die der Kaiser auf 
Okt. 28 MiffnaneUis Anbringen ^egen Rückerstattung Piacenza^s gegd^en, ist 

[^^J die Kurie schwer enttäuscht worden; die Au^srede, daß Figueroas 
Rückkehr abgewartet werden müsse, ist völlig ungereitntj auch 
das Bedenken wegen der Sicherheit des Kaisers^ das Mendoea geltend 5 
machte^ bereits durch den Papst widerlegt worden; von Anfang an 
aber hat sich die Kurie vielfachen Provokationen gegenüber durchaus 
friedlich beeeigt und nur das angeordnet, was für die eigene Sicherung 
unabweislich erschien. MignaneUi soll daher sein Anbringen na/h- 
drücklich erneuern. Hz. Ottavio war kurze Zeit hier, gedachte zum 10 
Kaiser zu gehen, ist aber in Parma unabkömmlich. Der Kardinal 
von Ouise ist in Rom, was wohl den Kaiserlichen wieder Orund zu 
allerlei Verdächtigungen des Papstes geben wird. Ein Briefpaket 
Ottavios an PaUavicino geht mit diesem. 1647 Oktober 28 Rom^). 

B aus Neapel Grande Ärchivio Carte Famesiane fasc. 707 korrigiertes Konzept 16 
zweiter Fassung; in verso dupplicata a 28 di novembre. — A coli eben- 
dasdbst^ Konzept erster Fassung (vom 26- Oktober). 

Okt S. 16 Pör lettere di monsignor ß"® legato et del signor Sforza PaUa- 
vicino de 8 di questo'), ricevute alli 16, si hebbe copia della ris- 
poBta che era parso a Sua Maestä far dare a Saa Signoria B»"^ per 20 
mano di monsignore d'Aras, et per lettere di Y. S. del medesimo 
Okt. 8 giomo'), con le quali era anco la prefata copia, s'intese con molto 
piacer Tarrivo suo alla corte et ii primo ragionamento che haveva 
tenuto con monsignore di Granvela. dal quäl prencipio suo di 
negociare intendendosi che dal prefato monsignore Y. S. era stata 26 
udita volentieri et promessole ogni suo aiuto et opera per la resti- 
tutione di Fiacenza, tntti noi, che confidamo interamente nella giu- 
stitia et grandezza d'animo di Sua Maestä, havevamo con- 
cepato bona speranza ch'ella ne riportasse presta et ragione- 
vole conclusione, non obstante la sopradetta risposta. et cosl as- 80 
pettandosi con desiderio il spaccio ch'ella prometteva di mandare, 
come prima havesse havxita l'audienza da Sua Maestä, comparve 
Okt 22 alli 22 la sua staffetta drizzata a Bologna et de li portata qua per 
corriere a posta con le sue di 14*). per le quali havendo Sua 
Beatitudine visto che doppo haver Y. S. exposto sinceramente et 35 
con veritä per sua parte alla Maestä Sua et a suoi ministri la com- 
messione con che fu spedita da Perugia, non ha ritratto altro, puo 

Zu diesem Schreiben Fameses ist die Depesche Mendozas vom 25. Oktober 
zu vergleichen (im Anhang). 

2) Vgl Nr. 46 (beantioortet am 18., s. Nr. 50). 40 

5) Vgl. zu Nr. 46. 
*) Nr. 48. 



Nr. 56: 1647 Oktober 28. 185 

pensare quanto sia restota ingannata et alterata nel animo suo, suo- 
cedendole tutto il conti-ario di quello che aspettava. la quäle con- 
siderate le attioni sue continue verso Sua Maestä, che soso pur 
assai note, et lassando in questa parte da canto lo interesse di casa 
h noBtra con molti altri degni rispetti, si duole gravemente per la 
patema affettione che ha sempre portata et porta a Sua Maestä, 
sentire che col ritenere Piacenza piü longamente si doni causa al 
mondo di suspicar' altrimenti del animo suo di quello che Thonore 
et la gloria di Sua Maestä richiederia. alla quäl gloria havendo 

10 ella tutto il tempo del suo imperio atteso sempre con ogni degna 
maniera di principe et imparticolare con Tastenersi dair accrescere 
State con simili modi, non puo con questo caso non portar carico 
et macchia et dar' iuditio di poca gratitudine et di m^nco reverentia 
verso la persona di Sua Santitä et della sede apostolica, atteso 

15 maxime che in altri casi di stati et terre perse non solo con mala 
arte, ma con ragion' di guerra Sua Maestä le ha restituite libera- 
mente a lor patroni, etiam infideli*). et per venire al particolare 
della risposta data a Y. S., non s'intende che altro vogli inferire di 
aspettare il ritomo di don Giovanni Figueroa, che tirare la nego- 

K) tiatione in longo, poichö egli non venne da Sua Maestä con ordine 

I alcono di parlare sopra il fatto di Piacenza, ma solo per condolersi 

simplicemente con Sua Santitä, come fece, et a lui fu risposto con 

ringratiare la Maestä Sua con la medesima simplicitä^ et questo fu 

in presentia del signor don Diego, il quäle ''j con la scrittura in 

^0 mano della risposta sudetta^ moströ cbiaramente che la non ri- 
cercava replica, come cosa incongrua alla domanda che si faceva 
di rihavere Piacenza; pero rimettendosi all' audienzia di Y. S. dava 
migliore intentione etc.'). e ben vero che egli entrö a ragionare 
della sicurezza di Sua Maestä, arguendo che la offesa ricevuta da 

30 Sua Beatitudine et da casa nostra era tanto grande et tanto atroce 
che malamente si potrebbe fidare etc. a che fu risposto conveniente- 
mente, dicendoh in somma che di niuno Sua Maestä si doveria 
poter piü fidare che della figliola propria et del genero, a' quali si 
faria Tingiuria molto maggiore quando da Sua Maestä si procedesse 

85 verso di loro con diffidentia. et perche nella scrittura non si fa 
altra mentione che di volere communicare con Sua Santitä le ragioni 
che hanno mosso don Ferrante a procedere come ha fatto, di voler 



i a) B läßi hi€r dU Worte folgen (die in A fehlen): dapoi eol spaccio dl 8; ne sind teohl t'«r« 

$ek§HÜieh an dieae SteUe geikommmif wo aie augena^einlich nicht hingehören. 

40 1) Wohl eine Anspielung auf die Rückgabe von Tunis an Mvley Hassan (1535). 

') D. t. der Text der Antwort des Kaisers; vgl. unten S. 170 („Beüage^). 
') Vgl. Fameses Schreiben vom 13. Oktober, Nr. 47, zu Anfang. 



IQQ Nr. 65: 1647 Oktober 28. 

tnirare alla antoritä sna imperiale et alla qniete d'Italia et dolerli 
il caso per rispetto di Sua Beatitadine et del parentado, non ei 
vede a che si possa aspettar risposta da lei, non essendole com- 
munioato fino a qni cosa nesgona in questo proposito et il resto 
o tiitto insieme non ricercando aicuna replica pertinente al nogotio C 
della restitutione, che si dimanda etc.: di sorte che qnesto dire di 
aspettare risposta di qnello che non la ricerca, et di quelle che 
don Gioan Figueroa non ha proposto, pare che sia tina ülaaione, 
differendosi di lä il rispondere a quello che Sna Maestä i stata 
richiesta et per breve et per nuntio espresso di Sna Beatitudine 1 
oltre al signor Sforza mandato dal duca. 

Qnanto al' ultima parte della scrittnra, che tocca il snspendere 
dell' armi, che ^ forsi qnella cosa che meritava di presente con- 
sideratione, lassando quello che dice di havere io promesso al signor 
don Diego, il che i stato interamente osservato, non accade dire IJ 
altro, perchö non solo dal canto del duca nostro in Parma si stä 
ne' termini della triegua procurata da lui con ogni efficacia, ma 
si e astenuto etiam da principio di valersi dell' armi con ogni 
summissione (come la istessa sopradetta scrittura non lo nega), con 
tutto che don Ferrante non lassasse che fare in contrario et sia 2( 
stato causa con e suoi modi di soUevare Tanimi di tutti i prin- 
cipi non solo in Italia, ma fuori, et far nascere nuove gelosie in 
ciascheduno. onde non i da maravigliarsi, se i signori Yenetiani in 
quel tempo che il duca d'ürbino era per venir alla concinsione del 
nostro parentado'), lo richiamorono et hanno radoppiate le guardie 2f 
nelle lor terre^). et credo che Francesi facessero il medesimo in 
Fiamonte, come gelosi di quel stato et piü vicini al meto delle armi 
che hanno sentito. noi non senza sentire movimenti di genti cosi 
di piede come di cavallo nel Begno, mettemmo, come sa Y. S., qui 
in Broma mille fanti senza cavalli nö pochi nh molti, quali mille M 
fanti volentieri si serieno cessati sin da principio, se di continuo 
non ci fusse dato sospetto dalla banda de Abruzo et in spetie dal 
canto del signor Ascanio et di Fabritio Colonna, il quäle, forse in- 
vaghito del parentado di don Ferrante'), non ha lasciato di bravar* 
etiam contra la vita di Nostro Signore; onde per animare le bri- hg 
gade parve necessario di mostrare che Thomo non la negligesse. 
et a questo si aggiungono di novo li motivi che s'intende esser fatti 



1) Vgl' oben zu Nr. 5. Die Vermählung des Herzoge von ürhino Guido- 
haldo II mit Vittoria Farnese^ Tochter Pierluigis, wurde Anfang 1548 vollzogen, 
«) Vgl de Letya IV pag. 375 n. ^—7. 4(1 

') Fabrizio heiratete 1548 Ippolita, die Tochter Ferrantes: «. Nuntiatur- 
berichte Bd. 9 S. 417. 



Nr. 66: 1647 Oktober 28. 167 

ultiinainente di gente di guerra dal signor principe di Sulmona'). 
et non ostante quanto di sopra, Sua Santitä si ö risoluta di licen- 
tiare anco questi di BoDia, riservandone solo 300 per goardia della 
persona sua. come si sia, io xni persuado che Sua Maestä almeno 

6 al ricevere di questa sarä ben infonnata di ogni cosa che appartiene 
alle attioni nostre sastantiali, et non dark orecchie a chi desidera 
et cerca dissentione tra Sua Maestä et Sua Beatitudine, perchö 
comprendo che non mancano molti quali, chi per una passione et 
chi per nn' altra et chi per lor temeraria coniettara, fanno de strani 

10 offitii fuora del vero et della ragione, cosa che pero non doverria 
nnocere in modo alcono n6 fare piü impressione che tanto appresso 
la prudentia della Maestä Sua. per tanto Y. 8., quando al ricevere 
di questa non habbia cavato piü costrutto che tanto circa la mente 
di Sua Maestä intorno alla restitutione di Piacenza, non manchi 

16 di rinovare l'offitio con ogni viveza et risentimento, sicome il caso 
richiede, et veda di cavame in ogni modo qualche risolutione, 
accioche non stiamo in tale suspensione d'animo, et certifichi Sua 
Maestä che io, come uno che reputo havere qualche gratia et merito 
con esso lei, aspetto alcuna satisfattione della bontä sua et della 

20 devotissima servitü mia particolare'). 

II duca nostro e stato qui pochi giomi per visitare Madama et 
consolar le signore nostre madre et sorella, et per dar conto 
a Sua Beatitudine delle cose di Parma, per dove, non ostante 
che fusse inclinato di venire in persona a Sua Maestä, 

26 parü apunto avant' hieri chiamato et soUecitato dalla cittä, Okt 2? 
che Io desidera et ama summamente. perö e necessario ch'egli si 
fenni lä, et tanto piü che'l vescovo giä di Pavia*) si trova in Pia- 
cenza o li d'intorno, instigato con suoi fratelli et nipoti per conto 
di San Secondo^) da don Ferrante, del quäle, essendo che li effetti 

80 istessi parlano pur troppo chiaro, non voglio dir niente per vincerlo 

') Der Fürst von SuXmona^ Philipp de Lawwyy der im kaiserlieken Dienst 
den Schmaücaldiachen Krieg mitgemacht hatte (s. Nuntiaturberichte Bd. 9) war erst 
kürzlich wieder nach Italien gegangen: Venet, Depeschen II S. 341, 356. 

*) Damcds — am 28. Oktober — schrieb Famese awcÄ an Sfondrato über die 
86 perplessitä, in die ihn die letzten Depeschen vom Kaiserhofe versetzt^ vedendosi 
molto manco lume hora di quel che si sia fatto per il passato, oltre che della 
restitutione di Piacenza non si parla et si mette in negotiatione con infinita 
Innghezza; des weiteren verweist er auf das obige attsfuhrliche Schreiben an Migna" 
neHt Neapel Carte Fames. 708 Konzept. 
40 ') Giovanni GircHamo Boasi, Bischof von Pavia, 1544 vom Papste (ibgesetzt, 

nach Patds Tode aber wiederhergestellt (t 1564), aus einer den Farnesen feindlichen 
Familie. Vgl. über ihn Pallavicino l. X c. 17 § 3; Merkle, Concilium Tridentinum 
I p. 762f i. (S. auch unten zu Nr. 70 sowie de Leva p. 373 mit nt. 3.) 
*) San Secondo Parmense, unweit Parma. 



168 Nr. 65: 1647 Oktober 28. 

• 

almeno di modestia, poichä Ini si vanta di voler con Tarme dell' 
imperatore finire di ruinare casa nostra, dicendo che ha da Spender 
Taimo 300000 scudi di Saa Maestk a modo suo, con altre novelle 
che truova contra di noi, non li hastando di havere dato ai tradi- 
tori prezzo del sangue di nostro padre in tanti castelli et beni del 6 
duca mio fratello et suoi figlinoli; ma Dio glielo perdoni^)! 

V. S. deve saper' che qui 6 venuto il cardinal di Guise'), il 

Okt. 24 quäle fu hier Taltro ricevuto nel consistorio publico, dove gli fu 
dato il cappello secondo Tusanza. alloggia nelle mie stanze in pa- 
lazzo, come fece il cardinale di Trento, et fermerassi qua 15 o 20 10 
giomi: onde^) non dubito che per esser' io astretto dall' offitio di 
trattenerlo et per la corte che fanno a Sua Signoria B."^ questi 
signori Francesi, che i ministri di Sua Maestä piglino ombra di pra- 

Okt 25 tiche, come hanno anco fatto d'un corriere, che spedi hieri stra- 

ordinariamente Timbasciatore di Yenetia doppo l'audienza di Sua 16 
Santitä^). ma all' ultimo la veritä, figlia del tempo, harä il luogo 



a) In A folgt Mtr, va$ in B au9gdaa$en iH: Io aneon havarei dMiderato diTenire, qaando 
mi paressl di poter abbandonar Sua Beatitudine in queiti tampi et in qnesta lua eti, neUa 
quale per6 ~ Dio graeia — con tutti li affaani si comporfta di soite che d oonsoia grandementei 

b) Von hier an ftM #wm SchiuB du Abtaisn (ehe le sono) fehU in A. 20 

Karl von Ouiae, geb. 1525, f 1574, Erzbiachof von Beims 1540, auch 
Bischof von Metz umt-i Kardinal „von Lothringen" 1547; vgl. Merkle, Massarelli I 
p. 677 zum 31. Juli, und über Ouises Ankunft in Bologna ebendMclbst p. 71L 
Über Guises Verrichtungen in Born vgl. seine Depeschen von dort bei Bibier 
Lettres et mSmoires II p. 71 sqq., danach Maurenbrecher, Karl V- und die 26 
deutschen Protestanten 8, 162 ff.; de Leva IV 376 sqq. über den wechselnden 
Stand der Verhandlungen vgl. aucfi die Berichte Serristoris atui dieser Zeit (im 
Cod. Med. 8466); so 30. Oktober: man hält das Bündnis zwischen dem Bapst und 
Frankreich für abgemacht und erhofft auch den Beitritt Venedigs. 31. Oktober: 
nei casi de la liga intendo esser nate alcune difficultä in questi Francesi; so 80 
habe neuerdings an den König expediert \oerden müssen. Auch Venedig scheint 
sich zwruckzuhalten. 1. November: der Fapst hofft doch noch auf das Zustande' 
kommen des Bündnisses; seine Beiligkeit, mit der Serristori gestern sprach, schien 
piü gagliarda et ostinata che mai. 5. November:, die Differenzen wegen des 
Bündnisses sollen darin ihren Grund haben^ daß der Papst auch ohne Venedig ab- 86 
zuschließen bereit ist, Frankreich aber nur unter gleichzeitigem Beitritt der Be- 
publik, arde Sua Santitä nel desiderio di risentirsi, ma non trova chi Taiuti 
et da se vede che nol pu6 fare; er umwirbt Frahkreicfi auf jede Weise. 

') Mit diesem spaccio des Gesandten der Bepublik (Niccoh da Ponte) ging 
auch ein Schreiben Fameses an den dortigen Nuntius (Giovanni della Casa) vom 40 
25. Oktober, des Irüialts: der Papst habe, in dem Wunsche behufs Bückgetcinnung 
Piacenzas im Interesse des Friedens Italiens aÜe friedlichen Mittel zu versuchen, 
ette er es zum Bruche kommen lasse, den Gesandten zu sich gerufen und ihm seinen 
Gedanken mitgeteilt, der dahin geht, daß die Bepublik Venedig ein dringendes 
Gesuch an den Kaiser richte, er möge Piacenza dem Herzog Ottavio zurückgeben 46 
et mostrar al mondo che quel h seg^ito, non h stato con consenso di Sua 
Maest&y quale non e solita acquistar stati con simili arti vstc Um dieses An- 



Nr. 66: 1647 Oktober 28. 169 

sao et Sna Maestä mi conoscerä per qael vero et devoto servitore 
che le sono. 

Questa^) si manda con iin spaccio che ha fatto il duca par- 
tendo al signor Sforza, dal qaale Y. S. dovrä sapere quanto gli 
^ scrive, et confermarä il negotio con esso Itd in quella parte che 
le parerä. 

Di Borna alli 28 d'ottobre 1547*)*). Okt.JS8 



a) IH€»er Äbsmlt fthii in A, in B iat er auaguMchen (vgl. hier unten Anm. 1), 

h) A (in ÜherBthriß): 26. oct. 47; B in vtreo: 29. oct. (wohl ale Tag dea Auiganga). 

10 sinnen des Papstes der Signorie zu Übermitteln j schickt der Cresandte einen Kurier; 
V. S. (Casa) in questo caso, per fuggir' ogni apparentia de trattati de leghe o 
d*altro, non ha da far offitio alcano, eccetto che essendo chiamata dalla Signoria 
deve mostrar* di saper* il tutto et, volendo una informatione piü che un' altra, 
daigliela: che a questo effetto se le manda copia della lettera del Mignanelli 

1^ [Nr- 48], quäle s*^ mostrata qui al imbasciatore proprio, et sopra tutto V. S. 
▼eda di penetrar' come h accettato questo offitio da quelli signori, et la com- 
missione che daranno al loro imbasciatore appresso Sua Maestä; et spedendosi 
a qaella volta V. S. poträ dar* conto di tutto a monsignor Rmo Sfondrato con 
qnel di piü ch*ella giudicher& opportune. Parma, Carteggio Farnes. Konzept — 

20 Der Venetianische Gesandte seinerseits berichtete der Republik gleichzeitig, der 
Pt^pet habe ihm gegenitifer den Entschluß kundgegeben, sich die Wegnahme Piacenzas 
nicht gefallen zu lassen: non giä, sagte der Papst, che vogliamo dar del capo al 
muro, ma che faremo quello che honestamente potremo.- Paul deutete dabei 
abermals auf ein Defensivbündnis mit Frankreich und der Schweiz hin; vorerst 

'2h aber wünscht er, daß Venedig beim Kaiser durch den dortigen Gesandten Fürbitte 
einlege, daß Piacenza an Ottavio zurückgegeben werde. Da Ponte rät der Signorie, 
darauf einzugehen, man k&nne das, meint er, ja ganz unanstößig ausführen, das 
sei besser als durch gänzliches Unterlassen den Papst vor den Kopf zu stoßen. 
Hernach, fügt Da Ponte noch hinzu, sei Antonio daUe zifre, Fameses Sekretär 

80 fSlioJ, zu ihm gekommen und habe ihm den Brief des ersteren an den Nuntius 
[s. 0.] gezeigt- Venedig, Frari, Oapi Cons. X, Amb. di Borna, Grig. 

Der vorstehende Brief sollte, urie die Nachschrift der Fassung B angibt, 
mit dem Kurier gehen, den Gttavio an Pallavicino expedierte; aber die Fertig- 
stellung seheint sich verzögert zu haben, so daß der Kurier den Brief nicht mehr 

86 mitn^men konnte; letzterer wurde — wie aus Nr. 66 hervorgeht — erst am 30. 
abgeschlossen und samt dem oben 8. 167 A. 2 erwähnten kurzen Schreiben an Sfon- 
drato vom 28. durch einen Sizilianischen Edelmann, Don Giovanni d'Gsorio, be- 
fördert, der damit erst am 16. November in Augsburg ankam. Der Kurier des 
Herzogs dagegen kam schon am 4. November nach Augsburg (vgl. unten Nrr, 61, 

40 62); er Überbrachte zwei nicht vorliegende Briefe Maffeos vom 24. unH 29. sowie 
Briefe Fameses vom 29. Oktober an die Kardinäle Truchseß und Madruzzo (vgl. 
oben fif. 147 Anm. 1); von ersterem Konzept in Parma l. c: V. S. intenderk dal 
signor Sforza Pallavicini, a chi si spedisce questo corriere dal duca mio fratello, 
il desiderio nostro, che 6 che ci sia aperta la strada per che via ci doviamo 

46 indirizzare per venire a fine di questa pratica senza andare in infinito, et se la 
negoüatione si ha a dividere da Sua Santitä, o come, essendo risoluti di volere 
navigare conforme alla intentione di Sua Maestä. et cosl prego V. S. 'R"^ a 
non ci manchare di dar quel lume ch'ella giudicherk necessario, come anco ne 



170 Nrr. 55—56: 1547 Oktober 28—81. 

[Beilage]^) Ancorache la scrittura letta da monsignor d'Aras 
al E™® legato et dal signor don Diego a Nostro Signore non ri:«rclii 
risposta, come quella che non tocca il proposito della imbassata 
fatta da monsignor Mignanello a Sua Maestä per parte di Sua Bea- 
titndine, nondimeno inflistendo sempre nella istessa petitiona di 5 
Piacenza si puö risponder particularmente cosi: 

Che Sua Santitä ascoltarä quando gli sia communicato le ra- 
gioni che hanno mosso don Ferrante a proceder come ha fatto; ma 
confida che in questro mentre il rispetto del parentado .et della 
giustitia commoverä Sua Maestä a restituir quella cittä, con la iO 
quäle haverk mirato alla sua autoritk imperiale, essendo ufficio di 
supremo principe et protettore della giustitia^) riparar* alle violen- 
tie. et con questo haverk medesimamente rimediato benissimo alla 
quiete d'Italia, levando non solo l'effetto, ma ancora la suspicione 
del contrario. 15 

L'ordine dato a don Ferrante di non proceder piü oltre h stato 
grato et osservato con ogni summissione dal canto nostro, come 
anche si osserva quel tanto ch'io ho promesso al signor don Diego, 
se bene non corrisponde fin qui la intentione dataci da Sua Signoria, 
con che Sua Maestä degni procedere opportunamente restituendo 30 
Piacenza, come 6 detto. 

1547 66. Sfondrato an Famese: Erhielt gestern die Briefe vom 13. und 
Okt. 31 i7. Oktober. Francesco de Toledo kam namens des erkrankten 
OranveUa zum Legaten und kündigte eine kaiserliche Sendung an 
den Papst zur Überbringung der Untenoerfung des Reichs unter dßs 25 
Konzil zu Trient an. Sfondrato besuchte aus diesem Anlaß Oranveüa 
und erörterte^ daß zwar die Unterwerfung Deutschlands unter das 
Konzil durch den Kaiser löblich seiy letzterer aber dem Papste nicht 
überall nach Qehühr begegnete, so in der Angelegenheit von Pia4)enza^ 
die keineswegs eine rein private Sache sei. OranveUa erwiderte, daß 80 
letztere sich nicht so schnell und einfach schlichten und entscheiden 
lasse; Sfondrato begehrte zu wissen, was man ferner darin zu ge- 
wärtigen habe; OranveUa verwies wiederum auf die Rückkehr 
Figueroas, dessen Verhalten er übrigens tadelte, und auf Briefe 

a) Auf hufmdtrem Aa«, hei der B9daklien A hefimdliek. 85 

h) et protettore delle givstitie iel unterHricken: oft eur Tüguttg? 

ho scritto a monsignor lUmo di Trento. — Die ganze Sendung scheint lange 
vorberdiet worden zu 8ein\ so berichtet Serristorit allerdings verfrüht, bereit» am 
25» Oktober, „gestern^ sei an den Kaiserhof expediert iDorden, et furon pregati 
Trento et Agusta a procurar d'intender per quai Tie si haveva a entrar con 40 
Sua Maestä circa Piacenza. Flor. cod. Med. 8465. 



Nr. 66: J647 Oktober 81. 171 

MendozoA. Sfondrato erwartet nichts Outes. — Der Kaiser hat 
wiederum Oicht im linken Arm. Nach den übrigen Ständen haben 
sich ntm auch die Städte dem Kaiser unterworfen. Es wird noch 
über die Liga verhandelt ÄUe Kurfürsten sind hier anwesend. 
5 Königin Maria mrd erwartet. Ein polnischer Gesandter ist ge- 
kommen, ein zweiter wird erwartet. 1547 Oktober 31 Augsburg. 

Aus Neapel Grande Archivio Carte Famesiane fasc. 744 Ort^., ric. alli 14 
di novembre. — Auch Trient Bihh civica cod. 111 pag. 167—171 spätere 
Abschrift. 

10 lo hebbi hieri le lettere dl V. S. lU™» del 17*) col dupplicato oä/. 

di 13, le quali mi fumo tanto piü grate quanto che giä molti et 17. IS 
mohd giomi non haveo ricevate alcune sue. et per rispondere alla 
parte snstantiale di quelle, io assai da me ho compreso il giusto 
desiderio suo di chiarirsi quäl sia Tintentioiie di Sua Maestk circa 

15 U negotio di Fiacenza, et ho conosciato il debito offitio mio di 
procurare tal' chiarezza . . . ; ma non ci havemo ritrovato alcun' versa 
n6 cavato altro salvo che niuno sa della mente di Sua Maestä piü 
di quello che ha fatto rispondere, et ch'espettavano d'intendere cio 
che fosse fatto a Borna con questa andata di don Giovan Figueroa. 

20 tuttavolta il medemo giomo di hieri venne da me don Francesco 
diToleto et doppoi la visitatione ordinaria mi disse che monsignor 
di Granvela teneva voluntä di venire da me, se non fosse stato 
impedito dal male delle gambe, quäl lo tiene nel letto con gran 
dolore per haverli di novo fatte le fontaneUa col foco'); perö che 

25 in nome di Sua Santitk mi pregava che, havendo Sua Maestä ho- 
ramai dato forma tanto buona nella dieta al negotio del concilia 
et essende per mandare una persona di conto in breve a Sua San- 
titä ad effetto che da essa procurasse la riduttione del concilio in 
Trento secondo la risolutione di questa dieta ^), io volessi in cio 

80 *) Nr. 50 (im Konzept mit dem — vielleicht nachträglich beigeschriebenen — 

Datum des 16. Oktober). 

*) Nr. 47; s. dort den Dorsalvermerk; das Original seheint nicht (oder erst 
später?) in die Hände des Legaten gelangt zu sein. 
*) far le fontanelle: ätzen, beizen (kauterisieren). 

86 *) Der Bischof von ForH schreibt schon am 25. Oktober im Anschluß an 

seine Meldung, daß die Stände dem Kaiser einmütig erklärt hätten, si<^ dem Triden- 
tiner Konzil unterwerfen zu wollen usw.: credo che invieranno il cardinale di 
Trento a Sua Sanütä per darle conto di questa benedetta resolntione et per- 
suaderla a non volere mancare alla salute publica, si perch^ il cardinale & 

40 amato dal papa, si anco per fargli [nämlich Madruzzo] questo honore, poich^ 
si truova qui non interamente contento parendogli non havere participato degli 
[sof] andamenti della dieta et d altro, come si pensava. Cod. Med. 4804 f. 216 >. 
Am 26. schreibt der Erzbischof von Santa Severina: credo, per quello che io sento, 
se il papa non consente che il concilio ritorni a Trento, che Sua Maestk 



172 Nr. 66: 1647 Oktober 81. 

interponermi a fare ogni buon' offitio. et perch^ qnesta mi parve 
buona occasione di scoprire piü oltre, ancorche lungamente dis- 
corressi a buon' proposito con esso don Francesco cerca le cose di 
Piacenza, nondimeno io dimostrai che, ritrovandosi detto mon- 
signore in tal' indispositione, a me saria stato di satisfattione a 6 
visitarlo et insieme intendere quello che volesse dir in queete cause 
publice di tanto momento. 
Okt 31 Nel quäl havendomi doppoi risposto don Francesco, andai hoggi 

dal sopradetto monsignore, il quäle mi fece la proposta gik detta 
da don Francesco^ estendendosi molto in questa opera, quäl havea lo 
f atta Sua Maestä di ridurre questa gente a rimettersi al concilio di 
Trento si liberamente, levando tutte le conditioni proposte in 
pregiuditio et poca riverenza della sede apostolica, della quäle Sua 
Maestä era per mantener conto sempre; et pero pensava che Sua 
Beatitudine non fusse per mancare a questo buono effetto, atteso 16 
che facendosi altramente si potea considerare quäl disordine havesse 
da seguire, tanto piü che Sua Maestä saria stata astretta a fare 
diverse offitio. 

Io gli rispose in sostanza che Sua Maestä in quelle parti in , 
che havea operato bene, havea fatto secondo che le conveniva et ne 20 
meritava laude; ma io l'advertivo che il procedere di Sua Maestä 
non era tenuto da tutti in questo sentimento et che non volevo 
negare che Sua Santitä ne havea tal* hora preso qualche suspicione. 
pero ch'era offitio de Sua Maestä, havendo cosi buona intentione 
alle cose della religione et altre publice, di provedere alli incon- 25 
venienti seguiti et rimovere tutti gli impedimenti spetialmente verso 
Sua Santitä, divenendo al caso di Piacenza opportunamente. et 
perche soglian' rispondere che questa h causa particolare et diversa 
dair universale del concilio, io gli levai questo oggietto, mostrandoli 
che questa causa, oltre allo esser' di tanto momento a Sua Beatitudine, 80 
tocca dirittamente alla sede apostolica et di piü risguaixla la causa 
del concilio et ogni altra che si habbia da trattare con Sua Beatitudine, 
per rispetto della diffidenza quäl restaria, soggiungendoli che nel 
detto caso di Piacenza si era proceduto di tal' modo cosi nel rispondere 
come nelle altre provisioni ch'era per far disperare ogni animo. 85 
nel che essende detto monsignore excitato si sforzö giustificarlo, 
dicendo che in una cosa di tal importanza, come ö Piacenza, con 
tanti rispetti publici et privati non solo di Sua Maestä, ma d'Italia 
et di Sua Santitä et della casa, implicando molto senza voler venire 
ad altro particolare, non si dovea giä pensar* che al primo colpo si 40 

Cesarea verrä a rottura con esso, se per6 prima la cosa di Piacenza non li 
faria rompere afato cosa, come assai ne dubito. 



Nr. 66: 1647 Oktober 81. 173 

dovesse trattare di restitutione; ma che alla natura di Sua Maestä 
dovea parere non poco il dispiacere quäl havea mostrato del caso 
et la voluntä buona di trattare il duca Ottavio et suoi nepoti per 
figliuoli; et che al far dimostratione contra gli coniurati, essendoli 

6 per il locotenente di Sua Maestä data rimpunitä. et altre concessioni 
per ottenere quella cittk et non lassarla andare in altre mani, et 
essendo ancora le cose nel termine che sono, non havea potuto farli 
quella proyisione che altramente faria. et in questo proposito 
moströ piü del solito gran dispiacere in biasimar questa mala occasione 

10 di Piacenza et chi l'havea data. 

lOy che cognosco per prova che il disputar troppo sopra questi 
pnnti non giova allo effetto, gli risposi che la veritä del caso era 
assai manifesta non solo a lui, ma ad altri; perö che lassando il 
passato io desideravo sapere quello che hora fosse da fare, et che 

16 Toffitio di Sua Signoria era di darmene lume, come io lo pregavo. 
et in questo ragionamento moströ che li sopragiungessero dolori et 
gravezza alle gambe et al corpo, escusandosi molto meco, perchö 
non potesse parlaro piu a lungo, con dirmi pero ch'esso non havea 
per allhora che farmi sapere piü oltre, et con interrogarmi, s'haveamo 

20 di novo parlato con Sua Maestä. al che io risposi come volea che 
ciö si facesse, essendoci detto che con Sua Maestä non si havea da 
far altro si no al ritomo di don Giovane Figueroa, et ch'io sapevo 
bene che don Giovane non havea trattato alcuna cosa di sustanza 
con Sua Santit^, ma che questo non saria bastato di dirlo noi« 

26 Finalmente, essendo io giä per la indispositione sua nel partir- 

mi, disse che don Giovane era stato assai negligente in questa im- 
presa et che attendevano piü le lottere di don Diego; perö che 
poteva espettare duoi o tre giomi et che poi m'havria o detto o, 
non petendo lui, fattomi dire per monsignor d'Aras quello che in 

80 ciö occorresse di potere avvisarmi. et benchö di questo ragionamento 
si potesse cavare qualche coniettura che vogliano venire a qualche 
trattato« nondimeno per il poco giuditio mio non ardisco a pro- 
mettermi cosa che mi piaccia. 

D'Augusta all' ultimo d'ottobre 1547. Okt. 31 

86 Air imperatore ö sopragionta la gotta in un braccio, et ö il 

sinistrOy quäl lo fa star ritirato alquanto'). 

Cerca le altre occorrentie di qua V. S. 111™* havrk da intendere 
che, se ben gli elettori et principi havessero assentato alla replica 
dello imperatore, come giä io scrissi, nondimeno le terre franche 

40 erano State ritrose, non est ante che dil loro voto non si tenga conto, 
perö doppo ancor quelle si sono rimesse a Sua Maestä senza con- 

a) DitBtr Ab»atg eigenhändig. 



174 Nrr. 66—57: 1B47 Oktober 81— November 2. 

ditaone'), bencb^ hanno detto che sperano che Sua Maestä operarä 
che siano udite et che si habbia d'attendere la sciittura sacra, et 
non so che altre parole, de quali non ho noticia. et monsignor 
d'Arras venne da me questi giomi a farmi relatione di questa 
sustanza. 6 

Ancora si fanno qualche congregationi sopra il negotio della 
lega; perö non vi e altro di risolutione, et quanto al fame giuditio 
mi rimetto al gik scritto. 

n marchese di Brandebnrgo elettore ancor lui e venuto^), di 
modo che vi sono tutti li elettori. 10 

Et h nasciuta la voce che viene qua la regina Maria per 
diffinire certa sua Ute col re de Bomani suo f rateUo ; perö, quando 
venghi, si puö credere sia per altra causa, forsi per dar' ^ altri 
radministratione de quelli Faesi Bassi'). 

t venuto ancora qua un ambasciatore di Polonia, homo di 15 
conto, fratello giä di Hieronimo Lasco, et si aspetta un' altto suo 
coUega. non so particolarmente la causa, benche dicano che seranno 
per intervenire al concilio. il Lasco e in nome del re vecchio et 
Taltro serä per il re giovane")*). 

1547 67. MignaneUi an Famese: repetiert die letzterhalteiien und letet- 20 
Nov. 2 gesdiri^>enen Briefe; hat vom römischen Könige eine ausweichende 
Antwort in betreff Piaceneas erhalten; gleichzeitig beschwört Ferdinand 
den Papst, das Konzil nach Trient z^rüdczu führen. Was MignaneUi 
darauf geantwortet. Er hat im übrigen seit längeren Tagen keine 
Gelegenheit zum Verhandeln gehabt Er drang darauf, daß der 25 
Kardinal von Trient, dessen Mission an den Papst am 1. November 
verkündigt wurde, für die Sache von Piacenza eingehend instruiert 



a) JX Laico — giovine eigenhändig nctchgdragen, 

1) Vgl die Duplik der Städte bei Mohnike, Bartholomäus Sastrow II S, 161 ff. ; 
'dazu Beutd, Ursprung des Interims S. 25 f. Der Form dieser Duplik nocA war SO 
die Unterwerfung der Städte allerdings nicht bedingungslos, insofern sie sich da* 
gegen venoahrten, die bisherigen ScMüsse des Konzils anzuerkennen, auch „der 
Vatter heiligen Schriften" nur soweit für maßgebend annehmen, als sie ^der gött- 
lichen Lehre gemäß" seien. 

>) Am 29. Oktober 1547; vgl Droysen, Gesch. d. preuß. Politik II, 2, 316 85 
Anm. 1. 

') Maria kam erst am 23. November in Augsburg an: Holtzmann, Kaiser 
Maximilian IL S. 69; Waltz, Die Denkwürdigkeiten Karls V. (Bonn 1901) 8. 13 f 
Vgl. auch unten zu Nr. 59 und besonders Nr> 69. 

*) Nach den Venetianischen Depeschen vom Kaiserhofe II S. 365 Anm. war 40 
[Stanislaus] Laski gekommen, um namens des Königs Sigismund von Fölen den 
Kaiser zu seinen Siegen zu beglückwünschen sowie wegen Preußen zu unterhandeln. 



2L 24 



Nr. 67: 1547 November 2. 175 

werde; doch geht man Über aUgemeine Bedensarten nicht hinaus; er 
gHavbt auch nicht, daß man ihm hier etwas verheimliche; man wiU 
die Kiofielssache von der Angelegenheit Piacenzas gebrennt halten. 
Auch eine Anfrage, wie Ottavio sich verhalten solle, wurde nur im 
5 cMgemeinen beantwortet. Man wirft Dandino Umtriebe gegen den 
Kaiser vor. — Von den Verhandlungsgegenständen des Beidistags 
ist aUes außer der Liga dem Kaiser anheimgestellt] die zahlreich er- 
schienenen Stände %vürden gern heimziehen, aber man hält den Beichs- 
tag hiny vidleicht um ihn gegen Frankreich noch zu benutzen. 1647 
10 November 2 Augsburg. 

Alts Farma Ärchivio di Stato Carteggio Farnesiano Orig, (ritenuta all! 4, 
ricevuta alli 14) und Duplikat (das in forÜaufehder Abschrift auch die 
Nrr. 59—61 enthalt). 

Alli '30 del passato nii fu consegnata la lettera di V. S. 111™* Okt. 30 
16 etR"**delli 18*), che accusa il ricevnto della mia delli 8*). saranno 16. 8. 
poi comparse Taltre delli 14, 16, 21 et 24»). 14 16. 

Dali' hora in qua ho havnto la risposta della Maestä de 
Bomani, che dice haver parlato della restitutione di Piacenza et 
che Sua Cesarea Maestä non puo dir altro, finche don Giovanni 

20 Ficaroa non' toma et don Diego non rescrive le repliche di Sua 
Santitä alla risposta data a monsignor B,^^ legato. poi soggionse 
che io sapevo bene la resolutione fatta in dieta, che la Germania 
si contentava stare alle determinationi da farsi nel concilio di 
Trento, et che Sua Cesarea Maestä, come padre di questa natione, 

25 haveva a cuore sopramodo il negotio della religione, il quäle non si 
poteva trattare in altro luogho che in Germania, che prelati erano 
partiti di Trento „sine sei tu Caesaris et sine aliqua causa^ (furono 
formali parole di Sua Maestä); perö pregava Sua Santitä a ridurli in 
Trento, dicendo che qhesto sarä buon mezzo d'accommodare il ne- 

80 gotio di Piacenza. gli fu risposto che'l vero ordine et degno di 
buon principe era per tor via le inconfidentie, che Sua Maestä non 
tolerasse un caso cosi brutto et pieno di tante sceleraggini, come 
era questo; altrimenti non vedevo che nelle cose del concilio et in 
ogn' altro negotio publice non fussero per nascere delli impedimenti; 

Sh porö che Sua Maestä havea in mano il poter facilitare et provedere 
al tutto. 



^Y Nicht vorhanden. 
•) 8. 0. Nr. 55 zu Anfang. 

») 14. Oktober = Nr. 48; 16. (vielmehr 15.?) 8. 8. 148 A. 3; 21. 8. 8. 156 
-10 A. 1. 2; 24. 8. 8. 158 A. 2. 

^) Über die Audienz der Päpstlichen bei K. Ferdinand s. oben 8. 156. 



176 Nr. 67: 1647 November 2. 

Dalla partita del corriere, ch'io mandai a Bologna'), in qua non 
ho havuto che fare. monsignor E™® 111"*® legato ha piü volte nego- 
tiato con monsignor di Granvela et monsignor d'Aras, et, qnanto 
aUa mia commissione non mi ha comnnicato cosa di momentp'); 
pure mi riporto a quel che scriverä Sua Signoria B"^. alla Cesarea 5 
Maestä ö venuta la gotta in un braccio, et si stä retirata et senza 
negotiare. 

Nov. 1 AI primo dell' instante si 6 publicato che monsignor 111"° di 

Trento viene a Boma, et Sua Signoria B™* dice che l'altra volta 
venne per la guerra') et hora viene a Sua Santitä per la pace. iO 

Subito inteso che partiva, parlai a monsignor di Granvela, 
monsignor d'Aras et al padre confessore, proponendo che neue in- 
structioni che si davano a Sua Signoria B™^, si venisse a qualche 
particolare delle cose di Fiacenza, replicando tutto quelle che altre 
volte havevo detto in questo proposito. la somma e che io non ho 15 
potuto trar' altro che parole generali della bona volonte dell' im- 
peratore verso il signor duca Ottavio, et di stare in bona amicitia 
con Nostro Signore. poträ. essere che si porti qualche bene segra- 
tamente o di Piacenza o d'altro sanza communicarlo a me, et pia- 
cesse a Dio che fusse, ma io no'l credo, et presto ci chiariremo. 20 
monsignor di Granvela et il padre confessore mi hanno aper- 
tamente detto che Sua 111™* et B™* Signoria viene a Boma per il 
negotio della religione et Io vogliono dividere da quel di Piacenza, 
fugende il parlame al iuditio mio, et ancorche si replichi, non vedo 
chel replicare facci alcun frutto, 2& 

Ho pregato che lor Signorie conseglino il signor duca nostro 
che modo ha da teuere per rihavere il suo con gratia di Sua 
Maestä; non mi rispondano altro, salvo che Sua Eccellentia si go- 
vemi prudentemente, ricorra a Sua Maestä, si contenti della risposta 
data et si lassino le pratiche et li maneggi che dispiacciono a 80 
detta Maestk et dicendo che sono tutti sogni, si sono lassati in- 
tendere che hanno tanto lume delle pratiche passate che non par« 
lano senza fundamento, nominando monsignor Dandino senza venir 



*) Wohl der Kurier, der die Depesche vom 24< hefSrderte. 

^) Vgl aber Sfondratos Angabe am Schluß von Nr> 58. Übrigens bezeugte 86 
Mignanelli in einem Briefe vom 5. November an Maffei in eigenhändiger Nach- 
schrift seine Bewunderung und Sympathie für Sfondrato, mit dem er ne la piü 
gentil conversatione lebe; oltre infinite virtü, de le quali havevo informatione, 
nel conversare et nel ponto de rhomo da bene mi ha satisfatto mirabilmente. 
Parma, Oarteggio Farnes. Orig. 40 

«) Nämlich im Jahre 1546; vgl NuntiaturberichU Bd. 9 Einl p. VIII— XIV. 



Nrr. 57—58: 1547 November t— 8. 177 

con me ad alcun particolare '). et ancorchä, come ho detto, si vadi 
repliciEmdo a ogni cosa (come conviene), non vedo fin qui che 
repliche sieno prese per buone. 

In questa cittä sono li setti elettori con tutti li principali del- 
5 rimperio et procnratori delle cittk franche, et dal far la lega') in 
fuori pare che tntte Taltre cose si rimettino in Sua Maestä, la 
quäle nelle reliqnie dell' essercito spende piü di centomilia scudi 
il mese, et li principi et tutti gFaltri per la spesa et per Tincom- 
moditä volentieri ritomarebbeno alle case loro; nondimeno la dieta 
10 si va prolungando, che non pare senza misterio! et alcuni dicano 
che si disegna contra Francia et rimettere in stato il signor principe 
di PiamontCy del che mi rimetto a quel che vedremmo alla giornata. 

D'Augnsta alli 2 di novembre del 47. 1547 

58. Sfondrato an Famese: Sprach mit dem Bischof von Ärras über 1547 
ib die Sendung Madruzzos und die Rückverlegung des Konzils. Arra^ ^or. 3 
will nicht zugeben, daß mit dieser Angelegenheit die Angelegenheit 
Piacenza, die Privatsache sei, vermischt werde; man scheint zu wünschen, 
daß hier alles dem Kaiser anheimgestellt werde. Kardinal Madnizzo 
ist sehr zurückhaltend in betreff seiner Aufträge; vielleicht verheimlicht 
20 er manches. Man sagt, die Kaiserliclien wünschen Vornahme der 
Kirchenreform auf dem Konzil und Vorkehrungen für den Fall einer 
Sedisvakanz des Papsttums. Sfondrato teilte MignaneUi alles mit. 
1547 November 3 Augsburgp 

Aus Archmo Vaticano Carte Famesiane fasc. 6 Duplikat — Auch Trient 
25 Bibl civica cod. lll pag. 172 — 175 spätere Abschrift; daraus gedruckt 

Cenni sUmci p. 199—202. 



Hierzu vgl. was Sfondrato am 3. November vertraulich an Maffeo schreibt : 
er habe aus guter, wenn auch nicht völlig sicherer Quelle erfahren che a questi 
signori son State mandate da Milano osia Piacenzfk copie di lettere et pro- 

90 cessi, per li qnali si mostra ch'il signor duca morto trattava con Francesi per 
via di monsignor Dandino. n^ so piü oltra, salvo ch*io penso che quelli 
accennjL ch'implicitamente disse monsignor di Granvela, secundo ch'ho scritto 
a monsignor nostro [Nr. 56], forsi volevano significare una simil fantasia. 
Arch. Tat. Carte Farnes. VIl eigenh. Orig., praes. 14. 

85 S) La lega, per quel che fin qui s'intende, non va inanzi, meidet Migna- 

ndli am 2. November den Konzilslegaten: Carte Cervin. filza 17 fol. 85 Orig., 
mit Bandnotizen von anderer Hand. Andererseits meldet am 3. der Bischof tH>n 
ForÜ: Die Städte auf dem Beichstag haben sidi vor drei Tagen bereit erklärt, sich 
dem Konzü zu unterwerfen und der Liga beizutreten zur großen Genugtuung des 

40 Kaisers; auch Boiemf Kurbrandenburg und selbst Johann Friedrich, den Don 
Francesco gleichsam bekeJirt haben solle, setzen der Liga keine Schmerigkeit meJir 
entgegen. Med. 4804 fol. 2t6b-.217i^. 

Nniiti»turb«riohte, erst« Abteilimg, Bd. X. 12 



178 Nr. 58: 1647 November 8. 

Nov. 1 Hieri venne da me monsignor d'Aras et scoperse quello ch'era 

Okt. 31 restato Taltro hieri *) dubbio nel ragionamento havuto con monsignore 
di Granvela, con fanni intendere in nome di Sua Maestä ch*havendo 
ridutti questi della dieta a rimettersi al concilio di Trento nel modo 
giä scritto in Taltra mia, havea ancora ordinato di mandare il car- 6 
dinale di Trento a Homa per far instanza a Sua Santitä. che volesse 
provedere, acciochö lo effetto succedesse, parendole che la persona 
d'esBO cardinale fusse a proposito per essere non solo affettionato 
di Sua Maestä, ma ancora di Sua Beatitudine, et per il grado che 
tiene, et che ricercava ancor me ch'in ciö facessi il debito offitio. 10 
io gli risposi che nelle cose del concilio Sua Santitä si era sempre 
rimessa ad esso concilio, benche questi signori non habbino mai 
tenuto conto alcuno di questa ragione. perö io non mancai di 
commendare la elettione di detto monsignor R™®, et a proposito 
entrai nel particolare di Piacenza col modo ch' haveo ancor fatto 16 
con monsignore di Granvela, non lassando punto alcuno. ma in 
sustanza da lui non hebbi altro salvo ch'esso non teneva commissione 
di parlar di questo negotio et che mi sapeva ben dire che Sua 
Maestä in nullo modo haveva per bene che la cosa del concilio 
et della religione si trattasse con quosto particolare, et ch'erano 20 
avvisati da don Diego che V. S. 111™*, trattando con lui, havea 
detto medemamente che non volea che Tuna causa s'immeschiasse 
con Taltra. et di piü mi soggiunse ch'il volerlo immeschiare insieme 
non era benefitio dil signor duca Ottavio nh di casa sua. al che 
dicendo io che volete adonchi si faccia? et non rispondendomi 25 
altro, vi aggiunsi che si comprendea assai che forsi voleano si 
rimettesse il tutto a loro discretione, ma che considerassero**) bene 
ch'il caso nostro era diverse dalli altri. et ciö dissi perö che*) qua 
si suole addurre che Sua Maestä ha restituiti di quelli che si sono 
rimessi a lei. nil che mi rispose che pensava che questa via di 80 
rimessione fosse sola la buona, lasciando le altre. finalmente io 
ricercai da esso monsignore per havere audienza da Sua Maestä, se 
si potesse in questa indisposition sua, et lo dissi piu tosto per fare 
il debito offitio che per sperame io il rimedio, perche giä si e provato 
che non mutano queste sue deliberationi. et a questo proposito li 85 
feci intendere che io ne haveo particolare ordine per lettere di 
V. S. 111™* per sapere l'intentione di Sua Maestä cerca questo negotio 

a) Duplikat considenndo. 
h) Statt perch«. 

*) D. i. am 31. Oktober {Nr. 66); vorliegendes Schreiben ist offenbar schon 40 

am 2. November entworfen. Auch aus Nr. 57 geht hervor^ daß die Mitteilung 

aber die Legation Madruzzos an die Päpstlichen — nach obigem „hieri* — am 

1. November erfolgte. 



Nr. 58: 1647 November 8. 170 

di Piacenza et quello ch' havesse da fare Till™® signor duca Ofctavio. 
mi rispose che come havesse potuto parlare con Sua Maestä, havria 
fatto intendere il tutto. 

lo comprendo assai che, se alcuno puö fare qualche effetto, e 

B monsignor R"® di Trento, perche oltre al debito quäl fciene per molti 
rispetti, saria ancora convenevole alla sua negotiatione che portasse 
seco qualche espediente buono. et perö io non ho mancato di 
famelo advertito con ogni instanza. tutiiavolta Sua Signoria ß™^ 
sino ad hora non mi ha scoperto cosa alcuna, dicendo che giä 

1 quattro giorni gl} f u accennato di tal sua andata, ma che tion 

essendone certo non me Thavea fatto intendere prima de hieri, et Nov. 1 
che tiene a cuore prencipalmente gli particolari di V. S. 111™* et di 
sua casa, et che come sappia piü oltre, me ne darä noticia, benchä 
non mi assicuro di poter intender' il secreto, perchö parerä. forsi 

15 honesto che lo ritenga in se; ma io non me ne curaria, purche vi 
sia cosa di buona sustanza. 

Mi k detto ancora che quanto alle cose del concilio, che col 
ricercare la riduttione a Trento sarä per trattare sopra il modo di 
fare la riformatione, perchö, come giä lungo tempo scrissi, hanno 

20 sempre mostrato qua desiderio che Sua Santitä la facesse con parti- 
cipatione loro per finire piü tosto il concilio et levare molti disor- 
dini; et parimente havrä da trattare dil modo che in sede vacante 
resti al coUegio la solita facultä della elettione. nelle quali cose io 
non ho cercato piu oltre, non solo perche a me non 6 fatta alcuna 

25 communicatione, ma ancora che fosse fatta, non mi seria interposto 
punto '). 



*) Im seilen angezogenen vertraulichen Briefe an Maffeo vom 5. bemerkt 
Sfondrato: Io penso ben, che con la prudentia vostra considerareti^ che questp 
atto, qnal fark monsignor Rmo di Trento, di richieder il concilio in Trento per 

80 riduttione di qnesta provincia, p6 mirar piü oltre, cioö de dar pretesto a 
qualche imaginatione loro di metter in negligentia Sua Santitä, quando non 
gli consenü, et il collegio, et presuponer poj ch'a loro sia devoluta la facultä 
di farvi altra provisione. io non ne ho giä altro sentimento di qua, n^ che 
monsignor di Trento vi habbia intentione, ma ^ sola suspitione o per dir 

35 meglio advertimento ! — Ehendaselbat an einer anderen Stelle mit Bezt4g auf die 
allgemeine Lage: io prego il signor Dio che per sua bontä ve inspiri alla via 
men mala, perche di bona non mi prometto. A. a. 0. Das allgemeine Qerede 
gibt der ferraresische Qemndte Erzbischof von Santa Severina wieder, wenn er 
schreibt (3. November): der Kaiser wolle^ wenn der Papst in der Konzilssache 

40 nicht nachgebe, veranlassen, daß die Prälaten aus Ungarn^ Polen, Böhmen, 
Österreich^ Deutschland, den Niederlanden, Portugal, Spanien^ Sidlien, Korsika, 
Sardinien, Neapel usw. nach Trient kämen, sodafi die ganze Christenheit außer 
Frankreich und dem Patrimonium dort vertreten sein würde. Und zwar werde das 
Konzil noch vor Ostern t'i48 „in essere" sdn; der Kaiser wolle ihm persönlich 

12* 



180 NiT. 58—59: 1547 November 8. 

lo ho communicato il tutto, come soglio, con monsignor 
Mignanello, et benche pensassi che poco altro piü di sustanza io 
potessi cavar, nondimeno io gli ho laudato che ahneno facesse 
Toffitio suo con questi signori et cosi e seguito, come esso avvisark*). 

Nov. 3 Da Augusta alli 3 di novembre 1547*). 6 



1547 59. MignaneUi an Farnese: Satte ein ergebnisloses Oespräch mit dem 
Nov. 3 Kardinal Trtxhseß über die Mission Madruzeos. Truchseß machte 
Andeutungen wegen eines neuen päpsUich'kaiserJichen Bündnisses 
gegen die deutschen Protestanten und wies auf die Wichtigkeit hin, 
Oranvella für sich eu haben. Königin Maria und die Kinder des lo 
Kaisers werden erwartet. Wie der Plan der Entsendung Madruzzos 
entstanden ist. Figueroa ist aws ßom eingetroffen; MignaneUi er- 
bittet Audienz beim Kaiser. Sprach mit Aurelio Cattaneo über die 
Antwort des Kaisers wegen Piacenza; MignaneUi scJiliefit, daß der 
Kaiser eine allgemeine Verständigung mit dem Papst herbeizufuhren 15 
beabsichtige; bedauerlich ist das hohe Alter des letzteren, das eine 
abwartende Haltung erschwert, — Nachschrift über die voraussicht- 
lichen Folgen einer Verständigung zwischen Kaiser und Papst für 



beiwohnen und zwr SicherJieit, damit jeder frei sprechen könne^ 2000 fanti auf- 
stellen. Modenoj Germania B. 9, Orig. u. DupL — Über die Aussichten der 20 
Mission Madruzzos berichtet der B. txm Forli in einer Depesche vom 5. November; 
viele glauben, Madruzzo werde nichts ausrichten, hora che'l papa si truova su le 
grandezze di Francia. Ohnehin sei der Fapst Gegner des Konzils und da werde 
ihm um so mehr die Angelegenheit von Piacenza zum Vorwand dienen; Sfondrato 
selbst habe geäußert, ehe Piacenza zurikkgegdben sei, denke Faul nickt an Rück- 25 
Verlegung, vielmehr che farä presto un berlingozzo in Bologna et serrerä la 
tratta. Cod. Med. 4804 f. 216*»— 217». Derselbe dann am 6. November: am 
Freitag (4. Nov.) hätten Don Francesco [de Toledo] und er bei Granvela gespeist, 
der sie hernach allein zurückbehalten und ihnen gesagt habe: scrivete al duca 
fCosimoJ per mia parte, che non faccia motivo alcuno d*arme per le molte 80 
girandole del papa et de Francia, peroch^ siamo sicuri per questo anno che 
quello non ardirebbe di muoversi et questi altri non possano, ma bravano 
per timore; immerhin möge der Herzog wachsam sein. Ebendaselbst fol. 217» 
bis 218». 

>) Ygl. Nr. 59. 85 

') Im Briefe an Maffeo (s. o.) beklagt sieh Sfondrato über eine nova calum- 
nia a me data, perch' ho inteso esser stato referto a Sua Santita, come io 
attendo qua a giochare, et di piä che lo ha detto a certo proposito. io vi 
prometto, entschuldigt er sich, che doppoj mi parti da Boma» non ho giocato 
piü de cinque o sei volte, et in quelle de pochi danari et pocho spatio di 40 
tempo; er bittet^ daß Maffeo, wenn sich Gelegenheit ergibt, ihn dementsprechend 
veranttoorte, perch^ non voglio negare che mi spiaceno tal sinistre relationi, 
alle quali pare che io sia 9i(!) sottoposto. A. a. O. 



T^T, 69: 1647 November 8. Igl 

die Stellung der Famesen in Oberitalien, Audienz beim Kaiser ist 
für heute nidit beioüligt. 1547 November 3 Augsburg. 

Am Parma Arckimo di Stato, Carteggio Farnesiano, Orig. und Duplikat 
(vgl. zu Nr. 57), 

b Hoggi alli tre ho visitato monsignor d'Augusta, pregando con Nov. 3 
grandissima instantia che, senza dirmi alcun particolare, solamente 
mi dicesse in genere se il signor cardinal di Trento portava im- 
basiata da consolare Sua Santitk. rispose piü volte et in diversi 
propositi, non sapere cosa alcuna; ma perchä il ragionamento fu 

to longo, mi domandö s'io pensavo che Sua Santitä venisse ad una 
capitulatdone d'ogni cosa, nella quäle deponesse in Yinetia dugento 
o trecento milia scudi, solamente da spendersi per ridurre le cose 
di Germania alla religione, in evento che bisögnasse di nuovo pigliare 
Tarmi; ricordando che, havendosi a trattar di qua qualsivoglia 

1^ cosa, e piü che necessario guadagnarsi monsignor di Granvela et 
e cieco chi non lo vedesse, ne puö essere migliore instrumento che 
il signor cardinale di Trento. 

Disse che veniva a questa corte la regina Maria*), et pensava 
certo passaria in Germania ancora il principe et la principessa di 

20 Spagna, et che si desidera far nozze, volse dir del principe Massi- 
miliano. don Luigi d'Avila parte per Spagna et ha detto che 
ritornarä in qua co'l principe, potria essere che in una simil passata 
venisse ancora della fantaria Spagnola. 

Da persona che lo puo sapere, ho inteso s*era parlato mandare 

26 uno in nome di Sua Cesarea Maestä et dell' imperio a Roma, par- 
ticolarmente per le cose del concilio et della religione, con diman- 
dare im legato perpetuo per questa natione, et all' hora caminava 
inanzi a questo negotio il signor cardinal d'Augusta; poi Sua 
Cesarea Maestä ha risoluto mandar senza l'imperio et, mutata la 

80 persona, e caduta la sorte nel signor cardinal di Trento. 

Hiersera al tardi gionse il commendatore Ficaroa^), et perche Nov. 2 
parlando prima con monsignor di Granvela havevo detto*) che, 
mandandosi a Koma il signor cardinal di Trento, pareva conveniente 
che Sua Maestä havesse havuto lettere dal signor don Diego et 

85 da Ficaroa, agl' avvisi de quali ero stato rimesso per intendere piü 
oltre la mente di Sua Cesarea Maestä circa la mia commissione, et 
Sua Eccellentia haveva risposto et giurato poi la venuta mia non 

_ _ _ • 

1) Der Erzbischof von 8. Severina wollte erfahren habm^ die Königin, zum 
Reichstag untentegs, solle auf Veranlassung des Kaisers in Luxemburg Halt gemacht 
40 haben, 3. November (Modena l c). 
*) Vgl oben Nr. 47. 
*) Vgl Mignaneüis Depesche vom 14. Oktober Nr. 48. 



182 Nr. 69: 1547 November 8. 

baver lettere da alcun' di loro: pero inteso la venuta di Ficaroa 
tutta questa mattina per via di monsignor di Granvela et di mon- 
signor d'Aras ho procurato Taudientia di Sua Cesarea Maestä per 
lioggi» öt hora, che sono circa 20 höre '), Sagante*) 6 venuto da me 
con dire che monsignor di Granvela farä Toffitio et mi farä inten- 5 
dere se hoggi potrö havere audientia, et cosi mi starö in casa 
aspettando. et se messer Aurelio, segretario di monsignor 11™^ di 
Trento, non partirk'), scriverö quel piü che mi occorrerä nella mia 
negotiatione ; altrimenti se ne verrk con questi avvisi cosi im- 
perfetti 10 

Questa mattina dolendomi con detto messer Aurelio della ris- 
posta data in questo benedetto negotio di Piacenza, mi rispose 
formalmente: volevate voi che Timperatore restitnisse Piacenza alla 
prima parola, massime vedendosi che bisognava o venire a con- 
cordia delle cose del concilio o rompere tra Sua Santitä et Sua 15 
Maestä? al che fu replicato che, non volendo Sua Maestä. restituire 
quella terra alla prima dimanda, si potevano fare molte risposte 
piü convenienti et al tempo et al negotio che non fu quella data 
a monsignor B™^' legato. et queste parole di messer Aurelio mi 
fanno pensare che'l concilio in Bologna con la venuta de prelati 20 
Francesi habbi dato gran gelosia^) et che hora si disegni concordare 
ogni cosa. et questa si 6 la pace, per la quäle monsignor B™^ di 

Nov. 2 Trento disse venire a Iloma, come scrissi nell* altra mia delli 2, et 
con questo e conforme 11 ragionamento havuto questa mattina con 
il signor cardinale d'Augusta. nondimeno, come scrissi nella prima 25 

Okt 8 lettera mia delli 8 del passato^), Piacenza si riduce in negotio che 
porta con se dilatione et difficultä, nel che non vedo cosa che piü 
mi dispiaccia che l'etä di Nostro Signore®); perche, se Sua Beati- 
tudine havesse dieci anni manco, pensarei che in ogni cosa si fa- 
cesse bene; et ancor cosi spero che Dio aiuterä Sua Beatitudine! 80 
che ö quanto m'occorre di scrivere inordinatamente fino a quest* 
hora, che sono le 21 passate^). fra due höre haverö audientia 
certo dal signor duca d'Alva, et non parlando all' imperatore, scri- 
verö quel che passark con Sua Eccellentia o per messer Aurelio 



D. l 1^1» Uhr nachmitiags. 85 

2) Vgl Nuntiaturberichie Bd, 9 5. 625, L 
') Vgl. unten zu Nrr. 61 und 64. 
*) Vgl oh. S. 177 Anm. 1. 
») Vgl oben zu Nr. 46 (8. 139 A. 2). 

*) Der Papst stand damals im 80. Lebensijahrt (geb. Februar 1468); vgl 40 
uMen Nr. 9L 

^^D. t. nach 2^ ja Uhr nachmittags. 



Nrr. 59—60: 1547 November 8. 183 

non essendo parüto, overamente alla prima occasione, masBime che 
11 signor cardinal d'Augusta dice fra pochi giomi voler mandare a 
Borna messer Hannibale. 

D'Augusta alli 3 di novembre del 47. Nov. H 

5 Qua^) mi par che si disegni guadagnarsi in tutto Nostro Signore, 

che ha in se molte consequentie contrario a quel che Sua Beatitudine 
ne ha fatto in tutto il suo pontificato; pur mi potrei ingannare et 
la venuta del signor cardinale di Trento chiarirk la posta. chi 
non e piii che orbo, puo vedere che'l successo di Piacenza ha havuto 

10 altre radici che delli traditori congiurati di quella cittä; perö vedendo 
Tetä di Nostro Signore et non si facendo presta provisione, a me 
piaceria, quando non discontentasse il signor duca Ottavio, quel che 
d'Italia da piü persone e stato scritto in questa corte, lassar Parma 
a la chiesa con le ragioni di Piacenza et pigliar Camerino '), massime 

15 che, se il tempo portark cosa migliore, si poträ sempre pigliar' 
Toccasione et cosi in ogni evento rimanere al sicuro. et questo dico, 
perche nel restar casa vostra in Lombardia in questo stato vedo 
aparecchiate infinite difficultk et impedimenti quasi inextricabili. et 
poiche a Dio h piaciuto lassar seguir un caso cosi enorme, penso 

20 sia stato minor male Tesser seguito in vita di Nostro Signore, 
accioche Sua Santitk possi provedere non solamente a Thonor de 
la sede apostolica, ma ancora a Tinteresse de la 111°^^ casa sua. al 
che e bene non perder tempo. 

Monsignor^ di Granvela ha mandato a dire che per hoggi 

25 rimperatore non vuol dare audientia. 

60. Mignanelli an Farnese: Der Kaiser leidet wieder an der Oicht, 1547 
gab deshalb heute keine Andiene. MignaneUis Verhandlung mit dem ^ov, 3 
Herzog von Alba bot nichts Neues, sondern befestigte ihn nur in der Über- 
zeugung, daß Pierluigi als Opfer der Staatskunst des Kaisers, der er 
80 sich nicht unterwerfen woUte, gefallen sei. Die Summe der Eindrücke 
und Erfahrungen des Nuntius auf dieser Mission ist: Das Reich 
droht von der Kirche abzufallen, wenn der Papst in der Konzüs- 
frage nicht nachgibt Daß Madruzzo wesentliches ausrichten werde, 
ist sefir zweifelhaft. 1547 November 3 Augsburg. 

85 Aus Neapd Grande Archivio Carte Farnesiane fasc. 690 Orig. ricev. alli 14. 

— Auch Parma Archivio di Stato Carteggio Farnesiano Duplikat (vgl. zu 
Nr. 67). 



a) Naa^9ehrifl im Original van Migncauais Hand, 
h) Diete Schlußnoti* fehlt im Duplikat. 

40 1) Vgl dazu S. 185 A. L 



Ig4 Nr. 60: 1547 November 8. 

L'imperatore questo giomo non ha dato audientia per essere 
stato maltrattato dalla podagra, la quäle lo molesta non solamente 
nella spalla et nel braccio stanco, ma ha dolori in diversi luoghi 
della mano dal medesüno lato, et hoggi gli e sopragionta nel 
ginocchio, et cosi passa tempo al meglio che puö, senza dare 5 
audientia a forestieri. 

Siamo a un' hora di notte ^) et $o tomato dal signor duca d' Alva, 
con la cui Eccellentia ho fatto quelli medesimi offitii che con gli 
altri signori. la sttstantia del ritratto e questa, che'l negotio della 
religione non s'ha a mettere con alcun' altro interesse private, et 10 
che riccorda a Sua Santita che lassi li maneggi et le pratiche,- 
delle quali si e scritto piü volte, peichö possano nuocere et non giovare. 
et facendo questo non dubita Sua Eccellentia che Timperatore 
farä quel che conviene in questo negotio de Piacenza, come ha 
fatto sempre in tutti graltii maggiori. et piü volte zni ha repli- 15 
cato: piacesse a Dio che Nostro Signore havesse havuto fede in 
Sua Cesarea Maest^, perchä non sarebbeno sucesse molte cose che 
hanno offeso l'uno et Taltro principe, riccordava a V. S. che la 
f acesse ogni officio di non volere Timperatore a patti, ma pigliario 
secondo la natura sua — credo vogli dire che parlandosi del con- 20 
cilio non se parli di Piacenza. al tutto ö stato replicato difusamente, 
ma in somma non vedo quel guadagno che vorrei et si toma 
sempre in questo che Tinfelice signor duca nostro bo. me. habbi 
dato causa di gelosia et non habbi fatto professione di servitore di 
Sua Cesarea Maestä. 25 

Ho dimandato il signor duca che consegli il signor ducaOttavio che 
ha da fare per rihavere il suo con gratia di Sua Maestä? et Sua 
Eccellentia se ristringe nelle spalle, et dicendole io, se lo consegliava 
a venire qua, non me ha voluto rispondere ; ma solamente Tesshorta 
a procedere con ogni somissione et reverentia con Sua Cesarea 80 
Maestä, sapendo che questa ö vera via di far qualche bene, 

E vicino a un mese che io son qua, et ancorchö io non habbi 
altra commissione che della restituzione di Piacenza, nondimeno 
nelle cose publiche et che importano mi pare che ogni ministro 
possi pigliar segurtk de scrivere. nel parlare universalmente con 85 
tutte le persone grande et qnalificate de questa dieta, si vede pi- 
gliare una strada che, non si facendo il concilio in Trento, questa 
natione provederä da se medesima, che non vuol dire altro che un* 
scisma manifeste! et credo che nella venuta del signor cardinal 
de Trento si scopriranno li fondamenti che si fanno per questa 40 



D. i. 6^19 Uhr abends^ 



Nrr. 60—61: 1547 November 4. 185 

parte, che qua si diffende universalmente et sanza rispetto. non- 
dimeno so certo che Sua Santitä si govemarä in modo che la iu- 
stitia sarä dal canto suo, et il resto si lassarä in man di Dio, 
sperando in saa divina maestä, che non abandoni la causa sua. 
5 Non lasciarö nella penna che io ho parlato due volte a mon- 

signor di Trento, et quanto alla commissione che porta, non ho 
potuto trar altro, salvo che pensa portare materia da non dispiacere 
a Saa Beätitudine. credo bene, anzi so certo che Sua Signoria 
B"^» ^ ardentissima di fare qualche frutto in questa sua venuta; 
10 ma io non ne credo altro che quanto scrivo nell' altre mie — et 
piacesse a Bio ch'io fusse bugiardo. 

D'Augusta a 3 de novembre del 1547*). Nor. S 

61. Mignandli an Farnese: Motiviert die Art seiner Beriditer stattung. 1547 
Hatte heute mit Sfondrato bei dem kranken Kaiser AtAdicm, nachdem Not\ 4 

15 Sfondrato kurz zuvor Briefe Maffeos vom 24. und 29. Oktober er- 
halten hatte. Diesen entsprechend brachten sie beim Kaiser die 
Forderung der Bückgabe Piacenzas vor, erklärten cd>er, daß der Papst 
in jedem Fall auf den Wegen des Friedens verbleiben werde, er- 
läuterten auch die Gründe der Annahme von Söldnern in Rom, der 

20 Duldung der Vertriebenen von Neapel und des Verhaltens des Papstes 
zu K. Heinrich IL von Frankreich; sie baten auch, die Kanzilssadie 
in der Behandlung nicht von den übrigen vorliegenderi Fragen zu 
trennen. Der Kaiser antwortete, daß die Sendung Madruzzos Folge 
des Reichsbeschlusses sei, das Konzil in Trient zu besuchen^ tadelte, 

25 daß Mendoza in Rom stets ohne Antwort vom Papst bleibe und ge- 
dachte der umlaufenden Oerüdite von allei'lei Umtrieben des Papstes 
und seines Haukes, wahrte auch seine Rechte. Auf die Oegen- 
bemerkungen der Päpstlichen hob er hervor, daß er sich in der 
Defensive befinde und daß die Umtriebe des Papstes den erhofften 

80 Erfolg nicht haben würden; tadelte attch die Duldung der Verbannten 
in Rom. Gleichwohl will der Kaiser, efie er Madruzzo abfertigt, 

Am 3. November gehreibt Mignanelli auch an Maffeo, er habe am 30. Ok- 
tober von ihm einen Brief erhalten con una cifara, la quäle bisognarä poco, 
perche intendo tornarmene in Italia in ogni modo, poich^ nel punto della mia 

85 commissione non si puo fare piü di quello che V. S. Rev. vedrä per le publiche, 
et credo che la tornata mia non poträ essere se non di qualche servitio a 
Nostro Signore. Dazu die eigenhändige Nachschrift: Quel che V. S. ha scritto 
a monsignor Rmo legato di lassar Parma et pigliar Camerino, ^ stato scritto 
da altri in questa corte. et quando contenti il signor duca Ottavio; come 

40 dovaria per non s'ingannare, h cosa la miglior che si possi fare per hora 
honestamente a servitio de nostri padroni. et vi pago il feltro, se mi mandate 
la nuova che sia fatto. 



186 Nr. 61: 1B47 November 4. 

nochmals mit sich zu Rate gehen. Herzog Ottavio tvird Htm stets 
willkommen sein. — Die Päpstlichen haben atts den Worten des 
Kaisers den Eindruck gewon^nen, daß eine bestimmte Aussicht auf 
Bückgabe Piacenzas nicht besieht, daß aber der Kaiser doch Ottavio 
nicht vor den Kopf stoßen möchte; auf die Art seines Vorgehens wird 6 
das künftige Verhalten des Papstes von Einfluß sein. 1547 November 4 
Augsburg, 

Aus Parma Ärch. di State Carteggio Farnes. Duplikat (s. o. in der Siück- 
heschreibung von Nr. 57). -- Das Original in Neapel Carte Farnes, fasc. 
690, dur(A ein eigentümliches Versehen des Abschreibers verstümmelt, der 10 
im drittvorletzten Absatz nach signor duca in den Text einer anderen De- 
pesthe Mignanellis (vom 8- Oktober, angeführt oben zu Nr. 46) übergeht 
und ztoar bis zum Schluß (Datum inklusive). Auf einem beiliegenden be- 
sonderen Blatt finden sich dann die beiden letzten Absätze unserer De- 
pesche; hier der Vermerk der Kanzlei Fameses: ricevuta alli 14; auf dem 16 
Hauptbrief der Vermerk: respons, 17 ejusdem. 

lo scrivo spesso, longo, vario ot confuso, come ministro che, 
non potendo venire al ponto et non havendo lume, va scrivendo 
ogni minima cosa di quel che d'hora in hora si puö ritrare di qual- 
sivogli luogho, servendo con quella fede et diligentia che puö et 20 
lassando li partiti et le resolutioni, che in veritä sono scarsi et 
difficili, in man de padroni. 

Nov. 4 Messer Aurelio^) non e ancor partito, et hoggi che siamo alli 

4, la Maestä Cesarea ancor con la podagra ci fece intendere per 
monsignor di Granvela che alle due höre andassimo alF audientia, 25 
perche voleva udirci prima et poi udire monsignor ß™<> di Trento 
per risolvere la sua speditione. et cosi, essende monsignor R™® 
legato et io a cavallo per uscire dell' alloggiamento, sopragionse il 
corriere mandato al signor Sforza*), per il quäle Sua Signoria R™* 

Okt. 24. hebbe le lettere di monsignor Maphei delli 24 et 29 del passato'), 80 
^^ et lette dette lettere, intendendo noi il progresso delle cose di 
Boma et la mente di padroni, ci risolvemmo proporre con qualche 
temperamento il negotio di Piacenza, come da basso s'intenderk. 
il che dico, perche nanzi la venuta del corriere eravamo risoluti 
risentirci honestamente del modo che si teneva et le risposte che 85 
si davano in un caso cosi accrbo verso Nostro Signore et Sua 
111™* casa. et cosi andati da Sua Maestä, che sedeva co'l braccio 
stanco al collo et cö piedi sopra scanni et cusini, fu detto che, 



') Der schon erwähnte Sekretär Madruzzos, Aurelio Cattaneo, der wohl seinem 
Herrn voranreisen sollte, ihm dann aber nachgefertigt wurde: vgl. unten zu Nr. 64. 40 

») Vgl oben 8. 169 u. Anm. 1. 

') Nicht vorhanden; vgl. ebendaselbst und — zu dem Inhalt des Briefes vom 
29. — unten Nr. 66. 



Nr. 61: 1S47 November 4. 187 

essendo tomato Ficaroa con letitore del signor don Diego') et 
vedendo Tandata di monsignor K™^ di Trento a Borna, speravamo 
che Sua Cesarea Maestä fasse servita venire al particolare et darci 
qualche lume della mente di Sua Maestä, replicando renormitk del 

5 caso con le sue circonstantie in poche parole, la dilatione de duo 
mesi, ne qüali non s'era fatta provisione alcona, et che Saa Santitä. 
non puö far altro che dimandar Piacenza a Sua Cesarea Maestä, 
sperando che la benignitä et dementia sua proveda opportuna- 
mente a un tanto negotio. 

10 Et perche la risposta data a monsignor B,^^ legato conteneva 

tre capi principali: l'attione di don Ferrante, Tauttoritä del im- 
perio et la quiete dltalia, fu detto che Nostro Signore non volea 
cercare le ragioni che havessero mosso don Ferrante, nh venire in 
iudicio o altramente disputare con Sua Cesarea Maestä le ragioni 

15 dell* imperio, massime che la causa non haveria iudice ne altro 
essecutore che Sua Maestä; perö che conforme all' altre sue 
attioni piene di honore et gloria poteva convenientemente prove- 
dere et satisfare al iusto et honesto desiderio di Nostro Signore, il 
quäle per qualsivogli occasione non era per lassare la via della 

20 pace et del ben publice di Christianitä. et in questo proposito fu 
detto che li mille fanti si tenevano a Roma per il suspetto che 
dava il signor Fabritio et il principe di Solmona; che li fuorausciti 
del Begno non si potevano cacciare, perche s'offenderebbe la libertä 
solita della corte; che alli Franzesi non si faceva altri favori di 

25 quel che conveniva a un buon padre verso un nuovo re Christiane, 
che mandava a rendere come figliuolo obedientia alla sede aposto- 
lica*). 

Et perche alli giomi passati nel negotiare coi ministri di Sua 
Maestä pareva che s'havesse intentione dividere il negotio del con- 

80 cilio da gl'altri, perö fu detto che, havendosi a trattare piü cose, 
per tor via gFimpedimenti et facilitare li maneggi, pareva con- 
veniente alla legge dell' amicitia trattare d'ogni cosa, et che Suä 
Santitä come buon padre et Sua Cesarea Maestä come figliuolo si 
unisseno insieme con Taccommodare il tutto et far piacere Tun a 

86 l'altro per la quiete et ben publice di Christianitä. 

La propositione fu assai longa, et V. 111™' et ß™» S. sia certa che 
CO ministri di Sua Maestä non si h mancato molto difusamente pro- 
porre, toccar li punti necessarii et raggionare tutto quel ehe con- 
viene al servitio di Sua Santitä et dell' 111"^' casa; ma non si 



^ö ») Vgl den Wortlaut des Bescheides des Kaisers oben zu Nr. 45 (S. 137 

Anm. 4») 

') Vgl, hierzu die Depeschen Mendozas (im Anhang). 



Igg Nr. 61: 1547 November 4. 

potendo havere altro in mano di quel che s'e scritto, era pur con- 
veniente et alla fede del ministro et alla qualitä del tempo 
et del negotio, di passo in passo sanza rispetto dare awiso fedel- 
mente d'ogni cosa. 

La risposta di Sua Cesarea Maestä fu: che, essendosi risolato 6 
in dieta Tandare a Trento, haveva deliberato mandai'e il signor 
cardinale a Borna, come prudente et bene inclinato a Sua Santitä, 
per le cose del concilio, che sono tanto universali come si vede; 
che don Diego scrive che Sua Santitä non ha replicato cosa al- 
cuna et che nanzi il caso di Piacenza et poi sempre h stato 10 
scritto delle pratiche che vanno attomo. et pur hora e stato 
scritto che Nostro Signore disegna dar Parma al signor Oratio'), 
perö che il negotio e di tale importantia che bisogna che Sua 
Maestä min bene alla quiete et al carrico dell' imperio, che Dio 
gVha dato, non gli parendo che alcun si possi iustamente dolore 16 
quando Sua Maestä parla di sua iustitia. 

In questo partdcolare che Sua Santitä non habbi risposto a 
don Diego et de quel che conviene alle ragioni dell* imperio et al 
dividere li negotii, fu replicato talmente con le ragioni sopradette, 
mostrando che a Sua Maestä toccava dar lume et provedere, che 20 
quasi consent! et disse che consultaria di nuovo et parlaria deir 
animo suo con monsignor K"° di Trento ^). et cosi pensiamo haver 
fatto qualche poco guadagno: il che et quanto si chiarirä alla 
venuta d'esso signor cardinale. 

Seguitando Sua Maostä disse che*l desiderio suo era stare in 26 
pace et riposare, ancorche ogni giorno gli naschino nuovi im- 
pedimenti, et sopra tutto li piaceva star bene cö pontefici et il 
contrario era stato senza colpa sua et per difendersi, come faria 
bisognando ancora per Tavenire; et se Sua Santitä con le pratiche 
pensava forse far caminare Sua Maestä un passo inanzi, s'ingannava, 80 
perche piü presto con simil modi ne faria tre adietro! nominö li 
fuorausciti del Begno et dimostro haver dispiacere che egli stessero 
a Boma et pensa sia contra la capitulatione, la quäle disse che 
faria vedere. a questo punto fu risposto, come di sopra h stato 
scritto. 86 

Quanto all' 111°^« persone di V. S. B™» et del signor duca 
Ottavio fu detto che Sua Maestä se dignasse esser servita accen- 
nare et commandare a Sua Eccellentia, massime circa la venuta 
sua in questa corte, et che s'era parlato a tutti ministri principali 



Vgl. noch die Anspielungen Älboi gegenüber PaUavicino in dieser Sache; 40 
unten zu Nr. 63. 

') Das geschah auch; vgl. die folgenden Depeschen. 



NiT. 61-62: 1B47 November 4—5. 189 

di Sua Maestä, sanza che lor signorie havessero mai voluto con- 
segliare Sua Eccellentia a venir qua; anzi che'l signor don Diego 
a Borna haveva sospeso la veuuta, dicendo che fusse bene aspettare 
un awiso di Sua Maestä. la quäle rispose a questo benignamente, 
5 dicendo che*l Gognor duca saria sempre il benvenuto, et ancor di 
questo parlaria col signor cardinale di Trento. — 

S'ioo) dicesse in questo raggionamento haver speranza di mo- 
mento deUa restitutione di Piacenza, direi le bugie et ingannarei 
li padroni; ma mi par yedere che Sua Cesarea Maestä vogli teuer 

10 conto del signor duca et habbi rispetto al caso successo. ma che 
provisione vogli fare et quando, non se n'6 potuto vedere un mi- 
nimo cenno: et l'attioni di Sua Santitä saranno quelle che aiu- 
teranno molto tutto quelle che Sua Maestä havesse intentione di 
fare a beneficio del signor duca. 

]5 Alla venuta deir 111™® signor cardinal di Trento si scoprirä 

come spero qualche particolare. et se in questi casi cosl gravi et 
in questi tempi del muovere le persone de padroni o d'altro non 
si scrive pareri, purchö del fatto si scriva il vero, non mi pare che 
li ministri meritino essere biasmati. et aspettando con molto desi- 

20 derio la licentia di venir pian piano a' santissimi piedi di Nostro 
Signore, baso humilmente la mano a V. S. 111"* et R"*. 

D'Augusta a 4 di novembre del 47 a höre cinque di notte. jVor. 4 

62. Sfondrato an Maffeo: Empfing die neueste römische Post auf dem 1547 
Wege zur Audienz j Über die MignaneUi berichtet; nacti der Audienz Nov. 5 

26 wurde Madruzzo vom Kaiser empfangen und anscheinend auf Orund 
der römischen Briefe aufs neue Beratung gepflogen, von deren Er- 
gebnis aber nicht viel zu hoffen ist Der Oaiig der Dinge hat, wie 
Sfondrato des Näheren ausführt, fast durchweg seinen Voraussagungen 
entsprochen; er verdient Maffeos Mahnungen nichts sondern hat sich 

80 in seinen Depeschen stets freimütig^ so wie ihm die Lage erschien, 
geäußert Von den ferneren Beratungen über die Ordnung der 
Beligionssache bis zum Konzil ist Sfondrato niclit in Kenntnis gesetzt 
worden. Der Reichstag scheint, was die Religionssache angeht zu 
Binde zu gehen; Sfondrato aber beabsichtigt nichts vorzeitig zurück- 

85 zukehren, sondern den Erfolg der Mission Madruzzos abzuwarten, 
154? November 6 Augsburg. 

Aus Cod. Trid. 111 pag. 175—180 spätere Abschrift; daraus gedruckt Cenni 
starici pag. 203 -209. 

a) Hier im OrigiMi längs da BanAea von Sfondratoa Hand: Tra monsignor MignaneUi tt 
40 me ayemmo [?] raeoolti li pnnti principali del ragionamento. et perchö esso si k contentato 
pigliar la faticha del tcrlTer, mi zimetto a quanto h detto di sopra. 



190 Nr. 62: 1547 November 5. 

Nov. Doppoi quello che si scriisse gli due gioriii precedenti, essendo 

^' ^ hieri uscito con monsigiior Mignanello dell* alloggiamento per andare 
all* audienza di Sua Maestä, riscontrai il corriere di Borna, et ferma- 
tomi per vedere, se vi erano lettere al proposito, ritrovai due di 
V. S. dei 24 et 29") del passato, alle quali poi confermai il pro- 6 
poner mio con qualche temperamento. il che tanto piü fu oppor* 
tuno per non deviare dalle lettere scritte per monsignor nostro 
111™® alli ß™* di Trento et Augusta, le quali poi f arono mostrate a 
Sua Maestä. 

lo ho losciato volontieri la fatiga a monsignore Mignanello, 10 
che largamente scrivi a monsignor Ill™° nostro, per le quali com- 
prenderete gli punti et oggetti che furon trattati. la conclusione 
fu, che parve Sua Maestä tacitamente si acquietasse alla proposta 
fatta, che li nostri padroni non ponno dire altro che richiedere 
Piacenza et che conviene ad essa darci lume della intenzione sua. 16 
ma disse che in ciö havria pensato e poi faria deliberazione con 
Tandata del cardinale. 

Poi la partita nostra entro subito Sua Signoria B"***), et per 
quello si intende, sopra questi raggionamenti et lettere ricevute si 
sono fatte nuove consultazioni, di modo che si puo pensare havranno 20 
mutato o aggiunto alla prima risoluzione; ma non ardisco giäa 
credere che debba essere tale quäle con ragione voi la vorreste*). 

Hora, il mio signor Maffeo, voi mi dicete spesso nelle vostre, 
che io doveria scrivere liberamente il parer mio circa queste occor- 
renze, et in questa ultima specialmente circa il venire qua del car- 26 
dinale nostro e del signor duca; nel che conviensi ancora a me 
replicare spesso il medemo et dire a voi solamente che io scrivo 



a) Ha. 34 et 24; daß 89 gu lestn ist, ergibt eich aut Nr. 61. 

1) D. i. Madruzzo beim Kaiser. 

^) Das Ergebnis dieser Beratung Madruzzos liegt anscheinend vor bei Mauren- 80 
brecher, Karl V. und die deutschen Protestanten 1545—1555, Anhang 8. 127* 
Nr. 22^ 1, fälschlich überschrieben : Punctation ztoischen dem Legaten und Granvela. Es 
ist vidmelir ein Entscheid des Kaisers auf Orund dessen, toas Sfondrato und Migna- 
nelli iJim vorgetragen, sowie des (nicht t^orliegenden, zu Nr. 55 erwälmten) Briefes Far- 
neses an Madruzzo, den letzterer dem Kaiser vorlegte^ loorauf dieser sich einver- 85 
standen erklärte, daß Madruzzo dem Papst ]fieine Zustimmung überbringe zur Ver- 
handlung über die Piacenzafrage hier am Hofe mit demjenigen, die der Papst dazu 
bestimme — gegen die Bedingung, daß die Rückt^erlegung des Konzils dadurch 
nicht aufgehalten werde* Das war gegenüber der ursprünglichen Absicht, iconach' 
Madruzzo die Piacenzafrage in Born gar nicht berühren solltcj immerhin ein Zu- 40 
geständnis des Kaisers. Vgl. hierzu auch das zu Nr. 72 angeführte Schreiben des 
Erzbisdiofs von üpsala an Herzog Ottavio vom 16. Dezember, toonadi Madruzzo 
außer seiner Instruktion noch un* altra cedula signata pur di man di Sua Maestk 
über die Piacenzaangdegenheit vorwies. 



Nr. 62: 1547 November 5. 191 

pur troppo liberamente quello mi occorre; ma sete o troppo 
savii o suspettosi, che o non ci credete o non gli considerate 
ovvero che non ve ne ricordate. lo voglio hora lasciare 
da canto quello che [feci] dal principio del giunger mio con 

5 li discorsi circa il modo del procedere del concilio, et quello 
che io giudicai del fine di questa dieta et dell' auttoritä et 
dissegni di Sua Maestä in questa provincia. ma divenendo al 
piu prossimo del caso di Piacenza, io vi scrissi che vi saria diffi- 
cultä di rihaverla almeno nel modo o nel tempo, et perö che vi 

10 bisognava o rompere o stare a discrezzione non solo in questo, ma 
in altro, e che non curariano tanto dette dimostrazioni del cardi- 
nale nostro et del signor duca, ma che si teneva la mira a Sua 
Santitä. al che mostrate che vi bisogni comento, et h pur facile 
ad intendere che vogliano, per quanto li par bene, star aspet- 

16 tando quello che faccia Sua Santitä non solo nelle cose del con- 
cilio, ma con gli altri principi. n6 pensate che credino in tutto a 
quello che noi gli diciamo. voi haveto visto che non si ^ mancato 
di tutti li modi a sollecitare Sua Maestä e suoi ministri per cavame 
construtto o almeno qualche lume; donde mi e stato di molto dis- 

20 gravamento la venuta di monsignor Mignanello, quäl si vede che 
ancora non vi basta, e nondimeno voi ci instate del continuo per 
questo. et di piü volete che io vi avvisi, se mi pare che il cardi- 
nale o il signor duca venghano qua: il che, se bene consideraste, 
si debbe risolvere dai vostri disegni, perche se vi volete rimettere 

25 alla volontä di Sua Maestä et non tentare altro rimedio, parebbe 
che la venuta saria al proposito; ma se pensate altro, conviene go- 
vemare altrimenti. vi fu ancora accennato per coniettura giä molti 
giorni che, se si haveva da trattare in questo negozio, pensavamo 
che dovesse toccare a monsignor ß"® di Trento; et voi lo vedete! 

80 Hora ritomando alla pratica del concilio, io vi ho pur scritto 

chiaro di'*) quelli tre modi di fare la riformazione in Ferrara q 
Yicenza trattata da don Diego ^), quali non sono in alcun modo 
piaciuti, e che non volendosi partir dal concilio di Trento, nel 
quäle tenevano che la dieta inclinasse, non consentiranno che in 

85 altro luogo si tratti; et che io pensavo non dovessero dare altra 
risposta a don Diego, nondimeno mi soUecitate con piü vostre 
lottere che questi signori si risolvino, perch^ il concilio di Bologna 
non puö Stare ozioso, come se di ciö non vi havessi mai risposto! 
oltra di cio (quello che piü importa) sono molti giomi che io vi 

40 scrissi come io vedevo che la causa del concilio turbava il tutto. 



a) Ha. ehe. 

1) In Nr, 4L 



192 Nr. 62: 1647 November 6. 

hora si poträ vedeme quello che prova, perche, se bene monsignore 
di Trento portasse qualche partito toUerabile, che io non so, circa 
al caso di Piacenza, vi ricercarä principahnente della riduzzione del 
concilio in Trento, et habbiasi per certo che senza questo punto 
non havriano proceduto a quell' altro. io so che voi li riöponderete 6 
che questo Sua Santitä non Tha da fare da se et che si rimette 
al concilio di Bologna; ma questi di qua non admettano questa 
raggione, perchä oltra il dire che Sua Beatitudine et li B™^ legati 
ne**) possano disponere, sapete che non vogliono in alcun modo 
assentire al concilio di Bologna, di maniera che in questo punto 10 
non solo incorrereste nella difficolik, quäle in Perugia voi volevate 
schifare'), ma turbareste^) la prattica di Piacenza: di modo che da 
quel canto voi proponete una causa con molti raggionevoli dis- 
corsi et con gran giustificazione, et qua si mira ad altro, dove 
pensano haver campo raggionevole di religione et concili, et se la 15 
conciano a suo modo, non perdendo punto et ponendo ogni con- 
siderazione, et possono piü di noi! 

Io penso bene che voi vorreste da me piü tosto rimedii che 
accrescervi molestie; ma che posso di piü in questi discorsi? li 
faccio per dispensarvi; anzi a molti di questa corte oltre alli^) 20 
grandi e piacciuta la via quäle ha tenuto monsignor nostro in 
scrivere a questi ß">^, le quali lettere sono State mostrate et le 
hanno laudate et pare ad essi che con questa venuta di monsignor 
jjmo di Trento si sia excitata qualche piü speranza. perö oltre il 
debito, quäl tengo di dire il tutto sinceramente, io Io faccio ancora 25 
per un cuor commune: che io vorria che fussero intese queste 
occorrenze secondo il senso mio, che sono in fatto. 

Del resto mi rimetto a quelle che lungamente scrissi per 
Armentero^, quäle e ito a Parma, et penso pur havrä mandato le 
lettere a buon ricapito. 80 

Io ho avvisato monsignor nostro che il cardinale di Trento ha 
ordine di trattare deUa riformazione*); perö vi aggiungo che tal 
trattato havrä da essere circa il dar modo del vivere in Germania 
sino alla definizione del concilio, presupponendo loro che habbia 
da ritornare in Trento; del quäl modo io scrissi^) che Sua Maestä 95 



a) 80 wohl «u lettn Blatt non ätr Hb. 
h) So wohl tu leaen Btaii turbava der Hb. 
e) Hb. alle. 

') Vgl. oben Nr. 36 und die zugehörigen Beilagen uw)., sowie die Einleitung 

») Oben Nr. 52. 40 

>) S. 0. Nr. 58. 

*) S. 0. Nr. 54. Vgl. Mignanelli an die Konzilüegaten 2. November: Quanto 

alla mia commissione di Piacenza non posso penetrare che si porti [durcfi 



Nrr. 62—68: 1547 November 6. 193 "~ ~ 

haveva posto ordine che tra certi teologi si proponesse e con- 
ferisse; ma a me non h stato communicato altro, perche, come mi 
e detto, presTippongano che io non habbia commissione nö auttoritä^). 
il che quanto a me ho per bene, perch6 altrimenti potria piü tosto 

B nuocere che giovare. il che farete intendere a Sua Signoria 11™*. 

Yoi mi scrivete che io ho da fermarmi qua sino al fine della 

dieta; ma, siccome potete comprendere, giä si vede il fine quanto 

alle cose della religione, atteso che il resto si interfciene per 

riparatione. nondimeno non voglio essere cosi frettoloso come 

10 h il Mign^ello '), et vedo che mi conviene hayer strana pazienza 
sino che si veda il successo della venuta di monsignor R^^ di 
Trento, et doppoi son certo se li piglierä, provisione. 

Non occorre dir altro circa Toffizio quäl scrivete faranno colli 
signorl Venetiani salvo espettarlo, perche giä 6 ordinato*). 

15 Del 5 di novembre. 2Vbr. 5 

• 

63. Mignaneüi an Famese; Pailavicino machte Mitteilungen über sich 1547 
widersprechende Ratschläge So tos und Albas in betreff des Kommens Nov, 5 
Hz. Ottavios an den Kaiserhof und der Behandlung der Piacen- 
tinischen Angelegenheit, Nachdem aber letztere zur Zeit von den 
20 Kardinalen von Augsburg und Trient geführt tvird, halt Mignanelli 
sein weiteres Bleiben für unnütz und wird in fünf bis sechs Tagen 
langsam die Seimreise antreten. 1547 November 5 Augsburg. 

Aus Parma Arch. di Stato Carteggio Farnes. Orig. (und ibidem Duplikat 
s. Stückbeschreibunff von Nr. 57); auf d. Orig. der Vermerk ricevuta alii 
25 14. — Ein Auszug in Neapel Carte Farnes. 764. 

Hoggi, che siamo alli 5, il signor Sforza Palavisino dice') haver ^Q^, ^ 
parlato al padre confessore in nome del signor duca Ottavio, et 



Madruzzo] a Nostro Signore cosa di sostantia; nel resto possiamo esser certi 
cbe si parlerä a Sua Beatitudine «fficacemente di ridurre il concilio a Trento 

30 [Bandvermerk: libera nos, dominej, della reformatione [am Band: placet/, et di 
trovar modo come s'habbi a vivere nell' imperio in rebus religionis usque ad 
determinationem concilii. et piaccia a Dio che sopra la celebratione del con- 
cilio et altre occasioni non vediamo scisma, arme et heresie in un medesimo 
tempo! Florenz, Carte Cervin. filza 17 fol. 85 Oritj. 

85 ») Vgl. Nr. 63. 

^) Ob damit die Angelegenheit der Beraubung eines Kuriers auf Venetianischem 
GMet gemeint ist, von der Mocenigo am Schluß einer Depesche votn 16. Oktober 
154? schreibt {Venet. Depp. VI 8. 364 Anmerk.)? 

') Sforza Pailavicino sehrieb am gleichen Tage, 5. November, an Herzog 

40 Ottavio, in dessen Auftrag er bei Soto gewesen war, dieser habe ihn der bona 
voluntä des Kaisers gegen Ottavio versichert. Soto habe diese Gesinnung in der 
Beichte erkannt, die der Kaiser in der Vigilie von Allerheiligen [31. Oktober] bei 
Nuntiatur berichte, erste Abteilung, Bd. X. 18 



194 



Nr. 68: 1547 November 6. 



che la patemitä sua da per conseglio chel negotio di Piacenza si 
dividi dagl'altri et che Sua Eccellentia venghi qua all' imperatore, 
che incontrandone smistro alcuno lo piglia sopra il carrico suo. 

II dividere li negotii non vuol dir altro che spedire al presente 
quel del concilio et lassare quel di Piacenza a maneggiare alla 6 
giomata come negotio private della casa. della venuta del signor 
duca non so che me lie dire: da un canto pensarei fusse bene ch'un 
stato nuovo et invilupato, come quel di Parma, non perdesse 
Tocchio del padrone; dall' altro conosco che Sua Eccellentia ha in 
tutto consecrata la yita sua alla Maestä Cesarea. pero quando si 10 
vedesse che'l venir qua portasse frutto, senza lassar Parma in 
pericolo, Nostro Signore et V, S. K"* secondo la singolar prudentia 
loro si potrebbeno risolvere o in un modo o in un altro, cioö di 
venir qua o di restat-e in Parma, come fosse piü lor servitio. 

Poichäl negotio per che io venni, ö separate dalli ministri 15 
di Nostro Signore et lassato in mano alli B™^ d'Augusta et di 
Trento, io non ho qua che fare, et ancorche monsignor Maphei 
scriva che la licentia mi si mandarä per il primo, nondimeno 
rhaver commesso il negotio ad altri non puo se non essere licentia 
a benefitio mio, massime che io venni qua con conditione molto 20 
espressa et mi lassai intendere non voler restar qua. confesso bene 
che, se nella restitutione di Piacenza havessi trovato speranza di 
momento, non haverei mancato fermarmi fino al fine, perche in 
questo servitio, se io havessi mille vite, le metterei tutte volentieri; 

ihm abgelegt; sein Bat seif che V. E. venisse in ogni modo da Sua Maestä et 25 
apartatamente nogotiasse le cose sue da quelle di Sua Saotitä, et che questo 
me lo diceva da se usw* Dann suchte der Agent Granvella auf^ der ihm aber 
nur paroUe generali gab, indem er auf die Mission Madruzzos vertoies. Offener 
sprach sich Alba atis: quäl si ]ass6 intendere chiaramente che il non havere Sua 
Maest& subbito fatto dimostratione con V. E. convenevole alla servittü sua et 80 
al vincolo che tiene seco, h proceduto da la gelosia, che Sua Maestä ha hauta 
et ha de le pratiche di Sua Santitk. Weiter sagte Alba, er freue sich, daß Ottavio 
in Parma «et, und riete ihm^ die Stadt molto piü che bene zu beujoehen et che 
nolla volesse perdere per cosse in aria — das soll heißen, interpretiert PallatHcino, 
che V. E. non si lassi imbarchare di darla a persona del mondo [nämlich an 85 
Orazio] — per promesse che le siano fatte. Fernen quanto al negotiare apar- 
tatamente da Sua Santitk [Alba] non lielo conseglia, anci che la [Ottavio] sia 
meggio che Sua Santitk venghi con le buone con Sua Maestk ... et che V. E. 
potrk procurare che Sua Santitk mandi persone a trattare questo negotio et 
con qualche partito, se vork, che seranno ben visti. Schließlich sprach Sforza 40 
auch noch Madruzzo: dieser versicherte, che porta tanto di bono che, se le serk 
credutto, pensa che questa cossa pigliark bonissimo verso. Als Ergebnis faßt 
der Agent zusammen : Ottavio möge nur in dem Falle zum Kaiser kommen^ wenn der 
Papst durchaus entschlossen sei di remettersi totalmente alla volontk di Sua 
Maestk e venire seco alle bone. Parma, Carteggio Farnes. Orig. 45 



Nr. 68: 1547 November 5. 195 

hora non si vedendo altro lume di quel che s'ä scritto et havendo 
in mano il negotio li due ß™* cardinali, fra cinque o sei giorni me 
ne verro pian piano a mezza posta a basare il piede al mio san- 
tissimo vecchio et la mano a V. 111™» et ß"» S. 
6 D'Augusta alli 6 di növembre del 47 *). Nov. 5 

In") questo ponto a di 5, che sono due höre di notte, il Nov. 5 
ßignor Sforza h venuto da monsignor ß"® legato, et in • mia pre- 
sentia ha detto haver parlato hoggi al signor duca d'Alva, della 
cui Eccellentia io resto satisfattissimo, et dice chel parer suo k 

10 che'l signor duca nostro si stia in Parma et la guardi senza venir 
qua, et attendi pure a seguitare di far servitio aU' imperatore et 
haver patientia, che la servitu sua sark riconosciuta. et non lauda 
detto signor duca che li negotii si dividano, anzi vorria che le 
cose di Piacenza si trattassino per ministn di Sua Beatitudine. 

16 quanto allo stare in Parma et non venir qua, potria essere che 
nascesse per il sospetto che quella cittä non si desse al signor 
Horatio, che fu ponto toccato hieri dair imperatore, come si k Noi\ 4 
scritto. come si sia, questo riccordo e contrario a quel del padre 
confessore, et a me in dubbio par piü securo guardare il suo che 

20 venir qua'), pur mi riporto in tutto alla prudentia infinita di 
Nostro Signore et di V. S. Dl"* et ß"* con quel lume che portarä 
il signor cardinal di Trento*). 

a) A%if baonderem BlaUi dem Orig. htüiegend. 

') Oleichzeitig schrieb MignaneUi ai*ch an Maffeo; er faßt hier sein Urteil 

25 Ober den Stand der Dinge nochmals in folgenden Worten zusammen: Li maneggi 
di stato in qoesti tempi si maneggiano solamente per interessi et non altri- 
menti, et la risposta mandata a Roma di Sua Cesarea Maestä non viene da 
oraculo nh h oscura, ma molto ben chiara, et in essa Ri vede in tutti i ponti 
principali che Sua Maestä vuol godere il benefitio del tempo, et vorrä quel 

80 piu che sarä suo servitio, come si scoprirä alla giornata; et cosl non niega 
voler rendere Piacenza nh dice volerla rendere; ma con li tre capi principali 
della quiete d'Jtalia, deir auttoritä del imperio et de Tattione di don Ferrante 
va mettendo tempo in mezzo, et lo pu6 fare essendo principe tanto potente 
et che tiene in mano il nostro. et le gelosie delle pratiche che s'allegano, et 

85 simili raggioni, che dependeno dall* animo di Sua Maestk, non sono altro che 
un cauto modo di negotiare, al quäle se un angelo venisse dal cielo, non 
haveria che poter replicare. et io non posso che laiidare, poichö Piacenza non 
6 in man nostra, che il negotio si maneggi come privato et da puri ministri 
di Sua Maesta, ma amici de nostri padroni, come sono li Rml di Trento et 

40 d*Augusta, perch^ in questo caso siamo forzati credere quanto conviene et 
accommodarci alla voluntä di Sua Cesarea Maest^ la quäle (per quanto habbi 
visto in im mese che io sono stato qua) non solamente non si lassa intendere 
da ministri di Sua Beatitudine, ma non si pu6 vedere un minimo cenno della 
voluntä sua! Parma, Carteggio Farnes. Orig. (ricevuta alli 14). 

45 3) Mit der Sendung gingen auch zwei Schreiben des jüngeren Chranvella, Bischofs 

von Arras: 1. an Ottavio 5. ffov.: er bezieht sich auf das, was er vor ein paar 

la* 



196 Nr. 64: 1647 November 12. 

1547 64. Sfondrato an Famese: Nach der Abreise Madruzeos am 6. haben 
Nov. 12 die Päpstlichen sofort einen Kurier mit den letzten Depeschen nadi 
Parma gesandt Am 8. reiste Madniezos Sekretär Aurelio; jetzt 
folgt die Nachsendung der Instnüction für den Kardinal durch einen 
besonderen Kurier. Die Päpstlichen sehen einer Oeschäftsstille ent- B 
gegen. Die Kurfürsten und andere Fürsten speisten am 9. bei 
Sfondrato. Kurpfale zeigt sich sehr devote Moritz von Sachsen zurück- 
haltend. Weshalb die Königin Maria "nach Augsburg kommt 1547 
November 12 Augsburg. 

Am Cod. Trid. 111 pag. 182—188 spätere Abschrift; daraus gedruckt Cenni 10 
atarid pag. J210—Jai2. 

Nov, 6 Domenica passata alli 6 parti di qua monsignor B™^ di 

Trento') et noi espedimmo subito un corriere*) verso Parma, con 

Tagen Mignandli auf dessen Fragen wegen Ottavios Verhalten sagte (s. o. Nr. 57)^ 
fügt aber hinzu, daß importa infiDito che si facino cessare le opinioni delle 16 
pratiche, die, wie auch der Kaiser dem Legaten gesagt habe (s. o. Nr. 61K das 
Gegenteil dessen erreichen, was sie beabsichtigen» Parma, Carteggio Farnes. 
eigenh. Orig.; JS. an den Kardinal von Carpi, Bodidfo Mo (3. November); dieser 
werde durch Madruzto erfahren, wie hier die Dinge ständen, et vederä V. S. Rma 
che il successo ai benificio d'Iddio b riuscito assai migliore di quello si poteva 20 
sperare. onde resta solo che costl si satisfaccia al dovere et all* obligatio ne 
si tiene alle cose publice et alla religione, la quäle via sarebbe la piü vera 
perch^ si ritornasse la confidentia, et tanto sarä piü facile discostandosi da 
quelle prattiche che al fine serviranno d'aria et quali in quebto meggio possono 
generare scropolo et dar causa che le cose vadino piü tardi. Arch. Vat. Bibl. 26 
Pior. vol. 126 fol. 11, spätere Abschrift. 

*) Nach einem Briefe des Marcfiese Marignano aus Augdmrg an Ottavio vom 
2. November (Orig. in Parma l. c) sollte Madmzzo ursprünglich schon am 3. d. M. 
reisen. Der Bischof von Forll meint am 6., wo er der Abreise gedenkt, jener sei 
aufgehalten worden durch seine inständigen, aber vergeblichen Bemühungen ni rr- 80 
reichen di poter parlare col papa del negotio di Piacenza. Der nämlidte Oe* 
sandte bringt am 3. November die Mitteilung, es sei die Bede davon gewesen, daß 
sich dem Kardinal Kurfürst Moritz von Sachsen anschließen solle (der es auch selbst 
gewünscht hätte), um dem Papste die Fortführung des Konzilswerkes ans Herz zu 
legen; aber man habe davofi Abstand genommen in der Besorgnis, das Kommen 65 
einer solchen Persönlichkeit werde das Selbstgefühl des Papstes steigern und ihn 
um so störrischer macJien. Cod. Med. 4804 f. 217», 2161'. — Eine Beglaubigung 
Madruzzos an den Papst seitens K. Ferdinands in Wien H. H. St. A., Rom Hof- 
korrespondenz fasc. 8, datiert vom 5. November 1547 ohne Ort (Konzept). Ferdinand 
ließ, wie aus Nr. 107 hervorgeht, dem Papste durch Madruzzo u. a. die Neubesetzung 40 
der Nuntiatur bei ihm ans Herz legen. — Kardinal Truchseß schrieb am 9. No- 
vember dem Papst, er wäre gern mit Madruzzo gekommen; da dies aber nicht 
tunlich sei, so sende er seinen Vetter, Baron Heinrich Truchseß, Sohn Georgs piae 
memoriae (des 1531 gestorbenen „Bauemjörg"), um namens der Familie den Papst 
zu begrüßen. Parma Carteggio Farnes. Orig. 45 

*) Wie Sfondrato in einer kurzen Depesche vom 6. meldet, war es der Kurier, 
der wenige Tage vorher (s. Nr. 61) mit Briefen aus Rom gekommen icar. Parma 
l c. Orig,, auch Cod. Trid. 111 pag. 180. 



Nr. 64: 1647 November 12. 197 

ordine che un dispaccio di molte lettere fosse di lä inviato a Borna*), 
doppoi il martedi parti messer Aurelio, per il quäle mandammo il Nov. 8 
dupplicato di alcune lettere delle predette^). hora si spedisce un 
corriere, quäl porta Tinstruzzione diretta al cardinale di Trento'), 
5 che Sua Maestä per la indisposizione della gotta, della quäle pure 
e migliorato, non ha potuto fermare prima di hieri. perö ci resta Nov, 10 
poco che scrivere circa li negozii nostri, essendo tutti indirizzati (i^^) 
con detto monaignor B>™^ per star noi qua in calma. 

Jlercordi furono a desinar meco tutti questi signori elettori Nov. 9 
10 ecclesiastici et secolari, eccetto il Maguntino absente, et alcuni 



') Gleichzeitig f 6. Nor», Sforza Pallancino an Ottavio: ihnen allen scheine es 
ratsam^ daß d/er Herzog den Kardinal in Bologna treffe, che da lui potrebbe 
inten^er qualche cosa et anche le potrebbe dire ranimo suo. Parma L c Orig. 
Diesenn Batschlag folgte Ottavio: s. u. zu Nr. 72. 

16 I) Perch^, schreibt Sfondrato in einem Äurelio mitgegebenen kurzen 8chreU)en 

vom 7. an Maffeo, tra tanto che verrä costk monsignor Rmo dl Trento et che 
si vei^ghi a strettezza di qualche trattati, io star6 qufi in calma, se non mi ^ 
ordin^to altro, prego V. S. che non resti per6 di sorivermi qualche volta et 
dann! alcun lume per mio diporto. Dazu eigenhändige Nachschrift: S'intende 

VO pur per bona via che questi signori non hanno per stabilita la consultazione 
di Piacenza, anchorach' heri partisse monsignor di Trento, et che vi trattarano 
aochor sopra, sicome si comprende per quello hanno detto a messer Aurelio; 
il che p6 esser vero per la qualitk del negotio; ma p6 anchora farsi per 
dimostrationi et per teuer sempre piü in mano et pigliar avantaggio. Arch. Vat. 

26 Carte Farnes. I Orig. 

') Die aus Augsburg vom 10. November datierte Instruktion ist (sehr mangel- 
haft) gedruckt bei Leplat III 658 ff., aus Marthne Cell. vet. mon., einen Neudruck gebe 
ich in den Beilagen. Der Bischof von Forll gibt am 7. November den Inhalt der 
Instruktion folgendermaßen wieder: che mandando Sua Santitk persona alcuna, 

80 sark udita gratamente, quando venga con ordine di parlare della restitutione 
o ricompensa, sottomettendosi Cesare alla declaratione da farsi per iustitia da 
alcuni deputati da lui, con questa conditione per6 che avanti a ogni altra cosa 
il papa debbi cessare le genti che si truova, desistere effettualmente dalle 
pratiche de Francesi et Vinitiani et ridurre in Trento el concilio. hanno dato, 

86 fugt der Gesandte hinzu^ questi signori la commessione limitata et in scriptis, 
accioch' il cardinale non habbi a promettere largamente quel che non deve 
per la sua troppo facile natura, come altre volte si dolgano c'ha promesso, et 
che il papa non possa mai pigliar* costoro nel parlare, per exclamare dipoi 
appresso degli altri potentati che non gli sia servata la parola. Femer eben- 

40 daselbst: Ottavio habe an Sforza geschrieben^ der Papst wolle interamente buttarsi 
alla voluntä di Cesare; Mignandli werde abberufen, inditio di mandar maggior 
personaggio, ma non si sa la cagione. — Vgl. zu der Instruktion für Madruzzo 
aber vor allem das ebenfalls vom 10. November datierte Schreiben des Kaisers an 
Don Diego Mendoza in Born, das den Hergang wiederholt, die Intentionen Karls 

46 darlegt und Diego beauftragt, sich an der Unterhandlung Madruzzos zu beteiligen. 
Mawrenbrecher, Karl V. und die deutschen Protestanten, S. 124* — 127* Nr. 21; 
vgl. dazu auch ebendas. Nr. 22, 2, S. 127* f 



198 Nrr. 64—65: 1547 November 12—15 

altri di questi prencipi ecclesiastici con spezie di visitazione, perche 
detti Bignori elettori non erano stati prima da**) me, et vennero da 
86 senza essere invitatio beuche il giomo precedente per mezzo di 
un amico io ne fossi avvisato. si conobbe in loro molto rispetto 
et gran cortesia, et nel raggionare mostrorono riverenza verso Sua 5 
Beatitudine et quella santa sede con desiderio di pace, spetialmente 
il conte Palatino; vero e che il duca Mauritio, esortato con amore- 
volezza di seguire le pedate de suoi antichi antecessori, se ne passö 
piü da lontano alla larga. et non senza causa ho voluto dare 
notizia a V. S. Ill"* di questo proposito, acciochi ella comprenda 10 
meglio quelle che tal hora ho scritito ^), che questi signori pendente 
il trattato della religione et del concilio sono proceduti verso di 
me con certo rispetto cosi fatto et la maggior parte hanno mandato 
piü volte ad escusarsi meco, il che pare ora sia cessato. 

La regina Maria si aspetta la settimana seguente con la 15 
duchessa di Lorena, et si intende non per altra cagione che di 
vedere queste Maestä et per le sue cause particolari. 
Nov. 12 Döl 12 del medesimo. 

1547 65. Famese an Sfandraio: Briefe vofn 24, Oktober und G.November, 
NoV' 15 sowie solche MignanelliSy sind eingetroffen. Das Ergebnis ihrer Ver- 20 
handlangen ist hinter den Erwartungen des Papstes zuriickgebliehen, 
der aber noch auf eine gerechte Entscheidung des Kaisers hofft. Man 
sieht für alles Weitere der Ankunft Kardinal Madrvi^zos entgegen. 
Kardinal Cervini ist in Rom, um den Papst vom Stand der Dinge 
am Konzil zu unterrichten; seine 4'^wesenheit wird auch den Ver- 25 
handlungen mit dem in 6 bis 8 Tagen erwarteten Madruzzo zu gute 
kommen, 1547 November 16 Rom. 

Aus Neapel Grande Ärchivio fasc. 708 stark korrig^ Konzept. — Gedruckt 
in Lettere di Ännibale Caro scritte in nome del cardinale Famese (^ Opere 
di Ännibale Caro vol. IV) Milano 1807, pag. 19 sq. Nr. 21 undatiert 80 
nach einem Register, im einzelnen abweichende aber ohne Veränderung des 
Sinnes. 

Con Toccasione del ordinario di Fiandra non voglio mancare 
Okt. 24 di accusar la ricevuta delle lettere di V. S. ß"»* de 24 del passato 
Nov. ^ et 6 di questo'), et medesimamente di monsignor Mignanello, col 85 
quäle questa sarä commune, quando non sia partito secondo Tordine 



o) Hb, di. 

h) Der Druck Ae^Uei hier eine Lücke an und läßt aus: che questi signori — pare ora sia 
cessato; diuer ganze Paaau» ist im Cod. Trtd. 11t eingeklammeri. 

*) Die beiden „spacci* umfaßten die Nrr. 5S und 54 und 56—63; letztere 
Sendung toar am 14. November eingetroffen (vgl. die Empfangsdateti auf den Orr.). 40 



Nrr. 6^-^66: 1547 November 15—21. 199 

che se li dette per il spaccio che porto don Giovanni Osorio'). et 
per risposta di esse non ho che dirle se non che Sua Santitä resta 
satisfattjssima dalla diligentia loro nel trattare il negocio, ancora- 
che non habbino ritratto quel che raggionevolmente Sua Santitä 

^ poteva sperare dalla Maestä Sua. ma con tutto quelle, poiche la 
resolutione del concilio et di Piacenza par che si sia rimessa alla 
venuta di monsignor di Trento, Sua Santitä non vuole disperare 
ch*ella non habbia da essere conforme alla giustitia et alla grandeza 
di Sua Maestä. intanto si stark attendendo^) quel che porta Sua 

10 Signoria B™», et V. S. B™* dovrä usare la solita destreza in teuer 
le cose vive et awertirk di qua di quel che alla giomata occorrerä 
degno di avviso. 

Noi non havemo altro salvo che havendo li prelati del concilio 
fatto instantia a Nostro Signore s'informasse di quel che passa, 

1^ parendo loro che le cose non possino star piü lungamente sospese, 
Sua Beatitudine si e contentata che il B"^® Santa Croce sia venuto 
a Koma*), la venuta del quäle e stata molto a proposito per far 
qualche buona resolutione, et tanto piu che il R™° di Trento vi 
sarä anchora esso fra sei over otto giomi'), che sia per avviso 

20 Di Koma a 15 di novembre 1647. Nw. 15 

66. Poggio an Farnese: Berichtet über seine Bemühungen, den In- 1547 
fanten und Umgebung für den Papst und dessen Politik in hezug ^^' ^^ 
auf das Konzil und Deutschland günstig zu stimmen. Man sagt, 
daß Philipp sich mit dem Kaiser in Italien treffen werde] er soll 
25 von diesem die Investititur mit Mailand empfangen haben, 154? 
November 21 Monzon. 

Aus Ärch. Yat. Carte Farnes. I Orig., mit Vermerk respon. 

Praticsmdo con questo principe*) sopra le cose de Italia et de 

Germania et particularmente del concilio, dicendomi Sua Alteza 

dO teuere adviso come in la dieta si resolveria che li principi di 

Germania tanto lutherani como catholici havessero de ire a Trento 

• 

et Stare alla determinatione del concilio, mi parve di legerli la 

ä) KxmM, 8*atfend«rä (si star^ am Bandt Moehgtfüfft) 

8, 0. S. 169 Anm, ly sowie unten 8. 201 Anm» 1. 
85 ?) Die Aufforderung Fameses an Cervini, nach Born zu kommetif vom 6. No- 

vember, in Florenz Carte Oervin. 11 fol. 41 Orig. Am 10. reiste Cervini equis 
dispositis ab: Massarelli ed. Merkht Conc. Trid. I pag. 718. 

') Über Madruzzos Reise, Ankunft und Ausrichtung in Bom usw. s- ti. 
Nr. 72. 
40 ^) Infant Philipp (IL)^ Sohn des Kaisers, in dessen Abwesenheit Regent von 

Spanien. 



200 Nrr. 66—67: 1647 November 21—22. 

copia della lettera che V. S. B™* scrisse gik al li"<> Sfondrato sopra 
lo pratichato in Foligno et Perosä con Fainbassatori della Maestär 
Cesarea*), perche intendesse Sua Altezza il bon proposito di Sua 
Santiiä et quanto havea resolute et risposto al detto signor am- 
bassatore, avantiche succedesse il caso di Piasenza. piacque al principe 5 
d'intendere particularment Tanimo di Sua Beatitudine et con quanta 
pinidentia et bontä si accommodasse ad satisfare alla Maestk 
Cesarea in questo caso. et discorendo sopra alchuni particulari 
del caso di Piasenza mostrava di credere che la Maesta Cesarea se 
ne havesse ad resolvere con satisfattione di Sua Santitä. et lO 
perche qualchuno murmurava sopra le cose del concilio, a fin che 
intendessero meglio la intentione di Sua Santitä, mostrai anchora 
la lettera al signor marchese de Aguilar^), che ha piacere s'intenda') 
e devoto servitore di Sua Beatitudine et di V. S. R™*, al duca 
d'Alburcherche et al arcivescovo de Seviglia*), tanto che ogniuno 15 
lauda la prudentia et bona mente di Sua Santitä, et sperano quasi 
tutti che Sua Maestä si risolverä in le cose di Piasenza a satis- 
fattione et contento della Santitä di Nostro Signore, et maxime 
che e comun' oppinione di qua ch^el principe habbi da passare in 
Italia Tanno che viene*) a starsi qualche mese con suo padre, prima 20 
. che passi di qua, et dicano che lo vorä lassare cognosciuto in 
Fiandra et Alemagna et a Milano, poiche secundo il dire de qual- 
chuno rimperatore gli ha data la investitura di quel stato. queste 
cose tutte si dichano per persone che pensano di sapeme il secreto, 
pure potria anchora essere s*inganassero. et io dico a V. S. R™* 26 
tutto quelle che sento, anchorche io sappi importa pocho, poiche 
V. S. R™* ne haverä il resto per via di Germania et molto prima 
che alchun altro di qua . . . 
1547 I^ Monzone 21 di novembre 1547. 

Nov. 21 

1547 ^>7. Sfondrato an Farnese: der Kaiser entsendet eineyi Kurier ^ an- 80 
Nov, 22 scheinend in der Angelegenheit von Savona, Der Sekretär Oiuslo 
aus Konstantinopel sowie Giovanni Pietro Caffarello sind an- 
gekommen. Mignanelli hofft in Kürze abreisen zu können, Königin 
Maria wird morgen erwartet 1647 November 22 Augsburg. 

Aus Arch. Vat. Carte Farnesiane fasc. I Orig., ricevuta a 7 di dicembre. 65 

») Ol)en Nr. 36 (vom 10. September 1547). 

*) Der ehemalige Gesandte des Kaisers an der Kurie, Vorgänger Diego 
Mendozae. 

•) Zu ergänzen „che*. 

*) Fernando de Valdes 1546—1568, 40 

*) Vgl Venet. Depeschen II S. 334 und 378. 



Nr. 67: 1647 November 22. 201 

Intendendo che si ha da spedire un corriere questa nofcte o Nov. 
domattina, ancorche non vi sia molto bisogno di scrivere a V. S. 111"* *), JS2. 23 
nondimeno non voglio lassarlo venire senza lettere mie. io ho 
sentito muimurare che questo corriere si e spacciato a Borna 

6 doppoi Thaversi inteso la discoperta dil trattato di Savona, del 
quäle essa ne havrä piü chiara noticia'). 

E arrivato qua il segretario chiamato Oiusto, quäl fnando il re 
de Bomani al Turco per la confermatione della tregua, et esso 
mostra che Tha riportata assolutamente, et il medemo affermano 

10 questi della corte, benche non mancano ancora alcuni che vi pon- 
gano qualche scropolo'). 

Messer Giovanni Pietro Caffarello giunse giä tre giomi et 
viene talhora qua a monsignor Mignanello et a me. mostra che non 
ha commissione alcuna particolare, ma che perö non ometterk di 

16 fare ogni offitio in servitio di V. S. 111™**). 

*) Nach der Abreise Madrvzzos trat naturgemäß eine Pause in den Ver^ 
Handlungen der Päpstlicfien am Kaiserhofe ein. Sfondrato schrieb am 19., um die 
am 16' erfolgte^ sehr verspätete Ankunft Don Oiovanni Osorios mit den Briefen 
vom 28. und 30» Oktober (vgl. oben Nr. 55) zu berichten^ die durch die Ereignisse 

20 bereits überholt waren; doch seien er und Mignanelli scJum durcJi Maffeos Schreiben 
vom 29. (vgl. ebendaselbst und Nrr. 61, 62) hinreichend instruiert gewesen di 
quello havea detto don Giovan Figueroa et don Diego et dell' andata del 
signor duca a Parma et delle sospitioni et advertimenti et altri rispetti che 
Costa occorreano. et parimente per avvisi, che qua havemo delli modi si ten- 

26 gano in Piacenza, sapevamo le dimostrationi fatte alli congiurati di dargli 
casteili et beni et di piü il porto di Piacenza: il che fu detto specialmente a 
Sua Mae8t2^ bencb^ forse non sia stato particolarmente scritto, et essa Maestä 
a questo punto non rispose, havendo toccata quasi tutti gli altri usw. Arch. 
Vat. Carte Farnes. I Orig.; auch cod. Trid. 111 pag. 188—186. — Einen seftr 

80 interessanten Bericht des Bisdiofs von Forll vom 19. November geben wir in den 
Beilagen. 

«) Vgl de Leva IV S. 379 /f., auch v. Druffel I Nrr. 115, 118 sowie die 
Korrespondenz Mendozas (im AnJiang). Es handelte sich darum, Savona den 
Franzosen in die Hände zu sjnelen. 

36 ') Über den fünfjiUtrigen Waffenstillstand zwischen K. Ferdinand und dem 

Großtürken vgl. oben Nr. 25^ Giusto di Argento, der Sekretär Veltwycks, hatte die 
kaiserliche und königliche Ratifikation des Stillstandes nach Konstantinopel gebra<:ht : 
Zinkeisen, Gesch. des Osmanischen Reiches II S. 865. 

*) Der Bischof von Forll ^neidet unter dem 23. die Ankunft Caffarellis di 

40 Roma col figliolo (etwa dem in Nuntiaturberichte Bd. 8 mehrfach erwÖJinten 
Ascanio Caffarello, der sich damals in Diensten Oltavio Farneses befand?): et se 
ben, schreibt er weiter, h scavalcato in casa di Granvela et dice non essere per 
altro che per allegrarsi della giornata di Germania con Cesare, nondimeno 
alcupi tengono per constante che si sia mandato dal papa per scoprir gli anda- 

46 menti di Sua Maestä con questa occasione dell' amicitia di Granvela, il quäle 
se lo leverä presto dinanzi, havendo suspitione et reputandolo insipido et arro- 
gante. Florenz cod. Med. 4804 fol. 221^6. 



202 Nrr. 67—68: 1647 November 22—26. 

Monsignor Mignanello espetta di pigliar licenza da Sua Maestä, si- 
come monsignor di Granveia lo ha confortato di fare, et poi subito par- 
tirä *), et io staro hora in espettatione continua di havere qualche avviso 
della negotiatione di monsignor di Trento, parendomi che sia pur 
di gran conseguentia ... 6 

Nov. 23 La regina Maria ancor non e giunta, ma si espetta domani. 

Nov. 22 D'Augusta alli 22 di novembre 1547. 

IS41 6*8. Migfianelli an Farnese: hatte endlich seine AbschiedsauAiem 
Nov. 26 beim Kaiser, ohne bei diesem Anlaß von letzterem etwas Wesentliches 

zu erfahren. Gedenkt morgen abzureisen, 1547 November 26 lü 
Avigsburg. 

A}M Parma Arch. di Stato, Carteggio FarneHi'ano, Orig. 

Nov. 16 Alli 16 deir instante hebbi la Icttera di V. S. R"» 111°^ delli 

Okt. SO 30 del passato^, et dair hora in qua non ho mancato d'ogni 

honesta diligentia per basar la mano a Sua Cesarea Maest4 et 16 
pigliare il Camino d'Italia, ma e stata continuamente impedita dalla 

Nov. 25 podagra et quasi sempre in letto'). hiorsera al tardi hebbi grata 
audientia, et ancorche si vadi rihavendo, nondimeno pare assai 
debile, communicai nelle parti necessarie la lettera di V. S. ß"*» 
111™*, raccommandai le cose della religione, della sede apostolica, 20 
del signor duca Ottavio et dell' 111™* casa. la risposta fu breve 
che, havendo io ordine di tomare, era bene fare quanto comman- 
dava Sua Santitä; che nelle cose della religione, purche Nostro 
Signore aiutasse, non mancaria far la partie sua; et del negotio di 
Piacenza et di quel piü che haveva detto, si rimesse al signor car- 25 
dinal di Trento, con queste parole; che io basasse il piede in 
nome di Sua Maestä a Nostro Signore, et che si raccommandava 
al signor cardinal Farnese. non havendo potuto ritrarre alcun par- 

Nov. 27 ticolare, oltre a quanto si e scritto per il passato, domattina, pia- 

cendo a Dio, udito messa pigliaro la via di Boma con piü dili- 80 
gentia che sarä possibile. et del resto rai riporto a quanto scrive 
monsignor ß™** legato*), et con desiderio di venir presto baso 
humilmente la mano a V. S. ß™* Hl™* et li piedi a Sua Beatitudine. 
15A7 D'Augusta a 26 di novembre 1547. 

*) Oben Nr. 55» Mignanelli bestätigte den Empfang zuerst in einer Depesche . 
vom 19. November: Parma Carteggio Farnes., Orig. 

') Nämlich der Kaiser; vgl. den Bericht Forlls rom 19. November (in den 
Beilagen). Gleichzeitig war aber auch Mignanelli selbst an der Gicht erkrankt^ 
wie er am 19. meldete. ^0 

*) Vgl. Nr. 69. — Mignanelli kam auf der Reise vom KaiserJiofe nach Rom 
am 10. Dezember in Bologna an: Merkle, (Jone. Trid. I p. 726 Z. 3 sq. 



Nr. 69: 1647 November 26. 203 

69. Sfondrato an Farnese: der Abgang eines Kurieis nach Roni 1347 
stellt bevor, durch den der polnische Gesandte um Rückverlegung des Nov. 26 
Konzils bittet Mignanelli verabschiedete sich vom Kaiser und 
Oranvella und wird morgen reisen. Der Kaiser ist noch unpäßlich; 
h am Reichstag sind nur Ausschüsse noch in Arbeit Königin Maria 
ist angekommen. 

Aus Arch. Vat. Carte Farnesiane fasQ. I, Orig.; auch Trient cod. 111 
pag. 187—188 Abschrift. 

Hora monsignor B"^ di Augusta mi ha mandato a dire che 
10 fra due höre si espedirä un corriere per Roma, ne ho inteso altra 
causa di mandarlo salvo che Toratore di Polonia farä ogni prieghera 
et instanza a Sua Santitä per la riduttione del concilio in Trento, 
con pretesto che ciö sia spetialmente necessario per quella pro- 
vincia di Polonia, tanto piü col pericolo della vit» del re vecchio 
15 per la sua estrema decrepitä^). 

Hieri monsignor Mignanello prese licenza da Sua Maestä et Nov. 26 
hoggi k stato a monsignor di Granvela, et non pare ch'habbia 
altro riporto di piü del giä scritto, essende il tutto rimesso in 
monsignor B™® di Trento; et domani pensa di ponersi in viaggio^. Nov. 27 

20 Sua Maestä stä pur ancora debole et molto fiacca, ne qua si 

fanno risolutioni alcune di momento, benche per gli deputati partico- 
lari si tratti cerca le dependentie de quelli capi che sono restati 
da chiarire: di modo che si vede il tutto dependere dalla risolutione 
quäl si espetta di costä, et a quella si rimette la maggior parte 

25 delli altri negotii. 



N 



ygt hierzu die bestätigende Mitteilung des Concino^ Sekretärs des Bischofs 
von Forli, an den Sekretär Pagno in Florenz: Er erfahre über diese Sendung nach 
Born, sie erfolge nur desfialbt weil il re di Polonia con li altri baroni et prelati 
suoi supplicano al papa di rimettere a Trento il concilio . . ., mostrandogli 

30 che qoando storcesse da cosi iusta domanda, la sentirebbe gravemente. Und 
zwar scheint dies Anbringen nicht auf Verabredung mit dem Kaiser zu beruhen 
(anders der Venetianer Mocenigo nach Angaben Truchsefi* : Venet. Depp. II 
8' 370 f.), sondern ein pio et voluntario offitio zu sein; Cod. Med. 4804 fol. 222l>. 
Übrigens war es der Kardinal von Augsburg, der jenen Kurier entsandte; vgl. I 

36 Nr. 70 zu Anfang und das Ende des Berichts des Gesandten Forli selbst vom \ 

26^ November, wo er angibt, er müsse schließen, denn der Kardinal von Augsburg 
werde in zwei Stunden nach Born an Kard. Madruzzo rispetto alla nuova pro- 
motione de cardinali spedieren. 

*) Nach Pallavicino l. X cap. 8 § 1 hat Sfondrato in einem Briefe vom 
40 2, Dezember über Mignanellis Abreise geschrieben; diese Depesche ist aber nicht 
vorhanden. 






204 Nrr. 69—70: 1547 November 26— Dezember 7. 8. 

Nov, 2i La regina Maria giunse qua Taltro hieri incontraia dal re de 

Komani et da quasi tutta la corte') 

Nov. :i6 D'Augusta alli 26 di novembre 1547^). 

154? 70. Sfoiidrato an Maffeo: Oluubt den in dessen letzten Briefen kund- 
Dez. 7. 8 gegebenen Wünschen schon entsprochen zu haben. Ein ihm über- 5 

Jyie Ankunft der Königin (vgl. oben Nrr. 56, 59 u. 67 sowie die nächste 
Anmerkung), in deren Begleitung sich die rerioihcete Prinzessin von Oranien [Anna, 
Tochter Herzog Antons von Lothringen, Witwe des 1544 verstorbenen Ren/, Prinzen 
von Oranien J und die verioitwete Herzogin Christine von Lothringen, Nichte des 
Kaisers, befanden, gab den Diplomaten in Augsburg viel zu denken. Man ver- 10 
mutete zu^st, daß es sich um Eheprqjekte für die beiden Prinzessinnen handle; 
so verzeidmei Sfondrato in einer eigenhändigen Nachschrift zur d)en enoähnien De- 
pesche vom 19. November unter Reserve die Nachricht, daß Christine den jungen 
König fwi Polen [Sigmund August, Mitregent seines Vaters, seit dessen 
Tode 1548 Alleinregent] heiraten solle. Der Bischof von Forli schrieb am 2H., es \h 
sei von parentadi überJumpt nicht die Rede; nur tverde gesagt, daß, wenn auch 
der Infant Philipp komme, dann el casamento della sorella [Maria, Tochter des 
Kaisers] mit Maximilian abgeschlossen werde (was bekanntlich auch geschah; tgl. 
auch schon oben Nr. 48). Cod. Med. 4804 f. 221 »b. }fach Angabe des Erz- 
bisclu)fs von Santa Severina vom 24. November befand sich l>ei der Königin auch der 20 
Graf von Büren. Die Ürsaclie des Kommens sei unklar; manche meinen, es 
handle sich um den Ausgleich gewisser Differenzen mit K, Ferdinand, andere, das 
Kommen der Königin habe mehr zu bedeuten. Es heißt, letztere tverde schon vor 
Weihnachten wieder abreisen. Modena L c, Orig. und Dupl. 

*) Am Reiclistag sei nichts Neues, meldet Forli am 26. November; doch 6e- 26 
richtet er dann : die Landgräfin tvn Hessen habe die Stände beschickt und die Frei- 
gebung ihres Gemahls verlangt con Tosservanzia della fede interposta dalli due 
elettori. Der Kaiser habe geantuxyrtet : ch'egli (der Landgraf) sia detenuto 
iustamente si per virtü della capitulatione come per le pratiche tenute in 
carcere contro Sua Maestä Cesarea, le quali con piü opportuniUi farä note a 80 
ciascuno. quando giudicheri tempo conveniente |di liberarlo], non aspetterk 
punto d'esseme ricerco. Dazu bemerkt der Gesandte: bor quello che costui 
^ habbi commesso, non lo so ; ma vo pensando c'habbi potuto soUecitare li animi 

d'alcune terre francbe marittime, intendendosi ch'erano per coilegarsi temendo del 
castigo Cesareo, et che Mauritio di nascosto le favoriva molto; pure scoperto 86 
el maneggio se n*6 ritratto. Man sage auch, die ScJiweizer seien in parlamento. 
subornati che Sua Maestä vogli muover loro guerra, et tengano oppenione di 
far lega con Francia. Vielleicht steckt außer dem Landgrafen auch Schärtlin 
dahinter y rifuggito giä in quelle bände. Cod. Med. 4804 fol. 222 »b. — Ent- 
sprechend erzäJilt der Erzb. von 8. Severina am 24. November: Es seien Gesandte 40 
der Landgräfin gekommen, die publicamente con grandissin^i stridori si sono 
lamentati del duca Mauritio et del marcbese di Brandeburg. Au^ über den 
Kaisei' hättest sie geklagt, der darauf die Stände berufen und ihnen einen Doktor 
gesandt et per esso fattoli veder le capitolazioni signate, per vigore delle 
quali non solo l'imperatore pu6 fare usare contra di esso [den Landgrafen] 46 
quel che hora si fa, ma anchora, quando li paressc, non eccedendo li termini 
della giustitia lo potria fare parimente trattar di peggiore maniera. L c. Vgl 
Venet. Depp. II S. 369 f und die dort S. 370 Anm. 2 aufgeführten Aktenstücke. 



N 



l' 



\ 



Nr. 70: 1547 Dezember 7. 8. 20ö 

sandtes mtziges Teirasiiehon hat er dem BiscJwf von Arras nicht 
mitgeteilt. Hier herrscht OeschäftsstiUe- Der Kaiser ist in Bekan- 
valeszenz. Moritz von Sachsen ist abgereist. Über die Rückkehr der 
Königin Maria gehen widerspreche^iide Gerüchte um. Oegen Konstanz 
6 soll mit Ausführung der Eeichsac^t vorgegangen werden, die Stadt 
sdieint sich aber unterwerfen zu wollen. 1547 Dezember 7. 8 
Augsburg. 

Alts Arch. VaL Carte Faraesiane fasc. 7 eigenMnd. Original. 

Doppoy il correro quäl si espedi con Taviso dell' andata del 

10 B."® di Trento, io ho scritto quattro o cinque volte in ogni occasione 
che si h haviita de messi, anchorach6 non vi fosse cosa di molta 
importanza et Tultime forono mandate (se ben mi ricordo) de 26 Nov. 26 
del pässato per un corriero espedito dal Il™° di Augusta con lettere Nov. 27 
del Ser™® re de Polonia. et il giomo sequente ricevei per Tordinario 

16 di Fiandra le lettere di V. S. de 15 et heri per uno corriero de -^or. 15 
Näpoli quelle de 29 *), le quali sempre mi sono piu grate che quelle jy^f ' 29 
si ricevano da altri. hora in risposta de Tuna et de Taltra non ho 
molto che dirli, perche, se ben mi ricerca ch'io voglia chiarirla se 
questi G-ermani havendo accettato il concilio in Trento recognoscano 

20 Tauthoritä del papa, che Tha inditto, et gli decreti giä fatti, et 
che gli prelati soli habbiano da dar il voto et altri simili ponti: 
io penso in ciö haverli satisfatto per quanto io posso, et se ben si 
ricordasse di quello ch'io scrissi, trovarä ch'oltra Thavere mandato 
le copie delle scripture fatte qua anchora in lingua germanica, 

26 questi signori presupongano che essendosi fatto la remissione di 
Star al öoncilio secundo gli decreti de santi padri, assay si com- 
prende el modo quäl si ha da servare, et cosi mi rispose monsignor 
de Arras, come giä io avisay. et quanto al negotio di Piacenza, 
cerca il fundamento quäl vorresti ch'io facesse al confessore, che 

80 Sua Maestä ha Milano per Parma et Piacenza: se hayesti in 
memoria quello che fu scritto, trovaresti che fu toccato in sub- 
stantia a Sua Maestä. perö non occorre necessitä hora ch*io Io dica al 
confessor, poychfe voy havete costi Moyse et gli profeti, da chi vi 
poiete far intendere et provar quanto vi vaglia. il mio monsignor 

86 Maffeo, secundo che voy vi affatichate di ricogliere et exaggerare 
le colpe di qua, et non senza raggione, questi anchora non man- 
chano di far spesso il medemo. ma piacesse a Dio che quella 
prontezza quäl si vedde in cognoscere le colpe altruy, fosse pari- 
mente in proveddere effettualmente alle colpe proprie, perchö Tuna 

40 et Taltra parte et il mondo tutto ne staria meglio. 



*j Von diesen Briefen Majfeos ist nichts erhalten. 



206 ^r- '70: 1547 Dezember 7. 8. 

lo viddi il tetrasidcho quäl mi mandasti arguto et vero. pero 
non ho fatto Tofficio di comanicarlo con monsignor di Arras, 
parendomi che siano de quelli ponti che posseno piü nocere che 
giovare in questa occasione. 

lo non ho quasi che scrivervi, perch6, sicome giä ho avisato, & 
tutte Tespeditioni non solo publice, ma private sono qua sospese, 
expettando (come si comprende) di darle forma secundo la risolutione 
che pigliareti costi. et qua per gli avisi che hanno da Borna, et 
per il persuadersi che la dimanda loro cerca concilio non se gli 
habbia da negare, expettano tal risolutione. ma da me non la 10 
intendano gik con questo modo, se bene in questa prudentia non la 
voglio combattere a tutto transito. — 

Nov. 30 L'imperatore h ridutto in meglio et il giomo di santo Andrea 

fu alla messa con gli cavalleri dell' ordine, et a me fu preparato 
il loco et alla richiesta di Sua Maestä diedi la benedittione 15 
con rindulgentia. vi erano anchora presenti di questi principi 

Nov. 28 lutherani, ma il duca Mauritio di doy giomi era partito di qua 
verso il suo stato di Saxonia per certi bisogni, con ordine perö de 
ritomar fra sey settimane. 

Questi altri principi anchor loro si partiriano voluntiera, 20 
ma veddono che gli bisogna expettar la sopradetta risolutione 
si tiene che la regina Maria si partirä per il ritomo in Fiandra 
avanti le feste et con ley la duchessa di Loreno. vi scrivo queste 
minutie, poyche non vi e altro, et per questo non scrivarö a 
monsignor nostro Hl"®, il che V. S. sark contenta farle sapere et 25 
ricordarsi poy del caso mio in questa occasione, perchä se ben da 
se vi dovria esser in qualche consideratione, nondimeno so che 
non e for di proposto ridurvelo a mente. et pregho il signor Dio 
sia sempre con ley et con quelli nostri signori et patroni. 

Dez, 7 Da Augusta alli 7 de dicembre 1547'). 80 



^) Aus den sonstigen BericJtten vom Kaiserhofe in diesem Zeitabschnitt heben 
inV folgendes aus: Gerhard Velfwyck schreibt am 29. November an den Präsidenten 
Louis Schare in den Niederlanden: Consilia quotidiana in aula; comitia non 
procedunt expectante Cesare responsum pontificis super concilio; pontifex ad- 
huc irarum plenus omnia minari dicitur, nihil tarnen tentare. Wien, kaiserliche ^^ 
Reichtagsakten fasc. 21 Orig. Andererseits Santa Severina am 30* November: Sono 
avvJBi ch'havendo ragionato il duca Ottavio col signor cardinale di Trento [in 
Bologna, s. zu Nr. 72] Sua Eccellenza si b puoi lassata intender ch*el prefato 
cardinale porta tali partiti che, se Sua SantitU non gFaccetta, haverä il torto 
et che Sua Signoria 111™* [Ottavio] gFaccetterä, come [so?] gli vuol total- 40 
mente essere servidore et dependere dalla Maestä Sua. Modena^ Germ. Busta 9 
Orig. M. Dupl. Der Nämliche bestätigt aucJi am 3., daß am Reichstag seit der 



Nr. 70: 1647 Dezember 7. 8. 207 

Bitenuta alli 8 i)ez. 8 

Mi era scordato dirle che la cittä di Costanza h posta in 

bando per inobedientia et spetialmente perchä sostiene il Xertlino, 

et se intende che giä sono mandati gli precetti ad alchune cittä et 

5 loci circomstanti, perche procedino alF executione di levarli la comoditä 

et comertii. et alchuni vanno dubitando come la passarano Svyzari, 

in Chi confidano, bench* io intendo che non se ne vogliano imme- 

schiare. et che sia vero, giä quelli di Constanza soUicitano qua di 

esser rimessi et Sua Maestä stä sul forte, di modo che gli converrä 

10 far al modo di essa. 



Abreise Mctdruzsos Stühtand herrscht, audi über die Lega Suetnca nidit verhandelt 
ist Ebendas. Orig,, Dupl, und Triplikat. Dagegen scJireibt am 8. Dezember 
Yeltu^ck an Schore: Post paucos dies Caesar resolvet se de illo articulo quid 
ve]it fieri in causa religionis interea dum expectatur concilium. Wien a. a. 0. Orig. 

15 Am gleichen Tage der BiscJtof von Forll: Mauritio b cavalcato in Saxonia toegen 
der Belästigungen der Anteofmer Magdeburgs durch die .geächteten Bürger dieser 
Stadt; wenn er die Buhe wiederhergestellt hat, wird er wieder nach Augsburg 
kommen a compiere la dieta, laquale seguita di continuar' a stabilire le cose 
poliUche et della Camera, et se n'attende il recesso subito che si vegga dove 

20 pari el negotio del concilio . . . et li advisi di Roma non disperano in tutto 
che Sua Santitä non sia per ridurlo in Germania, se non a Trento; la quäl 
cosa accenn6 anco il Mignanello al reggente Figueroa nel suo partire, dicendo 
che, quando il papa fusse ricerco d'altro luogo che di Trento, rispetto al 
puntiglio deir honore, forse che ne consolarebbe Sua Maestä Cesarea. Nach 

25 dem gleichen Bericht untren aus Italien auch Depeschen Ferrante Gonzagas anr 
gelangte die den Kaiser verständigten che'l maneggio c'ha in Parma per mezzo 
del vescovo de Rossi [vgl. oben Nr. 55], ^ tanto innanzi che, se non fusse 
Tosservanza della tregua con Ottavio [vgl. zu Nr. 55], crederebbe acquistarla; 
nondimeno servirä che quelli gentilhuomini non consentiranno mai d'essere 

80 alla devotione de Francesi, et ne resta sicuro. Cod. Med. 4804 f. 228*— 224*. 
Dazu vgl femer, was Santa Severina am 14. angibt txm Kardinal Trudiseß ver^ 
traulich erfahren zu haben: Famese Imbe an Truchseß geschrieben, che saria di 
animo di venire da Sua Maestä Cesarea per vedere, se si potesse fare assetto 
a queste cose del concilio; Truchseß möge den Kaiser sondieren. Das habe der 

85 Kardinal auch getan^ Karl aber sicJt die Antioort vorbehalten, bis er loeiteres atis 
Born über das Verhalten des Papstes h&re. Der nämliclie Bericht meldet dann über 
den Bdchstag: questi signori sono pur sopra le cose della religione, et par che 
grelettori havessero pensato di fare instantia a Nostro Signore d un concilio 
generale in Germania; per6 anchora ci6 non hanno posto in exequutione. 

40 Weiter der Nämliche: in concluder questa lega di Suevia ogni giorno nascono 
nuove difficultate, et sarä difficile il condurla al fine, perch^ gli principi laici 
pare ch'a modo alchuno non vi vogliano assentire, se non per defension delle 
cose di Germania, et Timperatore voria includere Fiandra et altri stati. Am 
folgenden Tage^ 15. Dezember, berichtet Santa Sei^erina femer: Es heiße, die Mission 

*5 Madruzzos werde scheitern, freilich sei noch nicht alle Hoffnung ausgeschlossen. 
Das bestätigt dann der Gesandte nochmals am 19., mit Berufung auf Briefe 
aus Bom. Modena, Germania Busta 9 Origg. 



208 NiT. 70—71: 1547 Dezember 7. 8—14. 

Dez. 8 In qnesto ponto mi e detto che la regina Maria non partirä 

forsi cosl presto, et Sua Maestä e hoggi uscita alla caccia'). 



1547 71. Sfoiidrato an Farnese: Der Hei'zog von Bayern vninsclit sich des 
Dez. 14 WeitiUschofs von Hüdesheim ah Dozenten der Theologie für Ingol- 
stadt zu bedienen, der Bischof aber, der seine Hnstellung auf dem 6 
gegenwärtigen Reic/istag erhofft^ will jenen nicht entlassen. Der 
Herzog scfireibt deswegen an die Kurie; Sfondrato hat Um eine 
Empfehlung seines Wunsches in Rom nicht abschlagen können, 1547 
Dezember 14 Augsburg. 

Aus Parma Arch. di Stato Carteggio Famesiano Griff. — Auch Cod. Trid. 10 
111 pag. 191—192 spätere Abschrift. 

II signor duca di Baviera mi ha mandato per alcuni suci con' 
siglieri Talligata lettera a Sua Santitk^ et ricercatomi con molta 
instanza ch'io le faf oia dare ricapito et che procuri la risposta. 
et per quelle che mi hanno detto essi consiglieri, il negotio 6 ch'il 15 
detto signor duca attende con gran diligentia di rimettere lo 
studio suo d'Ingolstadio et provederli de buoni lettori, et tra li 
altri desidera molto di havere il suffraganeo Hildesemense ') alla 



*) Ein Bericht Forlis vmn 8. Dezember verbreitet sich über die interruUianale 
Loffe, die kaum auf Krie^ deute; auch der Kaiser suche den Krieg nicht an- 20 
gesichts seiner natura tarda und Tetä fatigata in estremo, Tindispositione e'l de- 
siderio di vivere in quiete ; auch machen ilim seine fielen Staaten immer irgendwo 
zu schaffen; überdies seien sie alle voti et exhausti; so sei der Kaiser mehr auf 
die Verteidigung angewieiten. Cod. Med. 4304 f. 228»— 224». Auch ein SeJtreiben 
des Kaisers an seinen Gesandten am französiscJten Hofe S. Mauris vom 10. De- 25 
zember trägt eine geunsse Resignation zur Schau; es beklafft t daß König Heinrich 
im Gegensatz zu fast allen katholischen Fürsten Europas das Konzil in Bologna 
begünstige, betont aber^ dafi, ufenn der Papst letzteres nicht nach Trient zurück- 
verlege, er, der Kaiser, dann sicJi in dem Beumfitsein trösten werde davoir faict 
ce que en nons est pour la pacifficacion et reunion catholicqae de Itf Chresüente ; 80 
et regarderons au def fault de ce avecq les estatz de ceste Germanie ce que 
sera pour le remede de la necessite dicelle. Wien, H. If. St. A.<, Gallica 
Corresp. 22 Konz. ur^d Abschrift 

*^) Liegt mir nicht t'or. Wohl nidit mit der hier beliandelten Antfelegefüteit 
hängt ein jxipstliches Breve an den Herzog wm ^5. November zusammen, icorin der Papst 85 
bedauert, daß ihm erst bis proximis diebus durcHi. Leonhard von Eck im Namen 
des Herzogs id significatum est quod multo ante significatum fuisse nobis 
voluissemus; respondissemus enim sine uUa mora, sicut et nunc facimus. nam 
quo animo simus erga Nobilitatem Tuam quantique faciamus ejus erga 
Deum pietatem et in nos observantiam, dicet Tuae Nobilitati ex parte nostra 40 
vel Fabius epicopus Lucerinus vel ejus secretarius, qui has tibi literas reddet. 
Arch. Vat. Armar. 41 vol. 40 Nr. 844 Minuta. 

5) Balthasar Fannemann (s, o. Nr. 54). 



Nr. 71: 1BI7 Dezember 14. 209 

professione di theologia') per essere persona di molta et sincera 
dottrina et altre buone parti. ma in ciö nasce impedimento, perchä, 
se bene il snffraganeo sia per lassarsi ridnrre a tal partito, non se 
ne contenta il vescovo per hora. et io stesso doppoi molti altri 
6 gliene ho parlato et e me finalmente ha risposto ch*havendo fatto 
creare il predetto snffraganeo a spese sue giä piü di 7 anni, li ha 
dato provisione ogn' anno della povertä sua per usarne al bisogno; 
et ch*instando hora il tempo nel quäle si ha da risolvere la resti- 
tutione della sua chiesa Hildesemense, in caso che la ottenghi, 

10 havria necessitk del predetto, atteso ch'esso vescovo h impedito et 
non bastante, lä. ove il suffraganeo e di singolare eloquentia, in la 
lingua di quel paese^), di modo ch*in tal caso potria portare 
molto piu utile alla religione che legere theologia. pero non succe- 
dendoli la recuperatione della sua chiesa in questa dieta, si conten- 

15 taria di compiacere al detto signor duca. et benche questa es6u- 
satione del vescovo non paia fuor di ragione, nondimeno il signor 
duca desidera che Sua Santitä si degni compiacerli di far scrivere 
al detto snffraganeo, acciochö con Tauthoritä di quella possi 
liberamente servirli, mostrando che questo sarä a benefitio piu 

20 universale della religione in mantenere la professione della theologia 
catholica in questa provincia, et che per essere Sua Eccellentia 
sempre stata salda con tutto il paese et forze sue in la parte 
catholica, le pare convenga che tali suoi buoni desiderii siano 
aiutati. et come sa V. S. 111***% non si pud negare che non meriti 

2B ogni honesto favore et aiuto, et perö non ho potuto mancare di 

aupplicamela et che si degni operare, accioche sia dato risposta 

alla detta lettera'). 

D'Augusta alli 14 di decembre 1547. 154? 
Dez. 14 



*) Seit dem Tode Johann Ecks (154S) und Leonliard Marstall'ers (1546) war 
80 die ilteoloffische Fakultät in Ingolstadt gänzlich verioaist, Prantl, Gesdi. der 
Ludtoig' Maximilian»' Uni ver sät I S. 187. 

') Das mll wohl sagen, Teutlehen war des Niederdeutschen nicht genügend 

kundig. Die Teutleben sind ein altthürinffische^ Geschlecht; ihre Stammburg lag im 

Qotltaisclien unweit Waltershausen, 

85 ^) Gleichzeitig schrieb Sfondrato über diese Angelegenheit auch an Maffeo, 

indem er auf obiges verwies und seine Ansicht dahin kundgab: daU* un canto 

pare che la dilatione proposta per il vescovo Hildesem sia ragionevole; dall' 

altro voi sapete il rispetto grande del duca di Baviera et che oltre all' altre 

cose non resta in troppo contentezza di voi altri. al che si aggiange che li 

40 agenti suoi pensano che il negozio della chiesa Ildes. non debba succedere, 

di modo che possi fare grand' effetto in quelle parti estreme tanto corrotte. 

per6 sarä bene che in ogni caso V. S. pigli fatica di far mandare la risposta 

qualunqne habbia da essere, acciochä para che se ne tenga qualche conto et 

non si sprezzi. et per dirli qnello che mi occorre, forse non sarä male srrivere 

Nuntiaturberichte, erste Abteilnng, Bd. X. 14 



210 Nr. 72: 1547 Dezember 17. 

1547 72. Farnese an Poggio: Kardinal Madruzzo, vom Kaiser gesandt, 
Dez. 17 ist in Begleitung Mendoza^ in Born eingetroffen und hat seine Auf- 
träge ausgerichtet Der Papst ließ darüber ein Ghitachten von der 
Kardinalsdeputation für das Konzil erstaUenj das im Konsistorium 
verlesen wurde. Auf Wunsch Madruzzos aber wurde nicht gleich 6 
darüber votiert, sondern ein weiteres Anbringen Mendozas abgewartet, 
das am 14. stattfand, wo Mendoza, unter der Drohmig andernfalls 
zu protestieren^ unverzüglich Rückkehr des Konzils nach Trient ver- 
langte. Man beschied ihn schriftlich, daß die Antwort im nädisten 
Konsistorium erteilt werden solle; zunächst aber wurde beschlossen, 10 
eiligst die Ansicht des Konzils in Bologna einzuholen, auf die man 
nun wartet Mittlerweile ist Madru^zo abgereist Poggio toird dies 
zu seiner Informierung mitgeteilt; eine Beilage entsprechenden hihalts 
geht an den Nuntius in Portugal. Über die Angelegenheit von 
Piacenza hat Madruzzo keine wesentliche Aufklärung gebracht In 15 
dieser Sachlage hat der Papst von den beabsichtigten Kardinals- 
Promotionen Abstand genommen. Herz. Ottavio utt noch in Parma; 
der Kardhial von Gfuise beabsichtigt demnächst Born zu verlassen. Er 
und Madruzzo standen dnwnder voll Eifersucht gegenüber; zwischen 
ihnen befand sich Farnese in nicfUs weniger als beneidenswerte!' 20 
Lage. 1547 Dezember 17 Born. 

Au8 Arch, VcU. Nanziatura di Spagna vol. lA fol. 108 — 110 Duplikat — 
CoU. Rom. Bibl. Chigiana cod. LIII 65 fol. 842—844 Orig., mit Vermerk 
ricevuta in Alcala a 15 di gennaro 1548. — Spätere Absdtrift im Arch. 
Vat, Bibl. Pior. cod. 269 fol. 10*— 12». 25 

Dopo^) la partita del cavaliere UgoUno, quäle all' arrivo di 



an breve al suffraganeo di qualche giustificazione, con dire in sustanza che 
habbia a servire al signor duca sino a tanto che si scuopra Toccasione di 
poter servire commodamente al suo suffraganeo. ^ vero che 11 vescovo non 
si contenta di questa maniera, perch^ non vorria haver da disputare col duca 80 
sopra alcun punto. Cod. Trid. 111 pag. 192 f. Die Entscheidung des Papstes 
erfolgte durch ein an den Suffragan gerichtetes Breve tHjm 10. Januar 1548y das 
den BefelU enthält, die ihm von dem Herzog angebotene mit einem condignum 
et liberale Stipendium versehene theologische Professur in Ingolstadt aneunehment 
nachdem die alten berühmten Ingolstädter Theologen, die an der Reinerhaltung 85 
Bayerns den größten Anteil gehabt haben, gestorben sind und ersetzt u)erden 
miissen. Arch. Vat. Armar. 41 Nr. 21 vol. 41 Minuta- Vgl. noch den bei der Aus- 
Sendung des neuen Nuntius Santa Croce in April 1548 t^m Farnese an Herzog 
Wiüielm gericJUeten Brief (titi^en zu Nr. 107), sowie Nr. 118, wonach sich dcmn 
neue Schwierigkeiten ergaben. Indes kam endlich docii Fannemann noch im Laufe 4U 
des Jahres 1548 als theologischer Professor nach Ingolstadt^ wo er bis 1550 blieb. 
Prantl, a. a. 0. 

') Wir gehen diesen an Poggio gerichteten Brief der Kurie^ da deren von 
Sfondrato erwähnte Schreiben an ihn (i^om 6., 12. und 16. Dezember) sicit nicht 
erhalten Jtaben, 45 



Nr. 72: 1547 Dezember 17. 211 

questa dovrä essere gionto costi a salvamento '), non ho scritto a 
V. S. in questo mezo e vonuto monsignor Il™<* di Trento*) 
mandato da Sua Maestk per ricercare Nostro Signore a ridure il 
concilio a Trento, poiche per diligentia di Sua Maestä li principi 

5 di Germania si sono contentati nella presente dieta di sottomettersi 
al concilio da proseguirsi in quella cittä, con alcune altre cose che 
teneva in commissione, secondo la copia che lesse et diede a Sua 
Beatitudine della instessa instruttione che portava: cioö che si 
facesse la reformatione; che intanto che il concilio va inanzi, si 

10 mandi uno o piü prelati in Germania con f acultä di dare qualche 
modo di pacifico et honesto vivere a quella natione in materia 
della fede; et in ultimo offeriva che vacando la sede (che Dio lo 
cessi) terria mano che la creatione del futuro pontifice non sia fatta 
da altri che dal coUegio de cardinali. 

15 Alle quali cose tutte, sicome dal signor don Diego') di 

') Ugolino überbrachte dem Nuntius u, a. einen mm 23. Nwember 1547 
datierten Brief des Bisehofs von Nocera und Oeschichtschreibers Paolo Giovio (Orig. 
in Arch. Vat- Nunz. di Spagaa vol. la fol. 166 — 167, ric. in Ocagna a 24 di 
dicembre), der die gedrückte Stimmung der Kurie erkennen läßt. Vom Konzil 

20 schreibt Oiovio: maladetta sia Tamma di colui che persuase ad aprirlo, und vom 
Kaiser meint er, der foerde eher zu Piacenza awh noch Parma begehren, als 
ersteres herausgeben, usw. 

^ Madruzzo, der am 6. November Augsburg verlassen Jmfte (oben Nr. 64), 
erreichte am 17. Bologna, too er bei Morone abstieg und mit diesem soteie dem 

26 Konzilslegaten Monte und dem auf den Rat Pallaincinos (s. o. zu Nr. 64) zur Be- 
sprechung mit ihm nach Bologna gekommenen Herzog Ottavio Farnese das Mahl 
einnahm, worauf er — na(^i im ganzen achtstündigem AufentJmlt in Bologna — 
noch am gleichen Tage die Reise fortsetzte: Massarelli ed. Merkte I pag. 720. 
Ihm voraus etile nach Rom der Krzbisciiof von Ragusa im Auftrag Ottavios, um 

80 von dem, was letzterem Madruzzo mitgeteilt (darüber s. u. S. 212 Anm. 2) die Kurie 
zu benachrichtigen: Serristori an Herzog Cosimo, aus Rom 21. November; Flor. 
Cod. Med. 8464. Morone erstattete am 18. an Farnese kurz Bericht: Madruzzo 
mostra di essere pien di desiderio di servire Nostro Signore et di bona spe- 
ranza che le cose habbiano a pigliar verso con satisfattione universale. Parma 

85 l. c. Orig. Am 23. kam Madruzzo — mit Mendoza zusammen — nach Rom; 
Farnese ließ ihn in Monterosoli einJtolenf sein Quartier wurde ihm im Vatikan, 
in den Gemächern des Kardinalkämmerers, angeioiesen: Farnese an Sfondrato, un- 
datiertes Konzept [23. Nov. 1547] in Parma l. c, unter den Undatierten t^on 1542. 
Am 24. wurde er vom Papst in Audienz empfangen und zwar, auf seinen Wunsch^ 

40 allein: ne la qnale non parl6 di altro che del suo particolare per rendersi 
grato et confidente a Sua Sanütä: Farnese an Ottamo 27. Novb. 1547, Neapel 
l. c, fasc. 749, 2 Konzepte; ähfdich am 26. Nov. an den Nuntius in Venedig 
(Giovanni ddla Casa): Parma l. c. Konzept. 

') Von Mendoza liegt mir kein Bericfit über diese gemeinsame Unterhandlung 

45 vor; seine Korrespondenz im Codex Corsini weist zwischen Anfang November und 
Ende Dezember eine Lücke auf; vgl. jedoch sein Schreiben vom 29. Dezember (im 
Anhang). 

14* 



212 Nr. 72: 1647 Dezember 17. 

compagnia del prefato B"^ di Trento furono leite'), cobi Sua 
Santitk prese tempo di considerarle et respondere in scritto; cosl, 
fattole essaminare dalla congregatione de deputati, fa in un eon- 
cistoro letto dal B™^ decano il parer loro'), quale in sustantia, 
quanto al capo di ritornare il concilio, tendeva a communicarlo con S 
esso concilio per eonservarli la debita libertä, nel quale vi sono 
eoncorsi tanti prelati che rappresentano la maggior parte della 
Christianitä, alla quale tutta appartiene il presente negocio; et 
quanto alla reformatione, che Sua Santitä similmente la poträ 
lassäre al concilio, quale Tha digiä cominciata et decreta per la 10 
maggior parte; che di mandare uno o piü prelati in Germania 

*) Die Überreichung der Instruktion nsiv. Jtatte am 26. November statt; vgl. 
Faxnese an den Nuntius della Casa von diesem Tage l. c: ha proposto la bausa 
del concilio per ritornarlo a Trento, sopra che si ^ disteso in molte ragioni, 
che movono Saa Maestä. a far questa richiesta. Vgl Serristori 26. November 15 
(l. c.J: Madruzzo hatte heute mit Mendoza Audienz in Gegenwart Fameses. Er 
8yr€u.'h ausführlick und überreichte dann seine schriftliche Instruktion, Darauf der 
Papst: er wolle sich bedenken und dann schriftlich antworten. Jene: wünschen 
mündlichen Bescheid» Der Papst ist einverstanden, braucht aber Zeit zur Kr- 
wägung. Am 28. November sdtrieben dann Famese, und ebenso Cervini, an Monte, 20 
Präsidenten des Konzils in Bologna, und erbaten seine Ansicht über die Instruktion 
Madruzzps. Massarelli ed. Merkte L c pag. 728 (zum SO» Nov.); vgl. ebendaselbst 
zum 1., 3., 6'. und 7. Dezember, sowie de Leva l c pag. 388 — 394. 

^) Am 6. Dezember 1547 schrieb der Erzb. von Ragusa (s. 8. 211 Anm. 2) an 
Öttavio: Hieri in concistoro furono dette poche parole circa la causa de la ve- 26 
nuta del cardinal di Trento et circa la petitione sua pertinenti ai concilio, et 
fu rimessa la cosa alli cardinali deputati sopra il concilio [Guidiccione, Crescenzio 
und Pole; vgl. Pallavicini Historia conc Trid. l. X cap. 6 § 10] et mi pare che 
questo negotio et prattica prenda tempo per trattar insieme le cose di Piacenza 
et interesse di V. £., senza le quali cose mal si concluderanno le cose pu- 80 
bliche, il cardinal di Trento, fügt der Erthisdiof hinzu, ixn a quest* hora non 
ha mostrato niente di piü di quelle che disse a Yostra Eccellenza et alli Rml 
legati in Bologna, salvo che ha mostrato Tinstruttione di Sua Maestä apartata 
circa il concilio, et doppoi un* altra cedula signata pur di man di Sua Maestä, 
dovc sono le medeme parole che disse a V. E.: che espedite le cose publiche 86 
Sua Santitä mandasse persona confidente a trattar la restitutione di Piacenzn, 
quäl havrebbe restituita o datta ricompensa che haveria sattisfatto Sua Santitä. 
a bocca poi detto monsignor di Trento ha detto et promesso molte cose, an- 
dando il concilio a Trento, per securezza di Sua Santitä et conservation de la 
dignitä de la sede apostolica et prohibition di scisma et reformation, conforme 40 
alla voluntä di Sua Santitä, et simii' altre cose pertinenti a facilitar la maten'a. 
Parma, Carteggio Farnes. Orig. — Das (}utachten der Deputierten findet «c/i 
handschriftlich im Vat. Archiv, Carte Farnes, fasc. 6 (gleichzeitig) sowie Armar. 62 
(De Concilio) vol. 18 fol. 160 sq.; vol. 68 fol. 288 >b; auch Florenz C&rte 
Cerviniane filza 29 Nr. 16 und Nr. 84. Gedruckt Leplat, Monumenta III 46 
p. 662 f. und zweimal Raynaldus, nämlich 1547 § 88 irrtümlich als Out<ichten 
Montes, und 1548 § 2 als Ansicht des Konzils (unvollständig). Die Datierung 
des Gutachtens^ vom 1. Dezember, bei Leplat und Raynaldus ist wohl apokryph. 



Nr. 72: 1547 Dezember 17. 213 

potrebbe sabisfare a Sua Maestä; circa la creatione del futuro 
pontifice, in caso di sede vacante mentre stä il concilio in essere, 
che fasse da ringratiare Sua Maestä del buono animo suo, tutta- 
volta che, aspettando la creatione de li pontifici, secondo Tuso de 
5 tanti anni passati, al solo collegio de cardinali, non accadeva 
metterla in dubio etc. 

Sopra le quali materie vol^ndosi pigliare i voti del collegio^ 
monsignor E"® di Trento se interpose et supplico che per allhora 
non si facesse altro, perche il signor don Diego, col quäle era la 

10 Boa commissione commune, haveva da dechiarar meglio alcune cose 
della instruttione et informare li. cardinali particolarmente. cosi 
Sua Boatitudine fu contenta di compiacerli, et non fu fatto quel 
giorno altro, per aspettare quel che di piü Sua Signoria R"*» et il 
signor don Diego havessero da dire in tal proposito*). 

15 Alli 14 poi di questo, che fu Tultimo consistorio, havendo Dtz^ 14 

prima divulgato il signor don Diego di voler protestare in pleno 
consistorio et in presentia de tutti Timbasciatori de principi, com- 
parse la mattina et fu admesso prontissimamente, dove, con molta 
modestia pero, tomö a richiedere, oltre la instantia che haveva giä 

20 fatta il cardinale di Trento, che Sua Santitä rimandasse il concilio 
a Trento, non curando far mentione delle altre parti sopradette, 
che conteneva la instruttione di Sua Signoria B.™* commune con 
esso lui, et si ingegnö di mostrare che ogni mora portaria grandi 
inconvenienti. 

25 A che^ se bene Sua Santitä lo int^rpellasse alcuna volta, con 

dire che la causa della mora non procedeva da lei, ma da altri, 
fece in fine rispondere ex scripto dal secretario*) in questa 
sustantia: che Sua Santitä haveva odito dHigentemente la sua 
nuova proposta, sopra la quäle consultaria, secondo che la gravitä 

80 di essa ricerca, et nel primo prossimo consistorio li donaria la 
risposta, ricercando per allhora cosi Sua Signoria come tutti li altri 
presenti che non si desse copia ne instrumento delle parole di 

Die Verlesung des Gutachtens der Konzilskommission durch den Dekan 
(Giovanni Domenico de Cupi, gewöhnlich nach seinem Bistum Kardinal von Trani 

85 genannt) erfolgte am 9. Dezember; noch am gleichen Tage schrieb Farnese darüber 
an Morone, mit der Hinzufügung, Madruzzo Jmbe gebeten che non si dicano i 
voti prima che esso meglio possa informar il collegio, et particalarmente li 
Rmi deputati, dicendo che nella instruttione ci sono molte cose che han bi- 
sogno di interpretatione. et cosi ^ compiaciuto n^ s'^ fatto altro. Parma L c. 

40 Konzept. Der Nämliche äfmlich am 10- Dezember an della Casa, Neapel 
Carte Farnes. 700 Konzept. Vgl* noch die Konsistorialakfen zum 9. Dezember: 
Orator Caesareae Majestatis nonnulla postulavit, cui Bev. pater dominus 
Blosius jussu Suae Sanctitalis respondit, prout in ejus cedula. 
^) Blosio Palladio (s. vorstehend)^ 



214 Nr. 72: 1B47 Dezember 17. 

esso signor don Diego fino a tanto che havnta la risposta la 
dovessero mettere insieme et poi publicare a suo piacere, come si 
farä anche per la parte di Sua Beatitudine. la quäle poi, fatto 
pigliare i voti de cardinali, trovo ohe la cosa si dovesse communi- 
care et consultare col concilio. 11 che si e fatto con mandare in 5 
diligentia an corriere'), et si stark aspettando la risposta, secondo 
la qnale si risolverä questo articolo. ma intanto monsignor 111™^ 
di Trento ha volato partire per la volta di Sua Maestk senza 
mettere piü tempo in mezzo^, et perö la lisposta si dark al signor 
don Diego venuta che sia, conforme alla quäle Sua Santitk delibera 10 
di govemarsi, non lassando da altra parte di compiacere in tutto 
quello che poträ a Sua Maestä, salva la libertk del concilio et 
dignitä del grado suo. che e quanto aceade fino al presente 
giomo, di che mi e parso dare particolarmente conto a V. S., 
accioche sappia tutto come conviene. et del resto che seguirk, 16 
sark medesimamente raguagliata. sia contenta inviar le alligate a 
monsignor Sipontino in Portogallo'), che contengano il medesimo 
anche per sua infonnatione. 

Delle cose nostre private, dico di Piacenza^), fino ad hora non 
si vede altro lume della speranza che possiamo havere, se non che 20 
al solito confidiamo sinceramente nella giustitia et grandezza del 
animo di Sua Maestk, che non vorrk comportare contra di noi et 
del sangue suo proprio tanta ingiuria et tanto danno; Dio sia 
quello che la inspiri presto a consolare Sua Beatitudine et tutti noi! 

Staute questa combustione delle cose del concilio, non e parso ?b 
a Sua Santitk fare per hora altra promotione de cardinali, anchora- 
che per se havesse Tanimo inclinato a gratificare et honorare al- 
cuni de suoi; per avviso di V. S. 

II duca nostro se ne stk ancora a Parma, con disegno di 
levarsene per molti degni respetti. il cardinale di Guisa dovrk 80 



1) Ein Bericht über das Konsistorium vom 14- Dezember bei Raynaldus 
154? § 90; ddsdbst § 91 das vom 16, Dezember datierte Breve an Monte (rgL 
Ärch. Vat. Annar. 62 vol. 68 fol. 286««'), das der erwäJinte Kurier scJum am 18. 
nach Bologna Überbrachte: Massarelli ed. Merkte p. 727, 

') Ygl' aber die Rückkehr Madruzzosy dem sein Sekretär Äurelio ivraneilte, 86 
unten Nrr. 75, 76. Zu Madruzzos Bericht über seine ÄusricJUung in Rom s. u. 
zu Nr. 80. 

*) Giovanni Jticcio da Montqmlciano, Nuntius in Portugal; auf das Erzbistum 
Siponto hatte Riccio allerdings schon 1545 verzichtet; vgl. Merkte l. c pag. 194^ 8. 

*) Vgl' Famese an della Casa 10. Dezember: Madruzzo non ha mai pro- 40 
posto nel negocio di Piacenza cosa di momento (vgl. den Brief Ragusas oben 
in Anm. 4) n& si dark orecchio ad altro che alla libera resütutione. 



Nrr. 72—78: IB47 Dezember 17. 215 

anch' egli partire f ra pochi giomi '), hora che e partito il cardinale 
di Trento, quali sono stati questi dl tutti gelosi l^ono dell' altro, et 
il cardinale Farnese di mezzo con poca conüdentia di ciascuna 
delle parti, et Dio sa che gratis et senza colpa mia, in modo che 
h V, S. mi deve haver compassione. 

Di Roma a 17 di decemhre 1547*). Dez. 17 



73, Sfondrato an Farnese: Erhielt dessen Brief vom 7, Der Reichs- 1547 
tag verhandelt meist über interne Angelegenheiten, aber auch über Dez. 17 
die Liga; die Entscheidung steht jedoch noch aus. Der Kaiser betreibt 
10 die * Rekatholisierung der Pfalz - Neuburgischen Länder. Kardinal 
Truchseß ist mit den Ausbürgern vertragen. Der Kaiser hat mehrere 
Anleihen aufgenommen, wie manche meinen, zum Kriege gegen Frank- 
reich- 1547 Dezember 17 Augsburg, 

Aw Arch. Vat. Carte Farnes, fasc. I Orig. — Auch Trient cod. 111 
15 pag. 198—194 spät. Abachr. 

Hieri io ricevei la di V. S. 111"* di 7"), et per essa havendo Dez. 
inteso il negotiato sino a quel' tempo con monsignor R"® di Trento 16. 7 

et con don Diego ne la ringratio sommamente 

Qaa non vi e cosa nova di molta importanza, et benche questi 

20 dellfk dieta di continuo trattano tra loro, sono cose che toccano 
queati suoi particolari de Germania, dependenti dalla proposta fatta 
per Sua Maestä. 6 vero che si negotia ancora sopra la lega, ma 
senza conclusione, et (come ho scritto piu volte) si pensa che la 
riso|utione habbia da differirsi sino che si vedi il riporto di 

26 monsignor di Trento et gli moti de altri. 

Sua Maestä ha ordinato che la religione catholica si riduca in 
Neoburgo et suo territorio, quäle giä fu del duca Ott'henrico et 
hori^ 6 alle mani di Sua Maestä, et fra dae giomi vi andaranno 
mandati da monsignor B°^<^ d*Augusta, perche h della sua diocese. 

90 essQ monsignor B™° d'Augusta ha accordato per mezo del duca 
di Baviera le sue differenze con Augustani in 95000 fiorini da 



Gruise verließ Born am 3. Jantiar 1548: vgl. v. Druff el, Briefe und Akten 1 
Nr. 127 (laut Nr. 77 am 2. Januar). 

^) Am 15, und 16. beantwortete Farnese „per messer Aurelio" die durch Ma^ 
86 druzzo ihm überbrachten Briefe vom Kaiserhofe, nämlich des Kardinals von Augs- 
burg, des Beichtvaters Soto und des Marchese di Marignano; Truchseß schreibt er 
u. a., die Bestimmung Ober den Ort des Konzils sei diesem selbst zu überlassen usw. 
Neapel l. c. Garte Famesiane fasc. 708, 727; Parma, Oarteggio Famesiano, 
Konzepte. Aurelio beforderte auch ein Schreiben Fameses an Sfondrato vom 16. 
40 (s. u. Nr. 75 zu Anfang.) 

') Nicht vorhanden (ß. o. 8. 210 Anm. 1), 



216 Nrr. 78—74: 1647 Dezember 17—26. 

pagare in diversi termini, et ha rimesse tutte le querele, salvo che 
la causa della chiesa et del clero et della religione resta pendente, 
presuponendosi ch'habbia da pigliare la forma che fark il resto. 

L'lmperatore ha preso da poco in qua un cambio de 500Ü00 scuti 
da Focchari, assignandoli il credito si cavarä dalle Corti di 6 
Monzone, et ne ha preso un altro di 300000 in Fiandra, al quäle 
diputarä parte di quelle cavarä di Castiglia. e vero che la spesa 
ordinaria e grande, pero dicano che da Faesi Bassi e per havere 
molto altro aiuto et Toppinione di quelli che sono fuor del secreto, 
sente che si habbia da preparar guerra et verso Francia, in caso 10 
che li moti et dispo^itione di costä non la rivolgano. 
Dez. 17 D'Augusta il 17 di decembre 1547. 

1547 74, Sfondrato an Famese: Letzterhaltene Schreiben und Aktenstücke 
Dez. 25 aus Rom; die Nachricht vom Ausgang der dortigen Unterhandlung 

wird mit Spannung erwartet Die Antwort der Kurie auf die Ein- 16 
gäbe der Kurfürsten und Fürsten soll bereits hier verbreitet sein. 
Hat einen Auftrag der Kurie, Polen betreffend, dem Kardinal * 
Truc/iseß ausgerichtet, Magdeburg ist geächtet; die Haft des Land- 
grafen verschärft] die Zurücknahme des Herzogtums Württemberg an 
das Haus Habsburg scheint bevor zustellen; die Rekatholisierung der 20 
Neuburgischen Lande ist im Werk; man ersuchte Sfondrato um 
seine Mitwirkung zur Rückführung von Nonnen nach Augsburg, 
Belohnungen an die Getreuen des Kaisers] Albas Rückkehr nach 
Spanien. Sfondrato hat eine Plenari^ndulgenz erteilt. Beförderung 
des Briefes steht bevor, 1547 Dezember 25 Augsburg. 26 

Aus Trient Bibl civica cod. 111 pag. 196—198, spät, Abschrift; daraus (je- 

druckt Cenni storici pag. 216 - 220* — Im Arch. Vat. Carte Farnesiane, 

Lettere sciolte I, findet sich das Schlufistück des Orig., dessen ührige 
Blätter verloren zu, sein scheinen. 

Dez, 7 lo hebbi Taltra settimana le lettere di V. S. Dl"™* dei 7, et del »0 

riceputo con quelle che qua occorreva io le ho dato avviso per 
Dez, 18 Tordinario di Fiandra, quäle passö domenica. doppoi alli 22 io hebbi 
22. 12 Taltre sue dei 12 col raguaglio del seguito et la copia dell' instruzzione 
data per Sua Maestä a monsignor Tü^^ di Trento et della relazione 
fatta in concistorio per quelli miei signori R™* deputati sopra il 86 
concilio, quäle mi pare prudentemente considerata, se bene qua 
stimano che sia solo per mettere dilazione, del che di nuovo le ne 
rendo molte grazie. et benche da quelle che e passato, si com- 
prenda poca speranza che le cose si tramettino, nondimeno si stä 
ancora aspettando Testremo punto, del quäle d hora in hora si 40 



Nr. 74: 1547 Dezember 26. 217 

attende Tawiso, pensandosi nel fine deir altra settimana il R"** di 
Trento si sia espedito. ei in questo intervallo di tempo doppoiche 
esso monsignore giunse in Borna, ancorach^ non habbia mancato 
di scrivere per ogni oorriere che ho saputo venisse a quelle bände, 

5 non ho pero potuto avvisare di cose di molta importanza et sub- 
stanza, atteso che il tutto parea si rimettesse alla risoluzione che di 
Costa si pigliasse, et mi trovo ancora nel medesimo termine. et 
siccome Y. S. 111°^ conosce che li disegni speciali di qua mal si 
possono penetrare, pero essa mi escuserä, se con lei non giuoco all* 

10 indo vinare *). 

lo ho fatto giä Tofficio, quäle mi ha commesso, sopra il negozio 



*) £ giä passato il giorno di natale, schrieb Sfondrato wenig später an 
MaffeOi et ancora non sapemo se sia data altra resoluzione a monsignor di 
Trento . . . ; roa se la cosa k integra, piacia alla bontä divina inspirarvi al 

16 meglio, et per amor di Christo considerate non solo alle raggioni vostre, che 
sono gagliarde et molte , ma ancora quelle che dicano gli altri, et alle oppinioni 
et apparentie, che non sono di poco conto in uno negotio della qualita che 
ora si tratta. nö. lassate in modo alcuno le cose di qua senza conveniente pro- 
▼isione et per il spirituale et temporale. Cod, Trid. 111 pag. 194 f, falsch 

20 datiert iymm 21. (toohl richtig 26. oder 27.) Dezember. Vgl auch was der Jesuit 
Nikolaus Bobadiüa am 24. Dezember aus Augsburg an Kardinal Cervini schreibt: 
Quotidie expectamus oraculum cardinalis Tridentini. faxit Christus ut meliora 
nunciet quam hie audimus; valde enim Ument multi bellum aut schisma, 
quod certe nihil aliud erit quam religionem funditus in Germania excutere . . . 

26 ego laboro pro mea facultate omnibusque polliceor bonam spem, qui etiam 
ipsi mihi respondent: si Romae sapiunt, sperandum; si non sapiunt, et se 
ipsos et nos perdent. Dazu Naclischrift : multa praeterea in hac curia circum- 
feruntur de i3ominatione Vestra Bm», quae non licet literis mandare. Florenz 
Carte Oervin. 42 fol. 177 Orig, eigenh. Über sonstige Briefe Bobadillas aus 

80 Augsburg s. Duhr, Nikolaus Bobadella in Deutschland^ in Römische Quartalschrift 
XI (1897) S, 565 ff. und Tacchi-Venturi, üngedruckte Dokumente^ ebendaselbst XIII 
(1899) S. 238 ff.; vgl aueh meine „erste Jesuiten in Deutschland"*, (1905) S. 2? ff. 
Ferner Vdtwgck an Schore 25. Dezember: nos non potuimus intelligere adhuc 
quid convenerit inter pontificem et regem Gallorum et Venetos (nisi quod 

85 ex Venetiis scribitur non potuisse concordari), expectantes quidem quotidie ad- 
ventum cardinalis Tridentini, qui dicitur redire ex urbe rebus infectis, ita ut 
magnopere metuendum sit ne quid de concilio a Sanctitate 8ua praecipi tanter 
statuatur . . . magnae videntur difficultates in religione! Man befindet sich in 
einem Labyrinthj wozu noch kommt, daß Bhigland praeter spem defecit a religione 

40 Vera, eo tempore quo et Caesar, victor in Germania et de religione multa 
consultans, aliquando suam sententiam pronunciaturus videretur! Wien^ 
H. H* SU A.t Kaiserliche RTA. fasc. 21 eigenh. Orig. Endlich vgl noch, was 
Andreas Masius am 24. Dezember aus Augsburg nach Rom berichtet: De bis 
comitiis quid scribam, habeo plane nihil; nam heremus in luto jam veteri et 

45 promovemus nihil; sed avide expectamus quid dies decimus quartus hujus 
me.nsis Tridentino melioris responsi dederit. Neapel, Carte Fame<a. filza 
787 Orig, 



218 Nr. 74: 1647 Dezember 25. 

della rispost« quäle si ha da mandare alla lettera di gaesti 
elettori et principi '), et perche detta lettera non fu scritta coUe- 
gialmente, ma da alcuni particolari di loro, pero e stato conve- 
niente far detto officio ancor particolarmente con gli elettori eccle- 
siastici et altri principi, gli quali absolatamente hanno admesse le 5 
raggioni del differire per buone, con mostrare che Sua Maestä non 
poteva fare altrimenti che aspettare quelle [si] risolvesse con l'andata 
di monsignore di Trento alla domanda di Saa Maestä. et in 
questo poposito non lassaro di dirle che monsignore di Granvela 
ha affermato di haver giä visto la detta risposta, et puö essere lo 
che da Boma sia stata inviata qua la copia, avanti che la lettera 
sia stata indirizzafca ad essi piincipi. il che mo lo fa credere, 
perche io so che alcuni hanno avvisato incidentemente da Borna 
che tal risposta era giä fatta, et mostravano essersi vista. il che se 
bene forse non importa molto, e pero bene che lo sappia. 15 

lo feci ancora secondo Tordine di V. S. 111™* intendere a mon- 
signor B™^ d'Augusta quelle che essa mi scriveva sopra il par- 
ticolare delle lettere di Polonia^), il che gli fu grato d'intendere 
et fa al proposito che lo. sapesse. 

Qua si ö posto in bando la cittä di Madeburgo, et il lantgravio 20 
si tiene ora piü stretto che prima'), et si intende che il re de 
Bomani disegna al presente alla ricuperazione del ducato di Wirtem- 



*) Zu dem Schreiben det' geisilidien Fürsten an den Papst ixnn 14, September 
1547 s. 0. Nr. 39; über die t*om L Januar 1548 datierte Antwort der Kurie unten 
Nr. 77. 26 

') Vgl, oben zu Nr. 69. — ForÜ berichtet am 24.% daß Polen von selten 
König Heinrichs von Frankreidi umworben werde, der dem jungen König Madame 
Margaretha (seine Schwester s. Nr. 28) oder eine Prinzessin des Haukes Ferrara 
atibiete; aber man wolle dort von keiner von beiden wissen; auch toirke Kardtnai 
Truchseß den französischen Absichten durch Sendung eines seiner Sekretäre, der 80 
ein Polaccho nobile sei, entgegen. Cod. Med. 4804 fol. 224 b-. 226b. 

') Über den Landgrafen von Hessen schreibt Santa Severina am 3. Dezember, 
man sage er solle con la guardia solita di Spagnoli aus Donauwörth nach Nörd- 
lingen gebracht werden, angeblich weil an jenem Orte si pativa di vettovaglie, 
a. a. 0. Weiter aber weiß Forli am 24. Dezember zu melden y Moritz von 86 
Sachsen non cura piü in secreto la liberatione di lantgravio, weil man Un^ 
trieben dieses mit Frankreich auf die Spur gekommen sei, di modo che se gli 
sono levati e consiglieri et la famiglia con prohibirgli lo scrivere in parte 
alcuna, ritenendosi solo nn cameriere, un paggio et il suo cuoco. Der Bericht- 
erstatter nimmt jetzt mit Sicherheit an, daß Moritz Mitte Januar nach Augsburg 40 
zurückkehren werde, was anfangs stark bezioeifelt worden war; nach seiner Ruch' 
kehr aber werde der Abschluß des kaiserlichen Bundes und dann der Abschied des 
Reichstages erfolgen. Cod. Med. 4804 a. a, 0. Vgl über Philipp auch S. Ißleib, 
Die Gefangenschaft Philipps von Hessen, in N. Archiv f. Sachs, Gesch. Bd. 14 
(1893), 8, 222 f 46 




Nr. 74: 1547 Dezember 25. 219 

bergo per via di giustizia, et che il duca ne stk ritirato in sospetto 
grande, tanto piü che vede esser inviati in quelle bände piü 
soldati del solito spetialmente di cavalli*). 

lo scrissi per un* altra mia che Sua Maestä haveva ordinaio 
5 che Nembergo con altre terre giä del ducato di Ottohenrico si 
riducessero alla religione cattolica, per il che si sono poi mandati 
esecutori, et hieri venne da me un provinciale de predicatori, j)^, 2i 
quäle mi disse haver ordine da Sua Maestä di [ridur] ^) monache qua in 
Augusta, ricercandomi di poterne riconciliare alcune giä discacciate, 
10 se volessero ritornare. 

In questi giomi si sono publicate le conferenze di alcune 
mercede fatte et questi Italiani sono espediti salvo il Gastaldo, 
quäle restarä qua al suo offizio. et in breve si partirä il duca 
d'Alba per Spagna con pensiero, secondo si dice, di ritornare in 
15 breve col principe di Spagna; et oggi mi e stato detto che esso 
fiignor duca debbe haver ottenuto mercede di 200000 scudi sopra 
il detto stato di Ottohenrico .... di altre mercede non mi estenderö a 
damele conto di tntte, non parendomi che meritano che pigli la 
pena del leggere*). 

20 II*) signor Pirro'i ha havuto per aiuto di costä scudi 2000 in 

Sicilia et la facultä ch'il marchesato di Mortara, alquale era 
nominata una figliuola, per essere quella fatta monacha si assegni 
ad un' altra; et parimente il marchese di Marignano 2000 scudi et 
ch'il marchesato di Marignano, quäl era per lui et fratelli et loro 

25 descendenti, si possa trasferire in un* altro nominando. gli altri oltra 
qualche aiuto di costä non hanno ottenuto cosa di molto momento. 



a) So oder oMLick %H wcl tu ergänzen, 

h) Hier htgnwit daa SchlufibleM des Originala a. a. O, 

') Da Herzog Ulrich, iweimal vorgeforderit nicht erschienen sei, vi si maoda 

80 in gtiamigione tutti li Spagnooli et la cavalleria leggiera et d'homini d'anne 

d'Italia, maxime che s'intende che'l suo fratello [Oearg, im Frühjahr 1547 auf 

Befreiben des Kaisers aus Strafiburg ausgewiesen: Venet. Depp» II S. 204, 1] stä 

in terra di Svizeri per sollevar li animi contra Cesare: Farli 24. Dezember l. c. 

Weiter derselbe 28. Dez. (ibid. f. 227«— 228«): Con partecipatione della dieta 

85 Cesare ha fatto citare di nuovo el duca di Wertimhergh per causa di certe 

lettere intercepte, che scriveva al fratello in terra di Svizeri contra Sua 

Maestk. Vgl was Andreas Masius im angefiUirten Briefe rom 24. schreibt: Duci 

Wirtinbergensi a Caesare, ut merebatur, expilato jam de ipsa pelle, hoc est de 

toto ducatu, periculum ab rege Romanorum ostenditur tanquam feudales leges 

40 pretergresso. Neapel, Carte Farnesiane fasc. 787 Orig. 

a) Vgl. Venet. Depp. II S. S?5 A. L 

•) Pirro CoUmna. Über seine Ankunft im Lager des Kaisers zu Beginn des 
Schmalkaldischen Krieges s. Nuntiaturberichte Bd. 9 S. 126j 4. 



220 Nrr. 74—76: 1647 Dezember 26—81. 

Hoggi'*) rimperatore ha oKlifco la messa nella chiesa maggiore 
et alla richiesta sua ho fatto publicare rindulgentia, quäl per una 
volta havea facultä di dar plenaria'). il che qaal si sia mi par ben 
de avisar' ^ quella. 

II correro, quäl portarä questa, si espedisse a Firenze per 5 
Tambassator di quello duca, et dice che partirä questa notte^), et 

Dez. 12 anchora io [non] ho lettere doppoy quelle de 12, benche alchuni 
dicano che debba esser gionto altro correro da B.oma, come ero 
verisimile che venesse; ma io non ne ho alchuno lume. 

Dez. 25 Da Augusta il santo giomo di natale del 47. ^^ 

154? 75, Sfondrato an Famese: Cattaneo ist in Augsburg, Madruzzo in Trient 
^^' ^^ migetroffen; man beurteilt hier die Sachlage vorwiegend pessimistisch, 
aber vor Ankunft Madruzzos sind keine Entscheidungen zu erwarten^ 
und daß man es zum Bruch mit dem Papst treiben u)erde, ist 
mindestens nicht wahrscheinlich. Voraussichtlich wird der Kaisei' 16 
noch längere Zeit in Augsburg bleiben, wo man der Ankunft der 
Gemahlin Oranvellas entgegensieht Die Verzögerung der Antwort 
des Papstes auf dus Schreiben der Stände macht durchaus kein 
böses Blut. Sfondrato ersehnt Erlaubnis zur Rückkehr. 1547 
Dezember 31 Augsburg. 20 

Aus Trient Cod. 111 pag. 199 sq.; gedruckt daraus Cenni storici p. <<?^4 — 2J^6. 

Aurelio, secretario di monsignor B»™® di Trento, giunse qua 
Dez. 2H alli 28 et mi porto la lettera di V. S. lll«"» dei 16, colla quäle ho 
^^ intfiso il successo delli negoti sino a qnel giomo, del che singo- 
Dez. 23 larraente la ringrazio. esso monsignore R™® arrivö in Trento alli 23 26 

^^^ et si espetta qua avanti Tepifania. et giä si e saputo la substanza 

Jan. 6 ^®^^^ consultazione fatta in Bologna'), et siccome li giudicj per Io 

piü in questi tempo si sogliono* fare in la parte peggiore, non si 

tiene molta speranza che la cosa si rassetti in bene*), perche 



a) Das Weitere bis Mum Schluß (alchuno lame) eigenhändig im Orig.; fehlt im cod. Trid. (und 80 
im Ahdt-uck). 

■) Die Bulle der Fakultäten Sfondrato« liegt mir nicht vor. 

^) Im Kegigter de?- Depeschen des Bischofs twi Forll (cod. Med. 4804) findet 
sich zur Depesche vom 24. Dezember der Vermerk: porto Coccholungo [und vom 
28.: port6 ei PoggibonziJ. 86 

•) Vgl' zum nächsten Stück. 

*) Gerüchtweise verlaute^ berichtet Viral dini am 1. Janunr, Madruzzo bringe 
schlechten Bescheid aus Rom mit. Mantua, Archino Gonzaga. Am gleichen Tage 
Forll: Alla risposta che porta il secretario di monsignor di Trento da 
Sua Santitä, non si pigÜa anco alcuna deliberatione, aspettando Tadviso di don 40 
Diego. Florenz Cod. Med. 4804 fol. 228». 



Nr. 76: 1547 Dezember 81. 221 

oltre la poca satisfatione, coUa quäle espettano che ritomi il 
cardinale predetto, dicono che, se bene si mostrarä exteriormente 
di voler ritornare il concilio in Germania, che vi si poranno 
condifcioni et excetioni d'impedimento, et tra gli altri che non si 

5 pongano piu in dubbio li capi dissertati in Trento. nella quäl 
cosa pensano che, se bene Timperatore lo desiderasse, non li 
poträ succedere che questi Protestanti consentino di non essere 
oditi. il che sia detto solo perchfe intenda questi humori. pero 
in ogni caso si crede che qua non procederanno in questo 

10 negozio, se non depo la venuta di monsignor di Trento, con la 
quale havranno ancora la risoluzione di Sua Santitä et del coUegio 
poi la consulta di Bologna; et fatta la relazione del tutto tratta- 
ranno insieme con questi prencipi il modo che si havrä da teuere, 
et per quello si puö comprendere, ancorache a molti piacesse la 

15 rottura, nondimeno a Sua Maestä ne alli suoi ministri non debbe 
piacere per molte cagioni-), beuche pero siamo in tempi che le 
persone si lassano inclinare piü allo sdegno, qualunque sia, che da 
altro oggetto meno male. 

Hora di nuovo replicaro a V. S. 111™* tenersi qua per fermo 

•20 che Sua Maestä habbia da fermarsi in questa cittä per qualche 

tempo, et ancora considerando che di qua tiene in reputazione le 

sue cose di Spagna et puö intertener meglio, anzi prevalersi di 

* Germania et dar maggior sospetto a Francia, et stä a cayalliero 

d'Italia. vero 6 che talvolta i disegni vanno falliti. madama di 

25 Granvela ancora lei in questo proposito si aspetta qua fra due 
giomi, et il signor duca d*Alba partirä, come sia giunto il cardinale 
di Trento . . .^). 



Vgh die Mitteäung des Bischofs von Forll vom 28.'. Ferrante Gonzaga habe 
Weisung^ den Fagst nicht zur Verzweiflung zu bringen und sich nicht durch seinen 

80 Hafi gegen die Famesen zu Übereilungen hinreißen zu lassen. Es scheint ^ urteilt 
der Gesandte, man wünscht die Sache in die Länge zu ziehen per vedere se questo 
veccbio [der Papst] ha d'esser immoriale. Andererseits ließ man Truchseß aufs 
neue an Ottano achreiben und diesem bemerkbar machen, daß alles Heil fUr (las 
Haus Famese in engem Einvemefimen zwischen Kaiser und Papst liege. Parma 

85 Carteggio Farnes., eigenh. Orig. (vom 31. Dezember 1547). 

3) Questi signori, schreibt Forll am 24.^ sono ingombrati nel casamento di 
Maximiliauo, trovandosi alquanto duro el re de Romani nel assegnargli certa 
portione per suo trattenimento secondo el desiderio di Oesare. et anco si 
restringe la gita d'Alba in Ispagna. — Derselbe am 1. Januar: Domäne haremo 

40 qua la consorte di monsignor di Ghinvela con una delle figlie, poich^ Sua 
Maestä disegna di stantiare in Germania a lungo tempo. Der erfolgten Ankunft 
der Frau und der jüngeren Tochter Granveüas gedenkt derselbe am 9- Januar, 
wobei er bemerkte questo buon vecchione (Granvella) sei von seinem Beinleiden 
J^ergestellt. 



222 Nrr. 76—76: IB47 Dezember 81—1648 Januar 8. 

lo awisai aiicora per Taltra che questi prencipi, quali scrissero 
a Sna Beatitudine per il concilio, non restano in alcuno scrupolo 
per la tarditä della risposta; anzi per la piü parte si sono quasi 
escusati di aver scritto, parendoli di non poter far di meno. et 
non havendo altro che dirle sto pure aspettando che V. S. 111™* 6 
mi ponghi in libertk del ritorno . . . 
Dez. Sl Del 31 del medesimo [dicembre] '). 

1548 76. Sfondrato an Farnese: PcUlavidno ist abgereist y ein Kurier 
Jan. 8 Mendozas, attch mit Briefen an den Legaten^ und endlich Kar- 
dinal Madruzzo angekommen. Der Legat besprach die letzterhaltenen 10 
Weisungen mit den Kardinälen Truchseß und Madruzzo, redete 
mit dem römischen König, mit Alba und Soto some mit den geist- 
lichen Fürsten» In der Konziksache teilen aber alle die Anschauung 
des Kaisers, indem sie beklagen , daß man in Rom die Wiü- 
fäfirigkeit Deutschlands gegenüber dem Koyizil nicht benutze. Es 16 
erscheint nicht angezeigt, daß der Legat sich in die Verhandlungen, 
wie es bis zum Konzil in Deutschland zu halten sei, einmische. 
Leider findet sich auf keiner ' Seite Eifer, dem bereits herein- 
gebrochenen Unheil zu steuern. Von den seit Madruzzos Bückkehr 
betriebenen Verhandlungen über das Konzil vermag Sfondrato nichts 20 
in Erfahrung zu bringen. Der Reichstag beschäftigt sich mit der 
preußisch-polnischen Sac/ie und speziellen A'ngelegenheiten. Die nieder- 
deutschen Städte haben sich bis auf Magdeburg unterworfen. Der junge 
König von Polen mll eine Misheirat eingehen. Sfondrato freut sich 
der Aussicht auf Rückkehr. 1548 Januar 8 Augsburg. 26 

Aus Trient Bibl. cimca cod. 111 pag. 201—206 spätere Abschrift; daraus 
Cenni storiä pag, 227—229. 

lo scrissi a V. S. 111"**) per il signor Sforza, quäle partl il 
Jafi. 1. 4 primo giomo dell' anno'), et alli 4, su la notte, giunse il corriere 

^) Am 3. Januar 1548 schrieb Sfondrato an den Kardinal Coria: io stö in 80 
maggior ansietä che mai et le cose si trattano di modo che non si lassano 
intendere, n^ io conosco che officio poter fare che sia non solo utile, ma anco 
al proposito, n^ so ancora che scrivere a. V. S. Cod. Trid. 111 pag. 206 — 206. 

«) Nr, 75. 

3) Questa mattina ^ partito fuor d*ogni expettatione il signor Sforza 86 
Pallavicino, richiamato dal duca Ottavio. Forlt 1. Januar a. a. 0. NäJier Fi- 
valdini vom gleichen Tage: Heri notte venne un corriero al signor Sf. P. et in 
un subito ha hauto ordine di tornarsene, poichö -non succede ordine alla 
restitutione di Piacenza, et parte in questo punto. A. a.- 0. Am 9. Januar 
berichtet Forll noch: Sforza habe beim Abschied den Kaiser gefragt s*haveva a 40 
dire alcuna cosa a Ottavio ; rispose gli: dite che facci quel che piu gli comple 
et vada pensando quel che sia piü mio servitio! 



Nr. 76: 1548 Januar 8. 223 

espedito per don Biego, et la matina alli 5 arrivo qua monsignor Jan. 5 
ßmo ^ji Trento et a me furono consegnate le lettere di quella di 
28 del passato '). io non mancai di communicarle con monsignor Dez. 28 
B™^ d*Augusta, siccome essa m'avvisa, et di piü mi parve farle 

5 ancora vedere al R"® di Trento, perchft oltre che esso havria 
havuto notitia del tutto da monsignor di Augusta et dalle lettere 
di don Diego (il quäle, secondo che V. S. 111"*» dice, ha seritto a 
longo')) penso che sia stato piü avantaggio di farlo intendere nel 
modo che essa lo discorre. 

10 Io ho compreso assai che quella') ha poca oppinione che io 

possa fare alcun offizio rilevante con Sua Maestä et con suoi 
ministri, poichö non me ne da alcuna commissione, et giä col 
trattare che si 6 fatto con monsignor ß™® di Trento et don Diego 
et altri ha conosciuto per esperientia che, se non riesce alcun buon 

16 effetto, non procede per colpa di noi altri agenti. tuttayolta per 
non mancare almeno di quello che si puö prestare, havendo io giä 
per altre lettere precedenti et per quello si intendeva da Bologna, 
possuto conoscere quello che con questi ultimi si e risolto, ho 
preso questi giomi passati occasione di ritrovarmi col Ser™^' re de 

20 Romani^) et con il signor duca d'Alba et confessore (ma non 
rho giä havuta con monsignore di Granvela), et con loro ho 
dibattuto a longo, sforzandomi di mostrarli che queste difficoltä 
sopra il negozio del concilio procedano piu per colpa di quelli 
che non vogliano levar Timpedimenti di diffidentia et altri obietti, 

25 che per causa di altri, che loro lo dicano. perö V. S. 111"* ha 
provato che tal via non ha effetto. 

Hör, quanto all' officio che essa mi commette di far con questi 
prencipi, io ne hebbi in parte Topportunitä quella matina istessa 
che io ricevei le lettere, perche si trovarono a desinar meco Telettore 

80 Maguntino e queUo di Colonia con Tarcivescovo Saltisburgense et 
alcuni altri. et circa alla lettera giä scritta per loro a Sua Santitä') 
non occorre faticarsene molto, perche, come ho giä seritto per due 
altre mie®), restano ben satisfatti della dilatione della risposta; ma 
quanto all' effetto del concilio V. S. 111™» lo puo pensare da se, 

85 Nieiit vorhanden; vgl. zu Nr. 77 zu Anfang. 

«) Vgl 8. 224: A. 1. 
') D. t. Famese. 

*) K, Ferdinand sandte damals einen spanischen Geistlichen Don Diego de 
Chtsman, Domherrn zu Toledo, nach Rom, wie ForU (1. Januar) angibt, per certa 
40 lite beneficiale, während Vivaldini meint, a persuadere a Sua Santitä a resol- 
versi a questa santa resolutione del concilio di Trento (1. Januar, a. a. 0.). 
*) Vgl. oben zu Nr. 39 und iiber die Antwort unten Nr. 77. 
«) Nrr. 74, 75. 



224 ^'- '^^' ^^^^ Januar 8. 

perchi, se bene questi prencipi, parte per essere novi et parte per 
Tauttoritä quäle di presente si vederä Timperatore, dipendano per 
lo piü dal suo valore; nondimeno io speraria pure che ancora noi 
non fossimo statt si inutili che non ci havessimo qualche parte, 
ma quando si propone cosa, perche il concilio non si riduca in 5 
Germania, si vedano piü ritrarsi i Cattolici che altri, ne attendano 
tanto alle ragioni della diffidentia et del caso di Piacenza et altri, 
che largamente si adducano, quanto al lor beneficio, qual chiamano 
universale et della religione. 

Oltre"*) di cio non mancano quelli che dicano et scrivano le 10 
conditioni et exceptioni proposte dal conciho in Bologna et appro- 
bate da Sua Santitk et dal coUegio ') esser prima State ordinate et 
mandate a Boma, et non ad altro fine che per ponero impedimento 
al concilio in questa opportunit^ di tempo, che gli stati- della 
Germania se vi sono rimessi^). 15 

Io scrivo liberamente quelle occorre, come sempre ho fatto, 
parendomi che cosi convenga, tanto piü commettendomelo hora 
spetialmente, et perö tra tanto non lasse di fare intendere a questi 
signori con tutto il poter mio la buona intonzione di Nostro Signore 
verso loro et la religione. 20 

Non mi e parso espediente di far j)er hora divulgare le copie 
delle risposte a me mandate sopra del concilio, il che quella rimette 
a me nella cifra, pensando che il mandai^ del breve*) forsi sarä 
piü al proposito. et ne parimente ho voluto trattare con loro della 



a) Da» Folgtndt bia gegen Ende (Io la riniprasio) ist in der Ha. eingMammeri %uul im Ihrwk 25 
— unier Andeutung einer Lücke — furigdoBten. 

*) Die am 20. Dezember erfclgte Antwort des Legaten Kardinal Monte im 
Namen des Bologneser Konzils^ deniy xcie in Nr. 72 erwähnt war, der Papst die 
EntscMduTig in der Frage der Rückverlegung iiberlassen Itatte (gedn4ckt Raynaldus 
1547 Nrr. 94, 95). Daraufhin erfolgte am 27. die verheißene Antwort des Papstes 30 
anMendoza: ebendaselbst Nrr. 96, 97; vgl. Mendozas eigene ausfuhrliche Schilderung 
des Auftritts in seiner Depesche vom 29. Dezember (im Anhang); s. auch Palla- 
vicino Uistoria concilii Trid. lib. X cap. 9 u. cap. lOf 1. Auch i^gl. die Briefe 
der Kardinäle Coria und Comaro vom 27. und 28. Dezember, in den Beilagen. 

*) Don Diego, hei fit es in einem Schreiben der Kurie an den Nuntius in 86 
Frankreich (Michele Torre, Bischof i'on Ceneda) über die Erteilung des päpst- 
lichen Bescheides, pigli6 tutto, dicendo che lo farr^ penetrare all' imperatore, da 
cui pensava che non si mancaria d'ogni cosa possibile, pregando in ogni 
evento Sua Santitä che volesse scusarlo, se talvolta si perdesse o passasse 
qualche buona occasione in Germania, a che fu risposto a proposito e diman- 40 
dato, se con quelle parole intendeva di protestare: a che espressamente sog- 
giunse che no. Arch. Vat. Pior. 128 fol. 6l»-62» undatierte Af)schrift (29. De- 
zember 1547), womit Diegos eigener Bericht zu vergleichen ist, 

3) Wohl das Breve an den geistlichen Fürsten, das Sfondrato allerdings erst 
mit der näcJtsten Sendung (Nr. 77) empfing. 46 



Nr. 16: 1548 Januar 8. 225 

depataziono del passato per dar la forma del vivere sino alla 
deffinitione del concilio^), parendomi non faiia alcano effetto, sino 
che si scopra qualche altra cosa. 

Monsignore mio R™®, io non so ritrovare riposo, comprendendo 
5 una tal rovina di tanto danno con puoco fondamento di guadagno 
air una parte et all' altra, che essendo giä stata prevista non si 
sia creduta, et di piu che instando ora non si vede provisione o 
dair uno o dall' altro canto, donde si puo pensare che il signore 
Iddio sia corrucciato et che voglia dare a tutti un gran castigo; 
IG ma esso solo sa chi habbia a sentire la prima et maggior disciplina! 

Supplico mi perdoni per caritä, se io eccedo. comprendo che 
Sua Maestä et questi signorl hanno trattato circa questo negozio 
del concilio per mandare la risoluzione a Borna nel tempo deter- 
minato, et essendo giä stato monsignore di Trento due volte a 
15 Sua Maestä et al re de Bomani ho tentato ogni modo per haver 
qualche lume di tal risoluzione non solo per via di quelli che me 
Io dovriano dire da se, ma di altri. pero sino ad ora non ho 
possuto cavare alcun construtto. si comprende bene che gli animi 
non sono bene disposti, et perche mi 6 accennato che forsi 
20*potriano espedire un corriere all' improviso, io non ho voluto inter- 
mettere di mandare questa mia .... 

Hieri si fece una congiegazione di questi stati et pensavano j^,,, ; 
alcuni che fosse per causa del concilio. pero io sono advertito che 
fu per negozio di Prussia, proposto dall' ambasciadore del re di 
25 Polonia, quäl pretende detta Prussia esser dipendente da quel 
regno et non dell' Imperio, con govemare ") il maestro di Prussia et 
suoi commendatori, il quäle saria poi odito. furono ancora pro- 
posti altri negozii paiticalori, quali non e bisogno a scrivere. 

Quelle terre marittime, che parevano ritenenti*) all' obbedienza, 

80 come Bransvicho et altre, si sono rimesse a Sua Maestä, salvo 

Madeburgo, quäle pero tratta di fare il medesimo^). e sparsa qua 

ancora f ama che il re- giovane '') di Polonia debba haver sposata 

per moghe una delle sue suddite di Lituania'). 

a) So? nicht gans deuttick. 
86 h) Sol wohl tu Uten renitenti. 

e) Hs, Oioyanni. 

Vgl oben Nr. 54. 

') Vgl. Forll 1. Januar: Brunsvich, terra franca manttima, dopo Tessere 

al)] mesi passati partita sconclusa, k ritornata duoi di fa alli piedi et alla cle- 

40 mentia di Sua Maestä con pagar 50C00 fiorini et 12 pczzi grossi d*artiglieria. 

ha condotto seco cinque o sei altri mandati d' altro terre; im Ungehorsam v«r- 

Ueiben nur Bremen und Magdeburg. 

') Barbara von Radzivil, z^ceite Oemahlin Sigismund Augusts von Polen; a. 

Venet Depp. II S, 413f 4 u. Register. 

Nuntiftturberichte, erste Abteilanff, Bd. X. 15 



226 Nrr. 76-77: IB48 Januar 8—10. 

lo la ringrazio humilmente della speranza quäle mi da del 
ritomo mio, et a me pare, per quello occorre, che quanto piü 
presto, forsi sark piü opportune, se co8i fia di buoQ volere di Sua 
Santitä et di V. S. III'»». 
Jan. H Del 8 di gennaro [1548 da Augusta]. 6 

l^H 77. Famose an Sfondrato: Schickt Duplikat der leiden Sendung 
Jan. 10 sotoie der Äntwortbriefe des Papstes an die geistlichen Reichsstände. 
Man hofft, der Kaiser werde die Antwort des Konzih gut aufge- 
nommen hahen; Sfondrato soll auf die Notwendigkeit aufmerksam 
machen, den Forderungen des Konzils pünktlich zu entsprechen^ weil, lo 
ehe das geschieht von Rückfüfirung nadi Trient nicht die Rede sein 
kann. Die Aussendung eines Nuntius zu K. Ferdinand wird he- 
trieben; nach dessen Ankunft mag Sfondrato die Rückreise antreten. 
Die Franzosen sind abgereist. lli}48J Januar 10 [Rom], 

Aus Neapel Grande Archino Carte Farnesiane fasc, 698 Konzept; mit Ver- 15 
merk: spacciaia per un corriere spacciato dal maestro delle poste deir 
imperatore. Pietro palafrenieri la porto al detto maestro de poHte. — 
Spätere Abschrift auch Arcft. Vat. Lettere di principi vol. 14* fol. 208*» 
bis 204 b (undatiert). 

Dez. 2fi L'ultime mie a V. S. B"* furono de 28 del passato doppo la 20 

partita di monsignor Il™° di Trento et risposta data al signor don 
Diego, della quäle mandai copia a V. S. B°^* et hora a cautela 
mando il dupplicato di tutto il spaccio; et con esso sarä il breve 
alli principi elettori et stati ecclesiastici in cotesta dieta') per 
risposta delle lor lettere ricevute alle settimane passate. sarä 26 
officio di V. S. B™* di farlo quanto prima presentar' et con 



*) Das vom L Januar 1548 datierte Breitet in dem der Papst seine Konzila- 
politik zu rechtfertigen sucht, ist gedruckt bei Raynaldus 1548, Nrr. 4, 6; gleich^ 
zeitige Abschriften mehrfach in Rom: Arch. Vat. Carte Farnes. I; Armar. 62 
vol. 18 fol. 216«— 219*; vol. 68 fol. 247»— 249^ (spätere Abschriften w. a. Lettere 80 
di principi 14 fol. 46 1^— 465 b); ferner Bibl. Chig, cod. Q I 8 fol. 17»— ISbiwir. 
Eine ahceicJiende Fassung bietet eine von Flacius lUyricus besorgte Sammlung von 
Aktenstücken, betitelt Scripta quaedam papae et monarcharum de concilio Tri- 
dentino ad cognoscendam veritatem, admodum lectu utilia, nunc primum in 
publicum edita. cum praefaüone Mathiae Flacii Illyrici. Basileae (0. J, und 85 
Verlag; aucJi die Vorrede ist undatiert) 152 pp. in 16^, nach 1554; danach bei 
LepHat Jbfon. ad conc, Trid. spect. to. III pag, 673 — 678 in kleinerem Druck 
unter der anderen Fassung^ Handsdtriftlich findet sich jene abweichende Redaktion 
in Cod. Chig. R. n 48 fol. 220a— 2l*8*. Codex Vaticanus 6414 fol. 69—70 und 
zusammen mit verschiedenen Entwürfen, die loohl auf die Konzilslegaten zurück- 40 
geJien, in den Cerviniane zu Florenz, filza 82. Zur EntsteJtung des Breve vgL 
auch oben zu Nr. 50. Über die Verlesung des Breve am Reidistag txnn 26, Januar 
s. u. Nr. 83. 



Nr. 77: 1B48 Januar lO. 22? 

Toccasiono, che in questo particolar se le porgerk, far' la scusa 
della tarditä, sicome ella mi scrive per la 8ua de 25 del passato Dez, 25 
haver gi4 fatto, valendosi delle ragioni del breve medesimo, del 
quäle sarä similmente copia per informatione di V. S. ß™*. 
5 Besta ch'io le dica che qui si stä in grande espettatione 

d'intendero como Sua Maesti\ haverJi presa la risposfca del con- 
cilio, ancorachö per esser' (come la e) ginstificata et piena di 
honesta, si spera che Thaverä intcsa hone, percioche, havcndo li 
prelati da delibcrare sopra del ritorno loro a Trento, non dovrä 

JO parer' gravc, so si vogliano chiarire ben di quei quesiti che hanno 
proposto come importanti et necessarii: a' quali, perchö potria essero 
che per inviluppar* le cose fusse di costä dato tal risposta, che 
mostrasse che volessero osservare tutto quello cho si domanda, 
V. S. B"** deve specificatarnente chiarir' che, se non si adempisco 

16 priraa etfettualmente et con totale satisfattiono de prelnti del 
concilio, non si puö deliberar' della reduttiono di esso concilio a 
Trento. la quäl eosa, ancorche si dica apertamente nella risposta 
data al signor don Diego, V. S. li™* per maggior cautela lo deve 
replicar' in caso che, come ho detto, col prometter d'adempiro tutti 

20 i quesiti che si contengono nella scrittnra senza venir a particular' 
alcuno, di costä si volesse mostrar al mondo che restasse dal canto 
nostro di non dar* qualche buona forma alle cose della religiono. 
il che tutto V. S. ß"** per sua prudentia poträ conoscere, et cosi 
preghiamo Dio che ogni cosa passi con quella quiete et bona in- 

25 telligentia che richiedo il bisogno presente et beneficio publice della 
Christi anitä. 

Quanto al sua ritorno V. S. 11™* puö star di buona voglia, 
che tuttavia si attende al' espeditionc del nuntio nl Scr™<* re de 
Bomani, quäl verrä in diligenzia *), et lei sene poträ venir' a suo 

80 >) Quello che si sia concluso con Sua Signoria Rm^ [Guise], schrieb Famese 

am 6. Januar an den Nuntius Ceitedot intorno le cose publiche, Nostro Signoro 
si risolve per il meglio che la dobbiate intcndere da lui. Nuntius möge den 
Kimig anspornen all' essecutione di quanto li ministri suoi han convenuto con 
Sua Santitä, et si sono obligati massimamente circa el fare del deposito in 

86 Roma; auch der Papst wird den übernommenen Verpflichtungen nacJikommen. Den 
Kardinal Quise aber soll Nuntius fortan zum Führer (guida) nehmen . . . Nel 
resto qui le cose passano assai felicemente. Nostro Signoro fa buona cera usw. 
Arch, Vat. Bibl. Pior. 128 fol. 67»— 60» (undatiert, aber atis dem Zusammenhang 
zu bestimmen). — Um die nämlicfie Zeit, am 12. Janunr, schrieb der Gesandte St. 

40 Mauris aus Paris an den Kaiser: Die MeJirzahl des königlidten Conseil dränge 
darauf, Karl im Frühjahr mit Kneg zu überziehen, da er sonst zu mächtig werde; 
man hoffe auf Empörungen in Deutschland, sobald der Krieg ausgebrochen sei; 
dieser werde in Italien zu führen sein, wo der König den Papst a sa devocion hat: 
Wien, Gallica Corr. f. 26 Orig. und Decifrat. 

16* 



228 Nrr. 77—78: 1648 Januar 10—18. 

commodo. et la cerüfico che non meno desidero io di vederla 

quanto prima che lei di ritornare*). 
Jan. 2 Questi signori Franzesi partirono alli dua del mese per 

aviso . . . 
Jan. 10 [1548] gennaro 10 [da lloma]. 6 

1548 78. Sfondrato an Farnofie: Man ist mit Madruzzos Ausrichtung in 
Jan. IS Rom sehr unzufrieden und wird nun die Religwnssache selbständig 
zu ordnen versuc/fen, Madruzzo selbst klagt über mangelndes Ent- 
gegenkommen^ das er in Rom gefmiden; seinen Vorschlag aber^ Sfon- 
drato möge jemanden an die Kurie, schicken, hält der Legat für 10 
ebenso inopportun wie mit der Kmnmission für die einstweilige 
Ordnmlg der Religionssache besonders zu verhandeln. Das Breve an 
die geistlichen Reichsstände möge der Papst benutzen, um seine 
Politik zu rechtfertigen. 1548 Januar 13 Augsburg. 

Alis Neapel Or. ArcJiivio Carte Farnesiane fasc. 768 {ehemals 747) Orig. 16 

. . . Hora si comprende assai che tutti questi principali di qua 
sono pieni di alteratione et di sdegno con la relatione di mon- 
signor B™<* di Trento et col riporto deir ultimo corriere. perö non 
si vede dimostratione esteriore et si dice che Sua Maestä non 
cominciarä a movere per Italia, se non e necessitato, ma attenderk 20 
da se al negotio della religione et forsi del concilio in Trento a 
modo loro et a questi altri di Germania: et se pero tra tanto 
occorresse qualche bei tiro, non si staria ocioso^. 



*) Zur weitereii Förderung dieser Sache vgl. unten Nr. 84^ sowie die Ein- 
leitung, 25 

*) Nach Forlls Bericht vom 8. Januar icollte man am Kaiserhofe von An- 
schlägen der tranzosen auf Genua erfahren haben, hinter denen der Papst stecke* 
Vielleicht könnte^ meint der Gesandte, Karl sich bewogen finden^ dawider andere Seiten 
aufzuziefien, bora maxime ch'ö tomato il csurdinale di Trento, vedendo l'animo 
tristo del papa, perch^ oltre al disegnare di fare denari in Alemagna [vgl. oben 80 
S. 216] j so io ch6 Granvela sul caso occorso a den Diego in cappella o in 
consistorio, giudicandolo misterioso et molto straordinario, ha usato di dire che 
mostrerrä largamente a Cesare quanto errore si commetta a lasciare insuper- 
bire el papa, et pol se ne risolviv a suo piacere, dannando in questo il con- 
fessore, c'ha sempre nel secreto assicurato il legato che Sua Maesta non h per 86 
muover mal contra la sede apostolica, et pensano che il papa su le parole di 
costui si confidi; sapendo di quanta autoritä si sia et conoscendo Timperatore 
per natura catholico et santo. pure per ancora stanno su le consulte et perö 
tarda la partita del duca d'Alva per Ispagna, finch^ si risolvino, che potrebbero 
indngiare al termine concertato in Borna con don Diego per vedere all' ultimo 40 
clie strada pigli el papa, et potersi dipoi scusare in ogni evento con Dio et 
con el mondo. Florenz cod. Med. 4804 fol. 228«— 229«. Derselbe am 9.:- £1 
dispaccio a don Diego della notte passata [angekommen bereits am 13,: s. Menr 



» 1 



Nr. 78: 1648 Januar 13. 229 

Monsignor di Trento mostra inalissima satisfattione del negotiato 
8U0 in Borna '), sicome ancora fece costi, benche meco paia restare 
con buona voluntk verso V. S. 111"** et il signor duca. oltre di 
cio narrandomi le cose trattate con quella et specialmente di 
5 haverle proposto un partito, che Sua Santitä si fasse contenta di 
constituire un' termine certo, nel quäle si riducesse il concilio in 
Germania, et che infra quello si fusse risolto il negotio di Piacenza 
et la forma del vivere in Germania, colla quäle saria scoperto 
maggior lume al restregnere o risparmiare il concilio; et dolendosi 
10 ch'appena fu udito, mi accennö che seria stato bene ch'io havessi 
mandato un mio ft posta per trattenere o questo o altro meggio. io li 
risposi molte cose al proponito et finalmente li dissi che, se non 
havevo cosa di maggior sustanza et fondamento, non mi parea di 
mandare. nä doppoi mi ha fatto saper altro. 

15 Giä si sanno qua li capi della risposta data per il concilio in 

Bologna approbata per Sua Santitk, n6 vi e di piü di quello ch'ho 
scritto per Taltra mia. ma come io dissi in quelle, sarä piü a 
proposito estendere le giustificationi nel breve risponsorio, quäl 
si mandarä a questi principi che scrissero particolarmente a Sua 

20 Santitä, et tanto piü quando giä fussero fatti li protesti. et quanto 
al parlare con questi principi della deputatione de prelati per dar 
forma al vivere di questa provincia, tra tanto ch'il concilio deter- 
mini, giä si ö detto che Sua Santitä non mancarä, et assai Io ha 



doza an Kaüer 2. Februar hei Döüinger a. a. 0. S. 134 Nr. 38 zu Anfang] ri- 

25 traggo di laogo sicuro contiene solamente che saria a Roma a far el protesto 
a Sua Santitä, aggiuntevi molte altre parole pungentissime, dicendo di piü che, 
quando Sua Santitä non si muti d'oppenione per la salute universale, provederä di 
Sorte che satisfarä al honor suo, alla rcligione et al mondo con pocn satis- 
fatione di Sua Beatitudine. Ebendaselbst fol. 229^-^230^. Vergleiche noch den 

80 Bericht Vivaldinis vom 9., wo er u. a. von einem Gespräch mit dem jüngeren Gran- 
vella über die bravarie des Papstes schreibt: lasciatilo pur bravare, habe jener ge- 
anttoortet, chö hoggi debiamo esser in consiglio per risponder a tutte le sue 
dimande, et vi prometto che se li ordinarä una bravaria, che sarä maggior et 
piü fondata che la sual Mantua, Archivio Gonzaga L c — Der dben erwähnte 

85 Zwischenfall mit Don Diego wurde dadurch veranlaßt^ daß beim Hochamt am 
ersten Weihnachtstage (25. Dezember 154?) Orazio, dem Enkel des Papstes^ sowie 
einem vornehmen Franzosen ein Platz über Mendoza und dem französiscften Ge- 
sandten angewiesen war. Vgl. Mendozas Depesche vom 29. Dezember (im Anhang) 
sowie ein undatiertes Schreiben des Nämlichen (nach 1548 Januar 3), das Lafuente 

40 Historia generdl de Espana vol. XII p. 511 — 514 aus dem Archiv von Simancas 
miUeiU. 

*) Am 8. Januar schreibt Madruzzo an Farnesex io son qua, ove trovo le 
cose tanto alterate quanto in Roma le tcmevo, usw. Neapel, Carte Farnes, 
filza 758 eigenh. Orig. 



230 Nrr. 78—79: 1548 Januar 13. 

Dez. 9 dimostrato per la lisposta quäl fu data alla congregatione alli 9 del 
passato. tuttavolta per hora questa pratica non puo riuscire a 
trattare colli predetti principi soli, tanto meno che questo piinto 
specialmente si e rimesso assolutamento a Sua Maestä per la dietä^). 

Jan. 13 Di Augusta alli 13 di gcnnaro 1548. 5 

1548 79, Sfoiidrato an Maffeo: Schickt^ damit in der Angelegenheit des 

Jan. 13 von ihm früher zur Absolution empfohlenen Bischofs Frans: von 

Münster und Osnabrück keine Übereiluiig stattfi^ide, eine von dem 

Domkapitel zu Osnabrück wider den Bischof eingereichte Denkschrift. 

1548 Januar 13 Augsburg. 10 

Aus Parma Arch. di Siato Carteggio Farnesiano, Orig. 

Scrissi alli di passati all* 111"** e ß™° monsignore il signor 
cardinale Fainese in raccommandatione del vescovo di Monastero 
per infoimatione d*alcuni'), et hora e comparso uno agente del 
decano e capitolo della cathedrale d^Osnaburgo, della quäl chiesa il 15 
medesmo anohora 6 vescovo'), con una protesta e dinuncia del 
tutto contraria alla prima informatione^); onde, per non essere in 
ciö molesto a esso 111™° e ll™° monsignore, ne invio la oopia*) 
a Y. S., acciochä possa mostrarla a chi le piacerä e dove sark di 
bisogno, perche forse non seguisse qualche cosa in favore di esso ^ 
vescovo che dispiacesse poi^ atteso che havendosi a venire ad 



*) Vom Reiclistag berichtet der B. von forll am 8., er sei bestrebt a ter- 
minare le sue cose politiche, et ^ stata molti giorni su le contribatioDi (die 
Iteichsanschläge, in denen sich viele beschwert fühlen). Man glattbt, der Kaiser 
ziehe den Abschluß der Liga und den Reichsabschied absichtlich in die Länge per 25 
vedere prima dove parino le pratiche d'Italia. 

*) Vgl. Nr, 44 (und Nr. 50). 

•) Franz von Waldeck, seit 1530 Bischof von Münster erlangte 1532 OMCk 
das Bistum Osnabrück. 

*) Das dem Bischof feindliche Domkapital von Osnabrück hatte schon Anfang 80 
September 1546 eine Anklage gegen Franz auf Ketzerei nach Bom gesandt; da hierauf 
keine Antwort erfolgte, sandte das Kapitel Ende Juni 154? seinen Syndikus W. von Nuys 
nach Augsburg, um durch Sfondrnto und den Kaiser die Sache zu betreiben* 
C. Stüve, Gesch. des Hochstifts Osnabrück II S, 109; 112 f ÜbHgens umrde der 
Zweck des Kapitels nicht erreicht und der Bischof blieb bis an sein Lebensende 85 
(t 1553) im Besitz beider Kirchen. Andererseits hatte die Kurie schon unter dem 
22. und 23. August und 3. September 1547 den Dekan und zwei Dofnherren der 
Kirche von St. Johann soteie den Domscholaster von Osnabrück auf Denunziation 
des Kolner Klerus hin nach Rom zitiert^ um sich wegen Verdachts der Ketzerei zu 
verantworten: Breven- Minuten im Arch» Vat. Armar. 41 vol. 40 Nr. 698, 701 40 
und 788. 

*) Liegt nicht vor. 



Nrr. 79—80: 1648 Januar 18—16. 231 

asBolutiono alcuna vi bisogna minuta cognitione, la quäle non si 
puö havere senza piena informatione delle cose di qua. 

Di Augusta aÜi 13 di genaro 1548. Jan. IS 

80. Sfondraio an Farnesc: Schielet den am 14. d. M. deni Beicfis- 1548 
h tage erstatteten Bericht rfe.9 KardinaU Madruzzo über seifte Au^s- •^^^ 1^ 
richtung in Rom und den daran anschließenden Vortrag des Kaisers; 
erörtert, warum er, der Legate weder früher in der Lage war, 7wch 
es jetzt ist, auf den Verlauf der Dinge hier Einfluß zu gewinnen. 
Hält eine Kundgebung der Kurie oder eine neue Sendung nax:h 
10 Deutschland (die er allenfalls anregen könnte) oder eine Erweiterung 
seiner Aufträge für erforderlich^ und zwar möglichst bald, um zu be- 
fürchtenden Maß)iahmen gegen den Papst zuvorzukommen, Kardinal 
Truchseß bereitet eine Sendung [nach Rom] vor. Befördert diese 
Depesche durch besonderen Boten bis Bologna oder Rom, 1648 
16 Januar 16 Augsburg. 

Aus Neapel Grande Archivio Carte Farnesiane fasc. 768 Orig. 

lo scrisßi a V. S. 111"* per Taltra mia di 13, essendomi detto Jan. 13 
che quella notte doveva partire un corriere, il che non fu; ma la 
mattina assai per tempo mi fu riferto, come successe, che nel 

20 palazzo di Sua Maestä si faceva una congregatione generale de 
questi stati, nella quäle monsignor R™<> di Trento haveva da riferire 
il suo riporto da Koma, et doppoi Sua Maestä, quäle vi fu presente 
col re de Romani, fece una sua proposta. et quasi in quel medemo 
tempo esso R™° di Trento mandö da me a farmi vedere in scritto 

26 la sua relatione, quäle poi mi lasso traslata in volgare^), con farmi 
dire che in detta relatione era proceduto con . quella maggior 
moderatione che li era stato possibile^. doppoi ho ancor havuto 

^) Z>. f. italienisch (s. zweitnäcliste Anm.). 

^) Madruzzo schrieb am 15. Januar an Marone: Iddio volesse che V. S. Rm» 

^0 fusse di qua in aiutarmi a smorzare il fuoco, che pur troppo vedo appicciarsi 
grande, com' in Roma la deaiderai, acci6 m'aiutasse parimenti a far credere a 
quelll signori che ciö che le proponeva, era il servitio di Dio et il benifitio di 
quella Santa sede, a fine non si riducesero le cose in quella turbidezza ch'io 
vedo aparere, di modo ch'io temo che la barcha in tanta tempesta non urti 

86 in qualche scoglio, se Dio, che pu6 ogni cosa, non muta i venti e raserena ii 
mal tempo. io faccio tutto quello ch*io posso, et cosi nella relatione, che 
volse Sua Maestä ch'io facessi hieri publicamente alli stati deir imperio di 
quanto havevo negociato in Roma, per far le cose leggiere, io la diedi in 
scritto ... et quest' atto fu fatto solemnemente, sedendo le due Maestä. 

40 ne li loro troni, et di loro commissione proponendo il signor archiduca 
d'Austria alli detti stati, ch'io li daria conto di quanto havevo negociato. il 
che dopo che fu da me esseguito, Sua Maestä Cesarea rispose in questa 



232 ^r. 80: 1548 Januar 15. 

un* traslato in latino della proposta di Saa Maestä, et delP una et 
deir altra sarä qui annexa la copia et parimente lo esempio di 
tutte due in todesco, secondo che faron proposte in dieta';. 

lo penso che foisi V. S. 111"* havria caro ch'in questa occasione 
importanto io le dessi alcune advertenzo. nel che non voglio giä 5 
escusare la indispositione della podagra, quäle giä 6 giomi mi 
dk non poca molestia, ma le repUcaro, benchö in questo negotio 
di differir la riduttione del concilio in &ermania et perseverando 
le cose di qua nello stato presente non ho mai compreso che si 
poBsa far effetto rilevante con questi signori; et se ciö havessi 10 
compreso, non haria mancato di farlo o di ricordarlo; penso bene 
ch*hora colla sopragiunta delli protesti fatti per don Diego et di 
queste altre relationi et proposte Sua Santitä pensarä almeno per 
giustificatione dame un lungo conto, et s'ad alcuni pai'esse ch'io 
potessi far qua molti offitii et dimostrationi, quando ci si trovassero, 16 
forsi sariano d*altro parere, perche con Sua Maestä non vi e piü 
che dire, et benche essa Maestä habbia replicato spesso nelle 
instruttioni et protesti, et ancor meco, che li altri legati et nuntii 
et il presente legato, quäl son io, habbino promesso che Sua 
Santitä espediria il concilio in Trento, quando la Germania vi si 20 
sommettesse, nondimeno quelle ch' habbino parlato li altri, per 
me, instando Sua Maestä che il concilio si riducesse in Trento, le 



linghua . . . Orig. in BiH. Vat cod. Vat. 6407 (Akten Morones) fol. 26. Vgl 
des Jfämlichen Schreiben vom 16* an Famese unten zu Nr* 8L 

*) Die Relation des Kardinals — in italienischer Fassung — bei Leplat III 2b 
p. 679—681 (sehr schlechter Abdruck); handschriftlich u. a. m Arch. Vat. Annar. 11 
vol. 46 fol. 629« — 680« und — in etwas abweichender Form — ebendaselbst Armar. 62 
vol. 18 fol. 168»— 169* (gleichzeitig). Die originale deutsche Fassung findet sich 
bei Mohnike Bartholmaei Sastrowen Leben II 8* 179—184; handschriftlich in 
Wien, Erzkanzlerarchiv Reichssachen Fase. 17 fol. 8« — 66 (Reinschrift); eine 80 
französische Fassung in Paris, Bibl Nat. Fonds latin 17190 fol. 186 sq. (nach 
gütiger Mitteilung des Herrn Dr. Herre in Müncheti). — Das Anbringen des 
Kaisers an den Reichstag in latein. Sjyrache bei Leplat III pag, 681—684, deutsch 
bei Mohnike a. a. 0. 8. 198—204; ein stark korrigierter Entwurf in Wien, Reichs- 
tagsakten fasc. 21 (unter der unzutreffenden Aufschrift Relation des card. von 86 
Trient usw.); Reinschrift ebendaselbst Erzkanzlerarchiv, Reichstagsakten fasc. 17 
fol. IO*— 18» (ohne Aufschrift). — Ifber die (vorläufige) Antwort der 8tände be- 
richtet ViiHildini am 16: fu risposto che conoscevan tutti la santa intentione 
di Sua Maestä. alla quäle dicevano quel che altre volte havevan dettc^ che 
piacendole di ordinäre una religione, saranno per osservarla venendo da lei et 40 
per tempo et per sempre et farla osservare alli suoi suddiü; per6 che fra 
tanto si degni di fare loro dare in iscritto le sue proposte, acciochö possano 
con piü fondamento dare quell a risposta che si ricerca, ringratiandola unita- 
meute tutti della amorevole sua affettione che dimostra. et qni si dette Hne 
con dare copia a tutti delle dette proposte. 46 



Nr. 80: 1548 Januar 15. 233 

ho ben risposto piü volte che quella domanda non era honesta, se 
prima non si vedeva detta sommissione, il che V. S. 111°** tratto 
ancor con don Diego nel principio; pero quella sa come si sog- 
liano pigliare le parole. et quanto al far offitio con questi principi, 

5 oltre che non vi si vede molto disegno, come e detto di sopra, 
V. S. 111™* si puö ricordare ch*io non ho mai havuto una minima 
commissione nö breve di trattare con loro, n6 il tenore della mia 
legatione il comprende. perö non ho mai mancato paiticolarmente 
dame conto alli piü principali, et specialmente delle occorrenze 

IG presenti. 

Solo mi occorre un punto di momento, perche, havendo pro- 
posto Sua Maestä circa il modo di vivore sino alla diffinition del 
concilio, et non essendosi parlato dello intervento d'alcun' prelato 
coU* authoritä di Nostro Signore, non mi son scordato di quelle 

15 che V. S. lU"* neUa sua cifra di 28 del passato mi advertisce, Dez^ 28 
dicendomi che se questi principi catholici desiderassero che Sua 
Santitk mandasse alcun prelato a tal* effetto, che li contentaria. 
et benche quella possi stimare che niuno vonä dimostrarsi in 
richiedere tal' cosa senza la voluntä di Sua Maestä, nondimeno io 

20 procurarö o per una via o per un' altra d'indrizzar bene questo 
punto, et poträ Sua Santitä o mandar' o far scrivere o dar 
commissione o usar altro modo, se li parerä bene; et s'io tra tanto 
operaro alcun* effetto, l'avvisaro, perche mi par cosa di consideratione 
al presente. 

25 D'Augusta alli 15 di gennaro 1548'). Jan. 15 

S'intende pur da loco buono Tinclinatione della molto maggior 

parte di questi di qua a risolversi contro di Nostro Signore, et 

che con questa dispositione potranno seguire delle altre proposte o 

di leghe o d'aiuti o simil disegno. perö sarä piü bisogno di 

80 accelerar* o breve o messi o commissioni, non solo per giustifi- 



Mne gleichzeitige Depesche des B. von Forll läßt insbesondere erkennen, 
wie groß damals der Einfluß des Kaisers am Reichstag war. Sua Maestk, heißt 
es hier, h d'animo che si riduca el culto divico nelle chicse, restituischinsi o 
sacerdoti et beni ecclesiastici, et de frutti passati se ne facoi compositione con 

85 la Camera Imperiale; non si possa innovar Luteranismo in terra alcnna ne 
predicare similmente in luogi sacri, ma celebrar le cerimonie in qualche parte 
prophana, et sia lecito a ciascuno tornare liberamente alla pristina vera 
religione, depositando per Tosservantia di tatto grossa somma di denari, sin* 
alla determinatione del concilio Tridentino ... et potrebbe essere forse che 

40 Tallargassino piü, poichö si vede in costoro assai buoaa dispositione. et so io 
che hiersera el Palatino us6 di dire a certi amici suoi che darebbano risposta 
conforme al desiderio di Sua Maostä : sichö si puo sperare che Idio tenga cura 
particulare di Cesare. Cod. Med. 4804 fol. 281 &t>. 



234 Nrr. 80—81: 1648 Januar 16—16. 

catione, ma per intertenimento, et io tra tanto farö quello ch'io 
potrö dal canto mio. 

Monsignor "R^^ d*Augusta stk per espedire il secretario suo 
Annibale f ra dui giomi ') non senza Tassenso di questi signori, pero 
non so a che altro effetto. 6 

Per non haver corriere a mio modo et non differire, espedisco 
a posta questo mio sino a Bologna et bisognando sino a Boma. 

1548 Sl. Sfondrato an Farnese: Ghranvela und Alba machten ihm namens 
Jan. 16 des Kaisers Mitteilung über die Vorgäiige vom 14. Sfondrato he- 

mangelte die Relaiioyi Madruzzos und das kaiserliche Anbringen als 10 
unvollständig und einseitig gehalten^ und gab seinem Befremden Aus- 
druck^ daß über die kirchliche Ordnmig bis zum Konzil kein Ver- 
treter des Papstes mitberaien solle. Jene klagten dagegen, daß der 
Papst da^ Bologneser Konzil als legitim behatidle; Alba wies auf die 
antipäpstliche Stimmung des größten Teils der deutschen Fürsten hin, 16 
was für den- Legaten nichts Neues ist. Er befördert dies und Nr, 80 
durch einen eben abgehenden Kurier des Kaisers, — Teilt weiteres 
über die Sitzwng vom 14, mit] erörtert die Auffassung der Kaiser- 
lichen über die bedingte Bewilligwig des Konzils durch den Papst, 
Alba steht angeblich im Begriff abzureisen, 1548 Januar 16 Augsburg. 20 

Am Neapel Grande Ärchivio Carte Farnesiane fasc. 744 Original, zum Teil 
stark verlöscht 

Havendo il mio questa matidna innanzi al giomo mandato a 
pigliar gli cavalli della posta, fu detto per Zapata^) ch'avanti 
pa[rtisse] havea monsignor di Granvela da ragionare meco. et cosi 26 
cercato Thora del desinare venne qua esso monsignor et il signor 
duca d'Alba per ordine di Sua Maestä, con dirmi che se io non 
fussi stato indisposto, mi havria chiamato hieri o Taltro all' au- 
dienza, et che se prima non havria communicato meco Tatto qnal si 
Jan. 14 foce il sabbato, cio era proceduto perche, non havendo io fatto 30 
segno di dire altro, pensava che io non havessi commissione di 
cosa alcuna cerca questo negotio, et oltre di ciö che la sustanza 
di tale atto per la molto magior parte non contenea altro che la 
relatione delle cose trattate in Boma per monsignor di Trento et 
doppoi per don Diego, la quäle per molti rispetti non si potea piü 86 
differire. et finalmente soggiunsero che Sua Maestk ancora questa 
volta volea commettere a don Diego che riparlasse a Sua Santitä 



Vgl unten Nr. 82, 

•) Kaiserlicher Postmeister; vgl. NuntiaturbeHchte Bd. 9 (im Register). 



Nr. 81: 1548 Januar 16. 23ö 

sopra il negotio del concilio, accioche si vedesse dal canto suo 
non esser mancato d'ogni offitio et opera'). 

lo doppoi le parole generali dissi all! predetti signori che a me 
non apparteneva il far giuditio delle attioni di Sua Maestä, ma che 

5 in la controversia di questi duoi principi ho visto che ciaticuna 
delle parti mira solo alle sue ragioni et al danno che puo succedere 
al compagno. perö che, parlando io non come servitore d'una parte 
in questo pässo, ma come di mezo, mi saria parso piu espediente 
che ciascuna considerasse le ragioni del compagno col pericolo et 

10 danno proprio, et che si puo ben dubitare de chi havesse ad 
essere la vittoria in caso di rottura; ma si puo teuere per certis- 
simo che oltre al danno universale Tuna et Taltra parte e per 
patime carico et iattura molestissima, et che la causa e di sorte 
ch'il rimettersi potria forsi portare piü lode et contentezza che la 

15 professione di star sempre in un proposito. 

Oltre di cio mi restrensi a duoi punti : Tuno 6, che la detta 
relatione et proposte erano molto tronche et mutUate et che vi 



^) Diese Weisung des Kaisers an Mendoza vom 16 - wird in dessen Äntujort vom 
2. Febmar erwähnt (Döllinger a. a. 0. S. 136 ff.); sie enthielt 14 Kapitel, über 

^ die Mendoza in einer Audienz vom 25- Jantiar einzeln mit dem Papste verhandelte- 
Der Kaiser betrachtete dies gleichsam als ein an den Papst gerichtetes Ultimatum. 
Vgl. dazu die Depesche ForliSj der^ von kaiserlicher Seite über die Mission Ghran- 
vellas und Albas bei Sfondrato unterrichtet, noch am 16. nach Florenz schreibt, jene 
hätten dem Legaten im Namen des Kaisers eingehend auseinandergesetzt che non 

2& obstanti e sinistri portamenti del papa, sendo ella [der Kaiser] di quella buoua 
voluntä verso la repubblica christiana ch'^ nota hormai a ciascuno, gli h parso 
di nuovo representare a Saa Beatitudine el bisogno della religione el poco 
conto che n*^ stato tenuto sin qui, et li errori c'ha commessi non solo in non 
proveder di rimedio, come saria suo debito, ma in cercare con ogni studio per 

80 via di pratiche et leghe con diversi principi d*alterare la pace d'Italia, exhor- 
tandola a correggersi in meglio et mettere quella cura a questo gregge che 
debbe ogni amorevole pastore, con abstenersi dair inquietudine et dsdli dis- 
cordie, officio indegno di vicario di Christo in questi tempi, maxime dove si 
tratta della salute dell' anime, alle quali non soccorrendo con piü presentaneo 

85 rimedio et non cessando da cosi brutü maneggi, Sua MaesUi Cesarea, discol- 
patasi prima con Dio et con el mondo, provederä essa alla religione et col 
castigo, quando sia di bisogno, gli mostrerrä quäl deve essere la vita d*un 
tanto padre commune, confortando 11 legato a scriverlo a Sua Santitä, perche 
parimente comandano a don Diego che in voce viva apertamente glielo spiani: 

40 sichä, sei papa brava, troverrä anco chi vorrä la gatta [so!], se non muta 
proposito, et potrebbe mutarlo, se costoro tengano questi roodi, i quaU, an- 
corch6 habbino faccia di rottura, portano con loro molte volte la pace, perche 
fanno rinsavire li homini ! presto si vedrä la resolutione che piglia, dovendo don 
Diego voltare subito a Siena o Fiombino, quando non sia finito el negotio, 

45 senza aspettare piü bugie da Farnese. Florenz cod. Med. 4804 fol. 282». Die 
nächste Depesche des B. von Forli vom 18. Januar, s- in den Beilagen, 



236 '^^- ^^' 1^^® Januar 16. 

erano omesse molte parti, che conteneano la giustificatione di Sua 
Santitk. nel che fu detto molto et in somma risposero che soF si 
era toccato la sustanza per schivare Toccasione d*entrare in altri 
particolari detti al cardinale di Trento et a don Diego et in con- 
sistorio pieni di exacerbatione, et vo ben pensando ch' ancor non 6 
fussero cosi veri, potiiano qua esser piü creduti che a noi la mera 
veritä. 

L'altro punto fu che Sua Maestä havea proposto sopra il 
trattare del modo et o&servanza circa le cose attinenti alla religione 
sino alla diffinitione del concilio senza parlare d'intervento d'alcun lo 
prelato o agente di Nostro Signore, il che par tanto peggio haven- 
dosi giä visto Tinclinatione di Sua Santitk per la relatione fatta 
dal B™** decano in consistorio '). n6 mi parve dirli ciö che essa 
mi scrive nella cifra sua. al che mi rispose monsignor di Granvela 
che non si 6 conosciuto Sua Santitk haver perseverato in questa 16 
intentione, anzi che Thaveva negato al cardinal di Trento. et 
dicendoli io che, sc non se n'era piü ragionato, fu perch6 la 
difficultä si ridusse di voluntä d'ambe le parti al punto solo del 
concilio, sicome V. S. 111™* mi avviso per una sua, esso mi ha 
replicato che di qua non l'intondono di tal modo nö hanno tal' 20 
avviso. nel che non fu da |re|Btar molto, perchä mi dice 
de un' altra risposta piü probabile, con dire ch*havendo Sua Maestä 
sopra questo punto rimessa in se la auüioritä di tutta la dieta, 
ancorachö vogli farlo trattare per altri deputati, acciochö le sia 
riferito il parer loro, si h pero riservato la diffinitione, nella quäle 25 
dice che farä come parerä bene, havendo sopra cio le debitc con- 
siderationi: di modo che con questa via schiva Toggietto in qualche 
parte, se non in tutto, atteso che questa diputatione non verria ad 
essere di molto effetto. 

Hanno mostrato detti signori, oltre a quelle si vede nella 80 
proposta, gran resentimento che Sua Santitä coUa relatione venuta 
da Bologna habbia dichiarato quel concilio esser legitime senza 
altra discussione, essende giä la cosa posta in controversia. io li 
dissi bene che tal dichiaratione non debba spettare ad altro ch'ad 
essa."*) mostrano ancora gran dispiacer, quando succeda tal rottura; 85 
perö che Sua Maestä per la religione et per Tassetto di Germania 
non puö se non voler il concilio di qua, et chVssendo questo 
l'ultimo atto absolutamente, Sua Santitä si doveva lassar ^) . . . che oltre 



a) So? 

b) Da» näehtte Wort iat utdtstrlieK 

M 2). t. das dem Konsistürium am P. Dezember 1547 erstattete Gutachten der ^0 
deputati del concilio. 



Mr. 81 : 1648 Januar 16. 237 

al chivare tante [qaere]le si troveria rimedio al resto^). ne perö 
in questo son voluti passar* piü oltre, benche stimolati 

II signor duca d'Aiba con molta efficacia ha detto della 
eshibitdoiie prontissima et libera de molti di queäü grandi di 
Germania contra di noi. del che io ho ancora qualche segno per 
5 testimonio d'altri, quali son piü nostn, et me lo da ad intender 
che fino ad hora non son comparsi da me piü che dui, l*uno per 
el duca de Bransvic, che mostrino altro animo''). io ho voluto 
scrivere questo ragionamento in particolare, perch^ darä pur qualche 
lume a quelle che restarä da fare^). 

10 Non havendo potuto espedir il mio hoggi per dar le noticie 

delle cose sopradette '), et espedendosi questa notte il corriere di 
Sua Maestä, sicome mi ha dettcf monsignor di Granvela, penso 
d'intertenere il mio et mandare le lettore per il predetto, quäle 
forsi verrä piü presto. 

15 Di Augusta il 16 di gennaro di 1548^). Jan, 16 

a) qoall — mnimo in Gtiffetn mii Iheifrat. 

1) Nämlich in der Angelegenheit von Hacenzü' 

3) Di quel ch'io predisMt in Roma e di che affermai molte volle havcre 
timore, se all' hora ne scntivo grandissimo diispiaccre, adesso lo sento maggiore, 

20 vedendo prcpararsi Tessecutionc adesso di qnel ch'allhora vcdevo de lontano. 
So Madrvzzo 16. Januar an Famese, den er besc^ttoört, alles aufztibieien accioch^ 
si entri per quella porta di compositione che si dimostrerä ancora alquanto 
aperta: Neapel, Carte Farnes, fasc. 768 Orig, Vgl. dazu noch Vivaldini in der 
gclum angezogenen Depesche rom 16-% wo es femer heißt: wenn der Papst seine 

25 Politik nicht ändere, non s'haver^ da dolere che si faccia il concillo nationale 
et quel che si conviene al debito dell' imperatore. fratanto questi Alemani 
offeriscono a Sua Maestä 40 mila fanti et 10 mila cavalli a loro spese per 
Timpresa di Roma, alla quäle hanno tanto animo che non lasciano di stimularla 
con varie et infinite proposte. si stark a vedere Tessecutione, che vorr& fare; 

80 per questo s'intralteugono li colonelli con dissegno che movendosi il papa 
8ua Maestä fara 16 mila fanii, 6 mila cavuUi Ongheri et 10 mila Tartari, quali 
si sono offerti di servirc per quattro scudi Tuno per paga, et in termine d*uu 
mese essero in Italia cosl li Tartari come gli Ongheri. Mantua, Ardi. Gonzaga, 
Außerdem findet sich die Depesche^ als Avvisi d'Augusta bezeichnet, in den Carte 

85 Farnesiane f. 696 zu Neapel und im Staatsarchiv zu Modena, Concelleria ducale« 
Avvisi e notizie dall' estero (busta 8). — VgU noch Venet. Depp. II Nr. 161 
8. 383 ff. über ein paralUigehendes Gespräch Albas mit Ccutaldo. 

') Der B» von Forü a. a. 0. bemerkt, dem Legaten seien levate le poste 
artificiosamente, so daß er'Tlen Seinigen wohl nicht expedieren werde. 

40 ^) „Briefe aus Augsburg vom 16. Januar" trafen bereits am 20. in Bologna 

ein, laut Massarelli (bei Merkte p. 739; auch bei BaymUdus 1548 § 18 angeführt). 
Was Massarelli als Inhalt anfuhrt, scheint der von Sfondrato in Nr. 80 mit- 
gesandten Erklärung des Kaisers entnommen zu sein; der Schlußsatz bei Massarelli 
freilich: deinde referant Suae Sanctitati quae constituet quid agendum usque 

43 ad futurum concilium: deinde de concilio agetur, beruht entweder auf einem 
Misverständnis Massardlis oder es ist Majestati statt Sanctitati zu lesen, so daß es 



238 Nrr. 81—82: 1648 Januar 16-19. 

lo'*) non so s'habbia scritto in Taltra mia che doppoy la detta 
relatione [et projposta [non] si face altro in quella congregatione, 
salvo doppoy qualche murmuratione do[mandorno] la copia per 
consultar, ne si pensa sarä difficultä in [ques]ta deputatione, 
havendo giä Sua Maestä in prima Tauthoritk dalli stati, come 6 
^ detto. 

Se V. S. 111"* dicesse che io potea rispondere a quelli signori 
che Sua Santitä non denegava il concilio, ma solo si erano aposte^) 
conditioni quali pareno honesta, creddo anchora che da se, havendo 
visto quelle fanno in ßoma, comprende che questi la tengano per 10 
denegatione, non volendo intrar nel particolar di esse conditioni 
piu^ de Tuna che de Taltra, benche alchune forsi gli paiano piü dure. 

Si dice ch'il signor duca de Alba stä per partirsi f ra 3 giorni; 
Jan. 8 ma foi"si expettarä il ripovto del con*iero, quäl partl alli 8 . . .*') di 

questo. 16 

154R 82. Sfondrato an Farnofie: Kardinal Ttnicftsefi entsendet Bellagau- 

Jan. 19 nach Rmn, Der Beichstag ist in eifriger Tätigkeit, hat aber den 

vom Kaiser verlangten Ausschuß noch nicht kotwtituiert. Viele Stände 

drängen auf Schluß der Verhandlungen. Sfondratos Befinden bessert 

sich. Alba reiM morgen. 1548 Januar 19 Augsburg. 20 

Aus Parma Arch. di Stato Carteggio Farneaiano Orig., ricevuta a 28. 

Sicome per il piü havemo qua carestia de corrieri, cosi hora 

Jan. 16 ce nh troppa abondantia. havendo scritto alli 16 lungamente per 

quelle che fu espedito da Sua Maestä, et hieri per il signor Federico 

Savello *), partendo hoggi messer Annibale del B"® d'Augusta') 25 

Jan. 18 non ho che dire a V. S. 111™*. et benche hieri questi principi si 

a) Diese Nachttchrifl iai eigenhändig; durch Löcher im Papier ieiheeia nicht mit Sidurheit nt lesen. 

b) So? 

c) Unleserliches Woii, 

nur ein lapsus calami Massareüis wäre: dies letztere kommt mir als das Wahr- 80 
scheinlichere vor. 

*) Diese Depesche fehlt (vgl. den Anfang von Nr. 84). 

') Bellagais. Er wurde am 18. hei Farnese und am 19. bei Kardinal Cervini 
beglaubigt; er soll beiden von den cose di qua Bericht erstatten^ che potrebbero 
csser piü quiete. Parma Carteggio Farnes, und Florenz Carte Cervin. filza 18 85 
fol. 67 Origg, Nach dem Berichte des B. von Forll vom 2S. soll Bellagais ri- 
mostrarc aJ papa Terrore che commette con la sua obstinatione, et vedere di 
fare qualche buon' offitio per conciliarlo con Cesare. — Nach der nämlicJten De- 
pesche ist Truehseß nun auch mit den ülmem verglichen, die ihm 20000 Saudi 
bezahlt haben, et essendo presentato di belia tappezeria dalli Augustani, paren- 40 
dogli d*baver acquistato li animi di molti, si truova tutto allegrn Cod. Med. 
4804 fol. 284b-2H5». 



Nrr. 82—88: 1548 Januar 19—27. 239 

congregassero et la mattina et la sera, et cli*io habbia intesi molti 
particolari tra loro trattati, non mi pare di perder tempo in scri- 
verli a quella, non essendoci cosa di sustanza, se non de puntiglii, 
et non hayendo ancora essi fatta risolutione sopra il punto della 
5 proposta fatta per Sna Maestä cerca la deputatione, di che hieri Jan. 18 
le scrissi, per la quäle ancor hoggi converranno. tra gli altri 
puntiglii vi 6 stato che li principi haveano proposto de ricercare 
Sua Maestä che si contentasse dar fine alla dieta; ma gli elettori 
hanno detto ch'ancor non 6 il tempo, per non esser fatta deter- 
10 minatione de molte cose introdutte a benefitio della provincia. *) 

Parmi che la mia podagra gik comincia a essere in decli- 
natione . . . 

D'Augusta il dl 19 del 48. Jan, 19 

Si") dice hora ch'il signor duca de Alba partirä domane. jan, 20 

16 83, Sfomlrato an Farnese [ Nacfischrift] : 1548 

Die Fürston sträuben sieh zwar, dein herriscli Imndyegebenen Willen Jan, 27 
des Kaisers sich zu beugen; wahrseheinlich aber wird letzterer ihn 
doch durchsetzen. Eine Anzahl geistlicher Stände, die da^ Schreiben 
an den Papst vom 14, September 1547 nicht mit unterschrieben, sind 

20 mit dessen Inhalt nicht einverstanden; Legat regt an, ihm eine Ab- 
Schrift davon zu senden. 1548 Januar 27 Augsburg. 

Aus Neapel Gr. Archirio Carte Farnesiaue fasc. 788, letztes Blatt des im 
übrigen nicht aufgefundenen Originala^^) 

.... Benche ^) questi principi facciano dif ficultä di consentir' al 

25 mandato richiesto per Sua Maestä, commo e detto di sopra, tanto 

piü havendoli repugnato altre volte et licercandosi hora con una 

forma troppo gagliarda, nondimeno instandone Sua Maestä gagliarda- 

mente come fa, molti creddano che Tottenerrä secundo che si vedde 



a) IHtse Nachaehrifl ist eigenhändig. 
80 b) Das BUitt beginnt: et prego il lignor Dio che sis sempre in aiuto di V. S. lilma et di 

Sua Beatitadine, dann da» Datum und danach die oben mitgtieüte Naehschrifl. 
e) Die ganse Nachechriß iei eigenhändig. 

') Vom Reichstag berichtet der B. von Forli, er ha per concluso di dare 
hbera facnltä a Cesare d'eleggere qaelle persone coDtenute neir ultima pro- 

85 posta, che giudicherk apte et idonee per mandarla ad effetto per la quiete et 
uDione di Germania, cosi s'aspetta resolutlone del Palatino, ch'e stato alquanto 
indisposto, et sperasi che sia conforme con gli altri. del che don Francesco 
[di Toledo] mi dice che Cesare ha preso gran contento. et seguendo disegnano 
di mandare uno di lor principi a Sua Santitll per dirlo apertamente Tanimo 

40 loro et persuaderla al concilio Tridentino . . . Florenz cod. Med. 4804 fol. 288 ^ 
bis 284 &. Zu den Verhandlungen der Stände über die Bestallung eines Ausschusses 
für das Interim vgl. Beutel a. a. 0. S. 42 — 44^ s. auch nächste Anm. und unten zu Nr. 85, 



240 ^r- ^^' l^^B Januar 27. 

in altre pratice. hoggi si hanno da congregare et s'intendarä 
meglio *). 

lo sono advertito che questi signori ecclesiastici, quali non 
femo richiesti a BOttoscrivere la lettora mandata a Sua Santitä, in 
risposta della quäle h stato mandato il breve^), molto si dogliano 5 



Das mandato, dessen Sfondrafo gedeifüet ist das Verbot fremder Kriegs- 
dienste^ das Kaiser und Reichstag damals erließen. Nach Angabe des ß, von ForU 
verfolgte der Kaiser damit u. a. auch den Zweck per potero con mag^or iustitia 
castigar et privar dello stato el duca di Wertinberg, che in ci6 chiudova li 
occhi; al quäle hanno prefixo ultimo et peremptorio termine per alli 17 feb- 10 
braio a comparire • in persona a pena della vita et proscriptione de suoi beni. 
et perch^ egli ^ di durissima cervice, se ne truoverk fuore facilmente con satis- 
fattione d^ugniuno, tanto ^ odiato dalli principi et parimente dai populi. ForR 
27, Januar, cod. Med. 4804 fol. 285 b— 286«; rgl denselben 29. Januar, cbendas. 
f. 287*. — In den gleichen Tagen, nämlich bis zum 30. Januar, kamen audt die 15 
Beratungen der Stände iüier das Anbringen des Kaisers vom 14. in der Reiigions- 
Sache zum Abschluß : man stellte die Auswahl der Personen für den Atissdiuß dem 
Kaiser anheim (Eingabe der Stände vom 30. Januar bei Sastrow a. a. O. II 
8. 205—213); vgL Forlx 31. Jantuir: I principi hanno rimesso el negotio del 
Interim liberamento in Sua Maesta, come gik scrissi ch erano per fare. A. a. 0. 20 
fol. 287 b. Der nämlidte Berichterstatter erzäJdt femer ebendaselbst^ man glaube 
fest an eine Allianz zmscJien dem Papst tmd Frankreich und erwarte sehnsüchtig 
Briefe von Mendoza per risolversi alle lor provisioni in ogni evento. Prinz 
Philipp, fäJirt Forli dann weiter fort, bleibe vielleicht in Spanien in Erwartung 
des Kommenden: ma quando passi qua, mi viene communicato da nn amico di 26 
fcde et secreto, che con cousenso dv\ re de Romani sark eletto in suo luogo 
per successore del imperio: la quäl cosa harei significato all' E. V. gik son 
duoi musi; ma conferendola con don Francesco mi risposc ridendo ch'era una 
pazzia. nondimeno sendomi stata pur hoggi confirmata, non ho voluto ob- 
mctterla. Damit vgl. was der Nämliche am 29. Januar schreibt: er hih'e aus 80 
Mailand, daß der Kaiser Maüand nicht einem der Söhne K. Ferdinands (wie er 
am 27. gerüchtweise gemeldet hatte), sondern seinem eigenen Sofine geben wolle (vgl. 
oben Nr. 6ö): et se ben el giuramento [der Huldigungseid der Mailänder] non 
fa mcntione d'heredi, successori o re di Spagna, ^ perch6 lo possiede come 
imperatore, et il re de Romani di ragione succedercbbe, sicome nel imperio; 86 
per6 giurando fede lo stato a Sua Maestä Cesarea et a chi nominasse, poträ 
facilmente nominare el principe nella venuta sua in Italia con el consenso di 
qucsta dieta. 

^) Das Breve (vgl. oben Nr. 77) kam am 26. Januar am Reichstag zur Ver- 
lesung, wie Forli berichtet^ con gran difficultk, allegando alcuni che sarebbano 40 
dilationi et parole false et vani; alcuni dicevano esser' ben vedere se vi f usse 
cosa a proposito et molti damnavano Taccettare lettere dalli nemici loro; pur 
fatte note tali dissensioni a Cesare, conimesse che s'aprisseno per intelligentia 
d o;;niuno. 27. Januar, l. c. fol. 286^—286*». Laut Nr. 86 hat der verlorene 
Hauptbrief Sfondratos von dieser Sache gehandelt. — über die Absichten des 46 
Kaisers gegenüber der Kurie schreibt Vivaldini am 30. Januar dem Kardinal von 
Mantua: jener ha deliberato far che'l papa escha fora, et esacerbarlo tanto o 
che'l si risolva al bene o che del tutto si scropa alla libera suo inimico, che in 
tal caso Sua Macstk ha determinato un tal foco contra di lui et casa sua che 



Nrr. 88—84: 1648 Januar 27—29. 241 

di queUi che la sottoßcrissero, quali sono in minor numero; et di 
piu mostrano alchuni che non gli habbia piacciuto in tutto el 
tenor de la detta lettera in quella parte che mostrorno voler risen- 
tirsi in caso che Nostro Signore non riducesse il concilio in 
6 Germania; et per quello mi e detto, hanno richiesto alchuni haver 
la copia de detta lettera, ma se gli responde che non si trova. et 
non saria stato male, quando a me ne fosse stato mandato Tessempio, 
perche, come giä avisay, a me non ne fu fatto motto alchuno, ne 
rho may vista. pero non importa anchor molto quanto all' effetto. 
10 D'Augusta alli 27 di gennaro 1548. /an. 2? 

84. Farnese an Sfondrato: Die letzten Briefe des Legaten lassen bei 1548 
diesem energische Vertretung der Stellung der Kurie vermissen, Jan, 29 
Vargas protestierte in Bologna^ dann Mendoza entsprecheiid in Born» 
Prospero Santa Croce soll aU NunHu^s zum römischen König gehen, 
16 1548 Jantmr 29 Born. 

Am Neapel Ghr. Ärchiiio Carte Farnesiane fasc. 708 Konzept. 

Doppo ch'io non ho scritto a V. S. R™', ho ricevuto diverse 
lettere da lei, cioö de 8, 13, 15 et 16 et ultimamente quelle di 18 et 20^), 
portate dal signor Federico Savello et da messer Annibal secretario 

20 di monsignor d* August»*) ... et se bene non vi e cosa di alcuna 
consolatione, nondimeno quanto al officio di V. S. Sua Santitä e 
restata ben satisfatta, ancorachä in certe cose harria desiderato che 
haveste mostrata magior viveza di animo, cosi nel mostrare alli 
elettori et principi di Germania le giustificationi di Sua Santitä in- 

26 tomo alla reduttione del concilio a Trento, come quando vennero 
da lei il duca d'Alva et monsignor di Granvela, il venir de quali 
non vede Sua Santitä a che effetto si fusse, non havendo ella 
fatto piü ...**) che tanto . . . 

Haverä inteso la protesta fatta dal fiscal Spagnuolo in Bologna'), jan. 17 

80 a) UnUseHiches Wort. 

darä esempio per molti anni ad altri. et venuta la resolutione di don Diego 
della protesta (vgl. zu Nr. 84), si deputaranno li homini per il concilio et 
stabilimento della religione di qua et si darä fine alla dieta, la quäle ö in 
nome di Sua Maestä tanto come cosa che Thavesse mai. Mantua Archivio 
86 Oonzaga Carteggio del card. Ercole, Orig. 

Vielmehr 19 (Nr. 82); über die fehlende Depesdie vom 18. 8. daselbst 
*) Er habe Annibale ascoltato volentieri et riconosciuto Tamorevolezza di 
V. S. Rm» verso di me, schrieb Farnese am 29. Januar an Truchseß; eingehender 
zu antworten verbiete die Eile des Kuriers. Parmaj a. a. 0. Konzept. 
40 8) Zu dem am 16. Januar am Konzil in Bologna durch den Fiskal von 

Kaslilien Francesco Vargas und den Doktor Martin de Soria Velasco namens des 
Kaisers eingelegten Protest vgl. Massarelli h. rf. (ed. Merkte, pag. 7.37); der Wort* 
Nuntiatarberichte, erste Abteilung, BcL X. 16 



242 ^^- ^^' l^^S Janaar 29. 

Jan. 17 di donde parti il dottor Velasco il di seguente et senza aspettar 
la rispoBta del legato et del concilio, con tutto che il fiscale et 
lui ne fussero ammoniti, et sene venne qua per trovarsi allo atto, 

Jan. 28 che fece poi Timbasciatore alli 23 con la medesima forma di 
protesta che era fatta in Bologna, la quäle Sua Santitä, aneorache 6 
per Tautoritä sua haveria potuto con ragione rifiutai-e et non 
ascoltare in modo alcuno, nondimeno ha voluto usar questa huma- 
nitk di admetterla nel concistorio*) et darli risposta, nel modo che 



lata des Protestes bei Itaynaldus 1348 §§ 7—1^. Le^iiat III jmg. 685—695. Be- 
richte Montes und aus der Zahl der Konzilaväter s. in den Beilugen. — Zu den \(i 
Beratungen der Congregatio generalis am 19. Januar (Massarelli L c. pag. 7'i8) 
vgl Armar. 62 rol. 68 fol. 270» und daselbst 271b den Entwurf einer den 
Kaiserlichen zu erteilenden^ kurzen Antwort (s. Massarelli zum 20- Januar) mit 
detn Vermerk: ßed non datum, quia ipsi procuratores non venerunt. Vgl. nah 
einen Brief Morones an Kardinal Madruzzo vom 23. Januar 1548 aus Bologna, 15 
in dem Morone dessen modesta rellatione del negociato con Nostro Signore, die 
ihm mitgeteilt ist, lobt, in einem eigenhändigen Postscript aber mit Bikksicht auf den 
Protest des Vargas bemerkt: a questi prelati pare che saria stato conveniente che 
Siia Maestä havesf^e risposto alle conditioni ch'erano ricercate per delibemre 
del ritorno del concilio in Trento. stimano che Sua Maesta non sia inforinata 20 
bene de tutti li andamenti. Innsbruck Statthaltereiarchiv Madruzzo-Kone- 
spondenz Orig. 

^) Am 23. Januar 1548 : Baynaldus h. a. §§ 18—26; handschriftlich u. a. Arch. 
Vaf. Armar. 62 vol. 68 fol. V76*— 288b; Florenz Carte Cer\Mniane filza '^9 
Nr. 28 ttsw. Vgl. Mendozas Depesche vom 2. Februar, verkürzt bei Döllinger 26 
a. a. 0. S, 134 ff., Ergänzungen im Anhang; auch Diego Lasso an K. Ferdinand 
28. Januar bei v. Druffcl, Briefe und Akten I S. 91 Nr. 132. — Ein Gutaditen, 
dns sich der Papst, ehe der Protest in Rom erfolgte, über die Frage ausstellen 
ließ, wie er sich dieseti Protesten gegenüber zu verhalten habe, liegt iw in Florenz 
Corte Cerviniane filza 32 Nr. 8 in Abschrift: es lautet: Copia del parer' de di- 80 
putati sopra il protesto fatto in Bologna et da farsi m Roma circa la trans- 
latione. questi signori giudicano che di questi protesti, cosi di quello del con- 
cilio, come di quel da farsi qui, non sene debbia far troppo romore nö troppa 
stima, et che Sua Santitä ne debba star' con Tanimo riposato et dar a don 
Diego un concistoro al modo usato, ne per quel di responderli altro che qua Uro 85 
parole, quali si daranno al secretario con offerirli risposta air altro sequente; 
n^ in quello pigliar' altrimenti li voti, senon rimettere alli deputati co««! el 
considerar' el tenore del protesto, come la risposta, quäle poi se habbia a fare 
secondo il contenuto d'esso protesto, cio^ risponderli per le medesime rime. 
et se questo qui sarä fondato nella nuUita della translatione, come quello 40 
facto a Bologna, Sua Santitä habbi la risposta pronta, iuridica et necessaria. 
cio^, che quando iina protesta si fa ad uno come giudice, se debbe fare con 
cause, et la causa si debbe provare et il iudice deve al protestar* prefiger' uu 
termine a provarle, et che per6 con qnesto protesto, quäl' ^ di ragione, la vera 
risposta ö, che Sua Santitä accetti esser giudice et dica voler cognof^cere de 4') 
la veritä delle cause allegate, et che a iustificatione di esse li preflga un 
termine d'un mese o doi, et che interim comandi non si procedi in atto ne- 
cessario preiudiciale a (juesta cognitione, cioe ne in Bologna nh in Trento, et 



Nrr. 84—86: 1648 Januar 29— Februar I. 243 

V. S. B"* vederä per la copia; che come sia fatta (come si disegna 
alli 2 dal mese proximo), se 11 mandarä, et facilmente sarä Fappor- Fbr. 2 
tator di essa monsignor Prospero Santa Croce, destinato per nuntio 
residente alla Maestä del re de BomaniM, alla venuta del quäle 
6 rai rimetto a scriverli o farli, referire molte altre cose"), che in 
questo mezzo il tempo forse portarä da deliberare de novo; pero 
standosi per ancora in pendenti di quel che si habbia a far in 
spetie del concilio, io non ho che dirle di piü. 

29 di gennaro 1548^). Jau. 29 



10 85. Faniese an Sfondrafo: Beförderung von Nr, 84. Der Papst in48 
antivortete /teufe im Konmsforium auf Mendoza^'i Protest mit großer Fbr. 1 



a) Atiagtatrichtn appresso la lioentia del suo ritomo, quäle io non desidero manco di 
lei, se pure non paretse a Sua Santitä di eonfirmarla f? xmdtuilich] per legato ia Oermania per 
conto della [»ol]. 

16 intimare et all' uno et al' altro coDvento che mandino qui alcuni de loro a 
iustificar' et provar' etc. con questo tempo, quäle k necessario, come si dice, 
s'haverä tempo etc. — Am Tage des Protestes, 23. Januar, schrieb Mafeo an Cir- 
inni (der kurz zuvor Born wieder verlassen hatte), er tvünsche, dieser habe heute 
im Konsistorium zugegen sein kännen, perch^ havesse visto Tanimo intrepido di 

20 Nostro Sißrnore! Ia Vendetta, che haviamo fatta, e stata di far stare inginocchi;ito 
il signor don Diego con tutta la compagnia, mentre s'e letto il protesto. et 
Sua Santitä non Tha pur mal detta una parola, ma monsignor Blosio ha siip- 
plito . . . domani si farä una congregatione de deputati sopra larisposta: mon- 
signor R°io Pole piglierä. la fatica di stendere le parole, usw. Florenz Carte 

26 Cerviniane filza 20 fol. 162 eigenh. Orig. (ric. 26, risp. 26). An den Nuntius 
Ceneda schrieb Famese: In der Hoffnung auf Frankreich Sua Santitä ha.passato 
et passa agevolmente questi mall inditii della volonte deir imperatore, la 
quäle ci dimostra con questi impertinenti raodi di protesti. liquali, corae bcne 
si pu6 vedere, non hanno tanto poco colore et cagion di protestatione. che 

80 non Io mostrino molto piü d'invettiva. Aber der Papst läßt sich nicht entmutigten; 
selbst toenn er ganz allein stände, purch6 sapesse che la ragion fusse dal canto 
suo, come sa essere- di presente . . ., non havria timore di persona: hör pensate 
quello sia per fare trovandosi d'havere una confederatione tale con quel re 
christianissimo ! Weiter heißt es: Man sei hier beschäftigt, die Anttcort auf den 

86 Protest zu entwerfen, la quäle ö per esser longa, e per haver d'andare in publico, 
ha mestieri di tempo e di consideratione. Arch. Vat. Bibl. Pior. 128 fol. öT b 
bis 1\^ spätere Abschr., ohne Datum (zwischen 23. und 31. Januar). 

*) IMe Breven zur Beglaubigung Santa Croces in der Eigenschaft eine^ Nuutii4s 
bei K. Ferdinand (an den Kaiser^ Ferdinand^ die deutsdieti Fürsten usiv.) ware7i 

40 schon am 19. Januar entworfen; die Aussendung aber zog sich noch Ober drei 
Monate hin; vgl die Einleitung sowie unten Xr 107. 

^) Am gleichen Tage schrieb Famese auch an den Beichtvater des Kaiset-s, 
Soto, den er bat, angesichts des Protestes den Kaiser von der essecutione di 
questo suo pensiero intomo alle cose del concilio. quali sono poprie di Sua 

46 Santitk, abzubringen (distorre), usw. Neapel, Carte Farnesiane fasc. 700 korri- 
giertes Konzept. 

16* 



244 ^r- d&: 1^48 Februar 1. 

Mäßigung^ um dem Kawer den Rückweg offen zu erhoMen; er er- 
klärte sich aufs neue bereit^ Legaten und Nmvtien mit Fakultäten 
bis zur Schlichtung der Konzilsangelegenheit nach Deutschland zu 
schicken. Sfondrato soll die Antwort des Papstes im Reiche kundtun 
und vertreten. 1548 Februar 1 Rom. 5 

^1*5 Parma Ärch- di Stato Carteggio Farnesiano Konzept. 

Jan. 31 Passando hieri di qua per cotesta corte un gentilhomo del 

Jan. 30 signor principe di Salerno, gli feci consignar mie lettere de 30 del 
passato*), quali havevo scritto et fatto dar al signor don Diego, 
che diceva voler expedire un corriere prima che aspettare la lo 
risposta; et dipoi Sua Signoria, intendendo che Thavrebbe per 
hoggi ad ogni modo, muto proposito, et cosi ha differito. perö a 
cautela glene mando con questa il dupplicato, caso che il corriere 
giungesse prima, ancorache in sustantia non contengano piü che 
tanto, come la vedrä. l& 

ir^^. i Hora V. S. E°** sarä avisata qualmente questa mattina in pieno 

consistorio et in presentia delli altri imbasciatori si h data la 
risposta al protesto del signor don Diego nella forma che per la 
copia alligata poträ vedere ^), nella quäle se bene Sua Santitä, come 
provocata, havesse legitima causa di far altramente, ha voluto non- 20 
dimeno procedere con la maggior modestia et charitä che habbia 
possutOy sperando pur tuttavia che Sua Maestä debbia meglio 



1) Nr. 84. 

') Vgl' den Wortlaut bei Üaymildus 1548 §§ 29 — 30; auch bei Quirini 
Epistolae cardinalis R. Foli vol IV p. 382^402; handsdiriftlkh u. a. Armar. 62 25 
voL 68 fol. 286 ■ — 298 ». An den Nuntius in Frankreich schickte Famese ebenfalls 
gleich am L Februar die Mendoza erteilte Antwort, die con participatione di monaignor 
di Gie [Gy^f Francois de Mohan, französischer Gesandter an der Kurie] e di questi 
altri Bfl^^ Francesi si h presa di presente alle cose del concUio. ne commuai- 
chiate subito la sostanza col re et con quelli altri signori, besonders Quist, et 80 
sopra tutto stiate avvertito che, caso che sentiate parlare di revocatione di 
prelati da Bologna francesi e cosl delli ambasciatori, vi opponiate con ogni 
efficacia, come cosa che non sarebbe in alcun modo a proposito, usw. Arch, 
Vat. Pior. 128 fol. 77 »b spätere Abschrift. — Damit vgl. was Maffeo^ ebenfalls 
am l.t an Cervini schrieb: er wünschte^ dieser wäre hier, zumal um qualche pro- 85 
lissitä di questa nostra risposta zu beschneiden (risecare). Die Sache ist be- 
schleunigt worden, weil Mendoza angab, nach Siena reisen zu wollen. . . . resta hora 
provedere in futurum: pero aiutateci col scriver che si ha da fare con li 
prelati di Trento, che di piü con Timperatore et che di voi? dico oon rimpe« 
ratore, perche don Diego ha mostrato una lettera, dove Sua Maestii si duole 40 
che non se le sia risposto circa il mandar prelati in Germania, et torna su la 
legatione del B^no di Trento, et che saria bene mandar cardinali per maggior 
auttorit^i; et se Sua SantiUi non si fida d*uno, che ne mandi tre per contrapeso. 
Florenz Carte Cerviniane filza 20 fol. 168 eigenh, Orig. 



Nr. 86: 1648 Februar 1. 245 

examinare in ciö il siio consiglio et la sua conscienza, et in tanto 
che si giudica la translatione del concilio per valida o invalida, il 
quäl giadicio Sua Santitk ha pigliato in se come dovuto all* officio 
et Inogo ch'ella tiene nella chiesa di Dio, per ritrovarne la veritä; 
5 et in queeto mentre, per non lassare alcun officio di sanar la 
Germania o darli alcuna forma conveniente al suo vivere con 
Tautoritä di questa santa sede, fino che dia prosecution al concilio 
piü in un luogo che in Taltro, si contentark di mandare con 
facultä nuntii o legati per tale effetto, come haveva anche offerto 

10 al signor don Diego et al 111°^^ cardinal di Trento, quando fu qua. 
Et li e parso di procedere in questa risposta con tale modestia, 
con tutto che per il protesto fusse stata provocata a fare il con- 
trario, acciochö a Sua Maestk resti il filo in mano da potei*si 
riconoscere et haver a Sua Santitä. et alla sede apostolica quella 

15 osservantia che se le conviene *). cosi piaccia a nostro signore Dio, 
che di lä si pigli per il vero. 

La quäl cosa V. S. R™* di nuovo puö proponere et offerir a 
Sua Maestä, come si e fatto qui al imbasciatore. 

Besta che V. S. II"*, oltre al officio che haverk fatto con la 

20 occasione del breve diretto a' principi elettori cattolici responsivo 
alle lor lottere, non pretermetta dar parte di queste ragioni et di 
questa risposta a tutti con ogni libertk, et giustificar Sua Beatitu- 
dine appresso di loro, come la e appresso a Dio et tutto '1 mondo, 
con optima et paterna voluntk verso la natione Germanica, alla 

25 quäle ^ stata sempre disposta di satisfare in ogni cosa possibile et 
ragionevole. 

AI cardinal Sfondrato del primo di febraro 48'). 



') An Poggio schrieb Famese am 6. Februar, der Papst icerde patire et tole- 
rare piü che si poträ per mantenimento della buona unione et intelligentia con 

^0 la Maestk dell* imperatore, d^ mal si fark motivo alcuno in contrario se non 
provocatissimo. Arch. Vat- Nunziatura di Spagna vol. I&fol. l il ^^ Orig. Vgl. 
auch toas Famese am 5. Februar an Kardinal Truchsefi schrieb: die vom Papst 
bewiesene modestia werde Truchseß zeigen^ welchen Weg man hier gehe, purch^ 
di Ik si trovasse correspondentia. Parma, Cart. Farnes., Ktmzept. 

^6 3) Der Kurier kam bereits am 3. Februar nach Bologna: Massarelli ed. 

Merkle p. 742 (über seine Anhmft in Augsburg tmd seine kaum begreifliche 
Schnelligkeit s. zu Nr. 87). Die Konzilslegaten gaben ihm einen Brief an Sfon- 
drato mit, in welchem sie bemerken: perchi s'intende ch'el signor don Diego ha 
itetto che non compareva a pigliar la risposta da Sua Santitk come procu- 

40 rator dell* imperatore et che a cio non havea mandato, ci par che V. S. R^^ 
pofisa considerar, se fusse bene di notificar' essa resposta in qualche destro 
modo a Sua Maestk, accioch^ in nessun tempo ne potesse pretender' igno- 
rantia, del che ci remettiamo in tutto alla prudentia di V. S. Rn^^. Arch. Vat. 
Indice di lettere relative al concilio di Trento« Abschrift, als Beilage tu einem 



246 Nr. 86: 1B48 Februar 18. 

[154S 86. Sfondrato [an Farnese]: Schreibt Näheres über die Behandlmtg 
Fhr.lfi] des Breve an die geistlichen Fürsten am Reichstag; über das Verbot 
fremder Kriegsdienste; über die Bewerbungen der Grafen von Mans- 
feld und Oldenburg im Interesse Frankreich.9 ; die Bückkehr des Kf 
Moritn: nach Augsburg; die Hinrichtung Vogelsbergers ; die BÜdung 5 
von Ausschüssen am Reichstage, insbesmidere des Ausschusses eur 
einstweäigen Ordnung der kirchlichen Dinge im Reich. [1848 Fe- 
bruar 18 Augsburg.]^) 

Aus Neapel Grande Archivio Carte Famesiane fasc. 744 Orig. von Schreiber- 
hand mit einzelnen Zusätzen von Sfondraios Hand, aber ohne Anrede^ lO 
Adresse und Datum; in verso: la prima nota de avisi. 

Jan. ii7 P^'r le lettere mie ultime de 27 del passato mandate a Trento, 

perche fussero portate a Bologna, io avvisai di quello era seguito 
cerca il breve mandato per Sua Santitä a questi dgnori eccle- 
siastici, ne doppoi in publico si e trattato altro et in privato non 15 
B'br- 4 8e ne parla, salvo che alli 4 si deputomo alcuni principi, quali 
considerassero il breve et referissero il loro parere. et doppoi 
hano ordinato non senza molte difficultä di communicar il negotio 
con Sna Maestä per esser commune. 

Io le scrissi ancora che qiiesti stati doppoi molta contradittione 20 
haveano consentito al mandato de prohibire che niuno di questa 
provincia andasse al soldo altrui senza licentia. et perchä qua si 
era mormorato de molte particolaritä et specialmente che in detto 
mandato si faceva mentione de non pigliar soldo da Sua Beatitudine 
et da Francia, le manderö una copia, come si possi havere*). 25 

Si e ragionato che verso Brema si fa qualche massa di gente, 



Briefe der Legaten an lamese vom 4. Fehrunr. Wir teilen noch in den Beilagen 
einen Brief der Konzilslegaten an Farnese vom 26. Januar mity worin sie sich für 
die Suspension des Konzils aussprechen und zwei Entwürfe für eine entsprechende 
Antwort an Mendoza heilten; außerdem verantwortet sich hier Kardinal Monte 80 
gegen den ihm gemachten Voricurf, daß er den kaiserlichen Protest am Konzil zu- 
gelassen habe. 

^) Die äußere Form des Stückes (s. Stückheschreibung) scheint dieses als ein 
Beiblatt (zur Hauptdepesche Nr. 87) zu kennzeichnen; vielleicht ist die Aufzeichnung 
ailmählich entstanden. Dafür spricht, daß sich am gleichen Ort noch ein zweites 8.> 
ähnliches Beiblatt findet, entsprechend bezeichnet als la seconda nota de avA'.si, 
augenscheinlich etwas später abgefaßt, als die erste nota, aber fvol au€h noch vor 
der Depesche vom 18. Februar oder spätestens gleichzeitig mit ihr. 

^) Sfondrato schickt den Erlaß mit der seconda nota; er bemerkt, der Er- 
laß sei bemerkenswert wegen der aiithoritä quäle si vendica Sua Maestk fuora 40 
dil solito cosi nella so^tanza come ancora netla forma, perch6 commanda di- 
rittamente alli elettori et principi; Sfondrato fügt noch hinzu^ der Kaiser hatte 
Kommissare an die Grenzen geschickt, da er höre che pur molti passano fuor 
<li Germania cootr.i il mandato. 



Nr. 86: 1648 Februar 18, 247 

et si dice con disegno di servire a Francia, de quali e capo un 
conte di Mansfelto, et un altro d*01denburgo. pero essendo di 
novo ritornato qua il duca Mauritio, quäl era loro vicino, non pare 
8i stimi tanto questo moto; anzi si dice che detto conte di Mans- 

5 felto ha giä licentiato parte di essa gente, benche potria esser 
simulatione '). 

Verso Spira fu proso un colonnello Todesco chiamato Sebas- 
tiano con dui capitani, quali erano per condurre nova gente in 
Francia, et condutti qua furno eeaminati con tormenti et alli 7 Fbr. 7 

U) fu tagliata a tutti la testa in publico. et e parso cosa dura, atteso 
ch'il mandato non era ancora publicato all' hora che furno presi; 
pero il predetto ha sempre servito Francia per il passato, et hora 
li hanno trovato buona somma de danari dati da Francia per far* 
soldati ^). 

15 Giä molte settimane desiderando Sua Maestk che tutti questi 

stati deputassero alcune persone speciali per trattar le coee che 
restavano da terminare, accioche fusse piü facile la espeditione, et 
particolarm.ente del negotio della lega, benchö in cio li elettori 



Die Bewerhungeth Mansfelds, schreibt auch der B. von Forll am 6.^ seien 

C^> unbedeuiend und nicht zu fürchten. Moritz fuor d'ogni expetutione giunse la 
notte del primo et la mattina tutto allegro comparse con Sua Maestä Cesarea 
et con tutti li altri elettori et principi in capella neUa cathedrale [Fest der 
Lichtmeß] con tanto favore et chiarezza cbel legato et questi ambasciatori di 
Polonia et Vinitiani, con 1 quali intervenni ancor io, restarono admirati. bor, .se 

*2b bene egli ba dato conto della fiaccbezza dil conte fMansfeid], si pensa nondimeno 
(secondo mi dice monsignor d*Aras) a provedervi . . . , aciocb^ col tempo o 
con Taiuto di Francia non impedissino i desegni di Cesare. Flor. cod. Med. 
4304 fol. 288a— 289b. 

*) Über die Hinrichtung Vogelahergers und der beiden Hauptleute [Jakob 

80 Manteü und Wolff Thoman von Heübronn] vgl. die ausführliche Schilderung des 
Augenzeugen Sastrow (a. a. 0. II S. 165 ff.). Der Kaiser schrieb darüber eigens an 
seinen Gesandten in Frankreich^ um die Hinrichtung zu rechtfertigen: Wien^ Gall. 
Conr. 22 Konzept (15. Februar 1548). Der B. von Forll erzählt am 6., une man 
den Gefangenen mit der Folter usw. zugesetzt habe, in der Hoffnung, zu erfahren 

8f> in cbe pecano It bumori d'alcuni principi di Germania usw.: a. a. 0. Der 
Sändiche am 9. berichtet, Vogel^berger habe auf dem Schaffot u. a. jede Praktik 
des Pfalzgrafen mit Frankreich in Abrede gestellt : et for«e gli fn fatto (con veritä 
pero) recitare in quel luogo studiosamente per purgarlo in publico di qnaiche 
iuiputatione, che gli era st ata data. Ebenda fd. 240 '^^. Weiter der Nämliche 

40 am 10' \ Die den Pfalzgrafen reinwaschende Erklärung Vogelsbergers hatte sich 
jener erbeten per via d un suo confessore, cbe trapel6 nella carcere, perch^ in 
iatto si truova cbe il Conte era in qualcbe colpa, bavendo praticato gik per 
mezzo di Sebastiano di continuar col Obrist>>^o nella CHpitulatione cbe teneva 
col padre usw. Der Kaiser ivinse das und anderes den Pfnlzgrafen Bdastende 

4f> wohl; pur si dissimula tutto per servargli forse il castigo a tempo et luogo. 
Ebenda fol. 241«. 



248 ^'^- Ö6* ^^^^ Februar 18. 

si siano mostrati difficilliini, nondimeno di novo se ne sono acquie- 
tati, sicome finalmente si vede che fanno in tutte le cose clie 
Sua Maestä vol ottenere. queste saranno due deputationi separate, 
per piü facilitk di attendere alla diversitk de negotii*). 

lo avvisai coUe lettere passate ch'havendo ricercato Sua 6 
Maestä nella sua proposta che questi stati deputassero persone per 
trattare ü modo di vivere sino alla diffinitione del concüio, detti 
stati haveano risposto ch'essendo gik il tutto rimesso in mano de 
Sua Maestä, non accadeva far altra deputatione, ma rimettersi a 
lei. et ciö era stata Toppinione precipua delli ecclesiastici per non lo 
immeschiarsi in questo negotio. tuttavolta Sua Maestä per indiretto 
ha disposto quasi il medemo, perche esso medemo ha deputato a 
tal effetto tutti gli sei elettori et alcuni delli principi et cittä, delli 
quali si mandarä la nota^). et benche alcuni di ecclesiastici habbino 
cercato de schivare questa impresa, nondimeno al fine non vogliano 15 
resistere a Sua Maestä, et questi delle cittä dicano ancor loro che 
per niun modo possono inter venire senza evidente pericolo per non 
haver mandato da suoi signori. ^ vero che si ä dotto che in 
questo trattato non si haverä a toccare alcun' dogma ne articolo 
de religione, ma pare che il principal punto si habbia da ridurre 20 
alla restitutione delle chiese et suoi beni, di modo che in ciö li 
pareria non haver bisogno della authoritä apostolica; ma nel pro- 
cedere piü oltre si havranno da scoprir' altre difficultä. et hora, 
che s*intenderä che Sua Santitä si contenta di mandar legati o 
nuntii, forsi si farä altro disegno'). 25 



Bis zxim Sommery bei'iditet der B. von Forll am 6-, hoffe der Kaiser die 
deutschen Di^ige geordnet und die Liga zum Abschluß gebracht zu haben. 

2) Das geschieht mit der seconda nota, mit der Sfondrato ebenso die Antwort 
der Stände mitteilt (vom 30. Januar, s. 0. zu Nr. 83). über die Zusammensetzung 
der Interimskonimission vgl, Beutel, Interim S. 45; damit stimmt die Angabe des 30 
B. von Farli (12, Februar), wonach die Kommisaion 11 Katholiken und 5 Pro- 
testanten zählte; letztere waren die 3 weltlichen Kurfürsten und die beiden 
städtischen Vertreter Straßburg und Ulm; erstere die 3 geistlichen Kurfürsten, 
Bayern, 2 geistliche Fürsten, 2 Fralaien, 1 gräflicher Vertreter, 2 kaiserliche Kom' 
missare und 1 Kommissar des römischen Königs. 85 

') Die seconda nota enoälmt femer das Verfahren gegen den Herzog von 
Württemberg, quäl compare per procuratore, et il capo delli commissarii fe l'arti- 
vescovo di Colonia, et si tiene ch'haverä faticha a riuscire netto; weiter: il 
rumore ch*il lantgravio fosse stato condutto in Italia secretamente, dur6 molti 
giomi, per6 l'altra oppinione, che teneva il contrario, h stata vera, bench^ sia 40 
detenuto molto stretto; et la sua moglie e venuta qua. Endlicli berichtet 
Sfondrato hier von privaten Anliegen des Regenten Figueroa und des Schwagers 
Granveüas, monsignor di Lixiure [Lisieux]. 



Nr.* 87: 1548 Februar 18. 249 

87, Sfondraio an Famose: Erhielt Nr. 85: hatte darüber Besprechungen 1543 
mit K. Ferdinand, Oranvelia, Soto, Madrmzo, Truchseß ti. a., endlich Fbr. 18 
am 11. Audienz heim Kaiser, woran si^h Unterhandlungen mit Gh-an- 
vella anschlössen. Legt deren Gang in den Hauptziigen dar; es 

5 handelte sich erstem um die Ratifkation des von Mendoza eingelegten 
Protestes durch den Kaiser, und ztveitens um die Konzilsangelegenheit, 
Am 16. fand darauf Kronrat statt; das Ergebnis war, daß der Kaiser 
Mendozas Protest gutheißt und auf die Antwort des Papstes vom 
1, Februar replizieren tvird. Kardinal Madruzzo hat Vermittelungs- 

10 vorschlage entworfen, die Sfondraio annehmbar erscheinen; jener hat 
sie dann aber nach Besprechung mit den Gh-anvella] modifiziert; Sfon- 
drato schickt beide Fasswigen ein; ein schwieriger Punkt bleibt die 
Fordei'ung der Kaiserlichen wegen Rückfülirung des Konzils nach 
Trient innerhalb einer bestimmten^ kurzen Frist. 1548 Februar 18 

J5 Augsburg. 

Am Arch. VaU Lettere di principi vol. 12 fol. 61»2_64b; auch ebendaselbst 
Ann. 11 (K) vol. 46 fol. 621—526, spätere Abschnften. 

II corriere mandato per V. S. 111"** colle lettere sue del primo *) 
et con la risposta data quel giorno per Nostro Signore alla protesta 

20 di den Diego, ha ditto che si parti da Boma il giorno seguente 
alle höre diece et giunse qua alle 6 circa le 21 höre, il che fu Fbr. 
giudicato d'una estrema diligenza et rare volte acoaduta. io doppoi ^- 6' 
considerata opportunamente ditta risposta feci ricercare la mattina 
seguente Taudienza da Sua Maestä; ma la notte istessa haveva Fbr. 7 

2ö patita alteratione di podagra in una spalla et mano, quäle poi per 
quattro giorni Tha impedito di dare audienza, et io, per non perdere 
tanto tempo, non mancai tra tanto di preparare il negotio con il 
re di Bomani et monsignor di Qranvella et il confessore et con 
questi signori R™>*), con li quali essa ha ordinato che communi- 

80 cassi il tutto, non omettendo anchora di informare questi principi 
piü importanti, et spetialmente quelli che sono deputati sopra il 
modo del vivere; alli quali ho fatto fare un summarietto della 
Bustanza et capi principali di detta risposta, atteso che non vi era 
tempo ne espediente di farle havere integramente la scrittura, sino 

86 che si vede quello che succede con Sua Maestä. 

In questo mezo alli 9 arrivö il dispaccio mandato per don Fbr. 9 
Diego'), et alli 11 io hebbi Taudienza da essa Maestä lunga piü H 
del solito, et mi parve che fussero toccati tutti li ponti bisognevoli. 

*) Nr. 85; über die Ankunft von Nr. 84 «. u. Nr, 89. 
40 2) j)^ |\ ^j^ Kardinäle Madruzzo und Truchseß. 

■) Der schon erwähnte Bericht Mendozas vom 2. Februar. 



250 Nr. 87: 1648 Febrnar 18. 

finalmente disse che havria considerato il tutto con rimettersi i)oi 
a monsignor di GranveUa, il quäle questi giorni ^ stato indisposto, 
di modo che si ha fatto cavare sangue '). pero hora stä bene et andö 

Fbr. a Sua Maestä alli 12 et alli 13 la mattina venne da me^). hora io diro 

lü. 13 



') Granvellas Zustafid, schreibt der B. von Forll am 6., per tre di ci ha 6 
fatto gran paura, sendo pur vecchio; ma ho^gi ^ risanato. Der Nämliche 
am 9-, Oranvella mißbillige die Änttoort des Papstes und die Deputienmg der 
4 Kardinäle in der Sache der Translation, et pargli an volere ürare in 
hingo il negotio. pur io credo che stia bravo col legato, cha cominciato 
n parlarne stamattina, poichö vede ch*el papa pare che cagli col suspendere 10 
il concilio di Bologna, nä anco essere quel drago che molti si pensavano. con 
tutto ci6, quando si ritrovasse mezzo condecente et che Sua Santitji s*arrecasse 
alle cose ragionevoli, come si stima, facilmente si deporrebbono le coUere per 
Stare in pace et troncare a Francesi ogni speranza, che forse tengano, di per- 
turbarla con Io appoggio della chiesa. Übrigens hat man bisher Mendozas Be- 1^> 
rieht kaum eröffnet, geschweige den Inhalt sich zu eigen gemacht. Femer berichtet 
der Bischof von Forll am 12. über Sfondratos Audienz^ dafi dieser auch die Angelegen- 
Iieit der Rüchjdbe Piaeenza an die Kirche vorgebracht habe (tgl. unten Nr, 89)' 
hora monsignor d^Aras mi dice che Sua Cesarea Maesta si ride di Piaeenza, 
et concluderk gli non essere di bisogno il vedere di ragione, se si poteva o no 20 
transferire il concilio, ma riducerlo in Trento . . . . altrimenti provederä Sua 
Maestä Cesarea per iustitia al debito sno secondo il contenuto del protesto, 
mostrandosi viva et animosa, si perche conosce necessarii simili rimedü aftpri 
con la forte natura del papa, si anco perchö non teme delle sue bravate, se 
ben sa che ha Tanimo corrotto et tristo verso di lei et che procura con ogni *j5 
studio di muovere il re [di Francia] alla guerra. Aber, meint Arras, Frankreich 
i^t kaum zu fürchten, deftn die Werbtingen in Deutschland sind ihm abgeschnitten, 
elpenso sind die Schweizer vom Kaiser dringend verwarnt worden, nichts teider ihn 
2u unternehmen, und endlich kann Frankreich die Schotten den Engländern nicht 
schutzlos preisgeben. So ist Frankreich, wenigstens für erste, zum Kriege gegen 8'» 
den Kaiser nicht fäJtig und intanto o si comporranno le cose o forse mancher^ 
ii papa, c'ha pure un piä nella fossa, alla quäle cosa doverrebbe anco il re 
teuere non mediocre consideratione. Flor. Cod. Med. 4804 fol. 241b— 242b. 

3) Questa mattina, schreibt Forli am 13., ö stato monsignor di Granvela 
al legato per scoprire paese sotto pretexto d'intendere, se haveva mandato 85 
authentico di praticare del modo del concilio; et trovando che stava nelle ge- 
neralitä con dire che per lettere di Sua Santitä et di Francia vedeva la buona 
dispositione, ma non poteva risolvere cosa alcuna, parti da Sua Signoria Rn« 
con confirmarsi chel papa non ö si bravo, replicandogli che la deputatione 
fatta in Roma non era a proposito per la religione; pure che Sua Maestk gl( 40 
darebbe risposta. et don Francesco mi dice che non s'accettarä questo partito 
n^ si permetterä che i prelati di Trento Texequischino, sendo anco il confessore 
de questa oppenione, parendogli chel papa se ne vada in silogtsmi; et insistono 
che'l concilio debba tomarsi in Trento. Florenz cod. Med. 4804 fol. 242— V48 *. 
Derselbe am 19. Februar (ebendasdbst fol. 248b— 244*): Ccsare stk nella medesima 45 
sententia di non accettare i partiti proposti dal papa et conosce che seco bi- 
sogna usare Io sprone assai pungente et non Tagevolezza . . et pur hieri hanno 
inviato a quelii padri di Trento tutti e capi della risposta di Roma per con- 
sultarli et rendergliene una che Io trafigga al vivo con riandargli tutti i suoi 



Nr. 87-, 1548 Februar 18. 251 

quello che 8i h discorso et trattato sopra li capi sustantiali, non 
laeciando ancbora gli incideuti che sono di momento, massimamente 
Toppositioni loro, anchorachö non paressero buone, per potergli 
meglio provodere. 

5 Et prima circa Toggietto principale contra don Diego, che ha 

fatto la protesta senza mandato safficiente, anchorchö si possi 
comprendere che tal errore gli *) sia dispiacinto, nondimeno dicano 
tal eccettione esser piü tosto apparente che vera, perch6 don 
Diego non havria fatto un' atto di tanta importanza senza com- 

10 missione. ma che in ogni caso hanno facile il rimedio, con rati- 
ficare Tatto della protesta fatta in nome di Sna Maestä. io non ho 
giä mancato di opponermi a questo con ogni sforzo, mostrandoli 
oltre alle altre ragioni che, vedendosi ditta protesta tanto acerba 
et essendosi Nostro Signore ridutto con somma modestia alli rimedii 

]5 honesti et legitimi, saria molto piü inescusabile et scandaloso il 
ratificare Tatto sopradetto che Thaverlo prima fatto validamente. al 
che hanno ri»posto che, non volendo Sua Maestä assentire alla 
resolutione presa per Sua Beatitudine, per le cause che si diranno 
nel capo seguente, 6 astretta a ratificare la protesta et di piü re- 

*j{) plicare et opponere alla ditta risposta per non incorrere preiuditio 
alcuno, atteso che gik n'hanno notitia aperta per esser stata fatta 
publicamente al suo oratore, et che di tutto li converrä dar conto 
a questi stati di Geimania. et beoche se gli siano discorsi gli incon- 
venienti che di ciö possono nas(;ere, nondimeno si fermano che tali 

2n inconvenienti non procederanno per colpa loro, et benche potesse 
occorrere qualche difficultä di ragione contra tale ratificatione, 
non e hora necessario di parlarne: tanto meno che anchora loro le 
j.otriano advertire et provederli. 

II secondo capo adunque fu, che Sua Maestä, in alcun modo 

3(1 non 6 per assentire che Nostro Signore conoschi et determini la 
controversia della translatione fatta del concilio in Bologna, nh si 
contentano degli cardinali. nel che io non ho mancato con ogni 
essageratione farli intendere quanto sia fuor di ragione mettere in 
dubbio che il papa non sia giudice di tal causa, et spetialmente 

30 dove si presuponn non esser certo quäl sia il concilio, et che la 
Santitä Sua non pigliasse a se questa cognitione, appena si potria 
imaginäre quäl altro havesse a essere giudice nel mondo. nondimeno 



sinistri portamenti et presenti et p.issati; et trattengono in questo mezzo il 
kgato di parole .... Cesare tiene aperti li occhi et per la lunga experientia 
40 hormai sa quanto tiri il balestro del papa et dove tendino i suoi pensieri et 
le bravate! 

*) Nämlich dem Kaiser- 



252 Nr. 87: 1548 Februar 18. 

muovano in contrario molte ragioni: prima che Sua Beatitudine 
senza discussione della causa ha in atto di pubhca scrittara dichia- 
rato il concilio di Bologna per legitimo et seguito il parere di esso 
per tale; ne admettano le risposte date, cioe ch'anchor Timperatore 
habbia prima detto il contrario, presnponendo ch'il coiM^ilio legitimo 5 
sia in Trento, et che quando Sua Santitä fece quello atto, non era 
anchora nata la controversia sopra la validitä della traslatione, per- 
che dicano che Tessempio dello imperatore non fa al caso, non 
pretendendo lui di essere giudice, et che la controversia di detta 
translatione k stata manifestissima sino dal principio, et che tante 10 
volte n'e stato parlato a Sua Santitä, et di piii che don Diego 
istesso giä si offerse in Perugia di starne al giudicio di Siia 
Beatitudine et di poi si dolse publicamente in quello atto istesso di 
detta dechiaratione. Taltra ragione, quäl adducano, e che Sua 
Santitä disse apertamente a don Diego in Perugia che non voleva 15 
pigliare iu se la cognitione di tal causa, et perche mi racordai di 
ciö che mi fu scritto per lettere di 11 di settembre da Perugia*), 
et gli replicai con mostrargli che queste ragioni erano troppo 
scropolose: perö vi aggiunsero Taltra, nella quäle fanno piü capitale, 
cioe che Sua Beatitudine ha promesso che non permetterä mai che 20 
il concilio si riduca in Trento, anzi di piü che mai Sua Santitä 
condescendeiia a fare provisione in queste cose di Germania, per 
le quali possi seguire alcun commodo o beneficio a Sua Maestä, 
et che di cio hanno non solo certa scientia, ma lettere chiare et 
probationi degne di fede; et se ben gli dispiacesse di venire a 2ü 
queste et altre simili prove, nondimanco ch'al bisogno non hanno 
da mancarci. 

lo so bene che spesso dicano quel che fa al loro proposito, et 
<exclamano come gli pare; ma che se gli puö rispondere se non con 
la negatione? et interrogandogli io per sapere piü oltre, come 80 
potranno schivare gli prelati di Trento di non obedire al decreto di 
Sua Santitä iuridico et honesto, di mandare alcuni di loro a Borna? 
mi rispondano senza aspettare replica, che non mandaranno, ma 
essendoli intimato tal decreto o fatto altro in contrario, se n'appella- 
ranno al concilio che sia dichiarato legitimo per le cause sopradette. 86 
il che se bene fusse ineptia, e bene ch'ella intendi il tutto. 

Io gli dissi anchora, dovessero considerare come Sua Santitä 
si era ridutta non solo alla ragione, ma a piü larghi partiti in fare 
rinhibitione alli prelati di Bologna, in equalarli quelli pochi di 
Trento, in offerir di mandare qua legati o nuntii, et di piü haveva 40 

») Oben Nr. 36. 



Nr. 87: 1648 Februar 18. 253 

aperta la via a sperare meglio, spetialmente per Tultime parole, 
dove dice: che in ogni evento non ometterä offitio alcono per la 
religione etc., et che, se essi rifiutavano ogni forma di rassetta- 
mento et che volessero rottiira, era in poter loro, ma che vi pen- 
5 sassero bene. 

AI che mi risposero che, quando si andasse a Camino di attendere 
al pnblico et alla religione, si trovaria facilmente il verso; ma che 
dalle ragioni sopradette comprendono quäl possi essere il disegno 
di queste proposte. et disse Sua Maestä in questo proposito: che 

10 le parea vedere che tal modo di procedere non portava altro salvo 
dilatione per risolvere tra tanto le pratiche, che se le trattavano 
contra; ma che sperava Iddio Thavesse d'aiutare, come ha fatto per 
il passato. io risposi quanto convenne, che non erano da fare tali 
giudicii. pero monsignor di Oranvella finalmente disse che com- 

15 prendendo li infiniti disordini, quali procederiano da tal rottura, 
teneva sempre il pensiero a trovare qualche buon mezzo. 

Alli 16 furono in longa consnltatione, dove si trovo oltra il re Fbr. JO 
di Bromani la regina Maria, doppoi la quäle havendo io mandato 
a monsignor di Q-ranvella per la risolutione, venne alli 17 monsignor Fbr. IT 

«20 d'Ai'as a farmi intendere che Sua Maestä in detta consulta, havendo 
ben considerato il tenore della risposta, ne era restato turbato et 
haveva ordinato che si facesse la ratificatione della protesta, con 
dar conto di tutto il passato (el che s*intende al modo loro), et 
che si replicasse alla risposta — mostrandone pero esso monsignore 

Vo gran dispiacere che si havesse da venire a simili termini. et il 
medemo fu fatto sapere a monsignor R™® di Trento, col quäle 
participano queste occorrentie del concilio che meco trattano, et 
esso si mostra tenerne grande anxietä et di fare quelli offitü che 
pensa poter giovare. 

80 Io doppoi il discorrere tra noi sopra le cose giä dette, mostrai 

di non movermi piu che tanto, ma bene di dolermi che la cosa si 
pigliasse in tal verso, perche nel resto havevano essi tanto a pensare 
dal canto suo come noi dal nostro. 

Doppoi ritrovandosi meco monsignor di Trento') et trattando 



86 1) Madruzzo schrieb am 15. Februar ausfuhrlich an Famese^ um ihn zu 6e- 

schwörettf sein und seines Hauses Heil nur beim Kaiser zu versuchen. Dazu Post" 
Script: ho visto tutto quelle ^ stato scritto da Roma, dal signor don Diego 
et altri, et inteso tutto quelle ha negotiate il Bmo legato qua. in effette da 
tutti universalmente ai iudica che questa manera di preceder revina et affatto 

40 rovinerä tutta la negetiatiene, cexne V. R^^ S. intenderä per la ripesta che di 
ci6 si fa al sudette signore don Diege; per6 altre nä conferto ne rimedie vi 
veggo che quelle he scritte di sopra! Darin liegt noch ein Blättchen folgenden 
Inhalts: Ancherchä cerlo mi trovi quasi dibperate, nondimene travaglio egn'era, 



254 Nr. 87: 1648 Februar 18. 

longamente sopra questo negotio, per vedere se si potesse ritroyare 
qualclie mezzo a tal dissensione, finalmente si divene in un partito, 
quäl esso scrisse et io ne mando qua la notula per Informationen ), 
perche in vero a me non dispiacque in tutto, parendomi che se 
ben si soprasedesse la comissione, era con qualche riputatione, 5 
parendo che quasi cedano nel punto della translatione, et nel resto 
non repugnaria molto alla resolutione di Sua Santitä et ci lassaria 
qualche attaeco di pratica, se la si vuole; et in ogni caso Sua 
Santitä non incorreria preiudicio di ciö che noi altti ragionassimo 
qua, anzi venea a scoprire piü oltra. tuttavolta havendolo mon- 10 
signor di Trento communicato con monsignor di Granvella et 
monsignor d'Aias, per andar poi da Sua Maestä a fare Toffitio da 
se, essi sotto pretesto della voluntä di essa Maestä vi hanno poste 
alcune difficultä. il che vedendo io mi parva subito dar ordine di 
espedire il corriero non solo per dar notitia del passato a Sua 15 
Beatitudine et a V. S. 111"** senza piü dUatione, ma per mostrare 
di non stare a discretione di questi signori, et tanto piü che delle 
cose soprascritte Sua Santitä havrä tanto lume che quasi bastarä, 
atteso che in ogni modo il negotio si havrä da rimettere costi a 
Sua Beatitudine. ne si maravigli V. S. lll*"* se questi trattati 20 
vanno per mani di monsignor ß™° di Trento, perche oltre che 
questi di qua sogliono deferire assai a quelli che adoperano per 
suoi ministri, hanno anchora altra consideratione, che schivano di 
negotiare meco con un pretesto ch'io parle da me senza com- 
missione, et che le loro parole sariano prese per obligo; perö non 26 
6 ragione a chi non si possi rispondere, et quanto alle difficultä 
che si movano contra la notula dataU per monsignor di Trento, 



se fusse pur possibile a demulzar Tanimo di Sua Maestä, et se cosa bona ne 
potr6 retraher, Io scriver6 per il correr del sigjior legato (vgh die nächste An- 
merkung), per l'amor de Dio, si cupis rempublicam et privatam snlvari, V. 30 
Ulma S. disponga Sua Santitä! Ärch. Vat Carte Farnesiane fasc. 8, eigenhändiges 
Original. 

S' diese notula tind deren gleicherwähnte vei^'änderte Fassung (seconda notula) 
in denBeilagen» Madruzzo schrieb dazu am 19. abermals an Fame.se: alles sei verloren, 
wenn in Rom nicht seine inclusi mezzi schleunigst angenommen würden; nur mit 36 
Mühe hübe er es von den Kaiserlichen, die eine schroffe Erwiderung planten^ «*- 
reicht, da fit bevor sie weiteres vornähmen, eine Äußerung des Papstes über die 
nit'zzi abgeicartet werde, falls eine solche ohne Zeitverlust erfolge. Eigenh. Orig. in 
Neapel Carte Farnesiane 768 (in den Beilagen). Vgl. noch die spätere Äußerung 
des Kaisers gegenüber der Königin Maria (vom 19. März) über los medios que el 40 
cnrdenal de Trento havia como de si mismo puesto delante para estorvar que 
no se procediese a mas rigor sobre la respuesta dada per el pcipa a mi em- 
baxador. quando el hizo la protestacion de mi parte para la reduction del 
concUio a Trento; usw. r. Druffel I S. WS Nr. 14H. 



Nrr. 87—8«: 1548 Februar 18. 255 

erano molte sopra ]a forma delle parole, ma pare la piü importante 
sia che vorriano in queila parte [ove] si ricerca che Sua Santitä 
riducesse il concilio in Trento, gli fasse apposto un teimine di 40 
giomi, et dicano per satisfare a questi Germani. io ho repugnato 

5 piü a questo che ad altro, mostrandoli che questa sola gionta oltre 
Taltri rispetti faria molto piü difficile Sua Santitk. pero lassarö 
che monsignor di Trento la corabatti, et tra tanto dubito se qua 
attenderanno a far notare la ratificatione della protesta et fonsi 
ancora la replica alla risposta di Sua Santitä, quäl perö vorrä 

10 terapo per prevalersene, quando giudicasse expediente: al che non 
e mal stare avvertito! 

Mentre che si e dato ordine di scrivere et espedire il dispaccio, 
monsignor E™^ di Trento, secondo che in questa notte mi fa 
intendere, ha usato hoggi ogni diligentia per cavare qualche costnitto 

\b delle difficultä predette, et mi ha mandata un* altra forma dt^li 
partiti proposti, con dire che pensava ottenerla di qua, se Sua 
Santitk se gli potesse inclinare, salvo perö che questi stanno fe^mi 
che si esprimi il tennino delli 40 giorni sopradetti. perö che in- 
tt^ndendosi la risposta et voluntä di Sua Beatitudine, secondo queila 

20 non mancherä di adoprarsi ancliora in questo ponto. io non voglio 
luancare di mandar la notula di quest' altra forma, accioclie, qua- 
lunque sia, si possi raeglio comprendere il modo che qui si tiene, 
perchö sono avezzati a non si lassar spontare. mi ha ancor fatto 
dire esso monsignore, che tra tanto si habbia risposta da Roma, 

26 non si verrä ad atto di ratificatione o altro: del che ho dimostrato 
che havemo da curar poco. et per non haver piü terapo di farvi 
consideratione, faccio fine, pregando il signore Dio che a Sua 
Santitk et ad essa concedi prosperi successi; et se nel scrivere ho 
mancato, mi escusi per esser stato troppo il sugetto et tanto 

30 fastidioso il negotiare. 

Di Augusta alli 18 di febraro 1548 ') ^'^^'* ^^ 

88. Sfondrato an Maffeo: Tadelt, daß man es in Rom wegen der 154s 
Kmmlssache habe zum Protest kommen luf^sen. Hat dem Herzog Fbr, 18 

^) Daß Sfondrato die Sachlage immer noch optimistisch betrachtete, zeigt ein Bericht 
85 des Mantuanischen Gesandten Vivaldini rom 19. Februar: si e stato alcuni giorni 
in gran rottura tra questi hignori et esso legato. pure hiersera alle tre höre 
di notte fu rissoluta la risposta, quäle per ancor non si sa, salvo che per Sua 
Rma Signoria si mostra buon' animo che le cose siano per pigliare assetto, es- 
seDdosi ella allargata che el papa non ha potuto mancare alla riputatione della 
40 sede apostolica, ma che sarä per dare il concilio in Trento et dove Sua 
Maestk vorra, et cosi pare che l'imperatore sia addolcito della durezza che in 
ciö mostrava et che la pratica vadi a migliore Camino. Modena Archivio di 
Stato, Avvisi e notizie dall* estero, nach dem Original in Mantua Arch. Gonzaga. 



256 ^i*- ^^' 1^4^ Februar 18. 

von Bayern die für Hin hestimmten Schriftstücke zukommen lassen. 
Verwahrt sich dagegen, daß man ihn etwa als eifieti der neuer diiigs 
in Aufsicht genommenen Legaten in Deutschland belasse. Bittet um 
Erstattung von Kurierkosten. 1548 Februar 18 Au/gsburg. 

Aus Neapel Grande Archivio Carte Farnesiane fasc. 729 eigenh^ Orig. 5 

Ho riceputo in questo mese in diverse volte tre lettere di 
V. S.*), et perche ho scritto pur troppo a monsignor nostro, di 
Sorte ch'io son satio et stracco, non mi resta molto che dir a ley, 
salvo che ogni giorno resto con magior afflittion' di quelle cose 
ch'io veddo. et tra l'altre, se voy havesti nel tempo suo proposto lo 
quella forma che hora haveti messa nella risposta data alla protes- 
tatione, son certissimo che saria stata accettata di gratia; ma vi e 
parso di expettar detta protesta con tal occasione che sia riflutata^ 
anchorche forsi indebitamente. prima fosti pregati de pigliar in voy 
la cognitione sopra la controversia della translatione del concilio et ] 5 
di rassettar una parte delle differentie al vostro arbitrio, et hora 
volendolo vi si nega. ne se intende, perche vi movesti a nominar 
solemnemente il concilio di Bologna, come si pö stimar che sia per 
revocar poy cosi presto tal nominatione in dubbio. sappiate, mon- 
signor mio, che questi et altri ponti sono notati! 20 

Ho fatto dar il breve et la lettera al duca di Baviera*) ne poy 
ho inteso altro da luy ne, per esser stato occupatissimo, ho licei- 
cato piü oltra. 

Ne voglio teuere a V. S. per la fede ho in ley, che in questi 
trattati si parla di deputar legati o nuntii per di qua, il che com- 25 
prendo bene che con gran difficultä havrä da riuscir. pur havendo 
inteso da monsignor B™^ di Augusta, che ha scritto come saria 
bene dare a me questa impresa, et che io saria a sattisfattion de 
questi signori di qua: anchorache Tofficio sia stato amorevole, non- 
dimeno a me e dispiaciuto et, per dirvelo con ogni sinceritä, voy 80 
sapeti che sempre son stato obedientissimo con Tanimo et con 
Tattioni a me possibili alli vostri patroni; perö io non vorria per 
gran cosa che in questo caso, se pur venesse Toccasione, fosse 
fatta prova del' inobedientia. et ve lo dirö di core, perchft in 
questo ponto non mi curaria un pelo che si dicesse tenersi pocho 85 
conto di me, ne di altra simil opinione: sich6 vi pregho a tenerlo 
in voy et a tempo procurar il rimedio in ogni modo, che tal cosa 
non mi fosse comandata. 



Nicht vorhanden. 

^) Wohl in der Angelegenheit des Weihbischofs vofi Hildesheim; s. o. Nr- 71 40 
tind die Anmerkung daselbst am Schluß. 



Nrr. 88—89: 1548 Februar 18—22. 257 

E bisognato f ar dar al corriere, per espedirlo indietro, scudi 65 ; 
preghovi far dar alli agenti mei questi et altri spesi in staffetta et 
corrieri espediti per il passato sino a Bologna alla summa di scudi 
132, sicome scrissi p^r una altra mia. vero e ehe alhora non speri ^) 
5 nel corriero, quäl pensava di mandar'); ma hora gli ho dati gli 
danari a questo . . . 

Da Augusta alli 18 di febraro 1548. Fhr. 18 

89, Sfoiidrato an Farnese: Trägt nach, was er bei der Audienz mit 1548 
dem Kaiser über die Angelegenheit von Pia/^enza verhandelte. Ver- y^ 
10 antwortet sich gegen den Vorwurf , die Interessen der Kurie den 
Reichsfürsten sowie Oranvela und Alba gegenüber lässig wahrgenommen 
zu haben. Vom Kaiser und vom Kardinal Truchseß. Die Herzogin 
von Lothringen ist abgereist; man bereitet die Investitur Moritz* von 
Saclisen als Kurfürsten vor. 1548 vor Februar 22^) Augsburg. 

IB Aus Arch. YaU Lettere di principi vol. 12 fol. 64^—66^ (mit Vermerk: delli 

26 de leXiTKro) Abschrift 

Nel ragionamento ch'io hebbi con Sua Maestä, dopoi Thaver 
trattato sopra il negotio del concilio, io presi Toccasione di Piacenza, 
ricordandoli quanto era debito che le pigliasse provisione, et le 

20 replicai di novo le cause perchö lo devesse fare, et che niuna sua 
attione era per patire tanto sindicato dal mondo quanto questa, 
soggiungendo che, se Sua Maestä era tanto desiderosa della cele- 
bratione del concilio et del ben publico, era conveniente ch'aiutasse 
a rimovere tutti gli impedimenti et ostacoli, tra li quali secondo 

25 alcuni potea esser questa per la diffidenza et natura del caso'), 
estendendomi sopra ciö longamente, come piü seppi. nel che Sua 
Maestä mi rispose con la solita severitä, che detto caso di Piacenza 
era successo senza suo consenso et che cosi me lo affermava per 
vero; pero che, quando ne fosse stato sapevole, ne havria havuto 

80 grandissima ragione, come ciö farä sapere bisognando, et che 
ancora ogni giomo si fanno pratiche de leghe offensive et altre 
machinationi contra lei in la camera istessa di Sua Santitä et per 
li suoi^). al che io risposi che non lo sapeva di tal modo; ma 

86 a) Sof 

*) Vgl oben Nr. 81 zu Anfang. 

*) Die Handschrift hat im Datum 26. Februar; da aber im Text die In- 
vestitur Moritz' von Sachsen als für den 22, bevorstehend angekündigt wird (fand am 
24- statte s. M. Nr. 91), so fallt unser Brief vor den 22. Februar. 
40 8) D. i. die Ermordung Pierluigis. 

^) Den Kaiserlichen toar damals der junge Marchese von Massa^ Oiulio Cibo, 
der sich von Venedig nach Oenua begab, um dieses im Einverständnis mit Frank- 
Nuntiaturberichte erste Abteilung, Bd. X. 17 



258 Nr. 89: 1648 Februar 22. 

quando fasse ben vero, che Sua Maestä pensasse come essa faria, 
se non pobesse con altra via ricuperar quello che ingiustamente le 
fasse tolto. nel che replico che con lai questa non era la baona via. 
Finalmente disse che da se non ha tentato ne tentarä mai 
contra la dignitä del pontefice, ne contra qaella santa sede; perö 6 
che qaanto al particolare di Piacenza, le pareva haver satisfatto 
per la comissione che havea data al cardinal di Trento, qaando 
venne a Koma, del quäle ne in questo n6 in altro si era tenuto 
conto alcano. io gli risposi che da Borna non havevo inteso cosa 
alcana di monrento sopra cio, et ch'io havria desiderato d'intenderlo lo 
da Sua Maestä, al che mi rispose ch'io lo potevo intender meglio 
da esso monsignor di Trento; et monsignor di Granvela mi disse 
che il medemo a lei havea replicato. io non ho lassato di farne 
opportuna instanza con monsignor di Trento; pero non penso se ne 



reich der kaiserlichen Partei zu entreißen, in die Hände gefalle^i: vgl. de Leva 16 
IV p. 380 ff., 409 ff., V. Druffel I Nr. 134. Der B. von Farli berichtet am 6. Fe- 
bruar von der Freude, die die Kaiserlichen über diesen Fang empfanden, giudi- 
cando dovere inten dere da lui tutte le pratiche del Cristmo in Italia et pari- 
mente del papa, et chiarirsi della lor trista voluntk, ancorchö sono chiari di 
Sua Santitä per le iettere trovategli adosso et mandate qua da don Ferrante, 20 
retrahendosi dal suo agcnte et dal secretario Sagante che sono maneggi del 
papa et del duca Ottavio, del quäle haveva una cjfra, talch^ secretamente si 
disegna di levargli Novara et a Julio Cjb6 la vita con lo stato. Ferrante sei 
beauftragt, Massa, der den trattato di Genova bereits gestanden Jiabe, den Prozeß 
zu machen (er ivurde im Mai 1548 als Hochverräter enthauptet); siecht si sco- 26 
priranno tutte le insidie et le origini perturbatrici della pace d'Italia, iustificate 
da AppoUonio secretario giä di Pierlerigi [vgl. oben Nr. 40 am Schluß], che 
promette d'aprire tali secreti a Cesare che gli redunderanno in gran profitto, 
quando gli perdoni la vita, parendogli hormai essere scusato appresso di 
casa Famese per li tormenti sopportati! Flor. cod. 4804 f. 288* — 239b. Dazu 80 
der Nämliche am 13. Feh-uar: vom Agenten Ferrantes höre er soeben, daß der 
Kaisei' Mendoza befehle: che intenda dal duca Ottanio lanimo suo et l'astringa 
a risolversi, peich6 sappia come habbia da trattarlo. Ebendas. f. 242l> — 248*. Vgl. 
auch die Korre(q)ondenz Mendozas (im Anhang). Wie Famese dem Nuntius in 
Frankreich am [21. Februar] mitteilte, war Ottavio damals, nachdem er der Ver- 86 
mählung seinem- Schwester Vittoria in Ürbino beigetcohnt [vgl. oben zu Nr. 55jj in 
Born erschienen; er sei ganz gleichen Sinnes mit ihnen allen; besonders was Parma 
angehe, non e se non per lasciarsi governare da noi altri! Arch. Vat. Pior. 128 
fol. 77b — 7Sb. — ^fn iß^ Ajml kommt übrigens der Bischof von Forli nochmals auf die 
Angelegenheit Massa-Cibö zu sprechen : Di Julio Cib6 si tratterra l'ultimo supplicio,per- 40 
chö sendo questi signari d'oppenione di privare a tempo et luogo 11 duca Ottavio 
et Sforza Santa Fiore delli stati, come promotori del trattato [di Genova], vo- 
gliono poter* confrontarlo, quando niegassino il suo constituto, et tagliare i paasi 
a chi allegasse doppo la morte sua, che fusse stato commento del signor don 
Francesco o del imperatore. Cod. Med. 4804 fol. 269*— 260^^. Doch kam es zu 46 
dieser Konfrontatiofi nicht und der gefangene Marchese icurdc, wie oben gesagt, cn<- 
hauptei. 



Nr. 89: 1548 Februar 22. 259 

possi far altro giudicio, salvo che quando le altre cose pigliassero 
sesto, si potria sperare che in questa anchor riuscisse qualche 
risolutione. 

lo mi era quasi scordato di rispondere alle lettere di V. S. 111"** 

. 5 de 29 del passato '), quali insieme coUe copie delle proteste fatte «/an. JS9 
in Bologna et in Soma et altre scritture mi furo portate per il 
gentil' huomo di Napoli. mi capitoro alli 12, la quäl tardanza non Fbr, 12 
ha importato molto, atteso che io giä era assai instrutto dalla 
risposta di Sua Santitä portata per il cornero, et ancora per 

10 altra via. 

Et perche nella lettera predetta mi scrive ehe Nostro Signore 
haveva desiderato ch'io havessi mostrato maggior vivezza di animo 
con questi principi in farli intendere le nostre giustificationi, et 
parimente col duca di Alba et monsignor di Granvela, quando 

16 vennero a me, il che mi dice pero con tanta modestia che 6 pur 
troppo: perö ringratiandola prima di core, non lassarö di dirli con 
ogni riverentia che quanto alli principi poträ comprendere — non 
solo dal passato, ma dalle scritture che hora gli mando qua per 
copia, et da quelle hanno fatto dopoi la ricevuta del breve istesso 

20 di Sua Beatitudine, nel quäle vi sono tutte le giustificationi — che 
vivezza si possi usar con loro rilevante piü di quella ch'io ho 
usata, tanto piü che con loro non vi e rispetto che ci ritenga. ma 
quelle che pö ingannar molti, e che questo tempo non 6 come gli 
passati. et quanto all' altra parte del duca d'Alba et monsignor 

26 di Granvela, vero e ch'io ho schivato, quanto mi e parso poter fare 
licitamente, l'asprezza di parole et simil dimostrationi con questi 
signori, considerando che dove si sono usate, et qua et in Boma, 
hanno portato piü danno che utile, et la patientia mia di lobbe da 
ogni banda penso non habbia portato preiuditio, non havendo mai 

30 omesso cosa ch'io habbia conosciuta essere al preiuditio del 
padrone. 

Qua si tiene che Sua Maestä, quäl hora stä assai bene, secondo 
il solito d'ella doppoi il giomo di san Matthia retirerassi") per pigliar Fhr, 24 
l'acqua della Cina, dove starä ritratto dall' audienza per un pezzo, 

66 et dopoi si dice che ha da partirsi di qua verso Argentina. il che 
parmi sia occasione piü facile a darmi licentia, ch'io parti per il 
ritorno, tanto piü con la venuta di monsignor Prosporo Santa 
Croce. 

Monsignor B°^° di Augusta andö questi giomi a parlare a 

40 Sua Maestä per questi negotii publici, et certo oome e di buono 



a) So i9t icohl gu lesen statt reiioarsi der Vorlage. 

1) Nr. 84. 



)1* 



260 Nrr. 89—90: 1548 Februar 22—25. 

animo, oon manco di quello che [pote] "*), benche non riportasse 
altro che querele. esso monsignore doppoi 6 stato indisposto. 
Ihr. 16 La duchessft di Loreno parti alli 16 verso il buo paese^), et il 

^12^. 22 duca Mauritio debbe esser intronizato della sua elettoria alli 22'). 
il che sarä in loco che il duca Giovan Fedrico gik elettore poträ dalle 5 
sue fenestre della casa, ove e custodito, veder questa ceriznonia con 
essempio memorabile'). 
Data ut in alüs ^). 

1548 90, Poggio an Farnese: Alba kam am 22. an, Poggio hatte alsbald 
Fbr. 25 eine vertrauliche Unterhaltung mit ihm über die Komilssache und die 10 
Angelegenheit von Piacema; Albas Äußerungen darüber lassen er- 
kennen, wie der Kaiser denkt. Sprach auch mit dem Infanten. Gibt 
eine Charakteristik dieses. 1548 Februar 25 Alcala. 

Aus Parma Arch. di Stato Carteggio Famesiano (Mg, (ric. 22 marzo). 

Fhr. 22 ...... Alli 22 del präsente giunse il . . . . duca d'Alva*), con 15 

il quäl venea Tordinario di Koma, che mi dette le lettere di 
Fht, V. S. E.™* de 5 et 6 del presente, et hebbi il protesto che fece don 
5. Q Diego, con la lisposta. fui subito a visitare il duca d'Alva ad hora 
che poti Btare seco familiarmente quanto volsi, et steti con lui piu 
di una hora trattando sopra la protestatione et sopra la ritentione 20 
di Piasenza, dolendomi sieco et de don Diego de Mendo9a et del 
male che la Maestä Cesarea tratta le cose di Sua Santitä. mi volse 
Bcusare assai bene don Diego con dire che exequiva la voluntä di 
8U0 padrone, la quäl' era stata di protestare a Sua Santitä et di 
fare constare a tutto'l mondo che li duole del danno che succederä 25 
per non ritomare il concilio a Trento, dove in 15 giomi si reduria 
la Germania et si remediaria la Christianitä et religione nostra: 
et questo con molte ragioni et grave parole, et quelle proprie che 
mi parea uscissero di boca del imperatore. resposi che mi parea 
manchasse molto Sua Maestk del pio officio suo, cognoscendo 80 



a) Axmgdaastn in der Hanätchrifi. 

h) So am Ende de» Textea, in der Überschrift dagegen: delli 86 de febraro. 

Über ihre Ankunft s. o. S. 204 Anm, L 

3) Di gik si fabrica il parato nella piazza maggiore d*avanti il palazzo di 
Sna Maestä, meldet der B. von Forli am 19. Februar. Flor. cod. Med. 4804 85 
fol. 248b— 244*. 

•) Tatsächlich zeigte sich wahrend des ganzen Verlaufs der Zeremonie (vgl. 
Nr. 91) Johann Friedrich am Fenster et tutto quel di fu veduto allegro, per dar 
segno della grandezza del* animo suo. Avvisi d'Augusta v. 26. und 27 Febr. in 
Neapel Carte Farnes, fasc. 696. 40 

*) über Albas Abreise aus Augsburg s. o. Nr. 82. 



r 



Nr. 90: 1548 Februar 26. 261 

quanto bene si potea cavare da la celebratione del concilio, dando 
alla auttoritä di Sua Santitä et di esso concilio tutto quel favore 
che 6 ragione, con che potrian ritomare a Trento et fare lo effetto; 
et che hora io intendevo per la risposta fatta alla protestatione, 
h che Sua Santitä si trovaria disposta per udire le ragioni delli pre- 
lati di Trento et, se de iusticia dovesae far ritomare il concilio a 
Trento, lo faria, et che mi parea ci serian stati molti modi per 
fare che con auttoritk di Sua Beatitudine et del sacro concilio, senza 
la qualle non si puö sperare effetto bono, fusse ritomato a Trento, 

10 et che in ciö non mi parea devea stare Sua Maestä delicato, ma 
solo pensare al effetto. rispose il proverbio Spagnolo, che dice: 
haga se el milagro, y hagalo el diablo^), dicendo che per ciö ha 
offerto Sua Maesta infiniti partiti con promettere di assicurare tutti 
quelli inconvenienti di che si potessi temere per parte di Sua 

15 Santitä et del collegio; perö che non li e giovato. alhora io dissi 
che non haver voluto Sua Maestä restituire Piasenza, ne che si 
parlasse piü di quel particulare, havria generato gran suspitione 
del bon animo di Sua Maestä et haveria parturito molta difidentia, 
che era la cosa piü perniciosa che potesse essere. et rispose che 

20 Sua Maestä ha offerto di stare ad ogni giudicio che piacesse a Sua 
Beatitudine per la restitutione o recompensa di Piasenza; perö che 
nisuna offerta ha voluto ascoltare mai ne satisfarsi di cosa che 
piacesse al imperatore, insino a negarli un legato, che intendesse 
sieco a dare ordine como si havesse da vivere religiosamente in 

25 Oermania in tanto che si risolvesse Sua Santitä et lui in queste 
pratiche, mostrando che Timperatore et tutti restano molto mara- 
vigliati che dispiaccia generalmente a Sua Santitä tutto quello che 
propone Timperatore, anchorache evidentemente sia in beneficio 
della Christianitä, della religione et di Sua Santitä stessa et sua 

90 sede apostolica; tanto che, dice, non sapea piü Sua Maestä che si 
fare, se non giustificarsi et fare che tuttol mondo intenda che la 
ruina et danno che ne puö succedere, non e per culpa sua, se non 
di Sua Beatitudine. io dissi assai sopra tutte queste cose, le quali 
non accade recitare ne dar fastidio a V. S. R™* in scriverli; solo 

4)5 ho voluto referir le parole del duca d'Alva, perche mi pare sia 
testimonio vivo del animo et mente del imperatore, che'l duca con 
esso me parlö liberamente per la familiaritä che havemo insieme. 
si trovava occupatissimo hora in praticare con il principe la voluntä 
di Sua Maestä sopra le Corte che ha da teuere in Castiglia, et 

40 como ordinäre la casa sua per passar in Italia, che dice bisogna sia 



*) Wörtlich: es geschehe das Wunder und der Teufel tue es (?). 



262 Nrr. 90—91: 1548 Februar 26—26. 

presto havendo da ire, et che Sua Maestk designava imbarcarse per 
^ai tutto magio; pero dipoi ha tardato a venire lui, tanto che pare 
hora impossibile sia la passata cusi presto .... 

Steti con il principe et li ho significato il stato delle cose 
nostre .... S 

II principe certo h molto bene inclinato, intende benissimo 
ogni cosa et non lo sentirä persona che non resti satisfato di lui. 
pero dichano di piü che e molto vergognoso o impacciato a la 
Spagnola, et tropo respettivo, maxime verso suo patre, che non mi 
lassa sperare molto del* opera sua maxime absente .... lo 

Fbr. i^o In Alealk 25 di febraro 1548*). 

1548 91. Sfondrato an Farnese: Nichts Neues von hier, da man die Änt* 
br. 26 ^Qfi des Papstes auf die letzte Sendung erwartet Woran der Kaiser 
in der Antwort des Papstes vom 1. Februar besonders Anstoß ge- 
nommen hat Mit dem aus Trient herbeigerufenen Domenico Soto 15> 
ist man in eifriger Beratung. Die Differenzen zwischen Königin 

Farnese heaniworiete diese Depesche ausführlich am 27. März, indem er, 
icas Alba angeht, beklagte, wie die Leidenschaft un signor tale verblenden könne^ 
übrigens zeige sich Alba auch nicht genügend infwmiert. Der Papst habe nie die Rück- 
kehr des Konzils nach Trient abgelehnt, purch^ si facesse coi debiti modi, i quali 20 
modi si sodo proposti e trattati col signor doa Diego; cUfer auf diese Ab- 
machungen habe der Papst nie auch nur Antwort erhalten und seine Vorschläge 
seien als delusorie e piene di fugimenti bezeichnet worden, e quanto al mandar 
legati o Dunzi, oltreche Sua Santitä Tabbia offert.o, ultimamente s'^ mandato 
a repücare per Giuliano Ardingbelli (vgl unten Nr. 92), il quäle io bo spedito a 25^ 
posta alla corte con questa e coo altre Offerte. Die Antwort aber, die dem 
Kardinal von Trient erteilt worden ist, zeigt, daß nella sostanza della cosa non fe 
discrepanza alcuna e cbe'l fine di ambidue le parti h il medesimo: al quule 
potendosi venire per mezzi ordinarj e non violenti non so quel cbe [leg. perch^?] 
si muova SuaMae>tä a volerlo conseguire con tantt^ indegnitä di questa sanctasede, 8Q 
con esautorare i concilj, col pregiudicare al supremo giudicio del sommo 
ponteficie . . . con espressa ruina della libertä ecclesiastica. Diese Dinge, nicht 
aber die Sucht, dem Kaiser in allen Stücken Schwierigkeiten zu erwecken, veran" 
lassen den Papst a non condisceudere interamente alle domande della Maef^tk 
Sua . . . . e quanto alla riduzione della Germania, di cbe pare che tanto si scaa- 85^ 
dolezzi (nämlich Alba), essendo notissimo al mondo, pu6 anco costare a Sua 
Signoria della prontezzu di Sua Santitä circa la celebrazione del concilio, delle 
spese cbe ci ha fatte, e delle faticbe cbe ci ba durale, percb^ si riducesse per 
questa via pacifica, ed ultimamente con quanto dispendio 6 conco^o al parere 
di Sua Maestä a tentarla per via della forza. Nadidem dieses nun dem Kainer 40 
geglückt ist, ziemt es ihm nicht, jetzt der päpstlicheti Autorität und der Würde des 
Papstes Abbruch zu tun; man könnte überJuiupt vermuten, das Konzil werde nur vor- 
geschützt, um das Verhalten in der Piacenza-Sache zu verteidigen, usw- Gedruckt 
in Vol. I der Lettere del comm. Annibale Caro scritte a nome del card. Farnese 
(Opere di A. Caro to, IV) Nr. 43 S. 41—45. 4& 



Nr. 91: 1648 Februar 26. 263 

Maria und K. Ferdinand sind ausgeglichen. Die Königinuntwe 
von Ungarn und Bruder Oeorg bitten Sfondrato sich ihrer Interessen 
anzunehmen. Kurfürst Moritz wurde investiert Die Geburtstage 
des Kaisers und des Papstes, 1548 Februar HS Augsburg, 

6 Aus Parma Arch. dt Stato Carteggio Farnesiano Original — Auch Arch. Tat. 

Lettere di principi vol. 12 fol 65l>— 66^ Abschrift. 

£s86ndomi detto che debbe partir uno per Borna, son lassaro 
di scrivere a V. S. 111™*, ancorch^ non vi sia cosa di momento 
doppoi la partita del corrier nostro, et qua non si ha da espettaie 

10 altro trattare cerca gli negotii publichi sino che si habbia rispoeta 
da Borna della intentione di Sua Santitä sopra gli partiti, qualunchi 
siano, ultimamente mandati per detto corriere, perche, come le 
scrissi, questi signori intendano prima scoprire piü oltre di costä, 
ne io potei o seppi cavarne altro: di modo che, quando le paia 

15 manco male il pigliare qualche assetto con loro, fia bisogno rimet- 
tersi alquanto non solo in simili ponti, ma in parte delle offese 
maggiori, atteso che le cose sono ridutte in tal termine ch'aUa 
prima scaramuccia, che segue de fatti, o altre dimostrationi, si puö 
comprendere che si poranno da banda tutti gli respetti et si farä 

20 alla peggiore. 

Et perche nelle lettere mie io dissi che monsignor d 'Arras mi 
fece relatione come Sua Maestä. si era turbata, poiche hebbe vista 
la risposta di Sua Santitä, non vorrei ch'ella credesse ch*io fussi 
passato cosi asciuto in questo punto, conciosiach' io entrai a doman- 

26 dare per quäl ragione si dovea turbare Sua Maestä, havendo usato 
Sua Santitä tanta modestia. al che mi rispose che molte parti 
l'haveano mossa, come ho poi inteso ancor da altri, et di due piü 
speciale; Tuna fu: quid potui facere vineae et non feci, quae tamen 
protulit labruscas etc. '); Taltra ch'il concilio, quäl dovea esser prose- 

80 guito coUa pace procurata per Sua Beatitudine, e btato impedito 
dalle guerre messe per Sua Maestä. alle quali coso io non ho 
taciuto, essendovi suggietto pur troppo, con dire specialmente che 
considerassero il rispetto usato per Sua Santitä in non volere ferma- 



Bei Raynaldus l. c: quid igitur minus expectari potuit quam ut adepta 
86 Victoria, et ea adhuc recenti, tales fructus pietati et benevolenUae Sanctitatis 
ejus Caesarea Majestas redderet, nt finis illius be.Ui principium protestandi 
contra eum[eam?] futurum esset, an expectavit ut faceret uvas et fecit la- 
bruscas, dielt propheta in Del persona ad populum suum post multa bene- 
fjcia illi coUata, cum eorum ingratum animum redargueret, u9w. Der Papst 
40 bezieht sich auf das Gleichnis Jesaia 5, v, 1 ff. vom Weinberge (v. 4: Wo» sollte 
man doch mehr tun an meinem Weinberge das ich nicht getan habe an ihm? warum 
hat er denn Heerlinge gebracht, da ich tcartetCy daß er Trauben brächte?). 



264 Nr. 91: 1548 Febraar 26. . 

mente dare la colpa della guerra in Sua Maestk, ma lassarla nel 
suo vero. perö quella puö pensare che venendo in questi pro- 
positi si entra in le querele vecchie di tutto il procedere passato, 
le quali si trattano non solo senza frutto, ma con maggior' alteratione. 
io ho voluto aggiunger questo poco, accioche V. S. 111™* consideri 5 
che non si puo sempre scrivere il tutto et ch'io attendo piü in 
avvisare quello bisogna alli padroni et a loro tocca di sapere, che 
al darli compimento di me, non volendo incorrere Tesempio di quel 
buono ambassadore Milanese, quäle Nostro Signore spesso adduce, 
et che si vede molte volte essere imitato d'alcuni. 10 

Fra Domenico de Sotto *) fu chiamato questi giorni da Trento, 
et si conviene spesso in casa del confessore, et dicano per 
digrossare questo modo del vivere interim. perö si suspica che o 
essi o altri convengano ancora ad ordinäre la replica aUa risposta 
di Sua Santitk per trovarsi piü parati, tanto piü dubitando molti 16 
che da Roma non venghi risolutione al lor modo. 

Le differenze tra la regina Maria et il re pare siano rassettate 
per mezo di monsignor di Granvela, et si dice ch'essa regina e per 
partire in termine breve. 

Questi giorni io hebbi lettere dalla regina vedova di Ungaria^) ^0 
et da fra Giorgio per far offitio con queste Maestk cerca gli negotii 
loro, de quali giä lungo tempo mi scrisse V. S. 111°^*'). pero hora 
ci ho visto poca occasione, et tanto meno che li mandati da essa 
regina non soUecitano. 

Fbr,24 II*) duca Mauritio Taltro heri fu investito con la ceremonia *^^ 

et solemnitä consueta, senza altra aggionta di momento^). 

Fbr. 25 Heri Sua Maestä fu alla messa solemne del natal suo. et mi 

sovenne che, sicoroe essa entrava nello septimo settenario de anni, 

Fhr. 2? cosi Sua Santitä domane entrark nel nono novenario*), et ambidoy 

coUe nativitä delF anno et mese bissextile. il che licentiandomi 80 
secundo il solito da Sua Maestk doppoy il fine della messa io le 



a) Das WeUwe eigenhändig. 

') Dieser liaite schon am 22. Dezember 1545 als Vertreter des Dominikaner- 
gen&als seinen Sitz am Konzil eingenommen. Merkle l. c. p. 9. 

*) Isabella, Tochter Königs Sigiftmund 1. von Polen und Witwe Johann 86 
Zapolyas- 

') In Nr. 1, vgl. auch untefi Nr. 107 (Instruktion Nr. 1 für Prospero Santa 
Croce). 

*) Vgl, die Schilderung des Vorgangs in der in den Beilagen abgedruckten 
Depesche des B. von Forll vom 26. Februar. 40 

*) Der Geburtstag des Kaisers war der 25. Februar 1500, der des Papstes 
dei' 27. Februnr 1468, 



Nrr. 91—92: 1648 Februar 26— März 5. 265 

disfii, con pregar Dio che cosi gli facesse convenir nel resto. et 
Sua Maestä gli attese et intese pur troppo*). 

D'Augusta alli 26 de febraro 1548*). Fbr, 26 



92. Farnese an Sfondraio: Nach Empfang von Nr. 87 hat sich der 1548 
b Papst entschlossen, Oiuliano Ardinghello, Überbringer dieses, an den ^rz. 5 
Kaiser zu senden. Von den drei Vermittdungsvorschlägen Madrmeos 
nimmt die Kurie zwei an, nämlich den Aufschub des Rechtsverfahrens 
über die OüUigkeit der Translation für einige Zeit und die Sendung von 
Nuntien oder Legaten nach Deutschland; die verlangte Rückführung 
10 des Konzils nach Trient ist der Papst bereit zu betvilligen, sobald 
ihm geeignete Mittel und Wege dazu an die Hand gegeben werden, 
was bisher keineswegs geschehen ist, — Sfondrato wird auf das 
baldige Kommen des Nuntius Santa Croce vertröstet, der die Erlaubnis 
seiner Rückkehr mitbringt. 1548 März 6 Rom. 

16 AyM Ärch. Vat. Farnesiane, Carte Sciolte vol. 1 Orig.^ von Farnese eigen- 

händig unterschrieben, undatiert (V)> — Audi Neapel Gr. Archivio Carte 
Farnesiane fasc. 744 Abschrift, mit Vermerk : Copia d'una lettera al card. 
Sfrondrato de 6 di marzo 1548, mostrata al cardinale di Bellaj (N)i 
Arch. Vat Lettere di principi vol. 12 fol 67»b_-69» (P 12), und vol. 18 

20 fol. 290«— 291b (P 18). 

Alli 26 del passato giunse qui il corriere rispedito da V. S. B"** pbr. 2S 
con lettere sue de 19*), per le quali avvisa pienamente il negotiato pir. 19 
con Sua Maestä sopra la risposta data alla protesta fatta dal signor 
don Diego in concistoro*); et sendosi insieme ricevute le notule 

26 ') Ein anschauliches BÜd von der Politik des Kaisers gegenüber dem Papst 

gibt die erwähnte Depesche des Bischofs von Forll vom 26. Februar (in den Beilagen), 
') Die Antwort Fameses hierauf s. ti. zu Nr. 100. 

') Nr. 67 (mit Datum des 18. Februar). Farnese sandte AbschHft des Schreibens 
den Kongildegaten in Bologna, die ihm dariiber unter dem 3. März ihr Gutachten 

90 erstatteten (abgedruckt in den Beilagen). 

^) In einem undatierten Schreiben (zwischen Febr. 21 und 26) an den Nuntius 
in Frankreich schreibt Farnese: Noi qui aspettiamo a di per di qualche avviso del 
Rmo Sfondrato, come sarä stata presa in quella corte la nostra risposta, et noi 
intanto attendiamo a seguitar di far quello che bisogna per prosequire il giu- 

86 ditio della translatione, et se sar4 possibile, per questo corriere vi si mandarä 
copia de brevi che si sono scritti in questa materia tanto a Bologna come a 
Trento. Don Diego, heifit es tceiterj se ne tom6 a Siena con animo di tornar 
qua, se li sarä commesso. Arch. Vat. Pior. 128 fol. 78b — 79>. Zu Mendozas 
Fortgang aus Rom am 15. Februar s. Pallavic. X, 14, 1 sowie Mendozas Korre- 

40 spondenz (im Anhang). Die beiden oben angezogenen Breven an die Konzüslegaten 
und Prälaten in Trient und Bologna, vom 16. und 17. Februar, sind gedruckt bei 
Meynaldus, 1548 §§ 32133 und 34; das korrigierte Konzept des letzteren im Arch. 
Vat. Armar. 41 vol. 41 (Min. brev.) Nr. 92, Laut Nr. 94 zu Anfang schickte 



266 Nr. 92: 1648 März 5. 

che V. S. R™* manda del ricordo che ci da monsignor R™° et 111**** 
di Trento, al quäle io resterö sempre con memoria di Obligo per 
la cura ch'egli si piglia di redarre 'le cose a qualche conveniente 
concordia, io, come quello che non manco desidero questo effetto 
di alcun altro, ho deliberato di mandare una vove vica*), che sarä 5 
messer Qiuhano Ardinghelli, apportatore di questa, i1 quäle ben 
informato et instrutto di tutto cio che occorre di replicare in 
queste materie, cosi publiche come private, possa mostrare la 
devotion mia et la prontezza di servire, dovunque mi sia lecito, a 
Sua Maestä*), come la S. V. R"* intenderk da lui medesimo.*) tutta- lo 



a) N private, ne possi parlare liberament« et darne conto statt possa moBtrare-Maetti ; 
wie N auch P 12; dagegen P l! tvie V. 

Maffeo am 1^2, Fehmar Abschrift des an die Tridentiner gerichteten Breve mit einem 
Begleitschreiben (das nicht vorliegt) an Sfondrato. 

^) Ein wiederum undatierte» Schreiben an den Nuntius von Frankreich (zteischen 15 
Febr, 26 und März 5) besagt: alFinstanza grande et continuata noa solo di don 
Diego, ma di tutti questi altri Imperiali poträ essere che pur ci risolveremo a 
mandar* ancora uii' altro alla corte dell' imperatore, non per speranza che si 
hahhia di maggipr bene che si sia ritratto fin qui, ma perch^ a Nostro Signore 
e rimostrato da molti, e lei conosce per se stessa che tenendo ella quel 20 
luogo di patre et pastore universale che tiene, non pu6 cercare d'havere taute 
giustificationi dalla sua banda, n^ pu6 far tanti ufficii che sono per essere sti- 
mati troppi. In diesem Sinne soll Nuntius von der Sache sprechen: der Papst 
legt an und für sich nicht viel Qetoicht auf die Sendung und möchte auch nicht, 
daß davon viel Wesens (rumore) gemacht umrde, usw. Noch heißt es im gleichen 26 
Schreiben: Avvertite di far scrivere alli prelati francesi che sono in Bologna, 
che non si partino di Ik, finch^ da noi intenderanno esser di bisogno, perch^ 
altrimenti la parte delli adversarii si fortificarebbe troppo. Pior. 128 fol. 79^ 
bis 81b spätere Absdirift. Laut Angabe Diego Mendozas vom 27. Februar (im An- 
hang) hatte Famese anfangs seinen Geheimsekretär Annibale Caro mit dieser Mis- 80 
sion betrauen wollen; andererseits war auch ein signor Jeronimo (wohl Girolamo 
Correggio) in Aussicht genommen gewesen; vgL Famese an den Nuntius in Venedig 
vom 16. März 1548 {Opere di Annibale Caro vol. IV pag. 30). 

^) Eine Instruktion für Ardinghello^ datiert Born 5. März 1548, in Born Bibl. 
Chig. cod. Ql8fol.44a--46» (abgedruckt in den Beilagen). Unter dem 4. März be- 86 
glaubigte Famese Ardingheüo beim Kaiser: jener solle letzterem l'intimo dell'animo 
mio zeigen u^w. Neapel Garte Farnesiane fasc. 707 Konzept. Auch an Kardinal 
Madruzzo schrieb Famese (am 5» März): er schickt Ardingheüo^ seinen Kämmerer, 
per conferire con esso lei (Madruzzo) quel che occorre di presente; M. wird 
durch Ardinghdlo vernehmen la risposta del ultimo spaccio del Rmo Sfondrato 40 
et della notula datali da V. S. Rma, et di piü che si desidera ch'ella si degni 
Operare a beneficio publico et nostro particulare, che se bene V. S. Bin* non 
si parti di qua con quella satisfattione ch'io harei desiderato, non resterö per 
questo di valermi della sua protettione in tutte le nostre occurrenze usw. 
Hier, fügt Farnese noch hinzu, fehlt es nicht an gutem Willen di riddurre le cose 45 
con Nostro Signore a qualche buon sesto, non con i modi che di presente se 
li usano, ma con ogni dolcezza, sicome ella ha potuto conoscere dalle attioni 



Nr. 92: 1548 März 5. 267 

volta non lassarö di estendermi con questa intorno la parte che 
tocca il concilio, per rispondere alla sustantia delle notule che 
V. 8. 11™* ci ha mandate, alle quali, contenendo tre cose, come 
fanno, in due si puö satisfare et si satisfarä pienaxnente, cioö di 
5 soprasedere che non si proceda nella cognitione della translatione per 
qualche tempo, et di mandare nuntii o legati in Germania, in la 
terza, ch'6 di ritornare il concilio a Trento, sicome Sua Santitk 
non lo ha mai ricusato, cosi non lo recusa di presente, purchö si 
possa fare con i debiti mezi. in che ascolterä sempre volentieri 
10 quei partiti che le siano posti innanzi, ancorache la piü piana 
strada le saria parsa la prima, cioe che si fusse risposto all! quesiti 
delU prelati di Bologna in alcun modo piu civile che con simile 

passate. Parma Carteggio Farnesiano Konzept Eine andere Fassung des näm- 
lichen Schreibens Farneses an Madruzzo ist gedruckt Opere di Annibale Caro 

16 vol IV pag. 70 sq. Nr. 65, sie ist sehr md milder gehalten und deshalb wol statt 
jener Konzeptfassung ausgefertigt worden: Sebbene, hei fit es hier, intendo che V. 
S. Rma si parti di qua non troppo ben sodisfatta, non restero per questo di 
valermi della sua protezione in tutte le nosÄ-e occorrenze; nicht an ihm, sondern 
an der Schwierigkeit der Materie habe es gelegen, dafi Madruzzo nicht befriedigter 

20 fortgegangen sei usw., jedenfalls hofft man femer auf seine Unterstützung und 
appelliert an seine Qrofimut, Oüte und Klugheit etc. Ebendaselbst p. 71 sq. Nr. 66 
auoA an Kard TrucJisefi: dieser wird auf seiften rückkehrenden Sekretär Ännibale 
(vgl. oben 8. 241 Anm 2) und auf Ärdinghello verunesen usw. — Eine Aufzeichnung im 
Staatsarchiv zu Modena (Avvisi e notizie dall' estero) überschrieben Da Roma il 

25 10 di marzo [1548], havuti dal secretario dell' ambas ciatore d'Urbino, besagt: 
Famese habe Ärdinghello entsandt persuaso a fare cosi dalli Rmi Trento et 
Agosta, cosi per scoprire come per fare seusata Sua Signoria Illm^ appresso 
Cesare da qualche impatatione sopra questi ultimi trattati di Genova [s. oben S. 257 
Anm. 4J; pero questa espeditione ^ stata fatta con partecipatione et consenti- 

80 mento di questi signori Francesi. — Wie die Konzilslegaten am 9. März Famese 
melden, traf ArdinghellOf der auch ihnen einen Brief Farneses Überbrachte, an 
diesem Morgen in Bologna ein, zeigte den Brief an Sfondrato und seine Instruktion 
und teilte die Ursache seiner Sendung mit. noi gii havemo dati qnelli ricordi 
che havemo saputi tanto cerca le cose publice come private .... et quanto- 

85 alla lettera che V. S. scrive a . . . Sfondrato, a noi par bene ch'ella non preter- 
metti ofHcio alcuno dal canto suo per trovar qualche assetto alle presenti ne- 
cessitä. et quanto a quel che tocca la persona nostra, noi potiamo affermar 
con ogni veritä di non haver mai parlato n^ promesso cosa nissuna del ritornar' 
a Trento se non conforme al decreto della translatione, il quäl non si pu6 n^ 

40 si deve alterare, come V. S. prudentemente scrive. Arch. Vat. Carte Farnes. I 
Orig. (ric. a 28). Dazu schrieb noch Cervini privatim an Famese: a messer 
Giuliano Ärdinghello, quäle arriv6 questa mattina et ^ partito fra le 18 et 19 
höre [12^4 bis 1^\4 nachmittags] ho ricordato tutto quel che ho saputo tanto 
circa le cose publiche come le private; et perch'io stimo che se non si trova 

45 attacco nel capo d'assettar le cose di Germania, dove vedo utile per l'impera- 
tore, non trovarä attacco agli altri capi, ne quali per Sua Maestk non conosco 
tanto commodo, me so /*= sonoj disteso assai in questa parte. Parma L c. 
Original. 



268 Nr. 92: 1548 März 5. 

protesta acerba et calunniosa, come s'e fatto, perche, quando bene 
non si fasse satisfatto dalla parte di Qermania o di Sua Maestä a 
tatte le domande loro, se havesse risposto con causa et con 
ragione a quelle che non le paiano honeste, Fhomo si saria in- 
gegnato di ridurle o temperarle in qualche parte, et perche in 5 
somma a Sua Santitä non occorre il modo di rimandare cosi di 
fatto il concilio a Trento senza lesione deUa dignitä sua, della 
autoritk di esso concilio, aggravio de prelati et scandalo delle 
nationi, haverä caro che le siano ricordati delli modi, non lassando 
di dire che altrimenti non si faccendo il giuditio della validitä o 10 
invaliditä deUa translatione, cioe non si provando per Taltra parte 
cosa in contrario, restaria che Sua Santitä la dovesse teuer per 
buona, come in dubio si suole et deve presumere, et tenendosi per 
tele« non sa come lei sola senza il parere et consenso di quelli di 
Bologna (quali sariano vero concilio) possa ne deva disponere; et IB 
tanto piu che, stände in tal caso la translatione bona, si vengano 
A giustificar piu li quesiti fatti da quelli di Bologna circa il ritor- 
nare etc., tenuti allhora da Sua Santitä et dal coUegio per honesti, alli 
quali mai e stato risposto in particolare, se non ^ con la protesta, 
come s'e detto di sopra. onde non si puo fare altra coniettura, se 20 
non che le cose non si pigliano per il verso, perche quando fusse 
^tramente, conosciuta la bona intentione di Sua Beatitudine non 
doverria parere strano ne difficile a trovarsi buon' mezi di venire 
a l'effetto che Sua Maestä desidera, con excludere le conditioni 
che non fussero parse ragionevoli. e ben vero che, quando il giu- 25 
ditio deUa translatione fusse proceduto avänti, et Sua Santitä Thavesse 
oonosciuta invalida o affettata et procurata, come in la protesta si 
diceva, saria libero a Sua Santitä, etiam contro la voglia de prelati, 
farli ritornare et dichiarare che il concilio si devi proseguire a Trento; 
ma non si conoscendo, et in tal caso bisognando che si tenghi quel 80 
di Bologna per vero concilio, a Sua Santitä (come ho detto) non 
soccorre modo ne via per hora di potere lei sola fare quanto si ricerca 
in le notule mandate da V. S. B™*, cioe di trovare modo oportuno, 
con il quäle, salvandosi Tautoritä sua et senza fare aggravio a quelli 
di Bologna, el concilio torni a Trento. perö aspetta che li siano 85 
proposti de modi, ne in cio le cause allegate nella seconda notula 
paiono sufficienti, cioe che li legati, quando partirono da Trento, 
dicessero di volere tornare cessando la causa della partita, si 
perch6 bisognaria giustificare et provare questo, negandosi per loro, 
si perche il decreto della translatione, fatto dalla maggior parte de 40 
prelati, non dice questo, ma quando sarä giudicato espediente per 
il concilio et Sua Santitä, communicato consüio cum principibus etc. 



Nrr. 92—98: 1548 März 6—6. 269 

et questo si deve attendere, ne pare che Sua Santitk possi ne 
debbia alterarlo ne negligerlo. Taltro, che Sua Santitä et i legati 
et ministri habbino detto volerlo far ritomare ogni volta che la 
Germania se li sottomettesse: in quäl modo questo sia stato detto» 

5 nessun meglio ne puö rendere testimonio che li ministri di Sua 
Maestä in piü trattati fatti sopra tal materia, cioe sempre con li 
debiti modi per salvare Tautoritä del concilio. li quali modi, con 
tutto che altre volte sieno stati specificati et ancora approvati qui 
da detti ministri di Sua Maestä, nondimeno mai se nh havuto 

10 risposta o conclusione: et perö quel che piü volte ha detto Sua 
Santitä, lo replica di novo, cioe che lei non nega ne negarä mai il 
ritomo del concilio a Trento, purche si faccia con i debiti mezi. 
et se quelli proposti giä a Sua Maestä non piaceno, haverä sempre 
caro li sieno ricordati delli altri con che questo effetto si possi 

15 fare, contentandosi in questo mezo, come ho detto di sopra, che 
per un mese, mentre ciö si tratti, si soprasegga nella cognitione 
della nullitä della translatione, et fare stare ferma la inhibitione, et 
similmente mandare prelati per provedere alli bisogni presenti di 
Germania con ogni facultä che parerä opportuna et necessaria. 

20 [1548, 5 marzo, da Boma*)]. jl^^ ^ 

Le*) scritture, che V. S. E°** ha mandate, sono comparse tutte, 

cosi quelle note di avvisi come Taltre della dieta*), che non ricer- 

cano altra risposta, eccetto che laudare la diligentia di V. S. B™*, 

la quäle essorto a star di buon' animo, che ben presto si manderä 

25 messer Prospero Santa Croce*) con la licentia del ritomo. 

93. Sfondrato an Maffeo: Über das vom Papst an die Prälaten in io48 
Trient gerichtete Breve ist hier verhandelt worden, mit welchem Er- März 6 
gebnis, weiß Legat nicht. Es ist auch von einer Appellation der 
Tridentiner an ein legitimes Konzil die Rede gewesen. Legat erwartet 
80 mit Spannung • die tveiteren Schritte der Kurie; er mahnt abermals, 
stets zu bedenken^ daß die Kaiserlichen die Dinge von anderen Ge- 
sichtspunkten aus ansehen als die Kurie. Die Beratung des Interim 
macht Fortschritte. 1548 März 6 Augsburg. 

Aus Neapel Grande Archivio Carte Farnesiane fasc. 781 Orig. (ric. a 22). — 
86 Auch Ärck. Vat. Lettere di principi 12 fol. 69 a— 70^ Abschrift. 

a) Zur Datierung vgl. die SUickbeachreihung, 

b) Diese Nachschriß findet »ich nur in Pritwipi 13. 

») Nr. 86. 

') Die Aussendung Frosperos unirde augenscheinlich durch die Ardinghellos 
40 gekreuzt und verschoben. Es liegen Begleitbreven für den ersteren vom 23. und 
24. Februar 1548 vor: gedruckt bei Bonchini Lettere d'uomini ülustri p. 490—494 
Nrr. 89—92. Vgl die Einleitung und unten Nr. 107. 



270 Nr. 98: 1548 März 6. 

März 3 Alli 3 mi capifco la lettera di V. S. di 22 del passato con la 

Fbr, 22 copia del breve mandato alli prelati quali sono in Trento ^), et quel 
giomo medemo intesi che detti prelati haveano espedito qua cou 
Tawiso di detto breve. io so bene che doppoi sono stati in molta 
consultatione sopra quello et che li e dispiaceiuto. come possete 5 
pensare per ciö ch*io le scrissi per il corriero nostro-). pero non 
ho possuto ancora penetrare, s'habbiano fatta risolutione, et benche 
io non dubiti che monsignor K"® di Trento sia informato del tutto, 
nondimeno da lui non ho altro lume, ne a me e parso entrare in 
altra negotiatione sopra questo, comprendendo che saria senza alcuno 10 
buon' effetto, salvo in mostrare a quelli che me ne hanno ragionato, 
come Sua Santitk non havea da far altro volendo eseguire la reso- 
lution presa in concistoro, tanto piü non havendo all' hora inteso 
altro in contrario. 

Io penso bene che Thavere espedito questo breve innanzi che 16 
giungesse la risposta di qua, mandata poi per me, sia fatto con- 
sideratamente et con misterio. pero quäl effetto habbia da porbare, 
o buono o altrimenti, si comprenderä poi meglio. 

Io scrissi per il nostro corriere a monsignor nostro 111™° che 
in questo proposito di domandare gli prelati di Trento mi era 20 
stato risposto da questi signori di fargli interponere una appel- 
latione al concilio*), quäl fosse chiarito per legitime; et benche sino 
all' hora mi occorresse che tali appellationi siano invalide et pro- 
hibite, non Io scrissi, perche il tutto non si puo sempre avvisare, 
et spetialmente perche in questa causa, quäl tocca il negotio del 25 
concilio istesso, questi la dicano al suo modo come spesso fanno: 
il che scrivo, perch' intendiate quello si pretende, non perche pen- 
siate ch'io creddi ch'habbiano ad far un tal errore di appellarsi, 
salvo se non Io facessero secretamente"). s'innanti che paiti questo 
per Napoli potro intender altro, le ne darö noticia. 80 

Io flto espettando quello ne seguirä dopoi c'havvete inteso cio 
ch'io scrissi per il corriere, et so bene che vi serä parso strano et 
dispiaciuto il modo tenuto in proponere il partito, quäl io li mandai, 
sicome ancor fece a me et come io Io dissi pur troppo chiaro; ma 
che potei io di piü se non darvene avviso? acciö se vi paresse 86 



a) II che scriyo — secratemente wi im, Orig. von Sfondratoa Hand nachgefügt. 

») Vgl. oben zu Nr. 92. 

2) D. t. Nr. 87. 

•) Wolle Gott, achreibt der B. txm Forll am 6. März, daß der Papst bei 
Zeiten einlenke, ch& su queste ultime sue citationi a qiiei padri di Trento non 40 
81 truovi adosso una appellatione al concilio o altrove da fargli sudare le 
tempio, come m'accenna don Francesco ! nondimeno queste cose sono in disegno 
et non se ne pu6 fare certo iudicio. Med. 4804 fol. 249« — 260». 



Nr. 98: 16i8 März 6. 271 

esservi qualche honesto attacco, si pobesse cavare il buono. io so 
bene, et me ne duole sino alF anima, che di qua non sciivo se 
non cose che portano molestia; perö mi possete escusare, che vo- 
lendo awisare schiettamente quelle ch'io sento et comprendo da 
6 questa parte, non posso far altramente. 

lo desideraria bene che tal hora vi ricordaste di ciö ch*ho 
scritto per il passato, et specialmente nel principio ch'io scopersi 
Tanimo di Sua Maestä, in tempo che le cose pareano integre, et 
doppoi quando successe il caso di Piacenza et quando venne il 

10 Cardinal di Trento, perch6 forsi vi pareria ch lo non ho dato troppo 
lontano dal segno; et hora vi replico, il mio monsignor Maffeo, in 
risposta di quelle mi avvisate spesso, che qua la pigliano per altro 
verso et che la vogliano al modo loro, et che si persuadono non 
solo haver ragione, ma la possanza. pero se talhora a vol paresse, 

16 come pare ad alcuni altri, che per benefitio publice o per la 
qualitk della causa, overo per necessitä delli tempi si havesse da 
secundarli, non saria tenuto se non per prudentia a farlo et lasciar 
per hora da banda qualche altro rispetto; ma se per altre maggiori 
et piü efficaci cagioni giudicate il contrario, io mi rimetto. vi diro 

20 bene che dubito se sia piü a proposito il proceder al modo antico, 
sicome ancor voi potete hormai comprendere da quello che sino 
ad hora ci succede. 

Questi giorni si e atteso con diligenza al trattare circa la 
forma del vivere interim etcJ)» et secondo s*intende, si ha quasi 



26 1) Nach einem Bericht des B. von F&rll vom 28. Februar hatte der Kaiser 

die Absicht, die Kurfürsten auf 2 Monate zu beurlauben per evitare la spesa in- 
tolerabile con tanto banchettare; der Rezeß werde sich danach wohl hinausziehen 
bit etwa zu der Zeit, da man der Ankunft des Infanten entgegensehe. Cod. Med. 
4804 f. 247*1». Inzwischen aber wurde die Interimssache (vgl. au4:h Beutel a. a. 0. 

80 S. 45ff') gefördert. Nach dem nämlichen Berichterstatter trat am 1. März die 
Interims- Kommission der Reichsstände zum ersten Male zu einer Besprechung mit 
Öranvdla und dem Beichtvater Soto zusammen: ma senza conclusione si partirono, 
sperando pure di far buoni effetti, et la maggior difficultä che truovino h nel 
tor via i predicatorl lutherani. nondimeno confidano nel aiuto di Dio et nell* 

86 authoritä di Cesare, il quäle due di fa s'^ ritirato per prendere l'acqua, sendo 
la mattina xnedesima intervenuto al sermone et comunicatosi in publico da 
quel principe cristianissimo che 6. B. r. Forll 2. März l. c. fol. 247* — 248*. 
Nach diesem gescheiterten Versuch mit der Kommission nahmen die Kaiserlichen die 
Verhandlung mit den drei lutherisdten Kurfürsten auf und zwar, wie Forll am 

40 6. März schreibt, mit guten Aussichten: li elettori poseranno anco qui per un 
pezzo, poichö Sua Maestä pare habbia mutata sententia et voglia che si dia 
fine a molte cose, maxime al Interim, il quäle (secondo mi fa intendere don 
Francesco) h a buon termine, peroch^ si tratta con li tre elettori luterani di rldurr» 
tutto il culto divino e sacramenti tutti, la confessione, et non si possa predi- 

46 care in contrario; restando nondimeno i preti uxorati con le loro donne, 



272 Nrr. 98—94: 1548 März 6. 

Stabilita la restitutione delle chiese et beni ecclesiastici, nel che 
convengano aacora 11 elettori seculari, vedendo che Sua Maestk la 
vole, solo dissentano gli deputati delle terre franche; vero i che 
questa provisione non bastarä con effetto, se non si aggiongano altri 
remedii, quali havranno difficultä. et so pensarete che xneco non 5 
si communicano questi trattati, sicome spesso ho awisato. 
März 6 D'Augusta aUi 6 di marzo 1548. 

1548 94, Sfondrato an Farnese: Die Ankunft eines Kuriers von SaifU- 
März 6 Mauriu verafilaßte einen Kronrat der die Beratungen über die 

Konzilssache unterbrach. Vielleicht werden die Tridentiner äußerlich 10 
dem Befehl des Papstes nachkommen oder au^h die weitere Ent- 
wicklung der Dinge abwarten. 1548 März 6 Augsburg. 

Avi8 Farma Arch. di Stato Carteggio Famesiano eigenh. Orig. (ric. a 22). 
— Auch Arch. Vat. Lettere di principi vol. 12 fol. 611»^ Abschrift. 

Non havendo cosa di momento de avisare V. S. 111™*, mi era 15 

rimesso alla lettera quäl ho scritto a monsignor Maffeo in risposta 

März 5 di una sua. pero non voglio hora omettere de dirle che heri 

gionse qua un corriero espedito daUa corte di Francia per Tambas- 

ciatore di Sua Maestk'), et, per quello pocho ch'io posso penetrare 

purchö non administrino sacramento nh confessione; godinsi i fratti de loro 20 
benefitü, ma sustituischino altri religiosi exemplari aila cura; restituischinsi i 
luoghi pii et i sacerdoti alle lor chiese, senza parlare de Tentrate passate, 
perche sarebbe gran viluppo: talch^ si tniova in questi tre buona iaclinatione, 
et promettono di fare osservare dalli loro popoli quanto si stabilirä di presente 
sin alla determinatione del concilio, quäl vogliono si prosegua in ogni modo. 25 
ha preso Sua Maestä. 11 negotio con costoro per renderlo piü facile che a trat- 
tarlo con tanti varii cervelli, i quali saranno necessitati a seguitare le vestigie 
delli elettori et per Tautoritä di Cesare et di lor proprii, che sono alla fine 
la piü importante parte di Germania, et dovunque si voltano, dopo qualche 
contrasto tirano ogni restante nella loro oppenione usw. Cod. Med. 4804 80 
fol. 249»— 250». 

Es handelt sich wohl um die Depesche Saint- Mauris an den kaiserlichen 
Staatsrat vom 24. Februar, hei v. Druffel, Briefe und Akten I Nr. 137. — über die 
Stimmung am Hofe vor Ankunft dieses Kuriers beriMel der B. von Forü am 
2. März: lerrante Oonzagas kriegerische Mahnungen fänden keinen Widerhall; 85 
man wünsche den Kri^g zu vermeiden; wie es heiße, werde Königin Maria auf der 
Bückreise in Lothringen Aufenthalt machen per tessere qualche tela di pace o 
tregua col Cristmo, ii che si confirma per un ragionamento secreto della regina 
con Cesare, persuadendolo alla pace, con dire che le frontiere de Paesi Bassi 
difficilmente possono resistere, trovandosi in penuria de denari ; talchä Timpera- 40 
tore voltatosi al vescovo d'Aras gli comando che suo padre pensasse a qualche 
modo d'appiccare la pratica. Airas erwidertet er habe mit seinem Vater wieder^ 
holt darüber gesprochen^ Oranvella aber fürchte Verleumdungen von der Art wie 
sie aus Anlaß des letzten Friedens ihm erwachsen seien; darauf Itabe der Kaiser 



Nrr. 94—96: 1548 März 6—11. 273 

in Tobscure tenobre di qua, pare che in questo dispaccio si con- 
fcenga Tintentione del Christ"*® sopra le cose de Piemonte et anchor 
di Saluzzo et altre simili, senza perö altra restitutione che di 
giustificatione et prolonghe. et di piü :he cerca il particolare del 
6 concilio raostra di haverlo per bene, ma che del loco et modo si 
rimette a Sua Beatitudine. et heri si fece un stretto conseglio per März 5 
longo spatio in camera di Siia Maestä, dove era il re, la regina et 
monsignor di Granvela. 

Quanto sia al negotio del breve mandato alli prclati di Trento, 

10 non intendo che anchora sia risolto in tutto per la sopragionta del 
corriero predetto; ma per quello pocho ch'io posso inten dere, pare 
che forsi, per non esser contumaci, mandaranno a Borna, ma non 
per entrar in la controversia sopra Tarticolo della translatione, 
seguendo forsi la forma di quello partito quäle fu mandato per me 

IB col corriero nostro. et potria accadere ch*anchora si andariano 
intertonendo sino ch'havessero qualche lume de ciö che V. S. Ill™* 
rispondi al detto partito, del quäle, come giä ho scritto, il modo 
non e bono ne hello, ma la sustantia in parte non e forsi in tutto 
da sprezzare. 

20 Da Augusta alli 6 de marzo 1548. März 6 



95. Farnese an Poggio: Der Kaiser hcsieJft auf der Rückkehr des u^s 
Konzih nach Trient, Der Papst, eni^cJdossen, ohne längeren Vor- März il 
Zug das Urteil über Qültigkeit oder Ungültigkeit der Verlegung aus- 
zusprechen, hat dazu Deputationen der Prälaten von Trient und 
26 Bologna ei fordert. Farnese hat Ardinghello nacJi Deutschland ge- 
sandt, um womöglich den Kaiser milder zu stimmen, Ottavio Farnese 
ist Oonfaloniere der KircheyOrazioPräfekt geworden. 1548 März 11 Rom, 

Aus Arch. Vat Nunziatura di Spagna vol. I A fol. 113—114 Orig. (ric. 2 
de aprile). 

80 . . . Le cose del concilio passano tuttavia con assai poca satisfattione 

dal canto nostro, persistendo pur Sua Maestä nelF opinione di prima, 
che torni a Trento, il che non cognosco come possa succedere 



erklärt: che non mal fu fatto accordo piü utile n& piu honorato di quello di 
Crepi» usw. A. a. 0. Andererseits hericJitet der Nämliche am 6. März von neuen 

36 Streitpunkten zunschen dem Kaiser und K. Heinrich'- letzterer solle die Hinrichtung 
Vogelsbergers und Genossen [s. oben 8. 24? Anm. 2] sehr übel vermerkt haben; anderer- 
seits habe er eine NiclUe von Monsignor di Rie atis dem kaiserlichen Hofdienst 
entführen lassen, um sie mit ein^m seiner Günstlinge zu vermälilen; der Kaiser 
aber fordere ihre Rückgabe, da sie seine hirgmidische Vasallin sei, in nachdrück- 

40 lichster Weise. Cod. Me»K 4804 fol. 249a— 260». 

Nnntiaturberlchte, erste AbteUan^, Bd. X. 18 






274 ^^' dB: 1648 März 11. 

stante le cose ne termini che sono, ne ci giovando ogni sorte di 
humiltä, per non dire summissione '). 

ültimamente si ö mandato un Cursore a intimare a prelati di 
Trento, per un breve, la risposta che si diede in concistorio alla 
protesta che fece il signor don Diego, ricercandoli a mandare 5 
qualch' uno di loro in conspetto di Sua Santitk, accioche la possa 
fare il giuditio avocato a se della validitä o non della translatione. 
il quäl cui-sore e stÄto ricevuto volentieri et accarezzato, ma per 
anchora non hanno risposto Tanimo loro, havendo pigliato tempo 
di fare intendere tutto a Sua Maestä, secondo che crediamo'). lo 

II medesimo si e fatto con quelli di Bologna, de quali ne sono 
giä eletti sei a questo effetto ne potranno tardare a comparere'), 
et come si sia, per non essere bene che le cose perseverino piü 
lungamente ne termini che sono, con pericoli cosi manifesti della 
religione catholica et ben publice, credo che Sua Santitä sarä con- 15 
stretta, per debito del officio, honore et conscientia sua, di pigliarvi 
doppo questa diligentia quel espediente che le sark inspirato dalla 
maestä divina, che ö di procedere innanzi et fare una bona refor- 
matione. et per satisfare ad ogni officio con Sua Maestä dal 
canto nostro, ho mandato ültimamente Qiuliano Ardinghello mio 20 
cameriere alla corte, da presentarseli per li ß™* signori miei di 
Trento et Augusta, per vedere se col mezzo et auttoritä loro, per 
il grado che tengono et per Taffettione che son sicuro mi portano, 
si poträ trovar forma di adoicire un poco piü la Maestk Sua et 
tirarla alle cose ragionevoli, tanto nella pratica predetta del concilio, 26 
come nella nostra privata di Piacenza, dell' una et Taltra delle 
quali se gli e data abundante instruttione. che sia per avviso di 
V. S., come sarä anco che hoggi, che e la dominica laetare, in 



*) Der Nuntius in Venedig wurde am 16. März von Fartiese beauftragt, die 
AnsicJtt der Signorie in der AngdrgenJteit der Rückführung des Konzils zu erkunden^ 80 
dove Sua Maestä vuol cominciare a ingerirsi nel supremo giudizio delle cose 
Spiritual!, come fa della monarchia temporale. Opere di Annibale Caro vol. IV 
pag. 30 Nr. 31. 

') Über dies Breve (vom 17. Februar) vgl. oben zu Nr. 92. Der Kurier^ der es 
überbracJUe, kam am 2fi. Februar nach Bologna und schon am 1. März von Trient 85 
dorthin zurück: Massarelli ed. Merkte pag. 746^) und 748. Die Änttoort der Prä- 
laten von Trient, in der sie über die Sendung einiger von ihnen 'nach Born 
schweigend hinweggehen, ist vom 23. März 1548, gedruckt Baynaldus § 39. 

•) über das Breve an die Prälaten von Bologna, vom 16. Februar datiert 
und von dem gleichen Kurier überbrachte s. ebenfalls zu Nr. 92; vgl. Merkte l. c 40 
pag. 746. Natürlich beeilte sich die Bologneser Versammlung, dem Befefil des Papstes 
nacJizukommen ; vgl die VerJiandlungen vom 27., 28. und 29. Februar, nach denen 
6 Prälaten erwählt wurden, die sich dann in den näcJisten Tagen auf den Weg 
machten; Massarelli ed. Merkte pag. 746 sqq. 



Nrr. 96—96: 1648 März 11—12. 27b 

capella si e fatta la cerimonia del confalonieri in persona del duca 
Ottavio, et della prefettura in quella di Horatio, miei fratelli, che 
li fu concessa da Sua Sanütä nel ultimo concistoro de commun con- 
senso et generale satisfattione di ogni uno'). 
5 Di Broma 11 di marzo 1548^). März 11 

96. Sfondrato an Farnese: Entwickelf, wie seiner Meinung nach die 1548 
Kurie sich den jüngsten Forderungen des Kaisers gegenüber ver- ^^'^^ ^^ 
halten solle. 1548 März 18 Augsburg [Chiffre]^). 

Aus Neapel Or. Archivio Carte Farnesiane fasc. 729 Decifrat (Cifra del 
10 SfroDdrato), undatiert — Coli Parma ArMvio di Stato Carteggio Farne- 

siaao, t)ecifrato del cardinale Sfondrato, undatiert — Die CJUffer selbst 
ohne Auflösung in Neapel l, c fasc. 768, eigenhändig unterschrieben Idem 
servitor card. Sfondratua, Text ohne Datum, aber in verso: di Germania 
a li 12 marzo 1648. 



16 >) Vgl die Komiatorialakten vom 5. März, Dazu die zu Nr. 92 erwähnte 

Modeneser Aufzeichnung vom 10. März: Domattina Sua Santita deve dare publi- 
camente in San Pietro l'insegne del confaloneriato et generalato di santa 
chiesa al signor duca Ottavio suo nipote, il quäle pare che dopo la sua partita 
di Parma habbia fatta venire in potere del signor Cnmillo Orsini la guardia 

20 et cura anchora del castello di quella cittä, et si piglia quasi per un principio 
et segno del pausiere che Sua Eccellenza faccia di lasciarla in tutto a bene- 
ficio del duca Horatio suo fratello sotto la protectione de Francesi. — Damal 
erfolgte auch seitens des Papstes die Ernennung des Sfortia ex marchionibus Palla- 
vicinis, noster secundum carnem affinis, zum magister generalis omnium nostro- 

26 mm et S. H. £. exercituum hactenus descriptorum et in futurum describen- 
donim, quem magistrum campi appellant, mit einer monatlicl^en Besoldung von 
150 Scudi. Arch. Vat Armar. 41 vol. 41 Nr. ISO (datiert: 1648 Martii), Minuta brevis, 
mit eigenhändigem Vermerk Ottavios: S. D. N. est contentus. Octavius Farnesius 
dux Parmae et Placentiae S. R E. confalonerius et capitaneus generalis. Der 

80 hier genannte Sforza Pallavicino ist der Nämliche, den Ottavio nach der Katastrophe 
in Piaeenza nach Augsburg gesandt hatte (s* o. S. 130), fluch der Nämliche, der 
aU Oberst im päpstlichen Hilfsheer am Schmalkaldischen Kriege teilgenommen hatte 
(vgl Bd. IX)» Er hatte 1545 Giulia, Tochter des Grafen Bosio di Santa Fiwa 
und der Costanza, Tochter Pauls HL geheiratet Vgl Litta Famiglie nobili 

86 italiane, Pallavicino^ tavola 22. 

') Am 17. März schrieb Farnese nocJimals an die Kardinäle Madruzzo und 
Truchseftf als Antu)ort auf Briefe vom 28. Februar und 7. März, mit Dank für 
den Ausdruck ihrer günstigen Gesinnung und unter Venoeisung auf Ardinghellos 
Aufträge. Gedruckt (Bonchini), Lettere d'uomini illustri conservate nelV archivio 

40 di stato di Parma p. 497 ff. Nrr, 95 und 96 aus den „ Autograf a" des Staatsarchivs 
zu Parma (Abteilung „AnnUnile Caro"^^; das Sdtreiben an Madruzzo auch gedruckt 
Opere di Annibale Caro vol. IV pag. 31 sq. Nr. 32 (di Borna addl detto). 
Über ein ^)endaselbst (Nr. 33) gedrucktes Schreiben Farneses an Sfondrato [vom 
18. März] s. unten S. 289 Anmerkung 3. 

46 ') Nachfolgende Chiffer ist augenscJieinlich Beilage oder Nachschrift zu einer 

nicht mehr vorliegenden Depescl^e (vgl unten S. 279). 

18* 



Se V. S. B™* liavesBe havuto per bene di saper il parer mio 
sopra gli partiti giä scritti*), io invero non hebbi tempo di con- 
siderarli a bastanza, quando si dispaccio il corriero, benchö in parte 
accenassi quello mi occorrea. pero hora dirole che, quanto al capo 
della suspensione, a me non dispiaceria di farla, perche, se ben 6 
le ragioni, quali movono di qua, non siano molto convenienti, 
nondimeno la cosa in se pare assai honesta, et come giä le scrissi, 
noi potremo dire che piü tosto essi ccdano a Taiticolo della validitä 
della translatione et che stiano sul nostro. quanto alla deputatione 
de legati pare che non si doveiia farli renitentia, essendoli stata 10 
offerta, n6 ancor esser scarso ne la concessione de l'autoritk, tanto 
piü essendoci Tessempio delle facoltä. giä date al cardinal Campeggio*), 
et per mostrar* miglior volto Scharia a mandar qua la forma de tal 
autoritä "). 

Ilestano le maggior difficultä circa la parte della riduttione 1& 
del concilio, nella quäle, essendo seguita de novo la sumissione 
de questi stati, pare habbiano*) maggior fondai?iento ancor del 
passato; perö in cio haveiia piü bisogno del prudente consiglio di 
V. S. U™*; et dicovi che cotesti signori'^) potranno considerare, tra 
gli altri modi, se fusse al proposito convenire ne la riduttione del 20 
concilio in altro loco di Germania che Trento, perche oltre all' 
avanzare qualche tempo, si e odorato che forsi dispiace ad alcuni, 
et se di qua se gli facessc obiettione, saria nostra giustifficattione; 
il che io dico in caso che si vogli fuggire la rottura di qua, altra- 
mente io mi rimetto. et nel modo di rispondere si potria pigliar 26 
qualche norma da questi signori, cioe che V. S. K™* respondesse 
come da se con mostrare che, quando Sua Maestä sc contentasse, 
speraria che Nostro Signoro si lassasse ridure'). 



a) Das Decifrai in Pürma liest: per mostrare hora che sc gli toglie ogni difficalt4, se ha 
da mandare qna la forma &i tal auttorit4. 80 

h) Kbendasdbst ci fanno statt pare habbiano. 

c) EbendasObst (prudente consiglio) di quelli Rml signori deputati, qoali statt: di Y. S. 
Rroa — cotesti sigaoru 

') 8. oben Nr. 87 und die mitgeschicJcten Vermittdungsvorschläge (notule) 
Kardinal Madruzzos (in den Beilagen), 86 

^) Vgl' die nämlichen notule (in den Beilagen) sottie die Einleitung. 

') Nach dem Bericht des B. von Forll vom IL März war damals von Seiten 
Mendozas der Entwurf einer an den Papst zu richtenden BepliJc auf seine Antwort 
im Konsistorium vom 1. lebruar eingelaufen [wohl das Stück, das Leplat III p. 727 sqq. 
aus dem Brüsseler Archiv mitteiH; vgl. Mendozas Korrespondenz vom Februar 40 
1548 im Anhang]; es wurde darüber am 10. und 11. beraten, doch fand man den 
Entwurf zu weifsdiweifig, poncndosi in considerationc che col papa non h da 
contcndere d'eloqucntia, che molto meglio saprehhe dipingere i suoi concctti 
con Io scriverc che non dipingerehbe Sua Maestä Cesarca; cosi consumercb- 
bono il tempo in scrittiire; raa p^iudicavano nccessario infra duoi o tre giomi, 45 



Nr. 97: 1648 März 17. 277 

97. Sfondrafo an Farnese: Ardin^hello ist angekonimen; seine In- 1548 
siruktion gefällt ihm. A. war schon bei Madrvizzo, K. Ferdinand März 17 
und QranveUa. Die Komilssache erscheint nicht hoffnungslos; in 
der Angelegenheit von Piacenza verspricht Gh'anveUa eine Avdienz 

5 heim Kaiser. Ein Hindernis würde allerdings die Allianz des Papstes 
mit Frankreich sein, an die hier allgemein geglaubt wird, obschon man 
auf die Aussagen des gefangenen Marchese Massa anscheinend kein 
großes Gewicht legt. Dessen Hinrichtung soll schon stattgefunden 
haben, aber heimlich^ mit Rücksicht auf Kardinal Cibö. Königin 

10 Maria ist abgereist. Ein Oefähiie Vogelsbergers ist gefangen hier 
eingebracht. Der Reichstag ist in des Kaisers Hand, die Solche des 
kaiserlichen Bundes aber komynt nicht vorwärts. Der Erzbischof von 
Salzburg will angeblich resignieren, Madruzzo macht sich Hoffnung 
auf die Nojchfolge. Mansfdds Truppen sollen zerstreut worden sein. 

15 1648 März 17 [Augsburg]. 

Aus Ärch. Vat. Carte Farnesiane fasc. I Orig. 

Messer G-ioliano Ardinghello gionse qua alli 13 doppoi il März 13 
disinare, et doppoi ch'io hebbi vistya la lettera di V. S. 111"** a me 
scrittaM, et rinstruttione per monsignor ß™<* di Trento, mi parve 

20 che in ogni parte fosse ben disposta alli bisogni di qua et, per 
dirle il vero, molto meglio accommodata di quello ch'io pensavo, 
dubitandone per gli modi prima temiti di qua. esso messer Giu- 
liano subito se ne andö a monsignor B°*° di Trento, al quäle si 
differisse tutta la pratica secondo Tordine di V. S. 111™*, non 

25 mancando punto in aiutarlo in ciö^che esso desidera o che ci pare 
espediente'), et gik doppoi el cardinale messer Giuliano con la 

poichö insta il termine della citatione a' prelati di Trento [das Breve vom 
17. Februar enthält eine Änsetzung eines Tennines], replicare brevemente che 
ritorni il concilio dove era, sotto alte comminationi, comprobaado tutti li 

30 att.i di don Diego et ratificaodoli con ogni clausula necessaria. Außerdem solle 
ein Brief an das Kardinalskollegium gerichtet werden, per intendere la monte 
loro sopra le pratiche et leghe del papa con Francia, um uHymöglich das Kollegium 
gegen den Papst aufzubringen col mostrare di tenero piü conto della lor dignita 
che non n*ha tenuto il papa, che senza lor parbicipatione tratta ogni cosa u>sw. 

85 Med. 4804 fol. 250»— 251». Ardinghellos Ankunft hintertrieb dann die Ausführung 
dieser Pläne; vgl unten zu Nr. 97. Vgl. noch Vivaldini, der am 14. berichtet, er 
sei vor A.S Ankunft bei dem Bischof von Arras gewesen, quäl havea inanti tutte 
le scrittnre passate, et dissc che'l voleva ordinäre una brava risposta, perch^ 
non vi vedeva forma di accordo trair imperatore et il papa, se la non si me- 

40 teva con le arme in mano, come el pensava che si dovesse far' alle fine. 
Mantua Arch. Gonzaga, Orig. 
Nr. 92. 

^) Giunto alla notte, berichtet der B. von Forli am 14. von Ardinghello, et 
scavalcato in casa del legato dopo poco di spatio stivolato et in sproni and6 



278 Nr. 97: 1648 März 17. 

sua solita diligentia ha fatto gli offitii opportun! con il re de 
Bomani et monsignor di Granvela et questi altri signori. vero e 
che sino ad hora non si e negotiato con Sua Maestä se non quanto 
le serä stato referto per detti suoi ministri. perö a quanto si puö 
comprendere, pare che cerca gli tre capi quali toccano le cose del h 
concilio, non si sia fuor di speranza di accommodarli; et se ben vi 
habbiano messe alcune difficultk con dire che questa espeditione 
non contiene molto effetto, nondimeno se gli e dimostrato che 
V. S. 111™* non potea proponere piü di quelle ha fatto: di modo 
che pare si acquetano et intendano assai che, se vogliano ottenere 10 
la deputatione de legati, conviene che essi di qua propongano la 
forma doli' authoritä, quäle per hora si veddi esser neoessaria et 
honesta, et la ricerchino da Sua Santitä. et parimente quanto alla 
riduttione del concilio in Trento conviene satisfare alli prelati di 
Bologna et repigliare la conditioni proposte da loro, accettandole o 16 
vero temporandole o giustificandosi in quelle che stimano non esser 
al proposito. 

Cerca el negotio di Piacenza mostrano ancora che sia honesto 
di attenderli et monsignor di Granvela ha detto che hoggi havria 
pigliato tutto il negotio alle mani et pariatone con Sua Maestä, et 20 
che havria dato audientia a monsignor di Trento. 

S'altro si poträ intendere avanti che parti questo gentilhomo 
del principe di Salemo, si avvisarä. pero volendo discorrere 
quelle che io penso, si comprende che qua tengano esser non solo 
fatta, ma confermata la lega con Prancia, et oltre l'intelligentie 26 
passate hanno noticia ch'al pr^ente debbe essere in Roma uno 
espedito da Francia*). et di piü che la paga mandata hora alli 

dal Rmo di Trento, et riserrati in camera non si sono dipoi veduti. Er hrifkgU 
wie es heißt, la venuta de legati senza tacere la ricompensa di Piacenza. voglia 
Idio non siano tutte parole et lunghezze, attesa la persona di costui non atta 80 
a maneggiar sl gran cosa fuora d'ogni sua professione, se ben ha qua de balü 
[sidjy et che come creatura di Famese non venga per explorare la mente di 
Cesare et le attioni di questi cardinali per vedere se si muovono da per loro, 
come hanno scritto al papa, o pure son mossi tigtü. Er habe von Dan Franr 
cesco erfahren, berichtet der Bischof weiter^ che la riposta quäl si deve dar* all* 85 
ultima sua [des Papstes], h giä conclusa acre et mordace et s*expediva a don 
Diego infra dni giorni, se rArdiogbello non compariva. hora forse la sopra- 
terranno, finch^ si vegga Texito del negotio che porta, quando non si pregiuw 
dichi a quei padri di Trento. in questo mezzo risolveranno Tlnterim, nel quäle 
sperano piü che mai, et in breve lo publicherranno viepiü pieno et piü largo 40 
che molti non si stimano! Med. 4804 fol. 25lb--262^. Vgl. weiter zu Nr, 98, 
*) Vgl. MassareUi zvm IL März 1548 (ed. Merkte p. 751): applicuit Bo- 
noniam nobilis quidam missus a Christrao rege ad Sannum Dominum Nostrum 
ratificaturus omnia quac gessit cardinalis de Guisa cum Sua Sanctitate de con- 
foederatione etc. 46 



Nr. 97: 1B48 März 17. 279 

Boldati di Parma e provista per gli ministri Francesi, et monsignor 
di Trento ha instato con messer Qiuliano per levar questo sospetto, 
quäl' hanno per grande impedimento, come V. S. 111"* intenderä 
dalle lettre di esso.^) ma io penso che con tal sospitione non 
5 lassarano pero di procedere in questa pratica di monsignor di Trento, 
con presuposito che non possino perdervi, perche non ometterano 
punto delle provisioni et cautioni sue solite, ne per cio, come 
mostrano, si moverano a far con Sua Santitä piü di quelle che 
altramente fariano et scoprendosi poi impedimento per altra causa, 

10 pensano rimaner piü giustificati. et perche io soglio scrivere con 
maggior diligentia quelle cose in che di qua si oppongano, accioche 
V. S. Dl"* le possi meglio considerare, perö la prego per hora et 
per seiapre, che voglia pigliar tal solito mio in buona parte. 

Qua da questi signori ministri et altri e stato confermata a 

15 messer Qiuliano la depositione del signor Giulio Cibo, deUa quäle 
giä io le scrissi con la cifra^); pero esteriormente non mostrano 
tenerne gran conto, et a questa hora si pensa debba esser morto il 
sopradetto, ma secrettamente, in gratia del H™^ Cibö, il quäle gik 
qualchi giorni mandö qua un suo secretario per questo effetto et per 

20 ottenere che fusse levato il sequestro fatto sopra il marchisato di 
Massa, sicome 6 successo, rimettendo che in Milano si vedino gli 
privileggii et ragioni, acciochä contra quelli non sia data altra 
molestia. 

La regina parti alli 12. il re Christ"** ha mostrato risentimento März 12 

26 ancor per Torator suo qua di quelli capitanii che forno decapitati, 
sicome io giä avvisai, et tanto piü che il carnefice disse publi- 
camente che il medemo si faria alli altri che servissero a Francia. 
perö da dui giorni in qua e stato condutto qua pregione un' altro 
capitaneo, compagno deUi predetti, del quäle si pensa succederä il 

80 medemo. 



*) D. d. Augsburg 16. März 1548. Der Kardinal beteuert, zwar sei noch 
alles unentschieden, aber er habe tali fondamenti gelegt, daß die Sache hoffentlich 
ausgehen werde per beneficio universale della Cristianitä e in specie dltalia e 
per Tessaltatione della fede e della sede apostolica con contento della casa 

S6 Farnese. Wird durch Ardinghello oder durch einen weiteren Brief näheres mit- 
teilen, se riuscirä qaalche bona resoliitione, il che non poträ andare molto al 
longo. Arch. Vat Carte Farnesiane fasc. 4 Orig. 

^) Unter der Cifra ist ujohl Nr. 96 verstanden. Über OiuUo Cibö Marchese 
di Massa vgl oben zu Nr. 89. Seine Hinrichtung, die Sfondrato hier schon als 

40 vollzogen voratissetzt, zog sich noch länger hin, da Ferrante Gonzaga sich anfangs 
weigerte, die Todesstrafe an dem Gefangenen zu vollstrecken, da er nicht in colpa 
degna di morbe sei; doch bestand der Kaiser auf der Verhängung der Todesstrafe 
per exemplo degli altri. So nach den Berichten des B. von Forll vom 2. und 
11. März: Med. 4804 fol. 247b_248l> und 260^. 



280 Nr. 97: 1548 März 17. 

Qua pare che Saa Maestä habbia ordinato a don Ferrante che 
non s'intrometta delle cose di Saluzzo'). 

Circa le cose della dieta quasi tutte le risolutioni delli stati 
cosi cerca il giudicio della Camera et altri sono in mano di Sua 
Maestä et suoi consiglieri; perö della lega non si e poi proceduto 5 
inanti'). pare che Tarcivescovo di Saltzburgo sia in dispositione 
di lassar Tarcivescovato et proffessione eccleBiastica et monsignor 
ßrao di Trento gli pretende con gran fundamento, benche ancora 
non vi sia risolutione '). 

Quella unione de genti che era col conte di Mansfelt verso 10 
Breme, e stata dissipata da certi altri che seguano la parte im- 
Fbr. 24 periale con Taiuto de' paesani, et f u alli 24 del mese passato, secondo 

si dice*). 
März 17 De 17 di marzo 48. 



Laut Venet. Depp. II S. 397,3 vom 1. März icar ein Kurier auM Mailand 1^ 
(von Ferrante Oonza/ja) wegen des Markgrafeti Gabriel von Saluzzo gekommen; 
dieser war damals mit den Franzosen Ober die von ihnen beanspmchte Besetzung 
seiner Orte in Mifihelligkeiten geraten, doch unterwarf er sich in Kürze jenen* 
Ribier Lettres et m€moires II p. 121—123. 

>) La dieta, schreibt der B. v. ForR am 14. März, procede in quosti suoi 20 
ordini politici et nel regolare le contributioni ordinarie tirando avanti la lite 
del re di Romani col duca di Wertinbergh, fra i quali s'interpone con ogni 
studio el duca di Baviera. pure il re l'ha precisamente risoluto che si lasci 
prima terminare per iustitia, dipoi per amor suo et di suo genero non mancherä 
della solita clemenza, talch^ la maggior parte iuclina a credere che il duca 25 
sborserä grossa somma di denari et sarä sano et salvo. Med. 4804 fol. 261b 
bis 262b. Ferner der Nämliche am 18: Cesare ha fatto intendere a questi elet- 
tori et principi d'imperio sentire gran dispiacere di tanto lor banchettare et 
spendere vanamente, n^ passa senza biasimo di questi cardinali, in questi 
tempi maxime, ne quali dovcrebbono insegnare ad ogni altro la parsimonia et 80 
la modestia. non so come se n'absterranno con tutte le minacce del mondo, 
havendo la crapula sola per principale obietto, per loro deliUe, anzi per som- 
mo bene! et certo, se la necessit^ non li modera, durerä assai fatica a regu- 
larli. Med. 4804 fol. 254ab. 

') Von Ernst von Salzburg erzählt Forü am 18. (a. a. 0.)^ der 50 jährige 85 
Prälat trnvandosi di complessionc robusta et gagliardissima, vorrebbe maritarsi 
et comperare uno stato temporale, perch^ ha il modo, trovandosi (per quanto 
porti la fama) un milion d'oro in cassa. et se ben per Texemplo dispiace a 
Sua Maestä, nondimeno il cardinal di Trento travaglia molto che pigH una 
figliola del re di Pollonia, perochfe porta questa ferma speranza di succedcre 40 
in quel vescovado, che vale 180 000 fiorini o piü d^entrata, favorito di questo 
suo desiderio dal decano di quel capitulo, nl quäle risegnerebe Bressanon; et 
se gli riusciRse, sarebbe un bei signore. pure chi sa questa pratica, non crede 
che il duca [di Baviera?] o il Sermo re de Romani voglino perdere si bella 
occasione. 45 

*) Vgl. den Bericht des Lazarus r. Schwendi an den Kaiser vom 5. März 
1548 aus Mansfeld, bei v. Druffel I S. 102 f. Nr. 142; s. au<:h die ferneren Be- 



Nr. 98: I&48 März 23. 281 

98. Sfondrato an [FameseJ: Bezieht sich für dcui was Ardinghello 1548 
ausgerichtet hat, auf dessen Bericht, Wie er stets der Nachgiebigkeit März L*3 
das Wort geredet hafj so rät er jetzt auf die Vorschläge des Kaisers 
hin Frieden zu schließen und zeigt im einzelnen^ wie sich die Kurie 
5 damit abfinden möge. — Die Antwort in der Ängelegoiheit t^on 
Piacenza ist freilich noch unbefriedigend ; aber Sfondrato nimmt An- 
zeichen wahr^ nach denen auch hierin eine befriedigende Lösung zu 
hoffen ist. Die Kurfürsten von Pfalz und Brandenburg zeigen si^h 
in' der Religionssache willig , wennschon sie gewisse Zugeständnisse 
10 verlangen werden. Rät dem Wunsche Truchsefi' gemäß Jajus zu 
diesem Tcommen zu lassen, hn Norden 'ist noch nicht alles ruhig. 
Kf. Moritz erweist sich in der Religionssache zunächst noch schwierig. 
1548 März 23 Augsburg. 

Aus Arch. Vat. Carte Farnesiane I Orig. Adresnenhlatt fehlt. 

15 Havendo messer G-ialiano trattato la sua commissione con gran 

studio et diligentia et essendo intervenuto a tutti gli ragionamenti, 
et spetialmente in quelli dove io mi son trovato con monsignor 
ßmo ^ji Trento et monsignor di Granvela, et portando seco copia de 
tutte le scritture et memoriali passati sopra questi negotii, saria 

20 superfluo ch'io ne volessi dare conto; perö mi rimetto alla sua re- 
latione, quäle non dubito sarä piena et fidelissima '). solo dirö a 



richte dasdbat Nrr. 145—150. Sie zeigen, daß im Norden doch noch nicht alles 
ruhig war. 

*) Über die Verhandlungen Ardinghdlos vgl. Forll am 16: L* Ardinghello ha 

25 portato la suspensione della citatione de prelati di Trento, la restitutione in 
quel luogo del concilio et la venuta de nuovi legati con certe conditioni facili 
a concordare, se non interrompesse la petitione di Piacenza, laquale il papa 
vorrebbe che ai rendesse a Ottavio o alla chiesa. ma perch^ don Francesco, 
spinto da Granvela, mostrava al legato che si perdeva il tempo a mescolare 

80 le cose private con le publiche di tanta importantia, tanto piü che Sua Maestk 
Cesarea non rilascerebbe mai questa cittä per le ragioni che vi pretende sopra, 
Sua Signoria Rm» soggiunse che si potrebbe acconciarla con la ricompensa 
deir Aquila o di Siena : onde, non sende questa in potere di Sua Maestä, nh si cave- 
rebbe di mano quell' altra, sende la miglior parte del Regno, questi signori so 

85 ne fanno beffo et veggono che sono tutte parolo, se bene il cardinale di Trento. 
come persona facilo che 6. crede in ogni modo comporla col xnetter in Piacenza 
Madama solamente et li figlioli, et si persuade cbel papa habbia a star forte, 
cosa veramente ridicula a chi conosce la maligna natura di quel vecchio! usw. 
Med. 4804 fol. 268»— 264». Dann der Nämliche am 18: L'Ardinghello partira 

40 presto, affermando haver* trovato miglior disposition in questi signori che non 
pensava, et credo c'habbia havuto buone parole, per vedere se potessino ti- 
rarci il cardinale Famese et con le pratiche andarsene in Ik con la stagione 
piü che fusse possibile, quando pure non mettessino scompigUo fra Francia et 
Sua Beatitudinc, pcrchö di Piacenza nel vero pu6 farne fuore, non si scoprendo 



282 Nr. 98: 1B48 März 28. 

V. S. Hl™* quello che spesso gli ho acconnato, che dal principio 
ch'io veni et conobbi gli animi di qua pregni di sdegno, non 
voglio negare di haver sempre usato ogni studio, acciö da costk si 
mitigassero, et non ho mancato secondo Toccasioni di replicare piu 
volte Tauthoritä et possanza che di qua si vendicavano, et gli 5 
disegni loro, senza perö dir mai cosa ch'io pensassi esser falsa, 
con persuadere sempre che era bene procedere con ogni tempera- 
mento con essi. ne a cio mi ha indutto alcun mio disegno parti- 
colare, perchfe, oltra il non haverne mai tentato, Iddio sa se pur 
gli ho fatto pensiero. ne ancora mi *son ingannato da passione o lo 
affetto, come alcuni hanno detto, perche e lungo tempo ch'io 
conosco forsi meglio di qualche altro questi humori aspri, quali 
8*io havessi stimato che si potessero curare coUa forza, saria stato 
non mnno pronto et ardito ch'altri. pero io mi son mosso solo, paren- 
domi secondo il mio debol giudicio che, sicome il conveniro in 15 
qualche modo con loro potria portare beneficio alle cose universali 
et particolari, cosi la rottura in questa miseria de tempi causaria 
disordine maggiore nella religione, travaglio a quella santa sede, 
danno alla nostra meschina Italia, molestia a Sua Beatitudine con 
pericolo della sua 111°^* casa. et quando mi fussi persuaso che 20 
Taccostarsi ad altra parte havesse portato meglior effetto, io seria 
stato non meno fervente in quella banda. 

Hora cssendo le cose ridutte al termine di pigliar partito, et 
considerandosi il gran disavantaggio et periculo, quäle havemo da 
queste contentioni della religione et del eoncilio, per schivare ogni 25 
pretesto de schisma et di alteratione de regni et provincie, et levare 
tutti gli mormorii et rumori et disordini, che per questa causa 
potessero nascere, pare bene non omettere la presente occasione di 
poner forma alle dette contentioni et liberarsi in parte da questo 
carico. et poichä per il presente saremo usciti da tal laberinto, si 80 
poträ poi attendere alla cosa di Piacenza et al resto senza tanti 
scrupoli et offendiculi, perche o si poträ trattare con Sua Maestk 
secondo il modo che qua si propone, quäle, secondo che spesso ho 



ricompensa eqiiivalente senza maggior danno di Cesare, n^ lascerä mai fug- 
girsi di mano quella cittli per rimetterla in casa Farnese, non dovendo mai 85 
piü fidarsene per la loro inconstantia, poich^ si tengono tanto ingiuriaü per 
la morte del padre. Med. 4304 f. 264»b. g. fmch die Berichte der Venetianisch^n 
Gesandten vom 23. März, nach Mitteilungen Sfondratas, und vom 24. in Venet. 
Depeschen vom Kaiserhofe II Nr. 167 f. S. 402 ff. Andererseits erwähnt der Kaiser 
die Mission Ardinghellos am 19, März gegenüber der Königin Maria und seinem 40 
Gesandten in Paris, v. Druffel I Nr. 19S sq. Ferner vgl. Vivaldino vom 20. März 
und 1, April und BiscJtof von Forli vom 22. und 23. März (in den Beilagen), so- 
wie unten Nr. 101. 



\ 

> 



Nr. 98: 1548 Mfirz 28. 283 

scritto, e di rimettersi in buona parte alla discretione di Sua 
Maesta^), o non piacendo questa via, si potrano intertenire gli 
negotii, sino che si vedi essere opportune et espediente, overo 
parendole haver tanto bono in mano, che basti a mettersi in im 
5 rischio (quäl, per dire il vero, a me si mi mostra troppo grande), 
sarä ancora libero doppoi di tentarlo, senza meschiarvi la causa 
della religione. per il che quelli che inclinano a questo ultimo 
senso, debbano acquietarsi che Sua Santitä si liberi dal detto 
oggietto disavantagioso, nel modo scritto di sopra; quali ebsendo 

10 persone di ragione, e da credere che con poche difficultä habbiano 
in ciö di lassarsi persuadere. 

Hör quanto al negotio della religione et del concilio, pare che 
Bon vi habbia da essere impedimento necessario, secondo che qua 
si e trattato. et prima 6, cerca il sospendere, non solo la com- 

16 missione giä fatta sopra Tarticolo della translatione, ma generalmente 
ogni giudicio di detta translatione, sicome ricercano questi signori 
nella sua prima risposta. vero e che si potria esprimere un ter- 
mine, come di mesi sei et ulterius ad beneplacitum Suae Sanctitatis, 
et questo per dare occasiope piü espedita alli prelati di Bologna 

20 di pigliar meglior lato al partirsi per qualche tempo, secondo che 
si dirä da basso. per questo atto specifico de sospensione et del 
tempo, non e forsi in tutto necessario, quando non piacesse. 

Cerca Taltro capo de far la deputatione de legati o prelati per 
far la riforma sino alla diffinitione del concilio, pare che conside- 

25 rando bene ci sia avantaggio che di qua si componga la forma 
delle faeultä, tanto piü che sono meglio informati del bisogno. la 
quäl forma si mandarä per un corriere, doppoiche sia fatta, et 
essende le faeultä di modo che non vi si vedi scandolo o carico di 
Sua Santitä et di queUa santa sede, penso che nel resto non fia 

80 male alcuno, anci piü tosto bene di mostrarsi largo senza troppo 
contesa, tanto piü che in vero e necessario qua di risolversi con 
questo modo o con altro, secondo che ha ancor compreso messer 
Oiuliano. 

Et quanto alla nominatione de legati esso messer Giuliano dirä 

85 quelle che ha proposto monsignor di Granvela et ciö che a me 
occorre; nelli quali pero non mi pare habbia ad esser gran dubbio, 
quando le iacultä siano ben disposte. et forsi non sarä gioco de 
molte tavole.*). 

Quanto al terzo capo del concilio 6 da advertire che nelle 

40 scritture date per questi signori pare che facciano fretta della 



a) Am Bande angegtrichen. 

b) nelle qnali pero — tayole von Sfondraio eigenhändig nachgetragen. 



284 Nr. 98: lB4ft März 28. 

riduttiono. nondimeno assai si vede la consequentia, che cio non 
si ha da fare al presente, prima per il trattaro le conditioni gik 
proposte dagli prelati di Bologna, et doppoi per espettare quello 
che faranno gli deputati de questa reforma. et giä nelli ragiona- 
menti havuti con monsignor di Granvela pare che admettano la 6 
dilatione, ne si vede che per hora si dia fretta a questo, ma solo 
alla deputatione de legati. perö non volendo ritenersi tanto tempo 
gli R™* legati et prelati in Bologna, potriano, attese le cause 
soprodette assai ragionevoli, deputare alcuni di essi, che restassero 
ivi ad un tempo certo, come e il sopradetto di sei mesi, con facultä lü 
et authorit.ä de tutti loro per intertenire Tombra del conciüo, et 
trattare bisognando le conditioni proposte o altre che si havessero 
da proporre sopra la perseverantia del concilio in Bologna o ridut- 
tione in Germania, nel che seria di advertire che, quando gli dui 
ßmi legati, quali hora vi sono, non volessero piü starvi, non saria 16 
di deputare altro per Sua Santitä, accio non si entrasse nella 
difficnltä passata di parere che approvasse il concilio in Bologna. 
et con questo fine prego il signor Dio che sia sempre in aiuto di 
Sua Beatitudine et V. S. 111°»». 
Mävz2H D'Augusta alli 23 di marzo 1548. 20 

Anchora") che la risposta di Sua Maestä et di monsignor de 
Granvela cerca il caso de Piacenza non concluda, et che noi ne 
habiamo mostrato pocha satisfattione, nondimeno oltra le parole 
large usate da essi et da tutti questi altri signori de qua, si sono 
visti certi segni molto piü piacevoli et gratiosi dell' usato. et perche 26 
non sogliano sempre far tal dimostrationi, anchorache gli fosse 
bisogno per sospetto o altro rispetto, volgendo perö et rivolgendo 
molte considerationi, non posso far che non inclini a pigliarne piü 
tosto bon concetto, beuche nel stringer io penso che non mancha- 
rano groppi*) 80 

Oltra di cio ho scritto per altre mie che Telettore Palatino et 
di Brandeburgo erano convenuti nel ridursi alla religione. al che 
aggiongo che anchor loro ne mostrano boni indicii; ma si stima 
che vorrano alchune permissioni almeno sino alla diffinitione del 
concilio, de quali non se ne pö haver particolar notitia, perche 86 
anchora stano in confuso*') et secretissime, salvo che si dice de la 
comunione sub utraque spetie et di permettere che li sacerdoti giä 
coniugati possino perseverare, ma forsi extra altaris ministerium, et 
cerca la remissione de ieiunii et altre tali obligationi, che quasi da 
niuno qua si servano. 40 

a) Die Nachschrift ganz eigenhiinäig. 
h) So? 
c) So? 



Nrr. 98—99: 1B48 März 23. 285 

Monsignor R™** di Augusta desidera sopramodo che vcnga 

da lui messere Claudio per effettuare alchuni soi bisogni pii, et 

mi ha fatto preghi instantissimi di suplicarne a Sua Santitä et a 

V. S. 111™*, che lo facciano venir, sicome le ne suphco, attcso che 

5 per ogni rispetto merita esscr exaudito *). 

La cittä di Breme anchora stä in contumacia, oltra Magdeburgo, 

et si sente in quella banda alchun strepito. pur non se ne fa qua 

molto conto*), si attende qua a rivolgero anchora Telettore Mau- 

ritio, nel quäl si era piü difficultä, benclf al fine si stima farä al 

10 voler di Sua Maestä*). 

99, Sfondrato an Maffeo: Das durch ArdingheUo UherhraeJde Breve lo4S 
in der Angelegenheit des Erzbischofs von Magdeburg ist jetzt nicht ^iärz 2:i 
zu überreichen. Die Briefe an den venetianischen Orator und an 
Cattaneo sind besorgt. 1548 März 2H Augsburg, 

15 Am Parma Arch. di Stato Carteggio Farnesiano eigenh. Orig. 

liitornando messer Giuliano mi pareva far carico alla prudentia 

sua, se dein negotii trattati per luy volesse dar altro aviso che 

rimettei-mi alla sua relatione. et poyche il scriver mio pur troppo 

chiaro et vero non vi satisfa, forsi chc^ con la ritornata dol jjredetto 

20 cognoscerete meglio da chi procede il diffetto. 

lo hebbi col dispaccio portato per messer Giuliano un breve 
per Sua Maestä cerca il negotio delF arcivescovo di Magdeburgo*). 



Claudius Jajus vom Jesuitenorden^ 8. o. zu Nr. 23. 

2) Doch war bereits eine Gesandtschaft Bremens unterwegs^ die dessen Unter- 

25 werfung brachte. Briefe der Gesandten kamen, wie Forli am 29, schreibt, am 
Reichstag zur Verlesung: et se verranno innanli, si comporrä con loro, secondo 
mi ccrtifica monsignor d'Arrns, tl per finiro qiicsta faccenda, come nnco per 
levare ogni occasione et ogni fomento al conte di Mansfelt, che va scmpre 
svegliando qualche persona maligna per instigationc del Orisbn^«>. Cod. 4804 

80 fol. 266l> — 257». Dazu i^l. Avoisi aus Augsburg vom 9, April (Neapel Caite 
Farnes, fasc. 764): la cittä di Brema mandö in questi di passati procuratori 
con poter amplo ad Antonio Fucaro per la risolutione de casi suoi; egli s'h 
intromesso gagliardamente et la cosa si tiene per accordata. il conte di Mans- 
felt, c'havea inteso di questo accordo, mand6 cinque bandiere verso queUa 

85 cittä et per dispetto faceva di molte cose cattive. quelli di dentro astretti dal danno 
et a fine di facilitare anche piü l'accordo col imperalorc, uscirno et tagliorno 
a pezzo le ditte insegne, et a pena fuggi da le man loro il cont**. per6 mon- 
signor di Bura ha ordine con l'intelligenza di qualche altro di unire all' impro- 
viso gente et fare un sopraassalto per vedere d'haverlo nelle mani, et haven- 

40 dosi non v'anderä manco della testa • 

8) Vgl unten Nr. 100. 

*) D. d. Rom 15. Februar 154.8 a. 14, Der Papst fordert den Kaiser auf 
den vertriebenen Eichten von Magdeburg und Halbei'stadt, Johann Albert, sotcie 



286 Krr. 99—100: 1648 März 28—29. 

et perche alchuni soy agenti qua, alli quali ho fatto saper di detto 
breve, mi hanno referfeo che per hora non e bisogno presentarlo, 
pero si es^^ettarä che essi ricercano, tanto piü che in ogni caso 
non seria hora da negotiar con Sua Maestä per causa privata, 
stando anchor rinchiuso*). 

Fa dato recapito alle lottere per Tambasciatore Venetiano*). 
März 23 Da Augusta alli 23 de marzo 1548. 

lo non volsi lassar di far dare la sua a messer Aurelio'), 
beucht non toccasse le corde, quäl sonano de qua. 



154S 100. Sfondraio an Farnese: Der jmigere Oranveün und die beiden 10 
März 29 Sofo haben den Entwurf der für die Legaten verlangten Fakultäten 
fertiggestellt ; einige Punkte darin sind wohl nicht unbedenklich, im 
ganzen aber ist der Entwurf maßvoll und annehmbar j und Sfondrato 
rät, die Angelegenheit ungesäumt zum Abschluß zu bringen. Kf. 
Moritz soll sich nach einigeln Sträuben dem Willen des Kaisers er- 15 
geben haben; sehr eifrig sind die Kurfürsten Pfalz und Brayidenburg ; 
zahb'eiche Prii^atpersonen wenden sich ebenfalls wieder de^n Katholik 
zis^nus zu. — Sfondrato schickt Abschriften der verlangten Fakultäten. 
In der Angelegenheit von Piacenza hat er weiteres nicht bewirkt. 
Qram^ella ist abennals erkrankt. Erhielt ein Schreiben FarneseSj das 20 
i^on ihm klarere Darlegung seiner eigenen Ansichten verlangt; wo er 
imstande ist, sich ein Urteil zu bilden, pflegt er damit keineswegs 
zmiickzuh alten. 1548 März 29 Augsburg. 

Aus Arch. Vat. Carte Farnesiane fasc. I Orig. 



den vertriebenen und seines Besitzes beraubten Welt- und Ordensklerus der beiden 2b 
Städte in ihr Besitztum und in den Genuß ihrer RecJUe und Würden zu restituieren. 
Arch. Vat. Armar. 41 Vol. 41 Nr. 90 Min. brev. — Ebendort finden sich noch 
folgende Breven vom gleichen Tage. Nr. 86 an Adolf Elekten von Köln: darf sich nach 
erfolgter Konsekration durch einen beliebigen Bischof (nicht nur, wie der Papst 
früher bestimmt hattcj durch die Bischöfe von Lüttich oder Trier) das Pallium 80 
überreichen lassen. Nr. 87 an den Elekten Bembert von Paderborn: darf sich auch 
durch zwei Äbte (statt Bischöfe^ wie früher angeordnet war) konsekrieren lassen. 
Nr. 88 an denselben: darf die Entgegennahme der holderen Weihen und der Kon- 
sekration 6 Monate hinausscliieben. Nr. 89 an denselben: Vollmacht ut a quocum- 
que malueris catholico nntistite ... ad reliquos sacros et presbjteratus ordines 85 
aliquibiis duobus diebus dominicis vel festivis etiam extra tempora a jure 
statuta promoveri libere et licite valeas. 

*) Über die spätere VerJimndlung Sfondratos mit dem Kaiser in dieser An" 
gelegetiheit vgl. unten Nrr. 114, 12L 

*) Welche Briefe gemeint sind^ ist nicht ersichtlich. 40 

') Ein Brief Maffeos an den Sekretär Madruzzost Cattaneo, liegt nicht vor. 



Nr. 100: 1548 März 29. 287 

Doppoiche parti messer Giuliano^), questi signori non hanno 
mancato di attendere al fare la nota delle facultä per la deputatione 
de legati, et havendone ragionato meco monsignor d'Arras et gli 
dui patri, cioö il confessore et frate Domenico, sotto a' quali 
6 spetialmente e stata imposta questa cura, et secondo ch'io posso 
comprendere, sono di buona intentione, io non ho omesso di ricor- 
dargli spesso che advertissero di non ricercare cosa che havesse a 
difficaltare il negotio, et cosi finalmente Thanno risolta quanto sia 
in loro, et la mandano per il presente corriere con fare ogni in- 

10 stantia et preghi che si espedisca di lä senza dilatione^). hör 
quanto a quelle che a me occorre, non comprendo che secondo 
gli bisogni si siano molto discostati dal dritte, anci le facultä, quaU 
si ricercano, per il piü si comprendano nelle boUe concesse per la 
legatione mia'j et in alcuni casi, dove ho visto il bisogno, con 

15 modestia n'ho usato. perö ho schivato di mostrarli questo punto 
per dar maggior riputatione all' espeditione quäl si domanda. vero 
6 che in le facultä mie vi e excetturato il caso della bigamia, et 
benchä quella che hora si propone*), si possi dir bigamia impropria 
per la nullitä del matrimonio contratto dalli sacerdoti, nondimeno 

20 essendone ricercato in alcuni casi assai qualificati non ho voluto 
mai ponervi la mano, ma piü volte ho havuto animo di ricercare la 
dechiaratione de tal' authoritä di Sua Beatitudine, et ho pol diferito 
per non parere ch'io ne volessi piu de la parte mia. 



Ardinghello trat am 24, März die Rückreise an; am gleichen Tage schrieb 

25 Madruzzo an den Kardinal von Manttia, Ercole Oonzaga : le cose son reduttc ia 
tal buoD termine che ne porta [nämlich Ardinghello] buona resolutione, se pur 
d'altri, che voglino interpretare le cose alla roversa, non sono interrotte. 
Mantua Arch. Gwizaga Carteggio del cardinale 1648, 6 Orig. Am 27. 
abends erreichte Ardinghello Bologna^ %co er am Nächsten Morgen den Legaten von 

80 dem Erfolg seiner Mission Mitteilung machte; dann setzte er die Reise fort Massa- 

rdli ed' Merkte pag. 754 sq.-, zum 28. März. Ein GutacJitenj das auf Crrund 

der Mitteilungen A.s die Legaten noch am 28. März abfaßten und der 

Kurie sandten, s. in den Beilagen. Über A.s Ankunft in Rom usw. vgl. Nr. lOL 

>) QedrucU Raynaldus § 45 (14 Artikel). 

86 ') Die Bulle der Fakultäten Sfondratos liegt mir nicht vor (vgl. oben zu Nr. 74); 

einen Anhalt für ihren Inhalt aber gibt wohl die Fakultätenbulle, die Stanislaus 
Hosius als Nuntius cum potestate legati 1560 von Papst Pius IV erhielt, abge- 
druckt von 8. Steinherz, Die Fakultäten eines päpstlichen Nuntius im 16. Jahr- 
hundert, in Mitt. d. Instituts f. österr. Geschichtsf XIX S. 333 - 342. 

40 *) Art. 3: Et si hujusmodi presbjteri, sive saeculares sive reguläres 

fuerint, post lapsum in haeresim propter contractum matrimonium cum viduis 
vel corruptis bigamiam incurrerint, possint ipsi Rini domini legati cum eisdem 
.... super ipsa bigamia dispensare etc. In den Fakultäten des Hosius a. a. 0. 
S. 339 § 35 ist dagegen Bigamie (soicie homicidium voluntarium) von der Dispens- 

45 befugnis des Nuntius ausgenommen. 



288 Nr. 100: 1548 M&rz 29. 

Ig comprendo ancora che si poträ costi far difficultä sopra 
qualche altro capo, come delli sacerdoti et religiosi coniugati*), et 
sopra quello della restitutione de beni ecclesiastici*). nondimanco 
considerando la qualitä de tempi et la necessitk urgente, non pare 
che il modo i)roposto sia excessivo, tanto meno che non si ricerca 5 
di far novi ordini sopra detti beni, come talhor ho dubitato che ci 
disegnino, et oltra di cio vi sarä pur Tarbitrio de' legati. et ho 
inteso che quel capo de poter dispensaro con gli sacerdoti religiosi 
coniugati, e posto per vcdere, se con ciö si potesse ridure alcuno 
di questi principali heretici, quali dicano mostrar neu so che di lo 
buono iuditio, come forsi 6 del Bucero'). sichi non mi resta dir 
altro salvo che, se Nostro Signore et V. S. 111™* hanno per bene di 
satisfare di qua per dar qualche principio alla reconciliatione, con- 
viene espedire quosto negotio liberamente et presto, perche in vero 
si vede che qua e necessario pigliarli lato o per qucsta via di con- 15 
venientia o che lo faranno per altra, quäl saria scandalosa da tutte 
le paiiii, et questi principi hormai son tanto stracchi di star qua 
che si lassariano ridurre in ogni partito per liberarsene! 
Mävz 24 Nel sabbato medemo che parti messer Giuliano, secondo ch'io 

intendo il duca Mauritio andö in palazo per escusarsi con Sua 20 
Maestä di non poter condescendero all' opinione delli altri elettori 
seculari, sotto pretesto principale che non havria possuto in ciö 
disponeie delli suoi subditi. i^erö non parlo all' imperatore, ma gli 
fu referto dal re de llomani et dalli altri t»lettori, in modo che si 
risolse di far al volere di Sua Maestä. gli altri dui predetti 25 
elettori seculari mostrano ogni giorno piu chiari segni di riduttione, 
il che e di giandissimo momento et si comprende che qua si 
attonde con molto studio a questo effetto. et nel principio di 
questa settimana santa non puoco numero de persone disusate giä 
dalli riti catholici si riducano a penitentia, sicome mi vien referto 80 

^) Art. 4: Item si etiam ex praedictis, qiii in sacris constituti matrimonia 
contraxerunt . . , ad dimittend^s uxores, oo quod contincnter vivere noo possint, 
. . . miDime induci vulcant, habeant facultatem legati . . . cum illis specialiter dis- 
pensare etc. 

^) Art. 11: Item quia circa restitutionem bonorum ecclesiasticorum plnri- 85 
mae difficultates occurrere possunt . . . ., idcirco dctur facultas legatis ipsam 
restitutionem in toto vel in parte differendi vel moderandi aut cum personis 
per quas fieri deberet restitutio, concordandi etc. 

') VgL hierzu und zu den weiteren Mitteihmgen unserer DepescJte über die 
zunehmende Rekatholinierung unten Nr. 102 (und die dort afigeführte Depesche des 40 
Bischoff! von Forll vom 4. April). Über Butzers Anwesenheit und Tätigkeit in 
Augsburg, die Sfondrato icohl einigermaßen beunruhigte (Nrr. 102^ 104), s. besonders 
G. Wolf Das Augsburger Interim (Deutsche Zeitschr. f. Geschichtswissenschaft, 
Neue Folge II) S. 63 f 



Nr. 100: 1648 März 29. 289 

da molti et spetialmente dalli sacerdoti, quali sopra ciö hanno 
bißogno deir authoritk mia.') 

D'AugustÄ alli 29 di marzo 1548^). März :^y 

Havendomi*) monsignor de Anas mostrato la nota delle facultu 

5 che si ricercano, gli ho domandato che mi lassasse cavame la 

copia, et cosi ha fatto: quäl sark qua alligata, et benche oltra gli 

capi sopra notati vi siano anchora alchune clausule o parole* quali 

potriano non piacere, nondimeno non ho voluto intrar a disputarle 

con esso senza frutto, tanto meno non sapendo quello che costä si 

10 habbia ad risolvere nello principale ponto. 

lo non ho omesso ponto doppoi la partita di inesser Giuliano, 
se si fosse possuto scoprir qualche cosa piü del negotio di Piacenza; 
ma non ho cavato altro salvo che si persevera in quello f u mostrato 
a inesser Giuliano. 
16 Monsignor di Granvela giä quattro giorni stk indisposito con 

febre. 

Ho riceputo una de V. S. 111™* de 18'), nella quäle non vi e März Ifi 
altro, salvo il desiderio che mostra perche nelle mie io scriva il 
parer mio piü largo et disteso. io veramente giä cognosco questo 
*J0 suo desiderio et che e mio debito di satisfarle: perö, quande io mi 
trovo qualche fondamento o attacco, non manche mai di scoprirle le 
viscere et mostrarle il core, sicome ha possuto comprendere da 



a) Die Kcuhachrifl iai eigenhäitdig. 

') Am 24. März (August ae Vindeliciorum 9 kal. aprilis) schrieb Moritz auch 

26 auf Veranlassung des Kardinals Madruzzo einen höfliclien Brief an Kardinal 
Famese, wie aus dessen Antwort hervorgeht: midatiertes Konzept in Mailand Cod. 
Ambros. A 179 inf. fol. 21». 

*) Am gleicfien Tage schrieb Madruzzo an Famese: lo spero che hoggi o 
dimane debba essere da V. S. messer G. A. con tutta quella meglior spedittione 

30 che si puote cavare di qua, la quäle si fani ogni giorno piü perfetta con la 
bona risolutione che si aspetta di lä, sich 6 non dir 6 altro se non che adesso 
va Tinstruttione delle falcultä che si ricercono, la quäle mi sono sforzato ri- 
duerre (!) a meglior et piü sicuro termine che ho possuto, et non dubbito che 
assicuratondossi [so!] V. S. del buon frutto hanno da fare, che non procuri che 

86 si mandino quanto piü presto et con tanto buon core che si conosci intiera- 
mente el buon animo di Sua Santitä et di V. S. verso questa provincia. Ne4ipel 
Carte Farnes. 747 Orig. 

') Gedruckt undatiert (di Roma addi detto) in Opere dt Annibale Coro 
vol. IV p. 32 sq. Nr. 33. Es ist Antwort auf Nr. 91, das an der Kurie wegen 

40 seiner Kürze nicht befriedigt hatte: che, sebbene ha toccati tutti i capi, non ^ 
per6 venuto agli individui delle cose n^ alle ragioni delle sue conclusioni n6 
al modo di metterle in atto. ed in questi affari di tanto momento noi desi- 
deriamo ogni minimo tratto della prudenza e della destrezza sua: imper6 ci 
far,\ grazia per Tawenire dir liberamente, chiaramente e per via di lungo dis- 

46 coTSO quel che a lei pare che si debba fare e come si debba eseguire usw. 
NuntiaturbAriohte, enta Abtelltmg, Bd. X 19 



290 Nrr. 100-101: 1648 März 29—80. 

molte mie et ultimamente dal riporto de messer Giuliano; ma dove 
io intendo pocho le cose non solo di qua, ma di costä, quella sarä 
contenta da iscusarmi, perche io non so scriver chimere o insogni. 

1548 101, Vo7i Ardinghello zurückgebrdchte Darlegungen und Vorschläge des 
^- KardinaU Madruzzo (in zwiefacher Fa^ssung) über die Suspendierung B 
des Konzils, die Senduiig der vom Kaiser hegehrten Legaten, die 
Rückführwng des Konzils naeh Trient und die Pia^^enza-Frage, nebst 
Notiz über ergebnislose Beratung darüber im Konsistorium, [1648 
n. März 30 wid n. April 5, Rom.] 

Aus Ärch. Vat. Varia Polit. vol. 46 fol. 264*— 266b spätere AhsdiHfl (V); 10 
überschrieben Riporto de messer Ardinghello ritomato da Cesare alli 
80 di marzo 1648. — Coli Rom cod. Ohig. Q I 8 fol. 88b~84b und 
88 ab spätere Abschrift (C); ohne obige Aufschrift und ohne die Scfduß- 
notiz^y 

I. Primo memoriale del Il™° di Trento.") 15 

Circa gli tre capi proposti per me cardinale di Trento et man- 
dati al cardinal Famese'), considerando io la risposta data per Sua 
Signoria B™* con quello che scrive al B™® legato*), pare che sia 
satisfatoria per quello che di presente si doveva scrivere: 

Perche, quant' al primo capo di soprasedere *) la commissione 20 
fatta alli quattro cardinali, durante perö Tinhibitione di non pro- 
cedere ne in Bologna ne in Trenfco, giä si vede esser' esseguito, 
perche non si procederä sopra tal commissione; et benche sia 
espresso solo il termine d'un' mese, nondimeno si puö comprendere 
la consequentia, che tal termine durerä sino che si tratti questo 26 
negocio et si risolva. 

Quanto al secundo capo di deputar legati con oportuna autho- 
ritä di far' qualche riformatione necessaria in questa provincia sino 
alla difinitione dil^) concilio, si vede anchora, secondo la predetta 
risposta di monsignor B™^ Famese, che si consente; et benchö non 80 
sia divenuto ad alcuna specificatione dell' authoritä nä de nominar* 
i legati, 6 da considerare che questo non haveva da farsi, se 
prima non s'intendesse la voluntä di Sua Maestä. perö volendo 
ridure questo punto alla pratica et levar' quanto si puo le dilationi, 

a) C Prima propositio ex pmrte Hmi Tridentini. ^^ 

h) So C; V dl Bopra si dice statt di soprasedere. 
e) qualclM — dU om. V. 

De Leva IV pag- 416 sq. erwäJmt das Aktenstiick aus Rom, Bibl. Corsin. 
col. 45 cod' 27 pag. 259 sqq. 

*) Gemeint sind die mit Nr, 87 übersandten Notule. 40 

«) Nr. 92. 



Nr. 101: 1648 März 80. 291 

pareva piü espediente che di qua si mandasse la forma dell' autho- 
ritä, quäle s'ha da dare alli prelatd ch'hanuo da venire, atteso che 
qua si ha pur qualche notitia della facultä giä data al B™^ Cam- 
peggio, della quäle in Borna ce n'e poca memoria secundo raviso 
5 del R™** Farnese. et oltra di ciö qua si saprä meglio quello che 
fia necessario per detta riforcnatione, atteso che per il passato et 
molto piu nella presente dieta s'e fatta longa dissuasione sopra tal 
materia, con la quäle si potrk far nota di detta authoritä neces- 
saria, con tal modo honesto che Sua Santitä sensa carico la possa 

10 concedere; n^ sark poi difficultä a far' elettione di legati o prelati 
per Sua Beatitudine. et quando Sua Maestä conoscesse che par- 
ticularmente alcuno fusse atto a tale effetto, e da credere che, 
ricordandolo con modo conveniente, da Nostro Signore non se gli 
negarä "). 

16 Quanto al terzo capo di ridurre il concilio in Trento, pare 

similmente che la risposta data debba satisfare, considerandola bene, 
perchä mostra prima in generale di assentirve, mentre cio si faccia 
con li debiti mezi, sicome Sua Santitä non ha mai recusato di 
farlo con gli modi predetti. 

20 Dipoi mostra che Sua Santitä sensa dechiarar' la translatione 

indebita o nulla, non debbe precisamente mettere mano alla detta 
reduttione contra la voluntä delli prelati di Bologna; et pero 
ricorda che si devriano meglio considerare le conditioni, quali 
furono proposte per li detti prelati di Bologna nel mese di dicembre 

26 passato^), il che facendosi con buona dispositione forse si**) trovark 1547 
qualche rimedio, atteso ch'alcune di dette conditioni pagiono Dez. 
ragipnevolissime, alcune si potriano temporäre et altre ponere da 
banda, quando si adduca honesta giustificatione. 

Et ricorda anchora detta risposta che, s'occorressero di qua 

80 altri*) piü spedienti partiti, che Sua Santitä**) non gli rifutarä, 
aggiongendo una cosa di non pocho momento, cio6 che nel pro- 
ceder* delli legati o prelati qua circa la riformatione di questa 
provincia si poträ scoprire tal effetto che levarebbe in tutto o in 
parte le^) difficultä della supradetta riduttione del concilio in 

86 Trento. 

Hora resta, oltra gli detti tre capi proposti per me, di parlar* 
ancora sopra quello che propone monsignor B.™** Farnese sopra il 



a) So 0; V negaria. 

b) om. V. 
40 c) om. V. 

d) 7. Maestjk. 
«) Fla. 

Jtayn, 1547 § 94 (vgl § 93). 

19* 



292 Nr. 101: 1648 März 80. 

negocio di Kacenza, nel quäle supplico quanto posso Sua Maestä 
voglia contentarsi che si conosca la sua bona intentione, perch', 
ultra alla commissione, quäle a me fu data quando andai io a Borna, 
si vede hora che detto monsignor ß™** se ne viene sinceramente 
alla libera, et ch'e cosa degna et honesta alla bontä et gloria di 5 
Sua Maestä, et che con questa via s'incominciarä a levar Tombra 
della diffidentia, quäle in buona parte e stata causa, o dal' una 
parte o dall* altra, degrinconvenienti in che hora ci troviamo. 

IL Eeplica del R"^» di Trento.«) 

Quanto al primo capo della sospensione non se li vede diffi- 10 
cultk, che con parole accommodate non si levi. 

Quanto al secundo delli legati, prima se dice che'l modo piü 
spediente e che qui si scriva la forma delle facultä, perchö cosi e 
de bisogno per le ragioni allegate nella prima scriptura. 

Quanto al deputare le persone de cardinah presenti per legati, 15 
si crede -che non se gli farrk controversia, si perch6 questi qui 
sonno informati, si perche la celeritä e necessaria, ben si potria 
sottogiongere che, quando anchor Sua Santitk volesse mandare 
subito per le poste come serria qualche prelato ben' instrutto di 
Ih per piü sua sodisfatione, che lo potria fare. et e d'avertire che 20 
scrivendosi qua^) con quella moderatione che si conviene al modo 
delle facultä che ricerca la presente necessitä di Germania, che 
Sua Santitä poco^) debbe curare o di mandare persone di Roma 
o usar' Topera de' presenti. 

Quanto al terzo del concilio, che non si vede molta differenza 26 
che non si trovi modo di ritornare a Trento, et se non adesso, si 
puö almeno comminciare a trattar' sopra le conditioni proposte 
dalli prelati di Bologna. 

Quanto all' ultimo di Piacenza. giä si vede ch'el cardinale 
Farnese Tha separata come cosa pertinente al duca Ottavio et a 80 
se, et non la mischia col concilio: ma per esser' questo il punto 
piincipale della diffidenza, si desidera dalla bontä di Sua Maestä 
una risposta rissoluta et generosa: la quäl perö non s'havrä da 
essequire, se [)rima Sua Santitk non lieva tutti gli suspetti et cessi 
da tutte le pratiche contrarie, le quali messer Giuliano ArdinghelU 85 
afferma, per quanto esso habbia inteso, restare anchora senza con- 
clusione alcuna. et questa tal risposta partorirä un de doi effetti: 
o farrä in tutto risolvere Sua Santitä a condescendere nel resto al 



a) C Beplicatio ex parte Rmi Tridentini. 

b) V qui. *0 

c) V per6 «1 poco. 



Nrr. 101-102; 1648 März 80— April 6. 293 

giusto volere di Sua Maesfcä, o che Sua Maestk restando chiara del 
animo alieno di Sua Santitä, verrä a fare giustissima la causa sua. " 

La risposta adonque se desidera in questa sostanza: che 
quando Sua Maestä sarrä chiara del buon animo verso di se di 

5 Sua Santitä, spetialmente per causa delle prattiche, delle quali 

publicamente si raggiona all* hora, si potrk movere alla restitutiono 

di Piacenza con assecurarsene bene per molti rispetti, et quando 

non la restituisca, che darä tal ricompensa et nomineralla. "). — 

Gli*) sopradetti memoriale*') et replica del cardinale di Trento 

10 porto messer Giuliano Ardinghelli, quäle tornö alli 30 di marzo März 30 
dalla Corte di Sua Maestä. portö anche memoriale et replica di 
Granvella in lingaä spagniola in effetto della medesma sostanza, 
benche con piü parole, maxime**) sopra la validitä et invaliditä 
della translatione, il che devria non essere stato adimandato ne 

16 volerse nh dalli prelati di Trento ne da Sua Maestä. 

Considerisi adonque a che Camino vada ciaschuno et in che 
tempo ci troviamo. sopra delle quäl cose giovedi sequente alli 
5 d*aprile 1548 per ordine di Sua Santitä fu fatta congregatione Apr. 5 
delli cardinali deputati in casa del decano secondo'l solito. non 

20 fu risposto ne concluso cosa alcuna, percioche non volsero dare il 
voto loro quivi, quantunch* il cardinal Crescentio molta instantia ne 
facesse, perche dissero volerlo riferire essi a Sua Santitä per trat- 
tarsi hora de summa rerum la conclusione^). 

102. Sfondrato an Farnese: Eine Kondamer Pfründenangelegenheit. 1548 
25 Am 89. März wurden die Fakultäten, die nmn von der Kurie ver- Apr. 5 

a) In C folgt tioch: qaeste parole saranno saÜBfattorie oltra modo a Saa Santitä et fanno 
perfettissimamente giustificata la parte di Sua MaestÄ. 

b) AüeB Folgende fehU in C. 

c) y memoriali. 

80 S\ Ea folgt hier im Text noch da Sua Santitä| was wohl zu streichen oder an eine andere Stelle 

au aetaen iat. 

^) Noch vor dieser ergebnislosen Beratung, nämlich am 3. April (Dienstag 
nadi Ostern) teilte Farnese kurz an Sfondrato mit^ daß Ardinghello wieder ein- 
getroffen sei und über das was er ausgerichtet^ nächstens beraten und beschlossen 

85 werden solle; der Papst lobe Sfondratos Bemühungen in dieser Angelegenheit; im 
übrigen hofft Farnese auf die Gerechtigkeitsliebe des Kaisers^ usw. Arch. Vat. 
Lettere di principi vol. 14» fol. 869 »b spätere Abschrift. In dieselben Tage gehört 
ein undatiert überlieferter, sehr interessanter Brief Fameses an den Nuntius in 
Frankreich, mitgeteilt in den Beilagen. Vgl. noch, was Maffei am .^1. März an 

40 Cervini schrieb, zum Teil bei de Leva l. c. pag. 417; außerdem heißt es dort aber 
noch über die an der Kurie zu vereinbarende Reform der Kirche'. Sfondrato habe, 
wie Ardinghello berichte, davon nicht sprechen wollen per non la mettere in dis- 
puta, dicendo che loro la concedono et che h in mano di Sua Santitä di faria 
senza appuntarla. Eigenh. Orig. in Florenz Carte Cervin. 20 fol. 157 (ric. 4 apr., 

45 resp. 11 dl). 



294 Nr. 102: 1648 April 6. 

langte expediert. Kurz vor der Ähreim des Kuriers legte der Kaiser 
den Ständen einen sehr ausfülirli^hen Entwarf des Interims vor; 
Sfondrato läßt den ganzen Text abschreiben, schickt einstweilen die 
Rubriken. Butzer soll liier sein. Der Kaiser hat sidi gezeigt, aber 
fwch nicht außerhalb seiner Herberge, Oranvella ist hergestellt. 1548 6 
April 5 Augsburg, 

Aus Nea2)el Gr. Ärchivio Carte Famesiane fasc. 729 Orig. 

AUi giorni passati essondosi infirmato il preposito de Con- 
stanza*) d*un male che gli minacciava periculo della vita in breve, 
renuntiö la prepositura et un' altra comenda in favor d'uno lo 
fratello suo, la quäle renuntia fu admessa per me parendomi non 
potergela negare, benche mal voluntieri, atteso che monsignor 
ßmo d'Augusta per esser quelle beneficio vicimo al stato di suo 
patre molto lo desiderava. questa notte e morto il predetto pre- 
posito et la Sorte del suo fratello ha voluto che sia passato il 15 
termine di 24 giorni doppoi la renuntia. nondimeno hora mi fanno 
intendere il Il™° di Trento et d'Augusta che vogliano senza dila- 
tione espedire un corriere a V. S. 111"* per causa del sudetto bene- 
ficio, sotto pretesto che sia concistoriale, overo che per la qualitä 
di esso spetti alla provisione speciale di Sua Beatitudine. il che 20 
si ben a me non paia, io dcsideraria che cosi fusse, acciö si 
potesse gratificare alli predetti signori R"*, come in vero con- 
verria per ogni rispetto*). 

Quanto alle cose publiche gik V. S. 111"** havrä saputo che 
doppoi la partita di messer Qiuliano Ardinghello questi signori 25 
März 29 espedirno un corriere alli 29 del passato ') con la nota delle facultk 



*) Joachim Schad. 

^) In der Tat verlieh der Papst die Pfründe dem Kardinal von Augsburg: 
vgl. Breve vom 21. Ajyril 1548 im Arch. Vat. Armar. 41 voJ. 41 No. 288 Minuta. 

') Mit diesem Kurier ging eine Weisung des Kaisers an Don Diego, die dieser 80 
zu Anfang seiner Depesche vom 9. April (aus Mailand) erwäJint, ohne des Inhalts 
fiäher zu gedefiken. Döllinger^ Beiträge I 8. 144 ff. Dagegen teilt der Bischof von 
Forlt bereits am 29. mit, der Kaiser schicke an Mendoza die risposta da farsi al 
papa, quando pure non vadino inanti le risposte dell* Ardinghello, la quäle in 
sustantia (secondo mi dice don Ferrante) ^: replicare a tutti i capi della 85 
sua, mostrare Topere che sono uscite da lei in benefitio della religione 
et in conservatione della dignitk della chiesa, sollecitare di nuovo la riduttione 
in Trento del concilio, con comminatione d^apellarsi a chi di ragione si con- 
verrä in caso che ne manchi, et protestargli di proseguire quanto si spetta alla 
sua autoritä in defetto del pontefice, con ratificare ogni atto exequito da don 40 
Diego et suoi ministri, come altra volta scrissi. Man hätte diese Antwort wohl 
nicht so schnell abgefaßt, wenn man nicht, u. a. von Herzog Cosimo, Warnungen 
erhalten liätte, daß die Kurie den Kaiser dnsdiläfern und mit Worten hi^ihalten 



Nr. 102: 1548 April 5. 295 

che ricercano per la riformatione, quel ha da servar questa pro- 
vincia sino alla diffinitione del concilio; della quäle le mandai la 
copia in una mia con quelle advertenze et avvisi che per alhora 
mi occorreano. pero di poco innanzi che il detto corriere si 
5 espedisse, fu exhibita alli ordini cosi d*elettori come de principi in 
nome di Sua Maestä una forma di questo Interim molto longa in 
scritto di piü de 40 carte, et 6 stata proposta in modo non giä de 
diffinitione, ma piü tosto per scoprire Tintentione di questi signori 
et intender' quelle che vogliano dire'). 

10 lo hebbi ben notitia de tal proposta il giomo seguente; ^^vb März 30 

non potei haver f acultä, di vederla et leggerla se non doppoi pasqua, ^ ^p^. 
et pur hieri hebbi modo di haverla per farla copiare. ma perche i 
e tanto longa che non si puo espedire a tempo, io ho pensato in Apr, 4 
questo subito fare una nota delli capitoli di detto Interim, che 

16 sarä qua inclusa, con darle in generale quello puoco lume che si 
puö per hora. 

II Bucero, secondo che mi e riferito da piü lochi per cosa 
certa, e in questa cittk^;; ma non ho ancora possuto ben chiarire 
la causa della venuta et circonstantie, atteso che questi signori 

20 secondo il solito fanno il tutto per non lassarsi intendere, beuche 
in questo non vi penso giä male effetto^. 

wolle, finchfe rubi [!] qualcosa. Man Jiört awih von allerlei Umtrieben hei Genua 
oder Piwnbino. Cod. Med. 4804 fol. 266 b— 267». ygi übrigens auch die weiteren 
Depeschen Mendozas (im Anhang und bei DöUinger a. a. O.). 

25 Awisi vom 27. März berichten che li 16 collocutori deputati sopra la ri- 

forma delle cose della religione fino al concilio [vgL oben 8. 248 Ä. 1 und S. 271 
Ä.l] non furono d*accordo et non si congregando piü la cosa furimessanel Mal venda 
dottor Spagnolo et in fra Thomaso confessore di SuaMaestä [vielmehr Pedro deSoto] 
et in cerü altri. fin qui non si sa certezza alcuna, ma si va mormorando 

80 che si rimetterä la messa et la communione sub utraque spetie. Neapel, 
fasc. 728 Abschrift. Ebendaselbst fasc. 781 findet sich als Beilage zu Mitteilungen 
aus Augsburg vom 2. April, die auf den Mantuanischen Gesandten zurückgeführt 
werden, folgendes: Di nuovo si dice che presto si publicaranno Tordinationi fatte 
da Sua Maest& et da principi della dieta intorno alla relligione, et secondo 

86 s'intende, h stato concluso sino al concilio: primieramente che Tarticolo della 
giustificatione si tenga in quel modo che lo tengano i Protestanti; che Tuso de 
cibi sia libero ogni giomo; che si dica una messa grande ogni giorno nella 
chiesa et una il di a modo di Luthero; che li sacerdoti habbino moglie; che 
si communichi sub utraque specie; che la confessione si muti in un consiglio; 

40 che non si numerino li peccati, et molte altre cose si sono accettate da Sua 
Maest&, et par che vorrä che in tutti li suoi stati si osserv^i, finch^ si faccia 
un concilio. 

^) Vgl' oben Nr. 100. Der Bischof von Forli meldet am 4. April, Butzer sei 
in Ulm mit Geleit a riconoscersi a piedi di Cesare, et anco il Melantone com- 

45 parirä et col mezzo d'ambiduo si ridurrä il restante. l c. fol. 267» — 258». 
Weiter der Nämliche am 6. April, Butzer sei anwesend, halte sich aber im Hause 



296 Nr. 102: 1548 April 6. 

Sua Maestä doppoi pasqua usci ad udire la messa publicamente '), 
ma non giii fuora di palazzo, atteso che qui havemo havuto freddo 
grande questi giorni, et essa h pur debole et lo confessa, monsignor 
di Granvela e liberato dalla febbre . . . 
Apr. 5 D'Augusta alli 5 d'aprile 1548. 5 

Alchuni^j pensano che la detta forma dell* Interim si poträ 
immutare. et pero non importa anchor tanto che non habbia 
jiossuto mandar la copia integra .... 

lo non replicaro a quella Tespettatione quäl si ha qua della 
risolutione de costä sopra questo negotio della religione per espe- lo 
dirso, et si vedde per questa forma data per avantaggiar tempo, 
accioche con la risolutione de lloma o per una via o per altra gli 
pongano fine^). 

a) Die Kacfutchrift ist eigenhändig. 

dcM Kurfürsien ivn Brandmburg verborgen: pare si truovano seco alcuni di 15 
questi theologi, et ritraggo che Thanno giä piü di mezzo rivocato da quella 
Rua trista fantasia, talche si pu6 sperare ogni di piü nella salute di questa 
inferma provincia, perche il Melantone sollicita di poter venire, usw. l- c. 
f. 268 b — 269». Am gleichen Tage meldet auch der Mantuaner Viwddinh die 
lutherische Sekte scheine von selbst zu vergelten per voluntä di Dio et per meggio 20 
de li destri modi che in questo Sua Maesta lia usati: talmente che saria facil 
cosa non bisognassero piü tante provisioni di legati, como si pensava per 
rinterim del concilio; anzi mi disse heri un homo grande: dubitiamo che'l 
venir de logati non ci dia piü presto disturbo che utile con queste bestie, tra 
li quali e tanto aborito il nome del papa et delli cardinali di Roma, che saria 25 
facil cosa se ostinassero di novo et s'induriseron piü di prima, li rispuosi: 
accordate pure la differentia della robba et delli benefficii et bcni ecclesiastici, 
che del resto non vi sarä gran fatica, perch^ a questi principi et stati luthe- 
rani pareva troppo dolce cosa il godere li beni della chiesa. Mantuai Arclu 
Gonzaga- 80 

^) Doch hatte Karl schon am Gründonnerstag (29- März) 13 Armen die Füße 
gciraschen, sie bei der Mahlzeit l)edient und reichlich beschenkt. Am Ostersonntag 
(1. April) erschien der Kaiser m der Kapelle seiner Hn^lwrgcj gut aussehend, teenn 
auch noch etwas schwach infolge der eingehaltenen Diät. Bericht de^ Sienesischen 
Agenten